tue §§ 1 bis 6 blieb die Abstimmung ausgesetzt, von § 9 wurde die Definition des steuerpflichtigen Einkommen- an eine Subkommission verwiesen Das Uebrige blieb unverändert. — Die .Kreuzzeitung" meldet: In Abgeordnetenkreisrn war heute die bestimmte Nachricht verbreitet, der Präsident des evangelischen OberkirchenrateS Hermes, habe sein Abschiedsgesuch eingereicht. — Admiral a.D. Werner der bekannte Marineschriftsteller, beschäftigt fich in einer längeren Arbeit eingehend mit der Frage der Befestigung von Helgoland. Er kommt darin zum Schluß, daß die Insel allerdings eine, sür die Ber- teikigung des Reiche- wertvolle Erwerbung sei. — Der Direktor deS Militär-Oekonomie Departements- im preußischen Kriegsministerium, Generalleutnant S t o d m arr, hat sein EntlasiungSgesuch eingrreicht. General Stockmarr war ein Intimus des früheren KriegswinisterS von Verdy.
Hessen-Nassau.
Marburg, 16. Jan. Im Anschluß an unsere gestrige Mitteilung teilen wir heute den Wortlauts, der auf daS hiesige Amtsgerichts- und Gefängnis» gebäude bezüglichen EtatSpofitionen mit. .Amtsgericht Marburg. Nach dem superrevidierteu speziellen Bauentwurf werden im sGeschäftsgebäude die Räume für rin mit vier Amtsrichtern besetztes Amtsgericht und im GefängniSgrbäude Hasträume für 67 Männer und Weiber beschafft. Die Kostenanschläge sind festgestellt für daS GeschästSgebäude auf 134 000 Mk., das Gefängnis auf 122 000 Mark, die Nebenanlagen auf 83 000 Mk ; die Bauleitung auf 25 000 Mk , die Einrichtungsgegenstände sür das Geschäftshaus auf 11 000 Mk., für das Gefängnis sowie für die erforderlichen Lagrrungs- urb Bekleidungsgegenstände auf 16 200 Mk. und 1167 Mk. 10 Pfg. Für die erste Baurate find avgesetzt 70 000 SRI"
Marburg, 16. Jan. Die Geschäfte des hiefigen Katasteramts haben einen derartigen Umfang angenommen, daß durch den neuen SiaatthaushaltS- erat die Errichtung eines zweiten Katasteramts sür den KreiS Marburg vorgesehen ist.
Marburg, 16. Jan. Die am 30. d. M. st artfindende Aufführung von Beethovens Missa solemnis darf wohl mit Recht als ein Ereignis in dem Musikleben unserer Stadt bezeichnet werden, da bis jetzt ein Werk von solcher Bedeutung und mit solch großen Ansprüchen an den Chor, die Solisten, wie das Orchester roch nicht hier aufgesührt wurde. Da» seitherige gründliche Einstudicren birgt dafür, daß
Hart traf es Edith, daß tn btt,tu Uuglückstoge» MeioungsLifferenzen zwischen ihren nächsten Ser« wandten sich geltend wachten, die ste selbst tn jagend« licher Unüberlegtheit heranfbeschworeu.
Welche Eiletchternng hatte fie an jenem Morgen empfanden, all fie, den Kopf an der Großmutter Schalter gel> hat, avssprecheu darfte, was so lähmend und fiavverwinend ihre Seele beengte »ad ihre» virh'k so schlichte» Glaube» an di« Güte und Treue der Menschen erschütterte. Mit jedem Wort, daS — nicht bitter avklageud — sondern bange berietteud über ihre L'ppea glitt, schien ein Teil ihrer 8t» trübaiS htuwtggtaowmkn ober an der tiefen Be» Kürzung, tu welche ihr Bekenntnis die Großmutter oersetztt, ward fit es taue, Wit Schwtrts fie in sich getragen habe.
.Art läßt nicht von StrP, murmelte die alte Gräfin, die tu ihrer inneren Entrüstung httrtn die rechte Ursache von Isoldens Sa Md fand, daun fragte fie aus Edith heraus, was ihr noch unverständlich dünkte.
Später war der Gutsherr erschienen. Nach einer korzea Frage seiner Mutter nach Isoldens Befinden war eine wenig Hoffnung verheißende Antwort triolgt, bann wurde Edith weggeschickt.
