Herrisches Reich.
ist die höchste und edelste, und die Worte bei Kaisers zeugen von seinem klaren Einblick in die Verhält-
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ch denke und glaube, so bitte ich Dich uochmals, sprich jtnte nicht mtt mir darüber.*
.Nun, ich glaube jetzt, daß Du genau weißt, was ich «eine*, antwortete der junge Manu ttaurig und niedergeschlagen. Aber wenn Du mich heute nicht anhöreu kannst, gestattest Du doch, daß ich Dir ein andermal sage, was ich aus meinem Herpu habe. Willst Du mich morgen anhöre»?*
Leonore sah fort nnd entgegnete in sichtbarer Augst: ,«ch, nicht morgen, sei mir nicht böse, Johannes — aber ich kauu Dir noch keine Antwort gebe». Laß mir Zett, bis D» eiamal wtedeikehrst. — Oder kaunst D» mir »icht lieber darüber schreibe»? Litte, zürne wie nicht, mein lieber, lieber Johannes.*
«Ich zürne nicht, ueinl »ud ich will gern alles thnu, war D» wünschest, and warte», bis eS Dir genehm ist, mir eine Antwort zu geben. Aber ich kann nicht länger hier bleiben, diese Ungewiß ett über wei» künstigeS Schicksal benuruhigt mich und raubt mir jede Lust zu erustlicher Arbeit. Morgen reise ich »ach Greifswald zurück und nach einiger Zett werde ich Dir schreibe». — Darf ich. liebe Lore?'
,3a I und ich werde Dir eine offene und freie Antwort ertellen.' Sie reichte ihm ihre Hand hi», aber die Augen hielt sie niedergeschlagen.
JohauneS wußte nickt viel m<hr darauf zu sagen. 6t zog nur noch ihre Fingerspitze« an seine Lippen and erwiderte: »Nun, auf ein hoffentlich baldiges und glückliches Wiedersehen!* Dann »ahm er sei» Bach »ud verließ deu Garte».
6r war kein stürmischer» heiß begehrevder Manu. Er liebte sei« hübsches Büschen mit der Ruhe eines echte» Philosophen. Während der Woche», welche er mtt Leonore »vier einem Dache zugebracht hatte, war ihm Gelegeuhett genug gegeben, ihr verstäudigrS, fürsorgliches Walteu und Wtrkeu im Hause zu beobachten »ud ihr Liebreiz hatte sein Herz eutzüudet. — .Sie muß eine gute Doktorfran abgebeu —* hatte er sich ost gesagt und er uahm sich vor, sie bei »ächtzer Gelegeuhett,« stagev, ob sie die Seine werde» wolle.
« . IBegierde sind nicht vom Himmel herabgefallen, sie
I sind auf dem Boden mißlicher und persönlicher Ber- Bei dem Bankett, welches die Provinz Schleswig» I hältnisse emporgewachsen. DaS ist die klare, ein-- Holstein dem deutschen Kaiserpaare am Sonntag I leuchtende Wahrheit, und darum muß ernstlich fort- Abend in Glücksburg gab, sagte der Kaiser in I gefahren werden, hier Wechsel nicht bloS, sondern seinem Trivkspruche auf die, Provinz: .Wenn ein I auch dauernde Beflerung zu schaffen. Wappne sich jeder Bürger seine Pflicht thut, dann bin auch Jchl daS deutsche Bürgertum mit Ruhe und Geduld und imstande für Sie zu sorgen und zu unserer aller!thue es, was es kann. Tas ist vor allem nötig. Heil in Ruhe und Frieden die Geschicke des Pater-!Wir haben eine starke Reichsgewalt, welche wohl landes zu lenken, und Ich setze baS Vertrauen in Idas Recht zu schützen, daS Unrecht zu bestrafen im- Sie, daß, was auch kommen möge. Sie mit Ruhe! stände ist. Daran ist zu denken, daß wir unter mb Gebuld der Entwicklung unserer Gesetzgebung I dem Schutze dieser Reichsgewalt thätig sein können und der inneren Zustände entgegensehen und Mir! und nicht fürchten müsien, daß die Geduld zu ver- nach Ihrer altbewährten Treue und Anhänglichkeit! werflichen Ausbeutungen Anlaß giebt. Gerade int Helsen werden.