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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marvnrg und Kirchhain.

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Berlag von Joh. Aug. Koch.

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Gkschidit tt«Uch o|a en ®»ntaa« nach Sonn« und Feiertagen. Qaertick-Adonnement».Preis bei der Lrpe- Mtton 8' . Mk-, bei den PostSstrrs 1 Rt. 50 $f g. texkl. Veftellgeld) Insertivabgedühr für die gespaUene Beil* 10 S<flr*en ttir die steile R» $fg.

Marburg,

Sonntag, 11. Januar 1891.

Gyeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in gomlfittt o. M., Saffet, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXVI Jahrgang, wkoffe m Frankfurt a. M., tietltn, München u. Köln; ®. 8 v ° «

Daube u. Sv. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Bari«.

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auf die

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mit ihren Gratisbeilagen

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die Kreise Marburg und Kirchbai«

und

Iffujteertes Sonntagsbfatt den von allen Postanstalten, in Kirchhain n unserer Filiale (Herr B. Rindt) und hiesiger Stadt von unserer Expedition

le. bchMarkt 21) noch fortwährend entgegen- "** mommen.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

z°hr selbst schließen darf, so wird 1891 ein recht

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*»Cl|C VIC «ÜUUHCWCUt VC» ÄDIUIC1», UCt BUD Eter ihnen lag. Edith fühlte fis unglaublich de T8e6<n, fie fürchtete, Harald mfiffe ihre Bewegung

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den sogenannten großen europäischen Fragen herrschte eradezu vollständige Windstille. So wild es

lRachdruck verdate»)

Nach -em St«rme.

Novelle von E. v^ollbrecht.

(Fortsetzung.)

Voche«scha«.

Wern man von dem Jahresbeginn cuf do»

|onmea war. Gar schelmisch nickte der wackelnd' Moese zwischen zwei dicken Sträußen Sckneealöckch.» Mvor. Hier erzählte Edith zuerst vou ihrem Empfang

Hote, bann von aßen den anderen Frst-n und «vtzmama nnb Demoiselle Noir wurden habet niai **be, fie avznsehen nnb verständnisvolle Blicke mit. «tobet ans Manschen.

Sie glücklich war das Kind verändert! Das war Üblich wieder das liebe Ktndergestat von ehedem (7 dennoch viel hübscher und durchgeistigter denn h ltoor, meinten die beiden alten Damen.

h .Da aber erschien am zweiten Tage ihrer Ankunft varald nnb sein Kommen brachte EbUH da» gewohnt «rzklopfen, bte alte Bewegung.

w .boll ich benn u'mmer, nimmer haben befreit

" r®i>ei ?* fragte fie stch später ans ihre« Zimmer W mit Zorn.

----- *£t erzählte, daß Isolde das Herrenhaus dem. ne. Sw als El mmeraufcnthalt hkztkhe» werde, daß Mak ?n»tn eingewilligt habe und schon Borberettnng.» [11L- 8 [°sse. Er machte Edith scherzhafte Vorwüife

fie so lange anSgebli'b>n sei nnb schrlderte in Ischer Weise die Langeweile bei Winter S, der nun

--- 3m Parke knospten smou bte Sträucher. Der , schien sein verbrießlicheS Grau für immer

- Meworsen zu haben. Auf her Terrasse, beten r(_(s « watiS.Rauken sauber aufgebuudeu waren, zeteit'U ,_-u.p w« und Goldhähnchen bnrtte naober, der breit

5°!-r>Platz davor umfaßte ein lenchteube» Beet an S»lz prangeuder Tulpen.

chiges nnb gtmülliches werden. ES regte fich . - kaum ein Blättchen am Baum der Politik, und in

M"gt Auch in Großmamas LieblingSziwmer spürte man ohne Frösteln, daß daS Feuer im Kamin der.

