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Kqeige* nimmt entgegen die Expedition d. Blatte» sowie die «nnoneen-Bneeaux von Haasenstein und Vogler Franlfmt a. M., Saffet, Magdeburg u. Wien: Rudolf TTVI Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin,München u. «Ä»; G. L Dauben. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

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Naldersee's Rücktritt

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wa»9n wußte Derrick nicht». Sr sah nur, daß

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Aus dunkler Liefe

Bon France» Burnett.

Autoristrte deutsche Uebertragung.

brausendem Jubel begrüßt. Am Montag serielle der Kaiser mit dem Staatssekretär Auswärtigen, Freiherrn von Marschall, und HauSminister von Wedell-Pie»dorf. Für den

ie Be- itis und (223

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* au8bei6e£ ZuwaS soll'» güt "fein' gubeB«

ihr nicht beißen könnt?'

. .Freilich', schrie eine der kecksten, .laßt nar den M«ienr fetal Ioan hält gar große Stücke ans Jnschenjeurl'

^Dtese Aeußerung wurde natürlich mit lantem £*tter ausgenommen, aber e« erstarb, als Joan die M^dertu «U einem uuheUdroheudtu Blicke fixierte, z.,.Spar' Dein'» Atem, am Deine Suppe damit zu *wt», sagte sie. ,DaS wird besser für Dich fein.' war jedoch weder das erste, noch da» letzte

ES» daß ihre «efährtiuueu sich über ihre» .Schatz' 5*8 «achten. iDie Boshafteste nnter ihnen hatte S®» von dem Interesse bemerkt, das Derrick an ihr 2®» Für sie ließ das Interesse eines MauueS an 7« Mädchen nur eine Deutung zu, und so schloffen k au vorliegenden Falle, daß Joau'S hübsche» Gesicht seinen Anbeter gewonnen hätte. Sie konnten ihr M dorwerfen, ihn ermutigt zu haben, aber fie konnten I? Meinung äußern, daß fie aufiage nachzugebeu, g'diese offene Meinung konnte» fie gelegentlich al» «ttdige Waffe gegen Ioan verwenden, wenn die»

Der Chef de» Großen Generalstabe» der Armee, 8r°f Waldersee, wird binnen kurzem von seinem Stott zurücktreten. Die Meldung hat große» Auf-

(Fortsctzuug.)

Almute man ihn un» auch weder .uuterkriege«

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mzeiL chluß m, j ich« 'sser, )«»e inge- ibet

erkannt zu werden. Das Publikum dachte Mgen- scheinlich nicht daran, daß der Kaiser sich mitten unter die zahlreichen Spaziergänger mischen werde. Erst zuletzt wurde der Monarch erkannt und

Wcl) rächt« wird

Irhm erregt und wird in den weiteste», nicht blos Wiljtärische», Kreisen besprochen. Waldersee, der tat Grafen Moltke schon eine Reihe von Johren zur Seite gestanden hatte, war von Letzterem lelbst p seinem Nachfolger ausersehen, und hat auch nach Dltkes Rücktritt im August 1888 die Geschäfte to Großen Generalstabes geleitet, und zwar, wie cheniein anerkannt wird, als würdiger Nachfolger jeinel großen Vorgängers. Der Posten des Chefs dck Großen Generalstabes ist der wichtigste in der , frajen Armee, sein Wort gilt in allen und jeden »ffklkl Mäuschen Fragen. Ausrüstung, Ausbildung, Be- s msfaung, Armeestärke, in allem hat der Chef des 'a] broßen Generalstabes mitzusprechen, er ist die Per-

Rch k °uf welche der oberste Krieg-Herr im Krüge, jttchb k im Frieden gleichmäßig am meisten hören muß. $it große Arbeit des Generalstabschefs, die Ausar- ä II kling der militärischen OperatiovSplüne, die Lei- tag der strategischen Bewegungen ist nur möglich, tonm dieser Offizier mit allen Einzelheiten der Armee i «s daS Genauste vertraut ist; die Kenntnis der

ituch, Konnte man ihn nun auch weder .nnterkriegen' tatet- 5* Bockshorn jagen, so konnte man ihm doch (647 £°nk» ,und diese Oppofitton war zähe genng. ÜN56 ** tlflliff foflflr bit SRäbAffl nnh £fcrrrtt»tt hi» am

