Intrigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte»,
JLfLU L UlIlJlI» sowie die Annoneen-Bureaux von Haasenstein nnd Seglet „,
•»" in Frmckfmt o. M., löffel, Magdeburg n- Wien: Rudolf XXV. ^-abraaua.
Dienstag, 28. Oktober 1890. B
'*• Daube u- To. in Aranlsnrt tu sic., Verim, Hannover, Paris-
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Mrchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Marit 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
JK 253. toten 2*/. Ml-, btt den Postämtern 8 DH- 60 Pfg. (exN. Bestellgeld). Jnfertion,gebühr für die gegoltene fieü- 10 Pfg^ Reklamen für die geile 25 Pfg.
Bestellungen für die Monate November #nb Dezember auf die D-trhtsf. ItilWg nebst jtfeisbl’att für die Kreise Marburg und Kirchhain und
Illustrierte« SonntagsBfatt werden von sämtlichen Postämtern und von mserer Expedition entgegen genommen.
ssSir Die Nr. 44 unseres „Illustrierten Sonntagsblattes" enthält ein wohlgelungenes Bild des General Feldmarschall Graf von M ol t k e. Neuzugehende Abonnenten erhalten dieses soweit der Vorrat reicht nachgeliefert.
In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegen.
Graf Moitkes Gratulation.
War dem Grafen Moltke am Sonnabend dcr warme Dank des Volkes dargebracht durch Veranstaltung des glänzenden FestzugeS, so war der Sonntag, der Geburtstag, der Tag der feierlichen Gratulation durch den Kaiser, Fürsten, Generale >md Deputationen aller Art. Der festliche Tag brach sehr wenig vielversprechend an. Wohl hatten sich zahlreiche Häuser Berlins mit Flaggenschmuck bedeckt, war eine festlich gestimmte Volksmenge früh auf den Beinen, aber leider machte der Himmel sein grämlichstes Gesicht, und bis in die zweite Nachmittagsstunde hinein, regnete es dermaßen, daß auch der eifrigste Festbesucher seine Standhastigkeit verlor und zeitweise unter ein schirmende- Obdach retirierte. Erst am Nachmittage klärte der Himmel fich auf. Auf dem Königsplatze herrschte schon am stützen Morgen Leben. In dos festlich geschmückte Generalstabsgebäude flößen die Geschenke nur so hinein, Adresien und Telegramme gingen in unzählbaren Mengen ein. Die Fürsten Deutschlands, ja ganz Europas, beteiligten fich ohne Ausnahme an der Beglückwünschung, und von Städten, Industriellen und Privatpersonen kamen Geschenke jeden nur denkbaren Charakters. Der große Saal im General-
(Nachdruck verboten.)
Im Katt« -er -irgr.
Erzählung von D. Russell- (Fortsetzung.)
.Aber ich kau« gar utchts; ich besitze nichts als tta hübsches Gesicht — folglich muß ich damit meta Glück zu machen suche».'
,Unb Herr Falk?'
Sprich nicht mehr von ihm!' rief Rose leidem
schaftltch. .Ich habe versucht, ihn zurück,ngewinue», Margarete — ich bin eine Näherin gewesen. Ich weinte, »ich uur zu ambfireu', fuhr fie leise uud schmerzlic fort, „und habe mir dabei die Flügel versengt. Wei ich ihn nicht lieb genug halle, als er mich fragte, ob ich ein Leben der Armut mtt ihm teilen wolle, mag er mm — überhaupt nichts mehr von mir wissen." Und für einen Augenblick schimmerten Thräueu in NoseS schönen Augen.
.Laß mich mtt ihm sprechen", bat ich nnb schlang Meine Arme nm Rose« Nacken.
„Wie, ich sollte mich ihm aubieten?" rief fie entrüstet. Nimmermehr l Nein, meine Liebe", fuhr fie in ganz verändertem Tove fort and trocknete sich die rhräne», „eS ist bester für mich, Fran Baronin zu werde». Dn siehst, der Freiherr von Wittelsberg verlangt »ichtS weiter von mir als Schönheit — »ad dieser anbete thörichte Mensch würde erwarten, daß ich seine Gefährte», seine Gehülfin, womöglich eine Heilige sei» soll, woz» ich »icht die geringste Anlage habe."
