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t 1890

»»eigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», Emir die Lnuoncen-Bureaux von Haasenstei» und Bogle, Frankfmt a. M., Eaffel, Magdeburg n. Wien; Rudolf YYV Stoffe in Frankfurt e. M., Berlin.München n. «An;». g. Daube n. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

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' ^rak. Ein Mann näherte sich schnellen Schritt. S a tm- ich kannte ste wohl, diese breitstnUrige, kiäfttge Herrn Mall e» war Pächter Rothe, Esthei S Vater, der F1 zuerst sein rrwordetcs Kind entdecken solltet Eie

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i sein Liebling, sein Stolz, die einzige Frende seine» "8 gewesen I

Al» da» Licht seiner Laterne ans nn» fiel nnd er dem nnstcheren Scheine Esther» Gesicht in meinen »en erkannte, al» er den Blmstrrifen auf ihrer ru und die starren, halboffenen Augen sah, da ie er ans, so schmerzlich und warkdnrchdringend 1 ich wir die Ohren mit bitten Händen «hielt, r» nicht zn hören.

»Wer hat da» gethan ?' ries er verzweifelt. »Wer «ein Sind erschlagen ?*

langsam nach Hanse, der Stätte zn, wo ste al» ein !köhlicheS, unschuldiges Mädchen gelebt hatte, bis di« Liebe in ihr Her, zog, die ihr ein so ttaurige» Schick» sal bereiten sollte.

Der Rest de» Abend» war eine fortlaufende Tortnr für «ich. Ich mußte der veiueuden Mutter wieder und wieder erzählen, wie sich alles zugettagen, uud fühlte, wie ihre Blicke dabei mit wildem und forschendem Ausdruck auf mir ruhten.

Verbergen Sie nicht» vor mir, Fräulein Mar. garete," sagte ste scharf.Mein Kops ist ganz ver. wirrt von dem Schreck, aber da» weiß ich doch, daß jene schändliche Person, die Herr Ednard ste ge. zwangen hat, hente im Hause zu sehen, schuld au dem Unglück istl Wa» sagte Esther, al» sie zu Ihnen kam?"

Sie war böse auf Ednard, daß er Fräulein Werneck eiugrladeu," erwiderte ich, druu ich hatte mich auf weiue Erzählung vorbereitet;sonst sagte sie nicht viel und bat mich uur, am Abend auf dem Gute zn effen, damit nicht noch weitere Stteitigketteu über den Gegenstand zwischen ihr und Eduard vor. kämen/'

WeShald gingen Sie nicht zusammen? '

,Lch hatte noch einige Briefe zn vollenden; das hiett «ich zurück. Als ich eta-a» später ausbrach, erblickte ich die arme Esther au der Stelle, vo uuS ihr Manu gefuuden, am Boden liegen totI"

.Und wo ist Ihr Bruder?" fragte Fran Rothe.

.Ich weiß es nicht' begann ich eben stammelnd, l» in demselben Moment Eduards Stimme auf der Treppe erklaug und er gleich darauf iu das Zimmer trat.

Sine tätliche Schwäche überfiel «ich bei seinem Anblick; aber jedes Wort, da» er sprach, drang klar zn meine« Ohr.

,Wa» bedeutet dies all.»?» fragte er laut, mit erzwungener Festigkeit. Wa» ist «it Esther geschehe»?"

,6te mögen wohl fragen, wa» geschehen ist",

Marburg,

Mittwoch, 22. Oktober 1890.

Krankenhauses fürSansibar stattgehabte» Konferenz woran Vertreter der evangelischen Missionsgesellschaft, des Auswärtigen Amte» und der ReichSkomrniflar Major von Wißmann teilnahmen, wurde als not wendig erkannt, das in Ostafrika zu erbauende Krankenhaus nach dem Feftlande zu verlegen; Dar es-Salaam, wo bereit» ein geräumige» Missionshaus steht, wurde al» geeignetster Platz bezeichnet. Dem Vernehmen nach wird auch das Präsidium de» Ab­geordnetenhauses den Generalfeldmarschall Grasen Moltke durch eine Adresse beglückwünschen.

