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I Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Martiura und Kirttüain Illustriertes Sonntaasülatt. ' L 9 ~
Illustriertes Sonntagsblatt
Spedition: Markt 21.
Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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I,- '-34 bin früher ein glücklicher Man» gewesen — bin er heute noch t» meinen Kinder» — aber damals war ich es voll nnd ganz. Ich war inaa E einer angesehenen Famllie entsprossen, hatte eta Bett, wie -S wohl fette« eins giebt auf der wette« Welt, «ad vor alle« Stagen hatte ich schon gltageebe 3J'»? btudteaftemrd war Dein i.k Ur htugea warm aneinander,
J8' ba6 wir Anstellung bei derselbe« Behörde fanden. Da» befestigte «nsere
nebst bereit Gratisbeilagen
Amtliches Kreisblatt für die Kreise Marburg u. Kirchhain sowie
Illaltriertes Sonntagsblatt schon jetzt bei den Postanstalten, auf g dem Lande auch bei den Landbrief- trägern machen zu wollen, damit in der Zustellung keine Unterbrechung eintritt.
In Kirchhain nimmt unsere Agm- tur Herr B. Rindt Bestellungen entgegen.
Neu zugehende Abonnenten in hiesiger Stadt erhalten das Blatt vom Tage der Bestellung an bis zum 1. April gratis zugesandt.
Die Exped. der Oberh. Zeitung, Marburg, Markt 21.
Erscheint täglich außer au Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-Prei? bei der Erve- b'twn 2‘/t Mk, bei allen Postämtern 2Mk. 50 Pfg. (er». Bestellgeld) Jnsertionsgebühr für die gespaltene Stile 10 Pfg-, Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
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Unsere auswärtigen Leser Bitten wir das Abonnement auf das zweite (April-) Bierteljahr der
ullehrer auf 1000 Mark zu erhöhen und denstlben außerdem WohuungS- und FeuerungSent- schaoigung zu gewähren. Da» bedeutet für viele StAn eine wesentliche Verbesserung- der Erlaß dafür, daß man in ReglerungSkreifen selbst das Zustandekommen des Unterrichtsgesetzes bezweifelt.
Amtlrchist entschieden, daß auch Organisten, Küster, Krrchendiuer und Todeogräber / Jerner auch die Angestellten bischöflicher Kanzleien, Chorsänger, Sakristane rc, insofern deren Jahre»- ewkommen 2000 Mark nicht übersteigt, dem Alter», und JnvaudenverficherungSgefetz unterliegen. — Sofern eine Kartoffeln verarbeitende landwtrt- 'J“ !1 »renneret infolge einer Mißernte nicht bte volle für ihren Betrieb erforderliche Kartoffel- menge gewonnen hat und daher — ohne daß eine Veräußerung von Kartoffeln stattgefunden hat - baju ubergegangkn ist, Mais entweder als Zumaisch- materral ober nach Verbrauch des Kartoffelvorrats l alS allernlgeS Maischmaterial zu verwenden, so ist dres nach einer Verfügung des Finanz« inister» als em den vorübergehenden Wechsel in bet Betriebsart rechssertigender besonderer Umstand anzusehen, welcher die Vrranlagmig der betreffende» Brennerei zu einem entsprechend herabgesetzten Kontingent nicht zur Folge hat. — Chef von Zelewski, ftüher Premier- Leutnant rm 99. Infanterie. Regiment, ist zum lÄommanb.ur der ostafrikanischen Schutztruppe er- nannt worden. - Die Verlagsbuchhandlung von M. C. Neve tn Berlin hat in der „Deutschen Lehrerzeitung" unlängst eine Veröffentlichung erlafle», wonach daS in ihrem Berlage erschienene, angeblich unter Mitwirkung von RegierungS- und Schulräten, Seminar-Direktoren, Seminar- und Volksfttullehrern herausgegebene „Preußische Normal-Alpha- b-t- (ewtwiui) bmil-t» togta”.;, °nge"ommen sei und die EinsÜhrung für bie Volksschulen des ganzen Königreichs Preußen zu erwarten stehe. Eine derartige Anordnunq ist °°"„^r"ehmen nach von Seiten des Minister» der geistlichen rc. Angelegenheiten nicht ergangen. — Durch em Schreiben des Präsidenten Harrison ist M. putsche ReichSregierung zur Teilnahme an der Weltausstellung zu Chicago offiziell einge- laden worden. In Regierungskreisen soll man für d,e offizielle Beteiligung an der Ausstellung fein; °uch w vielen Gutachten von Handelskammern wird die Interessen Deutschland» eine offizielle Beteiligung erheischen. Die Ausstellung wird am 1. Mai 1893 eröffnet und am letzten
St8k“. «Sollte ihr junges Herz doch alles Opfer, mintaJjeraugfleben, au dem es mit allen Fasern hing.