* Das find Worte, die nicht so schnell! kleineren Kreise kann jeder deutsche Bürger noch verhallen, die vielmehr jeder Deutsche wieder und! unendlich viel thun, wenn er nur weiß, daß seine wieder lesen, in feinem Gedächtnis bewahen und nach I Mitbürger nicht bloS ebenso denken wie er, sondern denen vor allen Dingen er handeln soll. Der Kaiser I ebenso handeln. Es ist richttg, nicht mit einem hat kurz und klar die Macht genannt, welche allein I Schlage läßt sich das alles machen, was zu wünschen alle revolutionären und umstürzlerischen Bestrebungen I ist; wohl aber kann langsam angebahnt werden, bannen und überwinden kann, und diese Macht ist! was werden soll, um die besonnenen Gemüter im daS deutsche Bürgertum. Der Staat kann sozial-1 Kampfe mit der zügellosen Leidenschast zu stärken, reformatorische Maßregeln treffen, und das ist bereits I Durch nichts wird nichts; hierüber giebt es keine geschehen und soll in Zukunft noch mehr geschehen, I Täuschung. Kaiser und Reich, Reichsgewalt und die Staatsgewalt kann allen offenen Ausschreitungen I Volksmacht müssen zusammenarbeiten, wenn etwas entgegentreten und sie mit Macht unterdrücken, aber I gewaltiges geschaffen werden soll, vereint können sie die Geister zu bekehren, die Gemüter zu wandeln,tauch alles, getrennt verliert auch daS Reich seine das vermag keine Staatsgewalt und kein Gesetz,«Macht. Ruhe und Geduld, Arbeit und Thatkraft, das vermag allein die ganze Gesellschaft, das deutsche I die verlangt der Kaiser von allen deutschen Bürgern. Bürgertum. Die Arbeit, die diesem bewahrt ist, I Deutsche Bürger, achtet auf die Kaiserworte!
den Staatshaushaltsetat für 1891/92 sind im Gange und sollen thunlichst bis zum Schluffe des laufenden MonatS beendigt sein. Nach den „B. P. N." schweben Erwägungen darüber, ob nicht der Schlußtermin der Etatsanmeldungen beim Finanzminister vom 1. Juli auf einen späteren Termin, etwa den 1, September, zu verschieben sein möchte. Eine solche Verlängerung der Anmeldungsfrist würde die verschiedenen RessortS in den Stand setzen, sowohl den AuSgabebedarf als die Einnahmen mit größerer Sicherheit als bisher zu veranlagen. Was die materielle Seite der Etatsaufstellung anlangt, o befänden sich noch wichtige Zweige der (Ein» »ahmen im aufsteigenden Aste. DaS gelte nament- !ich von der Eisenbahn- und Bergverwaltung und >en Ueberweisungen vom Reiche. Trotzdem würden >ie Anmeldungen der einzelnen ReffortS nicht ent- ernt in vollem Umfange berücksichtigt werden können. — Mit der Wahrnehmung dei Amtes des kaiserlichen Kommissars für Helgoland ist zufolge Bekanntmachung deS Stellvertreters deS Reichskanzlers vom 10. d. M. ab an Stelle deS zu ander- weiter Verwendung abberufenen Geheimen Regierungsrats Wermuth der ständige HAfsarbeiter im ReichS- amt deS Innern, RegierungSrat Dr. Kelch, beauftragt worden. — Nachdem die Hauptversammlung des Vereins Deutscher Eisenbahnverwaltungen Beratungen über eine einheitliche Eisenbahnzeit gepflogen hat, find in Preußen die königlichen Regierungen und Handelskammern seitens des Ministeriums sür Handel und Gewerbe und deS Ministeriums für öffentliche Arbeiten zur Beratung darüber aufgefordert, ob eS zweckmäßig erscheint, eine Einheitszeit sür daS gesamte bürgerliche Leben in Deutschland auf dem Wege der Reichsgesetzgebung einzuführen. Die „Berl. Pol. Nachr." ziehen den Schluß daraus, daß von den zuständigen Regierungsstellen der anderen Bundesstaaten dieselben Erhebungen veranstaltet werden. — Die Sozialdemokratie wird immer offenherziger. In einer gestrigen Versammlung wurde wieder weidlich gegen Bebel und Liebknecht loSgezogen. Dann bemerkte Tischler MertenS: Herr Dr. Wille habe die Arbeiter aufge- sordert, sich der freireligiösen Gemeinde anzuschließen. Er sei der Meinung, daß dies eine eben solch religiöse Sekte sei, wie jede andere. Der Gottesglaube werde bei überzeugten Sozialdemokraten von elbst fallen. Er sei daher der Ansicht, daß in dieser Beziehung keine Forderungen gestellt werden, um nicht den Agitatoren in den katholischen Gegenden die Arbeit allzuschwer zu machen.
