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in utrv°Wkhrvflicht und betreffs des weiteren Ausbaues der

Er starb am Donnerstag und den Sonnabend darauf lag ich eben die Arkundiguag davon in vnserem Kreisolatt, als meine Schwester Rose mit einem anderen Blatte in der Hand eivtrat.

Ich will fi- gleich hier schildern. Si- ist zwei Jahre jünger als ich und ein auffallend hübsches Mädchen wenigstens finde ich das. Als unser Vater starb, zählte Rose gerade einundzwanzig Iah« und flcnb in ihrer schönsten Blüte. Sie war groß und schlank, Halle regelwößige, etwas starke Züge und glänz-ude blaue Augen. Ihre G.fichtsfarbe war zart, die Wangen sanft gesärbt, gleich der Heck nrose, deren Namen fie trug, und eine Fülle des wunder' vollste» blonden HaareS fi.l tu leichten Wellen auf Stirn und Nacken nieder. Ein schönes MädchenI Und Role mußte das und war stolz darauf.

.Hast Du di s gesehen?' fragte sie mit Thräueu im Auge und legte das Blatt, welches fie gehalten vor mich hin.

Ich warf einen Blick darauf und wußte gleich was fie wollte. Jh sollte eine schwarz umränderte Spalte lesen, in der die Einzelheiten von unseres VateiS Leben und Sterben erzählt waren. Da stand wann er geboren war, wann er zum ersten »ad zürn zweiten Male geheiratet halte, wie gut und mild, thät'g et gewesen und welch treuer, aufopfernder Freund. Zabtzt war noch erwähnt, daß der Ver­storbene eine Wtttwe uud drei Kinder einen Sohu und zvei Töchter hinterlassen habe.

.Ob Eduard es wohl weiß?» frech Rose leise uud zögernd, nachdem ich ihr das Blatt zurückge. geben hatte und zu ihr aufsah.

Der Name meines Bruder» war seit langer Zeit "iLt im Hause genannt worden. Seine und unsere Mutter waren Geschwister gewesen, und nach dem frühen Heimgänge der geliebten Schwester hatte Mama sich seiner angenommen und ihn gehegt ntb gepflegt wie ihr eigenes Kind. Zwei Jahre vor dem Tode unseres Vaters halte Eduard aus Gründen, die uns Mädchen verheimlicht wurden, daS Hars verlassen,

.Deutsch. Rundsch." enthält einen Aufsatz aus der Feder des Vizeadmirals Bätsch, unter dem Titel .Helgoland fest oder sicher? Bätsch führt darin den Nachweis, daß die Insel einen strategischen Mert nicht besitzt und eine starke Befestigung der­selben eher gefährlich als nützlich sei. Bätsch kommt zu dem Resultat, daß der Besitz Helgolands und die Notwendigkeit, ei zu schützen, für Deutschland einen erneuten Ansporn für die Erhaltung einer starken Flotte bildet. Die Abteilung Berlin der deutschen Kolonialgesellschaft feierte heute abend 81/, Uhr einen Kommers zu Ehren Peters, welcher an demselben mit seinen Begleitern Borchert und Rust teilnahm. Nach Begrüßung des Herrn Dr. PeterS brachte Minister von Hofmann den Kaisertoast aus. Professor Cuntz toastete auf Peters, der daS nationale Unter­nehmen ohne Reichsunterstützung mutig durchgeführt habe. Peters dankte und gelobte, seine Kraft auch ferner der deutschen Kolonialpolitik zu widmen. Später folgten noch Trinksprüche auf die Begleiter des Dr. Peters, auf Wißman und auf Emin. Der frühere König Franz von Neapel steuerte für die Emin-Plantage bei Bagamoyo 100 000 TOI. bei, weil er, wie er Hauptmann v. Gravenreuth gegenüber sich ausdrückte, als Gatte einer bayerischen Prinzessin bei einem deutsch-nationalen Unternehmen nicht hintanstehen wolle.