Wäh'.eud die Gräfin ihrem Sohne mitteille, was sie soeben erfahren hatte, ging Edith ruhelos iu ihrem G-wache auf und ab. Zuweilen trat fie auf den Lalkou hinaus, um tn die Ferne zu spähen. Ader Df btt aus btt durch einen Etaschuttt b-b Pirk S sichtbar wtrdeudeu Land streßt, noch aus der lieber« iuhr zeigten fich die beiden SMter, welche nach ihrem E weffen säou längst eiugettoff-n sein wüßte». Sie k h'te dann stets mißmutig tn ihr verdunkeltes Zimmer zurück. Der grelle, gl tchgilttge Sonnenschein erhöhte hre trübe Stiwmnug. Dazwischen nollte mitunter ein HoffunugSschimwer sich Bahn brechen: Harald würde endlich komme», »ud, gerührt durch Isoldens Sühnopfer — verzeihen. Sie würde dann genesen und noch alle«, alle» gut werde».
(Fortsetzung folgt.)
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daß die Produzenten durch sie in die Lage gebracht werden, einen Einfluß aus die Preisnotierung auf dem inländischen Markte zu besitzen. Der Zoll bindert die Händler daran, große auSländrsche Warenmaffen auf den inländischen Markt zu bringen und dadurch die Preise rach ihren Belieben zu gestalten. Diese Beschränkung, die ihrer Spekulation wesentliche Hinderniffe in den Weg stellt, möchten sie aufgehoben sehen. Nun wird sich also die Reichk- regierung zwischen den Produzenten und den Händlern entscheiden müffen. Landwirtschaft und Gewerbe be- Ickäsrigen nach der Gewerbezählung von 1882 unge fahr 90 Prozent der Bevölkerung, der Handel nur 6 Prozent. Welche Jnteresien ausschlaggebend sein wüßten, kann danach nicht zweifelhaft fein. Wir glauben deshalb auch nicht, daß die Reichsregierung einen vollständigen Bruch mit der jetzigen Wirtschaftspolitik herbeiführen wird, wenngleich es nicht ausge- schlcssen ist, daß die Getreidezölle etwas herabge mindert werden dürften.
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ist gestanden und wenn auch die Preise der Leben» Mel in den letzten Jahren etwa» gestiegen sind, N waren dieselben doch ebenso unbestreitbar vor 1879 noch höher als jetzt. Wenn nunmehr die ßreihändler mit aller ihren zu Gebote stehender. Raft gegen die Schutzzollpolitik onftihmen, so thun ßt es vornehmlich au» dem Grunde, daß die Händler vüder, wie früher, den Preis der Waren bestimmen lachten. Einer der großen Vorzüge r ämttch, den Üe schutzzöllnerische Wi-tschaftspolirk besitzt, ist der,
sRachbruck verboten ]
Aach dem Sturme.
Novelle von 6. B,ollbrecht.
(Fortsetzung.)
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Deutsches Reich.
Berlin, 15. Jon. Heule Abend entsprach der Kaiser einer Einladung deS KriegSrninisterS von Kaltenboru-Stachcu zur Tafel. — Auf Allerhöchsten Befehl sollen auf der neuerrichteten langen Brücke in Potsdam Standbilder errichtet werden, welche ausschließlich militärischen Darstellungen gewidmet find. — Tn Bundesrat hat in seiner am Donnerstag abgeholtenen Sitzung beschlossen; den Staatssekretär im Reiehs-Justizamt, von Oehlschläger, für den Posten des Präsidenten des Reichsgerichte» beim Kaiser in Borschlag zu bring-n. Die Ernennung ist zweifellos. Der AmtSanttitt de» neuen Präsidenten wird am 1. Februar erfolgen. — Der UniverfitätS Professor Ziegler in Straßburg, welcher von der »Franks. Ztg." al» Einsender der Nachricht bezeichnet wurde, daß dem Fürsten Bismarck der mecklenburger Premierwinisterposten angeboten fei, hat die „Straßburger Pest" zu der Erklärung ermächtigt, daß die »Franks. Ztg." zum Besten gehalten ist, da er tie Nachricht nicht eingesendet, geschweige denn die Verantwortung für dieselbe übernommen habe; er habe von der Nachricht überhaupt zum ersten Male gehört, al» dieselbe von den Blättern abgedruckt und besprochen wurde. — Aus Ostafrrka wird bestätigt, daß der Sultan Tumo Bakari von Witu von seinen eigenen Leuten ermordet iß, welche fich daS auf den Krpf des Sultans von den Engländern gesetzte Blutgeld verdienen wollten. — Der zum russischen Neujahr übliche Frieden»-
Schichroll oder Freihandel?
