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-Verner war Tag und Nacht gereist und kam J* zehn Uhr MorgrrS bet «vS au. Eetu Gesicht ".sehr ernst, und wir hatte« erst wenige Worte
ES war tm Juni — mehr als sechs Monate nach WS Hochzett —, als ich eines TageS ein Telegramm S Werner GarSthal erhielt, bet deffe» Empfang -Mrich der Gedanke in mir anfstieg, daß es mit d im Zusammenhänge stehe« müsse. ES war eiaem Hotel tu London datiert »ad enthielt «ar wenige» Worte:
»Erwarte mich Montag Vormittag — ich habe Wichtiges mitzntetlen."
Auf den Mansch der Barons, mtt de« ich beim stück darüber sprach, fvhre» Rose and ich uoch derselben Stunde nach der Post, am an Werner «legraphiereu, daß er willkommen sei, und daß wir bäten, in WUtelSberg abzusteigen.
Im Begriff, in dar Postamt einzvttetr«, trafen Mit Pächter Rothe zusammen, der eS soeben der. Er nahm hastig den Hat ab, alr er »»r sah, ettte mtt scheuem, fast schuldbewußtem Blicke an vorüber, ohne ein Wort zu spreche».
Wir wunderte» nur, war ih» hergeführt habe» »ad eS fiel mir a»f, daß der junge Mann am er »nS aufmerksam vud neugierig betrachtete: die Srrtguisse der «ächsten Tage brachten die eruug an diese» Zwischeusall bald wieder avr
Leben im Deutschen Reiche und speziell für die deutsche Landwirtschaft nicht unerheblichen Bedenke« unterliegt, und daß es sich zur Zeit und biS dahin, daß weitere Erfahrungen gemacht sind, oder die Aenderung auS dem Volke selbst heraus att wünschenswert erkannt wird, nicht empfiehlt, mit dieser Ausdehnung der Einheitszeit auf das bürgerliche Leben vorzugehen. — Geheimrat Professor Koch in Berlin wird Mitte Dezember in einer ärztlichen Versammlung über seine Heilmethode der Tuberkulose Mitteilung machen. Koch verfügt bereits über eine Erfahrung von mehr aU hundert, in seiner Behandlung befindlichen Kranken und seine Behandlung soll sich auch noch im vorgeschrittenen Stadium der Krankheit in gewissem Maße bewährt habe».
Potsdam, 8. Novbr. Der königliche Polizeidirektor v. Koseritz hat bei dem Magistrat angefragt, ob derselbe bereit sein würde, einzelne Zweige der Polizeiverwaltung, und zwar die Markt-, Gesinde-, Schul-, Forst-, Jagd- und Fischereipolizei, im hiesigen Stadtbezirke künftighin zur eigenen Verwaltung zu übernehmen. Der Magistrat empfahl den Stadtverordnete», sich zur Uebernahme nicht bloß der vorgenannten Polizeizweige bereit zu erklären, sondern auch den Wunsch auszusprechen, daß der Stadtgemeinde noch die Bau-, Feuerlösch- und StraßeureinigungS-Polizei vom Staate übertragen werde. Bon der Stadtverordneten - Versammlung wurde indessen am Freitag, der MagistratSantrag einstimmig abgelehnt.
Stuttgart, 10. Nov. Der ReichStagSabgeord- nete Dr. Otto Böckel wird Ende dieses Monats nach Württemberg kommen, um Vorträge in Stuttgart, Heübronn, Bietigheim, Ulm u. a. Orte» zu halten. Im August d. I. war schon einmal davon die Rede, es werde beabsichtigt, in Württemberg eine Antisemitenpartei z» gründen. Der Plan scheint damals wieder vertagt worden zu sei», jetzt wird er mit den Vorträgen Böckels, wie es scheint, wieder ausgenommen.
