M 37
Zu-
drr
und Re- und er-
Re-
Klauenseuche verschont geblieben; in den gierungsbezirken Danzig, Stettin, Lüneburg Arnsberg ist die Krankheit im Januar loschen. Aufs Neue trat die Seuche in den gierungsbezirken Königsberg und Aachen auf. Der „Reichsanzeiger" übernimmt einen Artikel
vor allem, von Hypotheken rc, abgesehen, Staatspapiere und die Werte gut situierter Städte, Gesellschaften und von Verbänden in Betracht. Vom deutschen Gelbe sind ganz enorme Summen in fremden Werte« angelegt, weil dieselben höhere Zinsen ergaben. An und sür sich kann man das Niemanden verdenken, nur Vorsicht must dabei walten und die Erwägung, wie groß der Profit ist. Die meisten ausländischen Papiere geben heute auch nur vier Pozent Zinsen, die neue Reichsanleihe steht niedriger im Kurs und ergiebt dadurch über 3 Vs Prozent, die Wahl kann also nicht schwer sein. Und welche bitteren Lehren hat das letzte Jahr mit den fremde» Papieren gegeben? Viele kleine Kapitalisten würden schweren Schaden erleiden, wenn fie heute ihre stark im Kurse gefallenen fremden Papiere verkaufen müßten. Wie sehr die Besitzer von argentinischen Papieren hereingefallen sind, ist bekannt, in Chile ist Revolution, in Mexiko steht die Geschichte ungemütlich und von den Papieren dieser Staaten sind im deutschen Reiche für Millionen untergebracht. Die griechischen Papiere sind erheblich gefallen, dir portugiesischen »och mehr und auch hierdurch sind viele Leute betroffen. Alles da» find Werte, die nur Jemand kaufen kann, der die Sache auszuhalten im Stande ist. Von den russischen Anleihen ist das deutsche Kapital jiyn Glück ziemlich abgekommen außerdem sind dieselben im Preise auch gewaltig emporgeschraubt, seitdrm fich die Franzosen mit ihrem Gelbe vor den russischeu Finanzwagen gespannt haben. Auch das kleine Rumänien hat nicht mehr den Reiz für Kapitalisten, wie früher. Oesterreich-Ungarn und Italien bieten aber kaum mehr, als Deutschland bieten wird. Es ist also praktisch nur empfehlenswert, sichere Papiere zu nehmen, unsichere bei Seite liegen zu laffen.
Tie Sache hat aber auch ihre sehr hohe politische Bedeutung. Der Wohlstand eines Landes und der Kredit eines Staates wird heute häusig nach den Erfolgen bemeffen, welche die Anleihen haben. Die Franzosen haben sich heute noch nicht über die Ueberzeichnung ihrer fitzten großen Anleihe beruhigen können und bei jeder Gelegenheit halten die Pariser Zeitungen Deutschland vor, Frankreich habe trotz der fünf Milliarden, trotz der gewaltige» KriegS- rüstung noch immer viel mehr Geld als Deutschland. An und für sich kann uns ja eine solche Rederei ganz gleichgiltig bleiben, eS ist aber doch wünschenswert, daß aller Welt durch einen runden netten Ersolg bewiesen wird, daß Deutschland zu jeder Stunde das hat, was es gebraucht, daß es im eigenen
Bochum ein Schreiben gerichtet, worin in Abrede gestellt wird, daß durch die Schuld der Bahn ein Wagenmangel herbeigeführt worden sei. — Die „Hamb. Nachr.' wiederholen in einem längeren Artikel die Behauptung. Fürst Bismarck würde als Reichskanzler dem deutsch englischen Kolonial-
„Nordd. Allg. Ztg/', welcher oussührt, daß die Regierung im Reich wie in Preußen über den Parteien tehe und deshalb beim Ausgleich der verschiedenen Interessen h.er und da nicht einzelnen Jnteresfen- grupprn zu Gefallen sein könne. Das gelte auch für die Vertrag-Verhandlungen mit Oesterreich-Ungarn. Die Gemüter würden durch die Besorgnis bewegt, jede in unseren Zoll- verhältniffe» vorgenommene Aenderung möchte sich
450 Millionen Mark Anleihe
