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________ Mittwoch, 11. Februar 1891. mi Jahrgang.
_____________ DcnBc u. To. in Frankfurt <u M., Berlin, Hannover, Paris-
DchssiW Zeilmg | Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. - f____________________________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21., — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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ilä't zu machen, und mit Zinsen dos Geld wieder
hfflf-W viel Land in fremden Weltteilen zu haben, etoa8 einbringt, woraus der vaterländische
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-reit in das Innere hinein eröffnet. Praktisch, umsichtig und sparsam, so ist Herr von Soden, und besonders der letzteren Eigenschaft wegen hat er wohl den Gouverreurposten bekommen. Emm Pascha besitzt für das ostafrikanische Gebiet die größten Erfahrungen, aber er muß sich erst wieder etwas in kmopäische Berwaltungsgrundsätze hineindenken; daß er sich mit dem neuen Gouverneur gut vertragen und auS dem Zusammenwirken beider Männer GuleS entstehen wird, kann man nur hoffen. Major von Wißmann will zum 1. April aus dem aktiven Kolonialdienst scheiden, da er ja an diesem Tage das Reichskommiffariat niederlegt. ES ist aber doch wohl zu erwarten, daß er später zu seiner Neigung zulückkehrt und in Deutsch-Ostafrika praktisch thätig sein wird. Auch für Dr. PeterS wird sich Beschäftigung genug finden. Im letzten Jahre hat seine Energie sich nicht vermindert, seine Ruhe aber vermehrt, und dieser Umstand gareicht ihm nicht zum Schaden. Hinzutreten dann noch die Offiziere der Schutztruppe, die sich während der bisherigen schwierigen Arbeitsperiode gut bewährt haben. Es wird wohl nicht so schnell gehen, bis ein flotter Har del und Wandel in Ostafrika besteht, aber der Wille, dahin zu kommen, besteht, und dann haben wir denn doch Einiges gelernt, und zwar gerade in Ostafrika. DaS Kapital, welches dort angelegt ist, ist für deutsche Verhältnisse nicht allzugroß; rS hätte vielleicht gespart werden können, — aber wir waren eben früher nicht so klug, wie wir heute sind, und das nachttägliche Reden hat keinen Zweck. Es kann aber heute beim besten Willen niemand leugnen, daß die Kolonialsache mit Ernst und festem Willen an- gesaßt ist, daß man vor ollem weiß, was man will. Es war der Hauptfehler in unserer Kolonialbeweguvg, daß sehr Großes inS Auge gefaßt wurde, ohne daß die erforderlichen großen Baarmiitel bereit lagen. Man hoffte, das Geld würde kommen. Doch das Geld kam nicht, und die Sache lief Gefahr, im afrikanischen Sande stecken zu bleiben. Was seitdem geschehen ist, wiflen wir ja alle, und jetzt ist bestimmt erklärt, daß nur das Erreichbare in Angriff genommen werden soll. Heraus können wir nicht mit «inem Satz aus Ostafriko, da wir nun einmal drin find, also müfle» wir versuche», es unS dort möglich bequem zu machen und unseren Besitz nutz bringend. Bestimmt sagen, was in fünf oder zehn Jahren dort geleistet sein wird, kann heute niemand. Aber so viel neues ist heute, unter scheinbar ungünstigen Aussichten begonnen, emporgekommen und groß geworden, daß man auch bezüglich OstafrikaS
ihrem gewählten Anzüge, in all den eleganten Kleiuig. eite», die ste an sich hatte. 8ie betrachtete gern ihre kleider nnd stellte Fragen darüber, und dann malte re sich ans, wie fie sich wohl in allen diesen Herrlich» kette» anSnehmen würde.
»Sie war bildschön', pflegte fie mit trüber Miene gegen Ioan za äußern, „fie hat 'n blaues Kleid au» gehabt nnd n Hnt mit Glockenblumen oben d'rauf, und so 'n weißes, zartes Dingsda um ’n Hals. Ach dar war schön I Wen» ich doch eine Laty wär! Ich weiß gar nichts warn« nicht J-des eine Laty fein und so 'was Schöne» haben kann.*
Bald darauf erhob fich Ioan nnb ging zudem Kinde, das iu einer Ecke der Stube aus dem Bette lag.
