1891. benot
i und Mit, orzen $rau,
m
sanft
M 51
luelli
l.
inn
u be- it er Noch- 1286
Wöchenttiche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.
Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aug. Koch.
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Quartal-Abonnements-Preii bei der Expedition 2‘/. Mk, bei allen Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnsertionsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg.
Marburg,
Sonntag, 1. März 1891.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatter, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstei» und Bögler in Frankfurt a.M-, Caffel, Magdeburg u Wien; Rudolf XXVI 5>aüraana. Moste in Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln; G. L.
Daube u. Co. in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Paris.
Er«, . 4<f.
lehr! SSchich lHusteit t, Hall iftleiben, Athen, en heult ; die te neu uni indliche
(671!
ns.
Neubestellungen
für den Monat März auf die
Ioituug
nebst deren Gratisbeilagen
Amtliches Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und
Illttstriertes So««1 agsblatt werden schon jetzt von allen Postanstalten und Landpostboten, sowie von der Expedition (Markt 21), in Kirchhain von Herrn B. Rindt entgegengenommen. Neu zugehenden Abonnenten wird je ein Exemplar unseres Schreibund Wandkalenders für das Jahr 1891 nachgeliefert. Die Abonnenten ans hiesiger Stadt erhalten vom Tage der Bestellnng biß zum 1. März die Zeitung gratis.
Die Exped. der Oberh. Zeitg.
i 10 u 3« fried» rdorf Mich lebet ifchlL bauer
Wochtnscha«.
Bon der Stirne heiß — rinnen muß der Schweiß! So können jetzt auch die Beitreter der deutschen und der preußischen Volkes in Berlin ob der harten Parlaments arbeit singen und sagen. Das ermüdende Zafammeviagen des deutschen Reichstage» und des preußischen Abgeordnetenhauses dauert ununterbrochen
DM
fort, es wird Wecker geschafft, ab.r die Folgen sind auch sichtbar. Im Reichstage herrscht eine gvhnerde Oede und erst wenn die jedesmalige Sitzung des
bbns
O
bur
pnußischen Parlamentes ihr Ende erreicht Hot, füllt sich der Saal einigermaßen. Die zweite Beratung der Arbeiterschutzgts tze« ist nach zweirröchentlicher Anstrengung erst zur Hälfte beendet; fertig gestellt find die Bestimmungen über die Sonn tagst uhe der Arbeiter, über die Führung deS Arbeiterbuches für jugendliche Arbeiter, über die Einbehaltung von Lohn zur Verhütung von Kontraktbruch, über die Fortbildungsschulen, und die Lohnzahlung. Die Ver
nach den Anträgen der Kommt,fion gefaßt, von den bau der sozialdemokralifchen Partei ein gebrachten
zA Handlungen werden mindestens t oh eblnsoviel Zeit 2t sür den Rest des Gesetzes beanspruchen, wie der W Anfang gefordert hat. Die Beschlüsse sind meist
111
»'s
Dprfl
C Sieb >po (Sa rI3 3.5 f-lg-r
A«s d««Klrr Tiefe,
Bon France» Burnett.
Antorisirte deutsche Uebertragung.
(Fortsetzung.)
!Ü,
(767
re.
n
38. oll Ich, 3
geehrt« ublika
«DaS Kind war etagcschlafe«', sagte ste, »und ■h war so bange zu Hans. Warn« sollte ich nicht rin wenig «»gehen? ES war doch nichts Böses dabei?' »Sott geb 'S, daß nichts BöseS dabei war', rief Iran. „Ich wollte Dich lieber tot im Sarge liegen Men nnd Dein Sind neben Dir. Dn weißt, was "6 »eine, Ltg. Dn weißt, ich wäre Dir nicht nach. Slansru, »nenn ich nicht den Mann dort getroffen Witte — den Mann, mit dem Dn zusammen warst, •ott weiß warum, Mädcheu, eS fei den», Du wolltest afl Neue in Schimpf nnd Schande geraten.'
Sie hatten indes da» Han» erreicht nnd Joan »ffmte die Thür, nm Liz ein treten zn laffeu. , »Geh' , inein, Liz', sagte sie. .Ich muß mit Dir Frechen, denn e» läßt mir keine Ruh' mit Dir. Ich *» nicht böse ans Dich, denn e» erbarmt mich zu Ur. Du bist doch schließlich nur ein Kind und die «eit ist voller Gruben und Fallstricke.'