Aufgrund von bereits ausgesprochenen Be tvilligungcn des deutschen Reichstages uns des preußischen Landtages werden in der zweiten Hälfte dieses Monats 450 Millionen Mark deutscher Rcichsar.leihe und preußischer Staatkanfiihe zur Zeichnung für das Publikum aufgelegt weiden, und zwar soll diesmal die Vermittlung von Bankinsti- stuten, die sich jedesmal einen hübicken Groschen Provision bezahlen ließen, unterbleiben, und wird direkt an das Publikum appelliert werden. Der Zinsfuß ist im Steigen begriffen, und auch die leitenden Finanzkreise in Berlin haben sich dieser Thatsache nicht verschließen können, zumal das deutsche Reich eins von len Länd-rn ist, in denen ein geringer Zinssatz für Anlagewerie nicht üblich und beim Publikum auch nicht beliebt ist. In Frankreich und England liegen die Verhältnisse anders; aber bei einer deutschen Anleihe muß man den deutschen Verhältniffen Rücksicht tragen und nicht französischen oder englischen. Der Zinsfuß der neuen Anleihe ist dem Namen nach auf drei Proz. belaffen, rr erhöht sich aber auf über dreieinhalb Prozent dadurch, daß der Zeichnungskurs der neuen Anleihen so niedrig angesetzt wird, daß dieser Zinssatz herauskommt. Der Kurs wird zwischen 84 und 85 schwanken, man bekommt für diese Summe also Werte über 100 Mk. Vielleicht wäre eS praktischer gewesen, den Zinsfuß zu erhöhen, und neue Papiere zu 4 Prozent zum Nennwerte auszugeben, aber bei dem gewählten Modus profitieren beide Teile und besonders kleine Leute können schnell dazu kommen, ihre Ersparnisse in Staatspapieren anzulegen, die nicht nur unbedingt sicher, sondern auch jederzeit ohne Verlust veräußerlich, deren Zins- koupons vor allem gleich bar Geld sind nnd ohne Mühe im geschäftlichen Verkehr Absatz finden. Es P wohl zu wünschen, daß das kleinere deutsche Kapital gerade seinen Vorteil einsieht und sein Geld in de» neuen Werten anlegt.
Die kleinen deutschen Kapitalisten haben im letzte» Jahr mehr als eine ernste Warnung erhalten, bei der Anlage ihrer Gelder nicht ganz ausschließlich auf hohe Zinsen zu sehen, sondern auch die Sicherheit des Papieres im Auge zu behalten. Eine Spekulation mit Jndustriepapieren ist für -inen nur mäßig bemittelten Mann angesichts der heutigen wirtschaftlichen Lage eine recht gefährliche Sache. Es kann Niemandem dazu geraten werden, der sein Geld zusammen halten muß. ES kommen also sür die Geldanlage
liche Aktenstücke Fürst BiSmarcks verlesen hake. — Die Kochsche Lymphe gegen die Tuberkulose hat nun endlich einen offiziellen Namm erhalten. Die von Dr. Libbertz in Berlin versandten Holzkästchm, welche die Originallymphe enthalten, tragen alle seit kurzem die Inschrift: „Tuberkulin." Von einer Versendung der Lymphe durch den preußischen Staat ist bekanntlich Abstand genommen, und es wird bei der Privatversendung sein Bewenden hoben. — Der Verband deutscher Müller hat kürzlich mit dem allgemeinen deutschen Berfichermigs- verein in Stuttgart einen Vertrag über die Versicherung gegen die Folgen der gesetzlichen Haftpflicht abgeschlossen. Bekanntlich ist durch das Unfallversicherungsgesetz das Haftflichtgesetz nicht abgeschafft worden. — Nach einer amtlichen Uebersicht über die Verbreitung der Maul- uqd Klauenseuche in Preußen zu Ende deS Monats Januar 1891 herrschte die Seuche in 85 Kreisen, bezw. 229 Gemeinde- (Guts ) bezirken. — Gegenüber dem Monat Dezember 1890, in welchem in 105 Kreisen 323 Gemeindebezirke verseucht waren, hatte die Seuche erheblich abgenommen. Berlin, sowie die Regierungsbezirke Köslin, Stralsund, Schleswig, Stade, Osnabrück, Aurich, Münster und Minden sind, ebenso wie im Monat Dezember, von der Maul-
vertrage niemals zugestimmt habe». Zugleich für das Friedrichsruher Organ Beschwerde darüber, daß der Reichskanzler von Caprivi bei der neulichen Kolonialdebatte amt-
legevheit finde» sollte, nueutschlofleu zu bleibe». An demselben: Tage erhielt er einen positive» Beweis, daß der anonyme Warner ei« ehrenhafter Manu sei and ans ehrenhaften Mottven gehandelt habe.
