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einem Sowmrrtagr im Mouat Juni rollte hübscher, reich auSgestatteter Reisewaoeu längs Mdigeu und holperige» Landstraße von Barde »olbtng dahin.
®«r Wageaschlag trug ein gräfliche« Wappen, aus «ock saßen der Kätscher »ud ein Jäger tu bunte!» er Livree, aus dem Htvterfitz eine dicht Der, rte Kammerzofe und aaS einem offenen Fenster vo» Zeit zn Zett da« Antlitz eines ätteren Mannes Vorschein, welcher die Blicke nach den Wolken
, die ein kalter, scharfer Wind am Himmel --trieb.
«m dem anderen Fenster saß eine junge Dame, jaen weichen, gefütterten Reisemantel eingehüllt, «ad anscheinend leidend, oder jedenfalls überaus Paunt von der anstrengenden Reise.
«te hatte stch in dem Wagen -urückgelehut und nach wieberhotteu Versuchen, fich die bequemste zu verschaffen. Ab und zu tauchte unter dem el ein äußerst zierlich gebauter Fuß hervor. *nb wieder auch richtete fie ihre großen, gedanken - Angen mit einem redend traurigen Ausdruck ihren Vater. Begegnete dann ihr Blick dem
, so lächelle fie ihn an, streckte ihm ihre , weiße Hand entgegen nnb versuchte hierauf chlummeru.
^i jedem dieser Versuche verhiell der alte Herr
Erfaltatr der Volkszählung.
Die Resultate der Volkszählung vom 1. Dezbr. legen bei weitem noch nicht auS allen deutschen Siebten vor, aber schon macht sich eine wichtige xhatsache bemerkbar, welche bisherige Mutmaßungen Migt: Die Zunahme der Bevölkerung ist fast i eile« Plötzen mit industriellen Bettieben, mögen * Städte nun groß ober klein sein, eine recht starke, Ehrend in solchen Stäbten, in welchen hauptsächlich Mtrbau getrieben wirb, die inmitten Ackerbau Ire
übten nun bit natürliche Vermehrung durch Ge- hinzu, so ergiebl sich entweder eine recht starke me oder da, wo eine mäßige Zunahme erfolgt ein Stillstand, der erst in Jahren einem bemerk
Fortschreiten Platz machen wirb. Diese Er- nungen finb erklärlich, aber nicht erfreulich. Der nd für -ben Fortzug bet Bewohner kleiner, ober Orte nach lebhaften Jnbustriestäbten ist in Hauptsache natürlich die Hoffnung auf besseren unst, eine Hoffnung, die sich bei der über-
Chr. lebet: »»IM, Carl M
«st in Tertia zu beginnen, wirb verneint, die Neben» frage Schulzes, ob es fich empfiehlt, an den Schluß des sechsten Jahreskursus bei eventuell sechsstufigen Schulen eine Entlaffungsprüfung zu verlegen, bejaht. — In der Wohnung des Profeffor Dr. Koch d> Berlin waren am Donnerstag zum 47. G burtstage de- berühmten Gelehrten sehr zahlreiche Glückwünsche von Nah und Fern, au» gelehrten und anderen Kreisen eingegangen. Auch der Minister von Goßler und Kochs Geburtsftadt KlauSthal waren bei treten. Dr. Koch selbst hatte vorher Berlin verlaffen und eine Erholungsreise angetreten. — Der Gedanke, dem Geh. Rat Koch eine Ovation in Gestalt eines FackelzugeS zu bringen, ist zwar nicht aufgegeben, die Ausführung aber bis zum Frühjahr verschoben worden. Bor allem entscheidend für diesen Beschluß war der Umstand, daß Geh. Koch an dem in Aussicht genommenen Tage, dem 21. Dezember, nicht in Berlin anwesend sein wird. Für die akademischen Kreise hatte, wie noch erwähnt fein mag, der Akademische Turnverein die ersten vorbereitenden Schritte in der Sache unternommen, die waffersportliche« Vereine, die Ruderer, Segler und Schwimmer, hatten bereits ein besonderes Fackelzugkomitee eingesetzt und stch zur Zeichnung eine» ansehnlichen Garantiefonds bereit erklärt. — Die deutsche Kriegsmarine zählt gegenwärtig an aktiven Schiffen: 12 Panzerschiffe, 16 Panzerfahrzeuge, 4 Kreuzerfregatten, 10 Kreuzerkorvetten, 5 Kreuzer, 3 Kanonenboote, 8 AvisoS. An höheren Offizieren zählt die Marine 5 Vizeadmirale, 10 Kontteadmirale, 30 Kapitäns zur See. — Für den Wißmannschen Dampfer für Centtalafrika find gegenwärtig 170 000 Mark aufgebracht. Mit den Transportkosten stellen fich die Ausgaben auf 270 000 Mk., fo daß noch rund 100 000 Mk. fehlen. — Es wird bestätigt, daß der Militärpfarrer Dr. von MieczkowSki auf Grund einer Vereinbarung zwischen dem Vatikan und der preußischen Regierung zum Erzbischof von Posen und ©tiefen ernannt worden ist. — Zum Bischof von Straßburg ist her Gymnasial« direktor Friesen ernannt. Es ist das der erste Altdeutsche, welcher in den ReichSlande» eine« Bischofsstuhl b-steigt.
