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Reichstagskommission zur Borberatung der Novelle zum Krankenkaflengesetz hat die zweite Lesung der Vorlage und damit ihre Arbeiten zum Abschluß gebracht. Die Branntweinsteuerkom­mission nahm einen Antrag an, die verbündeten Regierungen zu ersuchen, eine Revision der Ans führungsbestimmungen zum Branntweinsteuergesetz in der Richtung eintreten zu laffen, daß die Berhält- nisse der kleinen landwirtschaftlichen Brenner eine größere Berücksichtigung finden, und wenn erforder­lich, eine hierauf bezügliche Aenderuog deS Brannt- weinsteuergrsetzeS in Vorschlag zu bringen. Der Bundesrat hielt am Donnerstag Nachmittag eine Sitzung ab. Erledigt wurden rur kleine Sachen. Eine Adresse an den Fürsten v. Bis mark! wird zu dessen Geburtstag an der hiesigen Univ« sität vorbereitet. Es hat sich zu diesem Zwecke ein Komitee von Studenten geblldet. Geh. Rat Robert Koch wird zu Ostern wieder in Berlin erwartet. Wie e» heißt, wird der Forscher für die Rückreise den Weg durch Italien wählen. Das Rezept, wonach da« Heilmittel Professor Liebreichs bereitet wird, lautet: «/i» Gramm Kantharidm und Vie Gramm Kalihydrat (oder 8Ao Gramm Natronhydrat) werden auf dar genaueste abgewogen, in einem taufend Cubikcentimeter messen­den Kolben mit etwa zwanzig Kubikcentimeter Wasser in einem Waflerbade erwärmt, bis eine klare Lösung erfolgt ist. Dann wird allmählig unter frrtdauern- der Erwärmung bis ungefähr zur Marke de» Kolben» Wasser zugesetzt und nach Erkalten bis genau zu einem Liter Wasser aufgefüllt.

Colmar, 26. Febr. Die bei der Einführung de» Paßzwange» den französischen Grenzgemeinden gewährten BerkehrSerleichterungen erfuhren im süd­lichen Teile deS Oberelsaßr» im letzten November insofern eine Erweiterung, alS es den französischen Händlern mit Gegenständen deS Wochenmarktverkehr» gestattet wurde, die Märkte in Dammerkirch paßfrei zu besuchen. Diese Erlaubnis ist jetzt durch den Be zirkspräfidenten auf den Kreis Thann, insbesondere auf den Ort Maßmünster, ausgedehnt worden.

I *2.50 M., in je Pfeifr nabg. 6 u.

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rk u. Milde. fd-Piquet. ikum mit

Ne«beftell«nge»

für den Monat März auf die

Leitung

nebst beten Gratisbeilagen

Amtliches Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und

JllsKriertes Souutngsblntt werden schon jetzt von allen Postanstalten und Landpostboten, sowie von der Expedition Markt 21), in Kirchhain von Herrn B. R i n d t

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Matt für die Kreise Marburg und Kirchham

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

-Ach danke Ihnen!»

Sie gingen eine Zeit laug schweigend neben ein« ?6tt brr, bevor er seine Fassung soweit wieder ge. owt» hatte, um feine Worte näher zu erklären. e,.«34 wollte sagen», begann et, .daß kein

mod mir besonders viel schade» kann. Ich bin

A habe wich gut vorgesehen.»

Ioan erschrak.

»Sie find bewaffnet?»

, ^."Versteh' «ich recht», sagte er schnell.Ich werde ulT unbesonnenen Gebrauch vou der Waffe machen.

«ehr als WarnnngS- und Schreckmittel s37rm^wen. Die Riggauer find nicht au Feuerwaffen i». Ei *#t und nehmen sich davor tu acht. Ich sage

* E* »«r, weil ich nicht will, daß Da Dich ohne Rot ßv wich iu Gefahr begibst.»

I *8 lag etwas in feinen Worten, was sie ähnlich

A«s -Kttklrr Tiefe.

Bon France» Burnett.

Autorisirte deutsche Uebertraguug.

(Fortsetzung.)

