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MWD ZÄUM

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Matt für die Kreise Marburg und Mrchhain. - Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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Der kommende Mann

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ständigkeit verliehen ist. Zuerst: daS Aukwärlige nit den Kolonieen, dann das Innere mit der ge­samten Sozialgesetzgebung, endlich die Finanzen. Als viertes Verwaltungsgebiet kommt dann die Militärverwaltung in Betracht, die ja aber nicht direkt ein Reichsamt ist, der preußische Kriegs­minister ist zwar dem Namen nach nicht, wohl aber der That nach Reichskriegsminister. Für jedes dieser Verwaltungsgebiete gehört schon eine tüchtige Kraft, und sie hat vollauf zu schaffen; über dem ganzen steht dann der Reichskanzler. Angesichts dieses Sachverhaltes ist es heute also verfehlt, überhaupt noch von einem kommenden Mann zu spreche», ein einziger Mann, und sei er der allergrößte Staats­mann, ist nicht mehr befähigt, die gesamten Ver- wallungSgebiete bis in die Einzelheiten zu beherrschen. Das weiß Kaiser Wilhelm II , das weiß auch der Reichskanzler von Caprivi, Herr von Bötticher und vr. Miquel. Jeder hat genug zu thun, niemand braucht zu befürchten, daß ein anderer ihm in den Weg kommt. Einigkeit im ganzen, Selbständigkeit im einzelnen, das ist dar richtige.-

Airs -ttukler Tiefe.

Bon Frances Burnett. Autorifirte deutsche Uebertraguug. (Fortsetzung.)

»Stimmt', sagte er mit gut gespielter LeideuS. ««e. »Da hast Du zum ersten Mal in Dein'm «deu Recht. DaS Land hat schlecht au mir ge» Adelt. Wenn mir geworden mär', was ich verdient Mr, so müßt' ich zu der Zett Lord Mayor von «vdou sein, «ud Du müßtest die Fran Lord, «vyortn fein, nab müßtest tu Deiner gute» Stabt wn, mit einer gold'uea Krone oben ans Dein'm «en Kopse, and thät'st Deiae Wüsche aa die Wasch. Mer »erteilen, statt daß Du jetzt Deine paar Lumpen Wer scheuerst. Hast gau, Recht, Alte hast wirklich

Recht.'

0.« 1.3s 0.75 1.- 0.61 1.8«

u. »Geh' Deiner Wege uach'm Wirtshaus', eiferte A alte Dame, zur Verzweiflung getttebeu. .Ich S® Dein Gerede jetzt satt. Mach', daß Du uach'm «irishavs kommst, daß die Welt nicht etwa stille W, und fleh' Dich vor, daß Du die Teiche nicht Braud steckst, wenn Du wieder vorbeikomwst.'

. .Will mich schon vorseh'n, Rite', kicherte Sammy, «em er seinen Stock nahm. .Um der Stadt wtlleu, *6 ich mich ia Acht ueh'w.'

, Er legte den Weg aach dem Bierhaase des OrteS « der besten Lanne zurück. Als er dort in der *OBt' ar kam, faod er die Diskussion bereits-iw ?®Bge. Diskussionen wurden dort allerdings stets Nährt, aber zur besprochenen Zeit nicht gerade von «radtock'S besondere» Freunden. SS gab auch unter A Besuchern der .Sroue' verschiedene Raugstufeu, ?d besonders zahlreiche nuter Craddock's Freunden. M niedrigste Stufe bestaub auS deu Verrufensten Kohleogräber, Leute zweifelhaften CharatterS, (75 deren Spitze Lowrie stand. Diese Leute sprachen Ai abend laut zusammeu, und Lowrie war wie k Ähnlich der Lauteste In der Gesellschaft. Sir LWtnen jedoch diesmal mit einander zn streiten.