hsffentlich auch auf absehbare Zeit hinaus bleiben, bOHS Regierungen wie Regierte haben in gleicher Weise benig ober -lerne Neigung, fich an einander zu I. reiben, und auch diejenigen, deren LebenSelement lg|kr Streit ist, haben keine große Aussicht, ihr Feld a mit Erfolg beackern zu können. Er ist erfreulich, 2 daß selbst in solchen Ländern, die uns wenig be- D stkundet sind, die öffentliche Meinung übereinstlm Ä «end anerkennt, daß ein Hauptverdienst um diese / j ruhige Entwickelung dem deutschen Kaiser zukommt, t und daß dieser Satz ohne jede Beimischung von | Hohn oder Spott selbst an der Seine ausgesprochen I «wird. Dar ist immerhin eine sehr beachtenswerte . ® Errungenschaft. Wenn wir sagen könnten, im

Innern Deutschland- sei eine gleiche Stille einge- khrt, wie in der auswärtigen Politik, auch der «J weitere Verlauf des Jahre- würde so stille Tage -tt-Mhen, wie fein Anfang, so wäre das gut und übel IpoMpiglklch. Gut insofern, al- mancher Streit, der s>h sicher noch erheben wird, ui s erspart bliebe

übel insofern, als in der inneren Entwickelung eines Volke- nie ein Stillstand, stets ein Fortschreiten herrschen soll. Aber die Erörterung über die Wege, die wir zu beschreiten haben, tarnt eine sachliche, von allem Egoismus freie fein, bann kommen wir in Ruhe nnb Frieden zum Ziel. In uu seren Par­lamenten find nun einmal große Reform - Arbeiten begonnen und darum müssen sie auch fort- und zum Ende gebracht werden. Zu diesem Zwecke ist es aber nötig, daß alle Teile fich entgegenkommen. Wenn jeder nur haben, niemand aber geben will, bann kommt da- Gesetzeswerk niemals vom Fleck

Der Reichstag nimmt seine Arbeiten zu Mitte der nächsten Woche wieder auf, daS preußische Ab­geordnetenhaus hat dies bereits gethan, indem el verschiedene kleine Gesetze beriet.

Die Neujahrsgratulat'vn am Kaiierhofe in Berlin ist in üblicher Weise vollzogen. Weder dort, noch in den übrigen europäischen Hauptstädten haben bemerkenswerte Ansprachen zum Jahreswechsel statt- gesunden; zu erwähnen wäre höchstens, daß der uncarische Ministerpräsident Gras Szapary die be­stimmte Hoffnung auf ein Zustandekommen deS neuen deutsch - österreichischen Handelsvertrages aus­gesprochen und dazu bemerkt hat, derselbe werde die Nationen immer fester mit einander verbinden. Zwischen den verbündeten Monarchen t on Deutsch- lat d, Oesterreich - Ungarn und Italien sind sehr herzliche Glückwünsche ausgelauscht worden. In dieser Woche war die deutsche Karsersamilie im Charlottenburger Mausoleum versammel^ wo ein TrauergotteSdtenst für die vor einem Jahre ver storbene Kaiserin Augusta abgeh ilten wurde.

Verschiedene wichtige Maßnahmen find in den letzte» Tagen angekündigt. Zunächst sollen russische und galizische Arbeiter wieder in die preußrtchen Ostprovinzen, besonder- während der Sommers, em= gelassen werden, um dem Arbeitermangel abzuhelsen. Dann aber ist auch die Beseitigung de» vielbe­sprochenen PaßzwangeS an der deutsch-sranzösiichen Grenze in Aussicht genommen. Ersitzt soll diele Maßnahme durch Ausenthalrtkarten werden, bte von allen sich im Reichrlarde befindenden Ntchtdeutschen gelöst werden müssen. Em Gesuch um gänzliche Aufhebung bei VsiheinsuhrverbolS unb bet Gienz sperren ist vom Retchekanzler im Hinblick auf bte der herrischen Landwirtschaft brohenden Gefahr ab- schläglich belieben worden.

In Sachen der Kolonialpolitik hat bte ReitS- regierung eine best mutt Ei ischelbung in dem Streit­fall Emin Pascha-Wißwann roch nicht getroffen.

eik-nnen nab deren Ursache erraten Eug-nS Emtiiti brachte ihr Befreiang.

Freudig dearüßte fie ihn. Seit ihrem gemein, schaftlichen ffiten-t Aufenthalt waren fie stch so nahe gerückt. Eie batten so viel zusammen erlebt wovon bte Suberen niedtS mußt n. Es bedurfte oft etuiS Wortes, eine» Erinnerns nur nnb eine ganze G davkenkelte ftteg vor ihnen empor.

