JU 25
tW*'
wirt
i
tu
t,
la«.
hot
16.
n B«> itntflt sucht. Post- über
4- 3-
0- blt
ti.
ftobt herrscht eine große Aufregung wegen des Ruf- namens „Joachim-, welche» btt jüngste Sohn dls beutschen Kaiser» erhalten hat. Man hat keine Ahnung, baß derselbe ein bekannter Hohenzollern- name ist, sonbern glaubt, bem Prinzen sei ber Name de» Papstes (bet Familienname bei Papstes ist Joachim Pacob) beigelegt, unb echauffiert sich darüber höchst unnötig.
PatiS, 28. Jan. Die deutsche Kolonie in Pari» veranstaltete am Dienstag zur Feier des GeburtS- tages Kaiser Wilhelms II. ein große» Bankett, welche» glänzend verlief. Der deutsche Botschafter Graf Münster feierte zunächst das Andenken der Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III , sowie der Kaiserin Augusta und hob alsdann die Beidienste Kaiser Wilhelms II. hervor. Ein Glückwunsch« telegramm wurde nach Berlin gesandt. Ebenso begingen die Deutschen in Moskau, Petersburg und anderen Städten den Tag.
Suakin, 28. Jan. Bei Suakin hat ein Gefecht zwischen Engländern und Derwischen stattgesunden. Die letzteren erlitten eine empfindliche Niederlage und eilten in wilder Flucht davon.
Newyork, 28. Jan. In den der Firma Frick» Coke Company gehörigen Kohlengruben, die 10 Meilen von Mount Pleasant (Pennsylvanien) liegen, fand eine Gasexplosion statt. Bisher sind 60 Leichen aufgefunden. Man befürchtet, daß noch etwa 70 andere Arbeiter in den Gruben da» Leben einge- büßt habe». .Die Ursache der Entzündung ist noch nicht bekannt. — Die Giltigkeit des neuen nordamerikanischen Zolltarifs war bekanntlich von einem großen amerikanischen Handlungshause angefochten. Dal Gericht hat indessen den Tarif al» giltig anerkannt.
98si
166'.
88'/.
102li
8.*/« 98*?« 96’/«
102« 76'i 82" 8b'«
98*i
829*« 106*/*
98'»
innerhalb ihrer Klaffe ersten Range! sind. Der Berfaffer del neuen Buches . . . geht so weit, die Sistierung deS Baues der Panzerschiffe anzuraten. — Aus Deutsch, Ostafrika. Infolge der neuen deutschen Zölle ist eine Handelsstockung zwischen Zanzibar und dem Festlande ein getreten. Dal ist selbstverständlich; aber schließlich werden die Zan- zibariten den Zoll zahlen müssen. — Bei Pangani kenterte ein Segelschiff. Ein deutscher Offizier und acht Eingeborene ertranken. — Nach Berichten aul Witu starb der Sultan eines natürlichen Tode». Sein Bruder ist zum Nachfolger gewählt. — Eine große Berfammlung der Berliner Arbeitl- l os e n, die Mittwoch Vormittag stattfand, forderten den Erlaß der Lokal-Mietssteuer für kleine Woh, nungen. Nach den Angaben in dieser Versammlung feiern gegenwärtig in der Reichshauptstadt 15 000 Maurer, 5000 Zimmerer, 2000 Maler, 6000 Tischler rc., darunter Mancher 6—8, auch 13 und 14 Wochen. — Der Charlottenburger „Gern.-Ztg." zufolge hat der frühere Landwirtschaftlminister Frhr. v. Luciul 5000 Mk. für die Kaiser Wilhelm-Gedacht» i-kirche gezeichnet, währerd ein „Ungenannt" 30 000 M. gegeben hat.
