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Bestellungen für das 4. Quartal auf die
Gesetz,
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Jnteressenkreisen rin. Auf die Ergebnisse derselbe» gestützt, ist man an die Reform des Gesetzes herav- getreten, welche übrigens schon vor längerer Zeit abgeschlossen war, allein angesichts dringenderer Aufgaben immer wieder vertagt werden mußte. — Nach Allerhöchster Bestimmung soll fortan der Ueber-
er sei nicht so weit fort gewesen wie vir geglaubt hätte».'
»Ich muß allerdings »och sagen', sprach Kapp, mann, der mit verstörter Miene im Zimmer ans nnd ab ging, .daß ich wenige Tage vor dem plötzlichen Ableben meines Freundes einen Brief von ihm erhielt, in dem er schrieb, er wünschte eine Aendernng in seinem Testament zu mache», nnd gerade heute — ach, wie wenig ahnt der Mensch doch sein Schicksal! — sollte dies geschehen. Und dann — er wollte damals das Testament nicht bei Gericht depontreu, weil er meinte, es würde zu viele Umstände verursachen, falls er sich für eine Abänderung desselben entschiede. Wäre eS möglich — aber ich kann es nicht glauben —, daß er selbst das Testament vernichtete in der Sbstcht, gleich daranf ein anderes zu machen?'
. .Möglich wäre 'S immerhin", sagte W-ruer ge. daukenvoll. „Und Eduard war hier iu der Nähe, meinst Dn? Etwas von seiner traurigen Geschichte erfuhr ich schon durch meine Mutter. Sie schrieb mir, als ich im AuSlaude war, daß ihre Schwester Margarete viel Summer durch ihren Sttefsohu, den Sohu ibrer dritten, verstorbenen Schwester, zu leiden hätte. Doch vielleicht weiß Deine Mutter etwas von dem Testament. Ihr Gatte könnte ihr ja anvertrant haben, wo er eS verwahrt hat. Sie ist wohl noch nicht gefragt worden?'
Meine Augen füllten sich mit Thränen, als ich antwortete: .Wir können ste jetzt nicht wtt dieser Sache quäle»; sie ist unfähig, an etwas Anderes zu deuten als an den Verlust, der ste betroffen hat.' -
.Das ist nur natürlich, mein liebes Fräulein, uud mag für de» Augenblick so htugeheu. Aber im Interesse ihrer Sinder', sagte Kappmanu, »ihrer ge, liebten Töchter, wvß Frau Seldiug sich aufzuraffen suchen und nur alles sage», war sie weiß.'
.Nur uicht heute!' bat ich, die Hände erhebend. »Mama ist sehr, sehr krank, nud Ihr Herr Bruder sagte, ste müßte sterben, wen» ihr Yuichi jede Auf. regung fern gehalten würde.'
«Daun natürlich henie nicht', sagte Werner freundlich. »Vielleicht, Hebe Margarete, gestattest Du mir, während der nächste» Tage i» Heydorf zu bleiben? Wen» Ihr auch an Herrn Kappmanu einen vortrefflichen Freund nnd Berater habt, so könnte ich möglicherweise als Verwandter dennoch von Nutzen sein; ich bitte also, mich nnr rufen zu laffeu, wenn Ihr mich braucht.'
.Ich danke Dir herzlich', auiwortete ich, gerührt durch feine Fürsorge.
.Auch ich bin Ihnen für dies Anerbieten ver, buuden', sagte der Advokat, »und will hoffen, daß Frau Seldiug nur Aufschluß geben kann. ES wäre schrecklich, wenn die schönen Güter meines FrenndeS ans diesen unwürdigen Sohn übergehen sollten. Seldiug hat ihren Wert durch seine Arbett mindestens verdoppett.'
Trakehnen, 30. Sept. Der Kaiser traf, begleitet vom Grafen Dohna und dem Landstallmeister v. Frankenberg, heute mittags 12‘4 Uhr auf dem hiesigen Bahnhofe ein und trat die Reise »ach Wien an, vom Publikum begeistert begrüßt.