2 Uhr fand auf dem hiesigen Marktplatze die feier­liche Enthüllung des Denkmals für Friedrich Rückert statt. Der Feier wohnten zwei Söhne und fün Enkel Rückert», der Regierungspräsident Graf Lux­burg, Vertteter der Stadt München und sämtlicher Städte Unterfrankens sowie zahlreicher Universitäten bei. Die Festrede hielt Hofrat Beyer (Stuttgart j Nachdem das von Felix Dahn verfaßte Festgedicht gesprochen war, fiel die Hülle de» von Ruemann und Thiersch auSgeführten Denkmal», daS in Form eines Brunnen» gehalten ist und Rückert in fitzender Stellung zeigt. Kränze wurden u. a. auch von Professor Weinhold (Berlin), Archivdirektor Suphan (Weimar) und Kleine (Amsterdam) niedergelegt. Nach der Enthüllung fand ein Festzug statt.

Darmstadt, 20. Oktbr. Der Großherzog ist heute von Potsdam zurückgekehrt. Die Prinzessin Heinrich von Preußen kommt am 24. d. M. mit Prinz Waldemar zu Besuch hierher. Prinzessin Bikioria von Battenberg reist mit ihren zwei Töchtern heute abend nach Malta.

agte Pächter Rothe mtt bitterem Vorwurf. »Bon dem Tage an, da Sie fie geheiratet haben, find Sie meiner armen Dirn', kein guter Manu gewesen. Herr!" fuhr der Pächter mtt ernster nnd ungewohnter Feierlichkeit fort, ,e» war in der Dunkelheit l aber Gotte» Auge ist überall, uud so sicher er die Mord« that gesehen hat, wird er e» deu Schurken, der die» Herzeleid über nn» gebracht, büßen lassen l"

.Aber wo ist e» geschehen?» fragte Eduard gepreßt. ,W» hat fie grfuude« ?'

.Fräulein Margret saud sie. Sie lag auf dem Brachfelde tot!» Frau Rothes Stimme brach in laute» Schluchzen. .Wo waren Sie, Herr Eduard? Warum ltißeu Sie fie so alleiu im Dunkeln durch die Felder gehen?»

.Wo soll ich gewesen sein? Sie wissen ja, daß wir einige Gäste hatten Fr?» Doktor Kappmanu au» dem Dorfe und ihre Nichte; fie blieben bis zum Dunkelwerden, uud ich begleitete fie nach Hause uud ging dann noch zn Kläger, dem Tierarzt, der ein» meiner Pferde in Behandlnng hat. Lei meiner Rück­kehr meldeten wir die Dienstboten, daß meine Fran das Hans verlassen hätte nnd noch immer fort wäre. Schließlich wurde ich besorgt und kam hierher, um mich zu erkundigeu, ob fie vielleicht hier wäre."

Seine Erzählung klang glaubwürdig genug, uud er trug fie mtt derselbeu Ruhe uud Sicherheit de« lntersuchungSrichter vor, der am nächste» Tage zur Befichtigung der Leiche eintraf. Such der Tierarzt wurde herbeigeruseu uud er bestättgte, daß Herr Eeldiug zu der Zeit, wo der Mord geschehen sein mußte, bei ihm geweseu sei uud fich ungefähr eine Stunde iu deu Ställen anfgehatteu habe. Sie hätten >ann noch zusammen ein Glo» Cognac getrunken und er hätte darauf Herrn Eeldiug ein Stück Weges nach Hrydors begleitet,wobei vir nichts Anßergewöhn- ltches gehört oder gesehen," schloß er seinen Bericht.

(Fortsetzung folgt.)

Attslan-.

Rom, 20. Okt. Eine außerordentliche gereizte Stimmung herrscht gegenwärtig zwischen dem Vatikan und der italienischen Regierung. Auf die päpstliche Encyklika, worin ausgesühtt wird, daß alle Akte der italienischen Regierung auf die Vernichtung des Papsttums und die Zerstörung deS Glaubens der italienischen Katholiken gerichtet seien, hat daS Organ Crispis, dieRiforma", mit der Veröffentlichung einer geheimen Note geantwortet, welche der Kardinal- staatSsekretär Rampolla an den Nuntius Galimberti m Wien inbeireff d«S Dreibünde» gerichtet habe» soll. Die Note sollte die Umtrübe des Vatikans gegen den Dreibund vor aller Welt offen legen und hat den tiessten Eindruck in Italien hervorgerusen.

