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Illustriertes Sonntagsblatt
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Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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«cht ein einziger trotzende Konflikt am Horizont sehen ist. Daß ein weientlicher Teil des Ver ncheS, diese Situation du ch seine Riife» und rstinbesuche, durch seine Meinungsaustausche mit den Ministern und Potentaten h> rbeigesührt zu n, dem deutschen Kaiser zukommt, daS ist ganz ifellos, das erkenn, n selbst die erbittertsten Feinde deutschen NamenS und des deutschen Reiches an, scharlbiickende und energische Monarch wird nicht allen geliebt, und das ist «rkätlich, Wasser und Feuer können sich auch nicht vertragen, aber im jattjcn Europa wird sein Name mit Achtung genannt, nicht wenige seiner Anregungen und Gedanken en im Auslände — wir erinnern nur an dir ulreform und die ganz auffallende Zustimmung französischen Zeitungen zu derselben — bemerkens- te Anerkennung gesunden. Das Lebensjahr, welches istei dem Kaiser ist ein leichtes und sorgenfreies ir den Monarchen in der Thal nicht gewesen. Der
nde auch die Bürde auf seine Schultern genommen, Ehre und den Glanz des kaiserlichen Namens auch die schwere Berantwortung. Aus einem jiihrigen Briefe des Kaisers geht deutlich hervor, ß auch er mit Sorgen und Zweifeln in den den schwerwiegender Entscheidung zu kämpfen
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voll jugendlich m Lledr-tz; ein feines Oval mit reinem und zartem Teint, beschattet von wirren haselbraunen Löckchen, welche auf die schmale Stirn herabfielen. Sie kam augenscheinlich von einer längeren Tour, denn sie war mit allerlei R ise. Utensilien beladen; in der Hand trug fi- außerdem einen kleine» Blumentopf mit einigen jungen V 'lchev, eine Blumenart, die in dem nö-dltch gelegenen Riggan für gewöhnlich nicht voikaw. So stand fie einige Zeit auf dem Perron nnd blickte nm fich, als ob fie Jemand suchte, bald aber schien fie eioznseheu, daß der Gegenstand ihres Suchens nicht da wäre and betrachtete nun Derrick mit ruhigem, fragendem Blicke, als ob fi: ihn ausprecheu wollte. Im nächsten Augenblicke schritt fie ohne j-de mädchenhafte V-r» legen heil auf ihn zu.
»Wollen Sie so frevndltch sein, «ir zv sage», wo ich irgend eine Fahrgelegenheit finden kann?' sagte fie. »Ich möchte gern nach dem Pfarrhause.'
Derrick zog ben Hui, tud m er fie plötzlich ans der Schtldernug seines FreurdiS erkannte.
»Wenn ich nicht irre*, sagte er mit wehr Per, legenhett, als fie selbst gezeigt hatte, »müssen Sie Miß Barholm sein.'
,3a', sagte fie, ,8n!ce Barholm. Nach dem, was mir Mr. Grace erzählte, werden Sie wohl sein Freund sein."
.Ich bin einer von seinen Freunden', antwortete er, .Fergus Derrick.'
Sie bemühte fich, eine ihrer Hände frei zu machen and bot fie ihm hin.
Sie war früher angekonnnen, als mau erwartet hatte. Durch irgend welchen Zufall waren die Briefe, welche fie den Ihrigen melden sollten, nicht einge- troffen, und so kam eS, daß kein Wagen für fie de. reit stand nnd fie ohne Drrrick ganz ans fich allein angewiesen war. Nach ihrer gegenseitigen Vorstellnag aber waren fie bald mtt einander bekannt, und noch bevor fie Derrick in die Kutsche gebracht hatte, begann
Du d-nu wieder zurück? Uad daS Balg hier — daS ist wohl all S, was Dir Deine hübsche Larve eingebracht I — he?"
DaS Mädchen, todtenbletch, mtt wildem Blick und atemlos vor Aufregung und Scham begann am ganzen Leibe zu zittern und tu V-rzoeiflaugSthräaen auSzubrecheu. So staub fie tu ihrer Mitte.