Wer die Verhandlungen aukmerksam verfolgt, welche im Reichstage am Dienstag und Mittwoch kt laufenden Woche über die von sozialdemokratischer lob deutschsreistnniger Seite gefüllten Anträge auf jlllshebung bezw. Ermäßigung der Getreidezölle ßnttfanden, wird sich des Eindruckes nicht erwehren Eenen, daß bei den verschiedensten Parlamentariern sich die Ansicht festgesetzt hat, die Verbündeten Regierungen würde» die seit 1879 eingeschlaoene Bahn in der Wirtschafrspoli ik vollständig ver'affen und eicht bloß die Getreidr zölle, sondern auch die Industrie M preisgeben. E» kam dieser Geda, ke namentlich m der Rede des Abg. Richter zum Ausdruck, der ten Anbruch einer neuen Aera de» Freihandels in lluSsicht stellte. Herr Richter fühlte sich sogar be- uchtigk, unter seiner Voraussetzung die Reichs- «gitrung gegen die Anhänger der Schutzzölle zu tnteidigen. Nun ist ein solches Vorgehen fetter s tes Führers der Marchesterpartei sebr geschickt. Die ßrichSregierung hat bisher einen vollständigen Bruch »ü der Schutzzollpolitik nicht angekündigt, sie hat »der auch ein strenges Festbalten an der letzteren richt in Aussicht gestellt. Wenn Herr Richter also die Regierung verteidigt, so erweckt eine solche Taktik die Vorstellung, als ob die Regrerung damit einver- ßandeu sei, und daraus wird dann wieder der Schluß gezogen werden, daß sie mit der Schutzzoll- stliük brechen werde. Für die Zwecke der Monck ester- mtei ist deshalb das jetzige Verhalten der Reichs- regierung ebenso vortellhaft, al» wenn die letztere wwiltelbar erklärte, daß die im Jahre 1879 mcngurterte Wirtschaftspolitik verlassen werden solle.
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« Irümi. tnnsen.
Es flftetate Edith sa>o» zum Tröste, daß fie die junge Frau noch lebend sah.
»Wird fie geneftn?* fragte fie taten Pflegevater, bet, während die Kawmerjnugser fich dem Fenster znweudete, doS vermißte, leider jetzt geleerte Fläschchen "vn dem Nachttisch genommen hatte und in die Tasche schob.
.Wir wollen e» hoffen", war die nicht in zuver. fittlichtm To» gesp ochtnr Antwort. »Laß sogleich (Sagen benachrichtigen. 68 wnß noch dem Stabs, urgt g's nbet werde», auch Harald wnß den gesähr. l'chen Zntzaud seiner Frau totffe». — Du — gehe zur Großmutter. Bon Dtt mnß fie den Sachverhalt rsadre» — aber mit Vorficht. — Geh, Kind — Dn kannst hier »tchtS nützen. — Schicke nur die Noir.'
Edith ging gehorsam. Sie brauchte lange Zett, ehe fie doS Schloß erreichte. ES war ihr wie btto Träumend,n, btm tn bet Absicht, fich vorwärts zn bewegt», btt Füße btn Dienst versagen.
Fritz hottt seine» Herr» schon »»weit deS Dorf S getroffen und ihm tn E'le btt Nachricht von btt Er- kianknng btt Gräfin, sovitl ihm havon bekannt war a ttgeieilt. Eugen fand, als et in btn Hof etaritt, f inen Phaeton bereits bespannt. Er befahl, feit Pferd nicht abzusott-ln »nb schickte den Kutscher mit vew Wage» voraus.
Et wechselte mit feinem Onkel nnt wenige Worte. Derselbe rannte ihm ein paar Silben zu, bte jener rblben ließen unb zu verdrpp Iter Ecke antrieben. Der Graf drängte sei» eigene» B »langen nach Sn«, tlärnrg zurück und sah den N ffen mit Beruhigung ovor stürmen. 6don in einet Stunde konnte b r Kollege, nach welchem er in biesew schweren Falle verlangte, zur Stelle sein.
