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des Kulturkampfes gesperrt«n Staatsleistungen der katholischen Kirche im Kapital zurückzahlen will. Der Reichskanzler und der Kultusminister besür- worteten den Einwurf, unbedingte Zustimmung fand derselbe aber nur bei der ZentrumSpartri und den Freisinnigen Konscrvative und Nationalliberale standen der Borlage mehr oder weniger ablehnend gegenüber, und es soll nun der Versuch einer Einigung gemacht werden. Ob dabei etwa- heraus­kommt, bleibt abzuwarten. Verhandelt wurde außer­dem noch «ine Interpellation betr. die Auswanderung der Landarbeiter nach Brasilien, wozu dieselben von Agenten unter betrügerischen Vorspiegelungen ver­anlaßt werden. Minister Herrfurth erklärte, daß die Regierung eS sich nach Kräften angelegen sein lasie, diesen Agenten entgegenzutreten, aber die Arbeitgeber möchten auch für Aufbesierung der Lage derjenigen BevölkrrungSklaffen sorgen, welche der Auswanderung zunrigten. DaS Herrenhaus hat unter anderen Vorlagen den Gesetzentwurf betr. die Einverleibung der Insel Helgoland in die preußische Monarchie genehmigt und sich dann auf unbestimmte Zeit vertagt.

Der sehnlichst erwartete Witterungsumschlag, welcher eingetreten ist, hat nicht nur vielen Taufenden beschäftigungslosen Arbeitern Verdienst gebracht, sondern ist «rfreulicherweise auch ohne große Hoch wasier-Katastrophen erfolgt, welche vielfach befürchtet wurden. Im ganzen Deutschen Reiche arbeiteten in diesem Jahre Militär und Zivilbrhürdeu mit anerkennenswerter Promptheit einander in die Hände, die Eissprengungeu wurden allenthalben mit großer Präzision vorgekommen, und wenn auch Ueber- schwemmungen nicht ganz vermieden wurden, so find sie doch in verhältnismäßig geringem Umfange nur erfolgt. Schlimmer heimgrsucht ist Frankreich, am ärgsten ist Belgien mitgenommen.

Allgemeine Teilnahme hat der Plötzliche Tod deS jungen belgischen Thronfolger», deS Prinzen Balduin von Flandern, der nach ganz kurzem Krankenlager an innerer Verblutung starb. Dos Leiden, welches durch eine Erkältung veranlaßt wurde, wäre wohl kaum soweit gediehen, wenn man ärztlicherseits schon früher den Prinzen, bei welchem sich rin Brustleiden eingestellt hatte, genauer beobachtet hätte. Wenn auch solche plötzliche Sterbrfälle durchaus nicht- Seltenes find, so bleibt doch in dem vorliegenden manches unaufgeklärt, und jedenfalls ist da» sich entwickeltende Leiden mit großer Fahrlässigkeit ver­folgt worden. Rach dem Tode des Prinzen Balduin ruht die Zukunft des belgischen Königshauses nur

durch sein Verdienst hervor thu« konnte, wollte er wenigstens von fich sprechen wachen. Wen» er sich demgemäß herbeiließ, in geheimer oder vertrauter Audienz bekannt zu geben:daß dem alten Pfarr'a sein Mädel 'was ganz anßergewöhnltchkr sei, für'a Mädel wenigste!«", da» weibliche Geschlecht von Riggau erfreute sich sonst bei deffen männlichen Br. wohnera keiner allzu großen Achtung so begonnen für das Pfarrtöchtercheu so zu sagen dieAktien zu steigen." Wenn Samwy Craddock irgend welche Tugenden in dem neuen Ankömmling fand, so besaß er sie wahrscheinlich auch, obgleich vielleicht uur tu negativer Weise und daun war jede offene Feind­schaft nicht nur über flüssig, sondern sogar «npolütsch. Ein schwacher Interesse begann sür fie zn erwachen. Wenn Snice durch die Straßen ging, so blickten fie die zerlnwpten Weiber mit ihren Säuglingen aus den Armen neugierig und gewissermaßen sicht un­freundlich an. Sie konnte doch trotz Allem gar nicht so Übel feto, wenn fie auch dieLondoner Art* an fich hatte und ein Schooßkind des Glückes war. Jedenfalls unterschied fie fich von demalten Pfarrn' tu einet für fie sehr günstigen Weise.

