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(Fortsetzung folgt)

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ondern aus ganz anderen Gründen: die Herren Bebel und Liebknecht wollen Elsaß - Lothringen an Frankreich zurückgeben, folglich sind sie in Paris angesehen. Und da sich in einem französischen Kopfe die Welt häufig sehr wunderlich darstellt, so besteht attisch an der Seine die Ueberzeugung, die deutsche Arbeiterbewegung könnte dermaßen daS Deutsche Reich schwächen, daß im Kriege oder im Frieden Elsaß-Lothringen an Frankreich zurückfallen müßte. Die deutschen Sozialisten können ober überzeugt sein, daß kein französischer Arbeiter sich besinnen wird, das Bebelgewehr auf seine deutschen »Brüder" abzu- euern, wenn er hoffen kann, durch einen Krieg das Keichsland zurückzugewinnen. So stehen die Ver- hältniffe, und wenn einzelne Personen in Paris mit dem internationalen Sozialismus spiele», so haben re dabei, von einzelnen Wenigen abgesehen, ihre besonderen Gedanke».

Zwischen den französischen und deutschen Sozialisten sind nicht erst seit heute Verbrüderung-- und Be- grüßungsadreffen ausgetaufcht worden, aber nirgends im Auslande find die deutschen Arbeiter so schlecht behandelt, wie in Frankreich. Zum Ende der siebziger Jahre waren in französischen Fabriken zahlreiche Deutsche thätig; die Zahl der in Paris ansässigen Reichsdeutschen, fast sämtlich Kaufleute, Handwerker und Arbeiter betrug gegen 80 000. Heute beträgt die Zahl aller Deutsch - Redenden in Paris einige dreißig tausend, darunter etwa zwei Drittel Reichsdeutsche. Diese Verminderung ist nicht infolge drS Spionagegesetzes oder sonstiger Chicanen eingetrrten, sondern infolge des Hasses der fran­zösischen Geschäftswelt und Arbeiter. Und wenn dieser Haß noch ein politischer gewesen wäre. Der Nationalhaß mußte als Deckmantel für den kraffesten Brot- und Konkurrenzneid herhalten, um die Deutschen unmöglich zu machen. Die französischen »Brüder" der deutschen Arbeiter erklärten in Hunderten von Werkstätten rund heraus, sie würden mit den PrusfienS" nicht mehr zusammen arbeiten, und fanden sich einsichtige Arbeitgeber, welche sich um das Gerede nicht kümmerten, dann wurden die deutschen .Brüder" so lange gequält und chikaniert, bis sie endlich darauf verzichteten, länger in dem ungastlichen Lande zu bleiben. Die Zahl der deutschen industriellen Vertreter in Paris war unge­mein groß, ihre Thätigkeit, die preiswerte und reelle Waare sicherte der deutschen Industrie «inen guten Absatz, den deutschen Arbeitern Verdienst. Gegen sie erhoben die französischen Arbeiter das Geschrei, daß die deutsche Einfuhr ihnen das Brot vor dem

Munde fortnehme, die französischen Industriellen chürten den Brand mit dempatriotischen" Blase- >alg, und so ist daS deutsche Geschäft in Paris, zwar nicht auSgerottet, denn zum Glück giebt es an i>er Seine auch noch genug vernünftige Leute, aber i>och wesenüich geschmälert. Und nun zum Letzten: Unter dem ungeheueren Beifall aller Industriellen und Arbeiter plant man jetzt in Paris extreme Schutzzölle zu dem einfachen Zweck, die stemde Einfuhr nach Frankreich überhaupt lahm zu legen. Andere Gründe find nicht vorhanden, denn der deutsche Zolltarif von 1879 ist französischen Er­zeugnissen gegenüber nicht verschärft in den folgenden Jahren, und man kann also sich nicht auf daS deutsche Borangehen berufen. Und das nenne» die Herren internationale Brüderlichkeit! Nur Lachen kann man dazu!

Deutsches Reich.

