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Ist mit jener Einschränkung zugleich der lateinische Aussatz als Zielleistung und die griechische schriftliche Lnsetzungsarbeit für Prima in Wegfall zu bringen?
4. Empfiehlt es fich, im Lehrplan der Real- ßhumasieu die im Jahre 1882 angeordnete Ber- ßirkung deS Latein beizubrhaltrn oder ist eine Ber- «mdcrung desselben und eine Herabsetzung der Gesmnrftundenzahl, insbesondere in den unteren Rassen, herbeizuführen?
5. Empfiehlt eS sich
a) an Orten, wo sich nur gymnasiale oder real- Ouwasiale Anstalten befinden, in den drei unteren Rasse» nach örtlichem Bedarf neben und statt deS «itein einen verstärkten deutschen und modern frrmd- machlichen Unterricht einzusühren,
14) Wenn in Zukunst an den höheren Bürgerschulen vermöge des früheren Abschlusses ihres Lehrganges die Berechtigung zum einjährigen Dienst ftüher als an anderen höheren Schulen erworben werden kann, auch im sonstigen Berechtigungswesen Aende- rungen zu Gunsten der höheren Bürgerschule» ein trete», so wird das Bedürfnis nach denselben wachsen.
Welche Maßregeln werden zur Befriedigung desselben zu ergreifen sein?
(Verbindung höherer Bürgerschulen mit bestehende» Anstalten, Umwandlung eines Teils der letzteren,- staatliche oder staatlich unterstützte Neuerrichtung höherer Bürgerschulen).
(Verbindung des Realgymnasiums mit der höheren Bürgerschule.)
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helle Herbstsonne blitzte. Der Prinz mft seiner «e. mahlt», der Prinzessin Uba mid dem Marquis Maedn nahm in dem ersten Wagen Platz; der Gesandte mft Herrn von Wettern nnd Herrn von Soden in dem zweiten, da» übrige Gefolge verteüte fich in die anderen Wagen. Ein leichter Zungenschlag der Kutscher rmd dahin rollte» die Equipage» über denMnhatter Platz, »ie KöuigSgrätzer Straße entlang, durch die Leipziger Straße »ach dem Wtlhelwsplatze zum Katserhof. Die Passanten bliebe» z» beiden Sette» der Straße» -ehe» nnd blickte» »eugierig der glänzende» Wage», reihe »ach, besonder» die Dame» in der ersten Equipage erregte» die Aufmerksamkeit, den» beide, sowohl die Priuzesfiu Sanjo wie die Priuzesfiu Uba waren von dnem srembartigeu, zanbertscheu SchönheitSreiz nm. »offen, der die Bewunderung aller Angen ans sich ziehen mußte. Kindlich neugierig blickte Priuzesfiu lda aus da» Treiben der Straße; rrstanut schaute ie empor an den hohe» fünf, und sechsstöckige» Bante» recht» »ud links der Straße, aber oft sah fie auch schalkhaft lächelnd znrück »ach dem zwette» Wage», in dessen weiche Polster Arthur vo» Sode» fich zurücklehute, in glückselige Träumerei versunken.
Die souuigeu, schönen* Herbsttage, an denen die Riesenstadt an» ihrem sommerlichen Traumleben zn neuem Daseiu zu ervacheu scheint, in denen die (Sc. rllschast, die .Welf zurückkehrt vom Gestade des steeres, aus den THLleru der Berge zu deu asphalt« gepflasterten Straßen, rauschten in festlichem Glanz vorüber. Von dem kaiserlichen Hose, von der hohen Diplomatie nnd Gesellschaft wnrde alles anfgeboten, »m de» j-pauefischen Gäste» die devtsche ReichS- jauptstadt tu bestem Lichte zu zeigen. Galatafel bet I)em Kaiser und deu Prinzen deS kaiserlichen HauseS, diplomatische Diners bei den Ministern und Bot- chastern, Truppeubefichtiguugeu, Spazierfahrten in die Umgebung Berlin», nach Potsdam, Charlotten.