5. Kapitel.

So sehr fich auch Auice für Joau iuteressirte, überließ fie das Mädchen doch ganz fich selbst. Sie snchte fie nicht auf und, va» noch klüger war, fie suchte auch bei ihrem Vater jede erwachende Neigung zu westereu Amtsbesuchen zu ersticken. Dnrch Grace und FergnS Derrick aber hörte fie viel von ihr, nud dnrch Sracr'S Vermittelung trug fie dazu bei, Liz Hilfe und Arbett zu verschaffen nud ihre Beschützerin zu ermutigen. Au» welcher Quelle dieser Beistand kam, wußte Joau nicht, nnd fie war auch nicht daranf angelegt, viel danach zn fragen.

Wenn fie danach fragt, so sage ihr, el komme von einem Mädchen gleich ihr", hatte Anice gesagt, nnd Joan hatte fich damtt zufrieden gegeben.

Zu verhältnismäßig kurzer Zett fett ihrer ersten

noch auf zwei Augen, auf dem jugendlichen Prinzen Albert, jüngsten und letzten Neffen des Königs. Die Beisetzung deS Verstorbenen hat am Donnerstag unter sehr starker Teilnahme der Bevölkerung in der Königsgrust zu Laeken stattgefunden. Den deutschen Kaiser vertrat sein Bruder, Prinz Heinrich von Preußen.

Großer Aufsehen hat in Wien die plötzliche Auf­lösung deS österreichischen Reichtratcs und die Aus­schreibung von Neuwahlen erregt. DaS Ministerium Taaffe, welcher immer wieder durch allerlei Zuge- ständniffe auS den verschiedenen Parteien eine Parlamentsmehrheit zu bilden gewußt hatte, war durch den wachsenden Uebermut der Czechen nun doch dermaßen in die Enge getrieben, daß nichts übrig blieb, als rin Appell an die Wähler. Es gilt als sicher, daß sich jetzt auch die deutschliberalen Abgeordneten mit der Regierung verständigen und dieselbe in Zukunft unterstützen werden. In Ungarn starb der Primas des Lande», Kardinal Simor, und ist unter großen Feierlichkeiten bestattet. Der Prager Landtag ist geschloffen. Die Handelsver­tragsverhandlungen zwischen dem deutschen Reiche und Oesterreich-Ungarn find so weit gediehen, daß die allgemeinen Grundsätze deS Vertrages definitiv fest­gestellt sind. Man wird nun an die Ausarbeitung der Einzelheiten herantreten. Im römischen Parla­ment hat der Finanzminister de» Budget eingebracht welche» ein Defizit von einigen 40 Millionen auf­weist. Da die Regierung aber versprochen hat, das­selbe ohne Steuern und Anleihen zu beseitigen, steht die Volksvertretung dieser Thaisache noch einigermaßen ruhig gegenüber und wartet die Erfüllung deS Ver­sprechens ab.

Paris hat wieder einmal eine Sensationtaffaire wie sie eben nur an der Same möglich ist. Der bekannte Schriftsteller Sardou hat ein neues Drama verfast, welches Robespierre und die Schreckens- mävner der französischen Revolution von 1789 scharf mitnimmt. Diese Auffassung hat aber einige radikale Gemüter empört und bei der Aufführung der Stückes gab eS einigen gewaltigen Spektakel, in Folge deffen weitere Aufführungen verboten find. Die Affaire wurde nun sogar in der Kammer verhandelt. Das Verbot bedeutet offenbar eine große Schwäche der Regierung gegenüber den Radikalen, welche in den Blutmenschen der großen Revolution Heroen erblicken. WaS der Czar zu dieser Auffassung der Pariser Regierung, die fortwährend aus den Knieen vor ihm herumrutscht, sogen wird, daran denkt man an der Seine diesmal nicht.