Bonn, 30. Sept. Prinz Adolf von Schaumburg-Lippe, der Bräutigam der Prinzessin Viktoria, wird, der „Post" zufolge, auch nach seiner Verheiratung beim Regiment iu Bonn bleiben. Gegenwärtig wird dort str das künftig junge Paar eine Villa eingerichtet.
Stettin, 30. Sept. In Gegenwart de- Fürstbischofs Kopp aus Breslau und anderer hoher katholischer Geistlichen fand heute die feierliche Einweihung der ersten katholischen Kirche Hierselbst statt.
Göttingen, 30. Septbr. Am heutigen Tage wurde das neue Theater mit einer Aufführung von „Tell", welcher ein Festspiel aus Göttingens Vergangenheit vorausgeht, eröffnet werden. Der Bau hat etwa 320 000 Mk. gekostet, davon sind 75 000 Mark durch freiwillige Beiträge aufgekommen und die Regierung hat 130 000 Mark Zuschuß gegeben.
rock bei allen Manövern — einschließlich der Corpsmanöver gegen markierten Feind — für die Offiziere der höheren Stäbe der vorschriftsmäßige Anzug sein. - Durch Allerhöchste KabinetS-Ordre vom 30. Juli 1890 ist die Vorschrift, wonach die Beamten der Verwaltung der indirekten Steuern vom Ober-In spektor abwärts, wenn sie Reserve- oder Landwehr- Offiziere sind, oder sofern dieselben bei ihrem Ausscheiden auS dem Militärdienst die Erlaubnis zum Tragen der Armee- oder Regiments-Uniform erhalten haben, zu ihrer Zivil-Uniform den Offizier- Paletot tragen dürfen, aufgehoben worden. — Seitens der Regimentskommandeure der Berliner Garrison ist die strenge Weisung ergangen, für den bevorstehenden Quartalsumzug den Mannschaften nicht zu gestatten, Privatleuten gegen Entgelt beim Umzug behilflich zu sein. Diese Maßregel beruht wohl auf einer im Sommer gethaven Aeußerung eines sehr hohen Herrn gegenüber der Generalität, „daß man den Arbeitern durch billige Konkurrenz von Soldaten nicht das Brot vor dem Munde fort- uehmen dürfe." — Mit dem 1. Oktober tritt das Gesetz über die Erhöhung der Friedensstärke des Heeres in Kraft. Dasselbe fitzt die Friedenspräsenzstärke auf 486,983 Monn fest, wobei die Offiziere (20 285), Einjährig - Freiwilligen (9000), Militärärzte (1830), Zahlmeister, Roßärzte, Büchsenmacher, Waffenmeister, Sattler, sowie sämtliche Militärbeamte nicht inbegriffen sind. Seit 1875 ist die Friedevspräsenzstärke deS deutschen HeereS von 401659 Mann auf die oben angegebene Ziffer gestiegen, hat sich somit um 85 324 Mann vermehrt. Seit 1. April 1887 beträgt die Erhöhung 18574 Mann, wovon 11 800 Mann auf neue Formationen und 6674 Mann auf Verstärkung vorhandener Formationen kommen. Wie erinnerlich, werden neu errichtet : 70 Baiterieen Feldartillerie, 1 Pionier-Bataillon, 3 Train-Baiaillone, 4 Infanterie Bataillone. Die Stärke der Truppen in Elsaß-Lothringen wird von nun an rund 67 000 Mann betragen, und zwar 70 Bataillone Infanterie und Jäger, 12 Regimenter Kavallerie mit 59 EskadronS, 41 Batterien Feldartillerie, 71/« Bataillone Fußartillerie, 2 Bataillone Pioniere und 2 Bataillone Tram. Diese Truppen bilden daS 15. und 16. Armeekorps, sowie Teile der 5. bayerischen Division und des 14. (badischen) Armeekorps. Die größte Garnison in den Reichslande» hat Metz mit 7 Regimentern Infanterie, 10 Batterien Feldartillerie, 5 Bataillone Fußartillerie, 2 Regimentern Kavallerie, 1 Pionier- und 1 Trainbataillon, also nahezu 20 000 Mann.
Dritter Kapitel.
Die GarSthalS.