Kiel, 26. Septbr. Alljährlich am Schluß der Hafensperrübungen findet ein Probeschießen mit ge­ladenem Torpedo statt. Die Hebung wurde gestern Morgen in der Wirker Bucht beendigt. In derselben war ein Holzprahm verankert, der als Zielscheibe benutzt werden sollte. Die zweite Torpedoboots­division kam mit vollem Dampf von Friedrichsort in die Föhrde hineingefahren, jedes Boot hatte einen geladene» Torpedo im Lanzirrohr und harrte des Signals vom Divisionsboot D 5, welches Boot den Schuß abgeben sollte. Da» Loos hatte das Division» boot selbst getroffen und ein wohlgezielter Schuß auf 200 Meter Entfernung und in voller Fahrt abgegeben, traf den Prahm, der sofort versank. Gleichzeitig erhob sich eine hohe Wassersäule mit Holztrümmern darunter. Nur Stücke Holz schwammen auf dem Wasser und gaben Zeugnis ab von der furchtbaren Wirkung, die ein Torpedo hat. Der­selbe, scharf geladen, repräsentiert einen Wert von rund 10 000 Mk.

Köln, 27. Septbr. Der Kommers zu Ehren WißmannS im großen Gürzenichsaal wurde von Geheimrat Langen mit der Begrüßung Wtßmanns und v. Gravenreuths eröffnet. Der Generalleutnant

SrpeS itanttel.

Vaterlos.

.Am siebe»; hüten August v rschied auf seinem Gute vydorf Herr Zoharn 8 Seldtug im Alter von niuudsechzig Jahren, ttefbetraueit von de» Hinter- siebenen.*

Schkopp brachte den Kaisertoast aus. Sodann toastete Oberlandesgerichts Präsident Struckmann auf Wiß- mann, letzterer auf Köln und Oberlehrer Domherr Hespers auf Gravenreuth. Für die Seendampfer wurden hier 31000 Mk. gezeichnet. Gravenreuth toastete auf die deutsche Einigkeit und deutsches Nationalgefühl. Schließlich kommandierte Wißman» einen Salamander auf die deutschen Brüder in Ost­afrika.

Goldap, 27. Sept. Bei der heutigen Ersatz­wahl zum Abgeordnetenhaus wurde Domänenpächter Oppen-Dinglanken (kons.) mit 294 Stimmen ge­wählt. Gutsbesitzer Siemens (stets.) erhielt 24 Stimme».

Marienburg, 27. Septbr. An dem Wieder­herstellungsbau des Hochschloss s der Marienburg ist in den Monaten Mai, Juni und Juli sehr rührig gearbeitet worden. Im Südflügel sind die Wölbungen des zweiten Geschosses vollendet, und ist mit den Arbeiten zur Herstellung der darüber liegenden beiden großen Remter, von welchen der östliche drei, der

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westliche aber sieben Granitpfeiler erhalten wird, begonnen worden. Im Schloßhofe wurde

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Berlin, 28. Sept. Entsprechend den inzwischen aus Washington eingegangeneu Nachrichten korri giert derReichs Anzeiger" seine gestrige Angabe übet das Inkrafttreten der Mac Kinley-Bill dahin, daß er den 6. Oktob r als Termin angiebt. Dem Bundesrat ist da» am 4. d. Mts. zwischen Deutschland und Belgien abgeschloffene Ueber- tinkrmmen zum Schutze verkuppelter weiblicher Per­sonen zur Zustimmung zugegangen. Dem Ber-

I an, seine L pp?» bewegten sich, als .. .. sagen, doch hin Wort kam hei vor, FHa prar Seufzer und bann im Sonnen. *We, mitten in der ganze» Schönheit des SornmerS, M feine Seele dem Körper.

____ > ii-ber die nächsten Stunden will ich schweige». ÜdKii Ich de» eifts htk» Arrfschtii meiner Mutter. 'tafele ihr sagen, daß ihr geliebter Gatte dahiu- . Mkden. daß ihre Kinder nun vaterlos waren!