Liz legte Hut nab Shawl ab und setzte sich. Sie »deckte da» Geficht mtt ihren Händen und ließ bange »eufzer hören.
1 ~ ,3ch hatte nicht» Arge» vor', sagte sie sich der» «digend, .daran dacht' ich nicht. Er ist Schuld •ttmr. Er ließ mich nicht in Ruh' und sagte, er •ollte gern etwa» von dem Kinde hören, nnd wollt' vorwärts Helsen. Er sagte, er könnte sich'» nicht oagebeu, daß er mich ganz ohne Geld znrückgelaffeu, »a er wär' damal» arg in bet Klemme gewesen unb *0t s j-tzt uachholeu.'
.Gelb?' rief Joan. ,vot er Dir Gelb en?* «Ja, et meinte —*
(128 .Still!' sagte Jo«. .Hast Du e» «enommei?* asB . »Das bitt’ ich th« sollen?' sagte Liz unruhig. cnsiU| s, war nicht» bebet —• fudti .Hast Du es bei Dir?' unterbrach sie Joan.
Adänderungsanträgen ist kein einziger durchgegangen. Im preußischen Abgeordnetenhause ist die zweite Lesung de» neuen Einkommensteuergesetze» unter vieler Mühe zum Abschluß geb:acht. Die Hauptbestimmung — Einführung des Deklar ationszwange» sür alle Einkommen über 3000 Mark — ist in noch schärferer Form beschloffen, al» sie von der Regierung überhaupt gefordert ist.
Im Vordergründe des TagesintereffeS stand die Rede, welche Kaiser Wilhelm II. auf dem Brandenburgischen Pravinziallandtage in Berlin gehalten hat und die allgemein al» eine Programmrede ouf- gefaßt ist. Die bündige Erklärung deS Monarchen, daß er über allen Parteien stehe, keine Sonderpolitik treibe und sich durch ängstliche Befürchtungen nicht beirren laffen werde, auf dem Wege sortzuschreiten, den er als den richtigen erkannt, laffen keinen Irrtum über die Ansichten deS Monarchen mehr zu. ES ist Thatsache, daß Kaiser Wilhelm II mit manchen Prinzipien unwiderruflich gebrochen hat, die maßgebend waren, so lange Fürst BiSmarck al» deutscher Reichskanzler amtierte; aber man muß auch daS alt Thatsache bettachten, daß der Monarch gar nicht daran denkt, eine überstürzte Reformpolitik einzuleiten, die mehr experimentiert, al» den bestehenden Ber- hältniffen Rechnung trägt. Ta» braucht Niemand zu befürchten und wenn versucht wird, falsche Darstellungen über bei Kaiser» Pläne zu verbreiten, so ist daS bedauerlich. Wenn Neue» kommt, so muß Altes fallen, von dem mancher sich nicht gern trennt. Aber der Kaiser hat auch Recht, wenn er sagte: „Erst da» große Ganze!" Am wenigsten einverstanden mit ter kaiserlichen Reformpolitik scheinen die westdeutsche» Großindustriellen zu sein, wenigstens wird in den Organen desselben vieles sehr düster dor^estellt. Ganz mit Unrecht! Die gewaltige Ueber- zeichnung der letzten deutschen Anleihen beweist schlagend, doß in den besitzenden Kreisen de» deutschen Reiches Zutrauen zu einer friedlichen und maßvollen Entwicklung der inneren Verhältniffe besteht und dies Zutraunen wird nicht täuschen. DaS deutsche Bürgertum stark und kräftig zu erhalten, ist das höchste Jntereffe der ReichSregierung. Eine Nation mit leeren Taschen kann keine Weltstellur g behaupten, denn der Staat hat nichts, wenn er von seinen Bürgern nichts bekommen kann.
Die Kaiserin Friedrich hat Paris wieder verlassen, und ist nach London weitergereift. Zu Ausschreitungen ist es während ihrer Anwesenheit nicht gekommen, aber die Thatsache, daß die Mutter des deutschen Kaisers in Paris verweilte, und die komische
,JaI' antwortete Liz nnd blickte bestürzt zn ihr empor.
