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gestatteten Besuches ist König Leopold von Belgien mehrere Tage zu Potsdam anwesend gewesen. Der Empfarg war der übliche fürstliche. Bon größeren Festlichkeiten während des Aufenthaltes des Königs wurde abgesehen, das ganze trug mehr den Charakter eines Familienbesuches, von politischen Verhandlungen kann ja in diesem Falle selbstverständlich nicht die Rede sein. Mit großer allgemeiner Teilnahme und ohne alle Störung wurde am ersten Tage der Woche der 90. Geburtstag Graf Moltkes begangen. Kaiser, Fürsten und Volk, alle wetteiferten darin, dem greisen Helden ihren Dank und ihre Ehrfurcht zu bezeigen. Der greise Feldmarschall hat die an­strengenden Tage auf das beste überstanden und ge­denkt während des Winters in Berlin zu bleiben, um an den Reichstagsverhandlungen später trllzu- nehmen.

Die lange erwartete RegieiungS-Unfähigkeit des Königs Wilhelm von Holland ist nun durch die niederländische Volksvertretung gesetzlich ausgesprochen worden. Der kranke König ist völlig fiuwpsstnnig geworden und eine Genesung, wie sie im vorigen Jahre nach einem schweren Anfalle ähnlicher Natur eintrat, erscheint »ach menschlicher Berechnung dies­mal ausgeschlossen. Vorläufig wird der niederlän­dische Staatsrat die Regentschaft führen, späterhin die Königin Emma. Mit der Regierungs-Unfähigkeit des König- ist auch für daS Großherzogtum Luxem bürg abermals die Regentschaft durch den Herzog von Nassau in Kraft getreten. Der Herzog wird sich, wenigstens zeitweise, wieder nach Luxemburg begeben, da est.e Erneuerung der peinlichen vorjährigen Zwischensälle nach menschlichem Ermeflen diesmal, wie gesagt, nicht anzunehmen ist.

Der bayerische Antrag bei« Bundesra^ br* deutschen Reiches auf Zulassung der Flrischeinfuhr, der von Sachsen und Baden unterstützt wird, ist noch nicht entschieden, hat aber zu ausführlichen Darlegungen, an welche» sich auch der deutsche Reichs­anzeiger beteiligt, Anlaß gegeben. Die preußische Regierung hat sich über ihre Zustimmung zu dem Anträge noch nicht schlüssig machen können, eS sollen vorerst neue Erhebungen über ven Stand der Vieh­seuche stattfinden. Auch die Vorbesprechungen über die neuen Handelsvertragsverhandlungrn mit Ungarn dauern noch fort. Es hardrlt sich um die Er­mäßigung des Getreidezolles, worauf man in Wien vor allen Dingen besteht, oder um Maßnahmen, welche eine Ausfuhr ungarischen Getreides erleichtern. Gegen die neuen Zollchikanen in Nordamerika sind wegen eines Formfehlers von verschiedenen Seiten

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DiernndzwanzigsteS Kapitel.

RoseS Heirat.

Al» sich mein Befinden ein wenig gebessert hatte ungefähr drei Wochen »ach meiner unglückliche» Za» sammeukunft mit Alwtu Garsthal, teilte mir Rose «U, der Freiherr hätte de« driugeudeu Wunsch aus. gesprochen, daß der Tag der Hochzeü festgesetzt würde.

Ich hatte ihn seit dem Beginn meiner Krankheit nicht gesehen; aber manche Erquickung und Erheiterung, Blumen, Früchte uud Bücher waren aus dem Wittels- berger Schlosse in das stille Kraukeuztmmer gewandert, uud ich glaube, daß diese freuudltchen Seuduugen Mama ein wenig mtt dem Gedanken an RosrS Heirat auSsöhnteu.

,Wemi Du er wärest, «ei« Liebling', sagte fie iveS TagrS za mir, »würde ich wohl kaam meine Einwilligung gegeben habe». Aber mtt Rose ist es etwas anderes; ihr werden die äußeren Verhältnisse ür vieles, was fie entbehre» muß, Ersatz biete».'