mfse. Man hat gesagt, daß solche Arbeit nutzlos! Berlin, 10. Sept. Der Zeitpunkt wird nicht sein würde! Wie? Dann stände eS ttaurig um dieiserne sein, wo das Schweineeinfuhr-Verbot Welt! Humanität, Nächstenliebe, Christentum und! zu den Dingen gehören wird, die gänzlich gewesen Bildung haben die Erde der Kultur gewonnen, und I sind. Mit der soeben erfolgten Mitteilung des nun auf einmal sollte die Krast versagen? Das! Landwirtschaft-Ministers an den Berliner Magistrat, wäre ttaurig, wenn es wahr wäre. Aber dem ist «wonach die Schweineeinfuhr aus Ungarn nach dem auch gar nicht so, und die Arbeit wird Erfolg und I hiesigen Centralviehhose gestattet wird, ist die stärkste Nutzen haben, wenn sie nur mit Ruhe und Geduld I Bresche in diese herbe Maßregel gelegt worden ausgeführt wird. Welche Geduld haben wir nicht I und es ist eigentlich nur noch eine Sache der Form, mit den eigensinnigen Launen eines Kranken? Und «wann das Verbot gänzlich ausgehoben werden wird.— hier handelt es sich ebenfalls um eine Krankheit,!Den Nachrichten über die Bestätigung Forcken- derenUrsachen nicht immer klar liegen, denen gegen-Ibecks sür die demnächst beginnende neue 12jährige über wohl Kraft und Energie, aber auch Ruhe und Amtsdauer als Oberbürgermeister von Berlin Wider- Geduld geboten sind. Was wir heute in unseren I spricht die „K. Z* insoweit, als eS sich um eine inneren Verhältnissen bedauern, ist nicht über Nacht! vollendete Thatsache handele. Die Bestätigung sei gekommen, eS ist die Frucht von Jahren. Und daß vielmehr noch nicht eingetroffen, wenn auch nicht Ä diesen Jahren daS Bürgertum nicht immer den! daran zu zweifeln sei, daß sie erfolgen werde. — Verhältnissen, den Anforderungen der Zeit Rechnung! Die Verhandlungen zwischen Kommiffarien deS getragen, daS steht außer Zweifel! Letdenschaft und I Fiiiauzministers und denen anderer ReffortS über
Schlosser Kirch: Er erachte dafür, daß der PassuS -ettkffs der Religion aus dem Parteiprogramme ge- ttichen werde. Jeder Sozialdemokrat sei selbstver- tändlich Atheist und Republikaner. Er müfle dem Redner entgegentreten, der da erachte, daß im ozialdemokratischen Staate die Frau noch dem Manne ine Heimstätte bereiten möge. Wenn die Frau noch hinterm Kochtopf stehen muffe, dann fei sie ja auch im sozialdemokratischen Staat zur Sklaverei verdammt. Wer die sozialdemokratischen Frauen- versammlungen besuche, der werde wiffen, daß die Frauen ander- darüber denken. Es erstehe doch auch die Frage, ob jedes Mädchen, sobald es verheiratet, zur Kindererziehung befähigt fei. Im ihrigen sei er der Meinung, daß, wenn selbst •/* )er Reichstags-Abgeordneten aus Sozialdemokaaten bestehen würde, die sozialdemottatischen Forderungen ebenfalls nicht berücksichtigt werden würden. Es wurde hieraus beschlossen, der vorgerückten Zeit wegen die Debatte bis zur nächsten Sitzung zu vertagen. Arbeiter Günther regte hierauf unter großem Beifall der Versammlung an, am 1. Oktober zu illuminiren.
