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Illustriertes SonntagsMatt werben von sämtlichen Postämtern und von ■uferet Expedition entgegen genommen.
In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegm.
teerig und auch die Irländer hatten nur geringe Neigung, ihren langjährigen Führer zu verabschieden. DaS war aber dem alten Gladstone, der nun schon Jahr «nd Tag die Wünsche der Irländer kräftig vertritt, doch etwas zu starke, und er stellte die Wahl zwischen Parnells Ausscheiden auS dem politischen Leben oder seinem eigenen Rücktritt. DaS hat nun doch gewirkt, und der steifnackige Irländer wird wenigstens zeitweise au» dem polititischen Lebe» verschwinden, in dem er sich selbst unmöglich gemacht hat. Im Uebrigen liegt auS den Parlamentt Verhandlungen nichts von Belang vor.
Die ftanzösische Polizei sucht immer noch nach dem Mörder des russischen Generals Seliverstov. Einige Verdächtige waren verhaftet, mußten aber wieder freigelasien werden, weil sie mit dem Verbrechen nichts zu thun hatten. Die offiziellen Pariser Zeitungen und auch andere Kreise sind übrigens von ihrer Teilnahme für den Ermordeten recht bald zurückgekommen, denn der russische General gehörte zu jenen Individuen, von welchen man gemeinsam zu sagen pflegt, »sie seien keinen Schuß Pulver wert". Seliwerstow war der vornehme Lump, wie er im Buche steht. AuS den Pariser Kammerverhandlungen liegt nicht» von größerem Jnteresie vor. Auch in Oesterreich- Ungarn verlaufen die gegenwärtigen Parlaments- Verhandlungen außergewöhnlich friedsam.
Der Regentschaft in Serbien ist es nach vieler Mühe gelungen, die Königin Natalie von ihrem abenteuerlichen Plane abzubrirgeu, die traurigen Familienzwistigkeiten im serbischen Königshause nochmals vor aller Welt zu behandeln. Es ist ihr der bisher verwehrte Verehr mit ihrem Sohne, dem Könige Alexander, freigrgeben, und damit hat die Königin sich beruhigt. — Im Jndianerterritorium der Vereinigten Staaten von Nordamerika ist der drohende Jndiauerkrieg zum Ausbruch gekommen. Mehrere Ansiedler find von den Rothäuten ermordet worden.
DaS bedeutsamste Ereignis der Woche war der Tod de» schon lange kranken Königs Wilhelm von Holland. Ueberrascheud kam das Ende des letzten männlichen OranierS ja nicht, der König «ar unheilbar krank und schon längst war sein Geist um nachtet, er unfähig zur Erledigung der RegierungS- arbeiten, so daß eine Regentschaft für ihn eiutreten mußte. Der Thronwechsel, die Besteigung de» Thrones durch die zehnjährige Königin Wilhelmine, für welche ihre Mutter regiert, hat fich ohne alle Störungen vollzogen, ebenso der Uebergang der Luxemburger Krone an den Herzog Adolph von Nafiau, der als Großherzog Adolph von Luxemburg nunmehr wieder in die Reihe der regierenden europäischen Fürsten getreten ist. Die osfiziellen StaatSafte erfolgen erst nach der Beisetzung bei König» Wilhelm in der nächsten Woche. Der Großherzog von Luxemburg wird bei seinem Einzug in die Landeshauptstadt auch von einem besondere» Abgesandten der französischen Republik begrüßt werden. Die Franzosen scheinen nach ihrer komischen Art zu glauben, daß ihren in dem neuen LandeSvater ein besonder» intimer Freund erwachsen wird!
