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Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und LHHH AwliitWA Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,
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dition 2*/t Mk-, btt den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. •’ , orxrx " Frankfurt a. M., Taffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf XXV. Ä-abraaua.
^^V«bu^°n-g-bühr für di- gch>M-»e L-ile Donnerstag, 28. August 1890. MG inFrankfurt »ch BerlinMLnchen «. «öin^.L AAf'
10 Pfg., Reklamen für ine Zeile 25 Pfg. »• ° 1 Daube n. Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, ParrS.
Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
Bestellungen für den Monat September auf die
Oberhesstsche Zeitung
mit ihren Beiblättern
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»erden von allen Postanstalten und den Land- Kiefträgern angenommen.
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wissen. Alles in allem, — bei diesem Manöver
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, Schloß Berril war wie ein kostbarer, vou Blume». Slitten und Parkanlagen umrahmter Edelstein. In
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en, aber bei der Natur deS Zaren, die äußerst ckhaltrnd ist, sagen die Worte sehr viel. Weiter isen die wiederholten sehr langen Unterredungen
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Treuer Liebe Loh«.
Roman von U. Rose».
(Fortsetzung.)
An dem Morgen, welchen Beatrice zn de» geheimen Stelldichein für ihre Familie bestimmt halte, wandelte der MarqniS von Trewor allein, mit mervollem Gesicht, die Hände ans dem Rücken mit tieftranrigem Blick ans der Schloßterraffe, eine entzückende Aussicht tu die Ferue gewährte. - dachte an Siralda, die seinen Pfad unr gekreuzt, Ach seine Liebe unr gewonnen hatte, nm ebenso tzlich zu verschwinden, wir sie gekommen war.
Hastige Schritte näherten sich ihm und sich um- udeud, erkannte er Lord Ormond. Der alte
war nicht daS Manöver die Hauptsache, sondern dal Zusammensein der beiden Kaiser von Rußland d Deutschland. Zar Alexander hat für den deuten Kaiser, den er schon alS jungen Prinzeil iederholt in Rußland sah, eine ganz ausgesprochene orliebe, die diesmal besonders deutlich in die Er-
inung getreten ist. Der Zar ist etwas steif; das
53. Kapitel. Endlich gesunden.
zar zu programmmäßig her, und Generale und Regimentskommandeure hatten keine Gelegenheit, ihre wirklichen Fähigkeiten zu zeigen. Die Flußüber-
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.Ich war drüben in Pellen', erwiderte Ormond •i ir» Wt hohler Stimme, «und da ich dort hätte, Du /»^weiltest hi«, folgte ich Dir, die Nachricht zn über- Mafien, daß ich Siralda gefnnden habe.'
. D« Marquis erzitterte freudig. .Wo ist sie?' ^f er. .Hast Du sie nicht mitgebracht?'
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an» war betroffen über die Verwüstung, welche die X/ schien Tage in dem Gesicht des Neffen Mückgelaffen /» mten. Von de» Stutzer früherer Zeit war nichts wehr zu bemerken. Er sah wild nnd unheimlich ans. «nf seiner finster znsammengezogeuen Sttru brütete Ichsüchtige Wnt. Sein Haar fiel ihm wttr bis ans °ie Binnen herab nnd in seinen Augen brannte eine »erzehrende grünliche Flamme.
.Was ist Dir, Eduard?' fragte der Marquis erstaunt.
dem dichten Gehölz, dar fein weit anSgedehuteS Gebiet umfaßte, tummelten sich Hirsche nud Rehe Blatw ohne Scheu. Die breite Rasenfläche vor dem tnrrn- i «schmückten, sestungsarttg aufrageudeu Gebäude
1 schimmette wie swaragdsarbeuer Sammet.
r Frai Drücken eines Knopfes auf die elektrische
Leitung die Explosion herbeizuführen. Hingegen ' - sind an die Truppen sehr große Ansor^erungen ge« :t* stellt und die Leute haben in der Thal bewiesen, i daß sie schwere Strapazen recht gut zu ertragen
frische, schneidige Wesen unseres Kaisers reißt ihn _____ immer mit sich fort. Während seines vorjährigen höhere Besuche- in Berlin verstieg Kaiser Alexander III. besuch« schon zu einem Trinkspruch in deutscher Sprache ion uJauf das A exander-Regiment, dessen Chef er ist und ing diesmal hat er auf das Wohl der deutschen Armee c. untli°9ar getrunken. An und für sich will dar wenig
Vach -e« russischen Laisermauövern.