Berlin, S. Okt. Der Kaiser ist heute nach- mittag wohlbehalten hier eingetroffen. DerReichs­anzeiger" veröffentlicht den dem BundeSrate vorge­legten Gesetzentwurf über dir Abänderung des Krankenversicherungsgesetzes. D:r Gesetz­entwurf enthält zahlreiche erhebliche Aenderunge» in 34 Artikeln. Die Handlungsgehilfen und Lehr­linge unterliegen fortan dem direkten gesetzlichen Ber- icherungszwange. Die Deutsch-ostafrika­nische Gesellschaft sandte am 17. v. M. einen Beamten nach Witu, um von dem dortigen Vertreter der Witu-Gesellschaft den Besitzstand der Witu Ge- sellschaft zu übernehme». Der Besitzstand besteht auS 25 Quadratmeilen Lande-, welche seinerzeit feiten- der Witu - Gesellschaft durch die Gebrüder Denhardt vom Sultan von Witu erworben und an die Witu-Gesrllschaft mit allen Rechten inklusive der Hoheitsrechte übergeben wurden. Die Witu Gesellschaft trat nunmehr ihre Rechte an die deutsch ostafrikanische Gesellschaft ab, welche die von der Witu-Gesellschaft auf Lamu errichtete Agentur ebenfalls übernommen hat Die Angelegenheit der Moltke-Adresse scheint jetzt in einen angemeffeneren Weg übergesührt zu sein. Es haben einige Komitee-Mitglieder die Sache selbst in die Hand genommen und eine Sitzung einberufen, die vorgestern abend im Kaiserhof statt­fand. Die allgemeine Stimmung ging dahin, den schon so weit gediehenen schönen Plan nicht aufzu­geben, sondern dahin zu wirken, daß die ReichS- hauptstadt sich an die Spitze der gemeinschaftlichen Adressen stelle. Ein dahin gehendes Ersuchen soll nunmehr, dem gefaßten Beschlusie zufolge, von an­

gesehenen Männern des Komitees an den Ober­bürgermeister v. Forckenbeck gerichtet werden. Herr Senger wird inzwischen den Städten eine beruhigende Erklärung zugehen laffen und darauf Hinweisen, daß i tte von ihnen eingesandten Beträge noch unberührt liei der Deutschen Bank liegen. Für den Fall, daß die Stadt Berlin eine Beteiligung an der gemein- amen Huldigung der Städte ablehnen sollte, wird der Vorschlag gemacht, die Adreffen einzeln zu über­reiche». Unter der Mc. Kinley-Bill werden olgende europäische Produkte hauptsächlich zu leiden jaben. Deutschland: Wein, Bier, Spirituosen, Textilwaren, Spielsachen, Pelzwaren, Bücher, Papier­waren. Oesterreich: Zucker, Wein, Bier, Leder- artikel, Handschuhe. Schweiz: Baumwollengewebe, Stickereien, Seidenwaren. Belgien: Baumwoll­waren, Tabake, bearbeitetes Eisen und Stahl. Schwede» - Norwegen: Eisen- und Zündwaren. Holland: Tabake, Konserven, Gewebe, Papier. Italien: Wein, Früchte, Seidenwaren, Marmor und Marmorwaren, Papier. Spanien und Portugal: Wein, katalanische Hutwarrn, Tabake. England: Baumwollen- und Seidenwaren, Maschine», Be- kleidungSartikel, Eisen. Den größten Schaden wird Frankreich zu tragen haben, welchem eine jährliche Ausfuhr von 250 Millionen Franken so gut wie abgeschnitten ist. Die deutsche Ausfuhr im letzten Jahre nach den Vereinigten Staaten von Nord­amerika betrug rund 240 Millionen Mark, die amerikanische Einfuhr nach Deutschland rund 320 Millionen Mark. Zur Beantwortung der Frage: Ist die Rentabilität der landwirtschaft­lich en Güter während der letzten zwanzig Jahre im Rückgänge oder im Fortschreiten begriffen?" enthalten die amtlichen »Ermittelungen über die allgemeine Lage der Landwirtschaft" folgendes: »Um dir Rentabilität festzustellen, muß die Grundrente für das betreffende Grundstück ermittelt werden. Dieselbe ergiebt sich, wenn man von den Roherträgen desselben die Produktionskosten abzieht. Zu den Produktionskosten sind u. a. auch zu rechnen die Versicherungsprämie», die Verzinsung und Amor­tisation des Betriebskapitals sowie ein mittlerer Unternehmergewiun, für deffen Höhe bei den bäuer­lichen Wirtschafte» der ortsübliche Tagelohn maß­gebend ist. Die von dem Unternehmer bezw. der Familie des Unternehmers aus der GutSwirtfchaft bezogenen Naturalien einschließlich Wohnungsnutzung muffen auf den Unternehmergewinn bezw. Arbeits­lohn angerechnet werde». Der sich dann ergedeade Reirertrag bildet die Grundrente, welche zur Ber-

