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Illustriertes Sonntagsblatt.

Spedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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als 5 er mächtigste Monarch in Europa galt, von bat deutschen Truppen unter König Wilhelm I. von Preußen bei Sedan nicht nur entscheidend geschlagen, sondern auch mit seiner ganzen Armee gefangen ge­nommen sei! Das war ein Sieg, und nie im

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richtet, zur Ehre der heil. Jungfrau Maria geweiht. Nach der zweiten von Krafft von Döring nod defleol Gemahlin Metze, geborene von Dernbach, anSge« stellten Urkunde, ließen dieselben durch den genannten Priester Gerlach von Gunzeludorf eine« zweiten Altar in der Kapelle erbanen, der am 8. April 1358 zur Ehre der heil. Maria, Magdalene, Margarethe, Catharine, Barbara, AgueS und Elisabeth geweiht wurde. Die Urkunde enthält «och die weitere Be­stimmung, daß von genanntem Priester nud seine» Nachfolger« zwei Messen in der Woche über de« Altar gelesen werden sollten. Ein dritter AUar stand westlich vor dem zuletzt genannte», beide sind aber verschwunden, während ein vierter in der Sakristei, der heil. Anna geweiht, noch vorhanden ist.

Die Kapelle in WehrShausen war im Laufe der Zett eine Wallfahrtskapelle gewordeu. Im 15. Jahr, hundert wurde fie in spätgothtscher Weise verändert, wie solche» das Fischblaseumaßverk in d-u Fenstern nud daS tu spätgothtscher Form am Schlußstein des östlichen Chorbogens angebrachte Wappen samt der eiugehaueueu Jahreszahl beweist, letztere ist jedoch verkehrt etugehaueu und muß 1475 gelesen werden. Um Ranm für Wallfahrer z« gewinnen, wurde die Kapelle nach Westen hin verlängert nnd mit dem Altar versehen, und au bereu Nordsette wurde die Sakristei angebaut Laudgras Heiurich in von Oberhefseu, gestorben den 13. Januar 1483 nnd be­grabe« im Fürstenchor der St. Elisabethktrche zu Marburg, gedenkt in seinem Testameute vom ge. nannten Tage mehrerer WallfahrtSkopelle», unter deueu auch WehrShausen genannt wird, nud stattet fie mtt Schenknngev a»S. Die betteffende Stelle darin tontet folgendermaßen:Stern getu vrackenborn, Stössenbach und Weersthuseu an iglichS der drin ende Ezwentztg gülden vor fi« gelobte wall- fart zv geben in bywesen und mtt viffeu seines Licht« vater».'

Im Jahre 1473, zur Zeit de» cötoische« SttstS- kriege», an de» fich Laudgras Heiurich HL von Ober»

gestanden. So, au» der Verbindung von Kraft, Genie und aufopferndem Nationalbewußtsein ist das deutsche Kaiserreich nach Sedan entstanden, einig imd wohlgesügt. Trotzbietend alltn Anstürmen darum gedenken auch alle, welche die große Zeit bei klarem Bewußtsein miterlebt, gern an sie zurück, damals

Die St Marieickapeüe in Wehr-Hansen.

war bald nach ihres Gatten Tode eine zweite Ehe mit dem vorgenannten Ritter Werner Döring einge- ganflen. Nach einer am Sonntag Oculi des Jahres 1333 ausgestellte» Urkunde piebt MechthildtS,die mau heißet von Gambach", eiue eheliche Wirti» des Ritters Herr» Werver Döring, mtt Wissen und Gunst deSsebev ihr Gut zu Michelbach, da» fie mit ihrem erste» Wirt Arnold von Gambach, dem Gott gnade, kaufte vou Hermann Zolner von Grnnenberg zu Seel, geräteu au die Klöster Haina und AruSbnrg, ferner eine Wiese zu Helmarshauseu etuem bei Sterz- hauseu gelegeneu wüste» Dorfe und mehrere Srnndzinsen ans Hänsern und ans der Jndenschnle tu Marburg, (cfr. H. HöferS Auswahl deutscher Urknude« Nr. 163). Nach einer am 4. April 1338 ausgestellten Urkunde verkaufen Werner Döring nnd MechthildtS eine« ihnen zuständigen Acker tu der Lamersbach, den Arnold von Gambach dem Land­fiedler Heyman» geliehen hatte, und von dem er et» Mött Korn gab, we»u er besät war, Herrn Hart, wann, Kapla» des St. GiorgSaltarS auf dem Schlöffe Marburg für 4 Pfd. Heller. (Urkunde im Staatsarchiv).