,AlS alles geordnet war, sandte Mama einen Brief »ach Gellevheim, »m ihrer Schwester die Neaigkeit za melden. Taute autwortete umgehend, uud uachdem ie tu de« schmeichelhaftesten Ausdrücken ihre außer, rdeutliche Freude darüber auSgedrückt hatte, daß >re Nichte Rose eine so gläozeude Partie mache, fuhr ie fort:

»Du schreibst mir, daß der Freiherr dou Mttel».

Hof« D. reis- lung ohne ran- Ir. röl, 70 irrn

38. tS' Id- fug- >74

(Nachdruck verboten.)

I« Ka«« -er LSge.

Erzählung von D. Russell.

(Fortsetzung.)

Bestellungen für die Monate November md Dezember auf die

IritWg

nebst Kreisbkatt für die

-reise Marburg und Kirchhain

und

Mustrierte« Sonntagsbfatt

»erden von sämtlichen Postämtern und von unserer Expedition entgegen genommen.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegen.

hohem Werte, daß nur ein so reicher Mau« wie Baron WUtelSberg der Geber sei« tonnte.

.Hat er ihn Dir geschenkt?»

Ja, als ein Zeichen seiner Liebe", antwortete stose lachend.Sie find eS »>ert, daß man sich ihrer ient, nicht wahr?" Und fie drehte de« Ring hin und her an ihren schlanken Fingern.

Aber Du trägst ihn nicht?" bemerke ich.

Nur, weu» ich deu Baron erwarte. Daun Zett genug, sich eine Kette auzulegeu, meine Liebe, venu fie auch von Gold ist."

In dieser scherzhaftes Weise sprach Rose stets von ihrer bevorstehenden Verbindung. Sie machte kein Hehl ans ihre» Beweggründen, uud als Eduard ie in höhnischem Tone beglückwünschte, machte fie ihm eine kleine Verbeugung.

>.3a', sagte fie, »eS ist wahr. Du hast mir immer gerateu, wie Du weißt, mein hübsches Gesicht zu verwerte», und hast anftichttges Mttleid mit dem Käufer gehabt. Auch ich bebaute ihn, deu atmen Man». Aber Du stehst, seine grauen Haare Haden ihm keine Weisheit verliehe».'

»Nein*, entgegnete er kurz; »aber ich erwarte, daß Du fie mit Kummer in die Grube bringen wirst.'

Rose lachte leicht. »DaS ist nicht Übel, Eduard I Doch wohin find wir gelangt? Triffst Du die chöne Elsa noch bei Nacht und Nebel?'

Eduards Gestcht verdunkelte sich und er warf neu schnelle» Blick a»f mich.

»Wozu die Frage?' fragte er rauh. »WaS weißt D» vou Fräulein Werneck?'

»Nur, was mir Deine zukünftige Tante, Fran Doktor Sappmaun, in ihrer scharfsinnigen Weise erzählt hat', antwortete Rose. »Nachdem fie mir zu meinem Eintritt in eine »höhere Sphäre' Glück ge- wünscht hatte, nahm fie die Gelegenheit wahr, von ich selbst als vou einem künftige» Familieuwitgliede zv spreche». .Nicht, daß ich mich irgendwie vor­dränge» würde uvr, wen» Sie de» W»»sch hätte», mich 8» sehe», wen» ich 3h»e« rate» oder behülflich

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.Ich unterdrückte einen Seufzer und machte »och Jn letzten schwachen Versuch, fie umzustimmeu.68 W so Vieles gegen ihn; man erzählt sich, daß er 2 Mancherlei zu Schulde» komme» ließ, was nicht und rechtschaffen war."

Alles dies ,»gestanden, so könnte eS mir doch ? schaden, wenn ich ihn liebte«, entgegnete Rose. Mn würde ich ganz außer mit über die alten Ge. r -i 5ten seiu, die man mir bereits von verschiedenen J«en zu meiner Erbauung vorgetrageu har. Da S aber nicht der Fall ist, nehme ich fie sehr leicht.