Al« Edtth Engen, b r etwas früher als fie nnb der O kl W>en verlassen hat», mteberfab, tflblt- fi eine warme Freubigk.it ihr Innere» burchsttömeu.

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,3m wunderschönen Mai--

DaS war eine Bewegung, ein Locken, Trillern, Schluaz-n und Jub la in der Basel seit bt« Park i nnb Walbis, ein Hinüber nnb H rüd r oh-e Erbe. Saum ein Strauch, bet nicht sein N staehetmniS t nH kaum eine Naatstunb-, in der vollkommene Sltll- herrschte. Bor der So n- schon begann e» fiat z regen, ein vereinzelte- Zr pen, verftovl-n S Glucks t- balb im Traum, bann eine v rsteckt Antwort da nnb dort, aua> vou gegenüber nnb nein wer wollt auch schlafen bei solchem Morges wie die anstauchenbe sonne ibn eben verkündete nun begann mit tz-ll m Hallelujah hab Frühkonzert der leicht de. schwirrgten Säuger.

Tt.f senkte der Goldregen feine leuchtende, Blüthe»kett'n nieder, Ak ei n nnb ky tagen wett eiferten im AuSströmen süß-n Dnfi S. S iu Strauch, kein Baum, der nngeschmuckt zurückgeblieben wär von diesem PrunkteVe der Natur. Wa» aber tw Park bte Konst bi6 Gärtner- auch noch htuzugethav an färbe,prächtig«»T pprchbe.tcu, reizenden Blumen mit htm Salb nnb allen feinen Herrlichkeiten durfte er fich tes nicht messen.

So m-inte Edith nnb täglich nahm er fie anf. S>e fand bo't st 16 neue Ecköuh'sten. Nie tlteb e, fich gleich. Ni walS glich ba» Heute dem Morgen.

Wie fie die alten Bäume liebte! Manch bei»

Mau hoffk indessen bestimmi, baß e- gelingt, betbe bewährte Afrikakenner dem beut schon Kolonialbienste zu erhalten. Am ersten Tage beS neuen JahreS tst in ganz Deutsch Ostairika, welches bisher immer noch bent Namen nach zum Sultanat Zanzibar ge­hörte, hie brutsche Flagge gehißt worben, unb zu gleich hat bal Reich als solches bte Verwaltung bes Schutzgebietes übernommen. Einigen unruhigen Stämmen im Innern ist durch militärische Expe­ditionen größere Ruhe gelehrt worden. Begonnen ist auch mit der Vermessung der geplanten Bahn- lrnie Bagamojo- Dar- es- Salaam, mit deren Bau baldmöglichst der Anfang gemacht werden soll.

Ertatzwvhlen zum französischen Senat haben am letzten Sonntag in Frankreich stattgefunden, und den Rtpublikanern einen unbedingten Erfolg gebracht. Damit habm die monarchistilchen Parteien einen neuen, empfindlichen Schlag erhalten und sie räumen auch offen ein, daß zur Zeit die Republik Siegerin sei. Man sprach viel davon, daß der Papst der Gemahlin des Präsidenten Carnot die goldene Tugendrose verliehen habe. Bewahrheitet hat fich die Meldung ober nicht, die Verleihung wäre auch wohl bei der in Frankreich herrschenden mächtigen radikalen Strömung nicht angebracht gewesen.

Erhebliche Streikunruhen haben in Schottland von Seite» der ausständige» Bahnarbeiter stattge- unben. Der Betrieb der Bahnen ist infolge der Annahme zahlreicher HilsSmannschasteu wieder im vollen Uwfar ge h rgestelll und ihrem Unmute über die er In sine Niederlage haben die Streikenden nun wiederholt in Tumulten Lust gemacht, so daß Militär und Polizei mit blanker Waffe einschreiten mußten. Die Kolonialverhandlungen zwischen Erg land und Portugal nehmen einen sehr guten Fort­gang und neigen fich zum Abschluß. ES ist nicht zweifellos, daß die zeitweise recht verwickelte Ge- lcbichte bis zum Frühjahr völlig klargestellt sein wird. Neue Besprechungen habe» auch innerhalb der irischen Parlaments Partei stattgesunde». Es wird als sicher angenommen, daß Partiell von der Leitung der Irländer zurücktritt und dieselbe seinem Fieunde O'Brien übergiebsi