herige» Vizepräsidenten zu übergehen? Miquels orfung auf diesen Posten würde für He?rn Bötticher eine schwere Demütigung sein und Mcktritt dieses im Reichstage, wie im preußischen Landtage allgemein beliebten Ministers herbeiführen. Herr von Caprivi wird auch nie daS preußische Ministerpräfidium offiziell niederlegen, wenn er auch die Hauptarbeit Vertretern überlasten kann, denn er hat mit den Reichsgeschäften hinreichend zu thun. Las bedeutet denn rin Reichskanzler, der nicht zu­gleich preußischer KabinetSchrf ist? Er wäre einfach rin auSführender Beamter deS Bundesrates; erst durch die Stellung als Leiter der preußischen Re- girmng gewinnt der Kanzler Einfluß im BundeSrat and auf den BundeSrat. Ist aber Herr Miquel der Mann für den Posten des Ministerpräsidenten? stein! Miquel hat niemals den Anspruch erhoben, rin führender Staatsmann sein zu wollen, er ist ein ^durchaus praktischer Mann, der auch als Minister P »ach prakti chen Grundsätzen handelt. Und ein solcher

Mann paßt vor allem zum Finanzmister, er ist ge- rignet, mit alten Vorurtellen und bureaukratischcn Ansichten gründlich aufzuräume». Dem deutschen striche und Preußen hat ein Finanzgenie gefehlt, es oft bitter vermißt worden. Ob Herr Miquel ***** solches Genie ist, ob er den jahrelangen Streit

881 den Reichssäckel zum Abschluß bringen wird, kann hvüe noch Niemand sagen; aber daS kann man sage», daß der Minister mit Finanzfragen noch auf

«ureigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux »on Haasenstein und Badet

nvl Jahrgang.

Daube n. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Es sind noch nicht zwei Jahre her, als unter der Bezeichnung deskommenden Mannes", d. h. des leitenden Staatsmannes im deutschen Reiche, 0(K der jetzt von seinem Posten zurückgetretene Chef deS Großen Generalstabes Graf Waldersee, verstanden würbe. Die Benennung beruhte, wie sich inzwischen zur Genüge herausgestellt hat, auf Einbildung; (fiqm Waldersee hat nie nach politischen Lorbeeren gestrebt, V|]. -r ist Soldalt und nichts anderes. Auf gleichen >HII| Illusionen dürfte es auch berührcn, wenn heute ______ der preußische Finanzminister vr. Miquel als der

Jahre hinaus so unendlich viel zu thun haben wird, daß er gar nicht denken kann, nun auch noch den Posten eines Ministerpräsideuten einnehmen zu wollen. Eine Frage der Zeit kann eS ja doch nur noch sein, daß Miquel auch die Leitung der Reichs­finanzen in der einen oder anderen Form in die Hände bekommt.

Finanzminister sein ist ein übleS Ding; dem Minister erscheinen die Dinge ganz anders, als dem Abgeordneten, und gerade in parlamentarisch regierten Ländern haben schon zahlreiche Minister, die früher Volksvertreter waren, nach ihrem Amts­antritt erklärt, daß doch nicht alle- so gehe, wie sie früher gedacht. Vielleicht ist auch Miquel genötigt, manches anders zu machen, als er früher es sich gedacht hat. Immerhin aber ist er im preußischen Landtage mit seinen Steuerreformgesetzen außer­ordentlich schnell vorwärts gekommen und hat in wenigen Monaten durchgesetzt, woran andere seit Jahren vergeblich gearbeitet haben. Allerdings hat man sich auch im Preußischen Parlament der Ansicht nicht mehr verschließen können, daß endlich einmal mit der Reform Ernst gemacht werden müsse. Dr. Miquel steht nach seinem Etsolge im Berliner Abge­ordnetenhause beim Kaiser im hohen Ansehen, eine hohe Ordensverleihung zum 27. Januar hat ja dies noch besonders deutlich gemacht, aber falsch ist die Annahme, der Kaiser werde Miquel nun auf einen noch höheren Posten berufen. Wen» der Monarch der Ansicht ist, Miquel sei der rechte Mann für sein Reflort, wird er ihn erst recht dort lassen, zu thun giebt eS do, wie schon gesagt, noch reichlich, im Reiche sowohl, wie in Preußen.