»Laßt mich geh'»!' schrie fie schluchzend, »ich hab' ja gar utcht» mtt Euch zu schaff n! Laßt mich fetnl Ich will jr von Euch nichts Haden, deshalb bi» ich nicht wieder zarückgekomme»! Ach, Joau! Ioan Lowrtel'
Bevor fich Derrick umweudeu konnte, um zu seheu, was dieser Hilferuf bedeute, hatte Joau Lo orte schon die Gruppe erreicht, fie brach fich Babu und staub nun in ihrer MUte, indem sie die Quälgeist.r deS Mädchens mtt zorusprüheudeu Ange» maß, und Ltz fich an fie anklammerte.
»WaS hab'n fie gewollt vou Dir. Mädel?' fragte fie. .Ihr seid mir aber hübsches Volk, ihr dal das steht Euch wieber 'mal ähnlich! so ein armeS Ding wie die hier zu qalten!'
»Ich wollt' ja von Keiner WaS haben', schluchzte bas Mädchen, .deshalb bin ick nicht zurück. Lieber aollt' ich ja sterben als das! Lieber wollt' ich in Rinnstein sterben — uud so komwt'S wohl auch!'
.Hier', sagte Joan, »gieb mir das Sind.'
Sie beugte fich zu ihr herab und nahm eS in ihren Arm; uud uuu staub fie, daS Sind hoch empor» h-bead, vor ihnen, einer Bildsäule gleich, so erhaben, so unbeweglich, und doch von so echt weiblicher Maj stät uwfloffen, daß ein Jauchzen daS Herz de» ManueS dnrchbebte, der fie beobachtete.
»Mäd'lS!' rief fie mtt klangvoller Stimme, .s-ht ihr da» hier? Ein armer, hilfloser Wurm, der sich gegen euer S johle nicht verteidigen kann! Ja, seht'» euch nur Alle recht ordentlich au!
(Fortsetzung folgt.)
Tagen mitgeteilten Ve'fügung des Regierungspräsidenten in Liegnitz, betr. dasAuswanderungs« wesen handelt es sich um generell erlassene sehr dankenswerte Bestimmungen, welche hoffentlich dazu bet ragen Werdern der AuswanderungSlust in etwas zu steuern.— Die sozialdemokratische Fraktion deS Reichstages hat zwei Anträge im Parlament eingebracht, welche bezwecken, die fernere strafrechtliche. Verfolgung von Uebertretungen, welche unter der Herrschaft des Sozialistengesetzes begangen find auszuschließen, und die Apotheken in die Verwaltung des Reichs übergehen zu lassen. — In Kolonial- kceisen befürchtet man den Verkauf der westafrikanischen Kolonie an England. In den lltzien Tagen ist diese Befürchtung noch mehr hervor- getretrn, weil es bekannt wurde, daß der Reichskanzler General v. Caprivi dem Kaiser ein Memorandum überreichte, worin die Wertlosigkeit von Südwestafrika behauptet und gleichzeitig die Meinung ausgesprochen wird, dcß diese Kolonie für Deutschland nur noch als Kompensationsobjekt eine gewisse Bedeutung beanspruchen könne. Heber die Ausnahme, die diese Denkschrift beim Kaiser gesunden, hat bisher noch nichts verlautet. — Nunmehr find auch in Deutschland Versuche mit Koch scher Lymphe an Kühen angestellt worden, und zwar vom Tierarzt DalvoS zu Gladbach. Die Ergebniffe decken sich mit denen der Dorpater Versuche. — Die Taufe de» jüngsten Sohnes bei Kaisers findet nach der offiziellen Hofansage morgen, Montag nachmittag 5*/* Uhr, statt. Dieselbe findet in dem als Tanf- kapelle hergerichteten Speisefaal der kaiserlichen Majestäten im Berliner Schlosse statt und wird durch den Schloßprediger Diyander vollzogen. Nach dem Schluffe der Taufhandlung bringen die fürstlichen Gäste der Kaiserin ihre Glückwünsche dar, worauf eine Defilierkour der Hofgesellschaft abgehalten wird. Darauf begeben sich die Herrschaften unter dem großen Vortritt noch dem Weißen Saale zur Festtafel. — Der Kaiser von Oesterreich hat der deutschen Kaiserin einen Biillantschwuck im Werte von 40 000 Gulden als Taufgeschenk überreichen laffen. — lieber die Störungen im Eisenbahnbetriebe infolge von staik.n Schneefällen bringt der Reichianzeiger einen längeren Artikel, dem wir folgendes entnehmen: »Die Erhebungen des ReichSeisenbahnamteS hätten ergeben, daß die Elsenbahnverwaltungen bereits verschiedene Vorkehrungen in den letzten Jahren getroffen haben. Den wirksamsten Schutz gegen Schnee bilden Waldstreifen von mindestens 10 Metern Breite, deren Anlage aber zu viel Grund und Boden erfordert.
her tat sich als des deutschen Reiches und deS deutschen Volkes erster Diener, der er nach seinen |6f)>|8orten sein wollte, bewährt, er hat mit der Kaiser
Kaisers Geburtstag.