— In der letzten Sitzung der Gewerbesteuer- Kommission wurden vertrauliche Mitteilungen über den neuen Gewerbesteuergesetz-Entwurf deS Finanzministers gemacht, über welchen jetzt der ,Confeciionär" daS Folgende erfährt: Die Einschätzung erfolgt fortab nur in 4 Stoffen. In AI. sollen steuern Einkommen auS Gewerbe 60 000 Mk. und darüber oder Betriebskapital 1000 000 und darüber. In A II. Einkommen aus Gewerbe 20 000—60 000 Mk. oder Betriebskapital 150 000 biS 1000 000 Mk. In A III. Einkommen aus Gewerbe 4000—20 000 Mk. oder Betriebskapital bis 150 000 Mk. In A IV. Einkommen aus Gewerbe alles unter 4000 Mk. Ganz von der Gewerbesteuer befreit fallen alle diejenigen werden, deren Einkommen 1500 Mk, nicht übersteigt und bei welchen ein Betriebskapital von 3000 Mk. nicht vorhanden ist. Es hört also die bisher Übliche und sehr komplizierte Besteuerung nach einzelnen Gewerben (z. B. Klaffe 6. Gastbetrieb, Klaffe H. Handwerksbetrieb rc.) vollständig auf. AuS den hierzu von Beamten des Finanzministeriums gegebenen Erläuterungen geht, wie das zitierte Blatt ferner erfährt, hervor, daß fortan alle diejenigen Klaffen, welche bis zu 24 Mark Steuer zahlten, vollständig von der Gewerbesteuer befreit sein sollen, daß auch sür die darauffolgenden Klaffen eine Ermäßigung des jetzt üblichen Steuersatzes geplant ist, daß aber für alle höheren Klaffen ganz bedeutende Erhöhungen in
Obgleich Lore ihm stets mit de» Gefühlen einer Schwester entgegenkam, dachte er »icht im Trau« dara», daß sie seine Werbung ab weif en könnte. — Was verstand der Gelehrte d-uu von Fraueuherzeu. — Auch jetzt war er »icht sonderlich eutmutet »ad hegte die feste Zuversicht, daß fein Antrag ganz bestimmt später angenommen würde. — Er deutete Lores Bitte, fie heute nicht zu frage», sür mädchenhafte Schüchternheit.
Leonore saß noch ans der Gartenbank, als die Försterin von ihrem AnSgange nach Hanfe kam. Diese war erst bei Johannes eingekehrt nnd fand ihn mtt dem Einpacken feiner Bücher beschäftigt. Sie war sehr bestürzt über seine schnelle unverhoffte Abreise »ud drang so lange in ihn, bi» er ihr den Grund dazu mitteilte. Sie wollte ihreu Ohre» nicht trauen, den» konnte Lore ihren Abgott so sortgehe» lafleu, ohne ihm eine zustimmende Antwort zu geben? DaS Mädchen stieß ja ein großes überschwengliches Glück von sich, wenn fie «Nein* sagte. Ihr mütterliches Herz war so stolz nnd froh über ihren einzige» Sohn. Sie hielt ih» für deu klügsten besten Mensche» ton der Welt, der sicherlich noch einmal eine hohe Stellung darin eiuuehmeu würde. ®ang trostlos hinkte sie in den Garten und zu Lore, welche sich bei ihrem Kommeu tief über die Arbett beugte.
,Ach Stab, Kindl* rief fie schon von Wette«. .Ich wollte, Dn wärest etwas ftemrdlicher zn Johannes. ES ist doch zu traurig, daß er nuS schon Bieber verlassen will. Er ist ganz niedergeschlagen über Deine Weigerung, der arme Junge. Ich begreife gar nicht, Lore, warnm Dn Dich so lange besinnst. ES mußte Dir doch selbst daran liegen, ihn hier festzuhalttn nnd ihm das Lebe» »»genehm zu machen bei uns. Was willst Du den» anfangen allein in der große» Welt, wem» ich einmal die Sagen schließe. — Und Johannes hat Dich doch so lieb nnd Dn bekommst an ihm einen guten braven Männl*
,Ja, er ist gut und Du auch, Tantchen Sophie, und ich glaube, ich bin recht schlecht und undankbar.
^Nachdruck verboten ] | Holzbank und Nähte emsig an einem Kleide für Tante
I Sophie, während diese einen Krankenbesuch im Dorfe sWvt* I machte. Aus einem Garteustnhl in ihrer Nähe war
Novelle von I. Belgien. !Johannes mit Vorlesen beschäftigt. Ans einmal
(Fortsetzung.) | klappte er aber fein Buch zusammen und blickte
Ihre kleinen Hände ballten sich krampfhaft. Aber! forschend auf sei» Gegenüber. Lore sah heute auf» sie wollte ihm schon zeige», daß er int Jrrthnm war, | fallend bleich a»8.
ihm sage», daß fie ihn verachtete: Er war ja etn j «Fehlt Dir etwas, Väschen?' fragte er, »ich finde, schlechter Mensch. Tante Sophie, die beste Frau der I daß Du nicht gut »nsstehst.*
Well, die Niemand etwas Böses nachsagte, hatte ihn! «Du irrst Dich. Mir fehll nichts, ich befinde schlecht genannt, auch Johannes war dieser Meinung.! mich ganz wohl', antwortete sie kalt.