Während der folgenden Tage bliebe» Werver n»d auch Eduard iu Heydorf. Letzterer teilte mir feinen Entschluß, zu bleiben, in seiner gewöhnlichen Manier mit:
»Laß doch mein früheres Zimmer für mich zurecht- machen, Grete, denn ich werde natürlich hier bleiben, bis alles in Ordnung ist. Ich bin überzeugt, daß der 8llte das Testament, um welches Euer schlauer Advokat so viel Lärm macht, selber vernichtet hat.'
»Hast Dn gehört, welchen Inhalt es hatte?' fragte ich ervst.
.Ich habe so eine dunkle Vorstellung davon. Ich sollte ja wohl ein Bettler werden uud Ihr Mädchen solltet auf meine Kosten reich fein? Aber ich glaube, der Alte sah feine furchtbare Ungerechtigkeit ein, al8 es mit ihm zu Ende ging, und warf daS Testament ins Feuer.'
Das ist nicht sehr wahrscheinlich', begann ich, »weil Papa —'
O, natürlich — Ihr werdet nicht erbaut davon
nebst feeisBfatt für die Kreise Marburg und Kirchhain und
Illustriertes Sonnfagsbfatt
werden noch von sämtlichen Postämtern und von unserer Expedition entgegengenommen.
In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegen.
Die Cxped. der Oberh. Zettg.
Aitskmd.
Wie«, 30. Sept. Die Vorbereitungen zu dem Kaiserempsange sind fast beendet. Kaiser Wllhelm wird in Schönbrunn wohnen, wo die Offiziere der Arcierengarde die Ehrenwache halten. Ein dejeuner dinatoire findet um 17» Uhr statt.
Bern, 30. Sept. Der Bundesrat nahm mit 19 gegen 1 Stimme daS AuSlieserungSgesetz in der vom BundeSrate vorgeschlagenen Fassung an. Der Nationalrat setzte die gestern begonnene Beratung der Tessiner Angelegenheiten fort.
Pari-, 29. Sept. Ueber eine bereits mehrfach in Telegrammen erwähnte BerhastungS-Affaire wird folgendes Nähere bekannt: Ein Angestellter der Badeanstalt Hamman«, namens Pellegrin, der zugleich als Remisier (Pfufchmakler oder „Schlepper") an der Börse thättg ist, begab sich nach Pagny bei Metz und telegraphierte von dort an mehrere Bankiers und Makler, der französische Grenzkommiffär sei an der Grenze von Deutschen verhastet und zurückbehalten worden. Diese, natürlich falsche Nachricht sollte die Komse beeinfluffen. Bei seiner Ankunft auf dem Pariser Ostbahnhofe verhaftet, gab P. an, im Auftrage eines gewissen Arnould gehandelt zu haben, worauf auch auf diesen die Anklage des versuchten Betrug- ausgedehnt worden ist.
Lifsabo«, 30. Sept. Martens Ferrach übernahm den Auftrag zur Bildung deS neuen Kabinetts.
Kurse von 86,40 vom Schatzsekretär Freiherr» von Maltzahn, resp. Finanzwinister Dr Miquel angenommen. Beide Anleihen sollen gleichzeitig zu 87 aufgelegt werden, wie die „Börsenzeitung" vernimmt, am 9. Oktober. — Das Staats Ministerium war gestern mittag int Gebäude des Staatsministeriums unter dem Vorsitz des Reichskanzlers General v. Caprivi zu einer Sitzung versammelt. — Das in Berlin verbreitet gewesene Gerücht, Herr v. Putt- f am et werde Oberpräsident der Provinz Sachsen werken, wird von der „Kreuzztg.", die dem ehe maligen Minister sehr nahe steht, für unbegründet erklärt. Herr v. Puttkamer war nur zu dem Zwecke nach Berlin gekommen, um der Vermählung einer Nichte beizuwohnen. — Die von dem deutschen auswärtigen Amte verlangte Auslieferung deS wegen der bekannten Betrügereien von Leipzig geflüchtete» vormaligen Mitdirektors der Leipziger Diskonto- Gesellschaft Adolph Winckelrnann ist von der Regierung der argentinischen Republik verweigert. Der in Buenos-Aires verhaftete Durchbrenner ist wieder freigelaffen. — Bei der Neubesetzung des Erz- bischosrstuhles von Pofen soll angeblich ben polnischen Wünschen von der preußischen Regierung Rechnung getragen werden. Der Probst von Poninski, ein Neffe des GenerallardschaftSdirrktors von Poninski, ein ruhiger und versöhnlicher Prälat, soll auf Vereinbarung zwischen der Curie und der Berliner Regierung zum Erzbischof ernannt werde». Die Diözese würde damit wieder eine» Kirchenfürsten polnischer Nationalität verlangen. Man war davon abgegangen, well unter dem Erzbischöfe Ledochowski die großpolnische Agitation sich gar zu ungeniert breit machte. — Der Staalsfekretär des Reichspost. amteS Dr. v. Stephan ist an Stelle des verstorbenen Regierungspräsidenten v. Wurmb zum Domherrn von Merseburg ernannt worden. — Zu
(Nachdruck verboten.)