Cöthen, 27. Jan. Im hiesigen anhaltischen Lehrerseminar hat, wie man ber „Frkf. Ztg." aul Anhalt mitteilt, eine Disziplinaruntersuchung gegen Schüler ber zweiten Seminar klaffe wegen sozialdemokratischer Umtriebe begonnen. Die Schüler, im Durchschnitt neunzehn bis zwanzig Jahre, sind verdächtig, sich durch Anteilnahme an sozialdemolratifchen Versammlungen, durch Bezug sozialdemokratischer Schriften, sowie durch Agitation innerhalb und außerhalb deS Semir arS an der sozialdemokratischen Propaganda praktisch bethättgt zu haben. Einer der Schüler, Otto Friedrich, entzog sich der drohenden Relegation durch schleunigen Austritt au- dem Seminar. Bei dem ganzen Vorkommnis muß noch besonders hervorgehoben werden, daß das Cöthener Seminar als Alumnat eingerichtet ist, indem die Zöglinge einer fast militärischen Kontrolle unterworfen sind.
Detmold, 28. Jan. Die von mehreren Zeitungen verbreitete Nachricht von einer schweren Erkrankung deS Fürsten Woldemar entbehrt durchaus jeder Begründung. Der Fürst hat sich lediglich kürzlich auf der Jagd eine leichte äußerliche Verletzung am Bein zugezogen.
(Nachdruck verboten.)
A«s -nrrirler Tiefe.
Von Frances Burnett.
Lutorisirte deutsche Uebertragung.
(Fortsetzung.)
Kessen-Nassau.
Marburg, 29. Jan. Wir werden ersucht, daraus aufmerksam zu machen, daß sowohl zu der heutigen Generalprobe sowie auch zu der morgen abend fiattfindenden Aufführung von Beethovens Missa solemnis die Garderoben-Räume im Saalbau derart erweitert sind, daß eS sich empfiehlt, um Störungen im Saale zu vermeiden, allseitigen Gebrauch davon zu machen.
Marburg, 29. Jan. (Unglücksfall.) In dem in der Gemarkung Wehrda belegenen Seyfarth- sche» Steinbruch erfolgte gestern eine vorzeitige Spreugpulverexplofion, wodurch ein Maurerpolier sowie ein Lehrling so erheblich verletzt wurden, daß
jenen e ich en. »t.
als Neujahrsgeschenk ein prachtvolles Album übersandt. — Die Budgetkommission des Reichstage! hat am Mittwoch rach mehrtägiger scharfer Debatte die von der Militärverwaltung bringen!) befürwortete Forberung für Dienstprämien an de Unteroffiziere mit 19 gegen 9 Stimmen abgelehnt. ®! wurden nur die in früheren Jahren schon für diesen Zweck genehmigten 360 000 Mk. bewilligt. — Bon Seiten der Reichsregierung wird jetzt erklärt, daß daS von englischen Zeitungen verbreitete Gerücht, Deutschland wolle in Siam Landgebiet erwerben, unbegründet ist. Ebensowenig denkt auch die fiamefische Regierung daran, Land abzutreten. — Die „Nordd. Allg. Ztg." protestiert gegen bt Blättermelbung, daß sie am 1. April eingehen solle. — Auch auf der Insel Helgoland ist der Geburtstag de» Kaisers, und zwar recht festlich, begangen. Vormittag» war Gottesdienst, Abend» Ball. An den Kaiser wurde ein Telegramm abgesandt. — Die schlesischen Landratsämter sind angewiesen worden, bei Eintritt besonderer Not unter den Handwebern schleunigst Bericht zu erstatten, damit ihnen sofort Mittel zur Errichtung von Suppenküchen und zu sonstigen Maßregeln zur Verfügung gestellt werden. Bisher sind, wie die „Schles. Ztg." mitteilt, von den Landratsämtern Anträge in dieser Richtung bisher nicht gestellt worden. — In den Kreisen, die unserer Marine besondere» Interesse entgegenbringen, ist eine unter dem Titel „Unsere Marine in der elften Stunde" erschienene Schrift daS Ereignis deS Tage». Au» Kiel wird der Weser - Ztg. darüber geschrieben: Selten ist so viel Zutreffende» über unsere Flotte und ihre Zustände, welche al» die natürliche aber keineswegs befriedigende Folge all' der verschiedenen „Systeme" erscheinen, geschrieben worden, als in diesem indiskreten Buche. Es ist nicht frei von Einseitigkeiten, von Uebertreibungen, von PhantafiestÜcken, aber in alle« Hauptsachen hat e» Recht. Alle Welt forscht nach dem Berfaffer, man wittert einen alten Admiral dahinter, wahrscheinlich mit Unrecht . . . Sehr bemerkenswert ist dar, war der Berfaffer über da» leidige Kapital vom Schiffrbau schreibt, hier liegt vielleicht der schwächste Punkt in unserem ganzen Marinewefen; wenn hier nicht, wie er schon in anderen Marinen geschehen ist, der Grundsatz des freien Wettbewerbs anerkannt wird, werden wir nie zu verhältnismäßig vollkommenen Schiffen kommen. Selbstverständlich st es bei Flotte» zweiten und dritte» Ranger von entscheidender Wichtigkeit, Schiffe zu besitzen, welche
^'Das katm ich nicht glauben", fegte «nice. g™t Meinung nach haben wir an feinen geizigen «Weite« nichts auSznsttzeu. Wal nicht stark au W ist, da» ist fein Körper. Mr. «race selbst ist Wirker all Du uud Mama uud ich vud Alle zusammen." 6iae vou den Eigentümlich ketten Auicel war «e gewiffe «edrungeuheit in ihren treffenden Aul.