NenvzehuteS Kapitel.
«ns Schloß Wittelsberg.
Baron Georg hielt sein Wort pünktlich ,»r verabredete» Stande hielt sei» Wagen vor nuserer Thür. Rose war bei bester Lavne, als wir aafbrachev, oder gab fich veaigsteas de« Anschein, er zn sein.
„Ist es »icht ei» hübscher Wage»?" sagte fie mtt
iabsgebäude, in welchem die Gratulaiionen erfolgten, war einfach, aber würdig dekoriert. Zwischen mächtigen Pflanzengruppen und reichen Draperieen erhoben sich die Büsten der drei Kaiser, die Saalwände und Säulen waren mit Flaggen und Wappen geziert. Dem Jubilar wurden ein Morgenständchen von einem Gesangverein und eine Morgenmusik von einer Militärkapelle gebracht. Zugleich erfolgte die Gratulation der Anverwandten und der Offiziere deS Generalstabes. Nach derselben trat der Graf mehrfach an das Fenster und wurde mit unge- messenem Jubel begrüßt. Gegen Mittag erfolgte )ie Ausfahrt der hohen Generalität und der Fürstlich- eiten, welche dem Feldmarschall ihre Glückwünsche darzubringen gedachten. Zugleich verkündete schmetternde Musik vom Brandenburger Thore her daS Heranrücken der Standarten - Eskadron und der Fahnen-Kompagnie, welche die Feldzeichen der Garde zum Heim des Gefeierten brachten. Ein donnerndes Hochrufen verkündete die Ankunft deS Kaisers, welcher in großer Uniform herbeigefahren kam, zunächst die Fahnen-Abteilungen besichtigte und dieselben alsdann an sich vorüber in das GeneralstabS- gebäude bringen ließ. Der Monarch begab sich alsdann in den großen Festsaal, in welchem sämtliche Armee - Inspekteure und komwaudirende Generäle, der Reichskanzler, die General- und Flügeladjutanten aufgestellt waren. Se. Majestät begrüßte zunächst die Herren und hielt dann eine kurze Ansprache, in welcher betont wurde, welche Dienste Moltke dem Vaterlande geleistet habe und wie am besten ihm durch Nacheiferung gedankt werden könne. Darauf nahmen die Fahnen- und Standartenträger an den Saalwänden Ausstellung; der Kaiser stellte fich an die Spitze der glänzenden Versammlung. Eine kleine Pause der Erwartung, und durch die Flügelthüren herein schritt rüstig und kraftvoll Gros Moltke mit dem Marschallstab in der Hand, gefolgt von den Generalen von Waldersee und Wittich. Der Kaiser salutierte, mit ihm alle Anwesenden, die Fahnen senkten sich, während Graf Moltke mit mühsam verhaltener Bewegung nach allen Sellen dankte. Nun sprach der Kaiser namens der Reichsarmee und in seinem eigenen seinen Glückwunsch ans. Er dankte nochmals für die großen Dienste, welche der Jubilar den verewigten Kaisern und dem deutschen Vater lande geleistet, er betonte, wie es unmöglich sei, jene Dienste zu vergelten, wir aber alle bereit sein würden, dem großen Vorbilde nachzueifern. Mit einem Hurrah schloß der Kaiser seinen mit warmer Herzlichkeit ausgesprochenen Wunsch für das fernere Wohlergehen
leisem Lache». „Aber ich denke, ich möchte ihn »eu überzöge» habe». Welche Farbe würbe wohl am besten für meine zarte Gesichtsfarbe paffen? Aber steh, Margarete", vnterbrach fie fich selbst nnb legte ihre Hand ans meinen Arm, „wer steht dort am Rande des Weges?"
