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entgegengenomrnen. Neu zugehenden Abon­nenten wird je ein Exemplar unseres Schreib­und Wandkalenders für das Jahr 1891 nachgeliefert. Die Abonnenten aus hiesiger Stadt erhalten vom Tage der Bestellung bis zum 1. März die Zeitung gratis.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

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Neubestellungen für den Monat März auf die Oöerheff. Leitnm nebst deren Gratisbeilagen Amtliches Kreisblatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und

Illakriertes Sonirtagsblatt werden schon jetzt von allen Postanstalten md Landpostboten, sowie von der Expedition (Markt 21), in Kirchhain von Herrn B. R i n d:;

MchM Ieilung

Wöchentliche Vellage«: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain - _____________________________Illustriertes Sonntagsblatt. Expeditton: Markt 21. Redaktton, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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ouswelst. Manche späte Arbeit am Sonnabend Abends fleißiger Arbeit muß ein jeder M-rs» . . c. ,

°d-r Sonntag früh gäbt ihm erst das Geld zum haben. Ein- Unsitte unseres |hrtlhm8 ttaTes L^m ®ar"ftab! tommenb'

Sonn.agS Ausgang. Daß solche Verhältnisie im auch vielfach, den ganze» Sonntag über LadenAls Sil, e $ s ^°f! in ®CI?n CUL ~ Auge b«halten und berücksichtigt werden, ist dringend geschäfte aufzusuchen -^ede ÄauSsra» fnn M f der Schutztruppe für

zu wünschen, während bei anderen Dlng.n, Mr bkl r%te« unb S ffS"W "°n *ubtt' »«Niger Rücksichtnahme verdienen, fortwährend von den juugen Kaufleuten ^den aamenSonntaa ! Ä" ? ®W »°"Zelewski,

letzteren ganz unnötigerweise die Rede ist. Bei Kerstinen 9 Es ist Thatsache daß di- sEnblunSJe hL |u$rEr,bc8 ®F*)Ebit,on8f°rb.8' welcher seinerzeit Sonntagsruhe muß die soziale Frage nicht blos, Hilfen, waS Ausdchnun? ' der Arbeitszeit nk M « den Kämpfen

°uch die finanzielle Lcne mit berücksichtigt werden, heute den gewerblichen Arbeitern «Ä ! sJ ausgezeichnet hat, auserseher. Zum Bau sonst giebt -S keinen Vertrag, sonst find die Be- nachstandm 8^n Berlin hat sich stimmungen auch nicht lange haltbar l Sonntaaen auf fünf w,;Tk V I e'ne, BaugesellschaftEigenhaus" gebildet. Graf

Im Reichstage find verschiedentlich die Dinge so Wünschen entivrecken bi m mt, derechttgten Moltke hat das Ehrenpräsidium übernommen. Mit b-'g-frm. °°b rn°» E£ b£ 'T* bersauto foll MbW d°r.

Sonntagsruhe nur dem Namen nach kennte/ Gerade Dinge gewöhnen Ordnung der gangen> werden. Da» Inkrafttreten des neuen

das Gegenteil ist aber der Fall. Die SonntaasrubeI Sum (SrMnS «« . r , Ipreußischen Steuergesetzes wird auch auf die

ist fast allenthalben in der großen Mehrzahl der! sein Im Reichstage ifMtfmn ! Landtagswahlen einen erheblichen Einfluß ausüben

Betriebe durchgeführt, und wo nun einm°l di- Ver ! einer Sette Sion» «t'der Ä» 2 .???°" und besonders in großen Städten werden sich, je hältniffe zur Sonntagsarbeit zwingen, da wird thun haben' wolle immer nach^der Voliui °«uf?n von großen oder kleinen Steuer­ausgiebige Ruhe an einem Wochentage gewährt werde wenn es andere Senke 9aCIUC | |°$ern 6cto0^nt ganz merkwürdige Verschieden-