JJ®em war fi: ganz verändert. Wie sollte fie auch ?' Der Eine, den fie auf Erden am meiste» ae. wat von ihr gegangen »nd alle« Glück, aller ^nnn mit ihm.

ecken sollte. Auch betreffs Herabsetzung der Zeit- mko «8:t des Dienstes bet der Fahne für die Fußtruppen l man, wie uns mitgeteilt wird, nicht Willens, Mständniffe zu machen, ist vielmehr entschieden ? Ansicht, daß mit den bestehenden diesbezüglichen Mtrünfungen der dreijährigen Dienstzeit nach allen jungen hin den Bedürfnissen nach Möglichkeit gethan wird. Tas Oktoberheft der

n Verwirklichung er anstrebte, nicht anschließen, _______ vielmehr mit dem Erreichten und bis zum 31. «e etc. i5rö 1894 Bewilligten genügen lassen will. Die ------ khrheit der zur Aussprache ihrer Ansichten aus- rforderten hohen Militärs haben ihre Meinung da- 2.50, m ausgesprochen, nicht zu schnell vorwärts zu yuahM hreiten, dem Heeresorganismus, den Kadres, den ung tei iehrkräften der Armee nicht zu viel zuzumuten und ityalM die erneute Vermehrung, die Neuformationen sich erst ;."ht über Praxis stärken und bewähren zu lassen, ehe rapara! »an, wenn überhaupt, zu einem weiteren Ausbau

serenz von Vertretern sämtlicher StaatSeisen- bahn-Direktionen statt, unter Vorsitz des Ab- «ilungschefs deS Ministeriums. Es soll sich um Beratungen über Gegenstände des Tarif-, Verkehrs-

Neubau der Kreuzgänge längs der Ost-, Süd- und Westflügel in Angriff genommen und kräftig ge­fördert. Vor dem Ostflügel des Hochschloffes find die doppelten Wehrmauern mit Zinnen erneuert worden. Dagegen hat die Absicht aufgegeben werden müssen, dir Kirche deS Hochschloffes noch in diesem Jahre mit einem neuen Dache zu versehen, da infolge eines lange anhaltenden Arbeitsausstandes der Zimmerleute in Marienburg die Bearbeitung der Dachhölzer zu spät fertig geworden ist, um mit Sicherheit noch auf Vollendung des neuen Daches vor dem Winter rechnen zu können. ES ist diese Avbeit daher auf das nächste Frühjahr verschoben worden.

Umta, 27. Sept. Heute morgen ist hier ein Personenzug entgleist. Die Passagiere blieben un­verletzt.

Bückeburg, 26. Sept. Gestern und heute wurde die Feier des 75jährigen Bestehens des West fälffchen Jäger-Bataillons Nr. 7 begangen. Zum Feste waren außer dem Inspekteur der Jäger und Schützen, Generalmajor v. Oidtmann, zahlreiche ehe­malige Offiziere und Angehörige des Bataillons erschienen.

Magdeburg, 27. Sept. Der Redakteur der sozialdemokratischenMagdeburger Volksstimme", Haus Müller, hat sich während der kurzen Zeit seines Wirkens neunzehn Preßprozesse, die äugen- und Ul s war streng befohlen worden, niemals seinen Namen zu nennen.

.Ich habe keinen Sohn mehr und Du haft keinen Binde-, Margarete", sagte mein Vater za mir, und ich werde niemals de» strenge» und doch so »»glück­liche» Ausdruck seines Gesichts dabei vergessen. Edu"id hat mein Hrus verlass r; er wird niemals wiederkehren nnb Ihr dürst seiner nur wie eines Tot » gedenke».'

So hörte» wir nichts mehr von ihm; aber an meines Vater» Lebe» zehrte der Gram, »ab obwohl er bemüht war, die» za verbergen, obwohl er Besuche empfing nnb aus ginn wie gewöhnlich, sahen wir doch nur allzu klar, daß seine Gesundheit einen Stoß erlitten hotte »nd daß er ton dieser Zftt an ein Naderer war. Ma« hatte »nS gefast, wir sollt », wenn sich Jemand nach Eduard erkundigte, ant­worten, er fei inS Ausland gereist. Indessen fragte man uns saft nie.

AlS nun Rose h ute von ihm sprach, fuhr ich förmlich zusammen. .Wir wissen ja gar nicht, wo er sich aushält. wie solle» wir ihm also Mit- teilnna machen?"

