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| Wöchenüiche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Mrchhain.

Illustriertes Sonntagsblatt

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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Alle aus Oesterreich-Ungarn herübertönenden Stimmen

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_ verr öciotttg tagte mir, erwtDerte Esther

tt Urrnd,daß er mich bedacht hätte, weil ich sein .-.m VQtBlinb wäre, aber

rr-gtt ^»3ch habe hier dar Konzept der Testaments', .V Mrbrach sie der Advokat,und finde folgende Stelle 4-r« 'M,: Esther Rothe, meine« lieben Patchen, htnter-

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schäft stehen. Wir mahnten vor wenigen Tcgen aisgiund der zuverlässigsten Sachkenntnis im Hinblicke

asser- ietrieb. cosp d. riker s. [6309

Wie derTägl. R." von zuverlässiger Seite zemeldkt wird, trögt sich der Minister des Königl.

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r »Und war es Ihnen bekannt, daß Ihr Name in Melden genannt war?'

-.Herr Eelding sagte mir', erwiderte Esther

mtt betroffen worden, denn er war ja doch nufer Binder.

Eine Woche a:ch der Beerdigung nnsereS Vater» wußten wir nun also, daß wir ohne Heimat »ud fast ohne Vermögen waren. Eduard bat uuS nicht, auf dem Ente zu bleiben.

»Dich und Mama möchte ich schon behalteu, Grete', sagte er, .aber mit der hübschen Hexe Rose könnte ich mich nicht vertragen. Wir würde» einander fast um- briuge». Wenn Ihr Euch also von ihr nicht trennen wollt, so müßt Ihr «ich verlassen.'

Natürlich wollten wir »ns von Rose nicht kennen, und so wurde uusrr Umzug beschlossen. Eduard setzte für Mama dreitausend Mark jährlich fest und etwa ebenso viel fiel ans uns, als das flüsfige Geld zur Teilung kam. Aller Land bekam Eduard. SS rrpräsentttte ein jährliches Einkommen von beinahe vterzigtauseud Mark. traurigem Herzen de. retteten wir uns vor, unser alles Heim zu verlassen.

Alles dies geschah natürlich nicht an einem Tage; aber ich kürze diesen Bericht ab wen könnte es iuteresstreu? Zum Glück verließ Eduard das Gut wieder, sobald er sah, daß wir weiter keiue Schritte wegen deS Testaments thnu würden. Er ging »ach Hamburg, uud vir atmete» erleichtert auf, als er fort war.

Esther Rothe blieb bet uuS, bis nufer Umzug oou statte» ging. Stu oder zweimal sah ich fie mit Eduard spreche», ehe er abreiste. Doch er sprach vou ihr stets ganz gleichgültig.

.Sie ist eigentlich rin ganz uetteS Mädchen', sagte er einmal, »ud zu derselbe» Zett bemerkte ich, daß Esther et» schönes goldenes Medaillon trug, das ich vorher nie a» ihr gesehen hatte. Ich mochte fie nicht fragen, doch dachte ich mir, daß es von Eduard fei; vielleicht ein Zeichen feiner Daukvarkeit, well fie eS versucht hatte, uuseru Vater mit ihm zu versöhnen.

Fünftes Kapitel.

Eine Schönheit.

Während dieser ganzen Zeit zeigte fich Werner von GarSthal als rmser treuer Freund. Er blieb noch [einige Tage tu Heydors und ging uuS bei der Eiurtchtvug nuferer bescheidenen Wohuuug, die wir in dem gleichnamigen Dorfe nvteu gemietet hatten, mtt Rat und That zur Hand. Heydorf liegt sehr freundlich, inmitten eiueS lieblichen ThaleS, uud ge­währt mtt feinen verstreut liegeudeu hübscheu Häusern uud der alterthümlicheu graueu Kirche am Ende deS Dorfes einen malerische« Anblick. Aber eS ist ein kleiner Ort, in dem jeder Mensch die Verhältnisse seines Nachbar» aufs Geuaaeste kennt «ud wo jedes uene Ereignis als willkommene Abwechselung be­grüßt wird.