Von erheblicher Wichtigkeit ist der Aussoll der allgemeinen Neuwahlen zur Deputierteukammer in Italien. Die Feinde des europäischen Friedensbundes die Franzosenfreunde und die Republikaner hatten fich zum Sturz des von ihnen tötlich gehaßten Ministerpräfidenten Crtspi verbunden, und in Paris schwebte man schon im fiebenten Himmel, als das Wahlresultat die allgemeinste Ernüchterung Platz greifen ließ. Die Kammermehrheit, über welche Herr Crispi verfügte, ist nicht vermindert, sondern im Gegenteil vermehrt worden, die Friedensfeinde find total geschlagen. Die Wahlen waren eine energische Demonstration zu Gunsten de» deutschitalienischen Bündniffk». Italien hat ja nun allerdings noch manche innere Schwierigkeiten zu überwinden, aber die Finanzkalamität ist dort in keiner Weise erheblicher, als in anderen Staaten, die auch zusehen müssen, wie sie fertig werden. Die Wahlen find d!et mal fast ohne alle Ruhestörungen vorüberge- gangn, was in Italien als Seltenheit zu betrachten ist.
Das englische Parlament ist in üblicher Weise eröffnet worden. Die Thronrede bot gar nichts Neues und so trat denn ein allerdings recht sensationeller Zwischenfall in den Vordergrund. Parnell der Führer der irischen Partei im Unterhause war durch einen Privatskandal dermaßen in der allgemeinen Achtung gesunken, daß fich alle Welt gegen ihn wandte. Herr Parnell geniert fich aber
alle Parteien. Bei der Einkommensteuer trat da» Verlangen nach Abänderungen schon stärker hervor, und bet der Erbschaftssteuer firht die Sache noch sehr trübselig aus. Der Finanzminister hat fich schon darin gesunden, event. auf dieselbe zu verzichten. In nächster Woche werden nun die beiden letzten Reformgesetze, die neue Landgemeindeordnung unv daS Schulgesetz, beraten werden. Die AuS- fichten, daß fie in dieser Session noch zum Abschluß gebracht werden, sind schwach; die Steuerresorm wird dem Hause in diesem Winter so viel zu schaffen geben, daß an ein Mehr nicht recht zu denken ist. Zum Beginn der Woche hat beim Reichskanzler o. Caprivi ein parlamentarische» Diner stattgesunden, welchem auch der Kaiser beiwohnte. Im Gespräch mit den geladenen Parlamentariern hat der Monarch die ganze neue Resormgesetzgebung vom allgemeinen Standpunfte ans erörtert. Für den Rest der Woche ist der Kaiser nach Schlesien zur Abhaltung von Jagden gereist.
Der deutsche Reichstag wird in nächster Woche nun ebenfalls feine Sitzungen wieder aufnehmen. An Arbeitsmaterial fehlt e» nicht, denn cs find bereits verschiedene Gesetze dem Parlament zugegangen, auch der ReichshauShalt ist fix und fertig auSge- arbeitet wordtn. Da zweifelsohne gleich zum Beginn die Fleifchfrage eine große Rolle spielen wird, find Erhebungen angeordnet, welche den Vergleich deS Einkaufspreises für Schlachtvieh mit dem BerkaufS- preise sür Fleisch bezwecken. Der Reichstag wird den ganzen Winter hindurch andauernd zu thun haben, da ja auch da» große Arbeiterschutzgesetz noch zu erledigen ist. Eine feierliche Eröffnung der Verhandlungen durch den Kaiser findet diesmal nicht statt.
Major von Wißmann wird in diese» Tagen wieder in Deutsch-Ostafrika eintreffen und bald nach seiner Ankunft einen längeren Marsch inS Innere antreten, wohin ihm Emin Pascha bekanntlich vor- ausgezogen ist. Nach soeben eingegongenen neuen Berichten ist der Letztere gesund und wohlbehalten aus dem Marsche von dem großen Handelsplätze Tabera nach dem Viktoria Nhanza-See, wohin im Frühjahr der erste deutsche Dampfer geschafft werde» wird. A» der deutsche» ostafrikanischen Küste herrscht gegenwättig dollste Ruhe. Die Eingeborenen, wie dir Araber und Indier haben fich an die geordnete und gerechte deutsche Verwaltung durchaus gewöhnt. AuS dem Witu-Gebiet liegt etwas neues von Belang nicht vor. Rach demStraizugederEngländeristdasLand von Europäern nicht wieder betreten, die Eingeborenen sollen augenscheinlich Zeit behalten, fich zu besinnen.
sehen? Du hattest weder Wort noch Blick für mich, sobald Fra« vo« Wittelsberg zugegen war, «nd in einer böse» Stunde — ich muß e» selbst so nennen — lieh ich Frönlein AllmannS Worten mein Ohr nnd entdeckte die Wahrheit. Dn hattest mich niemals geliebt, hattest wich auf Zureden Deiner Mutter einzig um meine» Vermögen» willen gewählt — da» war die Entdeckung, welche ich machte!"