WaS für Gedanken dabei in ihr arbeiteten, das wußte Liz nicht. Sie sah nur mit Verwunderung, wie sie das schlafende Kind in ihre Arme nahm und mit leisem Schritt in der Stube auf und ab zu gehen begann.
»Hab' ich Dich mit 'war geärgert?* fragte Liz.
»Nicht doch, Mädchen*, war die Antwort. „Deinetwegen ist's nicht. Ich weiß nicht recht, wie ich sagen soll, was mir ist; aber Deinetwegen ist's nicht, darüber sei rnhigl*
Aber ein Schatten lag noch während de» ganzen Abends ans ihrer Seele. Eie legte das Äinb nicht wieder htt», sauber» fie ttug iS i» ihre» Armen auf und ab, bis fie schlafe» gingen, nnb auch bann noch lag es an ihrem Busen.
«3ch begreif' nicht, va» Dn baS Kind so gern hast, Joan*, sagte Liz, bie zur Seite ihres Bettes staub.
Jos» erhob ihren Kopf von bew Kiffen unb blickte auf das kleine Geficht herab, baS an ihrer Brust ruhte, iiub fuhr leicht mit ben Fingern über deS KinbeS Wange, wobei fie eigentümlich errötete.
»Ich versteh' eS selber nicht', antwortete fie. .Mach', baß Du iu'S Bett kommst, Li^'H«
Manch harter Kamps wurde auf bem harte» Lager mSgekäwpft, wen» Liz schon ruhig schlummerte unb i» ben bannen Zimmer nichts als bie leise», regel.
Pistol in seinen Gürtel nab machte fich barm furchtlos aus ben Weg, jedoch nicht ohne bie Angen stet» offen z» halten.
»Wenn ich bem Bnrschen an» bem Wege gehe', agte er zu Grace, „bann merkt er gleich, baß ich meine Grünbe habe, vor ihm auf bet Hut zu fei», unb wollte ich ihn so etwas merken lasse», bann hätte ich ihm ebenso gut schon baS erste Mal aus bem Wege geben können. Nur vor rückstchtSloser Kühnheit unb roher (Bemalt wird er fich beugen, wen» er fich auch sonst vor nichts in der Wett beugt.'
Sonderbarer Weise blieb er ferner »ubehelligt. Sie allgemeine Ansreguug schien fich im Laufe weniger Tage ans bem natürlichen Wege verlausen zu wollen. Lowrie kehrte zwar mit büsterer unb verschlossener »jene zu feiner Arbeit zurück, er stieß jeboch keine Drohungen aus nnb schien sogar gefügiger geworben zn sein. JebeusallS war bas Benehmen seiner Genossen gegen Derrick achtungsvoller nnb folgsamer. Sie murrten weniger nnb leisteten einen mehr pasfiveu Gehorsam. Die Dienstvorschriften würben znm mindesten nicht offen verletzt, auch fand Derrick keinen aktiven Widerstand. Was Recht und Sittlichkeit nicht zu Staude bringen konnten, das hatte eine Prügelei bewirkt, denn so stand die Sache leider; jedenfalls aber wat die Verantwortlichkeit bet Stellung baburch für Derrick erträglicher geworben.
Aus seinen einsamen Gängen in biefen Sommer, "ächten machte Derrick eine fonberbare Entdeckung. Er nahm hin und wieder wahr, daß er einen Be» glttter hatte, der ihm als Leibwache dienen zu wollen chieu. _ Er beobachtete dies gewöhnlich tu dunkle» oder häßlichen Nächten; das erste Mal »ahm er sogar )ie Umriffe ber Person wahr, welche fich stets auf ber entgegengesetzten Wegseite hielt uub in geringer Entfernung vor ober hinter ihm ging. Er fuhr mit >er Hand w den Gürtel, da er nicht sofort bemerkte, daß eS kein Mann, sondern ein weibliche« Wese» i, da« ihm folgte. Die Gestalt war bie eine» Weibe«, nnb biefe Erkenntnis trieb ihm ba« Blut
fjcffen kann. Für größtmöglichste Sparsamkeit sind ja nun Garantieen gegeben worden.
Aus dunkler Tiefe.
Bon Frances Burnett
Autorisiere deutsche Uebertragung.