London, 20. Oktbr. DasBureau Reuter" meldet auS Zanzibar in Bestätigung der Nachricht derTime»": Admiral Freemantle ist mit dem englische» Generalkonsul Emilh über Lamu nach Witu abgegangen, um die Mörder Küntzels und seiner Genossen zur Rechenschaft zu ziehen.

Petersburg, 20. Okt. Der ruisi'che Finanz Minister kündigt triumphierend an, die vorjährige StaatS-Rechnung habe mit fast 50 Millionen Rubel Ueberschnß geschlossen. (Gesagt ist da» leicht, denn es kann ja niemand da» Gegenteil beweise», weil Pein Budget in Rußland existiert).

igelt, an

Hessen-Nassau.

Marburg, 21. Okt. Aus Frankfurt geht un» von einem dortigen Architekien folgende Zuschrift zu. Wa» hat man nur um GotteSwillen mit Ihrem schönen Schlosse angefangen? Ste habin ja da» alte, weitberühmte Holzdach de» Rittersaales abgerissen und durch ein eiserne» ersetzt. Jeder­mann, der »och auch für die konstruktive Seite der Baugeschichte nur einigermaßen Interesse hat, kann es nur sehr beklagen, wenn er die Vernichtung von einem konstruktiv so wichtigen Baudenkmale mit erleben muß. Und, war es denn wirllich notig ? Ich habe mir die vielen Haufen von Abbruchholz, welche noch auf dem Schloßhofe aufgetürmt liegen, angesehen -- das meiste ist altes kräftiges Eichen-Kern- holz. Als noch Prof. Schäfer hier war, bin ich mit ihm wiederholt auf dem Rittersaaldache gewesen und wir haben un» gefreut, daß noch eine so konstruktiv hochwichtige noch in daS vierzehnte Jahrhundert zurückreichende Anlage vorhanden war. Wer weiß jetzt noch wie diese Anlage war? Hat man nicht wenigsten» genaue Zeichnungen oder einzelne Stücke des Daches aufgehoben? War da» Dach nicht wichtig genug, um wenigsten» im Modell erhalten zu bleiben? Und selbst, wenn dies geschehen wäre, wer kann ein so wichtiges Monument wieder ersetzen? Hin ist hin, wie in Marburg so vieles wa» ihm Reiz ver­lieh in de» letzten Jahren hin ist. Wo ist da» '' Thor vor dem DeutschordenSgehöfte hin, welches die ganze Anlage so malerisch einrahmte? Brutal ab­gerissen. Wo ist der linke Flügel des Elisabethen« Hospitals hin? Mit allerhöchster Genehmigung de» Herrn Generalkonservator» der Altertümer in den Königlich Preußischen Staaten abgebrochen. Und was hat man da vernichtet? Schämt Euch, Ihr H arburger, so wenig Pietät zu haben. Das ist da» HoSpital, welchem Marburg sein Entstehen, sein Wachstum verdankt. Wäre die heil. Elisabeth und ihr Hospital nicht gewesen, Eure Stadt wäre klein und unbedeutend geblieben wie Cappel oder Ocker»« hausen! Und, wo» für ein baugeschichtlich wichtiges HauS ist nebenbei noch dieses alte Hospital! Geht nur hin und seht Euch die unter ter Tünche ver­borgen getoefet e alte gothische Fassade an, und wenn Ihr nur für einen Heller Kunstsinn habt, dann müßt Ihr den Abbruch diese» Baudenkmal» nur be­klagen. Und zu welchem Zwecke ist e» abgebrochen? Geht hin und schaut! An anderen Orten werden auf Veranlassung der Regierung große monumentale Bauwerke freigelegt, hier werden sie auf Veran-

(Nachdruck verboten.)

I« Ba«« der Löge.

Erzählung von D. Russell.

' U (Fortsetzung)

.SBttf fie tu den ölten Schacht auf dem westlichen gwe*, sagt« ich; .dort wird fie Niemand finden.» «barg alles in feiner Tasche und eilte mtt einem <tfe gemurmelten Danke swort schnell hinweg.

