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Wöchenüiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Erscheint täglich n|n an Kattaaa nach Sonn, und _**•!**♦*♦.* Xnzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte«,
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Der Tod -es letzten Orarriers.
König Wilhelm III. von Holland, der seit Jahr md Tag kranke Herrscher, dessen Geist schon seit geraumer Zeit erloschen war, so daß für ihn die Regentschaft seiner Gemahlin eintreten mußte, ist am Sonntag Vormittag entschlafen, ohne da« Bewußtsein wieder erlangt zu haben. Mit ihm erlischt das HauS Oranien, welches den Niederlanden seit ihrer unter dem großen Oranier Wilhelm von Nassau begonnenen LoSreißung von Spanien eine bedeutende Zahl ausgezeichneter Regenten, Staatsmänner und Feldherren gegeben hat, im Mannesstamm, und die steine Tochter des Königs steigt unter dem Namen .Königin Wilhelmine der Niederlande" auf den Thron. Ihre Mutter, die Königin Emma, eine geborene Prinzessin von Waldeck behält selbstverständlich Regentschaft und Vormundschaft für die jugendliche Königin bi» zu deren mit 18 Jahren beginnender Großjährigkeit. Eine politische Be- deuturg hat der Thronwechsel heute nicht. Er war seit Monaten vorausgesehen, der König hatte bereits nicht mehr thatsächlich regiert und alle ersorder- lichen Bestimmungen waren schon seit Jahren im Wege der Gesetzgebung genau geregelt. Die Königin Wilhelmine hat bei einer späteren Verehelichung die Zustimmung der Volksvertretung einzuholen. Stirbt sie kinderlos, so kommen als Thronerben die Kinder brr Schwestern deS jetzt verstorbene» Königs in Be- ttacht. Die älteste, also nächstberechtigte Schwester ist die regierende Großherzogin von Sachsen-Weimar. Tie kleine Königin Wilhelmine wird als ein sehr
(Nachdruck verboten.)
I« Ba«« -er -Sge.
Erzählung von D- Russell.
(Fortsetzung)
Ich hörte einmal, wie sie ihren Man» fragte, ob ° nicht stolz auf seine hübsche Fran fei, und obwohl tt sich nicht dazu bequemen wollte, dies zvzugebev, »in ich doch überzevgt, daß rS der Fall war. Wenn «oft nur im Stande gewesen wäre, ihr Tewperamevt « zügeln und das Lebe» ernsthafter auf zufasse»!
Zuveileu, venu sie mit Georg Falk bet einem ^fälligen Zusammentreffen in unserem alten Hanse jener Gespräche gehabt hatte, die ton ihrer eeite mit spielendem Uebermnt, von seiner Seite mit «fern Ernst geführt wnrden, bemerkte ich, daß sie in st4 gekehrt nnb nachdenklicher war; aber diese Etn- «rstcke waren nie von langer Dauer und ihr leichter ®inn gewann bald wieder die Oberhand.
8« Morgen vor Alwins Ankunft kam sie zu mir, 60 mich zu der kleiueu Mittagsgesellschaft, welche ihm « Ehren gegeben werde» sollte, einzuladen.