Begegnung war FergnS Derrick'S Stellung im Pfarr. hause eine gesicherte geworden. Er war der Manu, um Freuude zu erwerben nnb zu behalten. Mrs. Barholm gewann ihn lieb, der Rektor betrachtete ihn als eine Errungenschaft für feinen Kreis und Auice war feine aufrichtige Freundin. So verkehrte er in dem Hanse in ganz ungezwungener Weise, kam nud ging, wie e» ihm beliebte nnb fühlte sich ganz wohl dabei. Bei seiner Avkaust in Riggan hatte er fich nicht vorgestellt, eine so gnte Gelegenheit zu heiterem Verkehr zu finden. Er war zn beschwerlicher Arbeit hergekommen nud glaubte, ein beschwerliches Lrbeu und wenig gesellschaftliche Annehmlichkeiten erwarten zn müssen. Die Aufgabe, die neuen Minen zu er­öffnen, war eine sehr mühselige und wurde durch uuvorhergeseheue Umstände noch mühseliger nnb ge> jährlicher gemacht. Eine gewaltige Verantwortung lastete ans seinen Schnltern, bet et fich mituutet kaum gewachsen fühlte, nnb welche auf anbete abzu- wälzen weuiget zähe Statoren froh genug gewesen wären. Natürlich «achten ihm bie Sorgen beS Tages seine abenblichen Erholungen desto angenehmer. Mrs. Barholm machte einen milden erquickenden Eindruck auf ihn nnb in Auice fanb er tiefes Verständnis. Sie schien seine schwierigen Experimente mit feinem Justtotte anfznfaffen und selbst bie minutiösesten Einzelheiten seiner Arbeit entgingen ihren klaren Blicken nicht. Wo» bie Leute anlangte, bie er nutet fich hatte, würbe fie niemals müde, sich von ihnen erzählen zu lasten nnb ihre durchaus rohe Gesinnung zu studttes. Er sammelte zu ihrer Unterhaltung viele charattetistische Vorfälle, nnb durch ihn erfuhr fie die meisten Nachrichten übet Joau. Zwei volle Monate fett ihrer Ankunft in Riggau hatte fie Joau nicht ausgesucht, nnb so kam eS nun, baß Ioan fie aufsuchte.

SIS baS Wettet frenublichet würbe, befanb sie sich öfter btaußeu in Garten. Sie fanb Arbeit genug in ben Blumenbeeten und Büschen, nnb ba fie das stets als ihr Departement betrautet hatte, so nahm sie bie ganze Leitung bet Dinge in ihre eigene Hand.

Auf Ansuchen Rußlands haben*Deutsch!and und Oesterreich-Ungarn bei der Regierung in Sofia Vor­stellungen dagegen erhoben, daß sich in der t ukgarischen Haupstadt eine Reihe von russischen Nihilisten und Verschwörern aushält, welche fortwährend gegen des Czaren Leben konspiriert. Beigesügt war diesen Vor­stellungen eine in Petersburg aufgestellte Liste, welche die angeblich verdächtigen Personen namhaft machte. Die bulgarische Regierung hat ohne weiteres eine gründliche Untersuchung versprochen und eS wird sich nun bald genug Herausstellen, was an der ganzen Geschichte ist. Für Deutschland und Oesterreich- Ungarn ist jedenfalls die Angelegenheit erledigt. In Serbien ist eine Ministerkrifis eingetreten, da zwischen Regentschaft und Ministerium Zerwürfnisse entstanden sind.

Der große Stteik der schottischen Eisrnbahn- m beiter und Angestellten nimmt noch immer seinen Fortgang. Die Ausständigen, die vergebens versucht haben, ihre bereits arbeitenden Kollegen von der Arbeit abzubringen, gefallen sich jetzt in Dynamit­attentaten gegen die Bahnanlagen und Uebersällen. Zahlreiche Verhaftungen find vorgrnommen. Im Londoner Parlament geht es außergewöhnlich still zu. Nachrichten auS Südamerika melden die Fort­dauer des in Chile ausgebrochenen Ausstandes. Der Präsident des Staate» hat versucht, sich mit den Führern der Revolution zu einigen, indessen haben sich die Verhandlungen zerschlagen. Auch in Brasilien sieht es wenig angenehm aus. Zwischen dem bis­herigen Dictator Marschall Fonftca und dem Mi­nisterium ist ein Konflikt entstanden, denn der Herr Marschall ist der ausgesprochenste Despot, und von bürgerlicher Freiheit ist in der Republik Brasilien viel weniger zu bemerken, al» ehemals in der Monarchie.