jedoch nicht mft herein. Bei meine« Eintritt erblickte ich neben meiner Tante eine junge Dame, die mir sogleich al» der erwartete Gast vorgestellt wurde.

Fräulein Bardov erhob sich lächelnd vnd streckte mir lebhaft ihre Hand entgegen; während ich dieselbe ergriff, warf ich einen schnellen Blick ans ihr Gesicht. In der Thal, dasselbe war nicht schön, aber heiter, frisch und treuherzig, mit klarem Teiut uud blondem Haar, welches über die Stirn verschnitten vnd gekräusell war. Ihre Züge waren nicht regelmäßig und ihre Bewegungen, ein wenig eckig uud hastig; auS den hellen Augen jedoch leuchteten Herz uud Verstaub; und sie plauderte klug uud originell, wobei die wunder- vollsten weißen Zähnchen zum Borscheiu kamen. All dies sah ich ftettich nicht in der einen Minute. Beim ersten Eindruck dachte ich um, daß sie lauge nicht hübsch genug sei, um Alwins Liebe zu gewiuueu.

SlS Taute uns später alleiu ließ, sagte Suua: »Ich fteue mich, daß dir alte Dame fort ist; denn ich möchte mich ordeutttch Ihnen bekannt machen; Sie gefallen mir."

DaS sagte sie so herzlich and ungezwungen, daß man ihr unmöglich widerstehen konnte. Ich war eifer, süchttg auf sie und habe sie dennoch seit jene» ersten Vormittag immer sehr gern gemocht

Wir plauderten nud lachten, als wären wir fest Jahren mtteiuander bekannt gewesen, und waren ganz überrascht, alS der Diener kam nnd nu» zu Tische ries.

3m Eßzimmer trafen wir Alwin, und ich bemerkte, wie Anna bei seinem Anblick lebhaft errötete.

Er reichte ihr freundlich die Hand zur Begrüßuug, und eS war augenscheinlich, daß sie sich sehr wohl in seiner Nähe fühlte, denn sie neckte ihn beständig in übermütigster Weise. Ihn schien ihr Wesen zu amüfireu; er ging auf ihren Ton ein, nud hin uv > wieder sagte er ihr Komplimente, die halb scherzhaft, halb ernst Hangen. Tante beobachtete die Beiden mit Wohlgefallen und warf mir zuweilen bedeutsame Blicke zu.

Elfte» Kapitet

Anna Bardow.

Ein Rausch der Freude kam über «ich, al» Alwin sie» sagte, zugleich aber auch ein Gefühl der Be- jchämnng. WaS mußte er vou mir deukeu, daß ich W danach gefragt? Schnell erhob ich «ich.

.Ich glaube, e» ist Zett für «ich, nach Hanse * gehen."

.DaS ist grausam, nachdem ich mich Deinetwegen *tbe gelaufen und Du eben erst die augeuehme Vorstellung von einer Biertelmtllion in mft geweckt

Die deutsche Sonaldrmokratie und Frankreich.