übrigens, meine liebe Grete", fuhr Rose lachend bläßt sich an der Sache nichts mehr inder». ** Du wirklich geglaubt, daß ich mir bei unserem MMche iu Wittelsberg eine Stunde lang nur die W» Bilder mtt ihm angesehen hätte? Wir habe» Eoeft besser anSgenntzt: er hat mir seinen Antrag r*W, und ich habe ihn angenommen".

Proteste erhoben. Geholfen haben aber diese Ein­wände richts. Das neue Zollgesetz wird nach wie vor auSgeführt.

Reichskowmiffar von Wißmann hat die Rückrei e nach Ostafrika jetzt angetteten, nm die Leitung der Verwaltung deS Schutzgebietes einstweilen wieder zu übernehmen. Zu gleicher Zeit hat auch die deutsche ostafrikanische Gesellschaft auf Grund einer speziellen Vereinbarung ihre gesamten HoheitSrechte an das Reich abgetreten, das also nunmehr die volle mili­tärische und bürgerliche Verwaltung in der Kolonie auSübt. Die Ermordung der deutschen Expedition Küntzel im Witulande hat bereits ihre Strafe er­halten. Der englische Admiral Freemantle hat zu­nächst die Küstendörser niederbrennen lassen, und als der Sultan von Witu auch dann noch die Unter­werfung und Auslieferung der Mörder verweigerte, wurde die Stadt Witu, die Residenz des Sultans, durch eine starke Expedition eingenommen und eben­falls der Erde gleichgemacht.

Die Franzosen sind aus dem Häuschen wegen einer Liebesheirat. Die Tochter des russischen Bot­schafters von Mohrenheim iu Paris hat einen fran­zösischen Leutnant geheiratet, und in dieser harmlosen Familiensache erblicken die exaltierten Pariser eine große politische Thatsache, einen Hinweis auf dos russisch-französische Bündnis. Zu solchen Illusionen gehört eben ein ftanzöstscher Kopf. Auch von einer Reise des Präsidenten Carnot nach Rußland wurde wieder gesprochen, aber bis es dahin kommt, mag viel Wasser noch ins Meer laufen. In der Kammer geht eS ruhig zu. Bemerkenswert ist das Streben der französischen Schutzzöllner nach immer höheren Zöllen, besonders solle» die für landwirtschaftliche Produtte emporgeschraubt werden. Auch in England herrscht tiefe politische Stille. Herr Gladstone zieht allerdings noch in Schottland herum und redet einen großen Ton, allein aufmerksamer Zuhörer erfreut er sich eben nicht.

Der ehemalige Fürst Alexander von Bulgarien und heutige Graf Hartenau ist jetzt in aktive öster­reichische Militärdienste getreten und zum Regiments ommandeur ernannt worden. Damit hat er auch den letzten Gedanken an eine abermalige politische Laufbahn aufgegeben. Im Prager Landtage dauert zwischen Czechen und Deutschen der bekannte Streit fort. In Italien beschäftigt man sich auf das lebhafteste mit dem in der nächsten Woche bevorstehenden Besuche >es deutschen Reichskanzlers in Mailand. Die Zusammen­kunst, welche der italienischen Eigenliebe nicht wenig treichelt, kommt dem Ministerpräsidenten Crispi sehr

Du kannst Dir damit kein Glück erlaufen", sagte ich. .Nein", antwortete Rose gedankenvoll;aber ist «ck überhaupt in dieser Welt z» erlangen? Die bringt es uns sicherlich nicht, das habe ich nun »»» erkannt."

Ich schwieg auf diese Worte. Dau» sagte ich leise: »Armer, armer Georg Falk!'

»Der arme Georg Falk kann für sich selbst sorgen', war Roses Erwiderung. »Au mir hätte er doch tarnet nur gehofmetstert. Ich habe ihn während Deiner Krankheit häufig gesehen, denn er hat sich Herabgelaffe», täglich »ach Deinem Befinde» z« fragen; nnb tteü er nie sehr angenehm gegen mich war, «achte ich mtt das Vergnüge», ihm mitzuteile», daß ch im Begriff stände, in eine »höhere Sphäre", wie Fra» Dottor Kappwan» es nennt, erhoben zu werde».'