limet, ihre Leistungsfähigkeit, Ausrüstung und Be- ÜUltt Öffnung gestattet dem Chef deS GeneralstabeS erst, kint höheren Pläne zu entwerfen, und eS ist selbst- ürständlich, daß sein Wort gewichtig mit in die Wag- »hole fällt in allen Dingen, welche Erhöhung der * ichlagsertigkeit der Armee betreffen. Der Kaiser ist miegSherr der Armee, der Ches de» GeneralstabeS wi /M nicht dem Name», wohl aber der Thal nach, 11 Jv eik Osfizier der Armee. Daß ein Wechsel auf HjlMkm Posten die allgemeine Aufmerksamkeit auf sich cht, ist natürlich, und im vorliegenden Fall geschieht S um so mehr, da allgemein bekannt ist, daß Kaiser ßihelm IL und Gras Waldersee persönlich befreundet 6 langen Jahren find. Ueber Graf Waldersee ist viel isprochen und geschrieben; daS Meiste von dem was rbreitet ist, beruht wohl auf falschen Auffaffungen. st'gu i wurde nicht nur der Führer der Militärpartei rt »<umt, sondern auch der Führer einer Kriegspartei veroa , Berlin, als entschiedener Gegner Fürst BiSmarcks tag b ib warmer Freund Herrn StöckerS hingestellt, fünf

Reichskanzler genannt, und was dergleichen (6M-ge mehr sind. Daß Graf Waldersee der hoch. , glichen Richtung zugethan ist, steht außer Zweisel;

ist seine Ueberzeugung und geht also auch nie. ldetwaS an. Daß er kein KriegSsreund ist, hat

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für -ie Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aug. Koch.

Ettchetta ttglich «6« an Werkte»«» nach Soun- und äwi .

Raraogen. Qnattal-AbonnrMenw'Pret» bei der «xpe- ((lljDllPfl»

MMonf'/» «t. bat Sen Postämtern > «k. b0 Pfg. (erkl.

Mittwoch, 4. Februar 1891

lu Psg., Mr Ml 8 tut 30 Psg. v

i 2000 Stück Vieh pro Woche. Die Geschäfts- t ordnungskommission des Reicht tap es hat sich : mit der Frage beschäftigt, ob die Unverletzlichkeit der

Abgeordneten während der Vertagung des ReichS- : tages fortdauert. Diese Frage ist bekanntlich durch ! daS gegen den Abg. Grillenberger, während der : letzten Reichstagsvertagung eingeleitete Strafver­fahren hervorgerufen. Die Kommission kam ein­stimmig zu der Entscheidung, daß die Unverletzlich- . leit der Abgeordneten während der Reichstagsver- : tagung fortdauert, und ersuchte den Reichskanzler, ; die verbündeten Regierungen zu veranlassen, durch entsprechende Anordnungen für Beachtung der be- : züglichen Verfass uv gSbestimmungen Sorge zu trage».

Wie dieVoss. Zig.' mittellt, wird der Kanzler im Königreich Preuße», Oberlavdesgerichtspräfident

; von Holleben in kürzester Frist seinen Abschied nachsuche».

Im Reichskanzler-PalaiS fand am Sonntag eine Konferenz von Herren statt, die sich seit Jahren mit der Kolonialpolitik beschäftigt haben. Herr von Caprivi nahm eifrig an den Besprechungen teil. ES wird als sicher angesehen, daß der Reichs­kanzler beute Dienstag im Reichstage erscheinen und zu umfassenden Erllärungen über die Kolonialpolitik das Wort ergreifen wird. Zugegangen ist dem Reichs­tage ein Weißbuch, welches die Berichte Major von Wißmanns und Emin Pascha» über Deutsch Ostafrika bringt. Die Mitteilungen deS Ersteren find schon früher veröffentlicht, auch die Schicksale Emin Pascha» find bereits bekannt. Der letztere kommt aber zu dem Resultate, daß daS Seeengebiet eine lohnende Ausbeute für Deutschland ergeben werde, wenn nnr eine mäßige Aufwendung gemacht sei. Emin hofft ganz sicher, Araber und Eingeborene für die deutsche Sache zu gewinnen und ohne Kämpfe dem Reiche eine neue Provinz zu erobern, welche sehr bald die BerwaliungSkosten decken wird. Er legt dar, daß die Engländer ihr Augenmerk gleicl falls auf da» Seeengebiet richten, und e» für die deutsche Küste ein Nachteil sein werde, wenn der innerafrikanische Handel nach britischem Territorium abgelenkt würde. Ausführliche Schilderungen von Land und Leuten begleiten diese Darstellung. Weiter wird im Reichs­tage von einer Anzahl Abgeordneter der Antrag gestellt werden, die Summen de» Etats für Deulsch- Südwestaftika so zu erhöhen, daß die dortige Schutz­truppe auf hundert Mann gebracht werden kann. Die Berichte Emin Paschas haben, wie bestätigt wird, in den Kreisen der Reichsregierung einen recht guten Eindruck gemacht. Emin Pascha schildert sehr sach-

Joan's Vater?" rief Anice bekümmert an». Derrick machte eine zustimmende Bewegung.