Joan streikte die Hand an».
„Sieb mir 'S", sagte sie fest.
Mr. Ralph Landsell, der in seinem schönen Zimmer in dem ersten Hotel de» Städtchen» saß, wurde beim Genüsse seiner Abendzigarre durch die plötzliche Sn. kündignug eine» Besuche» gestört — ein jungt» Mädchen trat unmittelbar darauf in sein Zimmer nnd an den Tisch, wo er saß.
Dieses Mädchen war schön. Ihr schwere», nuß. branne» Haar, ihr seingeschnittene» Geficht, ihre großen Hefen Augen, machten trotz der gewöhnlichen Kleidung dtS Mädchen» einen solchen Eindruck ans den jungen Manu, daß er ganz bestürzt wurde — besonders als ste ein kleines Packet ans den Tisch legte, welche» er selbst noch vor einer halben Stunde in der Hand gehabt hatte.
.Ich bring'Ihnen da» hier zurück", sagte ste ruhig.
Verwundert und bestürzt blickte er bald aus da» Packet, bald ans da» Mädchen.
„Sie bringen mir da» zurück?" sagte er. „Dars ich fragen, va» e» ist?"
„Ich dächte, Sie wüßten da». Aber da fie fragen, will ich antworten. 'S ist da» Geld, Mr. Landsell, da» Geld, da» Sie der armen Lizzie gaben."
„Unb bars ich ferner fragen, wie ba» Gelb, ba» ich der armen Lizzie gab, in Ihre Hände kommt?"
„Da» will ich Ihnen sagen. Ich bin die Freundin de» jungen Mädchen» — vielleicht die einzige von allen Menschen in der Belt Beil mich nun (Bott stärker gemacht, al» fie, so hab' ich. ste beschützt, «d well ich stärker bin, beschütze ich fie auch in diesem Augenblick, und ich sag' Ihnen, ich werbe nicht zu» geben, daß Sie zum zwetten Male betrogen wird."
„Den Teufel auch!" brach er aal. „Du sprichst, al» wenn ich fie in» Unglück stürzen wollte!"
Gr errötete und feine Stimme schwankte bei den letzten Borten. Jo« blickte fest unb säst veröchlliö auf ihn herab.
1 Befürchtung, diesem Besuche könne sich der des Kaisers elbst anschlreßen, hat die Deutschenfreffer der fran- ^öftjdjen Hauptstadt nicht rühm laffen. Der Abge- »rdnete Doroulede, der schon seit Jahren al» wüthen- >er Revancheschreier bekannt ist, hat Abend für Abend in Versammlungen gegen eine Annäherung Frank» reich- an Deutschland getobt und da in Pari» an Schreiern aller Art, die eine Maus zum Stephanien machen, nie Mangel ist, so kann man sich denken, welcher Spektakel entstanden ist. Die französische Regierung hütet sich, gegen diese Maulhelden vorzugehen, die Pariser werden ja stets wie ein rohe» Ei behandelt, und so sehr auch diese widerwärtigen Seenen von allen besonnenen Männern getadelt werden, einen Erfolg haben fie jedoch gehabt: Die Revanchepreffe, die lange stillgeschwiegen hat, stößt nun kräftig in da» gleiche Horn, und die zahlreichen ftanzöfischen Künstler, welche sich schon bereit erklärt haben, die diesjährige große Berliner Ausstellung zu beschicken, werden zaghaft und nehmen ihre Erklärungen zurück. So beweist sich wieder die bekannte Sache, daß in Paris stet» und ständig die tolle Ur» Vernunft Sieger bleibt Über den Verstand und die Besonnenheit. Freundschaft, wahre Freundschaft zwischen Deutschland und Frankreich scheint nicht mehr in den Bereich des Möglichen zu gehören, wir können schon sehr zufrieden fein, wenn die Grenzen der Höflichkeit nicht Überschritten werden. In den parlamentarischen Verhandlungen in Pari» herrscht große Stille. In der Zollkommisfion der Kammer hat sich die Regierung entschieden gegen übertrieben hohe Schutzzölle erklärt.