»Und was sagte er daraus, Rose?'

»Der Freiherr vou Wittelsberg vermag Ihne» meines Erachtens alles zu bieten, wonach Sie Ver­langen trage», Fräulein Rose', antwortete er. Kannst D» Dir eine unfreundlichere und schärfere Antwort denken?'

Er leidet zu sehr", sagte ich.

Nein", sprach Rose,das. glaube ich nicht. Doch es ist unnötig, davon zu spreche». Ich werde niemals Frau Pfarrerin werden und für die hoffnungsvolle Jagend Unterröckcheu nähe». Aber hoffentlich sucht «ick der Herr Pfatter hin und wieder aus, wenn ich Frau Baronin geworden bi», nm sich meinen Bei­trage zur Armenliste zu erbitten."

Die Worte klangen leicht und spöttisch, aber RoseS Stimme bebte, »ud ich wußte, daß ihr trauriger ums war, als fie mich glauben lasse» wollte. Sie hatte Georg Falk in ihrer Weise geliebt, we»» auch nicht tief genug, nm ihm bereitwillig Opfer zu bringen «nd Armut und Entbehrung nm ihrer Liebe willen auf sich zu nehme». ES war wir leid nm sie, den» mir war fie immer eine liebevolle »nd gute Schwester gewesen, nab wen» fie zuweilen über meineibealen anfi$ten" lachte, geschah eS doch »ie i» unftennd. lieber Weise.

Sieh her", rief sie,wenn Du eS »och »tat glauben willst!" und fie öffnete einen Schrank nub braLte mir eine kleine Schachtel. Als ich fie öffnete, vtitzte mtr ein Ring entgegen mtt Diamanten von so

____ .«Zch bin sehr erfreut, daß Du wieder einiges rt i atereffe ffir «eine Angelegenheiten zeigst. Und nun vv Ui mir, Margarete, was Du eigeuttta au dem her «ton anSznsctzen hast."

,@r ist erste»» zu alt für Dich", sagte ich,und tau paßt Ihr gar nicht zusammen."

,,3u alt ist er jedenfalls, und ich denke, kein ver- tafttger Mensch wird annehmen, daß ich ihn sehr Ziehend finde. Aber Du weißt, Grete, er besitzt das, was eine Menge von Sünden zndeckt; ich tae alle die guten Dinge, welche mtr fein Reichthnm ^schaffen wird."

Wochenschau.

Zum Wiederbeginn der parlamentarischen Arbeiten sammeln sich die politischen Parteien und allerdings tat der deutsche Reichstag, wie nunmehr seflzustehen scheint, erst Ende November zur Wiederaufnahme seinkr Sitzungen zusammen, aber in der kommenden Woche schon beginnen die Verhandlungen der Kom­mission über das vielumstrittene Arbeiterschutzgesetz. Während der Vertagung des Parlamentes sind zu diesem wichtigen Gesetzentwürfe zahlreiche Gutachten aus Fabrikanten-, Handwerker- und Arbeiterkreisev eingeholt worden, welche der Reichstagskommission mit unterbreitet werden sollen. Steht der Zusammen­tat des Plenums des Reichstages somit noch nicht m direkter Nähe, so find es doch nur noch wenige Tage bis zur Berufung des preußischen Landtages. Tie sür die Landesvertretung bestimmten großen LerwaltungS- und Steuer Reformgesetze find von der tiefgehendsten Bedeutung für alle Volkskreise, sie rufen darum auch jenseits der preußischen Grenze lebhafte Beachtung hervor. An schnelle und glatte Arbeit ist nicht zu denken, dafür ist der Arbeitsstoff »schwierig und kompliziert. Indessen meint man «och, daß schließlich ein Uebereinkommen getroffen verden wird. Eine Ersatzwahl zum Reichstage hat b> dem neumürkischen Wahlkreise Landsberg-Soldin Mtgefunden. Der Wahlkreis, der sich im Besitz der fteifiunigen Partei zuletzt befand, ist bei derselben Meben.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain _____________Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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gelegen für die gegenwärtige Agitation zu den ölige» meinen Neuwahlen.