, Konnte ist unter allen der schlimmste Mann im ganzen Bergwerk', sagte er, .der Mann, der den schlimmsten Einfluß anSübt, der Mann, der am meisten leisten kann, wenn er will, der Mann, der fich am ttotzigsten gegen jede Sntorität auflehnt, und der speziell mir in bitterer Feindseligkeit gegenübersteht.'

.Ihnen? Aber warum?'

»Wahrscheinlich, well ich ihn selbst nicht recht anSstehen kann und »eil ich meinen Anordnungen Gehorsam verschaffen will, mögen fie von mir oder von den Eigenthümern selbst anSgeheu, well ich ans strenge Pflichterfüllung sehe und mich von solch« Eisenfressern nicht einschüchtern lasse. Das sind mehr al» hinreichende Gründe» nm mir an» Dan Lowrie einen Feind zn machen.'

.Aber wenn e» ein gefährlicher Barsch ist sagte Anice zögernd.

.Wenn er die Gelegenheit günstig findet nnd gerade erzürnt germg dazu ist, so wttd er mich mit derselben Gleichgiltigkeit von hiut« niederschlagen, oder mittelst Vitriol meiner .Schönheit' den Grran» machen, mit der er etwa eine Saune Bier austrinkt', sagte Derrick. «In dieser Sttunmmg ist er jetzt noch nicht ganz. BiS jetzt möchte er gern einmal eia Hühnchen mit mit pflücken und e» wäre wahr- hastig das Beste für na«, wenn wir einmal tüchttg aneinander gerieten. Wenn einet von nur den anbetn windelweich prügelte, würde eS nicht bi» zum Vitriol kommen. Btt könnten uns liebet in dieser Weise vergleichen.'

Bei diesen Bort« blieb er durchaus kalt und erwog die Thatsach« in «Higern Zone, Anice aber verlor plötzlich die Farbe. Obgleich fie übet d« Gegenstand nicht ferner sprach, und nach Derrick'» letzten Botten die Unterhaltung auf etu ganz andere» S-biet gelenkt wurde, so blieb fie doch blaß und chaudette in fich zusammen, al» fie ihm zuletzt gute Nacht bot.

er selbst in einer längeren Rede gesagt, Reichskanzler ist er nicht geworden, von allem, waS früher gesagt ist, hat fich also nur recht wenig bewahrheitet. Wenn jetzt der Rücktritt deS Grafen erfolgt, so ist die Ur­sache also sicher nicht auf politischem Gebiete zu suchen, sondern einfach auf militärischen, und das nächst liegende ist wohl der Umstand, daß die Stellung des GeneralstabSchefS ganz allmälig und ber Seffent lichkeit unbemerkt sich etwas geänbert hat. Der Kaiser hat seinen eigenen Willen, ber heutige Reichs­kanzler ist zugleich ein hochbegabter Offizier, ben sein Vorgänger den besten brutsche» General genannt hat. Damit hat sich auch WalberseeS Verhältnis zum Kaiser geänbert, unb dir Folgr ist der Rücktritt. DaS ist eine sehr einfache und entschieden die wahr­scheinlichste Erklärung.