Deutsches Reich.

Berlin, 30. Jan. Kaiser Wilhelm em­pfing am Freitag den Abschiedsbesuch des Erzherzogs Eugen von Oestei reich, welcher nach Wien zurück­gereist ist. Vorher hatte derselbe noch aus den Sörzen der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich Kränze niedergelegt Nachmittags fand im Berliner Schlosse größere Tafel statt. In spanischen Zeitungen wird angekündigt, der Deutsche Kaiser werde in Frühjahr nach Lissabon und Madrid kommen. Die Angaben sind indessen unbegründet. DerReichs­anzeiger" meldet: Die Meldung verschiedener Blätter, der Bundesrat habe die von der Reichstagskommission zur Gewerbeordnungsnovelle gefaßten Be-

Der verfallene Platz, der zur Zett deS früheren Be­wohners ganz vernachlässigt worden war, begann fich mit verschwenderischer Blütenpracht zn bedecken, und vorübergehende Äigganer sahen es mit erstaunten Augen. Die Kohleugriber, welche fie bei kaltem Wetter an ihrem Fenster bemerkt hatten nnb fie jetzt so häufig an8 heutigerer Nähe betrachten konnten, fühlten fich von ihrem Wesen «ehr angeheimelt. Einige von ihnen faßten sogar eine Art Vorliebe für fie nnb spenbeten ihr einen linkischen Gruß, wenn fie oorftbergingen; nnb schon öfter war einer ober ber andere stehen geblieben nnb hatte fie um ein paar Blumen gebeten, bie er in eigentümlich scheuer Der- legenbett an sich nahm, wenn sie über die Stechpalmen« Hecke gereicht wurden.

Al» Auice eines Abends nach dem Essen hinan», ging, um Blumen für da» Haus ,n holen, nnb gerabe vor einem hohen Fliederbnsch stand, nm dessen blaß- rote Blütenbüschel zn pflücken, wurde fie plötzlich tone, daß fie irgend wer beobachtete Jemand, ber auf dem Wegrande hinter der Stechpalmenhecke stand. Ohne e8 zu merken, hatte fie mit leiser Sttmme ge­fangen, al» fie nmherging nnd bald hier und bald dort stehen blieb, »um ihr Körbchen zu füllen. Ihre Stimme hatte ihn tat Vorübergehen gefesselt.

Es war ein stämmiges Sohlenmädchen mit hübschen, entschlossenen Zügen, das da hinter ber dunkelgrünen Hecke stand und ihr zusah. Vielleicht war eS diese« Mädchen, dar von der Arbeit erschöpft und mit Kohlenstaub bedeckt war, als stände e» vor dem Paradiese. Der junge Lenz hatte schon genug Blumen to den Beeten und unter den Gebüschen hervorge,ändert, um die FrühlingSlnft mit schwache« Duste zu würzen. Und mitten darin stand Auice to ihrem zartseidenen Merinokleide, mit ihrem Blumen- körbchen, den Glockenblumen an ihrem Gürtel nnb halblaut vor fich htofingend. Der Sinn für Schön­heit nnb Lauterkeit des Herzens brach plötzlich in Joan's Brust hervor.

(Fortsetzung folgt.)

Wochenschau.

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Marburg,

Sonntag, 1. Februar 1891.

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Bestellgeld). Jnserttontqebühr fix die gespaltene Zeil» 10 Pfg., Reklamen für btt Zeile 86 Pfg.

Anzeigen nimmt entgegen bie Expedition b. Blatte»,

E»ie bie Annoncen-Bureaux von Haasenstein nnb Vogl« ___

Frankfurt <u M., löffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf XXVI Haüraana.

Moste in Frankfurt «. Ä, B-rlin,München «. «iän:». L

Daube tt.eo.in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Bari».