Im Ka«« -er Löge.
Erzählung von D. Russell-
(Fortsetzung)
„Sehr »»wahrscheinlich", sagte der Notar scharf 5® sah Eduard mit besonderem Nachdruck an. ®«an wandte er sich zu Werner:
f »Nicht wahr, Eie find ein Verwandter dieser Mgen Dame, Herr von GarSihal?" Dieser vertagte sich.
»Ich bi» ihr rechter Vetter; meine Mutter nnd vtt» Seldiug find Schwestern."
u ,,3n diesem Falle", sagte Herr Kappmanu, „bitte 8 Sie, mit mir und Fräulein Seldiug für einige «umten in das anstoßende Zimmer zu kommen. Ich tachte einige Worte privatim mit Ihnen sprechen."
-Zch bin gern bereit", sagte Werner.
»boll Ich nicht dabei sein?" fragte Eduard scharf. „Nein", erwiderte Kappmanu nachdrücklich und «e darauf mit Werner und mir in das andere <tamer. Nachdem die Thür sorgfältig verschlossen ta, begann er:
,.,»Die Sache steht Übel aus, mein Fräulein. Das Mende Testament ist für Sie von größter Wichtig- r0- Ihr Vater hatte Ihnen darin alle Ländereien r* Heydorf bestimmt. Die anderen Besitzthümer 2®teu auf Ihre Schwester Rose fallen. Er setzte Sje zur Uniberfalerbin ein, und wenn fich das Mameut nicht findet, so ist Ihr Bruder der Erbe, ® die Ländereien von seiner Mutter stamme». Diese ste ihrerseits, und zwar erst nach ihrer Ser« Ttatnng, von einem Onkel geerbt und vor ihrem ^scheiden testamentarisch bestimmt, daß ihr Mau» U Leben laug die volle Nutznießung des Lefitzes Mk» sollte und daß auch nach dessen Tode die Mdereien nnr daun auf ihren Sohu übergehen taten, „wenn ihr Gatte vorher uicht durch besondere taamentarische Verfügung andere Bestimmungen ge-
Dttttsches Reich.
Berlin, 30. Sept. Der deutsche Kaiser trifft heute Mittwoch vormittag mit dem König Albert von Sachsen m Wien ein. ES handelt sich bekanntlich bei der Reife nur um die Befolgung der Einladung deS Kaisers Franz Josef zu den Hochwild« jogben in Steiermark, der Besuch hat also nur den Charakter einer unpolitischen, freundschaftlichen Begegnung, aber die österreichische Hauptstadt hat es sich doch nicht nehmen lassen, Kaffer Wilhelm mit ganz besonderen Ehren zu empfangen. Wien prangt im großartigen Festschmuck, Tausende von Fremden fwd aus allen Teilen des Kaiserstaates dort emgetr offen, um dem feierlichen Einzug beizuwohnen, onb die Zeitungen bringen herzliche Be- zrußungSartikel. — An dem heutigen Geburtstage der Kaiserin Augusta fand im Mausoleum i» Charlottenburg eine Gedächtnisfeier statt, welcher die Kaiserin, der Kronprinz, Prinz Eitel Fritz, die Prüzessin Leopold, die Hofstaaten deS hochseligen kaiserlichen PaareS und zahlreiche andere Notabili- täten beiwohnten. Die Gedächtnisrede hielt der Oberhofprediger Dr. Kögel. Die liturgischen Gelänge führte der Domchor ouS. Die Kaiserin, die Punzen und die Prinzessin Leopold legten am Sarge bftbare Kränze nieder, deren auch aus andere» Greifen und von auswärts zahlreiche eingingen. —
Abendblättern zufolge wurden die Offerten deS Preußeukonsorttums wegen Uebernahme von 170 Millionen Mark 3p:oz. Reichsanleihe und 65 Millionen Mark 3proz. preußischer KonsolS zum
Erscheint täglich außer an Werttage» »ach Sonn« und CHO _*,**!*.»*«
Feiertagen. — Quartal-Ab mm erneuts-Pr eis bei der Lxpe- xFl (1KD1I1; fl ■
dition S'/. SH-, Bet ben Postämtern S Mk. 50 Pfg. (exkl. _
Bestellgeld). Jnfertionsgebühr für die gespaltene Zeile DüNNerstaa. 2. CftöbCT 1890