»Wir müssen zu Ende kommenf sagte Leonhard K»»« m" !?„S°griffe, heute abend noch meinen EU«« unser Verhältnis zu entdecken und sie um ihre Stawillignug anzngeheu."
Der alte Manu schaute bestürzt auf.
.Leonhard, was für ein Ende wird es geben?» sagte er verzagt. "
»Ein gutes», war die zuverfichiliche Entgegnung, kö»«-« rater?*I-e6e” sidr, nm mir meinen Wunsch zu versagen. Er war überhaupt Thorheit von mir, daß ich nicht längst offen vor sie ’i ® Akten und bann eine unnötige Ruastcht — meine Eltern tragen sich nämlich im G-. beimeu mtt einem glänzenden Heiratsplan für mich — d°d-° wich bisher znrückgehalten. Indessen nun muß die Entscheidung fallen.» I
q. •$“' m”6 fallen», sagte Sattler in dumpfem
T°°e. daß der junge Mann ihn bestürzt anblickte.
«ns und trat einen Schritt von dem Ltsche zurück. I
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.,'W°s soll das fein?« rief der junge Mann und gläubig. I
»Hört «ich an, Ihr meine Kinder!" begann Sattler, indem er die beiden Arme Über der Brust kreuzte und “ ?em Tische stehen blÄ!
^'e Lampe ließ ein gedämpftes Licht ans de« £BLhOnMeMn?r fa$ tn diesem Augenblicke - .noch alter und hinfälliger als gewöhnlich an», und
»Papa sprach vorhin schon so eigen —• feitl Antlitz umsäumte, verlieh
»Hört mich au», sprach Sattler, indem er avfiag, bem ^^?°^drucke etwas unsäglich Hartes, Finsterer, im Zimmer auf. und abzngehen. 1 fr6R" -»«-»»-»- ------»-
.®£ entstand ans Augenblicke eine Totenstille in X ®e«“$. »uterbrocheu einzig durch dar gleich.
«äßige Ticken der Schwarzwälder Uhr.
,, Sattler blieb plötzlich vor Leonhard stehen und schaute ihn mit ernster Frage au.
»Wofür hältst Du mich?» begann er.
c6? das?' fragte der junge Manu zurück, den verehrten Alten bewundert bettachtend.
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,©m, i$ habe so eigentlich noch nicht darüber Ä“* “* *'*Wt 9,,be I »Nun, was denkst Du?'
Kob'« "'M/ d°ß Sie angefangen haben zu stnbiren- ®ie nicht vollendet haben und so bem Schritt- ttelletberuf zngedrängt worden stad —•
‘cy6?“3' wie Du meinst, junger Freund. Vor IKHu Jahren war ich noch G-neralkasstrer der $!tn$aatfeerTcenteeniK-fe 3"#itot8'beffen Direktor 'Di'rief Leonhard betroffen, »das ist mtt neu L.l'®“ wirßDich noch aufmauche unliebsame Neber- WM«, meta lieber Junge. mSsÄ Ä verlangen, daß Du meinen Worte« diwdltagS vertrauest; aber ich erwarte, daß Du mich nicht verdammst, ohne vorher geprüft zu haben."
,,8ß« werde itthören mfiff en ? - stammelte Leonhard, "Ehrend er die sich eng anschmiegende Geliebte tauig au pfl) zog. ”
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»Weine Johanna!" entgegnete der Angerdfene
4)a8 ist Leonhard", rief Johanna, hastig an diel Endlich atmete Leonhard tief ans.
«."lend' »«ott mit uns!" fügte er. .Wir kämpfen für
ans das Herein erschien die hoch.!eioe flute, heilige Sache — der Himmel wird uns sene Gestalt eine- Landwehr-Offiziers in dem I schlitzen, ich hoffe es mit Zuversicht. — Jadesseu bin ' .'ich heute abend gekommen, nm Abschied zu nehmen *
«er Eingetretene war ein blühender junger Mann rtts Johanna entsetzt. .Sollt Ihr
Aa dreißig Jahren. ©ein männIy1e6,fler^tete^ ,
i wurde von einem blonden Bollbarte umrahmt I i bestimmt ist eS noch nicht — aber wie sichern die duvkeldlitzendeu Augen voller Klug« I ? r Major mitteilte, wttd jedenfalls bei grauen- "»b Herzensgüte einen vollkommenen Gegensatz I bem Morgen Seneralmarsch geschlagen werden." "• b , e| Johanna brach in Thränen ans.
