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Imeiaen nimmt entgegen die Expedition d. Hatte», [Bttrte dieAnnoneen.Bur-aur vonHaafevstein undvoale, m Frankfurt a. M., Saffel, Magdeburg u. Men: Rudolf XXVI Qtofirflftttfl Moste in Frankfurt «. M., Berlin.München n. Mn:». L ’ <ywV*öuu0' Daube n. ko. in Frankfurt a- M., Berlin, Hannover, Paris.

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ditto» 2</t KL, M tat Postämtern 2 «. bO Pfg. (exN. Bestellgeld). Jnferttimtgebühr für di» arwaltene Seil» 10 Pfg^ SteHaatn für di, Zeil, 26 Pfg.

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i» seiner Mutter. Aber fie machte keinen Versuch,

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reu. (1861 . Sr. bietzl, str 20.

A«s -«nkler Liefe

«ou France» Burnett.

Lutorifirte deutsche Uebertragung.

Tage förderten, und ebenso sieht er in seinen «Frei­willigen" wahre Spartaner, die in der Stunde der Gefahr dos Vaterland schon retten würden. Genera!. Wolselky hat einmal gesagt, die Londoner Pflaster- treter, die unter den Freiwilligen so stark vertreten sind, möchten zu Hause lieber Kaffee und Zucker verkaufen und Bücher führen, statt unnütz Pulver zu verknallen. Dieses scharfe Wort haben die Londoner dem General heute noch nicht verziehen, aber darum ist eS doch zutreffend. Auf der pyrenüischen Halbinsel haben sich die Truppen immer durch Unbotmäßigkeit ausgezeichnet. Die allgemeine Wehrpflicht besteht nur dem Schein nach und jedenfalls geht der großen Mehrzahl der Truppen aller militärische Geist, der die Verteidigung des Vaterlandes als seine Haupt­aufgabe anfieht, ab. Man wühlt und intriguirt und kommt dann schließlich zum Revoltieren, statt zum tüchtigen Exerzieren. Recht heiter liegen auch die Dinge in Belgien. DaS Land ist neutral, jawohl, aber wenn eS zum allgemeinen europäischen Kriege einmal kommt, ist diese Neutralität ein wertloses Blatt Papier. Belgien als Nachbar von Deutschland und Frankreich hat alle Ursache, auf ein tüchtiges Heer zu halten, aber gerade in diesem Heere ist die Unzufriedenheit außerordentlich groß. Die belgische Verfaffung ist sehr frei und girbt sehr große Rechte aber bloß den Leuten, welche Geld haben. Reicher Väter Söhne oder Sprößlinge von Stützen der regierenden Partei werden um alle- in der Welt nicht mit dem Soldatenleben geplagt, arme Teufel die sich nicht rühren können, werden beim Kragen genommen und in den bunten Rock gesteckt. Daß die Leute sich frage», warum gerade nur sie die Muskete trogen sollen, andere aber, denen es recht gut im Leben geht, indessen nicht, liegt nahe, und von da bis zur Unzufriedenheit ist eS nicht mehr wett. Desertionen sind in Belgien ganz außer­ordentlich häufig, und die Bevölkerung beschützt jeden Deserteur, so weit sie nur kann. Da» sind Zustände wie sie in Ländern ohne Wehrpflicht bestehen, Zu stände, über die sich gelegentlich ganz Europa lustig macht. Wir wollen darum lieber bei dem bleiben wa» wir haben, und was 1870/71 sich bewährt hat. Der bunte Rock, daS Gewehr oder der Säbel die äußere Flottheit machen keinen Soldaten, an geputztem Militär haben die genannten drei Staaten keinen Mangel. Was den Soldaten macht, das ist die Erkenntnis: Du hast Deinem Baterlande und Fürsten treu zu diene» und sür sie zu fechten! Und diese Erkenntnis hat zur Wiedererrichtung des Reiches mit betgetragen.

sie „zum volle» Bewußtsein ihrer Sage* zu bringe», wie dar Mr. Barholm genannt hatte. Sie konnte sich nicht recht denken, was sür Li, ein .voller Be. «ußtsein ihrer Lage' zu bedeuten Hütte. So gab fie sich einfach Mühe, ihr zn gefallen nud ihr Jutereffe zn erwecken, nud dar gelang ihr sehr wohl. Als fie wegging, war da« Mädchen augenscheinlich darüber betrübt.