Thränen erstickten diese letzten Worte nnd fie bedeckte ihre Ange» mit dem Tuche.
Such Alwin war tief bewegt. 6r richtete fich im Bett ans und umschloß Anna» Hand.
„Alle» dir» ist zum Zeil wahr, zum Teil auch uicht", sagte er. „Ich habe schmachvoll gegen Dich und Margarete gehandelt, — aber nun, Anna, v-rgieb auch, wie fie e» gethan. Laß die Lergavgeuhett begraben sein, und ich will versnchen, Dir ein guter Satte zu sein — so wahr mit Gott helfe l"
„Ja, Alwin", sprach Anna fast sanft, „ich will gern glanbeu, baß Du e» versuchen würdest. Aber Liebe kommt nicht ans Geheiß. 6» würde vvn Deiner Seite einer beständigen Snstrengnng bedürfen, zärtlich zn sei», »nd vo» der meinen, zufrieden zu erscheine». Stein, wir bleiben besser getrennt. Aber eine Sache flieht <1, über die ich mich gern mtt Dir einige» möchte."
„Nun, Anna?"
„Laß nicht de» Gelbe» wegen Unfrieden zwischen uu» sein. Mit Deiner Slutter will ich nicht mehr Über diesen Pnnkt verhandeln — fie bringt mich durch ihr Wesen ganz an» meiner Ruhe; aber ich werde mit meinem Advokaten sprechen und schlage vor, daß wir nn» mein Vermögen gleichmäßig teilen."
.Ich werde nie wieder einen Pfennig davon an. rühren", sagte Alwin schnell. «Ich habe mit Werner alle» überlegt nnb wir find dahin übereiuflekonnnen, daß ich mich, sofern ich meine Gesundheit wiederer- lange, nach irgend einer kleineren Garnison in Ostpreußen versitze» lasse» »nd mich dort mtt meinem Gehalt und einem kleinen Zuschuß, welchen mir Werner
Deutsches Keich.
Berlin, 28. Nov. Die großen Jagden bei Pleß in Oberschlefie», welchen der Kaiser al» Gast deS Fürsten von Pleß beiwohnt, erreichen heute Sonnabend nachmittag ihr Ende. Nach Schluß derselben sährt der Kaiser direkt nach Potsdam zurück. — Zu der Feiet des 250jährigen Regierungsantritt» de» Großen Kurfürsten kommt auch eine Deputatton des 7. Grenadier - Regiment» aus Königsberg, sowie die obersten Behörden der Provinz Westpreußen nach Berlin. Der Kaiser wird vorau»-
großmüttg bewilligt hat, einrichten werde. 68 war nicht um Deine» Vermögens willen, Anna", fügte er Hinz», »daß ich Vergebung zu erlangen wünschte."
,34 vergebe Dir, Alwin", sagte Anna, und fie beugte fich nieder und berührte seine Stirn mit ihren Lippen. .Ich vergebe Dir — doch Vergebung ist nicht Liebe!" Und ehe er sprechen konnte, ehe er recht wußte, daß die» wirklich ihre letzten Worte waren, hatte sie ihn für immer verlassen.
Schweigend sahen wir einander an. Daun sagte Alwin kantig: »Ich habe e» verdient."
»Doch ich bin enttäuscht", antwortete ich.
Seine Mutter kam herein. »Mein lieber Alwin, weißt Du, daß Anna durchaus morgen abreifen will? Du mußt dies verhindern — fie darf uicht gehen, bevor die Geldangelegenheit geordnet ist. Könntest Du ihr nicht ein gutes Wort geben nnb sie bitten, hier zu bleiben ?•
Alwin lachte bitter auf. »Ich habe e» gethan, Mutter, und fie hat mich MÜckgewiesen."