XV,
Obaleich bet in Eug-r S Phaeton nnb in B'gleitunp ton Zsold.»S Mutter ba>b einaetroffiUe Arzt Jede» <>zählt«, es fei bte junge Gräfin von einem schwerer Nerve» fieber befallen worben, war boch eine Ahnung
Bi täglich «M« an •etUae«* »»ch Sonn, nnb All .
ff RriLM”18 Sonnabend, 17. Januar 1891
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, ywevrieurn äugen in ne ec «ytiuueurg pe innrer. ntL ji Ar Haut war heiß nnb alS der gräfliche Arzt bi« sAifi 2“« der Unglücklichen en porhob, z-igte fich in starrem ein» d«vze bte erweiterte rätlrche Pnprlle.
czeichn^ ffu«n Sie das F uster', befahl bet Graf b w ereilt- «tr b< n Mädcken, uühreud et den kleinen, langsamer
Alsdann inte Eeu.» B.rck am Fenster vorüber, wie - ® eine Fliege fich tummelte, der Wand entlang, nnb e 3eber- Web zerstr ut an der Inschrift haften, bte Über bet rwibern: LW- Isoldens Schlafgemach staub:
Wunsch des Czaren ist auch diesmal richr unterblieben: Der Kaiser hat in einem Telegramm den Wunsch ausgesprochen, daß Rußland auch in diesem Jahre mit Frieden und Wohlergehen gesegnet sein möge. Diese Wünsche sind übrigens nichts al» Reklamen für die russischen Anleihen. JedeSmal, wenn sein Finanzmiuister borgen will, spricht der Czar vom Frieden. Nächstens kommt ja wieder eine russische Anleihe von einigen hundert Millionen mit der auch Deutschland beglückt werden soll. — Die „Münchener Allg Ztg." erfährt aus Berlin, daß der Urheber der vor einiger Zeit wiederholt aufgetauchten Gerüchte über eine mißliche Lage deS königlichen Hausvcrmögens Herr Stöcker gewesen sei, und daß btffen Entlastung mit diesem Umstande in unmittelbarem Zusammenhang stehe. — Der .Reichsanzeiger" bezeichnet die Meldung einiger Blätter, daß die Immediateingaben der schlesischen Weber vom vorigen Frühjahre nicht zur Kenntnis de» Kaiserk gelangt seien, als der Begründung entbehrend. Der Kaiser habe vielmehr anläßlich jener Eingaben eine eingehende Erörterung und Maßnahmen zur Herbeiführung einer Besserung der Verhältnisse befohlen. Im Sommer und im Dezember hätten gründliche Beratungen der Provivzialbehörden hierüber stattgefunden. Die schwierige Aufgabe, die fleißige und gutartige, ober durch Gewohnheit und Entbehrung in ihrer Energie erschlaffte Hausirrduftrielle Bevöl kerung allmählich zu anderen Erwerbkzweigen über zusühren, sei ober nur in einem längeren Zeiträume lösbar. Uebertriebenen Schilderungen gegenüber sei zu betonen, daß die Lage der Weber der Eulen- gebrrge» gegenwärtig nicht bedrohlicher sei, als seit Jahrzehnten und daß ein akuler Notstand nicht vorliegt. — Die Bolksschul körn Mission deS Abgeordnetenhauses nahm die beiden ersten Abschnitte des § 17 (Leitung des Religiorsunterrrchtrs durct die ReligionSgesellschoften) unverändert an. Sodann wurde der dritte Abschnitt unter Btlehnung der Faffung der Regierung in der Fastuvg der Konservativen angenommen, wonach die von den Religionk- gesellschasten beauftragten Personen berechttgt find, dem Religionsunterrichte in der Schule beizuwohnev, Fragen zu stellen, den L'hrer nach Schluß des Unterrichts zu berichtigen und bei der Ausfertigung der Entlaffungszeugvisse mitzuwuken. Zur eigenen Uebernahme des Religionsunterrichts durch dieselben ist tie Genehmigung der Beznksregietung ersorder- lick. — Die Einkommensteuer-Kommission begann die zweite Lesung und erledigte den Abschnitt über die allgemeinen Grm dfätze kis zu §11. Neben