deren außerordentliche Schärfe uud Rück. Wllofigkett aus Andere den Eiudruck eine! Charakter. Wer» mache» konnte. Wen» fie begann, ihm in lchUchten Weise zn opponieren, Ldersteckte stch Mr. »arholm stet» hinter de« füllen «* nfctfeto, daß er tl ja Ziffer wüßte" nud er ließ W an dieser Kenntnil vollständig genügen.
. All dal Frühstück beendet war, erhob er sich von
""der Miene eine! Manuel, der ein 8W vorhat. Huke erhob sich ebenfalls und wlgte ihm bis zum Kamin.
„Du willst wohl aulgehe» ?" sagte fie.
l^-Jch will Joan Lowrie besuche»", meiste er »ach. Ting. ,Zch habe auch außerdem noch einige Besuche
.SoH W d.e« Glichen sagen, paß Du evch zu ihr kommen wirst?"
»nice senkte den Blick ans ihren Fuß herab, bin fie «f das blitzende Stahlgitter bei KamtnSgesetzt hatte.
"Joan Lowtie?" sagte fie nachdenklich.
»Gewiß, liebel Sind. Ich meine doch, dos Mchen wird sich freuen, wenn fie unser Interesse Ite bemerkt."
immer danach richten sollten, wal «rcce sagt, dann würden wir wohl manchmal in die Brüche geraten. ®enn Du die Absicht hast, zu warten, bis Dir dieses »ohlenwädchen eine Staatlvtfite abstattet, so fürchte A, daß bi» dahin Dein Interesse für fie und ihre Angelegenheüen erkalten mtrb.*
_ Er selbst machte stch dnrchanl keinen Skrupel in betreff seinel Vorhaben». So gemütlich wie immer waudnte er durch die Ortschaft nach der Hütte Lowri«». Er fragte stch nicht, wa» er bem Kohlen, wudchen und ihrem unglücklichen «aste sagen sollte. Mit orthoboren Redensarten und unterschiedlichen Guadeumitteln war ja der Mann allzeit hinlänglich versehen; er fand e» daher niemals nöüg, stch noch besonder» vorMerette». Da» «nadenmittel lobender Anerkennung hatte er heute Joan Lowrie zngedacht, da» «nadenmittel ber Bußpredigt ihrer Gefährtin. In geistlicher Würbe schrüt er die Straße hinab, in- dem er hier und dort einen kurzen, aber nicht nn. renndlichen «ruß spendete, llngekämmte, schmutzige Kinder, welche in der Straße spielten, blickten ihn einigermaßen furchtsam und mit verstecktem «roll an, Weiber, welche müßig an den Thürpfosten lehnten und Säuglinge ans den Annen hatten, nmfterteu ihn mit verdrießlichen, geringschätzigen Blicken.
