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befugen, uuregelmäßtgen Schlägen pulstrie. Ihre Kate begannen zu zittern, ihre Zähne leise aneinander zu schlagen. Die Landschaft vor ihr gewann eine tanzende B wegnng. Sie schloß die Augen und lehnte stch zurück. Daß die knorrige Banmrtnde hart gegen ihren leicht bedeckten Nacken drückte, that ihr wohl.
Harald bemerkte nicht» von ihrer Seelen Pein. Er blickte in die Ferne nud mit vtbrtrender Stimme, ttrahlenden Nag'», spr ch er weiter: ,ES find schor? Monate her, daß ich Isolde kenne.*
,6<toi Monate!' wiederholte Edith mechanisch, und in di-se« Zettranm hatte fie Harald täglich mit der Gewißheit de» Geltebtsein» gedacht.
»Auf Bällen, beim Schlittschuhlaufen, trat ich ihr näher. O @»ti I* rief er plötzlich, .ich liebe Meß -nnoetfdöne Wesen nud Isolde, oder keine wird mein W-lb.'
,Uab scheint Dir bieß schwer?' stammelte Edith mit nagender N-Unter, m-hr vr>n der schönen Isolde zu hören, nab konnte ntcht fasten, daß e» da Htnder« nist- «eben könne. Sollte fie ihn nicht wieder liebend llawöqltLl
E bleckte lebhaft ans.
Edith hatte den Schirm ihre» HnteS tief in dir Stirn uezogen, e» mochte fie wohl der glänzende Flnßfptegel blenden.
.Schwei ?!... Sie ist bürgerlichen Staude». Ihr Vat r tS Reger»ckorrst in unserer GarnssnSkttche."
.Werter nicht« ?' hauchte fie. 6» schien ihr, o!l habe rhre Stimme jed- Modulation Derlo en. .Ist» Wetter Nichts? Sie wird ja Demen Namen tragen.*
Er zog ihre Hand an feine Lippen nub bemerkte über der eigener. Aafr-gnog nicht die eistge Kälte derselben. .Dank für btefeß Wort, Mühwchen — aber — eß ist doch nickt so leicht. Ich fürchte, der O k l, die <8 oßmatt-r werden Schwierigketten erheben. Allein — st fiten stch auch die Firsten bet Hölle dagegen — I olve wird meine Frau.' — Er hatte die l tzten Worte mtt der Emphase der Leidenschaft gesprochen.
sRachdruck verböte«.!
Nach dem Stürmt.
Novelle von 6. Bollbrecht.
(Fortsetzung.)
Freilich, Großmurt-» u davon nichts hören, fie aber wußte, daß auf der W-U ihr nicht» lieber war, al» Harald — der stolz r trerltche Harald .. .
Und er?! O, er war steiß so frenndUch, so liebe, voll nud — kam dort die Straß: herab nicht ein Reiter gesp eugt? — W>r die» nicht Dattliug» Mrtiger Schritt? Und stimmerte eß nicht an der Kleidnng beß Reiter» ? . . .
Auch Zs ck hatte fick aufaerichtet nnb spähte, gleich feiner Herrin, bem Nähe komwenben t «gegen. Er stieß ein frendige» SBtafdn au», bann nach einem fragenden Blick ans seine Gebieterin stürmte er den Abhang hinab nnb umsprang bald mtt vergnügtem Gebell den Herannaheudeu.
3» — eß war Harald.
Edith war an den R>nd b ß Pfades getreten, bet junge O fizier sah bte @ 6 ah sich abheben von dem dunklen Hwferarnnd beß Walde».
Jetzt winkte fie mit bem Tuche. Er sprengte herüber und mit einigen kühnen Sätzen die Anhöhe ewpor.
„Grüß Dich, Konstnchen; wie kommst Dn so wett heran»?"
„ ..Ich ging dem Papa entgegen" — Ediib gab dem Bruder ihrer Mutter mit Vorlieb- diesen Namen — „der mtt dm Fö ster in b-i Tanuenschouuug zu thun hat und hier vorüber kommen wird--nnb
Du Harald?"
Sie sah ihn au.
