ö Vttj
TT
M 41
anischf
•Linie
gegen Extra - Zahlung befördert.
auch bei unS nicht anders
kommen können,
»wie Bi
terdae
ker.
d. M »'S Herz, daß ich Loblieder finge» sollte; sei 'S uu, Spesen NU ich keiner von 'n AvSerwühlteu bin, oder weit's
it
ogler.
ben 2.
:n, soi
Die theologischen Exkurse wurden von der der.
»T? <
fferirt
>ancr
illig haft aben
»bald t HY, r gesuc 19' abcn
üung,
gong.
■eise.
Imehr seiner Pfeife zu, sowie eiuigeu intimen müden, die in seiner Nähe saßen.
„Was willst Du denn uu anfangen, alter Knabe?" gte Einer.
«Ich gehör' »u 'mal nicht zu 'n .Anserwählteu', die er 'S nennt, und da ist mir'S auch jetzt nicht so
„Mich um ’n Sitz in Parlament bewerben", war t Antwort, „oder meine paar Lumpe» tu 'n Schieb, rr'u packen, meine Alte oben drauf setzen n»d ans । nächsten Wege nach Amerika abtrollen. Man »ß doch was thnn, für sein Leben."
„Sehr wahr, Sammy, *8 geht nnS auch sehr ch' nm Dich, Sammy. Na, trink' »och ’n Sechser. iS, aller Junge, das wird Dich wieder auf ’n am« bringen. 'S geht doch nichts über 'n guten wpfeu, wenn sich Siner in fetn'm Pech trösten will."
Jtßfcb in Armen Hause wohl nicht viel davon zu
kncn der meisten Staaten des Auslandes vergleicht, im allgemeinen keinen Grund zu klagen, es ist nicht fchlechter, sondern vielfach besser daran. Aber trotz-
nicht gerade allzuviel zu bemerken. Dos deutsche Publikum hat, wenn eS unsere Bahnverhältnisse mit
E sich die Billripreise, unter Beseitigung der vierten Wagenklaffe, wo dieselbe noch besteht, herabsetzen, imb zwar so beträchtlich, daß alle ssrstigen bisherigen Ermäßigungen, wie RetourbilletS, Rund-
dir Neuerungen mamtc deutsche Eigentümlichkeit recht empfindlich treffen. Bei uns ist es Sitte oder war eS, in die Koupces so viel Handgepäck hineirzu- pfropfen, wie nur irgend hineinging, und zwar in so großen Stücken häufig, daß die Geduld der Mitreisenden auf recht harte Probe gestellt wird. Fast nirgends im AuSlande ist daS »ach den bestehenden Vorschriften zulässig; der Umfang des Handgepäcks, welches mit in die Wagen hineingenommen werden darf, ist meist vorgeschrieben, alle- übrige wird
biquemlichkeiten bereitet, während durch das Mitnehmen dieses Gepäcks im Wagen meist nur wenige Groschen von den Betreffenden erspart wurden. Bei solchen Neuerungen müssen alle Gewohnheiten unbedingt in Fortfall kommen, und sie können das um so eher, als diese Gewohnheiten im vorliegenden Falle selten genug gute waren.
DaS wird
m. 24- m 23- 30-
mpfiehlr ter t. H.
40 und
iann,
en.
Aus dunkler Tiefe.
Bau FranceS Burnett.
Auwrisirte deutsche Uebertragnng.
(Fortsetzung.)