»»Sn hättest unr sehen sollen, Margarete, was Fräulein Altmaun für Augen machte, als von feinem "ommen die Rede war", sagte Rose beim Weggehen. »So viel ich weiß, hat sie dem Baron bis jetzt nichts •®« Annas Eifersucht nnb dem Briefe, ben sie von W erhalten hat, erzählt, — aber ficherlich lanert sie
aus eine Gelegenheit.«
8m folgenden Tage begab ich mich, znm ersten Male seit Monaten wieder, nach Wittelsberg.' Rose Me einige Frennde gebeten, meist junge Leute, von ®miu mir einige, zwei Töchter de» Generals von »wppow nnb ihr Binder, Hauptmann Rappow, °"eüs bekannt waren. Rose trug ein weißes Kleid ®tt Gnirlanden von frischen MooSrosen. Sie liebte '«s« Tracht sehr — es war also nichts Seltenes — 7*rr ich habe ihre Kleid nng an btefem Tage so *fs»bei8 im Gedächtnis behalten, weil e» das letzte
aufgewecktes Kind geschildert, dessen Zutraulichkeit ihm im Lande große Beliebtheit gewonnen hat. Die Erziehung ist eine schlicht bürgerliche, von allem Formenweseu freie gewesen. Die Königin ist als eine sehr kluge Dame bekannt, die auf den König bei dessen Lebzeiten großen Einfluß auSübte. Irgend welcher Wechsel in der holländischen Politik ist mithin nicht zu erwarten. Der verstorbene König war bekanntlich aber auch Großherzog von Luxemburg. Dort besteigt den Thron der bisherige Regent, Herzog Adolph von Nassau, der von nun an als Großherzog Adolph von Luxemburg wieder in die Reihe der regierenden Fürsten eintritt. Das kleine Luxemburg ist neuttale- Land; es ist nicht auSge. schlossen, daß eS später einmal dem Deutschen Reiche beitritt, aber so bald geschieht das sicher nicht, und es ist auch kein Grund sür irgend welche Ueber- eilung vorhanden. Der Großherzog Adolph hat es schon als Regent verstanden, die Zuneigung der Luxemburger zu gewinnen. Auch dort wird also das Verhältnis sich recht günstig gestalten.
König Wilhelm III. der Niederlande war geboren am 19. Februar 1817 und folgte seinem Vater Wilhelm II. am 17. März 1849 in der Regierung. Er war in erster Ehe vermählt mit der Prinzessin Sophie von Württemberg, die im Jahre 1877 starb. Aus dieser Ehe entstammten zwei Söhne, von welchen der eine geistesschwach war und diesem Leiden erlag, der zweite, der unter dem Spitznamen „Prinz Citron" bekannte Prinz Alexander,in Paris ein so ausschweifendes Leben führte, daß er demselben schließlich zum Opfer fiel. In zweiter Ehe heiratete König Wilhelm III. die Prinzessin Emma von Waldeck, auS welcher Ehe die jetzige zehnjährige Königin Wilhelmine hervorgegangen ist. Ein jüngerer Bruder des Königs Prinz Heinrich der Niederlande, der mit der Prinzessin Luise von Preußen vermählt war, starb ohne Hinterlassung von Leibeserben. König Wilhelm III. machte am meisten von sich reden 1867, als die Luxemburger Frage Viele einen Krieg besürchten ließ. Er wollte das Großherzogtum an Napoleon III. verkaufen, in Folge entschiedenen Widerspruches Preußens unterblieb ober der Verkauf, die Festung Luxemburg wurde geschleift, daS Land für neutral erklärt. In den inneren holländischen Angelegenheiten ließ der König sein Ministerium regieren. Bei Antritt seiner Regierung war er sehr reformlustig gewesen, aber die schwere Krankheit, welche schon Jahre lang ihn gequält, nötigte ihn mehr Zurückhaltung auch der König war persönlich ein recht liebenSwürdiger Mann achtete aber mit peinlicher Sorgfalt darauf, daß kein»
Mal war, daß ich fie in all ihrem Glanze nnb ihrer Schönheit im Hanse ihres Gatten sah.
Baron Georg trat erst nach mir ein, nnb sobald ich ihn sah, ging ich ihm entgegen.
»Nun, haben Eie mir vergeben?' fragte ich lächelnd.
Er empfing mich sehr steif, zerrte an seinem stroh. gelben Barte nnb murmelte etwas von Jungen Damen, bie von Singen sprechen, bte fie nicht verstehen'.
»Dann vergeben Sie mir nm meiner Unwiffen-- hett willen', bat ich noch einmal nnb erhielt ein etwas grimmiges Lächeln als Erwiderung.