Wie aus Lissabon berichtet wird, herrscht zur Zeit in : Portugal Ruhe. Es scheint auch, als sollte man auS dem unglücklichen Kolonialvertrage mit England, von welchem alle Wirren herrühren, noch glücklich herauskommen, denn in London ist man bereit, auf neue Vertragsverhandlungen einzugehen. Um zum Frieden zu kommen, ist weiter nichts nötig, als daß man in London dem Namen nach nachgiebt. Alles andere macht dann sich von selbst. In die Luft geflogen ist daS griechische Ministerium Trikupis, nachdem eS bei den Neuwahlen ganz unerwartet eine schwere Niederlage davon getragen hatte. Nennens­werte Bedeutung hat der Ministersturz nicht, im griechischen Parteikampfe spielen die erste Rolle immer nur die Personenftagen. Der Zwist, welcher zwischen der türttschen Regierung und dem griechischen Patriarchen in Konstantinopel bestanden hatte, ist jetzt durch Nachgiebigkeit der Türkei beigelegt.

AuS Rußland werden Bauernuuruhen berichtet. Der russische Bauer, seinem Wesen nach der richttge Taugenichts; ist unter dem Druck der Zeiten bei seiner notorischen Faulheit in eine sehr üble Sage gekommen. Er hat kein Geld, nichts zu beiße» und zu brechen, darum nimmt er, wo er etwas findet. In den letzten Jahren haben solche Krawalle wieder» holt stattgefunde», aber nie waren sie so zahlreich, wie heute.

Deutsches Reich.

Berlin, 31. Ott. Der König von Belgien hat seine Rückreise a«S Potsdam nach Brüssel, die ursprünglich auf Donnerstag Abend festgesetzt war, bis Freitag Nachmittag verschoben. Am Donnerstag Vormittag kam der König nach Berlin, stattete dem Reichskanzler einen Besuch ab, mit welchem er eine einstündige Unterredung hatte, und legte im Mauso­leum zu Charlottenburg Kränze nieder, wie es am Tage zuvor bereits im Kaiser-Friedrich-Mausoleum geschehen war. Mittags fand in Potsdam größere Tafel statt, nach welcher der Kaiser und der König von Belgien eine längere Ausfahrt unternahmen. Am Abend war Familientafel bei der Kaiserin Friedrich. Freitag Vormittag wird eine Truppen­übung abgehalten, nach welcher die Abreise des Königs erfolgt. Der Aufenthalt am kaiserlichen Hofe scheint dem hohen Gaste ungemein zugesagt zu haben. Am Donnerstag wurde auch die Gruft Friedrichs des Großen besucht. Das Programm der Ver» mählungSfeier der Prinzessin SBictotia

sein könnte, würde ich Sie aufsnchen, aber natürlich, Fräulein Rose, werde« wir in nähere Le- iehuug zu einander treten, wen« Ihr Bruder meine Nichte betratet', und so fort Du siehst, Eduard, ich hatte einig?« Grund zu meiner Frage.'

Eduard gab keine Antwort. Er murmelte etwas vou einer »alten Närrin' «nd ging bann verdrieß­lich fort.

«Kein Zweifel, er ist mtt Elsa Werneck verlobt!' rief Rose. »Wenig angenehm für nuS, nicht wahr? Nun, ich werde keinenfalls in Verkehr mtt ihr treten.*

Zum Besuche des Kaisers und der Kaiserin und m Erwiderung deS ihm im Sommer in Ostende ab»

Äntlmeu^^uÄal»! KionS'/. «k., bet de»Postämtern S A», so Pfg.Ml. "udVogler

U S-mmbeud, 1. November 1890. J^gau,

___________________ »atme u. tto. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.