$« den Grabstätten der entschlafenen Königin nnd Kaiserin, Besnch der Museen, Gallerieu, Renne»
Die Kommissto« Mr Beratung zer Reform -es höhere« NMerrrch's- wesens,
die bikanntlich am 4. Dezember Zusammentritt, wird die nachstehende» Fragen zu erörtern und zu beant- Mten haben:
1. Sind die heute bestehenden Arten der höheren Schulen in ihrer gegenwärtigen Sonderung bdzude- jalttn oder empfiehlt fich eine Verschmelzung von
a) Gymnasium und Realgymnasium,
b) Realgymnasium und Ober-Realschule?
2. Läßt sich sür die bestehenden drei Schularten (gymnasiale, realgymnasiale, lateinlose) oder sür zwei derselben ein gemeinsamer Unterbau Herstellen? kmpfiehlt es fich für den letzteren Fall
») die zur Zeit schon für die drei unteren Klassen
Schweine aus Rußland in die öffentlichen Schlachthöfe von Thorn, Beuthen und MySlowitz unter ge- wissen Bedingungen widerruflich versuchsweise gestattet. — Or. Koch hat die Dotation von einer Million Mark, die er au» Reichsmitteln für seine Entdeckung erhalten sollte, rundweg abgelehnt und ebenso jede andere Gelbzuweisung. Wenn es noch eines Beweise« bedurfte, um zu zdgen, daß Robert Koch ein wirklich großer Man» ist, dann ist der Beweis durch diese Thatsache erbracht. Im schroffste» Gegensätze dazu steht die Handlungsweise deS Dr. ßebt; in Berlin, welcher, wie jetzt durch massenhaftes Beweismaterial festgestellt ist, geradezu maßloft Preise für die Behandlung von Tuberkelkranke nach Kock scher Methode verlangt hat. Herr Dr. Levy hat sich nicht geschämt, eintausend Mk. pro Woche zu fordern. In Berlm herrscht allgemeine Entrüstung. — Der Fackelzug, welchen die Berliner Studentenschaft zu Ehren Robert Koch'« veranstaltet, wftd am 21. Dezember stattfinden. — Im Hinblick auf die Zucker« steuervorlage soll hier am 10. Dezember eine Versammlung aller Interessenten der deutsche» Zucker« industrie abgehalten werden, zu welcher auch die ReichStagSabgeordnete» Einladungen erhalten werden. — Auch Professoren der Berliner Universität wollen jetzt zur Frage der Schulreform Stellung nehmen. Die ErAärung, welche zur Unterschrift zirkuliert, hat folgenden Wortlaut: .Die unterzeichnete» Lehrer der Berliner Universität find der Ansicht, daß da« Bedürfnis deS UniverfitätS- unterrtchtes und die Einheit de« wissenschaftlichen Leben« in unserem Volke für die Studierenden der verschiedenen Fächer eine wesentlich gleichartige und gleichwertige Vorbildung zum UniverfitätSstudium fordert, daß zum Zweck dieser Vorbildung der Kenntni« deS klassischen Altertum«, feiner Sprache» und Schriftwerke auch in Zukunft ihre volle Geltung erhalten werden muß; daß daher Aenderungen in >km Unterrichtsplan und Unterrichtsbetrieb unserer Selehrtenschulen nur dann zu wirklichen Ver- 'eflerungen führen werden, wenn das Studium de« lassischen Altertums durch dieselben keine wesentliche Beeinträchtigung erfährt.- — Nach einer vom „Deutschen Kolonialblatt- mttgeteilten Zusammen- tellung befinden sich von der Schutztruppe auf ben Zwölf ostasrikanischen Stationen (Tanga, Panganf mit Fort RaS Muhesa, Saadavi, Bagamoyo, Darrs-Salaam, Kllwa, Lindi, Mikindani, Mpuapua, Zanzibar, Marine, Mafinbe) 170 Europäer und 1531 schwarze Soldaten. Nach den Stammrollen ind 192 Europäer in der Truppe. Die über
zahl einzuschränken und es s» zu ermöglichen, daß bie Unterrichtsstunden in den drei unteren Klaffen Qr«j herabgesetzt, das Englische fakultativ eingeführt und i iaS Zeichnen über Quarta hinaus obligatorisch UN-pmacht wird?