der Wohihei» in die O ff ntltettett gedrungen. Vielleicht hatte öltnua denroa mehr gesehen, als man voraus- '-tzte. In den Vo-zirnwern nab in bet Küche, in Ställen nnb in bet Milch kammer st-ckte bte Dienerschaft ote Köpfe zusammen, nnb wo zwei oder bret flüsternd beisawwevtzandev, geschah e», am fich Erdacht, S nnb E lanschttS int abenteuerlichsten G-wisch zuzurauuen. Soweit aber befanden fich Alle der Wahrheit nahe, um den Namen der junge» Gräfin stets tn V tbivg, utSvollem Znsamwenhana mit demjenigen beS Forst, adjonkten zu bringe». Am tiefste» fühlte fich darch btt unnatürlich unbefangenen Mienen seiner Stenn« >chatt, beten Mitmiff-usLatt tr mtt reizbarer Nervosttät ahnte, bet GntSherr berührt. Die neugierig brrften Bücke, doS Auseinander stiebe», no zwei fich zusammen gesunde» hatt-n, bei seinem Erscheinen, ft-tgerten bte tiefe V-rpimmnvg, welche ihn beherrschte seit et voi seiner Mutter alle Eiuzelhetttu, welche Jsolbeu» an« ftliger That vorangegange» waren, erfahren hatte, zum wirklichen Uuo ohlsei». Et war gezwung«» nnb, s muß erwähnt sein, er fügte fich gern tn bte No - tolUdtgkeit, bte B-Handlung btt Kranken ganz dem bewährten ffirff-n bt» EtadSarzteS anheim zu geben und fich mit d,ffen Berichten zu begnügen, die auS- bhrlich unb getreu erstattet mürben. Er Verbannte fich freiwillig von bim Krankenbette bet Frau, welche •i verachtete, nm der Schmach willen, die fie seinem Hanse ang.than, nnb — wie er mit stets neuanf. tollender Erbitterung fich vorhielt, ihn seilst mtt einer SS nid belastete. Hatte fie daS Gift doch uu- mittilbar durch ihn selbst empfangen.---
Für btn Arzt ta ihm löite ihr Znstaub nicht auf, Gegtntzand lebhafte» JntereffeS z» bleiben, mochte der Edelmann fich noch so entschieden von der plebejischen Sünderin abtotnbe». Er sowohl al8 JioldenS Orbit arirS gaben fich keinerlei Jllnfioneu diu. Die nächste Wirkung deS tätlichen Gtrt>S mar zwar abgeschwäckt, eine vollständige Arflötaug aber zu befürchten, wenn die kräftige Natur bet Kranke» ihre Unterstützung versage. Unb bitS staub zu befürchten.
-- l Urb doch können Wit uns nickt vorstellen, daß einer thalsächlich beabsichtigt ist. Die jetzige Wirt genheii. Wit Politik hat unser Gewerbe aus eine Höhe ge
(831 kocht, tote e» dem Freihandel nie möglich gewesen agenl, ieäre. Nicht bloS die Unternehmer, sondern auch die Arbeiter hoben sich, waS die Steigerung der eää Löhne mir unbestreitbarer Deutlichkeit zeigt, dabei
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Id,
öchenüiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain Zllustriettes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
luieigen nimmt entgegen bte Expedition d. Motte»,
Ernte bte Annonceu-Bureaux von Haasensteta nnb Vogler
Frankfurt a. M., löffel, Magdeburg tt Wien: Rnbolf XXVI ^akraana.
Moffe in Frankfurt e. M., Brrlin.München tuRMn;@.8.
Daube tt. Eo. in Frankfurt e M., Berlin, Hannover, Pari».
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5t.’«rf DaS Mädchen kehrte zurück. Schon daß ihre >ksanl«d wichu Uttge Miene btn Ausdruck der Bertzörthttt e Wirtd vzenou men hotte, fapte den Warteubtu g nug.
Gelegen ,Tte gnädigste G.äfiu muß kiank fein', stammelt» iführea fc, abtt f^on fühlte fie fich von bem Grafen zu, Seite gehoben.
Er trat ein in dos Schlafgemach. Edith folgte ihm.
' habe" rötliche», gebSop'teS fctebt drang durch btt Bereit Ai herabgtlaffentu Ftuster.Gardtaen. Es war H'N- ,tt y-e ^cheud, um alle im Zimmer b-findlicheu Gegenstände ' jun^
ch r cm un uuu tuici eunjujigtii yuivci uu>u> uicr
9 !nr'ä schimmerten tu mattem vetgirglrckem Glanze.
25 Sefftlu und bem T»pp ch lagen bte Kleiber, c Verih Isolde gestern g> tragen und in angenschein. N rrri« pwt Haft abgenors'U batte. In bem altmodtsch.v htgiieK ?ttteu Hiwmtlbett, btffen Vorhänge weit znröckge- n Oste!' S'egen waren — wahrscheinlich hatte di s vorhin bi. c Bere^ Äse gtiha» — lag bte junge Fran. Ihr Ar tlrtz nor er Rstft, glänyrb nnb gtbnnfen. Sie schien mtt f.st fltng u”*MilDffenen Augen in tiefe Betäubung gesunk'U.