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Dir Gründe der Fleischvertenernng.

Durch die freisinnige Prefle macht zur Zeit ein Keiner Aufsatz des Direktor» des Berliner Schlacht- und Bkehhofe» die Runde, der sich mit den Gründen der Fleischverteuerung beschäftigt. Der Verfasser dieses Aufsatzes, Herr Hausburg, stellt sich zunächst die Aufgabe, die Behauptung. daß an dieser Ver­teuerung die Zwischenhändler mit ihrer Spekulation einen wesentlichen Teil der Schuld trügen, als irrig zu erweisen. Er macht gegen diese Annahme gel­tend, daß es einmal unmöglich wäre, die 700 Vieh­händler, welche den Berliner Markt versorgen, be­hufs gemeinsamen Handelns, um künstlich ein Steigen der Preise herbeizuführen, unter einen Hut zu bringen, sodann daß der Händler nur Schaden erleiden würde, wenn er dem Master abgenommene Tiere vom Verkauf zurückhielte und sie inzwischen im fremden Stall bei teurem Futter auf eigene Kosten unterhalten müßte. Letzterer Einwand, den schon vorher die freisinnige Presse ins Feld geführt hat, ist natürlich nicht stichhaltig, denn um diesen sicheren Schaden zu vermeiden, hat der Viehhändler nur nötig, das, wa» Herr Hausburg ganz will­kürlich Voraussetzung annimmt, zu Unterlasten und auch dem Master da- Vieh und die Aufgabe seiner Fütterung nicht eher abzunchmen, als bis es m sein Kalkül paßt. WaS aber den ersterwähnten Gegengrund anbelangt, so genügt eS, Herrn HauS bürg gegen Herrn HauSburg zu zitieren. Der Ge­winn deS Händlers, so wird an anderer Seite in dem Artikel konstatiert, beruht zunächstauf der Wahrnehmung aller Kunstgriffe, in denen er kraft seiner größeren Hebung dem Landwirt über ist", z. B. in befferer Personalkenntnis am Markte, in brr Wahrnehmung der Konjunkturen auf Grund der

läßt er beiläufig einfließen, daß maneine Reihe von Jahren bis zum Frühjahr 1889 am Berliner Viehmarkt Ueberfluß an Schweinen und niedrige viel zu niedrige Schweinepreife hatte, welche das Mastfutter so schlecht bezahlt machten." Hat Herr Hausburg dieses sein Urteil über die viel zu niedrigen Schweinepreise damals bekannt gegeben, oder hätte er eine freisinnige Zeitung gefunden, die es rhm abgenommen hätte? Für den gekränkten Zwischen­händler ist Herr Hausburg und der ganze frei­sinnige Troß sofort auf dem Platz; die Landwirt­schaft mag sehen, wie sie die ihr gezahltenviel zu niedrigen" Viehpreise übersteht; da wird kein Wort zu ihren Gunsten laut und schweigt auch dar bessere Wissen. Herr Hausburg redet auch den Landwirten zu, auf dieWiederherstellung eines normalen Rind- vichbestandeS in mastreifem Alter", welche- nicht unter das dritte Lebensjahr herabgesetzt werden dürfe, bedacht zu sein; denn die Grundbedingungen für ein flottes Viehhandelgeschäft mit möglichst starkem Angebot müssen natürlich im Gange erhalten oder wiedergewonnen werden. Inzwischen aber empfiehlt er dringend, um derObstruktion", in der wir unS gegenwärtig befinden, ein Ende zu machen, Oeffnung der östlichen Grenzen (für die Viehein­fuhr) unter verschärften veterinäramtlichen Maß­nahmen und Ermäßigung oder temporäre Aufhebung der Eingangszölle". Eine schöne Perspektive für unsere Landwirte bezüglich der Preise, die ihnen schließlich winken, wenn sie Herrn Hausburg, dem Berliner Schlachtviehhof und den Viehhändlern, den Gefallen gethan habe», drei Jahre lang mit schweren baren Auslage» Rindvieh bis zum mast­reifen Alter zu füttern. Auf die Wiedereinführung einmal abgeschaffter Zölle rechnet ein verständiger Politiker nicht; Herr Hausburg mag insbesondere bei seinen freisinnigen Freunden Nachfrage halten, wie sie über diesen Punkt denken. Der verehrte Direktor des Berliner Schlacht- und ViehhofeS ist mit seinen Ratschlägen, vom Standpunkte der Land­wirtschaft betrachtet, wirklich etwas naiv.

Wir wollen dem Freisinn, den wir hier mehr­fach genannt haben, nicht Unrecht thun und darum schließlich erwähnen, daß auch ein freisinniges Blatt dieVossische Ztg." ebm jetzt eine Zuschrift aus dem westlichen Schleswig zum Abdruck bringt, in der die Gründe, die leider die Aufrechterhaltung des englischen Vieheinfuhrverbots veranlaßt haben, besprochen werden und die, wie folgt, schließt:

Will Deutschland sich den englischen Markt für die Zukunft sichern, so wird unser Seuchen.

Treuer Liebe Lohn.

Roman von U. Rose».

(Fortsetzung.)