3etzt wurde lihre Stimme wieder weich uud nn- Mer. .'S ist eben mit mir nicht wie mit Andern. L»dürfen mich nicht benrtetlen, wie Sie 'S bet andern RüLchen thuu würden. Was andere Mädchen nicht Wu dürfen, ich darf'» thvn. Mir var'S nicht ge.

Zughast und und zurückhaltend zu sein, wie Müdcheu.» Ihr Atem ging schwer, alS wenn Ue gewaltsam au sich halten müßte.

» ioar Dir gegeben», brach er an», .in meinen «uge» höher zu stehen, als irgend ein Weib, das je. EU»8 uus des Schöpfers Hand hervorgtug!»

E »te Leidenschaft wußte ihu fortgeriffeu habe», w doch schlug ihw bet diese» Worten daS Herz » Furcht, er könne etwas gesagt haben, waS ste lletzeu, oder ihr eine falsche Meinung über ihn -den könne. Aber nichts «ehnlichrs traf ein. Nach Schweigen antwortete sie rnhtg und sanften

Attsla«-.

Rom, 25. Febr. Der itali-uische Ministir Präsident Rudini hat einem englischen Journalisten gegenüber die Versicherung wiederholt, daß er eine friedliche Polittk befolgen werde. Er will versuchen, auch zu Frankreich b.ssere Beziehungen herzustellen. In Afrika hat an der Grenze der italienischen Besitzungen am roten Meere ein Zusammenstoß fallen sollten, der erste aus ihr Haupt fallen müsse. Ste war ja an Schläge gewöhnt sie konnte der. gleichen ertragen, sie fürchtete sich nicht davor - aber st- ?"ute es nicht ertragen, daheim zu fitzen, während diese« Mauue Gefahr drohte. Gott allein weiß, welch bitterer Gram seit Monden ans ihrer Seele lastete, da ste auch keinen Augenblick sich der Er. kenntutS verschloß, daß eine ganze Welt zwischen ihr und ihm läge. Gott allein weiß, wie sehr sie gegen den übermächtige» «udraog ihrer Gefühle gekämpft hatte, damals, als ste langsam in ihrer Brust empor, gestiegen, allen Widerstand überwältigend, und später. alS ihre Wogen ihr über dem Kopf zusammeuschlageu wollten. Sie konnte nur kämpfen nud ansharren aber sogar hierin lag ein Glück für sie, welches ste sonst nirgends fand. Sie durfte sich ihm nicht nähern

ein glücklicheres Weib gednrft hätte, aber sie durfte für ihn thun, was andere nicht hätten thun können ste konnte Not nnd Gefahr für ihn er. tragen, ste konnte über ihm wachen, wenn es nötig »ar, ja, wenn das Schlimmste zum Schlimmen kam, so konnte fie stch zwischen ihn und die Mörderfaust wrrseu was lag dann an ihrem Tode!

»6« vou alledem ahute Fergus Derrick nichts. Er wußte nur, daß. venu ste seine Bitte nicht falsch gedeutet hatte, sie ihre Gründe haben müsse, ans ihrem Willen zu beharren.

AlS Ioan in einen Feldweg eiubog, der nach der Landstraße führte, sah fie fich plötzlich einem junge» Mauue gegenüber, dem fie hastig auSweichen wollte, einem hübsche» j»»geu Maae», viel zu hübsch uud zu elegaut gekleidet, alS daß er ei» Riggauer sei» kouute.

»Verzeihung!» sagte ste kur, uud fast münisch. Aus einmal erkannte ste ihu.

. . ist Herr Ralph Laudsell», sagte ste zu fich, indem fie wetterging. .Was will der hier?»