Und doch — eS war etwas in ihrem Herzen, toasj Johannes fuhr im ernsten Tone fort: .Ich glaube für ihn sprach, was ihn entschuldigte.... | nicht, daß ich mich ine, aber eS kommt mir vor, als
Wie lange Lore so in ihre Grübeleien versunken | wenn Du etwas gegen mich hast. Ich bin mir nicht dar, wußte fie nicht. Lilli kam plötzlich ange flattert! bewußt, während meines Hierseins Dich auch nur und ergriff ihre Hand. | mit einem einzigen Worte verletzt zu haben, denn ich
.Ich begreife gar nicht, wo Du bleibst, Lore*,! bemühe mich ja täglich, Dir in Allem gerecht zu sagte diese, «ich habe Dich schon überall gesucht. Iw Iwerben. Sollte ich Dir ohne eS zu wollen, wehe westlichen Zimmer wirb jetzt getanzt, willst Du nicht |getöau haben, so vergib eS mir. Sage mir doch, teilnehmen, ach es ist himmlisch. Komm, ich stelle! weshalb Du mich stets so kühl behandelst, weshalb Dtt gleich ein Dutzend Herren vor.* |®u böse auf mich bist?'
Leonore sah auf. Die Lichter flimmerten und | «Du hast mir nichts zu Leide gethan und ich bin flackerten vor ihren Augen, fie fühlte einen stechenden | nicht böse auf Dich.*
Schmerz im Kopfe. | «Du bist aber auch nicht gut zu mtt, Lore; ttägst
»Ich tanze nicht, Lilli', antwoitete fie; ,e8 de-1 Du noch immer beu allen Groll im Herzen gegen kommt mir nicht gut. Ich fühle mich gar nicht wohl! mich? Ich glaubte, Du hättest bieS längst über» and will nach Hanse gehen.* | wunden. Du siehst doch, baß ich Dir jeden Wunsch
,O wie schade, ich glaubte, eS würde Dir Freude! au den Augen ablese, daß — ach, Lore, ich möchte wachen, doch wenn Du durchaus nicht willst — Du! gern mit Dir Über etwas sprechen, was von großer uimmst es mtt wohl nicht Übel, Lorcheu, wenn ich! Bedeutung für «ich ist.*
wieder gehe? Ich bin zur nächsten Quadrille eugagirt! Leonore wurde glühend rot Sie wußte gan do» dem reizenden, entzückenden Leutnant von Eichardt.! genau, was feine nächsten Worte fein würden, und A revolr denn, mon angel® | sie fürchtete, dieselben zu höre».
Und die kleine Lillt hüpfte graziös davon, Lore! .Lieber Johannes*, sagte fie ängstlich, fast weinend, wich ein Sußhäudchen zuwerfend, während diese sich j .bitt-, sprich heute nicht davon.*
«tfe aus dem Saale schlich, in der Garderobe ein ] Er sah fie ganz vnwundert an. .Aber Du weißt Tuch nm die Schullern warf und eiligst de» Heim-1 ja gar nicht, was ich Dtt sagen will*, antwortete er weg antrat. | etwas gereizt.
Einige Tage nach der Hochzett saß Leonore hinterdem | .Doch, ich weiß eS, und wenn ich mich irre, dann Hause in dem Gärtchen im Schatten auf einer kleinen! sei mir nicht böse deshalb .... Aber ist es so, w e
Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Illustriertes Sonntagsblati. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Urscheint täglich außer au Werktagen nach Sonn- und LHHsw * Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,
Feiertagen. — OuartÄ-Abonnements-Preis bei der Lxpe- sowie die Muoneen-Bureaux von Haasenstein und Bögler
dllion 2-/. DH-, btt den Postämtern 2 Mk. 50 Psg. (exkl. in Frankfurt a. M., Saffet, Magdeburg n. Wien: Rudolf XXV. AaMalML.
Bestellgeld). Jnserttousgebühr für die gespaltene Zeile 12. SeVteMbkl 1890. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln: B. 8- <0 ö •*
10 Pfg., Revanten für die Zelle 25 Pfg. U »/ V Daube u. Lo.in Frankfurt a. M., Berltn, Hannover, Paris.