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beseitigt werden, so ist das g-rS fei gtSSfSe ST das E? Zm W? ^rhin noch Reformen durchgeführt werden müssen, gerechtfertigt ist es auch, wenn°der unnötigen, spannen sie fthnen sichÄ- nach Ruüe ° Aber L w ?? mif' bo* falsche

unbedingt erforderlichen Beschäftigung am Sonntag Geschäftsmann hat auch die Wünsw^des bc, 7? 8urftcn Bismarck nahe-

entgegengetreten wird, aber ist es beispielsweise zu berücksichttaen dst nickt ^ ms stehenden Journalen sofort durch den Reichsanzesger

ungerechtfertigt, wenn ein Handwerksmeister, der am von Launen aller Art gttraaen werde? "lind °^'b^egt werden sollen Jn maßgebenden Kr'.isen hege Sonnabend Abend feine Leute bezahlt und sich ist die Fraae ob -in k ' _ Unb ks man die Hoffnung, daß die Autorität der urkundlich ver-

°---u««°bt »al. am Samtag,i ? J2 fc? a h S » « d-r b-u<,ch-n R-gI--u»g d-ch zr-ß.

H--dg,W Ihu» W, um "l, B.Muug .u I bbfr mTÄ «Xs Ib.,n">»' « >-»- »itteUungk -

ledigen, die ihm Geld bringt? Wohl kaum, ei»!kommt Um so frfcnpffpr J;rk9s;P n E/ MinuteIZu einem kürzlich veröffentlichtenFürst Bismarck Mann, der am Sonntag mit leeren Taschen dasitzen tagsru'he Platz Reifen ie rubia°er9^/7!ck^7"° I über schrieben en Artikel der

wüßte, würde ihn nicht in der Stimmung begehen, bürgern kann/ 9 ' 9 lÄni7" r*1.9 bemeiItn bie -Hamburger

die für einen Sonntag paßt. I I ^£^1:^1;«'' sie erkennten dessen wohlwollende und

Es soll gar nicht verschwiegen werden, daß es ütettifdlffi »$* I versöhnende Tendenz an und wollten nur einen Satz

heute genug Fälle giebt, in welchen der Gewerbe- Berlin 1 ll^bruar S,, krtt.fteren, welcher lautete:Gewiß hat der allverehrte

treibende in den letzten Wochentagen die Dinge deutschen Reiches bi-lt nm * b^ Staatsmann unter Umständen sogar die Pflicht, seine

--H-" läßt, mi, f w--m uub HrtbawE LL ,6 « ö" «* W*b*6t

aung tlöstet, was am Sonnabend Abend nicht fertig erledigt. Zu gleicher Zeit taaten auck verl^Äne pachtensdann, wenn die Nation einer ist, wird doch Sonntag Bor mittag fertig. Das soll I Ausschüsse __ Der RnnhJam' ^7*b , r^1Deren ®r,f18 zutreibt, von welcher sie nur durch

nicht fein, braucht nicht zu sein unb ganz gut Ät Jfe Äfie« bv **" Eingreifen eines bewährten Arzte,

sich auch da» verhindern, wie es heute in denlsordert sich über bie ffmiii6nmn LmasL'#. 9eretlet werden kann." Dagegen wenden dieHam- meisten Betrieben schon geschieht. Bei richtiger sätze für Getreide und Sieh von ben HftftJ1 bur®er £Mr." ein:Ein solches Eingreifen würde Arbeitseinteilung läßt sich auch ganz gut verhüten, I vinze» nach West- und Mttt-l Deii»sck>tnnh ? x P10 |In bet_^eÖel iu spät kommen, wenigstens nur durch daß am Sonntag Vormittag um Kleinigkeiten Wille»!^Der Kaiser hat den Prof Dr Ub ®etoaIt^aten ermöglicht

gearbeitet wird, mögen die zur Beschäftigung An- Berlin welcher selbssändw ein n2s werden, oder durch Vorgang-, die sich in der Geschichte

gehaltenen nun Gehilfen oder Lehrlinge sein, mögen die Tubnkulose öekunde» Vt 9J®fn"tcbt wiederholen, wie die Lösung d-S Konflikts im

fr frn ®oil«bi.ne L.r »ich. bi TuÜM^®" 3a?" ,1863I ""d bi. b.,a»f S-IMuu« b«

I I nationalen Aspirationen bis zum Jahre 1870/71. Diese

sich vergebens, wie"-s"wögttch'wSr"^"b ^0te|heAu"«^"-""«»?" bann b°JJn fk «schra^J^hefttgTsowoh^be^i^mgewöhultche