Man hat im vorigen Jahre mehrfach von Meinungsverschiedenheiten zwischen dem Kaiser und dem Grafen Waldersee auf müitätischem Gebiete gesprochen, aber erst, seitdem Herr von Caprivi Reichskanzler geworden ist. Früher wat Waldersee die erste militärische Autorität, und der Kaiser ist seine» Rasschlägen wohl bereitwillig gefolgt. Dem Reichskanzler von Caprivi ist e» sicher nie einge­fallen, sich in die Fragen de» GeneralstabeS einzu­mischen, aber er tft der Chef der gesamten Reichs­verwaltung und al» solcher kommt er unbedingt in die Lage, auch in militärischen Angelegenheiten mitsprechen zu müssen. Fürst Bismarck hat, daS ist ja bekannt, den Ansichten der militärischen Autoritäten gegenüber durchaus nicht in allen Fällen beigestimmt, eS ist auch zwischen ihm und der soge­nannten Militärpartet häufiger zu Reibereien ge­kommen, aber schließlich hat er doch in den meisten streitigen Punkten nachgeben müssen. Militär- Frage», daS war der Punkt, in welchem der Fürst BiSmarck beim alten Kaiser nicht alles durchsetzen konnte, was er wollte. Heute ist der Reichskanzler Ossizier, der Gründen der militärischen Kreise Gegen- gründe entgegenzusetzen im Stande ist, und auf den zu hören der Kaiser den vollen Anlaß hat. WaS im Einzelnen vorgelegen haben mag und noch vor­liegt, entzieht fich der Berechnung, wird auch kaum genau bekannt werden. Der Kaiser wird Waldersee wahrscheinlich ungern ziehen lassen und ihm seine persönliche Freundschaft bewahren, aber in solchen Staatsangelegenheiten darf ja nun einmal nicht ein persönliches Freundschaftsverhältnis die erste Stelle beanspruchen, sondern die Prinzipien. WaS Waldersee geleistet, totrb ihm unvergessen bleiben, aber um einen Nachfolger besteht keine Sorge. Mit Recht

Joa» fich gegen feine Versuche mit ihr auf freund­schaftlich« Fuß zu komm«, hartnäckig sträubte, und diese Erkenntnis brachte ihn zu Zett« beinahe außer fich. ES war ganz natürlich, daß feine Bevrmberung für das prächttge Geschöpf, da» er so oft sah, und bo» dem er fo viel hörte, nicht nachließ und daß ihr Widerstand ihn nur zu desto größeren Anstrengungen aufstachelte. So kam e», daß er bei Miß Barholm'S Erzählung in eine unbewußte Träumerei versank.

Natürlich dauerte da» nicht lange. Er wurde daran» erweckt durch den Umstand, daß Anice ihn fixierte. Da» Mädchen staub am Ramin, einen Fuß auf da» Herdgitter, eine Hand auf ben MarmorfimS gestützt und blickte nnverwanbt in sein Gesicht. Als er anffab, schien e», al» ob auch fie sich besänne, obgleich fie nicht anff «breite.

»Wie steht'» bei Ihn« in ben Gruben?' fragte fie.

»Schlecht, ober zum mindest« durchaus nicht gut Die Leute find mtt jedem Tage schwerer zu behandeln.'

.Und Ihre Projette wegen be» Gebläse» ?'

Sine ärgerliche Verstimmung gewann plötzlich bei Derrick Raum.

Die Einführung eine» mechanischen Gebläses an Stelle be» allen Binbofen» auf bem Grunbe be» Schachte» war eines feiner Projekte, an dem er auf» Beharrlichste festhielt. Bihrend eines zweijährigen Aufenthaltes in den belgischen Bergwerken hatte er fich mtt diesem System vertraut gemacht. Er hatte fich die Mühe gegeben, eS in Rtggau einzuführen unb wollte fich noch mehr Mühe baffir geben. Die Kohlengräber stemmten fich aber allen .Neuerungen' auf» Heftigste entgeg« und die Eigenthümer blieb« dagegen gleichgillig. Benn die Gruben nnr in Be­trieb waren und fie ihren Profit einstreichen konnten, o ließen fie fich alles Andere nicht kümmern. Sie waren an allerlei Zufälle gewöhnt; in ber Thal fo gut baran gewöhnt, baff wenn nicht irgenb ein schreck, icher Tobesfall vorkam, fie weiter nicht davon be» nnrnffigt ober auch nnr gestört wnrb«. Wenn auch einmal ein Mann feine Gesuubh«tt einbüßte ober

Kfliiff sogar bte Mädchen und Frauen, die an "betteten, und die fich sogar zu einer S® Rebellion zusammenthat«, welche, wenn auch .^gefährlich, doch lästig genug war/

denke, Ihr werbt'» am besten find«, ben I K'i-nr in Fried« zu taffen«, pflegte Joan in N trockenen Betse zu fagen. .Dem werd'! ihr 2 sehr bange machen und euch blo» die Zähne