auf den deutschen Bahnen, wovon schon se t Jahr and Tag die Rede war, soll nun ernstlich der Ver- virklichung entgegengeführt werden. Ob es mit emem male auf fallen Bahnen geschehen wird, ist allerdings fraglich, indeffen ist die größte Eisenbahn- »erwaltung in Deutschland, die preußische StaatS- tahaverwaltung, entschlossen, Iben entscheidenden Schritt zn thun. In Baiern ist man zum Milchen bereit, in anderen Staaten werden noch Verhandlungen gepflogen, aber eS ist schon abzusehen, daß man folgen wird, wenn nur mit Ernst voran-
reiseblllets, Freigepäck rc, gänzlich in Fortfall kommen Anne». Der Preis pro Kilometer soll betragen in ta ersten Wagenklaffe 6 Pfennige, in der zweiten 4 Pfennige, in der dritten 2 Pfennige. Schnellzüge « i H»d mit einem Zuschläge von 1 Pfennig zu be
Men. Man muß daran denken, daß heute fast in allen Autlandstaaten die Billetpreise teurer als im deutschen Reiche find, daß aber dafür nicht immer eine bessere Einrichtung oder gar Fahrgeschwindigkeit geboten wird. Auch unsere Einrichtung des Frei
gratis u« jkgangen wird. Zur Einführung des sogenannten Zonentarifs, der sich in Oesterreich - Ungarn, auf einzelnen Bahnen bither fitiltch nur, bewährt hat, will man in ^Deutschland nicht schreiten, sondern ein-
[97i *«1 so in Menschen drin lirgt. .Wurst wider «nrst" denken die Leute, wenn fie vernünftig nud . At solche Schafrköpse find, wie der alte Pfart einer J- “•, Sag' ich zu ihn: Da ich keiner von ’n AuSer. attpen vihlteu bin, so glanb' ich an weiter keine Gnade, bis nicht auch wirklich 'was davon hab'. Erst will 'mal 'was Geschei'tS seh'n, sag' ich, mit der Gnade t'S gnte Wege, erst die Mahlzeit, daun das Seseg'u
grtroffa die vierte größere Wagenklaffe sind im all- [82 Meinen unbekannt, und von der Zuverlässigkeit der deutschen Bahnen ist, besonders in südlicheren Ländern,
—Ty ,, wie rqeorogriqeu vjjraije wuroeu oo» ver ver« Hl llfl Endige» Zuhörerschaft mit EuthufiaSmuS aufge- .' Wmmen. .Alt Samwy' aber war mit feinen Sor.
SW tzrttfl, nud da er wohl fühlte, daß man eine haE Arche, über die man seine Ansicht zeitweilig erschöpft - Pr» Jbe, lieber fallen lassen müsse, so fing er vorerst ragen wieder an.~(fr wandte feine Aufmerksamkeit
besonders wenn die KoupeeS richtig ausge ausgenutzt werden. Die deutschen Bchnverwaltungen sind noch nobel genug im Verhältnis zu anderen; bei unS sollen höchstens acht Personen im Koupee zweiter Klaffe sitzen ; im heißen Jtalren kommrn ohne Gnade zehn hinein, unter Umständen noch mehr. Zu diesen Zuständen werden die deutschen Bahnverwal- tungen gewiß nicht übergehen, aber sollen die niedrigen Preise sich lohnen, dann geht eS auch nicht mehr ar, die Coupces nur m't einigen Personen zu besetzen; die Elle würde sonst länger als der Kram. Ueber ben Fortfall ber bisherigen 25 Kilo Freigepäck wirb es wohl am meisten Lamerto geben, aber es wird dabei fein Bewenden haben müssen. Wer in der glücklichen Lage ist, auf längeren Reisen 10 Kisten und Kasten mit sich zu führen, der kann auch bei den niedrigen Preisen der Billeis die ermäßigte Gepäcktaxe zahlen. Man soll sich eben in seinen Bedürstisien auf der Reise etwas einschränken, und die Billctresorm kann auf solche Verhältnisse unmöglich Rücksicht nehmen. 10 Personen würden einen schwachen Nutzen haben, 90 aber Schaden. Noch ein Punkt von Bedeutung ist die Beseitigung der vierten Wagenklasse. Daß sie entbehrt werden kann, zeigt der Umstand, daß sie heute schon in verschiedenen deutschen Staaten nicht mehr besteht und dort auch niemand darnach verlangt. Also muß die Sache doch gehen. ES ist ja richtig, daß ein sauber gekleideter Passagier nicht eben gern neben einem slovakischen Drahtbinder oder ähnlichen Gestalten Platz nimmt, aber daS läßt sich ohne Schwierigkeiten durch Zuweisung entsprechender Koupees vermeiden. Auch die Passagiere der vierten Wagen klasse werden etwas jammern, welche gewöhnlich eine ganze Wagenladung Gepäck mit sich brachten. Hier herrschten indessen Mißstände, die unbedingt ausgerottet werden mußten und zum Teil auch schon auS- gerottet find. Den Passagieren der vierten Klasse wurden durch diesen Ballast selbst die größten Un
haben sei», wen» ich ’reinkowme", meinte Samwy nnb füllte fein GlaS. „Dünnbier und Hafergrütze steigen einem nicht ,n Kopse, dafür steh' ich. Na, ich wunder' mich um, was meine Alte aufaugen will ohne ihr bischen Thee, nud wie fie'S aushalten wird 'n ArmeubegräbuiS zu kriege«. Damit wird'S wohl am ersten hapern. Sie hat fich'S mal in 'n Kopf gesetzt und will nicht anders nach'« Kirchhofe gefahren sein, als im allerschönsteu Sarge, der um zu habe» ist, nnb mit allen Tranerfedern und schwarzen Bändern obeudraus. Das alte Weib hat fich so 'reingelebt in den Gedanken, noch recht anständig abzufahren zu guter Letzt. O Weh I ich glaube, fie wird'S nhnmer an8halte» könne» bei dem Gedanken, so ohne Sang und Slang eiugescharrt zu werden. Ich wünschte, wir hätten roch ’n paar Groschen in dem alten Strnmpfe drin gelassen."