Zwei Umstände fielen zusammen, nm die Ge­müter der gvteu Landbewohner in Aufregung zu versetze». Ja erster Linie waren eS natürlich wir selbst nnd unser Schicksal, die TestamevtSgeschichte und unsere lieber siedelnug nach dem Dorfe, die reichlichen Gesprächsstoff lieferten. Dann aber war plötzlich eine ganz neue Erscheinung in der Person einer Nichte von Fran Doktor Kappmaun, einem Frinlettr Elsa Werneck, ausgetavcht. Mau sprach von ihr alS von eiuer Schönheit erstell Ranges. Ihr Vater war Beamter in Hamburg geweseu uud hatte nach setuem plötzliche» Tode diese» eiuzige Kind ver- mögeuS. nnb heimatlos zurückgelasseu. Frau Kapp- mauv, die Schwester ihrer Mutter, «ahm fich der Ber. loffeae« au nnb beredete ihre» Man», die Nichte für einige Zett in fei» Haus zu nehme».

Da» arme Mädchen that mir leid. Sie war eine echte Großstädterin, modern gekleidet nnd sehr ver- wöhut, wie e» schien. Ich sah fie zum erste» Male i» der Kirche vnd bemerkte, wie ihre Augen mtt einem gelangweille» und verdrossenen Ausdruck über die Gemeinde hinschweisteu. Am nächsten Tage machte fie an» in Begleitung ihrer Taute einen Besnch. Werner von GarSthal war gerade anwesend, al» fie

Agitation zur Aushebung des JesuitengcsetzeS. Ja verschiedenen rheinischen Städten werden in den rächsten Tagen große Volksversammlungen stattfinden, welche eine bezügliche Petition an den Reichstag beschließen sollen. Unter der Beschuldigung der Spionage ist in Cannes eine Berlinerin verhaftet worden.

Königsberg. 1. Okt. Der Antrag der Finanz­kommission, der die Verleihung des Ehrenbürger- rechtes an den Generalfeldmarschall Grafen v. Moltke au» Anlaß seines 90. Geburtstages zum Gegen­stände hatte, wurde gestern in geheimer Sitzung angenommen. Zugleich wurden die Mittel für die würdige Ausstattung des Ehreubürgerbriefes bewilligt.

Jülich, 30. Sept. Unteroffizier Vorschulen, wie solche zu Annaberg in Sachsen, zu Weilburg im Nassauischen und zu Neu - Breisach im Reichslande bereits bestehen, sollen, dem Vernehmen derRh. uud Ruhr-Ztg." nach, nunmehr auch hier und zu Wohlau in Schlesien errichtet werden. Man er­wartet die Eröffnung bereits am 15. April nächsten Jahres. Ein höherer Baubeamter aus dem Kriegs- ministerium zu Berlin hat in der vorigen Woche diejenigen Kasernements, welche für die zu errichtende Anstalt in Aussicht genommen sind, besichtigt.

Helgoland, 2. Okt. Seit vergangener Nacht herrschte hier ein schwerer Sturm; die See geht furchtbar hoch. Der dänische SchonerNeptnnus" ist auf der Sanddüne bei Helgoland gestrandet, die Mannschaft ist gerettet. Der DampferFreia" und der PostdampferCuxhafen" ankern vor der hiesigen Reede. Seit vorgestern ist hier keine Post einge- ttcffcn. Es sind noch etiva 150 Badegäste hier anwesend.

Bestellungen für das 4. Quartal auf die

nebst Hreis6fatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und

Muftrierteg Sonnttigsfofatt

«erden noch von sämtlichen Postämtern und von unserer Expedition entgegengenommen.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungeu entgegen.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

Wien, 1. Okt. Sämtliche hiesigen Morgen­blätter ohne Unterschied der Partei begrüßen den Besuch Sr. Majestät deS deutschen Kaisers überaus herzlich und sympathisch. DasFremdenblatt" schreibt, was Berlin im vorigen und Breslau in diesem Jahre dem Kaiser Franz Josef geboten, wolle Wien dankbar erwidern und zugleich die unerschütter­liche Freundschaft für da» verbündete Reich, sowie seine Sympathie für dessen rastlos thätigen Herrscher kundgeben; dem österreichisch - deutschen Bündnis gegenüber seien alle Parteien einig und durchdrungen von dessen Unerläßlichkeit für die Erhaltung des Friedens; die Wiener Allianz sei daS wichtigste Ele­ment der internationalen Beziehungen Europas ge­worden; der Friede, den fie verbürge, komme allen