Unser Kaiser begeht heute seir eu zweiunddreißigsten fairtStag. Wenn man mit Recht sogen kann, daß t so sehr die Jahie die Größe eines Mannes iUnter, fontein daS, wos er leistet, so können ck dies vor allem von unserem Kaiser sagen. Noch «cht find drei Jahre vergangen, seitdem er den ton bestiegen und wessen Name wird heute in j Europa wohl mehr genannt, all der seine? iser Wilhelm hat das erflchiliche Bestreben, Kaiser zu sein, nicht nur es zu heißen, und durch kaiserliche Fioßthaten den Frieden zu fördern, nach Außen hin «d im Innern. Wenn wir heute auf die Verhältnisse in Europa schauen, so müffen wir gestehen,
(Nachdruck verboten.)
A«s -nnklrr Tiefe.
Bon Frances Burnett.
Autorisirte deutsche Uebertraguug.
(Fortsetzung.)
stand die Same. Gegen diese furchtbare
richt, aber wir wiffen, daß der Kaiser mit Kraft und Energie auch Ruhe .unb Mäßigung vereint, daß er mit scharfem Blicke wunde Stellen des öffentlichen Lebens erkennt, daß er auch die Fähigkeit besitzt, Heilmittel dafür zu finden, daß er mit dem ganzen deutschen Volke zusammen arbeiten will, um die Umsturzbestrebung en, welche sich breit machen, zu überwinden, die, welche sie erregen, unschädlich zu machen. Kaiser Wilhelm II. ist der Mann für feine Zeit, ein eiserner Charakier für wildbewegte Tage, ein Mann voll Kraft bei Willens, den nicht! in Furcht setzen kann. Mehr als einmal hat der Monarch im letzten Lebensjahre diese Eigenschaften glänzend bewährt; der Kanzlerwechsel und die Auchebung deS Sozialistengesetzes waren, um nur dieses hervorzuhebcn, zwei Ereignisse, welche auch einem in den Regierungsgeschäften ergrauten Monarchen, zu sorgen und zu denken gegeben haben würden. Kaiser Wilhelm II. hat entschlossen gehandelt, als ihm der Moment gekommen zu fein schien. Die Energie seines WillenS hat sich nicht von möglichen hüben Zukunftsaussichten erschrecken lassen, das Wort Fürst Bismarck s, der Kaiser werde einmal fein eigener Kanzler, d. h. fein eigener Ratgeber fein, hat fich schneller bewahrheitet, all wohl irgend Jemand in Europa erwartet hatte. Verschiedene Reisen im Jntereffe einer Festigung deS Friedens hat der Kaiser auch im letzten Jahre unternommen; welche Früchte fie gezeitigt, daS haben wir bereits gefügt, welchen Lohn sie dem Monarchen gebracht haben, daS zeigt die Zuneigung deS deutschen Volkes, die Achtung und Verehrung Europas. Nach vielen trüben Ereigniffe» in der Kaiserlichen Familie hat dos letzte Jahr dem Kaiserlichen Herrn eine hohe Freude gebracht, sechs blühende Söhne umgeben ihn und versprechen, dereinst bei Vaterlandes Stolz zu werden. So steht heute unser Kaiser da, geliebt und geehrt, geachtet und bewundert, nicht in erster Reihe wegen der kaiserlichen Majestät, als Enkel Wilhelms des Siegreichen und Sohn Friedrichs des DulderS, sondern wegen seines eigenen Wertes, und keine tiefere Genugthuung kann es wohl für unseren Kaiser geben, als diese Thatsache. Lange Jahre sind nach menschlichem Ermeffeu und nach aller Hoffnung dem Kaiser noch beschieden, mögen sie ihm bringen und dem deutschen Volke dasselbe Glück, dieselbe Zufriedenheit. Dir deutsche Nation aber schaart sich um ben deutschen Kaiserthron mit deutscher Treue, unb zu den verewigten Vorgängern auf dem Throne braust eS empor:
Heil Kaiser Wilhelm II, dem Meister seiner Zeit!