Seine Pflicht rief ihn im Laufe des Vormittags von seinen Leuten nach einem Seiteustolle»; mrd als er diesen betrat, sah er vor fich eine» Mann mit geöffneter SicherheitSlawpe, der im Begriffe stand, seine Pfeife daran anzvzüuden. ES war Dau Lowrie, der fich mit einem Fluche umwaudte, als ein verstohlener Blick über seine Schulter ihm "zeigte, daß er verrate» sei.
»Schließ' die Lampe", ries Derrick, »und gieb mir den Nachschlüssel.'
Lowrie zauderte.
„Gjieb den Schlüssel her", wiederholte Derrick, „obet ich rufe die Leute im nächste« Stolle« «nd sehe, was die dazu sage»!"
„Hol' Dich der Satau l Gaubst Du, daß die Reihe «icht auch au mich komme» wird?"
Aber er gab de» Schlüssel ab.
„Schön", sagte Derrick, „daun werde ich wissen, was ich za th»» habe. Für jetzt bleibt wir »ich« anderes übrig. Ich habe Dich gewarnt, ich habe Dich gebeten, Dich den Andern gegenüber als einen ehrliche« Maun zu zeigen; statt dessen hast Du den tzenchler gespielt, nnd so bi» ich mit Dir ferttg. Ich wird! Dich auzeigeu. Das ist das Ende vom Liede."
Er ging seines Weges, während ihm der Mana unterdrückte Flüche nachschickte. Wäre» nicht euchere Arbeiter in der Nähe gewese«, so dürfte Derrick nicht so leichten Kaufes davon gekommen feto. Unter de« Leuten im benachbarten Stollen befanden fich mehrere Gegner Lowrie's, die ihm übel «ttgesptelt hätte«, wen« fie ihn ta diesem Augenblick erwischt hätte«: daS wvßte dieser Bursche.
Gegen Sude der Woche tiefen die Eigentümer eto und Derrick stattete seiue« Bericht ab. Der Erfolg «ar, wie er dorauSgesehe« hatte.
(Fortsetzung folgt.)
A«s dunkler Tiefe.
Bon FranceS Burnett.
Autoristrte deutsche Uebertragung.
(Fortsetzung.)
Al» fie dieses Schweigen brach, war e8 nicht der hÄr^rt8 vesnches, von dem fie sprach, sondern
. das?' fragte sie. .Sag' mir'», ich
»ave schoto davon gehört, aber ich verstehe e» nicht so recht. Wa» heißt da»: .ES ist vollbracht?'
’®8 s°ll heißen', sagte Arft«, .daß Gottes Sohu sei» Werk vollbracht hat.'
Joan blieb stumm.
„„•36, kauu cs mit eigenen Worte» »icht so gut aftäreu'. suhr Auice fort. .Ich will er Dir lieber §l deu Worte» des Mannes erMleu, der ihn iw «be» liebte vud ih» sterbe» sah.'
Iva» hörte nm die letzte» Worte — fie wandte ach z» ihr.
»3H« sterbe« fahl" wiederholte fie.
„ES gab Mävuer, die bei seinem Tode zugegcu »are»", sagte «nice. „DaS neue Testament berichtet v» davon. S» ist so wahr, wie Du hier das Bild W» weiß ich. Hast Du uie davon gelesen?" ^,®loAuSdruck der Befremdung nab be» Mißmuts «Sie fich über bte Züge des Mädchen».
der Bibel hab' ich uie 'was zu thun ge- Wf, antwortete fie; .das hab' ich den Pfarrer» «b anbeten lEn Leuten überlasse«; aber b-SBild ael mir auf. Es ist so eigen.*
-Setzen wir uu»', sagte «nice. .Du wirst recht «fibe sein.'