(Fortsetzung.)
n®*- Barholw, ber während berUnterhaltungzu- «8 ba« Zimmer betrat, fand seine Tochter auf niedrigen Sessel sitzend, während Nid seinen M auf ihre Knie gelegt hatte. Nicht weit von IW 3ud. Sie war so vertieft in die Unterhaltung ? ihrem Gaste, daß fie ihren Vater nicht eintreten £2 ?nl,^et’erenb Harald, ben bie« gar seltfam *”tete, störte fie nicht.
. .Weißt Du vielleicht', fragte er seine Frau, so- er sie traf, „weißt Du vielleicht, mtt wem fich Me da im Wohnzimmer amüstrt? Wa« für sonder» • Schwärmereien diese« Mädchen doch ttotz ihres •"ben Verstandes mitunter hall'
12. Kapitel.
Obgleich Anice und Ioan fich verhältnismäßig sahen, so gewann das freundschaftliche Ver- MS, da« fich fett ihrer ersten Unterredung zvifchen Ml entspounen batte, mtt der Zeit immer größere Fauit. Wenn Ioan nachmittags oder abends von • Arbeit zurückkehrte, fand fie die Spuren von ktt« Besuch und hörte die Lobeserhebungen, welche ^ihr zu speuden pflegte. Liz hatte fie gern und fich in ihrer Nähe wohl. Die Tage, an den« Ehrsame Graupouny in seinem langsamen Trabe 5® und an der Seite de« Wege« vor dem Thore k wachte, schloffen für fie eine Art freudiger FBung in fich. Sie bildeten bie einzige Würze F Lebens. Sie verstand Anice so wenig, als fic 5? verstand, aber fie war ihr gut. Sie hatte die 2®te Empfindung, daß Anice in gewisser Hinstcht Milbe wie Ioan sei, daß dieselbe Energie in ihr F — eine Energie, auf bie sie fich stützen könne, ffeine »och stärkere Anziehungskraft lag für fie • schmucken Persönlichkeit ihrer Besucherin, in
■ eher sind als ein Paar Kawpfhähne, und sich wahr- Heinlich höchst vergnügt die Hände schütteln werde», ton sie einander Wiedersehen. Heute komu t eS Esin darauf an, auS der Kolonia'volitck ein Ge-
Aas Kolouial-GcschSft.
Die Kolonial-Debatte im Reichstage ist tim über die Reichsregierung hat durch den leitenden Staats-
erweckt werden soll, daß die Blätter zum Zwecke der Diskreditierung der auswärtigen Politik Deutschlands auch vor willkürlichen Ei findungen > icht zurückschrecken." Da« ist eine nicht zu veikennende Sprache. — Die „Berl. Polit. Nachr." bezeichnen die Meldung gewisser Blätter, daß die Regierung da» Gesetz über die Rentengüter vollständig umgearbeitet dem Landtage vorzulegen beabsichtige, für unrichtig. — Die Krankenkassen-Kommission de« Reichstages beschloß, daß die in den Geschäftsbetrieben der Krankenkassen, Berussgenossen- schasten und Versicherungsanstalten beschäftigten Personen versicherungspflichtig sein sollen.
Hamburg, 9. Februar. Der Reichskanzler von Caprivi hatte in der jüngsten Kolonialdebatte im Reichstage Bezug genommen auf eine Randbemerkung Fürst Bismarcks zu einem ostafrikanischen Aktenstück, welche lautete: „England» Freundschaft hat für un« mehr Wert, als ganz Ostafrika." Hierzu schreiben nun die „Hamb. Nachr.", daß der auS diesen Worten gezogene Schluß, Fürst Bismarck habe beabsichtigt, bte deutsche Wirkungssphäre in Afrika einzuschränken, gewagt erscheine. Die Behauptung einzelner Zeitungen Reichskanzler von Caprivi habe die Ansicht widerlegt daß Fürst Bismarck den Vertrag nicht geschloffen haben würde, sei unerwiese». Caprivi habe mit seinem Vorgänger nicht über Deutsch-Ostafrika konferiert und Kenntnis von dem damaligen Standpunkt der Reichsregierung nur durch Einsicht der Akten genommen und Fürst Bismarck habe den Jntrrwievern gegenüber ausdrücklich gesagt, er würde zum Abschluß des Vertrages nicht geraten haben. England- Freundschaft unterliege, so lange Salisbury britischer Ministerpräsident sei, keinem Zweifel und es hätte eines besonderen Abkommens nicht bedurft.