Kuchenbeckers Analecta Hwsiaca enthalte» in Collectio III auf Sette 142 bi» 145 zwei Urkunde», die etne in lateinischer Sprache vom 20. April 1339, die andere in deutscher Sprache vom 13. November 1358. In beiden Urkunde» wird der Kapelle in WehrShanse» gedacht. Nach der ersten von Ritter Werner Döring und deffen Gattin MechthildtS aus­gestellten Urkunde dotieren diese die Kapelle mtt Gütern zn Sarnau, Göttingen, Lohra, NavdelS Hause», Sttenburu nud mtt Zinsen vou Häusern tu Marburg, darunter auch vou solche« ia der Jade«, gaffe. SlS erste« Kapla« jener Kapelle, von den Erbanern dazu priseutiert, nennt die Urkunde den Snbdtakonn» Gerlach von Snuzeludors, dem der Ertrag anS den vorgenannte« Güter« werden sollte. Die Kapelle und ihr Altar waren, wie nn» der Altarist »o« WehrShausen, Johann Strack, tu einer später genauer zu bezeichueudeu Papierhandschrist be.

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heffen beteiligt hatte, warben ans seinen Befehl nicht nur Prozesfioneu nnd Gebeisstationen tu Marburg, sonder« es wurde auch eine Wallfahrt und Prozession unter Borhertragnug des Venerabile nach Wehrs» Hanse» gehalten, woran fich die Bürgerschaft mtt ihren Kerzen beteiligte und worüber die Stadtrech» nnng j. I. folgendermaßen berichtet:Item. Al» man nach Begehr unsere» gnädigen Herrn eine Wall­fahrt und Prozession mit de» heil. Sakrament gen Wehrshansen, aber abweseuS des Bürgermeisters and bei Heinrich Giese, Statthalter desselben Amte», gethau hat, ist ein Gelage den Himmelträgern im Beisein etlicher anderer mehr abgethau und gegnlde« 9 V, Schilling.'Item. Als Handwerke und andere von Befehl be» Rate» mit ihren Kerzen nud die Leute gemeiultch mitzugeh-n durch die Knechte eiuge- todeu find, dieselben darüber verzehrt 4 Schilling.*

Im Jahre 1513, Dienstag» nach Vitt, nvteruah« die LandgrSfin Anns, Gemahlin Wilhelm I. vou Ntederheffen, eine Wallfahrt nach WehrShausen und opferte daselbst 3 Pfd. Wachs, welche mit 12 »lbn» in der Kammerschretberrechnung j. I. in Ausgabe gebracht stad.

Die vorerwähnte Papierhandschrift de» Altaristeu Johan» Sttack ist betitelt:Eia Buch uud Register geu Wehrshause» zu der Kapelle unseres Henn und Marten über alle» das was dazu gehört. 1520.' Diese Handschrift enthält Nachrichten über die Kapelle aus dem Eude des Mittelalters, uud zwar über deren Ktrchenpattoue, über bereu Altaristeu, über Stiftungen, über Einnahmen nnb Ausgaben u. a. w.

Das Pattouat zur Besetzung der Altaristeustrlleu an der Kapelle zu WehrShausen war zuletzt in den Händen der Junker Engelhard vou Hatzfeld und der Brüder Gottfried nnb Peter von Treisbach, wohn­haft zu Marburg; letztere waren Neffen bet Gemahlin be» Stifter» beS KngelhanseS, M. Heinrich im Hofe genannt Robe, Msadeth, geborene vou Treisbach.

(Schluß folgt)

Var unb ist, den Frieden zu erhalten, deffen Mühe rnib Arbeit nur diesem Ziel und seiner Erreichung gewidmet war. Und die Thättgkeit der großen deutschen Männer ist auch gesegnet gewesen,' sie haben nicht auf Sand gebaut, und daS Volk hat

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Zwansig Jahre

find jetzt verstrichen, seitdem nicht blos Deutschland und Europa, nein, die ganze Erde mit Windeseile bit große Kunde durchflog, daß Napoleon III.,

haben wir nvs die Achtung der Welt errungen! lud wa» diese wert, habe« uns die verfloffenen Jahre gezeigt

