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Junk, Christian Keuscher, Carl Münscher, Bernhard Unckel,
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dieser Rundganges find das Reliesbild Kaiser Wilhelm I. sowie die Gedenktafeln mit den Namen der tm Kriege
dieses Jahres in allen seinen Teilen als vollendet bezeichnet werden. Dieser selbst, em wetterfester massiver Bau aus feinkörnigem Sandstein, «-
über welche hintveg sich noch um ein beträchtliches das mit einem Spitzdach und einem M. (Marburg) gekrönte Ecktürmchen erhebt. Bon der Turmstube ab kragt sich die Rundung deS Turmes zu einem Rechteck aus und der Aufstieg zur Plattform erfolgt durch daS ex* wähnte an der Ostseite angebrachte Ecktürmchen. Mit dem Turme verbunden bezw. angebaut ist ein ebenfalls massives Wirtschaftsgebäude. Dasselbe enthält neben einem Restauratiorsfaal (54 Quadratmeter Flächenraum) Küchen- und Kellerräume, und ist an
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’m unteren Sockel erreicht derselbe bis zur Plattform eine Gesamthöhe von 33 Meter — 106 Fuß. Die der Stadt Marburg zugekehrte Seite bildet einen Halbkreis, die entgegengesetzte zeigt in der Grundform ein halbes
171 Stufen zu erreichenden burg- zinnenartig gehallten Plattform
(später Domherr in Halberstadt), der die genannte Hochfläche mit Anlagen versehen ließ. Bon der über
Meisterwerken der Baukunst, umschlungen von deu silberglänzenden Nuten der Lahn und gleich einem prrlenübersäten Mantel die schloß- grkiönte Höhe umschließend. Nordöstlich weiter schweift der Blick bis
der der Stadt zugekehrten Seite mit schöner Veranda versehen. Vorkehrungen zur parkartigen Gestaltung der Turmumgebung sind bereits getroffen. — Die Ausführung des Gesamtbaues «litt u. a. eine ganzbesondereErschwerungdadurch, daß sämtliches Baumaterial (mit Ausna hm e d er Sti in e, w eich e in dem etwa 30 Meter unter d« Turmsohle befindlichen fiskalischen Steinbruche gewonnen wurden) aus der Stadt den steilen Bergabhang hinaufgeschafft werden mußte. Das Waffrr lieferte eine unterhalb deS Steinbruchs tmd eine im sog. „Gefälle" entspringende starke Quelle. D« gesamte Rohbau deS Turme» wurde von Herrn Bauunternehmer Heinrich We iS Haupt auSge- führt und waren ferner an dem Ausbau desselben beteiligt die Herren Schöneseiffrr (Bild- Haun), Wilh. Weishaupt (Zimmer- und Schreinerarbriten), Siebert (Schlosserarbeiten), K. I. Schultz (Glaserar beiten), Fried. Sauer (Malerarbeiten), Fried. Gill er (Dachdecker- arbeite»), Martin Werneck (Klempnerarbeiten), Engel (Blh- ableiter). — Die Kosten des Ge- sawtbaues belaufen sich auf circa 43 000 Mk., wovon bis dahin etwa 26 000 Mk. gedeckt werden konnten und zwar durch Uebernahme des früheren verzinslich angelegten Turmbaufonds mit 3772 Mark 89 Psg., durch freiwillig Zeichnungen undBüchsensammlurgen 13 976.41 Mk, sowie durch einen Zuschuß der Stadt in Höhe von 6000 Mk. Zu decken bleibt demnach noch die erhebliche Summe von etwa 16000 Mk. — Das auf der vorderen Seite des Turmes unterhalb des ersten Rundganges eingelassene Lorbeer- und Eichenlaub umrankte Reliesbild Kaiser Wilhelm I. ist ein Meisterw erk der Blldhaunkunst und von dem durch seine Arbeiten am hiesigen neuen Univnsitätsgebäude u. a. her bekannten Herrn Bildhauer Schönes ei ffer Hierselbst angefertigt; gleiches Jntereffe hinsichtlich ihrer Ausführung bieten auch die beiden von demselben Künstler angefertigten Gedenktafeln mitdenNamenderl870/71 gefallenen Krieger Marburgs. Es sind dies 13 an der Zahl, denen hier vereint mit ihrem Hcldenkaiser rin bleibendes ehrenvolles Denkmal errichtet jworden ist, nämlich: Wilhelm Börger, Wilhelm Bromeis, Hrch. Törrbecker, Carl Grimm ell, Georg Hamel, Arthur Horstmann, Louis Jung, Baptist
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Stadt und des BaukowiteeS Herrn Oberbürgermeister Schüler, 2) Rede desselben, 3) Lied: »Heil dir im Siegerkranz", 4) Weihrredc des Herrn Past.Bernhard, 5) Lied: „Nun danket alle Gott", 6 Rede de- Bn- tretersdeSKriegervereinSHerrnBtzebürgermeist«Geh.Rat Schmtdt-Rimpler, 7) Lied: »Deutschland, Deutschland über Alles." Hiernach Gesang deS Liedes Die .Wacht am Rhein". Während dieser Feier läuten sämtliche Glocken bet Stadt. Sodann allgemeines BolkSfest, Jugendfpiele, Conzert rc. bis Abends 7 Uhr, hiernach Rüchug in die Stadt und Festkomm«» d« eirzelnen Vereine im Saalbau und Ca'4 Quentin.