. Ar Schweigen zog Li,' Aufmerksamkeit auf sich, vergißt. "auu ist mir'S auch ulcht r-Lt. Erscheinens, als auch über setu AeußereS.

wie -» fchteo. Sie blickte plötzlich auf und als sie aut, daß ss- alles fn «Ä 6 P*IS ^e fei» kleines Bündel an feinem Knotevstocke

be«®r«8 3°°»'S Miene« sah, wurde auch fi^Eskameuaber ZttÄ woib^doch Banae wurde Eugt seiue Kleider warmvo«

nachdenklich. i o««Ne wo tyr voq oauge wurde, I Ehanffeeschmutz bespritzt. Er sprach keiu Wort über

Du gönnst, mtt's, nicht-, rief sie aus. .Dn | SnUkeKl M Ar I sei« Erscheinen er fragte uur ^uach seinem" Abead!

glaubst wohl, daß mir so 'waS ntcht gntommt" | naBa undlbrot und es stillschw-ig-ud. '

Dabei ließ sie Hm und Bänder mit g-käukt-r Mi-ue wöhn iche» SchmÄei?u^«eb'ör z! sch-uk-u ' ®k Lrr3i? 6a,bi ^in Glück gehabt«, sagte er dauu, .ich .77.7^

Är Äwi*» »^*"88? ß:r.»Ä4»*e,k"*2,1- S'.ch..7 L V. A E £ 5ÄbSÄ:..Ä^

»Beu Moxy?« fragte Joau gedehnt. I ihrer 6tlbfther#M«nl^nltnR*e blrbeiteu, die sie znl DeS Abends ging sie aus und ließ das Kind

«ÄS''e*"1 «* -fr--!'»--»-'-.- f..ta etuu'b« bSaZ«"?.*hiSa.Tfi. Äb*«»Ä Äf

»Ich kümmere mich nicht etwa viel d'ru«, war Barf V w fetten'" MMLmaliam^er p<8 m ^°«» rief, jed?ufallr vmde

ve» Moxy sagt, oder was überhaupt Einer sagt, Wochen aug uichtuaL Laufe' fck 2.8 bdl? Warte-so schläfrig, daß ste ermüdet und

was dar betrifft, aber - aber ich meine bloS, ich wo rsAe Arbeit v-rw«nba?e Ä ??"?', eiu weuig ärger! ch zu Bett giug.

brauch' mich doch deshalb nicht gar so sehr vor'» votweudigeu Sachen inLI» 6U wußte nicht wie spät eS sei, als ste erwachte;

Leute« ,« verstecke« vad immer i» der Stube ,n ei«e« kur«u «btotebhDubm I und Licht auf der Sttaße weckte« ste a«f,

fitzeu, als wev» ich Reinem in die Äugen seh'» dürste.« I .Ich ^b''« bische« ans di-Äa?d^!Ä "'r.. ,am »um Bewußtsein gelangt, als Joa«

Joan antwortest nicht. Ihr war dieser Leichtsinn I er. .Menu Ihr aZAati to«b?^hr 'Ä 8<i 6°b ihre« Kopf von dem Kiffe« -und

unfaßbar. |be6 f-*9 TTaflt to<tb£' rdBt ,36r fagen, I blitfte ste an. Eie war bleich und schst« sebr erreat.

»Und doch«, sprach ste bann zu sich und mußte! noch ächt ba^ ah^R. Mei« Zett ist I Sie zitterst sogar ein wenig.

*etki6B/i9tnen ««dankeugang lächel?, .was will S-Ü damals^/^e/ur?est?od-r .u-s- b°«Klei»e ruhig, Li,?« fragte sie mit

denn eigentlich? Rau« ich'S ihr übel «taten, daßInnb fetoeXf» oder zwettmll zurück,!schwankender Stimme.

ihr Schmer, nicht tiefer fitzt? Mir kau« doch uicht wartet, auch E,e?^ fafs Ta^sS « Z®68 Ä* «®le bBfle bist Du

» ««a., b-i fr b.. *», aet k ifl«. tfÄVÄWlSttSliS WÄAWÄJ

Erphemt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und ...