.Ich seh' die Meisten nicht gern dar zweite Mal', sagte fie nnb blickte «niet schüchtern und blöde au, .aber Sie hab' ich gern bei mir. Sie find ganz anders wie die Uebrigen. Sie quälen mich nicht dnrch Vorwürfe; gelt? Ioan hat'r auch gesagt.'

«Ich will viederkowmen', sagte Auice.

Während ihrer BesncheS hatte ihr Liz viel von Joan erzählt. Sie schien gern von ihr zn sprechen, und Sinke war jedenfalls gern bereit, ihr zuzuhören.

»Sie ist nicht leicht nvterzukriegen', sagte Liz, »nud daS ist vielleicht gar der Grund, daß fich's Alle so angelegen sein laffen, ihr war tn’n Weg zu legen. Die ist stets ihren eig'nen Weg gegangen, die Jo au Lowrie.'

»Dar ist da» rechte Wort', sagte FergnS Derrick, al« ihm Snice ihre Senßernng erzählte, .fie ist stets ihren eig'nen Weg gegangen; aber fie trat ihm stets in einer Weife entgegen, daß er mitunter die Geduld mit fich selbst verlor. Es war, als ob sei» Seist wmer und immer wieder fich zu ihr zurückweude» müsse, gleichwie nuS oft irgend eine abgerissene Melodie nicht «US dem Kopfe will. Selbst Groce, ür den fie eine Gewisser slast geworden war, war niemals so hartnäckig von ihr zurückgeviesen worden. Wenn er bei der Hütte am Fahrdamwe aus dem Nachhausewege vorbeikaw, konnte Fergus nicht nmhin, ich nach ihr nmzuschauen. Manchmal sah er fie, manchmal auch nicht, aber ob er fie sah oder nicht, o ergriff ihn jedeSwal eine eigene Erregung, wenn et dorbeimnßte. Während der »atmen Jahreszeit kblickte er fie ost an der Thür, ober in btt Nähe bt> Thores, fast immer mit be» Kinde in den

WAtburg,

Freitag, 6. Februar 1891.

Mrtkerfol-aten.

Heber «Militarismus" wird heute so viel ge­eifert; aber waS nützt alles Rede», eS geht »um einmal nicht ohne militärischen Geist, Disziplin und ßtziehung. Wir haben nun in Europa im Lause be» letzten halben Jahres wiederholt Beispiele ge­habt, daß eine Armee ohne strengen militärischen -eist einfach von ihren Angehörigen blosgestellt Wird, und hierüber kann sich die Nation, welche eine solche Armee ihr eigen nennt, gewiß nicht freuen. Jn Erinnerung find das halbe Dutzend Fälle grober Disziplinwidrigkeiten in England; einmal verweigerte em Bataillon den Gehorsam, als es sich um einen Sarnisonwechsel handelte, dann zerschnitten sämtliche Artilleristen eine» Regimentes die Pferdegeschirre, m folgenden Tages nicht zur Musterung auSrücken jii müssen, zum dritten vergnügte sich ein Infanterie- Bataillon damit, den Bürgern ihrer Stadt die Stuftet und Thüren einzuschlagen, und mußte erst nit Gewalt zur Raison gebracht werden, ein Irisches Regiment stimmte sehr fidel in die Schmähruse (einer Landsleute gegen die Londoner Regierung ein, nnb was dergleichen Dinge mehr sind. Die in vporto in Portugal ausgebrochene Militär-Revolte

itionali Preis außer, n.

jengt für de» Geist in einem Teile der portugiesischen ürmee, und in Brüssel wollten am Sonntag gar einberufene Mannschaften nach Hause fahren, weil ße keine Lust hatten, länger im Dienst zu bleiben. S" den Zeitungen der betreffenden Länder werden diese Zwischensälle unter sichtlichen Verlegenheits- zächcn als Ausnahmen hingestellt; aber es sind gar fcine Ausnahmen, sondern nur Zeichen des Geistes, »elcher in der betreffenden Armee lebt. Und stets N diese Erscheinungen m solchen Armeeen zu Tage getreten, in welchen die allgemeine Wehrpflicht gar nicht oder doch nur dem Namen nach durchgeführt V. Da sieht man, daß militärischer Geist, wie er ton soll, nur in der echten, auf der allgemeinen Wehrpflicht aufgebauten Bürgerarmee lebt, daß da» enm Bewußtsein, wa» eigentlich der Soldat bedeutet, B»- Vas ihm obliegt, nur in der Armee lebt, welche ±__Jto» Volk in Waffen ohne Einschränkung darstellt.