Wöchentliche BeUage«: Kreis-Matt sür die Kreise Marburg und Kirchhain. Illustriertes Sonniagsbiatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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Kaisers Geburtstag ist in diesem Jahre im ganzen Deutschen Reiche mit erhöhter Anteilnahme begangen worden, d-e sich namentlich auch in der ReichShauptstadt bemerkbar machte, in weicler eine Bewegung herrschte, die an die Feier de« 90. Ge­burtstage» Kaiser Wilhelms I. erinnerte. Erweiterter Festschmuck zierte alle Sttaßen der inneren Stadt, und der Abend brachte eine außergewöhnlich glanz­volle Illumination. Die Feier im Schlosse selbst war die übliche, an der großen Galecouc nehm auch die Kaiserin wieder Teil. Besondere Erlasse hat der Geburtstag deS Kaiserlichen Herrn nicht gebracht, doch ist sehr bemerkt, daß der Monarch allen Mi­nistern, welche Träger der neuen Reformpolitik in Preußen sind, hohe OrdinsauSzeichuungen verliehen hat. In einer am Tage nach dem Geburtstage er­folgten Kundgebung sagt der Kaiser in sehr offenen und ungeschmückten Worten seinen herzlichen Dank sür alle die Zeichen der Liebe und Verehrung und die Angebinde, welche zu seinem Wiegenfeste ihm dargebracht worden find. Der Feier deS kaiserlichen Geburtstages vorangegangen ist die Taufe des jüngsten Kaisersohnes; an beiden Tagen war eine stattliche Zahl fremder Fürstlichkeiten in der Reichs­hauptstadt versammelt.

Reichstag und preußischer Landtag haben in der letzten Woche nicht gefeiert, sondern recht flott ge­arbeitet. Geht es in dem bisherigen Tempo weiter, so wird man gerade noch rechtzeitig zum Osterfeste mit der Beratung der Budgets zu Ende sein. Im Reichstage wurde bei der EtatSberatung auch das bekannte Einfuhrverbot von amerikanischem Schweine­fleisch, Speck und Schinken sehr ausführlich erörtert; ein Antrag, das Verbot auszuheben, erfreute sich nicht der Zustimmung d-s Hauses, aber e» heißt, die Einfuhr von Speck und Schinken werde doch unter allerschärfster Kontrolle gestattet werden. Von dem Ergebnisse dieses Versuche» wird dann da» Weitere abhängen. Fertiggestellt sind von dem ReichthauShalt jetzt die Etats des Innern und der Reichspost. Zwischen Herrn von Stephan und den Reichsboteu kam e» wiederholt zu recht lebhaften Auseinandersetzungen bei den Wünschen um neue Ermäßigungen von Gebühren im Post- und Tele­graphenverkehr. Der Leiter der Reichspost wollte vorläufig davon nichts wissen. Im preußischen Ab­geordnetenhause wurde neben zahlreichen kleinen Vorlagen besonder» das neue Sperrgeldergesetz be­raten, welches bekanntlich den Betrag der während

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Unserem Chor.

(Eine Danksagung für ba» letzte Konzert.) Wir bringen ein Hoch dem Sängerchor, Sopran und Baß, Alt und Tenor! Er fang mit einem Elan die Messe, Daß ich's mein' Tage nicht vergesse. Ein Chor! ich hörte schon manchen träg'rm. Nein! diese Presti und diese Allegren! Ja, derlei hörten wir noch nie WieEt vitam venturi saeculi.

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Und da» schwere Miserere!

Und das schwierige

Kyrie!

Bei Gott auch kein Spaß

War dasGratias

Und ganz famos

Judicare vivos et mortuos.

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U8S'

Ans dnnklrr Liefe Bon France» ®urnett Äutorifirte deutsche Ueberttagung.

(Fortsetzung.)

Doch besonder» ihr Sopranistinnen Sangt wie Musen zugleich und wie Christinnen. Ja, Gute» für Böse»! da» viele Schelten De» Direktors so christlich zu vergelten!

So war'» denn, als hörten wir im Saal Das reine Engelspersonal.

Doch schwören wir bei'm strmgen Barch: Gott Lob, daß uns solch ein Meister ward. Ja wohl, Gott Lob! denn ohne die Proben Wär's nie gelungen, Gott so zu loben.

' .i C'1' v1 s?

Z» alt, um zu arbeiten, war er dennoch zu do», haft, um Übersehen zu werden. Wo er fich nicht

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