Nationen zugute; Kaiser Wilhelm sei ein Muster im Dienste der hohen Aufgabe eines rastlos thätigen Herrscher», der geistige Leiter des öffentlichen Leben» seines Reiches, der wahrhafte Mittelpunkt desselben, von dem die Initiative zu allen großen Angelegen­heiten ausgehe; überall deS glänzendsten, ehrendsten Empfanges gewiß, könne Kaiser Wilhelm nirgends eine größere Herzlichkeit entgegengebracht werden, als in Wien, das denselben im Namen des ganzen Reiches freudig begrüße, als treuen Freund de» österreichischen Kaisers, al» FriedenSheldcn, als Träger der Zukunft des eng verbündeten deutschen Reiches.

Pest, 2. Ott. Dem Abgeordnetenhaus« legte der Finanzminister das Staatsbudgets pro 1891 vor. Die gesamten Ausgaben betragen 369 004 543, die Einnahmen 369 008 583 Gulden, daher schließt die Bilanz mit einem Ucberfchusse von 4040 Gulden ab. Die ordentliche Gcbahrung weist an Ausgaben im ganzen 342571 190 Gulden, an Einnahmen 363 490 338 Gulden auf, also ein Mehr Von 20 919148 Gulden. Die Schlußrechnungen sür das Jahr 1889 schließen mit 71/« Millionen Ueberschuß ab, während das Finanzgesctz ein Defizit von 6 Millionen in Aussicht nahm. Ter Finanzminister konstatierte in seinem Exposä die völlige Konsoli­dierung der Staatsfinanzen. In den Unterhand­lungen wegen Regulierung der Valuta werde fort­geschritten. Die Regierung werde in der Baluta- frage schon demnächst eine wichtige Erklärung abgeben.

Vern, 2. Okt. Der Nationalrat genehmigte nach viertägiger Debatte mit 97 gegen 35 Stimmen die Maßnahmen des Bundesrates im Kanton Tesfin nnb ermächtigte denselben zu weiteren Maßregeln. Der Bundesrat nahm einen Antrag an, wonach der Bundesrat Grundsätze aufstellen soll, nach welchen in Zukunft die Bewilligung von Konzessionen für Bergbahnen erfolgen soll.

Zürich, 1. Okt. Das durch den Wiener Bank­verein und die deutsche Bank vom Baron Hirsch erworbene Geschäft der Orientalischen Eisenbahnen ging in seinen Hauptbestandteilen auf die heute hier- felbst mit einem Aktienkapital von 63 Mill. Franc» in den Geschäftsräumen der Schweizerischen Kredit­anstalt begründete Bank für Orientalische Eisenbahnen über. An dem neuen Unternehmen sind österreichische, deutsche, Schweizer, französische und englische Bank­institute und Häuser beteiligt.

Paris, 2. Okt. Nach Nachrichten aus Aden ist dort der Ausbruch der Cholera amtlich konstatiert.

Washington, 2. Okt. Der Kongreß hat sich

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ke, mzer L chluß, m, ichE 'fier, Ktb< ängp idet »sserei

(Nachdruck verboten.)

Im Kau« -er Lüge.

Erzählung von D. Russell.

(Fortsetzung.)

Esther stand ans, nicht sehr bereitwillig, wie mir M«, nnb folgte wir an» dem Zimmer. Al» wir de» Herren eintraten, schritt Herr Kappman» ans

* i« nnb ergriff freundlich ihre Hand.

e »Wir verhandeln hier eine ernste Sache, Fräulein Mhe", sagte er.Unsere» dahingeschtedeuen Freunde» Astrment ist verschwunden, nnb wenn e» uns nicht »itugt, dasselbe aufzufinden, so wird, fürchte ich, ein Mz Unwürdiger alle» erbe»."

. »Doch nicht alle»?" sagte Esther rasch. ,Zch wenn kein Testament vorhanden ist, wird da» geteilt.'