Zwanzig Jahre ist lange hin; ein neues junges Geschlecht ist in ihnen herangewachsen, das, wie so der Welt Lauf stets gewesen, klüger sich dünkt, als >ie Bäter, das erntet, wo eS nicht gesäet, und chließlich doch alles besser gemacht haben würde, als es gemacht ist. Was hören wir heute nicht alles für Worte, welche Gedanken und welche Pläne? Und von denen, welche sie auSsprechen, wie viele denken denn nun eigentlich daran, wie es früher war? Das junge Deutschland fühlt sich, es kann sich auch fühlen, aber nicht weil es selbst so bewunderns werte» geleistet, darauf wartet die Welt noch, son­dern weil vor zwanzig Jahren Genie und Volks­kraft erst geschaffen haben, was jenen die Fähigkeit siebt, aufzutreten. Wer heute von Weisheit über­fließt, der weiß nicht, wie eS früher war, der hat keine Ahnung von den Verhältniffen, die damals den Deutschen einengten, ihm wie ein Alp auf der Brust lagen. Gab es denn überhaupt deutsche? Ach, wie selten fiel das Wort, wie wenig bekümmerten sich die Angehörigen der einzelnen Staaten um ein­ander, unb wollte ein Deutscher gegenüber anderen Nationalitäten im Auslande auftreten, hieß eS ein­fach :Pack Dich, Du Lump!" Ter Deutsche kam im AuSlande überhaupt nicht in Betacht, er war ein Mensch, dem jeder bot, was er wollte. Heute ist es ganz anders, heute ist Deutschland groß und stark, heute kann laut sprechen, wer da will und sich geltend machen. Hat aber das junge Geschlecht das geschaffen? so fragen wir nochmals. Es wuchs auf dem 1870/71 zubereiteten Boden auf, stark und kräftig in starker Zeit, unb da hat es denn auch an Unkraut nicht gefehlt. Aber wenn nun der Boden sortfällt, wenn Deutschland wieder klein werden sollte, was dann? Dann würde man zu spät einfehen, wo der Ursprung deutscher Kraft und Machtbewußtsein», auch wo der Ursprung jener phantasievollen Pläne und Gedanken war, nicht in der Größe be» jetzigen Geschlechts, sondern in den Thaten der Väter. Wir hoffen aber auch, diese Erkenntnis wird aufdämmern ohne neue Katastrophe, wenn die mancherlei wunderlichen Ideen sich be­währen sollen. 1870 haben wir es erlebt, als das Vaterland in Gefahr war! Nicht Geschwätz führte zum Siege von Sedan und machte Deutschland zu dem, was es ist, sondern Opferwilligkeit und Nattonal- Bewußtsein. Deffen wollen wir jetzt vor allem gedenken.

Bohnung beziehen, um die vielen der Erledigung jarrenben Angelegenheiten zu besorgen. Zu Anfang Oktober gedenkt der Reichskommiffar nach Sauterberg zurückzukehren, um sich bei seiner dort wohnenden Mutter bis zu seiner Abreise nach Afrika, welche etwa in der Mitte des Oktober erfolgen dürfte, aufzuhalten. In letzter Zeit ist Herr v. Wiffmann emsig damit beschäftigt gewesen, ein größere» Werk iiU bearbeiten, welches seine zweite Durchquerung von Aftika ausführlich behandelt. Im Monat November wird das Werk erscheinen. Für das Gut Urville bei Metz, welches bekanntlich in den Privatbesitz des Kaiser» überging, wurde, wie diePost" mitteilt, >ie Summe von 410 000 Mark bezahlt. Die Unter- jandlungen leitete der Bezirk!Präsident für Lothringen, v. Hammerstein, vou dem auch die Anregung zum Ankäufe ausging. Auf alle Ausländer, die Deutsch­land bereisen, macht es einen merkwürdigen Eindruck wenn ihnen an den Schaltern der Postanstalten und der Bahnhöfe bayerische oder sächsische Kassenscheine nicht abgenommen werden. Die Keifenden haben vorher ihre Landesmünzen in deutsches Geld umgesetzt und dabei nicht aus die Geldsorten der Einzelstaaten geachtet, da sie den n diesem Falle bestehenden PartikularismuS nicht ennen. Es ist nicht nur im Interesse des reisenden Publikums, sondern auch aus nationalen Rück- ichten dringend zu wünschen, daß hier von den zuständigen Behörden Abhilfe geschafft wird. Der engere Ausschuß desallgemeinen Verein» für vereinfachte Rechtschreibung" hatte an den Kaiser Wilhelm ein Schreiben mit der Bitte um eine Re­gelung der Orthographie nach den Grundsätzen der Lauttreue gerichtet und infolge dessen die Antwort erhalten, daß derselbe da» Unterrichtsministerium beauftragt habe, den Gegenstand in weitere Er­wägung zu ziehen. Verboten wurde der Ver­trieb des in Budapest erscheinenden illustrierten Wochen­blattesCaviar" für den Bereich der preußischen Monarchie. DaS Blättlein soll in der Obscönität, der e» sich ganz vorwaltend widmete, allerdings arg weit gegangen fein. In einigen öffentlichen Lokalen, wo daS Blatt gehalten wurde, hat man es konfisziert; im ganzen wird die Zahl seiner Abonnenten hier sehr gering gewesen sein. Das Verbot läßt fich keinesfalls mißbilligen. Nach Wiederaufnahme seiner Arbeiten werden den Bundesrat alsbald zwei sich auf Durchführung der Invalidität»- und Altersversicherung beziehende Vorlagen be­schäftigen. Es werden dies zwei kaiserliche Verord­nungen sein, von denen die eine daS Verfahren vor