Langsam sank ich nieder, legte Esthers Kops an *tae Brust, wo er schon einmal seinen Platz gehabt, - g blieb neben der Tobten fitzen, beinahe ebenso « und still wie fie selber war. Noch immer fiel * Regen sacht hernieder und kein Stern leuchtete « tröstend und hoffnungsvoll entgegen, als ich in Jttlofem Gebet, um Hülse flehend, zu« Himmel

.Reichsanzeiger» erklärt die ZeitungSmeldung als jeder thatfächlichen Begründurg entbehrend, wonach der Kaiser dem Chef der Eisenbahnverwaltunx, Sinister von Maybach, fein lebhafte» Bedauern darüber ausgesprochen Hobe, daß feiten»«des Eisen- tehnressorts bis jetzt zu wenig gethan worden sei, m den unbemittelten Klassen der großen Centre» ieweff» der Wohnungsfrage wesentliche Erleichterungen zu schaffen. Das Volksschulgesetz, welches den preußischen Landtag in seiner kommenden Tagung ieschästigen wird, soll nicht nur auf die Regelung der äußeren Verhältnisse ter Volksschule, sondern saf die Durchführung aller das Volksschulwesen be­treffenden Verfassungsbestimmungen gerichtet sein. Damit wird zum ersten Mal seit dem Jahre 1869 über der Versuch gemacht, zu einer allseitigen Regelung der Schulsrage zu gelangen. Das damalige tzorgehen blieb ebenso ohne Erfolg, wie die ftüheren Vorstöße in der gleichen Richtung, und in der späteren Zeit hat die Angelegenheit zwar nicht aufgehört, die Wtenben Kreise zu beschäftigen, zu einer Vorlage «n den Landtag ist es jedoch nicht wieder gekommen, kicher wird auch jetzt auf leichte Arbeit nicht zu rechnen fein. Mit der Frage der Erbschafts- ieuer hat fich eine am Sonnabend stattgehabte «tzung des preußischen StaatsministeriumS beschäftigt. Der Entwurf soll ebenfalls dem im nächsten Monat «sammentretenden Landtage borgelegt werden. Was M neue SchuldotationSgesetz betrifft, so soll dasselbe «Skblich die persönlichen Lasten der Volksschulen chv Gehälter u. s. w. auf den Staat übertragen. 2*Post" berichtet: In der heute betreffs des

Deutsches Neich.

Berti«, 20. Oktober. Der Kaiser empfing heute mittags eine Deputation der Altenburger Bauernschaft mit dem Landrate Stör an der Spitze. Letzterer wurde hierauf zur Tafel gezogen, woran «nch der deutsche Gesandte in Stockholm, Wirkt. Seh. LegationSrat Dr. Busch, Major von Wißmann md LandeSdirektor von Levetzow teilnahmen. Der Geburtstag der Kaiserin (22. Oktober) soll diesmal besonder» festlich begangen werden. Der fänig der Belgier wird bei seinem bevor , stehenden Besuch nicht in Berlin, sondern in Pots­dam wohnen. Ein osfizieller Empfang wird daher Hierselbst nicht stattfinden, dagegen ist eine Galaoper i dorgesehen und bereit» in Vorbereitung. Der deutsche Botschafter in Madrid Fthr. v. Stumm ist auf seinen Posten zurückgekehrt und hat die Ge­schäfte der Botschaft wieder übernommen. Der

j fcjßte lange ich so gesessen ob eS Minuten ober Hau». §>uden gewesen ich weiß e» nicht; aber ein uf der Tiuscheualter an Angst nnb Schmerz schien wir ren

l togen zu sein, al» wich endlich nahende Fußttitte [6628 «einem Hinbrüten weckten.