Bremen, 9. Febr. Nach aus London eingetroffenen Nachrichten ist der Dampfer „Schwan" des „Norddeutschen Lloyd" mit dem Dampfer „T elam bre" zusammen gestoßen. Der „Delambre" ist gesunken, der „Schwan" am Bug beschädigt. Näheres fehlt.
München, 9. Februar. Der Prinzregent von Bayer» hat eine KabinettSordre erlassen, in welcher er sein Einverständnis damit ausspricht, daß zur Feier seine» Geburtstage» wohlthätige oder gemeinnützige Stiftungen errichtet werd«. Der Regent untersagt aber ausdrücklich jede Anwendung von Zwang bei solchen Sammlungen.
Darmstadt, 9. Febr. Das an der Technischen Hochschule zu Darmstadt bestehende Korp» „Rhenania" ist nach einem Anfchlage am Schwarzen Brett ber
Deutsches Reich.
Berlin, 9. Febr. Kaiser Wilhelm empfing heute Morgen den neuen Chef de» Großen General- stabe», Graf Schliessen und entsprach am Nachmittage einer Einladung des Offizierkorps des ersten Garde-Regimentes in Potsdam zur Tafel. Abend» wohnte die kaiserliche Familie der ersten Aufführung von Wildenbruch'S „Der neue Herr" im Schaufpie- hause bei. — Der Reichskanzler hat nach erfolgter Zustimmung der Regierungen von London und Washington den Oberamtmann Freiherrn Arnold Sensft von Pilsach in Hechingen zum Vorsitzenden de» Municipalrates von Apia ernannt. — öfftjfett wird erklärt, daß eine in London errichtete englisch-deutsche Kompagnie für Südwestafrika von der Reichsregierung keinerlei Konzessionen für ihre Thätigkeit erhalten hat. — Der Reichskommissar für da» Togogebiet, Herr von Puttkamer, ist dort au» Europa wieder eingetroffen und hat seine AmtSgeschäfte von neuem übernommen. — In d» „Nordd. Allg. Zig." findet sich folgende, erficht lich aus dem Reichskanzleramte stammende Auslassung gegen die Journale, welche in letzter Zeit aus Friedrichsruhe stammende Artikel brachten: „®ie „Münch. Allg. Zig." stellt bei Besprechung der jüngsten Kolonialdebatte in Uebereinstimmung mit den „Hamb. Nachr." die Behauptung auf, daß seit dem Rücktritt de» Fürsten Bismarck eine wesentliche Veränderung in dem Verhältnisse von Deutschland und Rußland eingetreten sei. Das Blatt schreibt wörtlich: „Sodann — und hier berühren wir den Kardinalpunkt unserer ganzen auswärtigen Politik— werden wir uns hoffentlich zu Rußland nicht immer im Stadium der ausgezogenen Brücken befinden, sondern hoffentlich allmälig jene eigentliche Basis unserer Politik wiedergewinnen, welche in einem freundschaftlichen und freundnachbarlichen Einvernehmen mit Oesterreich-Ungarn und Rußland besteht." Die damit gegen unsere derzeitige auswärtige Politik erhobene Beschuldigung, daß sie eine wesentliche Basis der Friedenspolitik Deutschland», nämlich da» freund- fchaftliäbe und freundnachbarliche Einvernehmen mit Rußland preisgegeben habe, ist eine so schwere, und teht zu dem mit allen bisher bekannten Thatsachen in so diametralem Widerspruch, daß die „Münch. Allg. Ztg." und die „Hamb. Nachr." notwendig irgend einen Beweis für ihre Unterstellungen an- treten müssen, wenn nicht der gegründete Verdacht
mäßigeu Atemzüge de« KiudeS z» höre» waren. Nacht auf Nacht lag Joau Lowrie mit weit geöffneten äuge», regungslos, unablässig gepeinigt von Elend »ud Scham. Zu den Qualen ihrer niedrigen und rohen Lebensweise waren neue entstanden. Sie hatte insgeheim zu kämpfen mit einem eigenen — inneren Weh, und dazu kam »och eine geheime Furcht. Wenn Ue schlaflos dalag, lauschte fie auf den Tritt ihrcS Vater«. Keine Nacht verging, in ber fie ihn nicht mit bangem Herzen erwartete. Wen» er bie ganze Nacht ausblieb, ging fie unter bem Druck böser aSuungeu zu ihrer Arbeit. Sie wagte nicht, ihren Arbeitsgeuoffeu in« Geficht zu blicken, aus Furcht, fie möchten ihr etwa« Schlimme» zu enthüllen haben;
bem Wege, den ste zurückzulegen hatte, an« Furcht, plötzlich bunteirote Flecken in bem grauen St°ub- zu erblicke». Sie kannte ihren Vater besser
^ie ältesten feiner Gefährte», nnb fie beobachtete ihn ängstlich nnb unablässig.