Angra Pequena, sondern das Gros- und Biehreiche Damara-, Herero- und Nemoqualand. DaS Klima wird von den Deutschen ohne Beschwerden ertragen, und in diesem Schutzgebiet ist auch noch kein einziger Deutscher am Fieber gestorben. Die Eingeborenen dort find ziemlich gesittet, besonders haben sie vor der neugebildeten deutschen Schutztruppe Respekt bekommen, auch wohlhabend und ein erttäg- liches Verhältnis deutscher Kolonisten mit ihnen ist wohl vorauSzusetzen. Aber wenn auch die Verhältnisse hier günstiger liegen für die Ansiedlung von deutschen Landwirte», so ist doch Vorsicht am Platze, und auch Geld nötig. Zwanzig-Markstücke wachsen dort nicht wild, und eS werden immerhin gewisse und nicht ganz unerhebliche Mittel erforderlich sein, um dem Unternehmen einen Erfolg zu sichern. Die Summe, welche die Reichsregierung fordert, läßt darauf schließen, daß diese nicht daran denkt, die Gesamtkosten der Auswanderung und Besiedlung auf ihre Tasche zu übernehmen. ES handelt sich nur um eine Unterstützung, den Hauptposten der Ausgaben wird also der auswanderungslustige Landwirt selbst zu decke» haben. Dann kann eS sich auch nicht darum handeln, nun mit „Hurrah!" eine Masscnauswanderung nach Afrika inS Leben zu rufen. Es wird da fehr langsam uud sehr allmälig vorgegangen werden müssen, und erst muß eine kleine Zahl von Ansiedlern die Richtigkeit dieses Exewpels bestätigt habe», bevor an ausgedehnte Unternehmungen zu denken ist. Zu leben haben fleißige und bemittelte Ansiedler in diesem Teile deS südwest- asrikanischen Schutzgebietes zweifellos; man will bei solchem Experiment aber doch mehr, al» blo» leben, man will auch verdienen. Bei einer kleine» Ansiedlung muß geprüft werden, ob auch die Absatz- Verhältnisse günstige find, hiervon wird der schließliche große Erfolg abhängen.
(Nachdruck Verbote».) Im -a«« -er Löge.
Erzählung von D. Russell.
(Fortsetzung.)
LierunddretßtgsteS Kapitel.
Fremde Handschrift
Die Ansiedlung deutscher Landwirte in deu deutschen Lolonieen.
Unter den Forderungen, welche in der bevor- ßchenden Reichstagssession von der Reichsregieruvg für Kolonialzwecke erhoben werden, erweckt einer besondere Aufmerksamkeit: e» werden 25 000 Mark beansprucht zur Unterstützung der Ansiedlung deutscher Landwirte in Deutsch - Südwrstafrika. ES wurde schon öfter auf diesen Punkt hingrwiesen, aber die kkichSregierung hat sich bisher alle» Anregungen zegmüber sehr reserviert Verhalten, und zwar mit liecht. Es kann sich nicht darum handeln, Personen, vckche zu Hause mit ihren Verhältnissen nicht zufrieden sind, oder aber solche, die kühnen Wagemut besitzen, in jedem Falle zur Auswanderung nach unseren überseeischen Schutzgebieten zu veranlassen, m die letzteren mit Weißen zu bevölkern, denn die Lerantwortung wäre eine zu große. Jede» Fehlschlage» solcher Kolonisation-- und AnfiedlungSpläne, dir mtt stillschweigender Duldung der Reichsregierunji wternommen werden, würde auf diese zurückfallen, dieser würde die moralische Verantwortung beige- «ssm werden. Und bei den total veränderten Bedingungen sür Leben und Erwerb ist solch' ein Fehlschlagen ja doch sehr leicht möglich. BiSber ist deshalb auch au»schließlich großen Handelsfirmen wd Gesellschaften, welche über ausreichende Mittel Wl Handel und zur Anlage von Plantagen ver- stgte», der Zutritt zu deutschen Schutzgebieten ge- vihrt, die Ansiedlung einzelner Personen, hier kommen cho in erster Reihe Landwirte in Betracht, abge- lchut worden. Dies mußte auch schon um deswillen zrschehen, weil zu prüfen blieb, ob einzelne Bezirke > Existenzberechtigung tarbirte», welche die VorauS- if^ing von Ansiedlungen ist. Von unseren Schutz- zebieten in Afrika wird Kamerun in der Hauptsache bohl immer Handels- und Plontagenkolonie bleiben, ebenso das Togogebiet. ES giebt dort im Innern Ivhl Bezirke, die sür den Landbau sich eignen, »der der Transport nach dort ist nicht leicht, und d« Klima nicht für jeden erträglich. In Deutsch- Mtaftifa ist der größte Teil deS Schutzgebietes für «a Landbau nach deutschen Begriffen nicht ver- ^»dbar. Gesundes und fruchtbares Gebiet zugleich V eigentlich nur da» am Kilimandjaro, und für ^ese Besiedlung desselben muß erst noch eine bessere Windung geschaffen werde». Dasjenige Schutz- Met, welches verhältnismäßig die besten Bedingungen ^rdie Ansiedlung von Landwirten enthält, ist Esch. Südwestafrika allerdings nicht da» sandige
Deutsches Reich.