Die Zollverhandlungeu zwischen dem deutschen Reiche und Oesterreich-Ungarn find, wie von allen Seiten berichtet wird, dem Abschluß nahe. Spätestens Mitte März soll die Unterzeichnung erfolgen. Der Reichstag wird sich in dieser Session nicht wehr mit dem Vertrage zu beschäftigen haben, denn aufgrund desselben sollen noch weitere Verträge mit anderen Staaten abgeschloffen werden. Es liegt im Plane der ReichSregierung, für die deutschen Produkte wieder ein weites Absatzgebiet zu schaffen, ohne doch deshalb den Schutz der nationalen Arbeit in Frage zu siellen. Die Parlamente werden sich also im nächsten Herbste in der Hauptsache mit diesen wirtschaftlichen Fragen zu befassen haben. Der Wahlkampf in Oesterreich für die Neuwahlen zum Akgeordneten- hause gestaltet sich jetzt ziemlich lebhaft. Besonders energisch wird er in Böhmen geführt, wo Deutsche und Czechen alles ausbieten, sich einen großen Besitz an Mandaten zu schaffen. Im ungarischen Abge-
„Weuu daS nicht ist, so stiftet ste uicht an, diejenige zu betrügen, die eS gut mtt ihr meint Benn das nicht ist, so nehmt alle», was Euch gehört uud verlaßt Riga« morgen früh.'
Er lachte kurz und gezwungen.
»Auf Ehre!' sagte er. »Für ein Mädchen bist Du ziemlich kurz angebrochen — aber Du kannst Dich beruhigen. Ich werde Rigg« morgen früh uicht verlaffeu, wie Du so bescheiden forderst — nicht mir, well ich noch Geschäfte hier abzuwickel» habe, sondern weil ich e» eben vorziehe, hier zn bleiben. Such werde ich keiuerlei fiuulose Versprechungen machen, Lizzie nicht anszusucheu, wa», wie ich glaube, wich allein «geht, nnd werde endlich «ch da» Geld nicht zurücknehmen.'
„Ihr wollt nicht?'
.Nein.'
„Gut. Dann bin ich fertig. Eie wandte sich nm und verließ das Zimmer, indem ste da» Geld ans dem Tische znrücklteß.
Al» fie »ach Hanse kam, saß Liz noch ba, wie vorhin, al» fie weggegemgen war. Sie blickte thräuen» den Ange» mb ängstlich |tt ihr «s.
,8hm", sagte fie.
„Er hat ba» Geld", war Jo«'» Antwort „Uud ich weiß jetzt, daß er ein Schurke ist."
Sie niberte sich dem Mädchen und blickte fie au. Eine Hefgeheude (Erregung malte sich in ihrem halb mitleibigen, halb vorwurfsvollen Blicke.
.Lizzie, Mädchen!" rief sie. „Dn mußt auf mich hören — Dn mußt. Dn mußt mir noch heut abend ein Versprechen ablegen, ehe Du ba» Kind wieder an Deine Brust legst."
„Ich weiß nicht, wie mir ist", beteuerte Liz schluchzend. ,Jch weiß nicht, wa» ich thnn soll. 'S läßt mir keine Ruhe — mm kommst Dn auch noch. Erst Einer mb bann der Andere md so geht 'S immer fort — ’» ist nicht pro «»halten!"
„ko Helf' Dir Gott!" fagte Jom mtt einem Hefen Sentzer. „Ich will nicht hart sei» p Dir,
ordneten Hause hat es wieder einige stürmische Verhandln» gen gegeben. Größere Bedeutung haben aber diese Zwischenfälle in keiner Weise. Für Oesterreich- Ungarn von besonderem Jntereffe war der Sturz des serbischen Ministeriums Gruttsch, da» infolge seiner eigenen Zerfahrenheit gefallen ist. Dos neue Robinet wird von dem bisherigen Kammerpräfidenten Paschitsch geleitet, der bisher ein strammer russischer Parteigänger war. Er soll aber versprochen haben, eine streng neutrale Haltung den Nachbarstaaten gegenüber zu beobachten.