’ V tNner, ben ihr Hexen ’n hübschen Kerl nennt, ber ba', sagte Lowrie zu ihr in ber Nacht, als er mit Derrick znfammengettoffen war. „'s ist mm* o 1 ”nb strammer Kerl, unb ’ne 2t:6eJat£r' boe ist wahr, aber' — nnb hier 8""st — »ich bin noch nicht fertig mit 8,~ J* bin noch nicht ganz fertig. Wart' nur bis hfiM*., ob iSst Du mir sagen, ob er noch ’n Mch-r Kerl ist. So wahr ich hier steh', Mäbel' — ^mme wurde leiser und dumpfer — „er «ehr so schlank und so stramm sein.
ihm seine Larve in Stücke reißen, und wenn $ ??rre"U‘n sollte. Hast Du'» gehört?' cm = „ seinen Feind mtt dessen eigenen hatte, beschloß er, ihm auch ferner. sahS e8t ^e Stirn zu bieten, selbst wenn das Mmmste zum Schlimmen tone. Statt also in die 6ta?t zu ziehen ober ben Knüppeldamm zu
«race riet, al« er von Joan's i ' „versah er fich mtt einem wuchtigen
©totfe, steckte allabendlich beim Nachhansegehen ein
Wei seinen Nutzen ziehen kann. Die ganze Kolo achc soll und muß heute für uns nur reine chästssache sein, wir müssen un» in die Stellung Unternehmers hineinversetzen, der ein gewich- Unternehmen begonnen hat, und der nun seine ire darin sucht, etwas Bedeutendes zu schaffen, ttd etwas großes geschaffen werden? Die Kolonial- rmide versprech n sich viel, die Gegner der Kolo Politik wenig, der Reichskanzler v. Caprivi stellte aus einen vermittelnden Standpunkt und meinte: e Herren, ich hoffe, die Schutzgebiete werden iirst rentieren!" In Ostafrika werden wir vom April ab Männer haben, die sich auf dortige ^Aahältnisse gründlich verstehen. Der Gouverneur Herr von Soden hat sich in Kamerun als eine wj bedeutende Kraft bewährt. Ec hat eS dahin Fracht, daß die Kolonie die Verwaltung? kosten W aufbringt, er ist mit d n Eingeborenen, ob- üch dieselben als ebenso geriebene, wie arbeitsträge «Ischen bekannt sind, recht gut fertig geworden, to vieles Geräusch hat er die Handels-Monopole, *W)e die Schwarzen sich angeeignet hatten, gebrochen dem deutschen Handel eine sichere Verkehrsstraße
h«°uszuschlagen, welches hineivgesteckl ist. Teutsch- lwds Ehrgeiz kann nicht darauf gerichtet sei», jen- , »Im leit« des großen Wassers möglichst viel Land zu trfitzen, über welchem die schwarz-weiß rote Fahne „ mhl; unskr Streben muß darnach gerichtet fein,
Politik ein anderer sein könnte oder nicht, es ist tCa euch nicht von fenfationeller Bedeutung, wer in dem fehle ich Zwischen Major von Wißmann und Emin (766p’^a N^cht hat, da beide Herren alles andere
warm ihre Ansichten kandgegeben, die Freunde der toloniolpolitik haben das gethan und die Gegner m<t minder. Im Ganzen war eS keine allzu au hell uJiegenbe Erörterung, hin und wieder gab es wohl weiter««W Seitenhiebe, die in gleicher Weise erwidert
Mlden, doch in der Hauptsache hielt man sich streng Jtitta|s sichlich, und da» war gescheidt. E» ist heute zwecklos, darüber zu streiten, ob der Stond der Kolonial-