Sie hatte kaum Zeit, dies gu denke», al» ste wst Erstaunen eine Mädchengestatt gewahrte, die vor ihr davonlies es war Liz. Eie schien stch eben von

durg betraut worden. Herr v. Bock, der bi» dahin Major im Großen Generalstabe und Lehrer an der Kriegsakademie in Berlin gewesen war, kam im Jahre 1884 al» Chef des Generalstabe» nach Straßburg wo er also 7 Jahre thätig gewesen ist. Er ist al- große Arbeitskraft mit hervorragender Begabung be­kannt. Einer hervorragenden Hamburger Per­sönlichkeit gegenüber sprach sich Fürst Bismarck in erregtem Tone darüber auS, daß er für alle politischen Artikel derHamburger Nachrichten» ver­antwortlich gemacht werde. Er habe bisher nur einige thatsächliche Richtigstellungen in dem Ham­burger Blatte veröffentlicht; alle anderen Artikel seien Redaktion- Arbeit, wenn er auch nicht leugne, daß sie vorwiegend seinen Intentionen entsprächen. Er fiele ihm nicht ein, der Regierung Schwierigkeiten zu bereiten, zumal er am besten wisse, mit welchen offenen und sekreten Schwierigkeiten ohnehin jede Regierung zu kämpfen habe. Er wolle nur verhüten, daß ein zu weit gehender Idealismus ins Schlepptau eine- gefährlichen Radikalismus gerate, der das Be­stehende niederreißen wolle, um dann feine Herrschaft zu proklamieren. Es liegt in der Abficht der Re­gierung, für K a m e r u n auf der Basis eines Teiles der Zölle eine Anleihe zu Zwecken der Entwickelung de- Lande- aufzunehmen. Die Vertreter de­ich e i n i s ch - w est f älisch en Bergbaue S hatten an den Handel-Minister in Berlin die Frage ge­richtet, wie sich die fiskalischen Gruben bezüglich der von den Bergleuten geforderten achtstündigen Schicht zu stellen gedächten, ob nämlich dortselbst eine acht­stündige Arbeitszeit einschließlich der für die Eiw und Ausfahrt «forderlichen Zeit, oder eine Acht­stundenarbeit ohne Berechnung der Ein- und Aus­fahrt verfahren werden solle. Der Minister hat hierüber die Erklärung abgegeben, daß er an der achtstündigen Arbeit, jedoch ausschließlich -er für die Ein- und Ausfahrt nötigen Zeit, festhalten und in dieser Frage unter keinen Umständen nach­geben w«de. Der Verein der Grubenv« Wallungen in Rheinland und Westfalen hat die neuen Forderungen der Bergarbeiter abgelehrt. In der heutigen Abendsitzung der Budgetkom­mission des Reichstags suchte Staatssekretär Hollmann die gestrigen Erllärungen, wonach unser Ziel eine Flotte ersten Ranges sei, abzuschwächen und mit dem letzten Flottenplan in Uebereinstim- mung zu bringen. Trotzdem lehnte die Kommission mit großen Mehrheiten die fünf neu geforderten Panzerschiffe ab und bewilligte von den neu gefor­derten Schiffsbauten nur die Torpedoboote. Die

berührte, wie fein Verhalten an jenem ersten Abend, als er ihre verwundete Schläfe mit feinem Taschen­tuch verband. Es war die zarte Schonung ihrer Weiblichkeit, die in jedem feiner Worte lag ihrer so arg mißhandelten Weiblichkeit, deren fie selbst mit so bitterem Hohne gedacht hatte nnd die offenbar stäiktt aus ihn wirkte, als selbst der Zanber ihrer Schönheit.

_ -Ouuerte fich an die nene Wnnde ans ihrer Stirn. Das Bewußtsein, fie für ihn erhalten zn haben, linderte ihre Seelevpein.

.Versprich mir Eine»», snhr er fort. .Und hatte mich deshalb nicht für nndaukbar versprich mir, daß Du nicht mehr ans Furcht für mich das Hans verlassen willst, anßer, wenn die Gefahr drohender wird als gegenwärtig nnd ich auf dieselbe nicht vor. bereitet bin.»

.Ich kann nicht», antwortete ste fest. .Ich kann's nicht versprechen. Ich mnß thnn wie bisher, nm bernhigt zu sein.»

Sie sprach nicht weiter und e» gelang ihm nicht, ihren Entschluß zu erschüttern. Er sah eudlich ein, daß thatsächlich noch etwas Anderes vorliege» mußte, al» fie ihm entdecke» wollte oder konnte; es lag etwa» in ihrer Zurückhaltung, da» ihn stnmm machte.