»Jedenfalls bist Dn nicht halb so eigen finnig wie Seine Schwester«, sagte er daun, nnb als ich beim Essen meinen Platz neben ihm erhielt, hatte er die Herablassung, sich wieder ganz freundlich mit mir zu unterhalten und mich mit der Nachsicht zu behandeln, wie fie etwa eine gutmütige große Dogge einem Stuber- Hündchen erweist.
Sie Mahlzeit verlief sehr angenehm. Rose zeigte sich gegen den Hauptmann von Rappow, der zu ihren größten Bewunderern zählte, sehr liebenswürdig, nnb Alwin blau bette mit einer ber Töchter des Generals Als wir jedoch nach Aufhebung ber Tafel in das Gesellschaftszimmer hiuübergiugen, wo Fräulein Alt- mann mit ihren Zöglingen unserer wartete, kam wieder der alte Geist bi8 UeberwntS nnb des Tntzes Über Rose.
Sie sah, wie ber Baron zu den Dreien hiuzntrat nnb sich eine Viertelstunde lang angelegentlich mit Fräulein Altmann unterhielt.
Einen stolzen Blick sandte Rose zur Gruppe hinüber, dann wandte fie sich ab nnb winkte Alwin, ber nur zu gern ihrem Befehle gehorchte, an ihre Seite nnb widmete sich ihm für ben Rest deS Abends in auffallender Weife.
Ich wnßte wohl, weshalb fie dies that — einfach, um Fräulein Sltwann zu zeigen, baß fie ihre Warnung verachtete, nnb vielleicht auch, nm ihre» Mann zu ärger» weil er so wenig Rücksicht ans ihre Wünsche
seiner Rechte angelastet wurde. Bekannt ist ja, wie er nach der vorjährigen Regentschaft deS Herzogs von Nassau in Luxemburg diesen mit einem sehr frostigen Schreiben abspeiste. Politische Bedeutung Hai, wie gesagt, der Tod des Königs nicht. Schon bei seinen Lebzeiten war die Leitung der Regierung in andere Hände übergegangen, der Wechsel der Regierung war also schon vollzogen.
Die Königin Emma blieb bei ihrem Gemahl bis zum letzten Augenblick, die kleine Königin Wilhelmine küßte ihren Vater und wurde bei Eintritt des TodekkampfeS entfernt. Eine Proklamation an die Bevölkerung giebt dieser von dem Ereignisse Kunde und gedenkt der blühenden Entwickelung, welche Holland unter dem verstorbenen König genommen. In den Städten zeigen fich zahlreiche Zeichen der Trauer. Die Beisetzung in der holländischen KönigS- gruft wird voraussichtlich Ende der Woche erfolgen. Der Herzog von Nassau richtet alS nunmehriger Großherzog ebenfalls eine Proklamation an feine Landeskinder und erklärt mit kurzen Worten, nachdem er feiner Betrübnis über daS Hinscheiden des Königs Ausdruck gegeben, feinetf Regierungsantritt. Er wird voraussichtlich den Leichenfeierlichkeiten in Haag beiwohnen. Als direkte Todesursache geben die Aerzte Entkräftung an. Das Grundleiden des Königs war eine Rückenmarkskrankheit.
Deutsches Reich.
Berlin, 24. Nov. Ein parlamentarisches Diner fand am Montag Abend beim Reichskanzler von Capri statt, zu welchem aber der Kaiser nicht erschienen war. Geladen waren bie Minister, verschiedene andere hohe Beamte, die Präsidien der beiden Häuser des Landtags und eine Anzahl von Abgeordnete», darunter Graf zu Limburg - Stirum, von Rauchhaupt, Graf von Kleist-Schwenzin, Frhr. von Zedlitz, Frhr. von Stumm, Dr. Windthorst, von Hüne, Goldschmidt rc. Das Gespräch drehte sich hauptsächlich um die LandtagSverhandlungen. ES machte sich ziemlich allgemein die Auffassung geltend, daß es über die Steuergesetzgebung zu einem Einverständnis kommen wird. Auch bezüglich des Arbeiterschutzgesetzes im Reichstage wurde an einem Zustandekommen nicht gezweifelt. Der Kaiser blieb fern angesichts des TodeS des Königs von Holland. — Zur Feier der 250. Wiederkehr deS TageS, an dem der Große Kurfürst die Regierung antrat, was für Brandenburgs und Preußens Geschick von so hoher Bedeutung war, bestimmte der Kaiser, daß am 1 Dezbr. alle öffentlichen Gebäude zu beflaggen
»ahm nnb die Erzieherin, bte fie nur gezwungen im Hause bnlbete, öffentlich anszeichnete.