W Der Engländer kann auf manches stolz sei»,

•tot nicht auf feine Landarmee. Britische Generale toiea da» wiederholt geäußert, sie haben anerkannt, f » ßi »ch die Regimenter tüchttge Leute zählen, aber es

chll an tüchtigen Regimentern. John Bull über- chitzt alles: Ihm gilt Wellington als der größte Mherr aller Zeiten, während unparteiische und dorurteil-lose Forschungen etwa» ganz anderes zu

(Fortsetzung.)

Die Thräueu rannen über ihre Wangen nnb fie U-rte wie ein Kind. Der Anblick be» seidenen »tS»« hatte ihr da» verlorene Stück Paradies ans »«Lebhafteste vor Angen geführt — ihren eigenen «Wien Schatz von Putzsachen, sowie die entzückenden überraschenden Eindrücke Londons nnb des Edoner Lebens.

8lnice kniete ans den flachen Fnßboden nieder, Arend fie noch immer die Hand des Kinde» in der

Deutsches Reich.

Berlin, 4. Februar. Kaiser Wilhelm arbeitete am Mittwoch mit dem Staatssekretär Frei­herrn von Marschall und erteilte dem General Grafen Waldersee eine längere Audienz. Später empfing der Monarch den zum Generalmajor ernannten Erbgroßheyog von Baden, der auch zur Tafel ge- laden würbe. — Das Befinden der Kaiserin ist so günstig und die in Folge einer Erkältung eingetretere Heiserkeit ist soweit geschwunden, daß die hohe Frau am Freitag aus dem Berliner Subskriptionsball erscheinen wird. — DaS Militär-Wochenblatt meldet die lieber« Weisung des bisher zur deutschen Botschaft in Paris kommandiert gewesenen Majors Freiherrn von H o i n i n g e n, genannt von Huene zur Dienst­leistung beim großen Generalstabe. Herr v. Huene ist gleichzeitig von dem Verhältni» al» Flügeladjutan des Kaiser» entbunden und al» aggregirt zum General­stab der Armee versetzt. Al» Militär-Attachö in Paris tritt an feine Stelle der bisher in gleicher Eigenschaft bei der Gesandtschaft in Bern stationierte, dem 1. Garde - Ulanen - Regiment aggregirte Rittmeister von Funcke. — Die Volks- schulkommission deS Abgeordnetenhauses lehnte die von den Zentrumsmitgliedern Rintelen und Dr. Windthorst zu § 110 (Anstellung des Lehrerpersonals) gestellten, den streng konfessionellen Charakter der Seminarien :c. betonenden Anträge mit aßen gegen die Stimmen be» Zentrums ab. — Die ,Ha. N." schreiben mit Bezug auf den Fürsten Bismarck: „Anläßlich ihrer Erörterungen über den Erlaß des Fideikommißstempel» hat die fortschrittliche und ge­sinnungsverwandte Preffe es nicht an gehässigen Seitenhieben nach dem lauenburgischen Fideikommiß deS Fürsten Bismarck fehlen laffen. Wie unbegründet das war, geht darau» hervor, daß für daS Fidei­kommiß Schwarzenbeck und für den Kreis Herzogtum Lauenburg der preußische Fideikommißstempel von 3 v. H. auch bi» heute noch nicht maßgebend ist. Das Fideikommiß war 1872 gestiftet, bevor das Herzogtum Lauenburg durch Gesetz vom 23. Juni 1876 der preußischen Monarchie einverleibt wurde. In diesem Gesetz ist die preußische Stempelsteuer- Gesetzgebung im Herzogtum Lauenburg nicht einge­führt. Durch einige spätere Gesetze find einzelne Stempelsteuervorschrifte» (in Gerichtssachen, Vormund­schafts- undHanbelSregisterangelegenheite») angeorbnet; mdeß der Fideikommißstempel bis jetzt nicht." — Fürst BiSmar ck hat in diesen Tagen auch wieder eine Deputation empsangen. Gesprächsweise äußerte

Armen. Bei dieser Gelegenhett pflegte fie keineswegs ich schüchtern zu verbergen, keineswegs gleich anderen Mädchen ihres Stande» eine ungeschickte Verlegenheit M geigen. Sie begegnete feinem Blicke mit würde­voller Ruhe, fast ohne jede» Interesse, wie er meinte; et sah fie dabei niemals lächeln, während er wiederum >ann nnb wann da» unbehagliche Bewußtsein hatte, daß fie ruhig bastaub nnb ihm nachblickte, bi» er außer Sehweite war.