»Sie wissen nicht, was ich weiß», sagte ste, bevor Sie fich trennten. .Und wenn fie's wüßten, möchten Eie e» vielleicht nicht recht verstehen. Ich handle nicht leichthin 's ist mir nicht gegeben nnd ich hab' mir'S vorgenommen, daß nicht» von dem geschehen soll, was nnn schon lange genug droht. Ich muß meinen Willen durchsetze». Ich muß ihn», was ich bisher that, u»d weuu'S auch nur geschieht, um Friede» mit wir selbst zu habe».»

Zu ihre« Worte» lag Wahrhett, aber rS »ar eine tief verborgene Wahrheit, welche Derrick niemals er­gründet habe» würde; fie mußte wirklich so haodeln, wie ste gesagt hatte, eine tiefinnere Notwendigkeit Swang fie dazu. Dieses Mädcheu hatte nicht geprahlt, als fie ihre« Vater sagte, daß, wen» tötttche Streiche

zwischen räuberischen Sudanesen und iialienifchen Truppen stattgefunden. Die ersteren wurden mit einem B rluste von 200 Toten zurückgeschlagen.

Paris, 26. Febr. Die Stimmung gegenüber Deutschland ist völlig «mgeschlagen. Die ganze Presse ist von einem Anfall hitzigen Fiebers heim- gesucht, welche» sich unverkenrbar auch der Be­völkerung mitzuteilen beginnt. In den Chaudinisten- b:ättern werden Worte wie:Herausforderung und absichtliche Reizung des sranzösischen Volke»» rc. aus­gesprochen, und selbst die gemäßigten Zeitungen taten mit unverfohlener Angst der Kaiserin Friedrich, ihren Aufenthalt in Paris abzukürzen. Bon einer Beschickung der Berliner Kunstaurstellung ist nicht länger die Rede, die Künstlet, welche Neigung dazu hatten, find gänzlich von der Revanchepartei einge­schüchtert und nehmen ihre Erklärung zurück. Einzelne Zeitungen vnlangen die Abberufung des Botschafter» Herbette, weil er die Reise der Kaiserin Friedrich nach Pari» befürwortet habe Dscoulüde fordert die Bevölkerung auf, bei der Abreise der Kaiserin zu rufen:Hoch Elsaß-Lothringen, hoch die französische Republik!» Der ganze Vorgang ist kennzeichnend für die Exaltation der Franzosen und die Unbeständigkeit ihres Charatter«. Heute sprechen sie so, morgen so; eS geht ohne alle» Nachdenken und Besinnen, wie ein paar Schreier wollen. Und vor diesen Groß­mäulern haben alle Furcht, die Regierung, die Be­hörden, die Parlamente. Die Aufregung wird nach d« Abreise der Kaiserin bald genug verschwinden. Daß eS dabei zu irgend welchen Demonstrationen kommen wird, ist ausgeschlossen. Die Abreise der Kaiserin erfolgte in voller Ruhe. In Lyon streiken 2000 Glasarbeiter. Alle EinigungS- verhandlungen zerschlugen sich. Eire Militär- steuer ist in aller Stille in Frankreich inkraft ge­treten und ohne daß gegen dieselbe der leiseste Widerspruch laut geworden ist. Wer au» irgend einem Grunde von der Ableistung der vollen dreijäh-ig«n Dienstzeit befreit ist, hat hierfür eine Abgabe auf die Dau« von drei Jahren zu entrichten, von welcher für jeden Monat der etwa geleisteten Dienstzeit ein Zwölftel des JahreSbetragS in Abzug kommt, so daß diejenigen, welche nur ein oder zwei Jahre gedient haben, die Steuer auf zwei Jahre oder auf ein Jahr entrichten nwffer. Hebungen im Reserveverhältniffe werden nicht al» Dienstzeit berechnet. Befreit von dieser Steuer sind nur die­jenigen, welche infolge einer Verwundung im Dienste, von Dienftbeschädigung oder von im Dienste erhal­tenen Krankheiten ans dem aktiven Dienste entlassen ihrem Liebhaber getrennt zu haben und nnn schnell nach Hanse z» lause«.