Er war vom Pferde gestiegen nud schlaug Dattliug» Halfter um den nächsten Baum. „Ich benutzte der Prahm zunächst der F stuog, um einmal dießsisiß eineu tüchtigen Ritt zu thun. Datrltng hielt fk urag-ifiqae, in kaum dreißig Minnteu waren wir hier."
Ei k.opfte den schimmernden Hal» biß - bien Tiere». Auch Edith strich liebkosend über dessen Nüstern.
-Esches -eich.
Berlin, I.Jan. Die Neuja hrSgratul ation am deutschen Kaiserhofe verlief in ba Hauptsache wie im vorigen Jahre. Für das große Publikum bleibt Wenig zu sehen übrig, da die eigentliche Auffahrt sich im Innern de» Schlöffe» abspielt, Während früher unter Kaiser W lhelm I. baß ganze festliche Arrangement der Auffahrt sich vor dem Palais des greisen Kaiser» vollzog und dieser selbst häufig am historischen Eckfenster erschien, um dem Publikum seinen Dank sür beff-n herzliche Glück- wünsche darzubringen. — In ben Reichsämtern und preußischen Ministerien sinb in inesim Jahre die feierlichen NeujahrSgraiulationen der Beamten an ihre Ches» auf Anweisung des Reichskanzlers von Caprivi unterbli.ben, der diese Formalitäten al» überflü'fig betrachtet. — Der Kaiser hat baß Rücktritt»,esuch des Konfistorial Präsidenten Dr. Hagel geuebmigt. — Im ReichS- V Postamt wirb ein Reichs-Telegraphen- und Telephongeietz vorbereiter. M öglittei weise wird daßselbe ben Reichstag bald beschäftigen. — Eine Extraausgabe de» „RetchSanzeigerS' veröffentlicht anläßlich be» Uebergangs der ostafrikanischen Küste in deutschen Besitz eine kaiserliche Berordrung vom 1. Januar IkSl b treffend die Rechtsverhältnisse Dmtsck-Ostaful.s Dieielbe be-
Unioersirät — der Volksschule an- und einzugliedern und ein für alle Teile be» Volke» gleiches und gemeinsame», einheitliche» Schulsystem zu schaffen. Das ist wirkliche Schulreform."
Hamburg, 31. Dez. Wie ber Han b. Correfp. aus FriedrrchSruh erfährt, gebentt Fürst Bismarck bie Berwaltung seiner Güter Barzin, Schönhausen und Schönau ben Grasen Herbert und Wilhelm zv übergeben und sich auf FriedrichSruh im Sachserwalde zu beschränken. — Die englische Versicherungs-Gesellschaft .Lloyd»" erklärte das Schiff Johann Orth» für verschollen.
Erfurt, 1. Jan. Der Kunst- und Handelsgärtner Heinrich Schmidt in Erfurt, unter dem Namen .Blumen-Schmidt" weltbekannt, dessen Geschäft auch in Berlin auf da» Glänzendste vertreten ist, ist plötzlich, fern vom heimatlichen Boden, null diesem Leben abgeschieden. Auf seiner ErholungS-- reife nach dem Süden, die der nunmehr Verstorbene in jedem Winter unternahm, wmde et zu Santa Cruz auf der Insel Insel Teneriffa von dem Tod« überrascht.