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k, deutsche Kaiserreich bescheert, es hat auch ein Zeit- ___ alter des Deutschtums begonnen, eine Art Führung amntf ie» deutschen Kaisers in Europa, dessen einziges Ziel

Serttsches Reich.

Berlin, 28. August. Rach denB. P. N." ist anscheinend eine Reform der Gewerbe- teuer beabsichtigt, um durch höhere Besteuerung >er leistungsfähigsten Großbetriebe die zur Ent­astung der minder steuerkräftigen Kleingewerbe er- orderlichen Mittel zu gewinnen. Ebenso ist demHamb. Korresp." zufolge die Annahme für zutreffend zu erachten, daß der Steuerresorm- )tan de» Finanzministers Dr. Miquel sich auch auf eine allgemeinere Besteuerung des Vermögens im Erbgange erstreckt, um auf diese Weise eine tariere Heranziehung des funbirten Einkommens im Vergleich dem Arbeitseinkommen zu ermöglichen. Diese Maßnahme hänge zugleich mit der Absicht eng zusammen, die Grund- und Gebäudesteuern den Gemeinden ober neu zu organisirenden Gemeinde- verbänden zu überweisen, woburch eine erhebliche nicht zuletzt dem Grundbesitz zu Gute kommende Erleichterung der Kommunallasten bewirkt werden würde. AuS Parchim wird geschrieben: An hiesigem Orte, als in der GeburtSstadt deS General- FeldmarschallS Grafen Moltke, ist, wie ver­lautet, ein Komitee zusammengetreten, welches zum 26. Oktober, dem 90. Geburtstage des greifen Feldherrn, eine Ovation vorbereitet. Der Plan geht, wie wft hören, dahin, durch ganz Deutschland eine Sammlung zu veranstalten, zu dem Zwecke, daS Geburtshaus Moltkes anzukaufen und dasselbe mit dem weiteren Ertrage der Sammlung dem Grasen Moltke als nationale Dedikation darzubringen unter gleichzeitigem Ersuchen, daS Hau» nebst dem gesammelten Kapital zu irgend einer Stiftung zu bestimmen. Minister Maybach bestellte laut herK. BolkSzfg." bei verschiedenen Fabriken 400 Lokomotiven. Wie dieSchles. Z." in Ergänzung früherer Nachrichten meldet, wird Se. Majestät der Kaiser Franz Joseph am 17. September Mittags, von Böhmen kommend, auf dem Ober- schlesischen Bahnhose in Breslau eintreffen, bei Ihrer Majestät der Kaiserin im königlichen Schlöffe das Diner einnehmen und um 3 Uhr mit der Eisenbahn seine Reise nach Rohnftock fortsetzen. Major v. Wissmann wird einer Einladung des Königs der Belgier folgend, am 3. September in Brüssel ein­treffen. Bon Brüssel aus ist ein Besuch in London geplant. Am 7. September trifft Major v. Wisi- mann in Bremen ein, um die dortige Gewerbe- Ausstellung in Augenschein zu nehmen. Die letzte Hälfte deS Monats September wird er in Berlin

Mf, weshalb die daselbst Verstorbene« auf be« Kirch, spiel» toteuhos zu Elnhaofev z« ihrer letzte« Rerhe- ßitte gebracht »erben mußte».