Ich folgte der ro» ihr bezeichneten Richtnng mit den Sagen nnb sah Eduard nnb Elsa Werneck in lebhafter Unterhaltung miteinander begriffen. Sie blickten ans, als mit vorüber fuhren, nnb Beide wechselten die Farbe.
„Ich gebe ihnen sechs Monate", sagte Rose. „Nach Ablanfe dieser Zett wird Elsa EdnardS Fran sein."
„Sie soll eS nicht fein; er darf eS nicht ihn»!" erwiderte ich schnell nnd »»bedacht.
Rose wandte sich »ach mir um nnb sah mich mit dem Ausdruck größten Erstaunens an.
„Wie willst Du da« verhindern?" fragte fie. Und als ich ruhiger wiederholte: „Sie soll nicht seine Fran werden", zuckte sie nur die Achsel».
»Dll kannst ebenso gut versuche», de» Wiod zu drehe», liebe Grete. Er liebt dieses Mädchen, an nichts, was Du sage» oder thvu kannst, wttd de geringsten Eindruck ans ihn machen.'
Ich lehnte mich schweigend in den Wagen zurück nnb beschäftigte mich in meinen Gedanke» so lebhaft mit Eduard und wie ich die Treuuuug vou Elsa als einzige» Preis für meta Schweige» von ihm fordern wollte, daß ich ganz überrascht war, als wir plötzlich in die lange, schöne Allee einbogev, welche »ach dem Schlöffe htaavssührie.
Der Freiherr vo» Wittelsberg stammte vo» einet langen Reihe vou Ahnen ab, welche Jahrhunderte hindurch das vefitzthum verschönt nnb vergrößert hatten. Er besaß nutet seinen Vorfahren eble nn ritterliche Gestalten, Männer von Geist nnb Witz, die ihren Platz in der Wett wie im eigenen Hanse rühmlichst auSgesültt nnd im Leben und Tode Ehre nnd Ansehen genoffen hatten.
des greifen Helden, und draußen stimmte der eherne Mund der Geschütze ein. Der Feldmarschall wollte ich auf die Hand des obersten Kriegsherrn nieder- >eugen, aber der Kaiser verhinderte dieS, er umarmte einen Moltke wiederholt auf das Herzlichste. Nunmehr wurden die Fahnen und Standarten im Saale ausgestellt, und es erfolgte die Gratulation durch die anwesenden Fürsten und Herren. Der greise 5 siarschall war auf das Tiefste bewegt, wieder- : olt versagte ihm die Stimme zum Dank. Langsam verließen dann die Herren von der Armee das GeneralstabSgebäude, und die übrigen Gratulanten erschienen. Nach einander kamen Deputationen des BundeSrates, deS preußischen Staatsministeriums, des Reichstages und deS preußischen Landtages, deS Hofstaates, der deutschen und fremden Regimenter, deren Chef Graf Moltke ist, der deutschen Städten, der Universität und der Studenten, von Korporationen und Vereinen, von Deutschen im Auslande, zahlreiche dem Geburtstagskinde persönlich befreundete Herren rc. die Adreffensammlung wuchs mit jeder Viertelstunde, freundlich und liebenswürdig alle Herren begrüßend, hielt der Feldmarschall die Strapazen des Empfanges mit erstaunlicher Frische aus. Endlich kam eine Ruhepause, und der greise Herr konnte sich wieder sich selbst widmen. Noch einmal mußte er aber zuvor den Hurrahrufen des Pubsikums entsprechen und sich dankend Jenen zeigen. Der Kaiser war nach beendeter Gratulation nach Potsdam zurückgekehrt, und dort fand am Abend im Neuen Palais auch daS militärische Galadiner zu Ehren Graf Molikes statt. Ununterbrochene Hochrufe begleiteten den Feldmarschall bei der Abfahrt aus Berlin, sie empfingen ihn auch in der Havel residenz, auf deren Perron eine Ehrenwache aufgestellt war. Bei der Tafel im Neuen PalaiS saß Gras Molike zwischen dem Kaiser und der Kaiserin und in kräftigen Worten brachte der Erstere das Hoch auf seinen Gast auS. Der Feldmarschall dantte in bescheidenen Worten, er versicherte, wie er keinen höheren Lohn gekannt habe, als den, dem Kaiser und dem Reiche treu dienen zu können, und dem Kaiser galt auch sein Hoch. — In Berlin, wie in Potsdam waren am Abend vielfach die Häuser illuminiert und fanden festliche Kundgebungen in Vereinen Versammlungen statt. Für die Garnison war von diesem Tage das Tragen des Helme- vorgeschrieben.