Berlin, 11. Nov. »aifer Wilhelm konferierte am Dienstag im neuen Palais bei Potsdam mit dem Kultusminister von Goßler sowie mit dem Kontreadmiral Hollmann und empfing alsdann den kommandierenden General von Sawinsky aus Straßburg. Nachmittag» erteilte der Kaiser dem General- leutnant Hann von Weyhern Audienz, welcher die Orden seines verstorbenen Vaters überbrachte und außerdem den Direktor im Reichspostawt Dr. Fischer. Später begab sich der Kaiser nach Berlin und konferierte dort längere Zeit mit dem Reichskanzler von Caprivi. Abends wohnte der Monarch einer Sitzung
Dich »tcht, — D» sollst nachher alles erfahren. Es wird am besten fein, Margarete", fuhr er fort, nach, dem sie gegangen war, „daß ich meine Geschichte da- mtt beginne, Dtt dieses Schreiben za geben." Und er gog einen Brief ans feiner Tasche »nd händigte mir denselben ein.
Er war ans gewöhnlichem Papier von einer allem Anscheine nach nngeübteo, aber kräftigen Franenhand geschrieben »nd trag Werner» Adresse in Kiel.
Meine Hände zitterte» und meine Augen füllten sich mit Thräuen, als ich Folgendes laS:
„Mein Herr l
Ich richte diese Zelle» an Sie im Auftrage eines MauneS, den Sie kennen »nd der sich bei «n8 verbirgt. Er liegt fett vierzehn Tage» in heftigem Fieber nnb kann nicht an feine Schwester Margarete schreiben, well ihre Briefe ihn verraten würde«, und er nutet anderem Namen hier lebt. Ich bin genöttgt, mich an Sie zu wende», well vir aller Mtttel beraubt find. Bitte, senden Sie uns etwas Geld, an mich adressiert, denn er braucht Wei« nnb anbere Dinge zur Stärkung, nnb wir find in größter Not. Damit Sie überzeugt fiub, baß bies keine falschen Borspiegelnngen find, läßt Ihr Verwandter Ihnen fugen, baß er bnrch Sie eine Warnung erhallen habe. Er meint Sie würben bieS verstehen, nnb seine Schwester werde Ihnen alle», war Sie nu» senden, zurückerstatten.
Fanny Western."
Dann folgte bie Abresse — eine wir unbekannte Straße in einem entlegenen Stadtteile Loudons.
»Hast Du gelesen?" fragte Werner, bas Blatt wieder an fich nehmend. .Nun, Margarete, ich be- antwortete diesen Bries in Person — ich habe Eduard gesehen."