, Die Erbauung ber Kapelle i« WehrShanse« fällt « bte 30er Jahre be» 14. Jahrhundert«. Die Er- dauer derselbe« find ber Ritter Werver genannt Döring fab bessert Gattin MechthildtS, eine verheiratet ge­betene von Gambach. Ihr erster Ehemann war ber Bürger nnb Echeffe Arnold von Gambach in Marburg, in mehreren Urkunden al» Zeuge erscheint, so i- V. in ber vom Magister Ludwig Phyfiku» auSge- üellte« Urkmrbe vom 20. September 1327. (cfr. Hess. Urkuudenbuch n. Nr. 514). Mechthild« von Gambach

Bestellungen für den Monat September auf die

Oberhesfische Zeitung

mit ihren Beiblättern

UreisbLatl

und

JlUStUcte* Sovtttagsblatr »erben von allen Postanstalten und den Land- ßriefträgern angenommen.

Die Exped. der Oterh. Zeitg.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und (|11 A

Feiertagen. Quartal-Abonnements-Preis bei der Lxpe- IvIUrVlllUe

dition 2*/t Ml., Bet den Postämtern S Mk. b0 Pfg. (exkl. . ** . ,Arxrx

Bestellgeld). JnferttoaSgebühr für die gespaltene Zeile Sonnabend, 30. August 1890.

10 Pfg., Reklamen für die Zeile 86 Pfg. ' D 1

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daß das Zeitalter des Deutschtums für Europa be- Znk gimle. In der That war daS deutsche Volk zu f. ebt etwas Großem bestimmt und bald nach dem Siege tietha von Sedan wurde uns als schönster Siegeslohn das

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j ganzen Jahrhundert hat so hell der deutsche Ruhm 8 *aM geleuchtet, wie in jener Zeit, eS war eine ous- 8 M schließlich deutsche Großthat. Und in fremden Zei-

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Kaiser von Frankreich, welcher noch immer vielen

fangen wurde ausgesprochen, daß nach diesem Er- folge kein Zweifel mehr daran sein könne, daß die t II deutsche Nation zu etwas Großem ausersehen sei,

Anreize« nimmt entgegen die Expedition d. Blatte»,

Kwie die Annoncen-Bnreanx von Haasenstein und Bogle»

Frankfurt a. M., Gaffel, Magdeburg »- Wien: Rudolf XXV. Habraaua.

Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin, München tu «Rn;®.g.

Lande u. Co. in Frankfurt a. M-, Berlin, Hannover, Paris.

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Her« nai Haus, tag» ", z» 1. Oft

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Dreiviertel Stunde» westlich voa Marburg liegt da» Dorf WehrShanse», unser« ber alte« Waiu, d. L Wagen« ober Kaiserstraße «nb be» altheidnischen LrgräbuiSplatzeS, Rosengarten genannt WehrShausen kommt in einer Urkunde vom Jahre 1254 zuerst vor. 3» Oktober b. I. nämlich verkaufen bte Eheleute Heinrich Kayvarth und MechthildtS von Wileburg »d beten Kinder Hartmann unb Margarete ihre zu WehrShausen gelegenen Güter dem deutschen Hanfe tu Marburg. (Urkunde im Staatsarchiv).

WehrShausen ist ein Filial be» benachbarten Pfarr- dorfeS Elnhausen. Die Kapelle in WehrShausen ist »st fett ber Reformation Gemetnbektrche, in welcher bet Pfarrer vou Elnhausen alle 14 Tage eine Predigt Mit Vor Einführung ber Reformation waren die kirchlichen Verhältnisse WehrShausen» anderer Art. ... Die Kapelle daselbst war von der Gemeinde nicht B100V erbant worden, weshalb fie auch keine Rechte daran , L. Mtte nnb Verbindlichkeiten an ihr zu erfüllen nicht muldig war. Messe nnb Predigt darin zn hören 4 .qji ®ar ihr nicht verwehrt; wa» jedoch den Gebrauch der , g Sakramente anbelangte, so war fie alS Filtalgemeinde 914 <fa bte Mntterkirche zu Elnhausen gewiesen, auch hatte >* 96 WehrShausen in jener Zett noch keinen eigenen Toten-