— Auf der am 5. und 6. b. M. in KöSlin abgehaltenen Herbst . Generalversammlung der .Pommerscheu ökonomischen Gesellschaft" würbe der zweite Gegenstand der Tage»ordnung: die Lage der Landwirtschaft gegenüber dem Abschluß neuer Handelsverträge, mit dem dritten »eS beab» ichtigi die Pommersche ökonomische Gesellschaft,
Gazeta schlang ihre Arme um seinen Hals.
•»‘V5« ®<taer überdrüsfiz, teurer Vater?- P' mit sanfter, harmonischer Stimme. .Ich bereite Dir so viele Sorge nnb Mühe!'
Der Graf konnte weder biefer einschmeichelnden Stimme, noch den strahlenden Blicke», die fie aus ihren dunkle» Aagen ans ih» richtete, widerstehen.
»Wie könnte ich Deiner wohl flberbtfl fig weiden, meta herziges Ktad!' beeilte er fich, zu erwidern «ährend ein verklärendes Lächeln sei» ernstes Erficht
Spät am Nachmittag erregten fie Kolbing, aber Gazeta bekam weder die binnen Berge, noch ben gewünschten Wasserfall zn sehen. Sie erhiett nicht einmal ein Balkonzimmer, sondern wußte stch mit einem großen Saal begnügen, von welchem ans man aas eine Mühle und eine verwitterte Schloßmine'bltckte.
Rodertine wurde beauftragt, alle Blumen, welche in der Stadt aufzutreiben waren, einzukanfeu.
Sodann ließ Gazeta fich umkleiden, wildernd ihr Vater fie verließ, nm einem alten Freunde, dem Ober. stabSarzt Ludwig, einen Besuch abzustatten.
Der Oberstabsarzt, ein kleiner, grauhaariger und lebhafter Mann, begrüßte den General, wie man einen lange entbehrten Freund empfängt, stellte tausend Fragen an ihn, ohne eine einzige Antwort abzu. warten nnb forderte schließlich, daß er und feine Tochter sogleich zu ihm ziehen und wenigstens acht Tage bei ihm bleiben sollten.
»Dich hindert nichts, Da bist Dein eigener Herr reich, mächtig, mit einem Worte, ein recht glücklicher Mann!' 6.
»Glücklich!' wiederholte der Gras mit einem tiefen Seufzer und bedenklichem Achselzucken. .Ich habe eine Tochter —'
»Und ich deren vier, nicht meiner fünf Knaben zu gedenken. DaS ist, dächte ich, doch kein Unglück insonderheit, da fi-, wmigstenS als Kind, Deiner tilgen Gattin ähnelte, die ebenso schön, wie be»
zaubernd war. Hat fie vielleicht Deine» Erwartungen nicht entspochen?'
»Sie ist zart nnb kränklich.'
»Dann verordne» wir ihr ein Rezept; ein wenig Chinin, einige Sisenlropsen, da» soll schon helfe». Komm, laß »»» gehe» nnb fie ans ihren Zustand untersuchen.'
Der Arzt erhob fich eilfertig, allein bet General hielt ihn zurück.
.Ohne ihre Einwilligung zu solcher Sousuttatio» würde Dein Besuch fich als vergebliche Mühe erweise». Du könntest sie überdies ängstigen, fie ist aus Dein Kommen nicht Dorbereitet.'