Unsere sozialdemokratischen Führer, besonders Herr Liebknecht, hegen eine ziemlich bedeutende Sympathie für FrariKeich, ober, tote sie sagen, für die französische» Sozialisten. Herr Liebknecht »nd auch Herr Bebel haben aber schon wiederholt daS rein soziale Gebiet verlassen »nd sind auf da» Politische Gebiet übergegangen. Sie haben zwar «tat offizielle Rückgabe Elsaß - Lothringens vom Deutschen Reiche an Frankreich nicht befürwortet, wohl aber eine Loslösung resp. Neutralisierung des Reichslandes, und diese würde sehr schnell zum Rein­fall beider Länder an Frankreich führen. Die Bor- üebe der deutschen Sozialisten für Frankreich erklärt sich daraus, daß in Pari» die Lehre vom inter- uationalen Sozialismus bei einigen Arbeiterführern ahne Gefolgschaft Anklang gesunden hat, während die britischen Arbeiterführer wohl sehr weitgehende Forderungen zu Gunsten der Arbeiter stellen, aber über dcn internationalen Sozialismus einfach die Achseln zucken. Der Engländer ist ein kaltblütiger GeschäftSmensch, der über exaltierte Schwärmereien, wie die vom internationalen Sozialismus, einfach lächett; auch der englische Arbeiter ist nicht anders, er hat dagegen nicht-, daß die Sozialisten-Suppe »ekocht wird, denkt aber nicht daran, dieselbe zu­sammen mit den andere» auszulöffeln, sondern hofft bestimmt darauf, vorher daS Fett abzuschöpfe». In Frankreich stellt man sich zu der Sache etwas freund- Ücher, aber nicht um der deutschen Arbeiter willen,

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.Wollen Ste mft heute Nachmittag einen Gefallen thuu?" fragte Anna plötzlich meinen Vetter.

Alles, was Sie wünschen."

.Dann rudern Ste Fräulein Selding und mich den Fluß hiuuuter au das Meer."

«Da» Boot hat zwar ein Leck nnd ich kann nicht rudern; aber, natürlich, wenn Sft es befehlen, will ich eS versuchen."

.So befehle ich«!" rief ste lachend.

Daun bitte, tadeln Sie mich nicht, wenn Ste er­trinken. Ich habe Sft gewarnt und Sft müssen mft versprechen, mich nicht als Geist zu verfolgen, wenn ich heute der glücklich Ueberlebende bleiben sollte. Sft Haden eS nicht anders gewollt"

Ich bin eigenwillig", sagte Anna,und alle Frauen find eS, ausgenommen die unglückliche Griseldis uud diese wurde dafür von ihrem Manne schlecht behandelt Also, Sie werden uuS rudern, Herr vou SarSthal?"

Ich will eS riSkireo", erwiderte Alwin in scherz- Hafter Feierlichkeit;aber da das Boot fett geraumer Zett nicht benutzt worden ist, so gestatten Sie mir wohl, daß ich zuvor danach sehe und das Wasser aus- schöpfe." Und Alwin ging.

Wir folgten ihm eine halbe Stunde später. Anna war ausgelaffeu wie ein Schulmädchen, das unerwartet einen Ferftutag bekommen.

Ich bin überzeugt, daß er sehr gut rudern tonn", sagte sie.Er ist auch ein vorftefflicher Schütze; ober er behauptet immer, daß ernicht könne." Da ist das Boot!" rfts ste gleich darauf und winkft Alwin, welcher langsam auf einige Stufen znrnderft, die sich etwas wefterhiu befanden und als LauduugS-

(Nachdruck verboten.)

I« Ka«« der Löge.

Erzählung von D. Russell-

(Fortsetzung.)

Denn die Hoffnung flüsterte mir zn, daß Tante vielleicht abfichtlich al» Thatsache hingestellt, was vorläufig nur ein Gegenstand ihrer Wünsche war.

SlS ob mein Sehnen die Macht gehabt, Alwin herbeizurnsen, erschien jetzt seine Gestalt am Rande «S Waldes. Lächelnd und unbefangen kam er heran.