Merlegenbeit hatte Grace zu kämpfen — gegen rohe vd verderbte Gefinnnog — nnd, schlimmer all da», Mm jene Macht, die billig hätte ans seiner Seite Bchen müffen. Hierzu kam noch daS Hindernis seiner »Heu Konstitution nnd einer fast krankhaften @e- Weuhaitigkeit. Eine stärkere Natur würde diese M besser ertragen haben — wenigstens ohne solchen Dvdteil für fich selbst.
»Ein Tropfen von Barholm's Blut, oder auch R Paar, in Srace's Adern', sagte Derrick zu fich, M er nach jener Begegnung ans dem Fahlbomme beiter schritt, »ein paar Tropfen von Baiholm's Mm Blute in Gracr's Adern würden ihm nrchr Waden. Und doch dürsten e» meiner Seele nur Wr wenige fein', fügte er schnell hinzu. Im Mvzeu aber wär's an besten, wenn er selber etwas Wblütiger wäre.'
u Am folgenden Tage kam Snice Barhol« an. Wchäfte hatten Derrick während deS Morgen» auf A Bahnstation geführt, und da er gerade nichts vor. Mte, befand er fich auf dem P-rron, als ein Zug W» Loudon her etntraf. Gewöhnlich Daren* in Wen Zügen so wenig Paffagiere, die eS der Müh' Stt hielten, in Riggan anSzvsteigen, daß diese ™tntgen daS Jntereffe der llmste enden erregten, »kwgemäß musterte er die Wagen deS Zuge» mit Doulich erwartungsvoller Miene, al» die Thür eint 8 *>tp'c6 erster flhffe fich öffnete und nahe bei ihm M junge» Mädchen auf den Perron herauStiut.
man ihr G. ficht erblickte, hätte wau fie fast für p Sind von vierzehn di» fünfzehn Jah-en halten Wen. Und doch war e» ein kleine» Gesicht, aber
schnitte, und an solchen Entscheidungen war in dem »li ' tn Jahre doch kein Mangel. Manches ist anders kN».!Horden im deutschen Reiche unb noch mehr soll bem Willen des Kaisers anders werden, und
Deutsches Reich.
Berlin, 25. Januar. »Zum 27. Januar 1891" schreibt das „Militär-Wochenblatt": „Zum dritten male feiern wir den Freudentag des deutschen Volkes und Heeres, ben Geburtstag Sr. Majestät des Kaisers Wilhelm II. Eine neue Zeit ist, mit Ihm heraufgezogen. Nicht nur auf den Gebieten der Volkswirtfchaft, der Schule, sondern auch im Heerwesen gewahren wir frische Triebkraft, die in ben großen Werken der Vergangenheit zwar wurzelt, aber in immer Jfidj erneuernder schöpferischer Kraft frische Früchte zeitigt. Die Erziehung der militärischen Jugend ist in neue Bahnen gelenkt worden Fortan ist der Nachwuchs des Heeres nicht durch die Theorie zur Praxis zu führen, sondern durch die Praxis soll die Theorie verstanden werden. Bor allem aber ist „Zweck und Ziel aller, namentlich aber der militärischen Erziehung die Bildung bei Charakters". Unsere Waffen haben fich vervollkommnet,- anbere Kampf mittel bedingen anbere Formen, unb eine veränderte Fechtweise muß sich durchringen; diesen Weg zeigen die reuen Vorschriften. Der preußische Soldat ist von jeher gewohnt, die Richtschnur für fein Thun und Soffen lediglich aus bei Hand seines Allerhöchsten Kriegsherrn zu entnehmen. Unser Kaiser geht uns voran; wir folgen Ihm zu frischer Arbeit und neuen Thaten, sei es im Kriege; sei es im Frieden. Wer möchte auch in dem Wettkampfe del Pflichteifers unb ber Hingebung, der unseren Staat kräftigt und erhält, zurückbleiben? Wir werben weiter unsere „Pflicht mit der Befriedigung unb Freudigkeit zu erfüllen wissen, die den preußischen Offizier von alierSher ausgezeichnet haben". - In dem Sie ne dieser Allerhöchsten Kabinets-Ordre schreiten wir mit Gott in unserer Arbeit vorwärts und rufen: Gott