»Aha, das Fräulein iS also Herr im Hanse, wie ich herauShöre? Hm, das findet man bisweilen. Setze Dich doch. Gestehe Deinem Arzte ohne »«flüchte, was ihr fehlt!'
,3a, wie soll ich das erklären? Ich wüßte Dir kein bestimmtes Hebel nachzuweisen; eben so wenig babeu alle zn Rate gezogenen Serzie ein solches konstatieren können. »ES ist der Anfang eines Herz» leidens', sagte der eine; »fie muß vor jeder Auf» regnug bewahrt bleiben, frühzeitig fich zur Rahe be» geben, keine Bälle mehr besuchen.' »ES ist phystsche Apathie', erklärte ein anderer; »nervöse Schwäche, welche mehrfache Ursache haben kann. DaS Fräulein muß zeitig auf flehen, fich Morgens viel Bewegung wachen nnd Brunnen trinken.' Aber fie will keine Srunnenkar durchmachen aud liebt eS, deS Morgens lange zu schlafen. Zu meiner Verzweiflung nahm ich zuletzt meine Zuflucht zu einem Homöopathen. Er i iß stch haarklein berichten, was ihre früheren Serzte über ihren Zustand geäußert hatten, zuckte die Achseln und lächelte: »Sie versteh'U einfach nichts, diese Herren Allopathen!' äußerte er selbstbewußt. »W.SHalb find Sie nicht sogleich zu mir gekommen? Zu vierzehn Tagen oder höchstens nach drei Wochen wird daS Fräulein tariert fein. Vor Allem hören wir mtt dem Mediziniereu auf. Sechs von meinen kleinen Zuckerkügelchen in Größe eines Stecknadel»
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der Bevölkerung erwiesen. Rasche Zunahme der Bevölkerung verteuert Grund und Boden, verteuert auch die Mieten. Das starke Arbeitsangebot ist nicht der Nachfrage entsprechend, und damit werden die Löhne gedrückt. Endlich aber ist der Zuzrni meist der minder bemittelten BevölkerungSklaffe angehörig und den Gemeinden erwachsen somit erheblich höhere Lasten für Schulzwecke rc, während die entsprechenden Einnahmen auSbleiben. Manche Gemeinde kann hierüber ein Klagelied singen. Daß die Geschäftswelt von der Bevölkerungszunahme großen Nutzen hat, ist selbstredend, aber die Vorbedingung dafür ist, daß der Zuzug kaufkräftig ist, und das ist er häufig nicht.
Die Erscheinungen, welche jetzt in der Volkszählung zu Tage treten, find die Folgen deS Hallohs, mit welchem in der zweiten Hälfte deS vorige Jahrzehnts der sichtliche Aufschwung der Industrie begrüßt wurde. Damal» erblickte alle Welt außerhalb der Jndustrieorte in diesen daS gelobte Land, in welchem es niemand fehlen könne. Die Bündel wurden geschnürt und fort ging eS. Die Dinge würden fich auch gemacht haben, wenn nur nicht der bekannte Umschwung eingetreten wäre, und heute bereuen sicher nicht Hunderte, sondern Tausende, daß fie leichtfinnig ein auskömmliche» Brot auf gaben, um nun in mißliche Verhältnisse hineinzugeraten. Hoffenilich stockt in den "folgenden Jahren die AuS- wanderungsflut nach den Großstädten und Jndustrie- bezirken etwas, sonst wird die Lage immer trauriger. Dazu mag auch noch auf eine Thatsache hingewiesen sein, die von Arbeitern und Gewerbsgehilsen außerhalb der Großstädte viel zu wenig beachtet wird. Wenn in großen Städten verschiedentlich mehr Lohn gezahlt wird, wenn da» Verhältnis etwa sechs zu zehn ist, so wird dort doch auch ganz anders gearbeitet. DaS ist keine ruhige Thätigkeit, sondern ein hastendes Jagen, da» nicht für Jeden paßt, und in da» fich auch nicht Jeder hineinfindet. Wer aber nur Miitelarbeit leistet, der wird in der Großstadt verhältnismäßig schlechter bezahlt, als in der Kleinstadt, denn an solchen Arbeitskräften ist Ueberfluß.