»:lich ^Wttrrttacht der Landwehr-Infanterie I .Mut, mein Lieb I" flüsterte ihr dieser, selbst tief
l*öoahardI" ianttite das ianaeMsdtt-» »»»>Ierflrisseu jju; .auf Leid folgt Freud', mtt der Tvg i tbm b" .»». VS*- J6nfle -nf und | unseres Glücke- wird wttderkehrenh schöner nnd sonniger als zuvor."
Aber das junge Mäqchen ließ sich nicht so leicht
(Nachdruckverboten.) mtt wohltöueuder Stimme und schlang den starken Verlorene Ehre. Arm um das geliebte Mädchen.
Erzählung von Georg Höcker. L»» k Z i r derbei, und sein Gruß wurde
versprich mir's^HÜ?nch?n", drängte der alte so ^daß^ich" heta?"beud
3a den Augen Suttler'S blitzte eS auf ffi«8 M? " beF Kaserne und vor allen
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waeis einnahm. So saßen fie eine Weile in trautem wiederkehren?" ' H * »Werden fie
Äenfe!2 hi"«'» schweigend ihren besonderen Damit war ttübem, ernstem Gespräche die Bahn t ^a ließ sich mit einem Male ein fester gebrochen, und man suchte sich gegeuseitigdaS schwere
V Schritt auf dem sandbestrenten Vorplatz «äugen anSzureden, welches bte Brust etaeS Jtteu
Marburg, tolwe bicannDn„n>Sur,au; von HaasonMn linb^BwUr
Freitag, 20. März 1891. XXVI Jahrgang.
------——iLo- i« Frankfurt a-M., Berlin, Hannover, Paris
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^unum reyrre der Fürst aus FriedrichsruheI bann 110^ Berlm zurück, daS Sozialistengesetz nvd l BttttfthtS Ätidl j
fiine Verlängerung wurden abgelehnt, im preußischen! Berlin, 18 März Kaiser Wilbel»,
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^ismarck unter Ernennung zum Herzoge von Lauen-! Form an Der Fürst bat Ieigenartige! S ch u l w e s e n » niedergesetzt ist und sich kürzlich! dug und Generaloberst der Kavallerie Po« fdnm in fäntm «Ikt fil I d1t5»,Br »nS°9' £ Ionneh°t. wird, wie die „Magdb. Zig." hör?' leit Errichtung des ,m» tatWe. kSVZ” ” iMtotV „'S »”'!*" *1--* iufan.mn.tr«.;;
Labten Posten al» Kanzler des Re che» zurücktrat! Kanzler dock ein aewaltia-s " Elches erster I um sich über eine Reihe von Emzelfragen schlü sig »durch d-u blshnlgm kowmuudinwdeu Gmerol I Stahl »udEIffu ‘SSJSTfÄI" ? Uunrricht ,-lbft, auf
w» Caprivi au» Hannover ersetzt wurde. cs war I Vaterlande erhalten bleiben ^ange dem deutschen I die ^r^8ne und andere Fragen der inneren tanal» em Ereignis, welches die ganze Welt beweate ! Mit hrm ‘ f Organisation der Schule beziehen. Ob der Aus-
«deffen Wirklichkeit zu glauben viele Tausende europäischem Ruf^^on^ be?EMhHttenm8übnel’ift feh,e6^iöfdtt, überhaupt zum Abschluß
buchau« sich mcht entschließen konnten. Schon seit vieles ander» geworden aber bi- bringen wird, muß dahingestellt bleiben. Anfänglich
-«Frühjahr 1889 war es allerdings mehr unb I «)ieaenbT£^^^^^ sSiÄ' x End- April der Au»schuß seine
«hr llar geworden, daß sich in der inneren Politik! verändert dieselben geblieben “"j ?,1?1“9' über die Schulreform enduül zum Ab-
hntfirf-u« «j.Mr.a «.f. « ,ZVIUUI. w,e,eiuen yconcDcn- Jm^Jnnern^ ist viel f schlug gebracht haben werde. — D istrate
........, mit 2000 bis 10 000 tz sind von der Regierung aufgrfordert w „.u, binnen