Die großen russischen Manöver, denen Kaiser »freund Wilhelm II. als Gast des Zaren beigewohnt hat, hör uni smd vorüber. Der militärische Wert dieser Hebungen ^ist gerade nicht sehr hochbedeutend, es ging etwas
5, Hreitungen und Brückensprengungen, welche vor- ss *sofor ®uncn' waren mehr sorgsam vorbereitete Parade- Prei / im Kriegsfälle kann nicht immer gewartet * werden, bis eine hohe Persönlichkeit erscheint, um
des russischen Kaisers mit dem deutschen Reichskanzler, die Verleihung des höchsten russischen Ordens an Herrn von Caprivi ganz genau, daß der russische Selbstherrscher von dem deutschen Besuch sehr erfreut war. Pariser Zeitungen schrieben während der Anwesenheit Kaiser Wilhelms in Rußland, der Zar werde dem Präsidenten Carnot einen hohen russischen Orden übersenden, seine Sympathie zu Frankreich zu beweisen. Leider hat der Wink mit dem Zaunpfahl keinen Erfolg gehabt, den Orden bekam nicht Herr Carnot, sondern Herr v. Caprivi. Es sind das alles nur Kleinigkeiten, aber zusammengenommen fallen sie schwer ins Gewicht, es ergiebt sich daraus zur Genüge, daß der russische Kaiser wirklich wünscht, mit dem Oberhaupt des deutschen Reiches in Frieden und Freundschaft zu leben, und das muß genügen und thut eS auch. ES wird nun in Paris in hämischer Weise immer wieder daraus hingcwiesen, daß die Kaiserin von Rußland deutschfeindlich sei. Die Sache liegt auch hier anders; man spielt auf die Thatsache an, daß die russische und die deutsche Kaiserin einander bisher nicht be- gegnet sind. Hiermit hat aber die Politik nichts zu thun, sondern Familienfragen und Etikette. Die deutsche Kaiserin ist eine schleswig-holsteinische Prinzessin und auch die russische Kaiserin, die eine herzensgute Dame ist, stammt aus dem schleswig- holsteinischen Fürstenhause, ihr Vater, der heuttge König von Dänemark, war ja Prinz von Schleswig- Holstein. Diese verschiedenen Linien standen sich aber schon seit Jahren nicht zum Besten, und da wirkt wohl manches bis heute nach. Jedenfalls treibt die russische Kaiserin, die besonders Kaiser Wilhelm I sehr hochhielt, keinerlei Politik. Was in Rußland zwischen den beiden Monarchen und ihren Ministern verhandelt ist, weiß heute niemand. Vielleicht wird es klar nach der bevorstehenden Begegnung zwischen Kaiser Wilhelm und Kaiser Franz Joseph. Zweifellos ist aber, daß die bereit- bestandene Annäherung wesentlich verstärkt ist. Rußland wird ja wohl kaum wieder Arm in Arm mit Deutschland gehen; wir sind aber schon zufrieden, wenn beide Staaten friedlich neben einander gehen, und das ist zu hoffen.
-rutschrs Reich.
Berlin, 26. August. In Anknüpfung an die gestern erwähnten Anregungen erfährt die „31. A. Z.", daß e- bereits in Vorbereitung ist, Sr. Exzellenz, dem Herrn Generalfeldmarschall Grafen v. Moltke zu seinem 90. Geburtstage eine gemeinsame Adresse aller Städte Deutschlands in einem Sunstschranke
»Nein, Onkel. Sie iS in Gesellschaft Lord GroS- venorS, und »tigerte sich entschieden, mich zn be» «letten, beauftragte mich aber, Dir zn sagen, daß sie Dir niemals vergeben könne. Die Schmach, bet Nacht ans dem Hanse getrieben worden zu sein wie eine Dirne, habe sich ihr zu tief in die Seele gebräunt Sie habe Dich geliebt wie eine Tochter, daß diese Liebe in Haß nmschlug, sei Deine Schuld. Mit ihrem Vater möchtest Du ihn», war Dir gefiele.'