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Sonnabend reist der Kaiser zur Jagd nach Barby, Ende nächster Woche nach Springe in Hannover. — Der Wirkliche Geheime Rat Dr. Greiff ist auS seiner Stellung al» Vorsitzender de» Kuratoriums der Königlichen Bibliothek auf sein Nachsuchen ent- laffen und der Direktor tat Kultusministerium, de la Croix, zu seinem Nachfolger ernannt worden. — Die Mitteilung gewisser Blätter, es sei die feste Absicht der Regierung, die landwirtschaftlichen Zölle auf die Höhe, welche dieselben vor der letzten Steigerung im Jahre 1887 hatten, herabzusetzen, entbehrt jeder Begründung. — Die Einkommensteuer-Kommission genehmigtt von § 9 den ersten Teil (Abzüge bei Berechnung deS Einkommens) mit einem Zusatze deS Frhr. von Zedlitz-Neukirch, wonach auch eine Verringerung der Substanz des Betriebes, wie bei dem Bergbaue, abschreibungssähig ist, ferner den zweiten Teil (nichtabzugSfähige Verwendungen) unverändert nach der Vorlage. — Die Gewerbe. steuer-Kommission genehmigte § 5, bett, die Steuerfreiheit der Kredit- und Konsumvereine, mit einem die Regierungsvorlage zu ungunsten der gedachten Vereine einschränkenden Anträge HammacherS und nahm ferner den § 6, welcher vier Steuerklassen festsetzt, unverändert nach der Vorlage an. — In der heutigen Sitzung der Schulkonferenz teilte der Kultusminister von Goßler mit, e» bestehe die Absicht, die Sitzungen der Konferenz nicht über den 18. Dezbr. hinaus auSzudehnen. Die Abstimmung über die Fragen der Beibehaltung der bestehenden Schularten und de» Lehrpläne» der Realgymnasien wird ausgesetzt. Sodann werden die Fragen beraten, ob es fich empfehle, an solchen Orten, wo nur gymnasiale oder realgymnafiale Anstalten bestehen, in den drei unteren Klaffen neben und statt be» Lateins einen verstärkten deutschen oder modernftemdsprach- lichen Unterricht einzuführen und da, wo nur latein- lose Schulen bestehen, in den drei unteren Klaffen da» Latein anzugliedern, alle siebenstufige Anstalten auf sechsstufige zurückzuführen und den Lehrplan der Realschulen und höheren Bürgerschulen gleich zu gestalten und so einzurichten, daß die Fortsetzung des Bildungsgänge» auf einer Oberrealschule erleichtert werde. An der Debatte beteiligten fich Dr. Holzfäller - Hagen, Dr. Bertram - Berlin, Dr. Schulze- Berlin, Dr. Kropatscheck Berlin, Profeffor Paulsen, Geh. Rat Stander, Germar, Dr. Fiedler - Breslau, Dr. Mathias - Düffeldorf und Geh. Rat Ende. Sämtliche Hauptfragen werden mit unwesentlichen Abänderungen nahezu einstimmig bejaht. Die Nebenfrage BertramS, ob es fich empfiehlt, mit dem Latein
Ihr IdeiU.
Der Roman eines Mädchen herzens. Nach dem Dänischen des (£ a r i t Etlar.
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Deutsches Reich.
Berlin, 11. Dezbr. Kaiser Wilhelm ton feuerte am Donnerstag längere Zeit mit dem Reichs kanzler, dem Krieg!Minister und dem Ches de» Mi- litärkabinets und erteilte dem schwedischen Baumeister Munke eine Audienz. Am Nachmittag em pfingen die kaiserlichen Majestäten mehrere Besuche. a»S dem Staatsdienste stch völlig ben Wlffenfchaften gewidmet hatte. Nun war ihm fettens ber Bertie flr feine kränkliche Tochter eine Reife »ach bem Süden angeraien worden nnb zn biefem Behnfe fahren »eibe in ber Kalesche bnrch ben ftnrmbe. »egten Zmittag dahin.
Die Landschaft war düster nnb einsam; nur ver- etnjelt zeigte anfsteigenber, bläulicher Rauch, baß bie Gegend nicht gänzlich unbewohnt fei. B
»Wie befindest Du Dich, mein Kind?' forschte ber General, als er bemerkte, baß Gazeta eben aufs Nene ihre Lage zu Betäubern suchte.