»Unmöglich l" rief Tante Sophie. »Sie, welche Dich so leidenschaftlich geliebt hat —•
»Liebt mich nicht länger mehr", ergänzte Alwin. »Sie hat überhaupt nickt mich geliebt, sondern ein Geschöpf ihrer eigenen Einbildungskraft, daS fie in meine körperliche Hülle eiugeschloflen hatte."
»Sei nicht lächerlich, Alwin l"
»ES ist nur zu wahr', erwiderte et halb scherzend, halb ernst. »Beherzige meinen Rat, Margarete, und heirate niemals einen Mann nm seiner Tugenden oder nm seiner Vollkommenheit willen. ES giebt keine» vollkommene» Man» anf der Welt, — lerne bei Zeiten seine Fehler erkennen und liebe ihn trotz derselben."
»Der Rat ist nicht schlecht", sagte Tante Sophie, .indessen für Margarete habe ich meine eigenen Pläne. War nun Annas Vermögen anbettisst, Alwin —"
»Meine liebe Mutter, erspare mir jede weitere SnSeinandnsetzung heute abend", sagte er in bitten- dem Tone. »Frage Werner — wir haben alle» abgemacht."
Gestellungen für den Monat Dezember auf bie
Hßtlßtss. Irituug
nebst fireisbfatt für die
-reise Marburg und Kirchhain und
„Sage daS nicht, Alwin. Sprich mtt Anna, und vielleicht wird noch aller gut."
SIS Anna am Abend kam, um ihrem Manne zum letzten Male gute Nacht zu sagen, »ahm Alwin den Augenblick wahr.
„Margarete sagt mir, daß Du Heydorf morgen verlassen willst."
„3a", erwiderte Anna i» ihrer offenen Weise; „eS geht Dtt ja nun besser."
Alwin streckte ihr feine Hand entgegen. „Benn ich Dich aber bäte, Anna, hier zu bleiben — mir zu vergeben, daß ich Dir weh gethan — würdest Du meine Bitte nicht erfüllen?"
Bei dieser Frage wollte, ich mich leise entfernen, aber Anna hielt mich fest. „Ich bitte Dich, bleib, Margarete! Wir haben nicht» zu verhandeln, wo» Du nicht hören dürftest!" Ste sprach erregt und die Farbe kam und ging auf ihren gatten Wangen.
„Ich weiß, ich verdiene e» nicht", fuhr Alwin fort; „aber, Anna — Du mußt mit auch glaubt», wenn ich Dir sage, daß D» damals ohne Grund aus Rose eifersüchtig warst."
„Alwin", antwortete Suva mtt nur mühsam be- wahrtet Fassung, „ich möchte heute nicht hart gegen Dich sein. Aber versetze Dich einen Augenblick an meine Stelle: Mein Herz getStte Dir lauge, bevor ich Margarete Selding sah; doch sobald ich zu be. werken glaubte, daß Du fie lieb gewannst, wünschte ich mir Klarheit zu verschaff,n, nnb hätte sie mit die Wahrheit gesagt, wäre ich niemals Dein Weib ge. worden. Denn Liebe ist für mich das Heiligste, was es im Leben giebt, und bie meine war tief genug, nm zu jedem Opfer fähig zu fein. Nun, Du weißt, wie e» endete. 34 heiratete Dich, »eil ich glaubte, daß Du wich liebt, st, nnb dieser Glaube ließ wick die ganze Wett in verftärtem Lichte sehen. Dann kamen wir nach Wittelsberg. Vielleicht war ich wirklich thöricht, wie Du sagst, — aber, venu Du eine Person lieb hast, könnte 18 Dir wohl gefallen, ihre ganze Aufmerksamkeit einer andern gewidmet zu
(Nachdruck verboten.)
Im Da«« -er Lüge.
Erzählung von D. Russell-
(Fortsetzung.)
Allerdings behauptete Rose, daß fie niemals zu Krem Manne zurückgegangeu wäre, aber ich bin gewiß, ne empfand bitter das Demütigende ihrer jetzige» Lage.
Es war auch peinlich für fie, mtt Anna zusammen «Hause zu fein. Doch die Letztere blieb nicht lauge, vobald Alwins Wiederherstellung gesichert schien, er» Bitte fie, wieder abreisen zu wollen.