Lord TreworS Gesicht erglüte. »Siralda schickte mir diese Botschaft?' fragte er, Ormond mit durch, bohrendem Blick betrachtend.
,3a, und mehr noch', «widerte der Bösewicht, dem Ange deS Onkels furchtlos begegnend. „Sie hat meine Liebe verhöhnt, mich spottend zurückge- wiesen, und in dem Hochmut, mit welchem ihre Bei- binbnng mit Lord GroSveuor sie erfüllt, bietet sie mit und Dir Verachtung und Trotz. Sie ist die echte Tochter ihres Vaters.'
.Und sie weigert sich energisch, ,» mit zurückzu. kommen?' fragte der Marquis.
»Ganz energisch.'
.Und Du bist überzeugt, daß sie unr Haß für mich empfindet?'
.Ueberzeugt?' lachte Ormond. .Sie sprach mit einer rückhaltlosen Aufrichtigkeit mit mir, die durch, ans nicht zu bezweifeln ist. Du kannst Siralda ja Wiedersehen, wenn Du willst, Onkel. Du kannst nm ein bische» Liebe bei ihr bettel», sie wird sehr bald hier fein.'
.Um zv mir zurückzukehren, Eduard?"
„Ach, welch thörichter Gedanke! Nein, sie kommt heimlich mit Lord GroSveuor hinh«, um ihre Eltern z» b-grüßen. Ihr Vater »«birgt sich in der Nähe. Hast Du nicht Lust, Deinem meuchelmörderischen Neffen in daS heuchlerische Antlitz zu schauen, Onkel? Hast Du nicht Lust zu hören, wie er Deiner Schwäche u»d Thorhett spottet?"
Der Marqui» ballte seine Hände. Ans seinen
zu überweisen. Die Krönung des Letzteren wird eine ouS Metall, von im Jahre 1870 erobertem Geschütz hergestellte Bronzebüste deS Kaisers bilden, während in der Thürsüllung die „Germania" — ebenfalls aus Bronze — angebracht werden soll. Die Unterschriftsbogen toerben — für jede Stadt besonders gezeichnet — in dem Atelier des Herrn H«mann ©enger - Berlin hergestellt und später für jede Provinz in einem das Wappen bet betreffenden Provinz tragenden Prachtledereinband zusammengefaßt. — Nach einer neueren Bestimmung des Kaisers soll die Verleihung der Erinnerungsmedaille für Rettung auS Gefahr, die sogenannte Rettungsmedaille, an Civil- personen künftig nicht mehr durch de» Minister deS Innern, sondern durch Se. Majestät selbst mittelst KabinettSordre erfolgen, wie dies in der Armee und der Marine seither schon immer geschehen ist. — Wie die Hamburger Nachrichten wissen wollen, dürfte eS „jetzt als sicher anzusehen sein', daß Herr Finanzminister Dr. Miquel höhere Einnahmen auch auf dem Wege der Erbschaft-- besteurnug zu erzielen strebt. Bisher waren bekanntlich die Kinder, die Eltern und die Ehegatten von der Entrichtung einer Erschastssteuer in Preußen befreit. Steuerpflichtig waren nur Erbschaften von Geschwistern mit 2 Procent, von entferntem Verwandten bieinschließlich des 6. Grades der Sties- und Schwieger- verwandten mit 4 Procent und Erbschaften in andern Fällen mit 8 Procent. Gleichwohl beträgt die Einnahme aus der Erbschaftssteu« in Preußen für 1890/91 6 900 000 Mark. — Vierhundert Handels gärtner aus allen Teilen der Mark welche gestern aus Tivoli versammelt waren, haben einmütig die Unterzeichnung einer Petition an den Reichstag beschlossen, in der ein Eingangszoll auf alle Erzeugnisse des Gartenbaues erbeten wird. Der deutsche Gartenbau, der in den letzten Dezennien große Fortschritte gemacht und gegenwärtig für unser Vaterland eine hervorragend nationalökonomische Bedeutung erreicht hat, befindet sich, wie in der Petition ausgeführt wird, in einer gefahrdrohenden KrisiS. Derselbe hatte sich bisher auf Grundlage des freien Wettbewerbes mit dem Auslande entwickelt; in einzelnen Zweigen derselben sand eine Einfuhr vom Auslande, in andern dagegen eine erhebliche Ausfuhr statt. Seit zwei Jahren ist aber daS Verhältnis dadurch wesentlich verändert worden, daß die Länder, nach denen Deutschland auSsührt, einen beträchtlichen Einfuhrzoll auf Gartenbau Erzeugnisse gelegt habe», während wir bisher keinen
Wangen gißten rote Flecke, feine Ange» hinge» wie gebannt an Ormond, aber « sprach nicht.