„DaS ist srellich ’n schlimme Aussicht", meinte ein Andrer, „aber ich vürd'n Kopf nicht finken lassen, Samwy. Vielleicht findest Du wo ’ne leichte Arbeit, daß Du nicht grade nach Amerika zu gehen brauchst. Wenn mau um ’n paar Worte mit Herr» Havilaud sprechen könnte! Der hat gerade feinen Hausverwalter verloren nnb bezahlt einen Manu gern für feine Arbeit. Möcht'st bie Stelle wohl annehmen?"
,'S wär’ alles, was ich wünschte", sagte Samwy; .ich tt6t’ sehrznsrieden damit, das kannst Dn glaube»; aber 'S flieht so Biele, bie fich »ach dergleichen bie Finger lecke», baß vnsereivs verdammt wenig Ans. ficht hat. Und daun hab' ich anch keine Freunde unter ben Leuten ba oben. Ich war eben niemals glattznugig genug.
Das stimmte allerdings. Unter ben läublicheu Gutsbesitzern galt Samwy Crobdock als ein «uge- schliffeuer, wenn nicht gar gesä rlicher alter Barsche. Ein Mann, der fich fatirifche Bemerkungen über bie Art nnb Weise bet gesellschaftlich über ihm Stehenbeu erlaubte , wm nicht viel besser als ein Uugläubiger. Uud feit ben seine Genossen ihn als ein höheres Wesen verehrten, war er nm desto gefährlicher geworden.
Deutsches Reich.
Berlin, 16. Febr. Ueber die Aeußerungen des Kaisers auf dem parlamentarischen Diner beim Reichskanzler am Freitag Abend werden nachträglich »och sehr bemerkenswerte Mitteilungen gemacht. Der Kaiser hat danach Veranlassung genommen, fich scharf mißbilligend über das gegenwärtige Verhalten des Fürsten Bismarck zu äußern. Etne Wirkm g auf die Regierung würden solche Angriffe in keiner Weise ausüben. Nm dem Ansehen des Fürsten Bismarck selber gereichten diese Angriffe zum Nachteile. Nach der „ßtb. Korrespondenz" lautete der Ausdruck der Kaisers dahin, er bebaute, „daß Fürst Bismarck selbst den Lorbeer von seinem Haupte reiße". Im Laufe einer längeren Unterredung, welche der Kaiser nach dem Diner mit dem Zentrumsabgeordneten Dr. Porsch und dem freisinnigen Abg. Schmidt-Elberfeld pflog, ließ sich derselbe ferner in einer auch für die weitere Umgebung verständlichen Weise sehr deutlich über daS Verhalten der Eisenwerke bei der Magdeburger Submission für Staatsbahnen aus und erklärte es für gerechtfertigt, daß Minister von Maybach durch Vergebung eines Auftrags an ein englisches Werk sich der Pression der inländischen Schienensabrikanten entzogen habe. Dabei soll das Wort; „Wir können doch nicht einzelne Stände bevorzugen" gefallen sein. Die Stellung der Großindustriellen zum Arbeiterschutz und der Einfluß, den diese während der Zeit des Vorgängers des Herrn von Caprivi auf die Re gierung ausgeübt haben, wurden dabei eingehend, aber nicht beifällig erörtert. Es wurde auch über bie Sozialdemokratie gesprochen, wobei der Kaiser der Ansicht eines Abgeordneten zu- timmte, daß diese ihren Höhepunkt überschritten habe. Sehr erfreut zeigte sich der Kaiser über die von einem Freisinnigen ausgesprochene Erwartung, daß die Arbeiterschutzvorlage mit einer aus allen Parteien außer den Sozialdemokraten bestehenden Mehrheit durchgehen dürfte. Der Kaiser bemerkte, für ihn gebe es nur zwei Parteien: die staatserhaltende und die ihr entgegengesetzte. Ferner äußerte der Kaiser seine Befriedigung über die Wirkung der
Er achtete weder Lords »och Gemeiae nnb ließ sich durch keine noch so großartige» Veranstaltnnge» imponieren, «r zog feine Mütze nicht ab, wen» ein Edelmann vorbeifnhr; nnb dann war es anch bekannt, baß er bie Schale feines Spottes über bie wichtigste» Personen bet länblichen Obrigkeit anSzn- gießen pflegte. Die '.anständigen' Leute, die nicht viel von VolkSmoralität hielte», schüttelte» mithin die Köpfe übet ihn nnb sagten ihm ein schlimmes Ende voraus. So wat es also nicht seht wahrscheinlich, daß er Viele finde» würde, die sich in ben Ständen ber Trübsal seiner annehmen mochten. Die Meisten waren mit sich darüber einig, daß sein Unglück eine Schickung ber Vorsehung fei nnb daß ihm nnt nach Verdienst geschehe.