, »Jawohl, da» Geld', sagte Kappmaun. .Aber ist sehr wenig da. E» steckt alle» in den Mdereie», und diese würden Herr« Eduard gehöre«, Me von seiner Mutter stamme», wem» fie damals 's lange nicht ihren jetzige« Wert hatte«.' -Esther antwortete nicht, doch sah ich, wie ihr Mcht fich rötete vor innerer Erregnug, nnd schloß daß e» ihr peinlich war, eine Art Verhör

*kheu zn müsse».

.Wußten Sie, daß da» Testament in diesem Mne» Schranke ansbewahrt war, Fräulein Esther?' l'Äe jetzt Werner, indem er fie fest ausah.

^»O ja', antwortete fie;Herr Selding sprach w» davon.'

len» "f die Rohnstocker Tage von zu sanguinischen Hoss «tilgen ab in der Richtung einer Gemeinsamkeit auf i 1 ®ebieten, wo eine gesonderte Pflege der Interessen \ durch die Verhältnisse geboten ist. Unter den

(5024 kstehenden Verhältnissen aber kann, was der 8#nb Oesterreichs und Deutschlands im Vereine mit dem italienischen Freundschaftsbündnisse den be- ieiligten Völkern bietet und gewährleistet, vollauf ge- »ügen, um überall die lebendigste Freude an der Gegenwart und da» hoffnungsvollste Verstauen auf ^Zukunft zu wecken. Die Kaiserin Friedrich wstd mit ihren Töchtern, von Hombmg und Cronberg trennenb, am 11. Oktober in Berlin zurückerwartet.

kanzlers in.München wird derN. A, Z." zufolge «st später erfolgen, weil der Prinz Regent zur Zeit 1 s « km seiner Residenzstadt abwesend ist. DieNordd. 1 Ag. Ztg." sagt in einer Besprechung des begeisterten sstnpfanges des Kaisers Wilhelm in Wien:

Hauses, Herr v. Wedelt-Piesdorf, mit dem Gedanken, von seinem Amte zurückzutreten. Dr. Karl Peters hat jetzt dauernden Aufenthalt in Berlin genommen (Albrechtstr. 17). Zur Ein- berufung deS Landtages wird gemeldet: Gestern fand unter dem Vorsitze des Ministerpräsidenten von Caprivi eine Sitzung des preußischen Staats- ministcriumS statt, welche über 3 Stunden währte und erst gegen 4 Uhr beendet wurde. Aeußercm Vernehmen rach handelt es sich bei den Sitzungen, dir auch in den nächsten Tagen fortgesetzt werden um eine möglichst schnelle Entscheidung über dir großen, für den Landtag bestimmten Resormvor- lagen. In Bezug auf die Zeiteinteilung besteht Ihatsächlich der Wunsch, den Landtag, wenn irgend möglich, im Späiherbste zu berufen und dadurch zu ermöglichen, daß vor den Weihnachtsferien die ersten Lesungen erledigt und die Ueberweisungen der Entwürfe an die Kommission;« erfolgt sein können. Dieser Wunsch, den man allerdings wegen der immensen Schwierigkeit der Ausführung bereits sür erledigt hielt, rst nach Rückkehr der Minister zu den Geschäften aufs neue betont worden. Seine Erfüllung wird auch heute noch lebhaft bezweifelt. Im rächsten Reichstage soll auch eine Aufbesserung der Persion der Militär-Invaliden vom Feld­webel abwärts in Anregung gebracht werden. Laut Bekanntmachung des Königlich schwedischen Kommcrzkollegiums gelten zur Zeit folgende Länder­gebiete al» von Cholera befallen: Innerhalb Europas: Tie spanischen Provinzen Barcelona, Tarragona, Castellon, Valencia, Alicante und Murcia. Außerhalb Europas: Die Häfen am roten Meere: Beirut und Dawascus in Cyrien; die Häfen im Britischen Ostindien; Chalon in^Cochinchina; Tonkin; die Philippinen; China und Japan; Wladiwostok in Ostsibirien; Chile sowie Salta in der Argen­tinischen Republik. Tie außerordentlichen Forde­rungen für Militärzwecke, welche in der rächsten Session vom Reichstage für Kasernenbauten und andere Zwecke beansprucht werden sollen, wurden in Berliner Zeitungen auf 80 Millionen angegeben. Demgegenüber verlautet aus dem Krieg!Ministerium, daß überhaupt noch keine bestimmte Aufstellung ge­macht sei. Erst nach Amtsantritt des neuen Kriegs- ministeis wird dieselbe erfolgen. DerReichs­anzeiger" veröffentlicht einen kaiserlichen Erlaß an den Reichskanzler, durch welchen der letztere zur Ausgabe von dreiprozentiger Reichsanleihe ermächtigt wird. Die Centrumspartei organisiert anläßlich der Aufhebung des Sozialistengesetzes eine große