10 Pfg., Reklamen für die Zeile Sb Pfg.
Beschwerde»; man wollte indessen für das ReformbedürsniS zunächst praktische Erfahrungen mache» und holte sodann Gutachten aus
hoffen hätte, da sie überzeugt wäre, daß er dies ohne wichtige Gründe nicht thnn würde." Wahrscheinlich dachte sie bei dieser Klausel daran, daß Eduard fich vielleicht zum Landwirt nicht eignen und lieber mti Geld abgefnnben werden könnte. Ich weiß", fuhr Herr Kappmanu fort, „daß Ihr Vater seinen Sohn Eduard uicht als Erben wissen wollte.'
»Hatte sich Eduard so schwer gegen ihn vergangen ?' fragte Werner.
»Sie find ein Verwandter deS Hauses, Herr von GarSthal', erwiderte der Notar, »und deshalb glaube ich Ihnen die hantige Wahrheit Über diesen jungen Mann sagen zu dürfen. Such Sie, Fräulein Seldiug, kennen diese noch nicht?'
»Nein', antwortete ich; »mein Vater verbot uns nur, je wieder von Eduard zu sprechen.'
»ES ist ein böser Fall', sagte Kappmanu. .Nach vielen anderen, wenig ehrenhaften Sheichen fälschte er endlich ben Namen eines Etudiengenofleu, um fich zoauzigtansend Mark zu verschaffen. ES wurde entdeckt und jener Student schrieb an Herrn Seldiug und teilte ihm die ganze Geschichte mit. Ihr Vater bezahlte daS Geld und die Sache wurde vertuscht; ober er verstieß seinen Sohn — und mit Recht, denn derselbe benahm fich im Verlause dieser Angelegenheit nicht so, daß man für die Zukunft Besseres hätte von ihm erwarten können. Bald darauf wurde das Testament gemacht, in dem Sie und Ihre Schwester zu Erbinnen eingesetzt und für Eduard jährlich fünf, zehnhundert Mark bestimmt wurden. Das Konzept dieses Testaments habe ich in meinem Bureau, und ich muß Ihnen gestehe», daß ich einen argen Verdacht wegen de» Verschwindens hege.'
»Dieser junge Mensch — Eduard —sagte Werner zögernd, »fett wann ist er hier? Weißt Du etwas von seinem Leben in letzter Zett, Margarete?'
»Nichts', erwiderte ich meinem Vetter. »Bis letzten Sonnabend habe ich nichts von ihm gesehen und gehört. Da kam er plötzlich zu uns und sagte,
den Vorlagen für Bundesrat und Reichstag wird, wie mehrfach erwähnt, eine Novelle zum Krankenkassengefetz gehören. Gegen daS wie eS vom Reichstag beschlossen worden, erhoben sich alsbald von verschiedenen
Anzeige» nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bnreaux von Haasenstei» und Seglet in Frankfurt a. M., Saffel, Magdeburg u. Men; Rudolf XXV. Habraaua. Messe in Frankfurt a. M., Berlin,München n. «Ä»; S. L Laube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
MchW Leitung
Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Martt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.