- *.$a® 11 du alte Pfarr", erklärte eine scharf. Üngige Matrone. „Der will wieder 'mal Jemandem rgenb wal weismachen, dafür steh' ich. Der alte Snrsche hat die Weisheit mit Löffeln gefressen; was der nich' sagt, das gilt nick'. Haha I Der alte Schafs.
opf, j« das i» er 1 Dn, Trowwy, wenn Du die Jane Aun uich' fein läßt, dann kriegst Dn wall"
So wenig einladend die Kohlengräberhütten auch für gewöhnlich find, so war e» die Lowriesche Hütte roch weniger als die meisten ander». Sie stand an der Wegseste, imntiten eine» kleinen, kahlen Platze», >er jeden Schmucke» entbehrte; dumpfe Verlassenheit wachte stch in ihrer Erscheinung gellend; nur ein» widert den traurigen Eindruck — ehre gewisse ein. fache Sauberkeit. Dieselbe Vanberkest zeigte fich im
einiger Aus ficht bedurfte; wie die Sache stund, war, fie „ans Abwege" gerate». Der ehrsame Rektor au ber St. Michaell-Kirche fühlte, fie müsse erweckt werbe».
„Dn bist da» Mädchen Elisabeth?" fragte er.
„Lisbeth Barne»", antwortete fie und zupfte am Sleidche» ihre» Ktudel, „die Leute nennen mich aber blo» Liz."
Ihr «ast beutet bedächtig ans ehren Stuhl. „Setz' Dich', sagte er, .ich habe Dir einige» zn sagen.'
Liz gehorchte ihm; in ihrem kleinen abgehärmten «estcht war deutlicher Widerwille und hysterische Angst ausgeprägt. Sie nahm da» Kind ans ihren Schooß; ihre Finger waren emfig beschäftigt, die Falten seine» armseligen Kleidchen» glatt zu streichen.
.Mir kann da» Reden nicht» Helsen', flüsterte fie. .Ich weiß nicht, wa» armen Leuten im Unglück da» Reden viel Helsen soll, 's i» schon schwer genug zu tragen ohne Reden.'
»Wir müssen darüber nachdenken, woher da» Unglück kommt', antwortete ber Pfarrer, ,nnb wenn seine Wurzel in nn» selbst liegt, wenn I an» unserer eigenen Sünde entspringt, so müssen tttr unser Kren, willig ertragen und unsere Sorgen unb unseren Kummer vor ihu bringen, der alles in Allem ist, vor den Urquell vou Allem. Wir müsse» fleheu um «nabe nab — nab — am Heiligung bei Geiste».'
.Ich weiß nicht, wa» da» mit bem Urquell il', seufzte Li, bekümmert. .Ich bis leine von den Frommen unb seh' auch nicht, wie so 'war armen Renten helfen soll. Keine von den Frommen hat mir je wa» Gute» gethan, wie ich in Unglück und Kummer war. Joan Lowrie i» auch keine vou den frommen.*
»Wenn Du bauest meinst, baß ber Geist diese» Mädchen» noch nnerweckt ist zum wahren Lichte, so bekümmert e» mich, da» zu vernehmen', sagte der Pfarrer mit wachsender Gravität. .Ohne das, wie Junten vir Frieden finden? Hättest Dn dal festge. halten, Du würbest Dir alle Sünde und Schande erspart habe».' (Fortsetzung folgt.)
- l «Nach dem, wal Mr. «race und fein Freund SE?' "iHte ich kaum glauben, daß ihr auf diese ioT/i betzukommen ist', sagte Sinke.
1 Der Rektor pickte die Achsel».
i i »Liebel Kind', antwortete er, .wenn wir uni
MWD jfiluiui
Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Mrchhain. - _____________________________Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Ausland.
Rom, 28. Jan. In der italierischen Haupt
Innern, wie Barholm bei feinem Eintritt bemerkte. 8or dem niedrigen Herde saß ein Mädchen mit einem Kinde auf deu Kuiee«; und all biefel Mädchen deu Schritt ihrel Befuchel vernahm, sprang fie eiligst ans und sah ihu mit halb niedergeschlagenem, furchtsamen Blicke nud bleichem «estcht a«.
.Lowrie ist nicht da uud Scan ist auch nicht da", agte fie, ohne seine Ansprache abznwarteu. „Alle Beide find in der «rnbe. Seins zn Hanse all ich." Dabei hielt fie dal Sind hinter ihrem Rücken, all ob fie el verstecken wollte
Mr. Barholm tret lächelnd ein, überzeugt, daß er in jedem Falle willkommen sei.