Der neue englisch - ägyptische Sudauzug ist geglückt. Die Sudanesen unter Osman Digma, welche fortwährend die Festung Suakin am roten Meere beunruhigten, sind entscheidend und mit schwerem Verlust geschlagen, ihr Waffenplatz Tokar ist erobert. Auch in Birma war eine neue Erhebung gegen die englische Herrschaft an»gebrochrn; dieselbe ist aber ohne wesentliche Mühe niedergeschlagen worden. In England selbst drohten verschiedene neue große Streiks. Da aber die Arbeiter selbst gegen den Beginn von neuen wenig aus sichtsvollen Ausständen protestiert haben, ist man wieder davon abgekommen. Erheblich ernster stehen die Dinge in Belgien. Die Mehrzahl der industriellen Arbeiter ist fest entschloffen, einen Generalstreik zu beginnen, wenn die Kammern nicht die geforderte BerfaffungSrevision und die Einführung de» allgemeine» Wahlrechte» beschließen. Da keine Mehrheit hierfür in der Volk-Vertretung vorhanden ist, so können die Dirge leicht sehr kritisch werden. Versuche, einen Ausgleich herbeizuführen, haben sich bisher al» fruchtlos erwiesen. Die Arbeiter beharren bei ihrem Plane, da die schon wiederholt versprochenen Gesetzes - Reformen nie zustande gekommen sind.
In der brasilianische» Hauptstadt Rio de Janeiro hat jetzt, nachdem die einberufene Nationalversammlung dir ihr unterbreitete Verfaffung angenommen hat, die feierliche Proklamation der Republik Brasilien stattgefunden. Die Bevölkerung hat diese Kundgebung ohne alle» tiefere Jntereffe ausgenommen. Es ist eben dieselbe Sache geblieben: Früher bereicherten sich die kaiserlichen Minister auf Staatskosten, jetzt thun e» die republikanischen Machthaber. Bluten muß daS Land heute ebenso, wie Küher. In Argentinien sind neue innere Unruhen aus gebrochen, welche zur zettweiligen Verhängung de» Belagerungszustandes über Bueno» Aires geführt haben. In Chile dauert der Bürgerkrieg fort. Woche für Woche verkündet die chilenische Regierung,
Mädchen, aber Du mußt mir das versprechen. 'S ist nicht viel, Lizzie, was ich verl«ge, wenn'S nicht schon schlimmer mtt Dir steht, als ich glauben will, bann mag noch alles gut werden. Versprich mir, den Mann nicht wiederznsehen, ihm anS dem Wege zu geb’», bi» er Rigg« verlaffeu hat."
„Ich will ja alles versprechen", rief Liz weinend. Meinetwegen alles, was Du willst, «enu ich nur endlich Ruhe habe." Und ste legte den Kopf «f ihre Arme und weinte laut
26. Kapitel.
Wenigsten» zweimal in der Woche pilgerte Jnd Bote» nach H«ttand Park. Nachdem Sammy Craddock zwei bis drei Kapttel wett in Robinson Crusoe vor. gedrungen war, war fein volle» Jutereffe gweckt. Er betrachtete die Abenteuer de» Helden al» eine schätzbare Erweiterung feiner Kenntuiffe «S fremden Zonen, als eine Bereicherung feine» Schatze» politischer Argumente, die man in Debatten mtt anmaßenden Gegnern gut verwerten kömte. Er suchte deshalb Jnd warm ja halten. Letzterer war mtt feinem jedesmaligen Pe«y und einem guten Abendbrot für stch unb Nib keineswegs unzufrieden. Für diese» Salair nahm er im Hanse Sammy Craddock'» eine Stellung ein, welche dieser mit dem Titel „Eekkertier" bezeichnete.
„Ba» fftt’n Tier?" fragte Br«. Craddock, a» fie zuerst davon hörte.
„Ein Sekkertter, Alte', lachte Sammy. „Haft Du je gehört, daß ein feiner Herr leinen Sekkertter gehabt hätte?'
„Nein, von Deinen Sekkertteren hab' ich nie 'm» gehört, und ich will wetten, Du weißt selbst Ächt recht, wa» ba» sagen will.'
„Da» will gar viel sagen', antwortete Sammy; „gar sehr viel. 'S W ein sehr nnffatzlicheS Bort, Wie ste'» heißen, «d 'S steht dem Jungen so gut wie ttgeub 'n andres. Er ist mein Sekkertter I* Und habet blieb eS.