Ormonds Stimme wurde immer wilder und ge> häsfiger.
„Onkel", zischte er, „möchtest Du das Antlitz desjenigen Wiedersehen, der Dich vor achtzehn Jahren zu mitternächtlicher Stunde im Schlaf zu «morden trachtete? Möchtest Du wieder in die blauen Augen deS Knaben sehen, den Du wie einen Sohu geliebt und der Dir mit einem Dolchstoß zu vergelten strebte? Möchtest Du hören, wie er seine Tochter über den Zustand Deiner Gesundheit befragt, um zu berechnen, wann er mit Bestimmtheit auf Deinen Tod zählen könne? Möchtest Du Gottfried Trewor sehen, Onkel?'
Alle die bösen Leidenschaften, die in des alten Mannes Brust schlummerten, wurden von dem Hohn Ormonds zu wilden Flammen aufgestachelt. Giralda und feine Liebe für das Mädchen waren vergessen. Haß und Rache nahmen von feinem ganzen Wesen Besitz und verscheuchten alle sanfteren Gefühle.
,3a', rief er, und feine Züge arbeiteten krampf, haft, feine Stimme erstickte vor Wut, .führe mich zu ihm, laß mich jenen Elenden sehen. O, daß ich Ihn in dem Augenblick, in welchem er sich am sichersten glaubt, den Händen der Gerechtigkeit überantworten tonnte.'
Ormond lachte wie ein Teufel. Er hatte seinen Onkel bis zur höchsten Raserei entflammt. Sein Plan war ihm gelungen.
.So folge mir', fegte «. .Wir werden auf ihn märten —*
Er hielt inne als er den Detektive Born bemnkte, d« mtt beflügelten Schritten die Terrasse erstieg.
Der MarqniS nickte dem Polizisten mtt einem eigentümlich verächtlichen Lächeln feinen Gruß entgegen.
.Gnädig« Herr', redete Born den Marquis an, in dessen Dienst er gegenwärtig arbeitete, ich bin ge. kommen, Ihnen einen vollständigen Erfolg zu melden.'
.Erfolg, eine» Erfolg?' wiederholte der MarqniS mtt Helfer« Stimme.