lasse ich die Somme vo» zwanzigtansend Mark, zahl- bar «nd so weiter.'

»Wie gütig von ihm!' rief Esther nnb plötzlich, ganz plötzlich brach fie in Thränen an».

»Nun, nun, liebe» Fräulein', sagte Herr Kapp­mann bernhtgenb, »lassen Sie fich bavon nicht so errege». Man fieht, Vie sehr unser vortrefflicher Frennb Sie schätzte.'

Aber Esther schluchzte so, baß ihre ganze G-stalt zitterte. Ich ttat zu ihr nnb legte meine» Arm »m ihre Taille.

Sie ist so überreizt', sagte ich dann, z» btn Herren gewendet.Seit Woche» hat fie nur au nn» gedacht nnb fich gar keine Ruhe gegönnt. Sagen Sie nur »och, wie e» btn Schlüsseln war, Esther baß Niemanb außer uns Beiden fie gehabt hat.'

Die erwähnten Thatsachen wurden nochmals vou Esther bestätigt nnb was blieb nun zu thnu? Das Testament war fort entweber war e» gestohlen oder mein Vater hatte e» vernichtet, in ber Abficht, ein neue» zu machen. Ich glaubte da» Letztere, besonders da mei» guter Vater gerade in seinen letzten LebenStagen fich wohler gefühlt hatte; aber Rose wollte nichts davon hören. Sie war überzeugt, daß Eduard auf irgend eine Weise da» Testament bei Sette geschafft hätte, und war in Folge dessen furchtbar erbittert gegen ihn. Werner von GarSthal wollte Eduards Rechte auf gerichtlichem Wege anfechteu und beriet mit Herrn Kappmaun über die Ausführ­barkeit dieses PlaueS; aber Letzterer hielt das Dokument, durch welches ein solche» Vorgehen vou vornherein aussichtslos gemacht wurde, selbst iu Händen: den Brief, in welchem Papa ihm schrieb, er wollte seinen letzte» Wille» Suber». Außrrbem hielte» uns noch andere Bedenken zurück, da» Gericht z» Hülfe zu rufe». Ersten» waren keiue greifbaren VerdachtS- gründe gegen irgend Jemand Vorhände», zweitens aber wären wir selbst wenn e» gelang, Eduard de» Diebstahl» zu überführen vou seiner Schande

Wrschetnt täglich «i« tat «erjagt» nach Sonn- und ellft A

FetÄagen. Onartal-Abonnementr-Preis bei der Expe- 7/1 (IvUllVtl*

Mtionz*/. IRL, bei btn Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. , __ , _1ZX_

für bie gHE-ne Mit Sonnabend, 4. Oktober 1890, 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Pfg. '

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, Kvie die Annoncen-Bnreaux von Haasenstein nnd Bögler

Frankfurt a. M., Saffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXV. Jahrgang. Moise m Framsurt e. ivu, Berlin, München tu Köln; (5.2- v ö

Daube u. Lo. in Frankfurt tu M., Berlin, Hannover, Paris.

Sentschrs UM.

Berlin, 2. Okt. Der Reichskanzler trat heute Abend eine Reite nach Süddeutschland an, um dem König von Württemberg und Großherzog Den Baden seine Aufwartung zu machen. Der zleichsalls in Aussicht genommene Besuch desReichs-

£ sprechen es aus, wie die beiden Völker ebenlo wie A. ihre Herrscher treu vereint im Bunde der Freund-