. Als fie faßen, begann Auice dou dem Kinde zu Meche», da» ruhig wetterschlief. Sie dämpfte ihre «tiwme, um e» nicht zu wecke». Ioan sah aus da» «t»e Wesen mit einem Blick herab, in dem so etwa» •U Stolz lag.
. .Ich bring'» «ft, veil ich weiß, daß e» bei mir orsser ist, al» bei Li,', sagte sie. .Ihr ist'» M
gans demselbichteu der» schon mal hat G-brochu ich wil kein uam neune« aber unser leben iS in Gefar »ich blo» Ihres ich bitt Ihnen mit recht acht zu Gebe» Eto Ehrlicher familieu Vater.'
, . Der Ingenieur fand dieses Schreiben eines Morgens >eim Frühstück neben seinem Teller. Seiue Wirttu berichtete, daß ihre Tochter dasselbe auf einem Kieswege im Garten in der Nähe des ZanuthoreS aufgehoben hätte, wohin es von der Straße ans geworfen worden sei» müßte.
., Genick las eS mehrere Male durch, ehe er eS iu die Tasche steckte. Im Ganze« kam ihm diese Warnung nicht «»erwartet. Er tonnte die menschliche Natur aut genug — sowett fie weuigsteus von einem Dan Lowrie repräsentiert wurde — um die Ueberzeuguug u gewinnen, daß jene Ruhe uur eine scheinbare fei. Wenn dieser Mensch ihm für jetzt «icht offen ent- gegeutrat, so »wgtug er inzwischen heimlich seine An- orduuugeu «ud benutzte diese Zeit, nm andere Rache, pläue zu schmieden.
„ Derrick hatte demzufolge feine Ange» scharf auf aller Verdächtige gerichtet; fett damals jedoch, als 3oau ihn am Wege traf, verhielt fich Lowrie uach außen hin vollkommen rnhig und angemessen.
.. Als Derrick de» Brief gelesen hatte, gewa»» er die Ucberzengung vo» der Notweudigkeit, energische »abregeln zn ergreifen, nnd kam ,n einem festen Entschlüsse. ES gab nnr ein Mittel — Lowrie mußte nrjer ®anb entlassen werben. DaS konnte auch weiter keine Schwierigkeiten bieten.
3u der nächsten Woche sollte eine Versammlnug der Mgentümer stattfiudc», in der Derrick Bericht n erstatte» hatte; die bloße Erwähnung seiner Auflehnung gegen die Grubeuordnnug mußte an»- reiche».
-Hw!' sagte er halblaut zu fich selbst, ,kS ist kein Verzügen, aber es geht einmal nicht anders.'
Die Sache war ta mehr als einer Hinsicht uu. angenehm; aber Derrick sah entschlossen darüber hinweg. E» schien sogar, al» ob er gar keine Ge.
Lande bekommen kann, war die Bedürfnisie des Reiches erfordern. Auch daran mag man im Kreise des Publikums denken, e8 ist nicht gleichgiltig, ob deutsches Geld für deutsche Zwecke arbeitet, oder aber für fremde Interessen. Um auswärtige Verwicklungen haben wir erfteulicherweise ja nicht zu sorgen, aber sicher wird es allenthalben einen recht guten Eindruck machen, wenn daS deutsche Reich sich nicht nur waffenstark, sonder» auch kapitalkräftig zeigt, denn die wichtigste Kriegswaffe bleibt ja immer — Baar Geld!