Sammy Craddock befand sich nicht in ber rosigsten Sanne, als er ben Kreis feiner Genosse» verließ, nm »ach Hanfe zu gehen. Es wateu gar ttübe Aussichten, für ihn sowohl wie für .feine Alte." Sein Mttge. fühl für bie gnte Frau war eben kein sehr zart- finniges, aber eS wat immerhin Mitgefühl. Et wat ihr stets ein guter Gatte gevefeu, wen» feine eheliche Zuueignug auch butchaus nichts UeberschwSnglicheS hatte. .Seine Alte" wußte, baß bie .Krone" nnb feine .guten Freunde" ihre einzigen Nebenbnhler waten, nnb im Ganzen genommen vernrfachten ihr diese keinen besonderen Kammer, obgleich es ihre Gewohnheit war, laut dagegen zu eifern und zu protestieren. Ohne jeden Stnnd zur Klage würde fie fich auch tu ihrer Ehe kaum zufrieden gefühlt haben und so wnrde ihr Samwy'S Leidenschaft, bei Tabak nnb Biet zu politisieren, zum uuverfieglicheu Borne, ans bem fie jeder Zett berechtigten Anlaß zu Gardinenpredigten schöpfen konnte.
Als er heute anSgegangen wat, hatte er fie im tiefsten Abgründe ber Verzweiflung Mückgelaffeu; als er aber »iebetlam, fand er fie wohl und nenntet in vollem Staat am Fenster sttzen, einen schönen Mnmenstranß vor fich.
.Rann!" tief et ans. «Was sagt Einer daznl
Aushebung des Sozialistengesetzes und fügte hinzu, die Sozialdemokratie habe freie Bewegung Im Rahmen der Gesitzlichkeit; darüber hinaus weide sie die schärfste Zurückweisung erfahren. Besonders lange unterhielt fich der Kaiser auch mit dem bayerischen Abgeordneten Grafen Konrad Preyfing. Anknüpsend an seine für den Herbst projektierte Reise nach Bayern erörterte der Kaiser die Stimmung Süddeutschland- dem Reiche gegenüber, betonte daS Heranwachsen eines neuen Geschlecht- und sagte von sich selbst: „Ich habe nicht die Empfindung von 1866, sondern die von 1870." — Der deutsche Reichs anzeiger widerspricht einer Behauptung der „Hamb. Nacht.", des Organs des Fürsten Bismarck, daß Zanzibar im Jahre 1888 als thatsächlich zur deutschen Jrteressensphäre gehörig betrachtet sei. Im Gegenteil ist in diesem Jahre durch Vertrag von der Reichsregierung ganz ausdrücklich die Unabhängigkeit von Zanzibar garantiert worden. — Der preußische Handelsminifler hat ein Rundschreiben erlassen, in welchem die rheinisch westsälischen Kohlengruben Vorhaltungen wegen ihrer Geschäftsführung erfahren. Der Minister betont, daß sie laut den vorgebrachten Klagen ihren Verpflichtungen gegenüber den deutschen Konsumenten nicht pünktlich nachgekommen sein sollen, und den Vorwand gebraucht hätten, eS herrsche Wagenmangel. Trotzdem seien zu gleicher Zeit große Quantitäten Kohlen nach dem AuSlande exportiert. Weiter wird den Zechen der Vorwurf gemacht, daß sie Gelegenheit nehmen, Kohlenmangel vorzuschützen, während sie anderweitig zu teueren Preisen verkauften. Auch sollen nach dem AuSlande hin Kohlen billiger verkauft sein als nach dem Jnlande. Um diesen Klagen auf den Grund zu kommen, soll eine eingehende Untersuchung eingeleitet werde». Der Minister sagt, daß Beweis- material für die Behauptungen nur in geringem Grade erbracht sei, doch sei diese den Zechen gemachte Unterstellung eine derartige, daß die bergbaulichen Kreise nicht umhin könnten, sich damit zu beschäftigen. Der Erlaß hat große Aufregung in den interessierten Kreisen hervorgerufen.