Magdeburg, 30. Dez. Die hier versammelte« Delegierten be» Preuß. Landeßlehrerverein», der 35 500Mitglieber zählt, berieten ben Volksschulgesetz-- entwurf. Zu ben einzelnen Paragraphen des Entwurf» wurden folgende Beschlüsse gefaßt: $ 1. »Die Volksschule ist als die allgemeine Grundlage für lämtlicke öff'ntliche Unterrichtsanstalten anzuerkernen" | 4. „Höchstbetrag der Kinderzahl 60.' § 5. Raumlehre ist unter den Unterrichtsgegenständen auch ferner beizubehalten.' § 6. „Wöchentliche Stundenzahl der Unten,chisgegenstände nnb Ziele der Lehrfächer fhü) im Gesetz zu bezeichnen." § 14{ und 15. „Si- multanschulen dürfen ohne Zustimmung der beteiligten Gen emden nicht ausgelöst «nd in konfessionell? uwgewandelt werden. Auch steht den Gemeinden baß Recht zu, neue paritätische Schulen in» Leben zu rufen, namentlich wenn dadurch eine zweckmäßiger« Oigamsation der Schule ermöglicht wird." „Daß ,m § 17 den von ben Religions Gesellschaften zur Leitung des Religionsunterricht» beaufttagten Personen zugksprcchene Recht, ben Lehrer sachlich zu berichtigen, darf nicht persönlich, sondern nur durch Vermittelung ber bem Lehrer vorgesetzten Dienstbehörde ausgeübt werden. Eine Mitwirkung bei Feststellung der Zeugnisse in der Religion bei der Schulentlassung der Kruder ist nicht zu gestatten. Dies« Miiwrrkung ist selbstverständlich nicht zu versagen, wenn der Geistliche ganz oder teilweise ben lehrplan- mäßigen Religionsunterricht erteilt.' Zu § 19-
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für -ir Kreise Marburg und Kirchhain
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Die Exped. der Oberh. Zeitg.
•UWehrt rü^tch .»« an «ertragen nach Sonn, nnb (m
•tttim 2/4 vtt vtK pojtaiuttii 1 RT« 60 yfg# (ttfL
ff w Sonnabend, 3. Januar 1891
in die Welt sitzen, und ebenso schwer der Grad der Intelligenz Jever kenrzeichnen, welche diesen Märchen Glauben beimeflen sollten. — Die Januaraußgabe der „Therapeutischen Movatsheste' enthält Berichte, wonach das Koch'sche Mittel bei ben schwersten Fällen von Kehlkopftuberkulose günstig eingewirkt hat unb auch bei einem verzweifelten Falle von Miliar-Tuberkulose eine unverkennbare Besserung bewirkte. — Für da» Detailgeschäft war baß Jahr 1890 kein gute». Teure Lebensmittelpreise, unpaffenbe Witterung im Frühjahr und im Herbst lähmten den Verkehr, der nie zu richtiger befriedigender Entfaltung gelangen konnte. Teure Sachen blieben liegen, billige Artikel wurden hauptsächlich verlangt. Hierzu kommt noch die sich überall vermehrende Konkurrenz, die die Ausdehnung der Umsätze noch erschwert. Rur mit allergrößten Anstrengungen kann das Detailgeschäft heute noch auf alter Höhe erhalten werden. Die Ansprüche des Publikums werden immer größer, die Spesen, wachsen, allk» muß großartig sein, die Auswahl kann nicht groß genug fein, nur der Verdienst wird immer kleiner. — Die Beratungen über die Schu l- reform in Württemberg und Bayern haben gezeigt, daß bie dortigen leitenden Kreise am liebsten da» humanistische Gymnasium in seiner bisherigen Art erhalten möchten. Die Ergebnisse find dem entsprechend dürftig. Der bayerische Kultusminister Dr. v. Müller betonte in seiner Schlußrede an den obersten Schulrat ausdrücklich, daß an dem .bewährten Grundbau der Gymnasien' nirgend» gerüttelt, wohl aber eine Reihe zweckmäßiger Ein richtungen und Ausbauten vorgesehen worden sei, welche ben Wert be» Ganzen erhöhen werden. Die Fürsorge für die Zukunft auf allen Gebieten, zumal im Bereiche der ideellen Güter der Mrnschhiit, sei die bedeutungsvollste Aufgabe der Gegenwart. Die Mitteilungen im „Staats-Anz. für Württemberg' nehmen zwar eine Haltung ein, bie man al» zu wartknbe bezeichnen darf; allein fie lassen bock deutlich burchblickkn, daß man höheren Ort» auf humanistischer Seite stehe. — Bei dieser Gelegen heil möge auch Erwähnung finden, wa» da» sozial demokratische „Berk. Volke bl.' von der Schulresorm denkt. E» schreibt: .Da» erste und einzige Ziel der Schulresorm muß e» sein, die Volksschule zu bem zu machen, wa» sie fein soll — zur Schule für da» gesamte Volk —, ben Unterschied zwischen höheren und niederen Schulen auszuh.ben, unb alle Bildung»anstalten be» Landes — von ben Klein kinderbewahranstalten und Kindergärten bi» zur
.Da sagtest, der Onkel werde hier vorüb-rkommen Edith-, Hub er eudlick an.