Der Reichskanzler wird weder heute, noch jemals im Stande sein, sein gewalttges AmtSgebiet bis in die kleinsten Details zu beherrschen. Er kann nicht zugleich die hohe auswärtige Politik leite», Kolonial­politik tteiben und bestimmen, wie viele schwarze Soldaten nach dieser oder jener Station zu schicken sind, sagen, was im Paragraph 90 deS Unsallver- sicherungsgesetzks fehlerhaft ist, mit dem Kranken- kaflenwesen genau Bescheid wissen, die Steuer- forwalitäten in allen Details kennen u. s. w. Das bringt kein Mensch fertig. Aufgabe bei leitenden Staatsmannes kann nur sein, die Richtschnur für daS Handeln der gesamte» Regierungsorgane anzu­geben und darüber zu wachen, daß diese eingehalten wird. Zur detaillierten Ausführung find die Staats­sekretäre da. Und im Reiche treten immer deutlicher drei große Verwaltungsbezirke hervor, an deren Spitze Männer stehen muffen, denen gewisse Selbst- Drei oder vier saßen nm einen Tisch nnb lauschte» mit düsteren Blicken Lowrie's Worten, nnb diese L-nte waren es, ans die Samwy'S Blick bei feinem Eintritte fiel.

.Was haben die Burschen da vor?' fragte er einen Frennb.

,'S ist irgeub was Io8 in bet Grube', war bie Antwort. .Ich kann nicht recht klng bianS werd'». Mit ein'« von'n Herrn haben fir was vor. Was willst Dn tttaten, alter Knabe?'

.Eta'n Sixpeavy«Krug. Mit eiaem zweiten Seitenblick ans die Beratenden, begann er wiederum:

'S istne schlimme Bande da beisamm', nnb 'was Gutes hab'n sie auch nicht vor, baranf will ich Gift neh'm. 'S istne böse Sorte, dieser Lowrie.'

Lowrie's aufgedunsenes Gesicht hatte einen ttotzigeu, mitunter wilden Ausdruck. Der Trunk hatte ihn heruutergebracht, und nur seine physische Ueberleger- heit machte ihn zum unumschränkten Gebieter seiner Genossen. Der Mann, bet sich mit ihm in einen Streit einließ, konnte mit Sicherheit auf einige zer. brocheue Knochen rechnen, wenn nicht ans Schlimmeres. Er stemmte bie Arme bei seiner AnSeiuanbersetzuug mit finsteren Blicken ans ben Tisch.

»Kerls, bie sich in meine Sachereinmischeu nnb bie Herrn gegen wich Hetzen, bnlb ich nicht', hörte Crabdock ihn sage». .Will sich Einet mit Vor- würfen füttern lassen, mag er'S thun, ich binn zu alter Vogel für solche Nahrung; 'S bleibt mit im Kropfe stecke». Gvck 'mal dnich'S Feustet bort, Jack, nnb paß' avf, wer vorbeikomwt. Bis Mttte nächster Woche hab' ich beut Bursche» 'was ausgewischt, so wahr et hem' »och vorbeigeht.'

,Hm', meinte einer seiner Genossen, .was ich agen wollte: Du kannst babei auch leicht was ab- 'tifgen, denn das istn strammer Junge, der sich nicht o leicht in'S Bockshorn jagen läßt!'

»Meinst Du etwa, daß ich'S nicht fertig kriege?' bremste Lowrie auf.

.Nicht doch nicht doch, Mann', war die stieb.

Deutsches Reich.

Berlin, 5. gebt. Der Kaiser hörte heute die laufenden Borträge und hatte eine Konferenz mit dem Staatssekretär von Marschall. Die Kaiserin ist von ihrer Erkältung wiederhergestellt und wird heute mit dem Kaiser dem Subscriptions- balle im Opernhause beiwohnen. Kaiser Wllhelm Hai daS RückttitiSgesuch des Eisenbahnministers von Maybach, welches derselbe im Hinblick auf sein Älter einreichte Herr von Maybach ist das älteste Mitglied des preußischen Ministeriums, wie dieKöln. Zig." mitteilt, vorläufig abgelehnt, dem Herrn Minister aber nach Beratung des Eisen- bahnetatS im Abgeordnetenhause einen längeren Urlaub zugestanden. El unterliegt keinem Zweifel, daß diesem Urlaub der Rücktritt auf dem Fuße folgen wird. Den Abendblättern zufolge übergab Graf Waldersee gestern die Geschäfte des großen GeneralstabeS an den General-Ouartiermeister Graf Schliessen H, da sein Nachfolger noch nicht ernannt ist. Graf Waldersee verabschiedete sich mit bewegter Stimme von den Offizieren, indem er erwähnte, der Kaiser habe ihn an eine andere Stelle versetzt, als Soldat gehorche er, ohne zu fragen, warum. Die Kaiserin Friedrich wird Mitte d. Mts. aus einige. Wochen zum Besuche ihrer Mutter, der Königin Viktoria, nach England reifen. Prinz Heinrich von Preußen wohnte heute der Ltbge- liche und etwas hastig gegebene Antwort. .Nichts dergleichen. Ich meine blos, baß 'S nicht Jeber so leicht fertig kriegt.'