Arthur vo» Sode» interesfirte sich sür alle», was V Japan zusawrnenhing; er konnte die retchhalttge ««cheultteratur n»d Poesie deS japanischen Volker; ^sprach vollkommen die japanische Sprache und Mk fich bereit» als llebersetzer japanischer Werke i gemacht. Diese» tiefgehende Interesse schrieb M daher, daß er al» Knabe jahrelang in Tokio ge. vo sein Vater deutscher Konsul gewesen war. a*®8 hatte Arthur später als Marine-Offizier mehrere Aahre auf der japantscheu Station zngebracht und w seine Kenntnisse über Land nnd Lente de» ost, 'Mischen Jnselreiches noch vertieft nnb befestigt.
» t «n diese Zett dachte Arthur auch jetzt, al» er auf - Bahnsteig staub und mit dem Major Marquis «eeba plauderte. Bei ben Lauten der japanischen Mache stieg die glühende Farbenpracht Japans S®« vor seinem seelischen Auge ans. Er sah ein AßschiwmerndeS goldblitzendes Schlößchen heivor- M» aus dem dunklen Grün des Palmenhaines; Mr die glätscherudeu, ttanmhasten Melodieen der Miugbrunven und erblickte ein goldschiwrnernbeS
; G-wanb, dessen Trägerin, eine reizende, keuche japanische Jnugftav, schen wie eine Gazette die Büsche des Parkes schlüpfte. Jetzt stand 2» Märchenhafte Wesen dem jungen, schlanken deutschen Mue. Offizier gegenüber! Ein liebliches Rot der ^»irrnug überhauchte die Wange», welche ein kM, gtlblichblosser Pfirfichflanm zu bedecken schien;
"tsbnnklen, flammenden und doch sawmetweichen Mu tanchten sich erschrocken in die binnen Augen h* jungen Deutschen; die zierliche» Händchen > xMeu sich über dem wogenden Bnse», tief beugte ! jz °ic Maid, daun floh sie davon nnb gleich dem S4*ttnbtn Falter der Tropen verschwand fie hinter
Berlin, 2. Dez. Der Kaiser wird nicht nur die Schulenquete-Konferenz eröffne», sondern aud; an dem nach der Sitzung vom Kultusminister dar- gebotenen Frühstücke tellnehme». Die .Nordd. Allg. Ztg." meint, der Kaiser bürste sich dabei in sreierem Gespräche über seine Absichten betreffs der Schulreform äußern. — Zur Feier des zweihundert- jährigen Bestehens deS Französischen Gymnasiums fand heute ein Festakt in der reich geschmückten Aula der Anstalt statt, welchem der Kaiser, Kultusminister v. Goßler, Ministerialdirektor Dr. Bartsch und Oberpräfident v. Achenbach beiwohnten. Der Kaiser verlieh dem Direktor Schulze eine Ordensauszeichnung und erteilte noch anderweitige Gnadenbeweise. — Im Reichstage wird der bekannte Antrag Traeger wegen Entschädigung unschuldig Verurteilter wieder eingebracht werden. — Die Gewerbeschutz - Konferenz nahm Resolutionen dahingehend an, daß da» bisherige Borprüfungsverfahren de« Patentamtes auf die Neuheit deS Gegenstandes zu beschränken sei, daß für die als neu anerkannten formell richtigen Gesuche ein vorläufiger Schutz, auf Antrag eine sechsmonatliche Geheimhaltung gewährt werde und daß dieselben sodann zu einer sechswöchigen öffentliche» Prüfung ausgelegt werden, daß ferner gegen die Beschlüsse auf Erteilung ober Zurückweisung eines Gesuches an eine gemischte Instanz (von In rrsten und Technikern) die Berufung freistehe, sowie daß die Klagen auf Nichtigkeit und Zurücknahme der Ueberiragung von Patenten zunächst bei dieser Instanz, im Falle der Berufung beim Reichsgerichte z» verhandeln feien, endlich daß die Patentgebühren herabzusetzen feien, so daß sie keine Einnahmequelle des Reiches bilden. — Der „Reichsanzeiger- meldet: Der Reichskanzler hat die Einfuhr lebender doch ein Vetter deS kaiserlichen Hanse«; «ammerherr von Wettern ward mtt einer längeren Unterhaltung in französischer Sprache beehrt nnb jetzt kam die Reibe an Leutnant v. Soden.