Du hast mich schön angeführt, Soustuchen. 3» sah eine anmutige Gestalt, tu Schwarz gekftidet, hinter den Hügeln verschwinden; aber so sehr ich »ach eilte, sie eiuzuholeu, eS gelang mft nicht Eft log immer vor mir her."

Heute früh hörte ich etwas ganz Nene» über $<$*, sagte ich, innerlich erregt

Eo. War kann denn das sein?"

.Daß daß Du Fräulein Anna Bardow, eine Dame mft einer BftrtelmAton, heiraten wirst!"

Siner Biertelmillion! Täuscht wich mein Ohr? Go gläuzeude Aussichten sollte ich haben? Glaubst tn, Margarete, daß sie eine solche Närrin fein and »ich nehmen würde? Ich hätte ihr ja garnichtS da­gegen zu bieten, nicht einmal ein Herz! nein, nicht tinnal ein Herz, Margarete!"

Marburg,

ditto» 2'/. Mk., der den Postämtern 2 Kit 50 Pfg. (exkl. , L __ V <OCkrx

Bestellgeld). JnferttonSgebühr für die gespaltene Zelle Sonnabend, 11. Oktober 1890.

10 Pfg., RSameu für die Zelle 25 Pfg. '

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»stamm tt Zier- rilligen mzung chulen- tzer,

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, fowft die Anuoncen-Bureaux von Haafenstein und Bogle« _____ in Frankfurt a. M., Taffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf XXV. Aabraana. Moste in Frankfurt a. M., Berlin München u. Köln:<S.L-

Daube u. io. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

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hast. «Setze Dich nieder" und er ergriff meine Hand uud zog mich neben sichund sage mir, was Du von Fräulein Bardow denkst."

.Ich habe ste noch nie gesehen", antwortete ich kühl.

DaS schadet nichts. Ihre äußere Erscheiunug hat «tt der Frage gar nichts zu thuu. Sie ist Übrigens keine Schöuhett, aber ein nette» Mädchen, eine frische, junge, ehrliche Holsteinerin, nud sie hat, wie gesagt, eine Viertelmilliou. Nur auS diesem letzte» Grunde wünscht meine Fran Mutter, daß ich um sie anhalte. Deuu ich habe nichts Schulden ausgenommen, und das splendide Gehatt, welche» jeder würdige uud unwürdige Leutnant bezftht"

Du könntest vielleicht lernen, ihr gut zu sein", sagte ich, den Kopf zur Sette wendend.

Da» brauche ich nicht zu lernen ich bin ihr gut; aber Jemand gut sein und ihn lieben, find zwei sehr verschiedene Dinge, nicht, Margarete? Ja, ich bin vielen Mädchen gut, aber ich möchte sie doch nicht heiraten. Werner zum veispiet glaube ich, könnte viel eher Jemand Iftbeu al» ich, und doch hat er nicht geheiratet."

Er kam» e» ja noch thuu."

Er vftd e» auch. Gewiß wird er ein hübsche» Mädchen heiraten, welche» fich an» ihm nicht» macht, welche» vftlleicht einen viel Unwürdigeren liebt, und bann wird er enttäuscht sein. Aber das werden wir schließlich Alle!" Und Alwin erhob fich, gähnte und reckte fich. Seine Worte und sein Wesen ver­letzten mich, gaben mir aber auch schnell meine völlige Ruhe und Selbstbeherrschung zurück.

.Ich gehe nach Hause", sagte ich.

Erlaube, daß ich Dich ein Stück Wege» beglette. Also Anna Bardow soll heute kommen? Dann wirst Du mir doch sagen, wa» Du von ihr denkst, Margarete Ich glaube, fie ist ein gute» Mädchen; aber zum Heiraten braucht man eben mehr."

Alwin begleitete mich bi» au da» Schloß, kam

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Bestellungen für das 4. Quartal auf die Zeitung nebst Kreisbkatt für die

-reise Marburg und Kirchhain

und

Illustriertes §onntags6[att werden noch von sämtlichen Postämtern und «u unserer Expedition entgegengenommen.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Kindt Bestellungm entgegen.

Die Exped. der Oberh. Zettg.