Deutsches Reich.
Berlin, 26. Okt. Der „ReichSanzeiger" widmet dem Generalfeldmarschall Grafen Moltke
DaS Schloß, ein prächtiges Gebäude mit Seitenflügeln nnb Terrassen, lag in einem wundervolle» Parke; nnb eine Menge von Dienern, bie es in bei Thal durchaus nicht angenehm nnb leicht hatten, wenn der Baron zn Hanse war, eilten nur ehrerbietig entgegen.
Der Herr Baron wanderte auf einer der Terrassen ans nnb nteber, als wir vor dem Hanse Vorfahren, und sobald er n»8 erblickte, kam er an den Wagen, nm urrS beim AuSsteigerr behülflich zn fein.
»Guten Morgen, guten Morgen!' sagte er. »Eta schöner Tag heute, nicht wahr? Sehr erfreut, Sie hier zu sehe». Komme» Eie, Fräulein Rose, ich muß Sie mtt meinen beiden Mädchen bekannt machen. Diesen Weg, diesen Weg, meine Samen!* und er führte uns in sein stattliches Hans.
Jeder Gegenstand im Innern desselben sprach vou Wohlhabenheit. Die schönen eicheugeschnttzteu Möbel, die Gemälde an den Wänden, die weiche», dicken Teppiche und fonbetbaren chinesischen Gefäße, für welche die verstorbene Fran des Barovs eine besondere Vorliebe besessen hatte.
ES führte n»S in das Frühstückszimmer, wo zwei lange, magere, blaffe Mädchen nnb eine ebenso dünne nnb blaffe, aber kleine Fran unsere Ankunft zu er- warten schienen.
»Hier stelle ich Ihnen meine Töchter vor", sagte bei Baron mit einer Handbewegnng; »Leonore, bie älteste — nnb Olga. Nun, Staber ich erwarte, baß Ihr Euch mtt bisen singen Damen befreunbet nnb sehr aufmerksam gegen fie selb.'
Die beiben Mädchen verbeugten sich stumm. Ich streckte ihnen lächelnd die Hand entgegen, empfing aber als Erwiderung nur eine sehr fluchttge Berührung.
Leonore, die älteste, war ungefähr siebzehn Iah« alt. Ein großes Mädchen mit kalten, hochmütig blickenden Augen und einem entschlossenen Zug nm Mund und Kinn. Die jüngere sah etwas besser aus.