derartigen Zoll erheben. Belgien, Holland, Frankreich und Italien, welche nach Oesterreich, Rußland, Norwegen und Schweden gleichfalls wie wir, des dort erhobenen Zolles wegen, weniger als bisher aussühren können, haben nun den Ueberfluß ihrer Produktion auf Deutschland geworfen. — Die Evangelische Missionsgesellschaft für Deutsch-Ost-Afrika erläßt in Bezug auf die Stellung des Reichskommissars von Wißmann gegenüber den evangelischen Missionen an ihre Missionen an ihre Mitglieder eine Erklärung, in die es heißt, daß Herr Major von Wißmann mißverstanden worden sei und den evangelischen Missionaren gar keinen Vorwurf gemacht habe. Mau möge die evangelischen Missionen in Asrcka allseitig unterstützen. — Der Reichskommisfiar Major von Wissmann hat soeben eine kleine Broschüre erscheinen lassen, in welcher er sein Urteil über die evangelischen und die katholischen Missionen in Asrcka gegenüb« den Herren Warneck, Merensky und Zahn verteidigt. Er hält darin seine bekannten Ansichten aufrecht und erörtert die in betracht kommenden Fragen eingehend. — Die Steuerskandalgeschichten in Bochum nehmen kein Ende. Nachdem «st die ultramontane Westfälische Volkszeitung die Steuersünden der liberalen Direktoren Baare und Genossen aufzudecken versucht hat, kommt nun das Rheinisch-Westfälische Tageblatt und schätzt die ultramontanen Größen ein. Es werden eine ganze Reihe von Herren genannt, die viel zu niedrig zur Steuer veranlagt sein sollen. Jedenfalls wird im nächsten Jahre die Aufsichtsbehörde wohl Anlaß nehmen, über die Geldleute in Bochum Musterung zu halten. — Zum Kapitel Streikkosten und-Erfolg liefert der „Hamb. Korr." folgenden Beitrag: „Der Führer der sozialistischen Massen in England, John Burns, rühmt sich gewaltig seiner Erfolge als Anstifter und Leiter der zahlreichen Arbeiterausstände in England. BurnS stellt fest, daß er 178 Streiks ins Leben gerufen habe, und daß hierdurch Lohnsteigerungen von in Summa 700 000 Pfd. Sterl. erzielt seien. ES ist angebracht, diesem Selbstlobe mit kritischer Sonde zu Leibe zu gehen, und eine Berliner Korrespondenz erwirbt sich ein Verdienst durch Widerlegung der durch die BurnSschen Prahlereien entftanbenen irrigen Ansichten über die materiellen Erfolge der englischen Lohnbewegung. BurnS teilt triumphierend mit, daß die Streiks ein Mehr von 700000 Pfd. Sterl. an Löhnen eingebracht haben, — er verschweigt aber, um in den Arbeiterkreisen kein Mißvergnügen zu erregen, welche ungeheure Summen diese 178
.Ja, ich habe Ihnen die Entdeckung deS Aufenthalts Ihrer Nichte, deS Fräulein Giralda Trewor, zu berichte». Sie befindet fich im Augenblick in diesem Garten, und hat sich soeben in Begleitung Lord GroSvenorS und ihres Bruders in be» Pavillon a» der Ostsette begeben.*
Der MarqniS bewegte fich »»willkürlich einige Schritte vorwärts.
.Gnädiger Herr', fuhr Bor» fort, »»d feine kleine» ausdruckslose» Aage» leuchtete» in der Hoffnung auf die Belohnung wie Johanniskäfer im Dunklen, .auch er ist hi«, auch Gottfried Trevor ist angekommen.'
Lord Trewor sagte kein Wort, aber sein Gesicht erglüte in wildem Rachegefühl.
.DaS Boot, das ihn und feinen ältesten Sohn hierhertrng, landete vor wenigen Minuten', erzähtte der Detektive weiter. »Zwei meiner Leute find in der Nähe deS Pavillons ausgestellt, um ihn zu verhaften. Oder ist eS ihr Wunsch, de» Menchelmörd« entschlüpfe» zu lasse», nachdem er die Qualen der Angst vordem Arm der Gerechtigkeit dnrchgekostet hat?'
Ein Blitzstrahl zuckte aus de» dunklen sturm, kündenden Augen des MarqniS. .Ihn entschlüpfe» lassen ?' keuchte er. .Nein, nein! Ich habe ihn endlich gesunde». Die Stunde der Vergellnng ist da. Verhaften Sie ihn, sobald ich baS Zeichen dazu gebe, uud mm führe» Sie uns zu dem intereffante» Familien- kongreß.'
Der Detektive ging voran. Lord Trewor und fein Neffe folgten ihm. Als sie de» (Barten durchschritte», begegneten fie dem Grafen Berril, der fich auf dem Wege befand, feinen Gast aufznsuche».
D« MarqniS lächelte — ein entsetzliches, fteud« loses Lächeln, bet dem den Grafe» ein Schauer durchrieselte. .Teilen Sie meine Geungthunng, meinen Jubel, Berril', rief er, .Gottfried ist endlich gefunden! Wir habe» ihn in der Falle. Kommen Sie mit und feie» Sie Zeuge der V«wttr»»g und des Entsetzens dieses doppelt gefärbte» Verräters, der t» der nächste»