8. Kapitel.

Der alte , Sammy Eradbock* staub von seinem Stuhle auf, ging zum Kominfim», nahm eine rot nnb gelb gemusterte Tabak-Kruke von Steingut herab nnb schickte fich au, mtt feierlicher Uwstlttrdlichkeit eteie Pfeife zu stopfen. ES war eine wettgebanchte Thonpfeise, bie ein gut Teil Tabak ausuehmen konnte, wa» sich am besten zeigte, wenn er fie ans bem «orrat 'eine» guten Bekannten stopfte. ,Z» bem 3ffled ist fie sehr prattisch', pflegte Sammy gravi- tätisch zu sagen. Zweiten» also langte er eine Haud- wll be» eblen Kraute» heraus nnb befßtberte fie ge» Hlckt mit einem leichten Drucke in ba» betnrbante Sanpt einer Bewohners ferner Zonen, da» al» Pfeifenkopf biente. Dann zünbete er fie vermittelst eine» Papierstreisen» au und bemerkte, während er >eu Dampf in langen Zügen einsog und von sich stieß: »Ich geh' jetzt — nach'» Wirt-Han».'

, Die gute Frau nahm diese Ankündigung durchaus ! ui($t so freundschaftlich auf, als fie gemacht wurde. , 6ie antwortete ihm in scharfem Tone. ,

.Freilich', sagte fie, .daran hab' ich gar nicht gezweifelt. Wenn Du nicht gerade dabei bist, Dir d-» «auch vollznschlagen, dann gehst Du gewöhnlich < ia$ m Wirtshaus, oder kommst daher heim. Ganz Riggan müßte ja nmfal’n, wenn Du nicht von früh bis Abend im Wirtshaus säßest und Deine Nase tu anb’ret Leute Sachen stecktest. Die Stadt kann fich ften'n, daß Du nicht» and'rt» zu thuu hast.'

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

er, daß er in feinem jetzigen, mehr oder weniger zurückgezogenen Leben nicht die rechte Befriedigung 1 finde. Man könne von Jemand, der vierzig Jahre

Politik getrieben, nicht verlangen, daß er teilnahmlo» i den Ereignissen folge. Ebensowenig fühle er sich

veranlaßt, mit der Aeußerung seiner Ansicht zurück- 1 zuhalten, zumal er sehe, .wie man von dem aller­dings festen Bau deS Reiche» an verschiedenen Seite» 1 bereits abzubröckeln beginne." — Das Kolonial- : Weißbuch, welches dem Reichstage zugegangen ist

und die Berichte Emin Paschas über seinen Zug nach dem Viktoria-Nyanza enthält, entscheidet in dem bekannnten „Zwist" zwischen Emin und dem ReichS- kommiffar von Wißmann ganz offenbar zu Gunsten des Ersteren. Bon einem eigentlichen Zwist ist nach der Aftensammlung übrigen» gar keine Rede ge­wesen, e» handelte sich um Mißverständniffe, welche durch die Klatschberichte des Engländers Stokes über Emin Pascha hervorgerusen waren. Die Sache ist jedenfalls jetzt abgetha», und es darf al» festbe- schloffeu gelten, daß Emin Pascha im nächsten Monat zusammen mit Dr. Karl Peter- von neuem nach dem Innern aufbrechen wird. WaS die Berichte Emin- anbetrifft, fe tragen dieselben im allgemeinen eine» gemüllichen Ton, sie weichen recht angenehm ab von rein amtlichen und militärischen Schrift­stücken zwischen Vorgesetzte» und Untergebenen. Die Darlegungen machen einen frischen Eindruck und zeugen von guter Beobachtungsgabe. — Die von verschiedenen Zeitungen gebrachte Nachricht, daß ein Offizier der ostafrikanischen Schutztruppe in Pangani verunglückt sei, hat zu einer telegraphischen Rückfrage Anlaß gegeben. Nach dem hierauf eingegangene» telegraphischen Bericht ist der Unteroffizier der Schutz­truppe Bernhard Loepki am 10. v. M. im Pangani- Fluß ertrunken. — Französische Zeitungen hatten die Meldung verbreitet, der Sultan wolle die Insel Mitylene an Deutschland abtreten. An der ganzen Nachricht ist natürlich kein wahres Wort. — Der Dezember-Ausweis hat abermals wachsende R e i ch S e i n n a h m e n dargethan. Die Jsteinnahmen von Zöllen und Verbrauchssteuern für die ersten neun Monate deS EtatsjahreS haben die Jstein­nahmen derselben Zeit deS Vorjahre- um 38,993,017 Mark überschritten. — Wie der „Krzztg." gemeldet wird, ist gestern daS AmtSgesängni» für Kamerun dort eingetroffen. Es besteht auS zwei größeren und drei kleineren Gebäuden, welche aus Zement- und Eisenwänden von einer Berliner Firma gefertigt find. Die Zusammenstellung der Gebäude in Kamerun muß von dem Unternehmer verttags-