Februar hab« die Kaiserlichen Majestäten eine Ein­ladung zum Diner in der französische» Botschaft in Berlin angenommen. An seinem Geburtstage hat der Kaiser eine KabinettSordre an d« Prinzen Heinrich gerichtet, in welcher er ihm seine An­erkennung für die der Marine geleisteten Dienste ausspricht und hervorhebt, daß es ihm eine be­sondere Freude gewesen wäre, ihn an diesem Tage zum Kontreadmiral zu ernennen, daß er aber au den speziellen Wunsch deS Prinzen, welcher zur Vervollkommnung seiner Kenntnisse gern noch in feiner jetzigen Stellung verbleiben wolle, von dieser Beförderung Abstand nehme. General von Schlieffen, Kommandant von Berlin, erttärt die von allen dortigen Zeitungen gebrachte Nachricht, er fei auf dem Ball der Presse erschienen, um daS Bedauern deS Kaisers, der Einladung zum Feste nicht folgen zu können, für erfunden. Der General hat allerdings den Ball kurze Zeit besucht, aber nicht im offiziellen Auftrage. Wie die .Post' erfährt, gedenken zwei Berliner EngroS-Schlächter bei Warschau ein« Massenmarkr für russische Schweine einzurichten, von welchem au» dann nur gesundes Schwarzvieh nach Deutschland exportiert werden soll. Die beiden Männer gebrauchen jetzt schon

etwa» dem ähnliches fie hatten Besseres zu thnn, als fich darntt lange aufzuhatten. WaS daS anbetraf, so bot jeder Beruf dergleichen Gefahr«. FergnS Derrick war ein junger Mann, nnd junge Leute find Freunde von Neuerungen. Bar eS schon schlimm für ihn, Widerstand ,n find«, fo war doch diese Gleichgiltigkeü bei wettern schlimmer. Die Kohlen, gräber stemmten fich Derrick auf» äußerste entgegen, die Grubeugefellschast war eher geneigt, ihn zu ignorier« einige Mitglieder derselben in aller Unschuld, andere mit einer Miene ber Erhabenheit, in bie fich fo etwas wie Verachtung mischte. Die Kohlengräber äußert« fich in ihrer roh« Weise geg« ihn; bie Gesellschaft fand eS Überhaupt nicht nötig, ihre Meinung zu äuße«.

.Nun', antwortete Derrick auf Snice'S Frage, »bis jetzt sehe ich mich noch keinen Schritt weiter, aber es muß hart hergeh«, eh' fie mich nntertrieg«.'

»Nichts in der Bett ist leicht", fügte Anice.

' » Einige von den Leuten, mit den« ich mich ab» fleben muß, find ebenso stockbliud als strettfüchttg. Mau sollte glaub«, baß ihre Erfahrung fie klug gemacht habe. Berben Sie glaub«, daß einige, bie an ben gefährlichsten Stell« des Schachtes arbeit«, Nachschlüssel zu ihren Davhlamp« hab«, nm an bieseu ihre Pfeif« auzuzündeu? Ah hörte schon früher von dieser Sache, aber erst dieser Tage mnd ich, daß auch wir hier solche Tollköpfe in den ®rub« haben. Benn ich ihrer nur ficher wäre, wollte ich ber Sache halb ein 6nbe machen, aber «find pfiffig genug, nm ihr Geheimnis $u bewahren uub nur unbestimmte Gerüchte gelang« bis zu ben Aufsehe«."

Haben Sie keinen Verdacht, wer e» wohl fein könnte?» fragte Anice.

.»3ch habe Ein« im Verdacht", antwortete er, .aber nur deshalb, wett er ein schlimmer Bursche ft, ber fich nm nichts kümmert und ftet» bereit ist, bie Vorschrift« außer Acht zu laff». Ich meine ben Dan Lowrie."

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hat ber Kaiser am 90. Geburtstage unseres alten Moltke hervorgehobe», nicht das kleinste Verdienst des Generalfeldmarschalls sei eS, daß er eine große Zahl von Männern herangebildet habe, welche be­fähigt seien, sei» Werk forizusetzen. Und daS war ein rechtes Wort am rechten Platze. Der deutsche Generalstab hat Kräfte herangebildet, die nicht versagen.

Deutsches Reich.

Berlin, 2. Febr. Bei einer Ausfahrt, welche der Kaiser und die Kaiserin am Sonntag Nachmittag unte«ahmen, hat sich die letztere erkältet. Infolge dessen sind die für dm 2. unb 4. Februar anberaumten Hosfestlichkeiten auf den 7. und 10. Februar verlegt. Der Kaiser machte am Sonntag nach Beendigung der Ausfahrt, einen Spaziergang in den Straßen von Berlin, ohne aber besonder»