(Fortsetzung folgt)
zu seinem heutigen Ehrentage einen langen schwungvollen Artikel, auS dem wir folgende Stellen hervorhebe» : »Dem Willen Sr. Majestät des Kaiser« und Königs und Seiner hohen Verbündeten und dem inneren Drange aller Schichten des Volkes entsprechend, feiert ganz Deutschland diesen Geburtstag als einen nationalen Festtag. Denn den Thaten deS greisen Feldmarschalls verdankt eS die Nation ■jU einem sehr wesentlichen Teile, daß sie geeint ist n einem starken Reich, daß fich ihr Ansehen unter den Völkern Europas mächtig gehoben, und daß fie ich nun schon seit Langem den Arbeiten deS Frieden« ingestört widmen kann. Es ist ein schuldiger Tribut für den rühm gekrönten, nie besiegten und trotzdem auch durch Einfachheit und Bescheidenheit großen Feldmarschall, wenn Fürsten und Volk an diesem Ehrentage einmütig ihm ihren Dank in würdigster Weise zu erkennen geben. Aber über alle äußeren festlich en Veranstaltungen hinaus wendet fich der Blick mit Dankgebeten empor für das, was der Himmel dem deutschen Volke in und mit unserem Moltke geschenkt, aber auch mit dem Segenswunsche daß eS dem greisen Feldmarschall noch lange vergönnt fein möge, sich bet dankbaren Gesinnung seines Königs und de« Vaterlandes zu erfreuen, und daß er der deutschen Nation und dem deutschen Heere noch lange beschildere sein möge, ihn alS leuchtendes Vorbild unter den Lebenden wandeln zu sehen." — DaS „Militärwochenblatt" sagt am Schluffe seiner tief empfundenen Huldigung an Molike: „Manch goldenes Wort verdanken wie ihm, und sein Wappenspruch: »Erst wägen, dann wagen" ist in aller Munde. Aber der Spruch sollte auch alle», dem ganzen deuffchen Volk, eine Lehre, ein Leitstern fein. Mögen wir alle, als einzelne wie als Nation, wägen, ob unser Wollen vor Gott bestehen kann, ob e« wahrhaft, gerecht und treu ist. Ist unser Wollen so gewogen, dann hat eS mit dem Wagen keine Not. Dan» kann daS Volk in Waffen, das Heer, geführt von seinem erhabenen Kriegsherrn, geleitet in Mollke- schem Geiste, getrost den Kampf wagen für die heiligen und edlen Güter, die von der Vorsehung ihm zu schützen aufgegeben find, für Altar und Thron, für Gesittung, Ehre und gute- Recht gegen die finsteren Mächte, die dräuend ihre Gorgonen. Häupter erheben; dann wird in jedem einzelnen Streiter ein Hauch Moltkeschen Geistes wehen, ein Jeder wird dann tüchtig fein, und wie der Feld- marschall sagt: »Glück hat auf die Dauer nur der Tüchtige." — Mr die Moltke-Stistung m Parchim find bisher über 80 000 M. eingegangen. — Für daS dem Fürsten Bismarck in Berlin zu errichtende Nationaldenkmal find bisher 821 704 M. eingegangen. — Dem Vernehmen der »Kreetz- zeiiung zufolge hätte in den letzten Tagen nur ein Ausschuß, zu welchem auch einzelne Personen au« nichtamtlichen Kreisen herangezogen waren, Beratungen mit Bezug auf die demnächst zu eröffnende Schul- reform-Enquete abgehalten. Wie es heißt, seien diese Besprechungen am Donnerstag zum Abschluß gelangt und die Fragen, welche der Enquete- kommission vorgelegt werden sollen, nunmehr fest- gestellt. In den nächsten Tagen würden die Einladungen an die einzubetusenden Miigliedet ergeben und die damit zusammenhängenden Veröffentlichungen erfolgen. Die Wahrscheinlichkeit spräche dafür, daß die Kommission in der ersten Hälfte deS November zusammenträte. NebrigenS werde dieselbe nicht, wie vor Kurzem behauptet worden, aus 70 Mitgliedern bestehen, sondern nur etwa aus der Hälste dieser Zahl. _ Die »Köln. Ztg." schreibt, daß man nach reiflicher Prüfling aller Verhältnisse an den ent» scheidende» Stellen zu dem Entschluß gelangt fei, Helgoland staatsrechtlich an Preußen anzuschließen, während der Hasen von Helgoland ein Reichskriegs- hafen werden solle. FestungSbauten feien nicht in Aussicht genommen. Im Helgoländer Oberlande werde eine Küstenbatterie ausgestellt und der Hasen an die Gewalt der Marine gegeben werden. Dem nächsten preußischen Landtage würden nach den Ber« tagungsserie» diesbezügliche Vorlage» zugehen.
Blankenburg a. H., 25. Okt. Se Majestät der Kaiser hat mit sämtlichen hier anwesend ge- wesenen Fürstlichkeiten heute abend 6 Uhr 45 Min. mittels Sonderzuges die Mckreise nach Potsdam an getreten.
Inner, 26. Okt. Der Landrat von Lösch, Mitglied de« Hause» der Abgeordneten für den 6. Lieg-