Dem jungen Offizier erbebte das Herz, denn wohl iatte er trotz der modischen enropäischen Kleidung in der zierlichen Priuzesfiu Uba jene Maib wieder erkannt, welcher er im Palmenschlößchen bei Tokio begegnet war. ffiie reizend staub dem rofig angehauchten Gc- ichtchen mit den großen schwarzen Kinderaugeu das »uftige weiße Epitzeubarett! Wie weich schmiegte fich >08 glänzend dunkle Haar um die blaßgelbe Sttru! M purpurn blühten die schwellenden Lippen des leinen Mundes und wie leicht und harmonisch wiegte ich der Körper in der fast allzuschlanken Taille. Ob auch fie ihn wieder erkeuueu würde?
Kaum vermochte Arthur die an ihn gestellten Fragen deS Prinzen zu beantworten.
»Sie waren längere Zett in Japan?«
»Sechs Jahre als Knabe nnd später mehrere Jahre als Offizier, Kaiserliche Hoheit.«
. »Ach, da werde» Sie Land and Lente kenne» ge. lernt haben! Waren Sie niemals am Hofe von Tokio?*
»Einige Male bei größere» Festlichkeiten —• »Wir habe» Sie leider niemals gesehen, oder eilten die Damen —■
Der Prinz wandte sich z» den beiden Damen und teilte Leutnant von Soden. Des Prinzen Gemahlin begrüßte ben jungen Offizier freundlich-harmlos, aber mit geheimem Entzücken sah Arthur, wie eine zarte Röte da» Antlitz der Prinzessin Uba überflog, nm unter dem krausen, schwarzen Stirugelock zu per- chwiuden. Sie hatte ihn wieder erkannt I Ach sie erinnerte fich noch der kurzen Begegnung im Palmeu- schlößcheu «kasaka l
»Die Wagen sind bereit, Kaiserliche Hoheit«, meldete : etzt der Gesandte, und man begab sich nach bet Rampe, an besten Fuß die offenen Equipagen des kaiserlichen MarstallS hielten, jede mit zwei prächtigen Rappen ' bespannt, auf deren filberbeschlageueu Geschirren die
d) an Orten, wo nur lateinlose höhere Schulen sind, an deren drei untern Klaffen nach örtlichem Bedarf lateinischen Unterricht anzugliedern,
c) alle siebenstufigen Anstalten (Ptogymnasien, Realprogymnasien, Realschulen) auf sechsstufige zurückzuführen,
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain - _____________Illustriertes Sonntagsblatt. Expeditian: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
(Nachdruck verboten.)
Novelle von O. Elster.
(Fortsetzung.)
des Gymnasiums und Realgymnasium« bestehende Gemeinsamkeit bi« zur Ünter-Sekunda (ink us.) ouszu- dchnen, während vo» Ober-Sekunda auswärts der Lehrplan dir Ober-Realschule eintritt?
(Verbindung deS Realgymnasium- mit dem Gymnasium.)
iritr*# &) das Latein an dem Realgymnasium hjz zur Unter-Tertia hinaufzuschieben und die drei l-teinlosen unteren Klassen zu einer höheren Bürger- sihule aufwärts zu ergänzen?
Marbuna. I»,nimmt entaegen die Expedition d. Blattes
toton2*/7gJtt, den Postämtern» «k. 60 Pfg. (r A vonHaasenstein und Seglet
** DouuerRag, 4. Dezember 1890. Wo^i^antfurt «uÄ^'^w^^hen ___-__—_________________ u. Co. fa Frankfurt a.Berlin, Hannover, Hari».
_ ü) den Lehrplan der Realschulen und höheren i Bürgerschulen gleich zu gestalten und beide so einzurichten, daß unbeschadet der anders gearteten methodischen Behandlung des Lehrstoffs und deS Abschlusses deS Bildungsganges die Fortsetzung des selben auf der Ober-Realschule erleichtert wird?
6. Empfiehlt eS fich, an den auf einen neun- i jährigen Lehrgang angelegten Anstalten, mit Rück- 1 sicht auf die Schüler, welche vor Vollendung desselben ins Leben treten, einen früheren relativen 1 Abschluß nach dem 6. JahreskursuS eintreten zu lassen?