Es traf Joa» wie ein Schlag, obgleich sie nicht die ganze Wahrheit ahnte. Sie hatte dem Mädchen vollständig vertrant; fie hatte fich nie darum be­kümmert, wenn fie anSgiug oder «ach Hanse kam, fie war in jeder Beziehung milde und «achfichtig gegen ste gewesen nm so schmerzlicher war sie überrascht, fich getäuscht zu sehen. Ihre unerwartete Entdeckung erfüllte fie mit Unruhe. WaS ging hiervor? Wollte dieser Mann daS schwache Geschöpf anf'S Neue in Versuchung führen? Nein, das war unmöglich der bloße Gedanke daran machte fie schauder». Uud Liz nein, selbst Liz konnte nicht so schwach sein, fich wiederum in Gefahr zu begebe«.

Uud doch war e» Liz, die vor ihr dahineilte und mit solcher Schnelligkeit, daß Beide atemlos waren, als Joan fie eingeholt hatte «nd die Hand auf ihre Schulter legte.

»Liz», sagte fie, .läufst Du mir davon?»

Liz wandte sich erschrocken nm. DaS Blut floh ans ihre» Wangen. Es lag ein To« in Joan'S Worte», de» ste «och nie gehört hatte, ein Vorwurf tu ihrem Blick, vor dem ste nicht Stand zu hallen vermochte.

.Ich ich wnßte nicht, daß Du 'S warst», sagte fie fast trotzig. .Weshalb sollte ich vor Dir davon­laufen?»

Joan'S Hand sank herab.

.Da» frag' Dich selbst», antwortete fie. .Ich habe eS nicht behauptet."

Liz zog ihren Shavl fest« nm die Schuller, al» ob fie fich gewaltsam zusammemaffen wollte.

.Ich wüßte nicht warum», sagte fie. .Ist 's nicht genug, zu glauben, es verfolge mich Jemand? Darf ich denn keinen Schritt thun, ohne daß Du» _ »-^t b°$, Mädchen», unterbrach fie Joa», «da» find böse Reden.»

Liz begann zu schluchz».

(Fortsetzung folgt)

Berlin, 26. Febr. Unser Kaiser unternahm u «» Donnerstag Vormittag einen längeren Spazier­gang im Berliner Tiergarten und Hörle danach den Bortrag des Staairsekretäis von Marschall, srwie des Krieg-Ministers. Hierauf arbeitete der Kaiser längere Zeit mit dem Chef de» Militärkabinet- und empfing den kommar dierenden General Bronsart von Schellendorf aus Königsberg, sowie den Handels- winister von Berlepsch. Der preußische Gesandte lu8Chen; München, Graf zu Rantzau, der Schwerer- tat trägt s°hn des Fürsten BiSmarck, vertauscht seinen bis- en TOlen irrigen Posten mit demjenigen des deutschen Ge sandten im Haag. Sein Nachfolger soll der bis­herige Gesandte am würltemdergischen Hofe, Graf }u Eulenburg werden. - Zum Präsidenten des evangelischen Kirchen: ateS in Berlin ist, wie die »Kreuzztg." mit teilt, Or. Barkhausen, bisheriger Nnterstaatssekretar im Kultusministerium ernannt. D« Kaiser empfing den neuen Präfid nten bereits in längerer Audienz. Mit der Wahrnehmung der Geschäfte eine» OberquartiermcisterS ist der bis­herige Chef des Generalstabs des 15. Armeekorps, Generalmajor v. Bock und Polach in Straß-

entgegengenommen. Neu zugehenden Abon- «nten wird je ein Exemplar unseres Schreib­und Wandkalenders für das Jahr 1891 nachgeliefert. Die Abonnenten aus hiesiger Stadt erhalten vom Tage der Bestellung bi- pmi 1. März die Zeitung gratis.

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*«£* *£ L'-LSL' 8til Sonnabend 28. Februar 1891. Jahrgang

__Daube u. Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.