„Was kann ich hier »och thun?" sagte fie. „34 *ag mir uicht von Frau von GarSthal Vorlesungen hatte» nnb vo» Alwin Liebe heuchel» laffen."
„Kuna!" bat ich vorwurfsvoll.
„3a, Margarete", entgegnete fie bittet, „er war «wer so und würde stets dasselbe bleiben, wenn ich *4 über dtt Vergangenheit hiuwegsetzen wollte. 34 Wfj, weshalb er mich geheiratet hat, nnb zweifle «4t, daß er mich aus demselben Grunde wieder Rrücknehmeu würde. Aber ich gedenke ihm gar keine Erlegeuheit zu einer Frage zu geben."
Doch dtt Gelegenheit fand fich am nächsten Tage. 34 erzählte Alwin von Anna» Entschluß nnb fügte Athaft hinzu:
. „Willst Du fie uicht'bitten, baß fie Dir vergeben «4ie, Alwin?"
Er zögertt und eine? schwache Röte überflog sein hl»ffe, Gesicht.
„Wenn ich e» thite, Margarete, würde fie meine «tweagründe verkennen."
„Es wäre aber doch Deine Pflicht, Alwin. Erinnere «ich, daß fie zuerst gekräuft worden ist."
6t seufzte und bewegte fich unruhig.
u „34 habe schwer genug sür meine Sünden ge. M", sagte er. „Weißt Du, Margarete, daß 14 *it wünschte, ich hätte mir in jener Nacht da» Genick «rochen?"
Wochenschau.
Die erste Lesung der Steuervorlage» im preußischen Abgeordnetenhause ist beendet. Mit sehr weitgedenler Gründlichkeit find alle einschläglichen Fragen behandelt worden, und der Finanzminister Miquel ist te diesen Tagen nicht auf Rosen gebettet gewesen, lkeine Sitzung, ohne daß der neue Leiter der preußischen Finanzen nicht gezwungen gewesen wäre, in laugen Ausführungen auf die Ausstellungen an seinen Gesetzentwürfen und die gemachten Ver- ttfferungsvorschläge zu antworten. Daß kein Mensch zern Steuern zahlt, der Millionär ebensowenig wie i | der Handwerker und Arbeiter, klang auS allen Reden hervor, aber da e» ohne Steuern nun einmal nicht geht und ferner zugestanden ist, daß da» heutige preußische Steuerverfahren so ziemlich das schlechteste, i»eil ungerechteste ist, daS t» nur geben kann, so wttd die Reformarbeit in Angriff genommen werden »Sffen, und aller Wahrscheinlichkeit »ach auch in ! dieser Sesfion noch zu Stande kommen. Herr - Miquel hat in seinen Reden gezeigt, daß er kein lnmensch ist und über manche» mit fich reden laffen will, und so wird die Steuerreform mit nicht ganz «mrrheblichrn Aenderungen durchgehen. Die Hauptneuerung gegen heute wird die Einführung der Deklarationspfiicht, der Selbsteinschätzung, sür alle Einkommen über 3000 Mark sein, »nd daß dieselbe zweckmäßig ist, beweisen nicht allein die schönen kteuereuthüllungen au» der Stadt Bochum. Am »eisten Beifall unter den Steuervorlagen fand die Aeform der Gewerbesteuer, dafür waren im Prinzip
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Äug. Koch.
Erscheint täglich auß« au Werktage» nach Sonn» und Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte»
Falataaen. — Quartal-Abonnements-Prei» bei der Expo- IVI Wllill# sowie dtt »nmmeewBmeanx von Haasenstein und Bogle, „„„ _ ,
Httonf*/» Btt, bet den Postämtern nEA.b0Pffl.lexL _ ,wx „ */ . ___ in Frankfurt a.Mel, Magdeburg n. Wien; Rudolf XXV. Habraaus.
Bestellgeld). JusertionSgebühr für dtt gespaltene Beil- SüNNtHd. 30. 9?0t)CtttbCr 1890. Rosse in Frankfurt «. R., Berlin,München u. «Rn: G. L. ö 9*
10 Pffl., Reklamen für die ßtift 2b Pffl. Daube u. ko. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».