Ferertagen. Quarlal-Abonnements-Preis bei der Erve- llM Anzeigen mmmt entgegen die Expedition d. Blattes,

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10 Pfg., Reklamen für die Zeil- 25 Pfa VVNNll0eN0, 61. tfCünKir 1Ö91. Moste in Frankfurt a. M, Berlin, München u. Köln: G. L AAV1 -vMyrgllNg.

_____Daube u. Co. in Franksurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

W Sonntagsruhe vor dem Neichstuge.

Der Reichstag Hot gerade eine Woche dazu ge- aucht, um die Bestimmungen d-S Arbkiterfchutz- efetzes über die Sonntagsruhe durchzuberaten. Im gemeinen kann Gewerbe und Industrie mit de» ge- ßten Beschlüssen einverstanden sich erklären, vorauS- setzt, daß nun nicht die verschiedenen Behörden, *lchen die Ausführung der gefaßte» Beschlüffe resp. 'e Zulaffung von Ausnahmen überwiesen ist, einen oklilchen Gewerbtreibenden nochmals in die Lehre "men und darüber informierrn, was zu thun und zu laflen ist. Der BundeSrat ist klug, der eichStag zählt grundgescheidte Herren und die ver- tedenen Verwaltungsbehörden, welche hier mitzu- echen haben, werden sich ebenfalls vorsehen und ch den berechtigten Verhältnisie» urteilen, aber die en und Winkel und auch die Schwierigkeiten

den Aerg-r einet praktischen Geschästslebens tn bom grünen Tische auS nicht ermrssen werden, tt Behörde» und die Abgeordneten wissen sehr "z nicht, wie blutsauer für einen kleinen Ge- rbireibenden der Verdnnst wird, und daß sei» rtemonnai- oft recht, recht bedenkliche Lücken

A«s -tt«klrr Tiefe.

Bon Frances Burnett.

Anwe^rte deutsche Uebertragung.

(Fortsetzung.)

»Ich will mir meinen Hut wieder zurecht machen«, sie in entschuldigendem Tone. .Er war schon t geworden.«

.So?« sagst Ioan.

Sie fcat näher und lehnte sich an ben Ramin, i sie in Gedanken verloren auf das Mädchen sah. Sie hatte kei«n Sin« für ben Leichtsinn bie Oberflächlichkeit dieses Geschöpfes. Ihr er Geist, dessen Thatkraft mit der Stärke und Bedentnng feiner Beweggründe gleichen Schritt halten gewohnt war, konnte die ganze Leichtigkett

Unbedeutendheit dieses CharatterS nicht fassen. AIS Li, ihre augenblickliche Verlegenhett über, den hatte, verlor sie fich ganz in dem Interesse ihre Arbeit. Ihr Gesicht glänzte vor Befriedigung kindlichem Bergnügen. Sie sah ordentlich glücklich , als sie ein Bandende nach dem anderen probierte dabei ben Hut anffetzte, nm ,n sehen, wie diese r jene Blume sie kleiden würde. Ioan hatte sie als so erregt gesehen. Wer das Mädchen in em Augenblicke sah, hätte fich nicht ttäumen lassen

ein Schatten auf ihrem Leben lag, daß sie nur Schaudern rückwärts, nur ttostlos in die Zukunft « könnte. Jetzt aber blickte sie weder vor noch ck all ihr Sinnen und Trachten kon,eutrierte auf ihre Arbeit. Wie war es nur möglich? fragte 3oan. Hatte sie all das Vergangene vergessen e ste da» alles vergessen und fich mit solchen e« Eitelkeiten abgeben? Li,' Geschichte erschien stets in tragischem Lichte, fie mußte ttagisch enden, fühlst ste. Aber in diesem hübschen, siebzehn- gen Mädchen, das über ein paar Bandenden in ausgelassenste Lustigkett geraten konnte, war auch

die Sp« von ttagifcher Beimischung. Nicht, i 3oan fie «m diese» leichtherzige Selbstvergessen l