Leipzig, 14. Febr. Hundert Aerzte beschlossen die Niederlegung ihrer Praxis für die Ortskrankenkassen, falls Naturheilkundige zugelassen werden, wie es beabsichtigt ist.
Ausland.
Paris, 16. Febr. Die Polizei soll neue Schriftstücke über BoulangerS Umtriebe entdeckt haben. Da Boulanger faktisch ein toter Mann ist, wird man Was fällt benn Dir ein? Ich hab' geglaubt, Dn wärst fertig mit dieser Welt."
.Halt' Dein'» Schnabel", antwortete fie in angen- blicklicher Zorncsanfwallung übet seinen Spott, .ich batte Besuch, ber mich wiebet ’n bischen getröstet hat. Das kleine Mädchen an» ’m Pfarr Hanse hat mich besucht."
„Wie? — WaS?"
.Ja, nnb ich sag' Dir, Samwy, ’S ist 'n nettes Ding, bie Kleine. Gat nicht, als wenn sie noch ’n junges Mädel wär', so ruhig uud so vernünftig kann fie reden nnb dabei ist fie gerade so hübsch als klug."
Samwy kratzte fich nachdenklich hinter den Ohren.
.Sann schon fein", antwortete er, .Iann schon sein. Sie hat ja damals anch den Stteü mit den Jungen nnb bem Hunde geschlichtet, wie Du weißt, 's nimmt wich nur Wunder, daß fie nicht stützet schon 'mal hier gewesen ist."
.Ja so!" sagte seine Gattin nnb hob eine Masche in ihrem Sttickzenge auf, «baS ist freilich das Sonderbare an der Sache. Was glaubst Du wohl, daß fie autwortete, als ich fie darum fragte? Sie meister ’8 sah nicht so ans, daß Ihr «ich nötig gehabt hättet, uud bann müßt' ich auch nicht, ob Jht's leiben Knut, wenn eine Ftembe nngelaben zu Euch kommt. Gerabe als ob fie ’m Nachbar feine Tochter wäre und fich nicht hätte bie Freiheit nehmen wollen!'
.Das ist nicht 'm alten Pfarr'» feine Art', meinte Samwy.
»Der alte Pfarr I* sagte fie heftig; .laß mich in Stieben mit ben! Das Mäbel nnb der Alle gletthen fich gerade wie Lamm nnb Wolf.'
17. Kapitel.
Am folgenden Morgen wurde Anice's Batet durch Amt-geschäste vou Riggan weggemfeu, uud nicht lange nach seiner Abreise hörte fie von dem Plane in betreff der Thorvächterstelle bei Mr. Havilaud. Mr. Havilaud war MUglied des Unterhauses, ein wohlhabender Man« von bebentenbem Grundbesitze, nud ber Pförtner seines
i» empfahlen; je billiger daS Reisen, um so mehr vird gereift, um so eher können Geschäftsangelegen- ——-feiten, die viele Schreibereien sonst erfordern, Aartt «ündiich abgemacht werden. Daß ein solcher er », feffli leichierter Verkehr haupisächlich nur größeren Städten Zarfüßo Mute kommen würde, ist derselbe Irrtum, der i schon bei dem Bau vieler Bahnstrecken bestand. lhner, kkhnverkehr hebt das geschäftliche Leben überall, othek rDaran besteht gar kein Zweifel. Allerdings werden maffiDÄ^^^™**^^"*™™™*™******™*
lischahj Alt Herabsetzung der Lrlrnbahu- Fahrpreise
Mch'M Beitinia
Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Erscheint täglich meß« n Werkt,,« nach Emm. und Feiertage». — V»artal-Abon»rWe»t»-Prrt» bei der Erpe» tttio» 2'/. SRI, M bai Postämter» 8 SH. 50 Pfg. (erft Bestellgeld). Jechttimwgebühr für Vie gehaltene Neilly Pfg., NrAame» für die Zeil» 26 Pfg.
jbyeige» nimmt entgegen die Expedition d. Blatte-, VtK-tlf sowie die Lmwucen-Bureaux von Haasenstein und Bögler
Mittwoch, 18. Februar 1891. mo^tnsnnd^tJahrgang.
_____________ __Daube n. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
.20 M schlechter, sondern dreifach besser daran. Aber trotz- 't«n ist eine Ermäßigung der Fahrpreise sowohl im »Ufk Wereffe des Publikum-, wie ber Bahnverwaltungen