__- 3ch stieß einen scharfen, gellenden Schrei ans, der 2®8n«t>er kln Echo zu finden schien, nnb ich erinnere

Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Der Sozialistenkongreß in Halle ist am Sonnabend geschloffen worden. Vorher wurde ' der Patteivorstand gewählt, zu dem Bebel und Singer gehören, und der Organisattons - Entwur angenommen. Liebknecht wurde als Chefredakteur des CentralorganS bestätigt. Weiter beschloß der Korgreß nach einer Begründung Liebknechts mit allen gegen 3 Stimmen, den 1. Mai als dauernden Arbeiterfeiertag feflzusetzen. Derselbe soll den Ver­hältnissen der einzelnen Landesteile entsprechend und rach den vom Pariser Kongreß ausgestellten Grund­sätzen begangen werden. An Orte», wo die Arbeit», einfteöung an diesem Tage unmöglich ist, soll die Feier am ersten Sonntage im Mai abgehalten werden. Der Kongreß lehnte ferner den Antrag auf Stimm­enthaltung bei Stichwahlen zwischen den übrigen Parteien ob. Hierauf wurde die Einladung zum nächstjährigen internationalen Arbeiterkongreß in Brüssel angenommen. Ter Telegirte Geck erstattete Bericht über die Verhandlungen der Kommission, welche die Strcitigkiten zwischen Bebel und dem Berliner Agitator Werner untersuchen sollte. Die Kommission beantragte die GeschäftkpraxiS Werners als zwetselhaft und verdächtig und die Versammlung stimmt mit allen gegen 24 Stimmen dieser Verrufs- Erklärung, welche für die Freiheit der Sozialdemo­kratie bezeichnend ist, zu. Tann erfolgte der Schluß deS Kongresses, auf dem Bebel und Liebknecht im Wesentlichen alle ihre Forderungen durchgesetzt haben. Die Aechtung Werners hat übrigens unter dessen zahlreichen Anhängern in Berlin, Halle Aufregung hervorgerusen, und der Kampf der verschiedenen Richtungen in der Sozialdemokratie gegen einander wird nun erst recht beginnen. Bezeichnend für die Verhältnisse innerhalb der sozialdemokratischen Partei ist es auch, daß in Halle eine geheime Be­ratung deutscher und französischer Sozialrsten statt­gefunden hot. Neu ist daS allerdings nicht, denn die Herren sind ja schon öfter zusammen gewesen.

Schweifurt, 20. Oktbr. Gestern nachmittag

Ich versuchte zu sprechen, aber die Zunge klebte mir am Gaumen nnb kein Laut kam über meine Lippen.

Er schien mich erst jetzt zu erkennen. .Hub Sie, Fräulein Margret, Sie arme, kleine Seele. find Sie auch verwundet?» ' '

Und er richtete mich auf und stützte «ich, der gute, redliche Manu, der «ich schon gekannt, al» ich noch Kind war, nnb von de« wir Alle nur Freundlich­keit erfahren hatten.

.Sind Sie auch verwundet?» fragte er noch ein. «al teilnehmend. .Sprechen Sie, Fräulein Margret »aren^ete yigegen, als dies geschah, oder sanden

»Ich fand fie tot!» stieß ich hervor.

.Wer hat fie denn ermordet?» rief der Pächter mit neu ausbrechendem Schmerz-. .Mein Kind! «ein Kind! meine arme Dirn!» Und er warf fich neben ihr aus den Boden nieder, schloß ihre Hände in die seinen und küßte fie zärtlich. .Sage Deinem Vater, wer Dir so grausam.»Unrecht gethan, und so wahr ein Gott im Himmel lebt, ich werde den Schurken zu finden wissen I»

Plötzlich richtete er fich ans uud sah mir entsetzt und forschend, wie von einem schrecklichen Gedanke» ersaßt, in« Auge.

.Wo ist ihr Mann?» fragte er rauh.Sie war krank und unglücklich tu letzter Zeit wäre er nfc« sich könnte der Lude e» selbst gethan haben?" Aber vielleicht ist fie beraubt worden," tammelte ich mühsam.

Scheu und mit zitternder Hand durchsuchte er hre Bleibet; daun sagte er mit traurigem Kopf, nicken:Uhr und Börse find sortl So scheint es, al» wenn fie ihres Geldes wegen ermordet worden wäre. O mein Sind I mein arm.S, unglückliche» Kindl hätte ich statt Deiner sterben können l" <

Wir hoben fie ans und bann trug ihr Vater fie

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