.Stimmt genau!' sagte Sammy einigermaßen erregt zu seinem Frennbe. .Also da schant'S raus? s iS recht, mein Junge, immer steig' tüchtig in bie Bierkaune, nnb trink' Dich voll nnb toll, bann sollst Du halb bas Recht haben, im Gefängnis mit bem Kopfe auf ber weichen Sette eines Pflastersteins schlaf'u zu bfttf'n.'

Er hatte in jüngeren Jahren selbst seinen Mau» gestanden nnb Zeinen geringen Stolz darein gesetzt, .seine Muskeln zn zeigen', nm ben Rigganer Aus­druck zn gebrauchen, aber niemals war er ein Mann, wie Lowrie gewesen. Seine verhättniSmäßig anständigen Rencontres mtt persönlichen Feinden wurden stets schlecht nnb recht ausgefochten nnb hatten in manche» Fällen ben Srunb zu einem erträglichen, selbst frennb, schaftlichen Verhältnisse gelegt. Et hatte niemals mit einem guten Puffe gezögert, wenn ihn Jemand beleidigte, aber er wat auch ebenso ftets bereit gewesen, wenn ber Streit ausgesuchten war, seine Hanb zur Versöhnung zu bieten, nnb in manchen Fällen, wenn er in ber Hitze beS Gefechts einmal einen Mann für kürzere Zett bieustnufähig gemacht , e- pflegte er ihn sogar zur Eutschäbignng nach . m WtrtShanS' z» führen nnb ihm einen Trunk -"«°r in ber Form einer .Eixpemy, Kanne' zu penbieten. Aber von Lowrie konnten sogar feine Gesinnungsgenossen, bie doch baS große Wort in Riggan führte», nichts ähnliches berichte». Et wat wShast »»b rachsüchtig, bereit zn kämpfen, ober nicht »interher zn vergebe». Er tonnte einen Stoll lange mchtragen nnb noch daran denken, wenn Andere ihn chon längst vergessen hätten. Sein Register war ein reines und demgemäß gehörte et nicht zu ben Frennbeu Sammy Craddock's.

Kurze Zeit nachher ging Jemand bet dem Fenster ÖOix el' das nach ber Straße zu lag, nnb Lowrie fuhr mit einem Fluche in bie Höhe.

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fr"" Sonnabend, 7. Februar 1891

: ordnctcnhaussitzung bei. Unter dem Protektorat der Prinzessin Friedrich Karl wurde in Berlin die I. deutsche Kochkunstausstellung e>öffnet, die außerordentlich reich beschickt ist. Kaiser Wilhelm : hat dem Plane, in Berlin und anderen großen Städten Wohnhäuser für Arbeiter zu bauen, seinen vollen Beifall ausgesprochen. Aktiengesell­schaften mit genügendem Kapital sollen den Bau in die Hand nehmen. Bor allem soll in diesen Häusern auch die wöchentliche Mietszahlung eingeführt werden, der Lohnzahlung entsprechend. Der Bundes- rat in Berlin hielt heute seine Sitzung ab. In derselben sind bereits Mitteilungen über den Gang der Handelsvertragsverhandlungen mit Oesterreich gemacht. Die Besprechungen hatten einige Tage geruht und find heute von neuem ausgenommen. Die preußischen Bischöfe habe» wegen des Volksschulgesetzes eine neue Eingabe an die Regie­rung gerichtet. Heute wurde nachstehende Zuschrift den sämtlichen Abgeordneten der nicht katholischen Parteien zugesandt:Hochgeehrter Herr! Ange­sichts der hochgradigen Beunruhigung, welche die Entwickelung der Sperrgelderfrage in evangelischen Kreisen hervortust, sprechen wir hiermit die dringende Bitte aus, mit allen Mitteln für bie Ablehnung der Regierungsvorlage wirken zu wollen. Es kann nicht dem konfessionellen Frieden dienen, wenn das evange­lische Volk immer mehr jene Rücksichten auf seine Gefühle welche noch vor acht Monaten vorhanden zu sein schienen schwinden sieht." (Folgen aul allen preußischen Provinzen Unterschriften). Im Reichstage wurde heute ganz bestimmt erzählt, daß der ReichSkommiffar von Wißmann zum 1. April auS dem Kolonialdienst auSfcheiden wird. Ein Verbot von Maschinen zur Herstellung künstlicher Kaffeebohnen wird für den Umfang bei deutschen Reiches durch Verordnung des Kaisers mit Zustimmung deS Bundesrates erlasse». DaS Verbot, welche! imReichsanzeiger" veröffentlicht wird, erfolgt aufgrund des Nahrungsmittelgesetzes und stellt das gewerbsmäßige Herstellen, Verkause» und Feilhalten von Maschinen, welche zur Herstellung künst­licher Kaffeebohnen bestimmt find, unter Strafe. Ter deutsche L a n d w i r i s ch a s t S r a t erklärte el mit 24 gegen 23 Stimmen sürsunthunlich, zu dem ReichSgesetzentwurse über die Heimstätten Stellung zu nehmen, weil es zweifelhaft sei, ob die Reichs- gesetzgebung hierin völlig zuständig sei und well ferner die vorhergehende Klärung der bestehenden Rechts­verhältnisse und die Ermittelung der BedürfniSftage für das ganze Reichsgebiet ober einzelne Teile deS-