.Ja, Harald. Wtt kamen überein, daß ich ihn hier erwarten solle. Ec konnte wtt aber nicht genau bte Zeit bestimmen, ba mehrere St läge bedang n werden tollten. Zam Speisen kehrt er jedenfalls zurück.'
Harald blickte abermals nachdenklich vo> stch nieder. Sollte er ben Onkel hier erwarten? Er hätte zutschen ihn nud stch gern eine Mittelsperson gestellt. Sagen hatte er dazu anSersehen, aber — wie — Denn e> den Zufall beuntzte — und Edith als Verttaute, als Fürsprecherin wählle? Eie hatte so ttene ehrliche »ngen, war ihm so zugethan, vermochte so viel über oen Oak-l.
.Du bist so M. Harald", unterbrach Sdtth die Reihenfolae seiner S-danken.
Der Dffltier fuhr ewpor nnb strich mit ber Hand durch fein krauses Haar.
.Auf Ehreuaort, Edith, ich bin verteufelt ,p nstv', wie die Großmutter sagt. Sonst nicht meine Art — nie Da weißt. — Allein, Kind, e» hat dies einen besonderen Grund', er seufzte, .ich habe Sorgen.'
.Du, Harald?!' tief fie lebhaft. .Können wtt Dir h Ifen? Papa, Eaaen, ich?!"
E» war ein leichter Farbenwechsel durch sein Gefickt gestrichen. Er nahm bi» jungen MtbchenS Hand nnb zog fie an seine L ppen. Dann ließ er fie finken, aber er hsilt ihre Finger fest.
.Dir will ich eS zuerst verttaueu, Sdtth, bi'lleicht kann Dein Fürwort mir bte Bahn ebnen. So höre denn, Mädchen, ich liebel'
.Ahl'
Es klang tote bet Tob'Sfentzer be» verwnnbkt n ReheS. Ein einziger Blick auf ben Geliebten sagte ihr, daß sie nicht der Gegerstand seiner Liebe fei
.Ja, ich liebe ein Mädchen, nnb zwar mtt solche, Letbenstasr, daß ich Himmel und Eibe in Bewegung f tz'u würde, eß zu ei ringen.*
E ith fühlte, wie alles Blut ihr anß bem Avtl'tz wich nnb wie ihr Herz halb ftillstanb, bald mtt
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt sür die Kreise Marburg und Kirchhain
Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Anzeigen nimmt entgegen bie Expedition b. Blatte», E®te bie Annoncen-Bureaux von Haasenstein unb Seglet
Frankfurt a. M., Löffel, Magdeburg n- Wien; Rudolf XXVI Stoffe in Frankfurt «. M., Berlin, München u. «Äu: S. 8- AA '1 V Daube u. Lo. in Frankfurt a M., Berlin, Hannover. Vari».
stimmt, daß das Gesetz über die Konsulargerichis- bat feit in dem abgetretenen Küstengebiet nebst Zubehörungen und Jnsil Mafia von Neujahr an An Wendung finbit. Die Verordnung regelt ferner das Verfahren für bürgerliche Rechtsstreitigkeiten sowie für Straf'achen und entspricht im Wesentlichen der Verordnung betreffend die Rechtsverhältnisse im Schutzgebiete Südwest-Afrika vom 10. Aug. 1890. Außerdem bringt der „Reichsanz." eine Verfügung betreffend bie Ausübung konsularischer Befugnisse unb den Erlaß polizeilicher unb sonstiger die Ver waltung betreffender Vorschriften in Deutsch-Ostasrika. — In ben deutschen Stationen Ostasrikas hat am 1 Januar unter Kanonendonner bie feierliche Ueber- rahme ber Verwaltung durch das Deutsche Reich stattgefunden. UeberaH waren die Truppen in Parade ausgerückt. In ba» Hoch auf ben deutschen Kaiser stimmten auch bie Eingeborenen kräftig mit ein. — Au» Hamburg kommt folgende kategorische Erklärung: „Eß sei unwürdig, alle unliebsamen Außlaffungen der „Hamb. Nachr.' dem bisherigen Reichskanzler zuzuschreiben, anstatt fie als einfache, gewöhnliche Zeitungsleitartikel zu betrachten. Wenn Fürst Bismarck als Privatmann seine Meinung äußere, so gehe daS Niemand etwas an, auch wenn feine Meinungen sich mit ben „Hamb. Nachr.' deckttn. Fürst Bismarck sei kein Friedensstörer. Wenn er wieder an’« Ruder wolle, werde er sich nicht unlauterer Mittel bedienen, sondern den einfachsten Weg wählen, den der Annäherung an die leitenden Personen. BiSmarck wolle aber nicht. Zum Kaiser werde er nie wieder in amtliche Be ziehungen treten, hingegen Jnterviever nach Belieben empfangen, wenn darum gebeten wird."