Va» einer großen Verschärfung des zwischen E glard und den Bereinigte» Staaten von Nord­amerika herrschenden Streites über den Robbenfang im BehrwgSmeer war die Rede, eS hieß schon, daß auf beiden Seiten starke Kriegsflotten ausgerüstet würden, um die entsprechenden Rechte im BehringS- meer zu vertreten. Von vornherein machten diese Meldungen den Eindruck der prahlersichen Säbel-

utti ita Stimm harte eS fooa erlebt, daß fie die Arme nm ihn geschlungen, die Stirn au feine knorrige Rinde gelehnt und ihm vertrant hatte, was sonst 8 tue» m-hr wissen durfte. Und wunderbar, wie t fei bann stumm nnb verschwiegen zu tröst?» retfianbeD! Allezeit war fie mit erheit-rtem Antl'tz nnb erleichtertem Sina bann ins Alltagsleben zurück g hört. 3a wie konnte eS nach anders sein uar fie doch ein Ämb deS Wald'S.

Dies s J ihr, hatte fie gefürchtet, werde durch Isolde»» Anwesenheit ihr einsame- Wandern eine B schiä.knng erleiden, doch geschah di-S nicht. Di- lange Fian verhielt stch sehr zurückhaltend und o-gleich fie viel allein war, ba Harald o«t tagelang in bei Festung zmSckg-halten wurde, schloß fie fich wch fast niemals Soith zu einem Spaziergang an.

Auch in das Schloß, wo man fie freilich nicht vermißte, tarn fie höchst feiten. 68 schien die Neigung zum träumerischen Sichgehenlassen in der Rah» deS LaudanfenthalsiS fie vorwiegend eivzu. nehmen. Sie konnte stond-niaug in ihren Gemächern dahiudämmer» und daS E scheinen ihrer Matter, »eiche zuweilen einen Nachmittag kam, .mein Tochter, bte G äfia* zu b.fachen, erregte in ihr nicht immer B rgnüg-n.

Er war n tu diesem F ühjih-e viele neue Pfad' "nrw den Wald geschlagen worden. Zar besserer. O teniiinng sollten dieselben benannt nnb mti Täfelchen vezichnet werden. Edtth wurde von ihrem Pfl g-batet mit bet Aufgabe betraut, entsprechenbe N men zu wähln. Mit hem zunächst gelegenen urbe fie halb fertig, die erhielte» bte Name» ihre, Anverwandten, bann kam ein .Poetenweg', eine .Seufz lollee», ein .Philo'op »ngang.'

Heüle Pi g fie btn Waid »ach einet Richtung hinan, die fie lange nicht eingeschlageu. Dankt- Tinnen traten, je höhet fie kam, desto dchl r zusammen, biS zur Erve herab reichten die breit sich oortzreck »den Zweige. Lautlos glitt ihr Faß über den kurzen RafenwuchS bei AnffttegeS. Zseck ging

raffelet, hinter welcher gemeinhin nicht viel verborgen iiU sein pflegt, unb so ist eS auch gewesen. Die Vereinigten Staaten können in Wahrheit auch nicht tm Traum daran denken, mit England einen erfolg­reichen Seekrieg führen zu wollen, und die Diplo­maten in Washington sühren denn nun auch schon eine erheblich andere Sprache. Der ganze Zank wird über kurz oder lang in aller Freundschaft beigelegt werden. Auch die Aussichten auf hem Schauplätze bes Indianer« Ausstandes sind bessere geworden. Nach verschiedenen blutigen Gefechten scheint bett Rothäute» hoch hie Erkenntnis ausge- dämmert zu sein, baß sie an einen erfolgreichen Kampf nicht hinten können, und so haben fie dem kommandierenden amerikanischen General zum großen Teil ihre Untertoeifurg angeboten.