.O, ich k-uue Jemanden, der mehr von ihm weiß als wir", erwiderte Rose rasch. »Margarete, ich habe bisher nichts gesagt, weil ich fürchtet, Unheil damit zu stifte»; aber ich bin ganz sich r, daß ich Esther Roth- neulich einen Brief von ihm lesen sah. Er- ruueist Du Dich, tote wunderlich klein und undeutlich er schrieb? Ich kann mich nicht geirrt haben, nnb fie verbarg auch den Brief vor mir.*

Zur erfteu Augenblick war ich über Ras S Worte sehr betreff n. Als ich jeboch daran dachte, daß Esth r ihr Lbeu lang Eduard gekannt hatte, schien eS mir ganz natürlich, daß er sich an fi: wandte, wenn er an seine Angehö igeu nicht schrrioeu durfte. Ich sagte die» zu Rose, nab fie gab mir Recht. Wir Alle halten öftrer gern. Ihr Vft t bewirtschaftete leit lange ein kleine» Vorwerk unf.reS Gate», und schon a s Kind hatte fie uu» oft besucht. Sie war

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-Mark u.t3Rt<,,e a°9tn lchm»zteu vom Weine», als ich mnrtv ^,nrien Z°ilen wieder nnb wieder lag, denn fie ntgams ^tden den Tod meine» Vater». Er starb j '»vveislag den fiebz hoteu August 1876 nach einer fc8, schmerzhaften Krankheit, welche jedoch ganz »nb unerwartet endete.

k 3a den letzten Tagen vor seinem Tode schien es ' J® besser zu gehen, uud ulS der schreckliche Moment c au tear sch "Hetu mit ihm. Esther Rothe, die seil mpfebu «rg<n Monate» btt uns war, um btt der Pflege Mart * reg geliebten Vaters zn Hilst», hatte seinen Roll- Mark *sl mit meiner Hülst in den Garten geschoben und (329® s» kann für einige Minuten v rlaffeu, »m ihm auf Ingios M Wunsch die Zeitung zu holen. Da sah ich stock. W' wie eine seltsame Bläffe fein G ficht überzog.

Erster 1* ries ich uud legte meine Hand aus feine

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sontu und .

Feiertagen. Quartal-AbonnementS-PreiS bei der Erpe- UrlulDlirUt

btiion 2' , SH., bet den Postämtern 2 Mk. SO Pfg. (exkl.

*ei Dienstag, 30. September 1890.

öchentliche BeUagen: Kreis-Matt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

nehmen nach finden zur Zeit Verhandlungen wegen OW, Aufnahme von Anleihen für das Reich, sowie für den Staat statt, die indeß wohl erst im Laufe der nächsten Woche zum definitiven Abschluß ge- nrff langen werden. Am 17 Oktober findet im Mini- ®* Htrium der öffentlichen Arbeiten hier eine Kon-

Lnreige» nimmt entgegen die Expedition b. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bogle, in Frankfirtt a. M., Laffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXV Moffe in Frankfurt e. M., Berlin, München u. Äüln; @. L AA * * Daube u. Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

blicklich gegen ihn schweben, zugezogen. Er hat es nun für geraten erachtet, den Ausgang der Prozesse in der Schweiz abzuwarteu und sich zunächst in Bern niedergelassen.

Halhp a d. S., 26. Sept, Zu dem sozial­demokratischen Parteitag in Halle erwartet man aus allen Teilen Deutschlands an 400 Delegierte. Der untere Saal des Ve>sammlungslokalsHesjäger' wird diese Zahl fassen, sodaß für die Zuhörer nur die Gallerte übrig bleibt. Der Zutritt zu den Ver­handlungen ist nur gegen vorher gelöste Karten möglich, deren nur eine gewisse Zahl auggebeben wird.

München, 27. Sept. Für den November ist ein Besuch des Reichskanzlers v. Caprivi in München in Aussicht genommen. Derselbe gilt, wie aus der bayerischen Hauptstadt berichtet wird, keiner be­sonderen Angelegenheit, sondern ist lediglich ein Höflichkeitsakt.

Avslsmd.

P-st, 27. Septbr. Der Abgeordnete Daranyi betonte in seinem Rechenschaftsbericht vor den Wählern die Allianz Deutschlands und Oesterreichs-Ungarns habe sich in ein Bündnis der Völker verwandelt, welches unerschüttert sortbefieht, zur lebhaftesten Be­friedigung bei ungarichen Nation.