Sarnwy paffte an» feiner Pfeife ohne jede Spur von Verlegenheit.

.Sttrnrnt', sagte er trocken. .Wär'» schlimme» Ding, wenn fie in den Gruben Feierabend mochten und ich thät' nicht zugegen fein nnb bie Herren ’n bischeu aufmuntern. Da kannst Du nun an mir eh'u, was bie feinen Leute eine bedeutende gesell- chaMiche Stellung neunen. 'S ist mein größter Kummer, den ich hab', was bie Well anfangen will, wenn ich 'mal ins Gras beiße, nnb wie bie ba oben fich 'rumzankeu werd'», wer bie Ehre haben soll, mein Monument zu bezahl'».'

Nach Mr. Eradbock'» Meinung kam seiner Ge­schicklichkeit in bet Lösung sozialer nnb politischer Probleme nichts gleich, als bie Kunst, mtt der er ba» chwächere Geschlecht zu behaubeln wußte. Er be­trachtete de» weiblichen Teil der Welt mehr als ein notwendige» Hebet Er geriet einem Weibe gegen­über nie an» seiner Ruhe heraus. Er mochte sarkastisch, manchmal sogar derb in seinen Entgeg­nungen sein, niemals aber wurde er heftig. Bei ebem andere» als Mr. Craddock würde bie mänu- iche Bevölkerung von Riggan bieseS Verhalten al» Schwäche ausgefaßt haben, beuu diese pflegten kleine häusliche Zwiste nicht selten mtt Hilfe von Schür­eisen und Senergange, von Stühlen Plättbolzeu ober itgenb einem andere» beweglichen Stücke be» Haus­rates zu schlichten. Jedoch Mr. Lraddock's Art nnb ; Leise, weibliche Gegner zu behandel», sand aDgemeinc Billigung. ES war sattsam bekannt, daß Mr». Eradbock etwas hitzigen Temperaments war, nab ba er mit ihr fertig wurde, so lohnte eS die Zett nicht, eine Methode einer Kritik z» unterziehen.

»Du bist ein aller Quatschkopf', sagte Mr». Craddock, in so orakelhaftem Tone, als ob fie diese lernet hing noch nie zuvor gemacht hätte. .Du ver­dienst eiz'ntlich noch was ganz aud're»!'

(Fortsetzung folgt.)

-Sei ruhiS', wiederholte fie. .Sieh' da» Kind ALiz, ein hübsches Kind. Vielleicht, wenn ihm »« das Leben schenkt, kann Dtt'» später einmal ” Sette stehen.'

, »Meinethalben auch nicht', sagte Liz, indem fie - sollend «»blickte, .mir wat's stet» uvr im Wege. H11 Ä kau» ihm nicht gut sein, ich kann nicht. 'S wär' ft, : *n«t, wenn'» nicht leben thäte. Ich begreif' nich' ? Joan Lowrie die Geduld hernimmt. Ich hab' --" W keine Geduld mit dem kleinen Balg, das J*tt|» heult und jammert; ich weiß ost nicht, was

■I t ' mit ihm anfanaen soll.'

I* , ztouice nahm es von ihrem Schooße, setzte fich auf ntebH8eB Holzschemel, und indem fie eS leicht sich hinhielt, blickte fie ihm liebreich in sein e- Gesichtchen. 8» war ein liebliche», kleines 4öpf, lieblich nnb hübsch wie seine Mutter, Mens versprachen bie» feine kindliche» Züge für Zukunft. Anice beugte fich herab nnb küßte eS; Herz zuckte wehmüttg bei bem kindlich festen «e, womit die schwachen Fäustchen ihre Finger -—ert hielten.

8o lange ihr Besuch dauerte, saß fie so mtt dem