Berlin, 1. Jan. Der Kaiser empfing gestern Mittag den Oberbürgermeister Adickes von Frankfurt. — Der Konferenz-Ausschuß für die Schnlsrage wurde bereits gebildet. Vorsitzender ist Geheimrat Hiutzpeter. Der Ausschuß, welcher noch au» weiteren 6 Mitgliedern besteht, tritt am 6. Januar zusammen. — Wiener Blättern wird Über Berlin au» Han bürg eine Meldung übermittelt, welche der Insinuation Ausdruck giebt, „die Rück- berufung Emin PaschaS sei auf eine Vorstellung Englands erfolgt.' lieber die „Rückberufung Emin'»' ist durch die gestrige Veröffentlichung im „Reichs-Anzeiger" genügende Klarheit gebracht. Was die obige Meldung anbetrifft, die wir als vollständig erfunden bezeichnen können, so läßt sich schwer ein parlamentarischer Ausdruck für da» Ge bahren Derjenigen finden, welche derartige Märchen
„Du bist erhitzt, Harald."
„Ja", sagte er, stch bie Stint trocknend nnb fick ans bte Bank setzend, auf welcher Sdtth vorhin geruht, „eß ist verteufelt heiß heute."
Sie hatte stch an feiner Sette niedergelassen nnb sah ihn mit strahleubem Lächeln an.
»Sagen ist wohl auf dem Felde?"
»Nein, ich verließ ihn bet Großmama. Er brachte nuß bte Knude Seineß heutigen Kommens. Wir freuten nuß sehr darüber, Du warst lauge nicht bei nn»."
Sr hatte zerstreut inß Weite geblickt und der innige Ton, mtt bem da» junge Mädchen sprach, ent- ging ihm gänzlich.
Auch fie schwieg nnb Überließ sich der glücklichen Stimmung, welche der Anblick beß Geliebten in tbr rachgerufen. Er ähnelte seinem Bruder Engen, beiden gemein war bte seine, leicht gebogene Nase, baß etmaß in die Länge gezogene Oval des G fickte». Daß lockige braune Haar, da» zierliche Bärtchen Über bem gern lachenden, wohlgeformten Mund ließ u H italb vielleicht a!ß den von der Natur begünsttgtereu brr beiden Brüder erscheinen, während da» freie offene Auge, der bestimmte Zug des Antlitzes beß älteren eine höhere Begabung desselben verrieten.
Zteck, den die etngetretene Stille zu langweilen schien, legte seine kalte Nase ans beß O fizier» Knie und sah mtt säst menschlich beredtem »nSdruck zu demselben empor.
.Ei, alter Junge, ich habe Dich noch gar nicht begrüßt', lief der Dragonerlentnaut lachend unb klopfte beß HunbeS Hals, bann versank er abetmalß tu Schweigen.
Sein heißenipfiubendeS Wesen erfüllte ein einziger (Sebante. Er war beute ht.rher gekommen, um nack s-iuer rasch entschlossenen Art die «ngelegeuhett vo "en Verwandten zur Entscheidung zu bringen. D -r aber vor Beginn der jedenfalls überraschenden und htn Seinen nickt erfreulichen E.öffuung stand, wmde ihm doch btllommen zu Mute.