Rom, 27. September. Nach gut unterrichteter Quelle ist die Nachricht von einer unmittelbar bevor­stehenden Reise Crispis nach Berlin und Wien voll­kommen unbegründet.

Bern, 27. September. An der Konferenz für die Tessiner Angelegenheiten nehmen drei vom Bundesrate entsandte liberale Delegirte und zwei konservative teil. Letztere verlangten vor Er­örterung der Ausgleichsvorschläge die Wiedereinsetzung der früheren Regierung. Hieraus fand eine allgemeine * Diskussion ohne Erörterung der Einzelpunkte des Programmes statt. Die Aussichten auf eine Ver­ständigung haben angeblich zugenommen.

Paris, 27. Sept. Nach Depeschen aus San Sebastian soll die Lage in Portugal kritischer ge­worden sein.

Stockholm, 27. September. Bei den Reichs­tagswahlen in Stockholm fielen sämtliche 24 Mandate zur zweiten Kammer den liberalen Frei­händlern zu.

Petersburg, 27. Sept. DiePeterSburgskya Wjedomosti" melden, der neue russisch - serbische Handelsvertrag könne noch nicht ratifizirt werden, weil Serbien sich gegenüber Oesterreich-Ungarn und warmherzig und lebhaft nnb nnftr-m Vater sehr ergeben. Auf seinen besonderen Wunsch hatten wir sie statt einer Wärterin von Beruf tu das Hau» ge­nommen, damit fie uns bei seiner Pflege h-lfe. Seit­dem war fi- soft beständig um ihn gewesen nud hatte es sich auch nach feinem Tode nicht nehmen lassen, ihm die letzten Kantige» Dunste zu leiste».

Wir fühlten uns ihr deshalb zn Dank verpflichtet, »nb ich vermochte e» nicht, ihr ernstlich zi zürnen, daß fie jetzt, ohne es »ns zu sagru, an Eduard ge* schriebe» hatte, nm ihn van dem Tode seims Vater8 zn unterrichten, nach d-ss-u E gehen er sich vielleicht bei ihr eikanbigt hatte. Immerhin aber wußte ich nicht recht, wie ich nu» handeln sollt-. Sollte ich Esther fragen? Damit hätte ich gegen Sätet» Verbot verstoßen; andererseits

Noch indem ich mit mir zu Rate ging, that sich die Thür auf und Eduard, der Bruder, deu ich zwei Jahre nicht gesehen hatte der mir so verändert üo kam, daß ich ihn im ersten Moment nicht e kannte, trat m das Z'.mmer.

.Na», Grete', faste er, mir die Hand entgegen, streckend, .erkennst Du mich nicht?'

Jh sah ihn an. Woher kam die Veränderung? In meiner Erinnerung hatte er gelebt, tote ich ihn als Kaabe nud Jüngling gelaunt: fr laut, blond, mit RoseS frischen, zarten Farben. Jetzt war et sehr stark geworden, die regelmäßigen Züge be» einst hübschen G-fichtS waren verschwommen nnb aus­druckslos und um de» Mund lag ei» höhnischer Zug, bet früher nur feiten hervorg-treteu wat.

.Eduard!' ri f ich und gab ihm die Hand, um gleich darauf leiser hiaznzafügen: ,Du w:ißi schon non unserem Verlust.?'

.Ich weiß, daß der Alle sich davon gemacht hat, und das ist mit ganz recht', aut »ortete et mit häß­lichem Lache».

Ich war fi empört, baß ich nicht sp'echeu konnte. Welch eine Herzlosi k it in Ton nnb Worten! Noch war bie irdische Halle deS Toten nicht bestattet, nnb

uud Fahrplanwesens handeln. Zu dem bevor stehenden Rücktritt deS Generals v. Nerdy m du Lern ois von dem Posten des Kriegsministers kund der Genehmigung seines Abschiedsgesuches unter bkNvektztellung zur Disposition hört die .Tägl. Rundsch." ttUNg bolzendes: Der Kriegsminister sieht sich veranlaßt tt ton seinem Posten zurückzutreten, weil man höheren CUT6k * den Plänen desselben, welche er betreffs -st" vollständigen Durchführung der allgemeinen