Berlin, 9.Jan. Kaiser Wilhelm entsprach am Donnerstag Abend einer Einladung des russischen Botschafters Grafen Schuwalow in Berlin zur Tafel. Am Freitag Morgen begab fich der Kaiser mit zahlreichen geladenen Herren »ach Potsdam, um dort eine Hasenjagd abzuhalten. Am abend erfolgte die Rückkehr nach Berlin. Die .Hamb. Nachr." erklär en wieder holt in der bestimmtesten Weise, Fürst BiSmarck habe die vielbesprocheneAeußerung .der König wird mich Wiedersehen" nie gethan. Die Berliner Zeitungen, welche diese Behauptung aufge­stellt hätten, möchten die Beweise dasür erbringen. Die Reichsregierung sieht sich beim Abschluß de- neuen Handelsvertrages mit Oesterreich- Ungarn gewaltig vor. Um zu verhindern, baß die uns zugkstanbenen Zollermäßigungen hinterher durch Erhöhung der österreichischen Bahntarise illusorisch gemacht werden, beansprucht die ReichS- ngierung die bindende Versicherung, daß deutsche Waaren auf den österreichischen Bahnen genau die­selbe Vergünstigung erhalten, wie die österreichischen Waaren. Die Wiener Regierung hat sich entschlossen, dies Zugeständnis zu machen. Der französische Botschafter in Berlin. Herbette, hat seiner Re­gierung einen Bericht über die Bedingung«n der Arbeit in Deutschland erstattet, dem gleiche Dar­legungen auch aus anderen Ländern folgen sollen. Der Bericht behandelt zunächst einleisi nb ben Charakter bet Arbeiterfrage im brutschen Reiche, schilbert sodann bie Lage ber Arbeiter »ach dem Politischen, sozialen und wirtschaftlichen Gesichtspunkte und giebt im weiteren einen Ueberblick der wirtschaftlichen und sozialpolitischen Gesetzgebung, der schwebende» Frage»,

mtt ges-nkr m Kopf an ihrer Sette, er mar müde, mte seine Herrin. Sie maßte, daß dieser melancholische Pfad ia eine kleine Lichtung endigen mußte. Dort »ano eine Bank, dort wollte fie ruhen.

Sie nahm ben Hut ab und sah anf den Wg zurück, den fi- herauf gt ft legen. Zvischen den dunklen Nadelhölzern schien et fich ine Bodenlose, in düstere Nacht zu verlieren. Kein Sonnenstrahl fand fehlen Weg hier herab, kein Ton unterbrach bte fast he« ängstigende Stille, obgleich außerhalb di f r Waldein­samkeit bet iomm-'liche, warwpulfireude Mittag webte.

.Laß alle Hoffnung hinter Dtt', drängte eS fich plötzlich auf CoinS Lippen nnb während fie fich von dem schwerwüttg stimmenden Anblick megmenbtte nnb beschloß, e8 solle biefet Pfad hem Dichter ber gött­lichen Komödie gewidmet sein und innerlich erörterte, ob .Dank Pfad' oder .Danteweg' wohllautender daS Ohr berühre, stand fie plötzlich still.

Uawillkürlich, mit tiefem Schreckeefühl griff ihre Hand nach dem Herzen nnb ihre L pp n öffneten fich zu einem Schrei, b<» fie j hoch zurückhiett.

Sie war bei der 1 tzt-u scharren Biegung au8 dem WaloeSbuuk l getreten. Lor ihr laa ber grüne Platz, tu dessen Mute eine einzige hohe Tarn- staub, au oelche bie ersehnte Bank fich l Haie. Dieselbe aber war nicht leer. Auf ihr saß, E -tth erkannte eS sofort an dem hoch auf g- rnmten, goldstrahlenden Haar, Isolde, mtt dem Rücke» ihr zngekehrt nnb zu ihren Füßen kniete ein Mann.

Ste wagte anfangs nicht fich zu regen, fie kam nicht von bet Stelle nnb fi- wollte auch nickt nnge» sih a st« zu ückzi h tu Ntto, ste wollte ihre Snwesen- htt knudg-den, btftimmt nnb deutl ch, denn Der, welcher dort kniete und zärtliche Worte flistert», baS war nickt Harald, der fett drei Tage» zam Manöver abivefend mar e8 war ein Anderer.

Der Hand k nute leise. Jetzt schoß et mit Tfittnbem Gcdell vor-'iS. Der Mann sprang aas. ES war der For stad sankt.

(Fortsetzaag folgt)