»O, Weruerl" rief ich und faßte erregt seinen Arm. _ »Ich ging nach London noch an demselben Tage. Aber ich mußte verschiedene Male die Straße auf und ab fahren, bis ich endlich mit Hülse einer Burschen, der die Gegend kannte, die angegebene
deS Landesökonomiekollegiums im Landwirlstastlichk» Ministerium bei und entsprach dann einer Einladung des Ministers Frhr. von Lucius zum Diner. Der Kaiser unterhielt sich mit zahlreichen der anwesenden Herren und gab wiederholt seinem warmen Interesse für die Landwirtschaft Ausdruck, deren Wichtigkeit sowohl er selbst wie die Regierung anerkenne. Heute Mittwoch findet im Weißen Saale des Berliner Schlosse- die Landtagseröffnung statt. Am Donnerstag begiebt sich der Kaiser zur Jagd nach Letzlingen. — Die Meldung, daß außer einer Reihe anderer Vorlage» im Gefolge der Landgemeindeordnung alsbald auch die Wiedervorlegung eines Gesetzentwurf» über die Verteilung der Kosten Königlicher Polizei-Verwaltungen bevorstehe, dürste verfrüht sein. Es handelt sich dabei nämlich nicht um die Wiederaufnahme de» 1889 im Herrenhause unerledigt gebliebenen gesetzgeberischen PlaneS auf gleicher oder wenig veränderter Grundlage. Vielmehr besteht die Absicht, diese Grundlage nach zwei Richtungen wesentlich zu erweitern. Wenn in den Städte» mit Königlicher Polizeiverwaltung einersetts alle Zweige der Sicherheitspolizei dieser übertragen werden sollen, so soll diesen Städten doch andererseits die Wohlfahrttpolizei zu eigener Verwaltung in weiterem Umfange übertragen werden, al» bei den Verhandlungen mit den Städten, über die wir seinerzeit berichtete», in Aussicht genommen war. Sodann sollen, um den Zweck des geseßgebe- rischen Vorgehen», eine gerechte Ausgleichung der Kosten zwischen denjenigen Städten, in welchen der Staat einen Teil der Polizeikosten trügt, und den übrigen, welchen dieselben voll zur Last fallen, noch deutlicher und bestimmter zum Ausdruck zu bringen, die durch eine stärkere Heranziehung der erstere» gewonnenen Mittel mtt dazu verwendet werden, alle Städte bei der Handhabung der Polizei wirksam zu unterstützen. Es liegt in bet Natur bet Sache, daß eine derartige Aenderung der Grundlage des Gesetzesvorschlages neue Erörterungen notwendig gemacht hat, welche noch nicht völlig zum Abschluß gelangt ftin dürften. Dir Frage der Einführung einer Eiuheits- zeit hat das LandeS-Oekonomiekollegium beschäftigt. Nach eingehender Besprechung gelangte folgender Antrag zur Annahme: »DaS Landes Oekonomiekollegium beantwortet die ihm zur gutachtlichen Aeußetung vorgelegte Frage dahin, daß bie Einführung der mittleren Sonnenzeit deS 15. Meridians östlich von Greenwich als Einheitszeit, so wünschenswert sie auch für den inneren Eisenbahndienst erscheint, doch in ihrer Ausdehnung für das gesamte bürgerliche
Nummer fand. E» ist ein HanS von üblem Rase, in welchem Eduard während der letzten Monate unter falschem Namen gelebt hat. Sin Mädchen — beiläufig, von deutscher Abstammung, diese Fanny Western, welche an wich geschrieben — hat ihn ge> pflegt — und — was sie sonst auch sein mag, ihm hat fie tteulich und aufopfernd beigestandeu."
.Und — und ist er sehr krank?" fragte ich.
»Sehr krank, Margarete!" antwortete Werner ernst. »Auf mein Läuten an der HauSthür ward mir von einem jungen, unordentlich aussehenden Mädchen geöffnet, das wir in Erwiderung meiner Frage lachend verficherte, fie glaube nicht, daß Fanny Western für mich ,n sprechen sei, da fie einen kranken Franzosen pflege. Ich bat fie, meine Karte abzu- geben, und zwei Minuten später kam die (gerufene, ein blasser junges Weib, das noch die Spuren früherer Schönheit und einen Ausdruck weiblichen Empfindens in ihren Zügen trag, die Treppe herunter.
„Sind Sie der Verwandte de» Herrn Louis Fayrtte ?'" fragte fie, mir verstohlen ein Zeichen machend.
-,3a', erwiderte ich. .Ich bin gekommen, um mich selbst nach seinem Befinden zu erkundigen. Hoffentlich geht eS ih« besser?' .Sch nein', antwortete das Mädchen, und Thräuen stiegen ihr in die Augen. .Aber bitte, kommen Sie hinaus.' Und fie führte mich über eine schmale, stelle Treppe tu ein Hinter- ziwmer — solch ein Zimmer, wie Du noch niemals eins gesehen, Margarete! — «ab dort, auf einem zerwühlten, elenden Lager ruhte der Mann, den fie Louis Fayette genannt hatte."