HtUifthtö Krüh,
Berlin, 11. Febr. Kaiser Wilhelm konferierte am Mittwoch mit dem Staatssekretär Freiherr« von Marschall, bem Staatsminister von Goßler und dem Oberst-Jägermeister Fürsten von Pleß. Am Abend besuchte der Monarch das Theater. — Aus Anlaß des Tode- deS berühmten französischen Malers Meiflonnier hat der Kaiser ein Beileidstelegramm an den Direktor der Pariser Kunstakademie gerichtet. Diese Höflichkeit ist ihm in den Pariser Journalen sehr hoch angerechnet worden. — Weiter hat der Kaiser befohlen, daß ihm allmonatlich genaue Berichte über die etwa vorkommenden Fälle von Soldatenmißhandlungen in der Armee unterbreitet werden. — Wie offiziell mitgeteilt wird, werden die neuen dreiprozentigen Anleihen 450 Millionen Mark umfassen; davon entfallen 250 Millionen auf das Reich und 200 Millionen auf Preußen. Der betr. Prospekt soll am 22. d. M. veröffentlicht werden. Wa» den Zeichnungskurs dieser Anleihen betrifft, so ist ein endgiltiger Beschluß noch nicht ge- f°ßt- — Professor Dr. Koch ist in Alexandrien angekommen und macht von dort eine Tour noch Oberägyptcn. — Der Reichsanzeiger teilt einen längeren Artikel der „Nordd. Allg. Ztg." über die Sperrgeldervorlage an hervorragender Stelle mit. Darin wird gesagt, daß eine Lösung dieser Frage gefunden werden mußte, wenn auch die Schwierigkeiten groß waren. Sperrgelderfonds haben als eine Art Sparkasse sür die katholische Kirche gewirkt und gleichzeitig ein vortreffliches AgitationS- und Bindemittel für das Centrum abgegeben, welches ;e nach Bedarf und Neigung in der „offenen Wunde" umherstochern konnte. In dieser Lage seien die preußischen Bischöfe mit einem Vorschläge herdor- getreten, welche der Staatsregierung annehmbar er- chrine urd der gegenwärtigen Vorlage zu Grunde liege. — Die Eiserbahndirektion in Köln hat an den Vorstand des westfälischen Koks-Syndikats in
Anzerge» nimmt entgegen die Expedition b. Blatte- jSffite dt-»mwnrin-Bureaux von Haasenstein unb Seglet ta Frankfurt a. M., Lasset, Magdeburg u Wien; Rudolf XXVI Masse in Frankfurt «. M., Berlin,München u. Köln; @. g. AA ’ *’ Daube u. «o. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt sür die Kreise Marburg und Kirchham _____________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
vrschnut täglich «ch« 111 Seitte»« nah Son», und ÜUUU F
Marburg,
Freitag, 13 Februar 1891.
Last unb mir thnt'» nichts. Ich bin stark genug, sehen Sie, ich kaun's tragen und spül'» dabei kaum, aber der Liz wirb'» ,» schwer — unb ich glaube, ba» »tob weiß das auch, beun wenn'» ihr zu viel wirb, bann wirb e» unruhig und will nicht bleiben.'
Sie schien mit einer gewissen schamhaften Ver- ftgeuheit zu kämpfe», als fie -»blich be» eigentlichen Gegenstand ihres Besuches Vorbringen wollte. Auice konnte nicht umhin za glauben, baß fie hierbei von Impulsen getrieben würde, bereu Einfluß fie verglich 1“ widerstreben suchte; eS war, als ob ein Etwas fie mächtig mit fich forttifff. Eie wollte von bet Abeubschule sprechen.
-'s »ar hier schon 'ne Abendschule, wo ich hin- gegangen bta*, sagte fie. »Ich lernte da lesen und ein wenig schreibe», ober — ich möchte gern noch manche» Andre lernen. Du weißt wohl', fügte fie etwa» verlege» hinzu, .ich brauch' Dit'S nicht erst zu sagen. Der kleine Jud Bates sagt, Eie hätten eine eigene Klasse, und da fi-l mir ein, ich könnte Sie darum bitten, daß ich auch kommen darf; aber daun möchte ich nur uach Ihrer Klosse.'
.Komm nur zum Unterricht', sagte «nice. .Doch halt, Du kannst mir sogar dabei Helse», wie ich glaube.' Dies war ihr plötzlich durch den Sinn gefobren. .Ja, io, Du kannst mir helfen', wiederholte fie.
Al» Joan fich endlich erhob um wegzugeheu, hielt fie noch einmal vor dem Bilde und wandte fich zögernd zu Auice: .Eie sagten, t» stände olles im Buch von bem Bilbe hier; und aßt» ist wahr?'
»So glaube ich', antwortete Auice.
»Wollen Sie mir da» Buch leihen ?' fragtefie hastig.
«nick'» Bibel lag auf einem Seiteutifchchen. Eie gab fie bem Mäbchen und sprach einfach: .Ich will Dir die» Buch schenken, wenn Dn willst. ES war meta eigen.'
14. Kapitel.
kl» be» Herrn Derrick.
«Da» Grnbeugesetz i» wider gebrochu war« von