„Zu der «rnbe find fie?" antwortete er. „Wirklich, daran hätte ich auch denken können, daß fie jetzt dort find. Schön, schön; ich will ein wenig Platz nehmen nud etwal mit Dir plauder», liebel Kiud. Ich glaube, Du kennst mich schon, ich bin der Diener Gottel hier — Mr. Barholm."
Liz. dal armselige, gramgebengte Ding, stand vor hm und starrte ihn mit großen, erschreckten Singen zaghaft an, während er Platz nahm.
«Ich — ick kenn' hier jetzt weiter Kein'«", frömmelte e. .Ich — bin schon lange vou Riggan weg, eh' sie kamen — wenn Sie der nene Pfarr find." Dabei lberflog fie ein nervösel Erröten, und ihre unglückliche leine Last fiel ihr schwer auf'« Gewissen, „Ich habe !oan von bem jungen Pfarr sprechen gehört", fügte ie bann mit unsicherer Stimme hinzu.
Ihr Gast blicktt fie voller Würbe an. Wie kinblich illfloi sah dos arme Geschöpf ars mtt ihrem nieb- ichen Gesichte, ihrem Säugling, ihrem haltlosen, eingeschüchterten Wesen. Sie war bie erste nicht -arme Liz! Unwiffenb, heißblütig, schwach, leicht «führt — arme Liz — nnb bann unfähig, bie rolgen ihres Fehltritte! pr ertragen, zu schwach, nm vollend! schlecht zu werben, außer wal ihre Umgebung an! ihr machte. SEBäre fie im Wohlstaube kvoreu uud anständig erzogen worbe», fie würde ein hübsche!, harmlose! Kind geworden sei», da! nur
Bestellungen
auf die
Zritimg
mit ihren Gr atisbeilagen
Üreisbfatt str dir Kreise Marburg nnd Kirchhain und
IMu^rierte« Sonntagebfatt für die Monate Februar und M ä r 1891 werden von allen Postanstalten und Landbriefträgern und für die Stadt Marburg in der Expedition (Markt 2 1) an» genommen. In Kirchhain von unserer Filiale (Herr B. Rindt).
Die Exped. der Oberh. Zcitg.
Deutsches Keich.
Berlin, 28. Jan. Der Dank des Kaisers. Der deutsche „Reichtanzkiger" bringt folgende Ordre: .Auch zu Meinem diesjährigen Geburtstage, den Ich Dank Gottes gnädiger Fügung mit besonderer Freude über daS Mir zuteil gewordene Familien- Kck verleben konnte, find Mir telegraphische und schriftliche Glückwünsche von nah und fern in reicher ^rahl zugegangen. Aufrichtig beglückt durch diese Beweise liebevoller Teilnahme, fühle Ich Mich Allen, welche in dieser Weise zur Erhöhung Meiner Festesfreude beigetragen haben, zu innigem Danke verpflichtet. Bei der Unmöglichkeit, Meinen Donk den freundlichen Spendern im Einzelnen aulzudrücken, Maulaffe Ich Sie, diesen Erlaß zur allg« meinen lnnntnil zu bringen. Berlin, den' 28. Januar 1891. Wilhelm J. R. An den Reichskanzler." ~ Am Mittwoch empfing der Kaiser im Berliner Echlosse den Besuch deS Großherzogs von Weimar, hätte mehrere Borträge und begab sich dann mit ten zu den Festlichkeiten nach Berlin gekommenen ^Herzog Eugen von Oesterreich ncch der Kaserne «Kaiser-Franz-Regiments, wohnte dort einem Herzieren bei und entsprach der Einladung de« OsfizierkorpS zur Tafel. Am Abend wurde daS Theater besucht. — Dem Zaren hat Kaiser Wilhelm
'Abon^nwÄ^rttl^be^^r^ nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,
i B-fttwmümüWk. 50 Pfg-Kkl. VllLllf ®0"S»°fenfrrin und Bogle,
Freitag, 30. Januar 1891. Jahrgang.