erhalte, Gott segne unseren Kaiser Wilhelm!" — Drr Minister für Landwirtschaft, Domänen und Forsten hat die Einfuhr von lebenden Schweinen auS Italien in die öffentlichen Schlachthäuser zu Celle unb Stenbal widerruflich gestattet. — In ben Strafanstalten des Ressorts des Ministeriums deS Innern ist bereits fett längerer Zeit die Einstellung der Fabrikation von künstlichen Blumen ober Vorarbeiten zu denselben, sofern nicht bestehende Verträge hinderlich sind, in Aussicht genommen. Dem entsprechend hat der Minister des Innern nunmehr bestimmt, daß, falls etwa ncch eine solche Fabrikatton in Anstalten statt findet, die betreffenden Konttakte, sobald eS angängig ist, aufzulösen unb neue berartige Kontrakte nicht mehr zu schliefen find. — Bei der vor einigen
er za verstehe», anS welchem Grande Reverend Paal fie für ein außergewöhnliches Mädchen hielt. Sie wußte sehr wohl, wie e» mit ihrem Gepäck stand und was damit zu thuu fei. So zart und gebrechlich fie a-sfah fo schien fie fich doch überall Rat zu wissen. SIS fie sicher im Wagen faß, sprach fie zu Derrick durch daS offene Fenster.
»Wenn Sie abends »ach dem Pfarrhause kommen and Papa'S Dank annehmeu wollen", sagte fie, „werdcu wir uns Alle frenea. Mr. Grace wird auch da fein, wie Sie wissen, uud ich habe fo Manches za fragen, wa» Sie mir wohl werden beantworten können."
Derrick begab fich an feine Arbett zurück, uatürlich in Gedanke» über Miß Barholm. Sie war vou audereu Mädchen verschieden, das fühlte er wohl, nicht nur hivfichtltch ihrer zarte» Gestalt uad ihrer ieiaeu Züge, sondern auch du ch eine andere, tief« tilgende, schwer d fi irbare Eigenart. Es war, als ob die Seele eine» Weibe» sich in einem Kinde entwickelt hätte.
Als Derrick fich zur Grube begab, wachte er auf seinem W.ge die Bemerkung, daß unter den Arbeitern au der GlUbenöffaung eine gewisse Bewegung herrsche; er blieb daher einige Minuteu au der Schwelle feinet Werkstatt stehen, ehe er eintrat, um zu sehen, was es gäbe. E» war ein Tumult, in den sich ein Habe, t-Wgter nicht gut eiamischeu konnte. Eia Trupp vou Widern, die irgend ein aufregende» Er eign S von der Arbeit zusammeugerufen hatte, dräugte fich um «in Mädchen — ei» hübsches, aber bleich und ver. komme» auSseheude» Erschöpf mit hilflosem, ber, zweifelndem G ficht — das fich gegen die um- si äugende Menge zu wehreu schien nnd dabei ein Kind ängstlich an de» Busen gedrückt hielt — ein- Zielscheibe aller Blicke. ES war ei» jammervoller Anblick, welcher j-de tiinnig überflüssig machte.
»Wo bist' den» gewesen, Liz?" hörte Derrick mehrere Stimmen znzleich anSrnseu, ,,zn wa» kommst
daß noch niemals feit dem Jahre 1870 eine solche >kal i Hnedenszuversicht h rrschte, wie j.ege ttäd-g. wo auch
Mr scheint täglich an Werktagen nach ©arm» unb
Feiertage». — Önarirl-AbemnemesLS-PreiS bei der Expe- Mtion Stt., iei ben Postämtern 3 Btt 50 ^g. (exkl. Bestellgeld). Infert onSgebühr für die gespaltene Beil* 10 Pfg., »eflsmen für die Bette 15 Pfg.
in
>e!
>e wir hoffe» wollen auch biff r Wohin der ‘ ittrgische Reformdrang Kaiser Wiche ms im PP’ Einzelnen sich noch bewegen wird, das wissen wir
Anzeigen nimmt mUe.jen die Expedition b. Blatte»,
Ist t- V lllly sowie die Annoneen-Bureanx von Haasenstein unb Seglet
Dienstag, 27. Januar 1891. Äf'^in,bttb“n®Riin?e°2 ^XVI Jahrgang
________________ ________ Daubeu. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».