»Das muß recht angenehm für Herrn von Wittelsberg sein', hörte ich Fräulein von Rappow zu ihrem Brnber sagen, tnbem fie bedeutungsvoll zu Rose und Alwin hiusah.
. Verwandtschaftliche Zuneigung', wehrte ber Haupt- mann achselznckenb ab nnb drehte sich nach Rose nm.
Ich folgte unwillkürlich seiner Bewegung und begegnete ben höhnisch auf mich gerichteten Blicken Fräulein AltmauuS, die ganz in unserer Nähe saß nnb bie Worte ber Geschwister gehört haben mußte.
Ruhig und verächtlich erviberte ich ihren Blick, trat bann langsam zu Alwin und bat ihn, am folgenden Vormittag daS Frühstück bet mir eiuzuuehmeu. Ich wollte noch einmal mit ihm sprechen und ihn dringend litten, Rose vor ihrer eigenen Unbedachtsamkeit zu schützen und nicht znznlaffen, baß fie fich wieder so thöricht benähme.
Aber alS ber nächste Tag kam, erschienen zu meiner Ueberraschuug Rose nnb Alwin zusammen.
»Du hast mich zwar nicht anfgeforbert, Grete«, sagte bie Erstere fröhlich urd küßte mich in ihrer Hebens» würdigen Art, »aber ich hoffe, eS bedarf für mich keiner besonderen Einladung?«
»Sicherlich nicht«, antwortete ich, »obgleich ich heute gern etwas mit Alwin allein besprochen hätte.«
»Nur keine Vorlesung, Margaretel« rief Alwin entschieden; »bitte, verschone mich heute bamttl«
»Gut«, erwiderte ich lachend; »ein anderes Mal also«, und wir setzten nnB in ungezwungener Fröhlich» leit zu Tische, nicht ahnend, daß das Unhell, welches ich noch verhüten zu können geglaubt hatte, fich bereits drohend Über unsere» Häupter» znsammenzog!
* * *
Ungefähr zwei Stunden mochten vergangen sein, das Essen war vorüber und vir saßen in dem am Vorbergarten gelegenen Parterreziwmer, mit Be» fichtignug ber neuen Journale beschäftigt, als Rose,
ftnb. — Der „Reichsanzeiger' veröffentlicht daS Kaiserliche Privilegium wegen Ausfertigung von fünfprozentigen Jnhaberobligaiionen der Deutsch- ostafrikanischen Gesellschaft im Betrage von 10 556 000 Mark. — Zum ersten Vorsitzenden deS Vorstandes deS deutschen KriegerbundeS anstatt des zurückgetretenen Obersten v. ElponS wurde Generalleutnant von Renthe genannt Fink gewählt. — Der Kaiser ernannte namens deS Reiche- den ReichSgerichtsrat Perterssen in Leipzig zum Senatspräsidenten beim Reichsgerichte und den Rat Schmidt bei dem bayerischcn obersten Laude-gericht in München zum Reichsgerichtsrat. — Die Einfuhr von Schweinen auS Italien in die öffentlichen Schlachtanstalten von Berlin, Spandau, Brandenburg, Magdeburg, Torgau, Zeitz, Erfurt, Suhl, Fulda, Frankfurt a. M., Cassel, Göttingen, Hildesheim, Hannover, Minden, Paderborn, Herford, Bielefeld, Münster, Essen, Elberfeld, Düsseldorf, Lennep, Remfcheid, München-Gladbach, Köln, Neu« Wied, Coblenz und St. Johann-Saarbrücken ist unter Vorsichtsmaßregeln widerruflich gestattet. — Betreffs der Reform der Perfonentarife hat, wie wir bereits erwähnten, Bayer feine Vorschläge für die in nächster Zeit zu erwartenden Verhandlungen der Staatseisenbahnverwaltungen gewacht. Wie der „Aktionär« berichtet, dürften die Vorschläge Preußens und und der übrigen Staaten mit Staatsbahnen mit den bayerischen Sätzen annähernd übereinstimmen, eine Verständigung erscheine nicht zweifelhast. Die vierte Wagenklasse solle eine besondere Behandlung erfahren. — Die Freikonfervativen und Konservativen des Abgeordnetenhauses haben, wie vorher das Zentrum, ein Wildschadengesetz eingebracht, welches bestimmt: „Bei der Verpachtung der Jagd auf den enklavierten Grundstücken ist dem Waldbefitzer die volle Entschädigung deS durch Elch-, Rot-, Dam- oder Schwarzwild angerichteten Schaden- auszuerlege», sofern nicht ein jeder der Grundbesitzer der Enklaven ausdrücklich verzichtet. Verweigert der Waldbesitzer die ihm angebotene Anpachtung der Jagd auf der Enklave, so hat er trotzdem die Verpflichtung, den oben bezeichneten Wildschaden zu bezahlen. Sind die Grundstücke fortgesetzt erheblichen Beschädigungen durch Elch-, Rot- und Damwlld auSgesetzt, so kann den Jagd berechtigten der angrenzenden Waldungen, in welchen die schädigende Wildart ihren gewöhnlichen Standort hat, Abschußerlaubnis auch in der Schonzeit erteilt werde». Sie sind zur entsprechenden Abminderuug der genannten Wildarten, wie auch deS Schwarzwildes aufzufordern, wenn nach Eintritt
welche am Fenster saß, plötzlich einen Rus beS Schreckens ausstieß.
Wir eilten hin nnb sahen ben Baron in vollem Galopp über ben Hof reiten und vor ber Hansthür abspringen.
»Was kann er nur wollen?« fragte Rose, anfS Aeußerste erstaunt.
Im nächsten Augenblick trat Herr von Wittelsberg blaß, säst atemlos, in bas Zimmer, machte einige Schritte vorwärts nnb blieb bann stehe», sprachlos vor Wut uns ber Reihe nach ansehend.
»Mein Gott — was ist geschehen?« fragte ich geängstigt.
Er sah mich eine Weile vorwurfsvoll an und legte feine Hand schwer auf meine Schulter.
»Und auch Du wußtest eSl« sagte er bau» langsam. »Du, bte beinahe für eine Heilige gilt — die cS sich zur Aufgabe macht, Arme nnb Kranke z» pflegen, nnb bte Augen niederschlägt, als kennte fie kein Unrecht, — and) Du hast während dieser ganzen Zeit gewußt, was fie war!« Und er Wits verächtlich mit ber Hand auf Rose.
.Ich verstehe Sie nicht«, stammelte ich nnb machte mich von seiner Berührung frei, während Alwin bleich nnb zornig näher trat
„Du verstehst mich nicht?« Ich will Dir er» klären, ttaS ich meine! Ich bin hergekommen, Euch zu sagen, daß ich von btefer Stunde an keine Fra» mehr habe nnb daß baS Gericht zwischen mir und dem falschen Weibe, welches meinen Namen trägt, eutscheiben soll! Wie! Ihr Alle habt Euch verbunden, mich zu betrüge»? Ich wußte, baß ich eine Närrin, eine eitle Närrin geheiratet hatte, aber niemals, hätte ich eS für möglich gehalten, daß daS Kind eines solchen Vaters so ttes fiuken könnte!«
Bet diesen Worte» erhob fich Rose vo» ihrem Platze am Fenster. , , „ . , , „
.Bist Du von Sinnen?« fragte fie nnb sah ihn empört mit großen Augen an. »Was habe ich getha», baß Du es wage» darfst, mich so ,a beleidigen?«