»ach Südosten ins Fuldaische
(Rhön- und Vogelsgebirge), nach Süden bis in die Rheingegend (Taunus mit Frldberg und Westerwald) und
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• fr * weit nach Niederhessen hin (Knüll, Meißn«, Burg- und Kellerwald),
, i Ordenberge und zwar auf einem ührUM 1188 Fuß über dem MeereS- und er 620 Fuß über dem Lahn spiegel ge- n nicht legmen klippenartigen Vorsprunge,
listigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasensteiu und Bögler in Frankfurt a. M., Laffel, Magdeburg u-SBien; Rudolf XXV. Habraaua. Moffe m Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln: <8. L.
Baude u. ko. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
gleichzeitig mit der 20jährige« Gedenkfeier der siegreichen Schlacht bei Sedan begeht Marburg heute VU einen weiteren Festakt, der mit dem Sedanfeft in engster Verbindung steht und in der Geschichte der Stadt eine bleibende ehrenvolle Stelle einnehwen wird. ES ist diese» die Einweihung deS Kaiser- Lilhelm-TurmeS aus dem der Stadt gegenüber jenseits der Lahn gelegenen Ordevberge,— sogenannt weil dieser Turm noch in ferner Zeit eine Erinnerung an den sieggekrönten Kaiser, den Gründer und Schützer btl in Herrlichkeit neuerstandenen deutschen Kaiserreichs sein und ein Zeugnis davon ablegen soll, daß auch Marburg in begeistert« Dankbarkeit und unwandelbarer Treue zu seinem erhabenen Herrscherhause steht und in tiefer Verehrung der« gedenkt, welche die Einigkeit Deutschlands mit ihrem Herz- lute erkämpften. — Nachdem der bereits im Jahre 1873 begonnene erste Aufbau eines Tur- mes in der Sturmnacht vom 12. zuml3. März 1876 zerstört worden mid der Wunsch des Wiederaufbaues ein Jahrzehnt später sowohl in d« Tagespresse wie in der Bürgerschaft lebhafte Unterstützung fand, traten eine Anzahl angesehen« Männer der Stadt unter Führung deS Herrn Oberbürgermeisters Schüler zu einem.Komitee zur Erbauung des Kaiser Wilhelm-Turme»" zusammen, um diese Sache von neuem kräftig in die Hand zu nehmen
L und nach Ueberwindung zahlreicher Schwierigkeiten aller Art heute zu einem glücklichen Abschluß zu bringen. Nach einem von Herrn Kreis- Bauinspektor Wentzel (damals hier, jetzt in CoblenA entworfenen Plan übernahm Herr Bauunternehmer Hrch. W e i s h a u p t hier die Ausführung des Gesamtbaues.
•j schließlich west- und nordwestlich die Lahnberge mit der ganzen Kette des Rothaargebirge» bi» zum kahlen Asten- l'ttu» krge hin überschauend. Eine Aussicht, die sich in ihr« erhabenen Mannigfaltigkeit mit den bedeutendsten ihres- et gleichen in Mitteldeutschland messen kann. Ab« auch der Turm selbst ist ein Bauwerk interessanter Art und
$u leiht sich den Vorzügen fein« Umgebung in würdiger Weise an. Mit einem Flächeninhalt von 85 Quadratmeter
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... August Weiß und Nikolaus Zöllmer. —
Heute nun soll die feierliche Einweihung dieses Denkmals und gleichzeitig die Uebergabe desselben an die Stadt erfolgen, die sich nunmehr verpflichtet, dasselbe für alle Zeiten in würdigem und gutem baulichen Zustande zu erhalten. An der Feier selbst, die mit einem Festzuge ihren Anfang nimmt, wird sich die gesamte Schuljugend, sämtliche Bneine, die Behörden, die hi« noch weilenden Studierenden — mit einem Wort .ganz Marburg" beteiligen. D« Weiheakt am Turm beginnt mit dem Choral „Lobet den Herrn", hiernach erfolgt 1) die Uebergabe deS Turmes durch den Erbauer H«rn H. Weiß hau Pt an deu Vertreter b«
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Feiertagen. — Quartal» Ab omeemeM-»PrriS bei der Expe»
dition S'/. Mk-, be, den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. lexkl. " .n_zx
Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zelle Mittwoch, 3. September 1890,
10 Pfg., Reklamen für die Zeile 25 Psg. T
Aussicht. Im Vordergründe die alt» idf ehrwürdige und doch so jugendfrische il NO, Stadt Marburg, geschmückt mit
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Krund- rfaufen an bai e und ission- [3799
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7.Oßf Achteck. Vor dem eigentlichen Turmkörper erhebt sich ein 6 Meter hoher Rundgang mit Ecktürmchen, zu welchem Rftttnlf Freitreppen von außen und eine Treppe im Innern deS TurmeS emporführen. Unterhclb d« Brüstung hinal W««*i fxrf K &ntfav ORifftaftw T f a kta a(afm «ttil Q?a«ma» ka» 1—»
nge 1C i des Turmes erschließt sich dem Auge 5 uiü eine ebenso großartige als schöne
) Rinz Am 8. Juli 1887 erfolgte der erste schauir, Spatenstich und konnte der Turm (5392 — mit kurzen Winterunterbrech» »ngen der Arbeit — am 28. August
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
cmband hebt sich majestätisch auf dem im Osten unserer Stadt gelegenen
welcher seit 1825 den Namen r Von! Epiegelslust trägt, sogenannt von > send« dem in jenen Jahren hi« studierenden Freiherrn Werner v. Spiegel
. cX do« 1870/71 gefallenen Söhne Marburg» eingefügt. Bon hi« au» führt eine bequeme mit 13 Podesten ver- !c||| scheue Treppe hn Innern de» Turm- zu b« mit 8 kunstvoll gemalten Fenstern (ein Geschenk deS Glasermstr». I Herrn S. Schultzu. Sohn) versehenen Turmstube, von d« mau üb« wettere 28 Stufen zur Plattform gelaugt,
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