-Wie mir scheint, ei» wenig besser', eroberte fie mit klagenber Stimme, »ober bie Kissen liege» schlecht nnb bau» friert eS mich nm bie Füße.' W W
Der General legte baS Kiffen zurecht nnb hüllte ihre zarte G. statt sorgfältiger ein. Inzwischen ergriff «ajeta ein Fläschchen Kölner Riechwasser nnb bei spritzte bie Polster mit dessen köstlichem Inhalt.
»Möchtest Du nicht Etwas lesen ?' fragte der Graf.
»ES würde mich zu sehr anstrengen, das Buch in »alten', antwortete fie mit geschloffenen Auaen Es langweilt mich alle». Du sagtest doch gestern, baß bie Seqenb taten ff aut und abwechselnd werden würde aber fie bleibt fich ewig gleich; überdies scheint auch die Sonne heute nicht. Und vollends heute abend diese entsktzlicheu Krngwirtschafteu mtt Gräderta- chrifteu und Fenstern, welche fich nicht öffnen lassen I Du kannst es nicht verantworten, mich an einem solchen Ort übernachten zu taffen. Da labe ich ja weit lieber Robertine zu mir ta ben Wagen, um mtt wir bie Nacht in bemfelben zu verbringen. Ich will rgenb wo wohnen, wo bie Morgensouue zu mir ins senster hereinscheint nnb Blumen, Vogelgesaug, große »laue Berge nnb Wasserfälle mich beim Erwachen de- grüften. Hast Du mir bas all-S nicht versprochen ehe wir »uS zur Reise auschickten?' '
»Und wenn Du baS alles hast, wirst Du bann auch wirklich froh nnb gnfrieben fein?' fragte ber General kummervoll.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchham
Illustriertes Sonntagsblatt. ^cpeditton: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
iw der Kreise liegen ober in denen sich aus irgend ment Grunde ein nur stille» GeschästSleben entfaltet, de BevölkerungSzahl meist nur ganz mäßig zuge- M®roen hat, teilweise sogar direkt, und zwar auf« (<o72 sollend stark,. zurückgegangen ist. Die letztere Er- steinung ist nicht nur in kleineren Landstädten zu tzerzeichnen, sondern auch tn hübschen, wohnlichen Mittelstädten. So ist die Bewohnerzahl der Stadt siru Ruppin um nicht weniger als 1054 Köpfe m (fof Jahren gesunken. Rechnet man bei allen diesen
’ i a, rtutm mejer zreijutge verprell ver arte yerr und unbeweglich auf seinem Platze; seine -—" ** tübten unverwandt auf ben ihrigen, wie wenn I bewachte; er hielt sogar fast feinen
v JT1«, »m nicht ihre Ruhe zu unterbrechen.
t hetben Reisenden waren ber General Graf (775’ J Ponitz nnb dessen Tochter Gazela. Beide Hatter IM, orühjahr auf einem ihrer großen Güter in - poitb verlebt, wo ber General nach feinem Abschied
60 Marburg, sowie bie Amwneen-Bureaux von H^msenstein und Bogle»
Sommbend, 13. Dezember 1890. Ättä Zahrgcm»
__U W« W Psg. O ___________Daube ll-Lo. in Frankfurt-. SÄ., kerlin, Hannover, tzaris.
f ei ' 8 btI Kaufkraft. Unterbleibt das, so wird |t(L ” Geschäft schwierig, infolge der starken Konkurrenz na4ti» *L8«bienft geringer, und damit sinkt auch die bester^. Sssähigkeit der Gemeindemitglieder. Außerdem SM auch Grund und Boden nicht selten an
gOÜ Auf der anderen Seite aber wird den
ßiebep£t86t,n' welche nun Zulauf erhalten, durchaus kein
^Wechsel vollziehen, fteilich nicht allzuoft erfüllen kann, vVI Daß die angeführte Thatsache eine unerfreuliche haben wir schon gesagt, und auch hierfür liegt e Erklärung nahe. Die Abnahme oder auch schon Stillstand der Bevölkerung übt keinen guten stütz auf das Geschöflslkben aus. Es ist selbst- ändlich, daß die Zahl der Gewerbetreibenden all zunimmt, denn jeder hat den berechtigten sch, sich schließlich selbständig zu machen. Damit d in Hand gehen muß dann ober auch die Vertun g deS kausenden Publikums oder eine Er-
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