,Uub war da» Eduard?' fragte ich atemlos.
»Im ersten Augenblick glaubte ich es nicht. Sein Haar und Bart waren schwarz und sein Seficht so bleich und abgezehrt, daß ich ihn nicht erkannte. Aber allmählich, je länger ich ihn betrachtete, sah ich deutlich, >aß kein Jrrthum vorlag. Es war Eduard — aber o gealtert und durch Srankheit und Gewissensangst entstellt, daß mein erster Zweifel gerechtfertigt erschien."
»Sprach er mtt Dtt?"
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Hessen-Nassau.
Marburg, 12. Novbr. Wir unterlassen nicht nochmals darauf aufmerksam zu machen, daß morgen, Donnerstag, vormittags 11 Uhr, die Generalprobe zum ersten Concert des Akademischen Concert-Bereins stattfindet. Bemerkt sei noch, daß in dieser Probe das ganze Programm zur Aufführung kommt. Da» Orchester zählt gegen 50 Musiker. Der Eintrittspreis beträgt nur M. 1. Wer fich also einen billigen
,6r war zu krank, nm mich zu erkenne». Er lag in halber Betäubung und flüsterte nur von Zett z» Zett in deutschen Lauten: .Grete — bringt Grete her', nnb diese Worte wiederholle er unaufhörlich. .Er ist nicht immer so', sagte baS Mädchen. .Er kennt mich zuwelleu. Aber eS wird schlimmer mtt ihm.' Und das atme Geschöpf begann zu weine». Ich gab ihr einige Goldstücke, n»b fie lief aus dem Zimmer, um Stärkungsmittel nnb anbere Dinge, welche fie brauchte, zu hole», nnb bat mich, um GotteSwille» bei ihm zu bleiben, bis sie zurÜckkSme, nnb Niemaube« eiuzulasseu. .Denn', rannte fie mir zu, .er rebet brutsch im Schlafe, wie Sie hören, nab wenn er wach ist, spricht er »nr französisch.' So saß ich anb wachte bei ihm wohl eine halbe Staube lang, bis fie mit ihren Einkäufen nnb in Begleitung der Arzte» zurückkehrte."
,n»b der Doktor— was sagte er?" fragte ich schnell.
»Er hält ihn für sehr krank. Wenn mich nicht alles trägt, ist er selbst ein Mann, bei eine dunkle Vergangenheit hinter sich hat nnb ein ungeregelte» Leben führt. Aber er scheint ein geschickter Arzt zu fein, nnb in bem Augenblicke, ba er mit mir sprach nnb sein Urteil über ben Kranken abgab, war er vollkommen nüchtern. .Es ist ein schlimmer Fall von typhösem Fieber', sagte er, .nnb von sehr gefährliche« Symptome« begleitet’ In bet That, Margarete — ich kann Dir bie Wahrhett nicht verhehlen — ist keine Hoffnung mehr, baß Ednarb gerettet werden könnte. Sein Leben zähll nur noch nach Tagen."
,O, wie traurig", rief ich weinend, »daß er so allein in der Fremde sterben soll! Aber kann ich ihn nicht sehen?" fügte ich, von einem plötzlichen Gedanke» erfaßt hinzu. »Nimm mich mtt, Werner, ich bitte Dich! Laß mich uoch einmal mtt ihm spreche«, ehe er für immer geht!"
»Ich kam deshalb her", sagte er, indem er beruhigend meine Hand ergriff. »Verstehe mich recht, Margarete, jene» Han» ist kein Ort, an den Du gehen solltest, und nur ungern bringe ich Dich mit
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Marburg,
bu ® Donnerstag, 13. November 1890. Jahrgang.
10 Wfr, Ramm« für dir Zell» » Pfg._________________________or_______________________ Daube tt.6o.tn Frankfurt #. M., Berlin, Hannover, Patts.
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Mischt AAsell, al» er Rose bat, mich mit ihm allein zu l 6866 ^»3ch habe nicht» Schreckliche» zu berichten", 1 “ortete er auf ihre ängstliche Frage. »Beunruhige
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