»DaS ist etl* tief er ans. .Na' kana'S los» geh'». Ich dacht' mit'!, daß er hier vorbeikommt. Wart' Barsche, aa' voll'» wir seh'a, was Da für Dich fugte kaanst.'

Et besaad sich aas ber Straße, ehe Craddock aab sein Freund das offene Fenster erreichen konnten, nnb hatte ben Vorübetgehenben ungehalten, ber sofort stehen blieb nnb ihn stolzen Blickes mutterte.

»Heil' schrie Sammy, »ich will verbammt fein, wen» bas nicht ber Bursche ans London ist, ber Ingenieur!'

Fergus Derrick staub mit nichts weniger als bet. söhnlicher Miene vor feinem Feinde. Daß biefer brutale Geselle, welcher ihm bereits genug zu schaffe» gemacht hatte, eS noch wage» sollte, ih» aus offener Straße aufzuhalten, war mehr als fein Stolz er­tragen konnte.

»Ich komm' hierranS*, sagte Lowrie in grobem, frechem Tone, »nnb Ww seh'», ob Sie mir was zu sag'» hab'».'

»Da»» tonne» Sie wieder hiueingehen', sagte FetgvS, »ben» ich habe nichts mtt Ihnen zn spreche».'

Lowrie trat ihm eine« Schritt näher.

,6tnb Sie bessere so sicher?' fragte er, »Wegen ber DavieS hatten Sie ja heut morgen fo'u flinkes Maul, nnb ba bucht' ich, Sie hätten noch mehr uns'« Herzen, nnb deshalb bin ich nn hier, «ber Sie find wohl einer von den'u, bie blos 'n großlS Muni hab'n können nnb nichts weiter.'

Derrick'S Augen flammten; er wies ihn verächtlich mtt ber Hanb zur Seite.

»Ans bem Wege", sagte er mit ruhiger Stimme, nnb laß' mich vorbei.«

Aber Lowrie, btffen Wut noch wuchs, als ber Andere seine Hand erhob, kam unr desto näher.

3ft nicht«, rief er,bis ich nicht gesagt habe, was ich sagu will. Du willst mir Gehorsam an» lernen oberS ben Herrn sag'», ja? Du willst ein «nge auf mich habe» nnb llatschen, wenn's bazn

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|._. .kommende Mann" bezeichnet wird. Diese Annahme IImH ^lte f°9ar bis zu der merkwürdigen Auffassung

»erfliegen, Herr Miquel solle Ministerpräsident in RL15 Preußen oder Vizekanzler im deutschen R-iche werden.

1-2 8er daran auch nur einen Moment geglaubt hat, 3.51 der verkennt unsere inneren Verhält» sie völlig, der 4.- verkennt auch die Person und den Charakter Miquels. [692i Welcher Grund sollte denn vorhanden sein, bei chüd «ncm Wechsel im preußischen Präsidium den