7. Sind zur Förderung eines erfolgreichen Unter richt- anderweitige oder neue Normen über die Moximalftequenz der Klaffe», über die zulässige Schüler- »nd Klastenzahl der Gesamtanstalt, über die durchgängige Trennung der Tertien und Sekunden in je zwei Klaffe» nach JahreSkurse», sowie über bai Maß der Pflichtstunden der Lehrer wünschens-
8. In wie wett ist eS, auch bei Verminderung der Gesamtzahl der Schulstunden, möglich, durch intensiven methodischen Unterricht die Hauptarbeit in die Schule zu verlegen, namentlich in den unteren Klassen?
9) WaS hat zur weiteren Hebung des gegen Bärtig meist in zwei Wochenstunden und vielfach an große Abteilungen erteilten Turnunterrichts zu geschehe», und welche sonstigen Einrichtungen zur körperlichen Ausbildung der Jugend sind zu pflegen?
10. Kann die Reifeprüfung entbehrt werden? Verneinenden Falls find Vereinfachungen einzuführen und welche?
11. Welche Aenderungen find bezüglich der wissenschaftliche» Ausbildung der künftige« Lehrer an höheren Schulen erforderlich?
12. Durch welche Mittel vermögen die höheren Lehranstalten in möglichster Uebereinstimmunz mit der Familie auf die sittliche Bildung ihrer Schüler einzuwirken?
13. Welche Aenderungen empfehlen sich im Berk chiigungswefen.
a) bei den auf einen neunjährigen Lehrgang angelegten Anstalten,
b) bei den höheren Bürgerschulen
(zu erwägen nach den Berustarten) ?
dem Palmenqebüfch, ans dem die So»»e Japans leuchtende Reflexe malte.
Niemals hatte Arthur die zierliche Erscheinung wiedergesehe». Aber unzerstörbar hastete die Er« tuueruug au diese» reizende Gesichtchen, au die schlanke, biegsame Gestatt, au diese ttesschwarxu, lammende» Augeusterve i» seiner Seele. Er hatte sich nach dem Besitzer deS Schlößchens erkundigt; es war kaiserliches Befitzthnm uud hieß «kafaka, das Palmenschlößchen. Zwei Jahre waren fetibem »er. gangen uud doch, wie deutlich staub ihm jene kleine Szene, die einem entzückenden orientalischen Märchen entnommen schien, vor Augen!-- w
Ettr langer, schriller Pfiff ertönte! Die Glocke des Bahnhofs gellte in raschen Schlägen; der Bahuhof- uspektor, die anderen Beamten eilten herbei; die japanische Gesellschaft gruppierte fich am Bahnsteig entlang, vor dem Eingang des Fürstenzimmers die Gesandtschaft und die Damen.—Brausend nnd zischend nhr der Extra,ug in die wette Halle ein. Jauchzende Rufe in ftember Sprache erschallte»! Tücher wehten! Blume» wurde» geworfen! Ans de» Fenster» der Wage» »ickte» nnb winkten lachende, fröhliche Gesichter ' und jetzt hielt der Zug mit dem Salonwagen erster Klasse gerade vor dem mit Teppichen belegten Ein- gang deS Fürstenzimmers. Der Gesandte eitte hinzu- >a sprang auch schon die jngeubltch schlanke Gestalt deS Prinzen Sanjo die Tritte des Wagens herab und reichte dem Gesandten beide Hände, über welche ich dieser ehrfurchtsvoll riebet beugte. Dann wandte ich der Prinz, der einen einfachen dunklen Reiseanzug trug, wieder dem Wagen zu uud half eiuigeu Damen ' beim Ansstrigeu.
»Meine Gemahlin, meine Schwägerin, Priuzesfiu । Uba«, so stellte er lächelnd dem Gesandten die beiden zierlichen, in elegante Reisekleider gehüllte Damen vor. Dann trat trän in das Fürstevziwmer, wo die rorstellnng de» SesaudtschaftspersoualS und der 1 tbrigen Herren erfolgte. Der Marquis Ml.-da । wurde mit besonderer Herzlichkeit begrüßt, war er i