Regn« sah sich seufzend tu dem kletue» sreuudlicheu Zimmer um, blickte in das ehrliche Gesicht seiner Wirtin und drückte ihr warm die Hand.Grete", flüsterte er,Grete, Du mußt mich hassen und krachten."

.Ich Haffe Niemand, Georg."

Neguu schwieg einige Minuten. Er studierte ihre ruhige», unbeweglichen Züge. Alte Erinnerungen Ampfteu io ihm, seine Liebe zu der Freundiu seiner Jugend erwachte zu ueuem Leben.Grete", wieder« holte er plötzlich,wir waren einst verlobt. Denkst Du noch daran?"

Ja, Georg, aber kmz nachdem ich Dir «ein Ja- dort gegeben hatte, gingst Du nab bliebst achtzehn Jahre fort*

.Du liebtest mich damals, und ich giug nur, toil ich dru Blick DeiueS ehrliche» Ange» nicht za

«trage» vermochte. Ich war dafür bezahll worden,

daß ich fortgivg. Aber alle diese Jahre hab« ich

*& Dich gedacht uud Dich geliebt. Manche Nacht

«g ich i» Australien schlaflos iu «eiuem Bette, um »tr mit ThrSue» die Eriuuerung au Dich zurückzu. Afeu. Weuu ich mich von Dir hätte leiten lassen, Grete, wäre ich nicht dar, was ich jetzt bin. Ich Gar auf dem Wege zu Dir, al» ich mit dem Pferde kürzte. Durch Wig hatte ich erfahreu, wo Du wohntest, üud daß Du »och sicht verheiratet wärest. Da über, «l «ich eine Sehnsucht, Dich uoch einmal zu sehe». Du nah«st deu Kraukeu bei Dir auf, Grete, sorgtest ltr ihn und er verdankt Dir sei- Leben." ^.Jch würde für jede» Anderen das Gleich« gethan - »Ich weiß, daß ich Dir sicht» «ehr bi», Grete. Deine Frau würde eine Leruachläffiguug, wie die Geintge verzeihe». Aber, Grete, Dein Anblick hat *tae Liebe stärker zurückgebracht, al» sie jerual» »ar.

Bestellungen für den Monat September auf die

Merhesfische Zeitung mit ihren Beiblättern Ureisblatt und Sonnragsblarr werden von allen Postanstalten und den Land­briefträgern angenommen.

Die Exped. der Oberh. Zeit,.

5477 b ernt mgzu (5478 20.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition b. BlatteS, sowie die Annonren-Bureaux von Haasenstein und Vogler tn Frankfurt a. M., Söffe!, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXV Moss- in Frankfurt e. M., Berlin,München u. Köln; ®. g. AA" Daube u. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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auswärtigen Marktdepeschen u. s. w. Zur Wahr­nehmung dieser und andererKunstgriffe" bedarf es nicht erst einer besonderen Verabredung der Händler; sie find ihnen, laut Herrn Hausburg, kraft ihrer längeren Praxis eigen. Und das würde denn wohl auch von dem hier in Rede stehenden Kunst­griff, um einen höheren Gewinn zu erzielen, gelten.

ES wird andererseits von Jntereffe sein, von den Gründen Kenntnis zu nehme», welche die Gegen­seite zu der Ueberzeugung geführt haben, daß die Manipulationen des Zwischenhandels unter den Ur­sachen der hohen Fleischpreise eine erhebliche Rolle spielen. Diese Gründe sind für Bayern in einer Verfügung der dortigen Regierung, welche Ermitte­lungen in der bezeichneten Richtung anordnet, zu­sammengestellt. Hier wird u. a. hervorgehoben, daß nach Mitteilungen aus landwirtschafllichen Kreisen genügend Schlachtvieh für den inländischen Verbrauch zur Verfügung stehe, und es wird weiter festgestellt, daß eine große Menge von Vieh auS Bayern nach dem Norden ausgeführt wird. Trotz diese- sicheren Beweises aber, daß ein natürlicher, in Mangel an Schlachtvieh bestehender Grund für die Fleischver- teuerung nicht vorliegt, bleiben die Fleischpreise auf der alten Höhe oder steigen sogar noch. Auf der anderen Seite wird dargelegt, daß die Vieheinfuhr- Verbote nicht die Ursache der hohen Preisstandes für Fleisch bilden könnten. Denn wenn das Verbot der Einfuhr von Rindvieh auS Oesterreich zehn Jahre lang nachweislich einen merklichen Einfluß auf die Gestaltung der Fleischpreise nicht ausgeübt hat, so könne e- nicht plötzlich int Jahre 1889 in auffälligem Maße von dieser Wirkung begleitet sein. Und thatsächlich sei auch die Erleichterung der Ein­suhr von Schweinen ohne Folgen für die Preis­bildung geblieben.

Wenn hiernach, soweit e- sich um die Anklagen gegen den Zwischenhandel handelt, Herr Hausburg nichts weniger als einen überzeugenden Entlastungs­beweis geführt hat, so besitzen seine Ausführungen doch in anderer Richtung einen hohen Wert. Wir habe» selten Darlegungen gelesen, auS denen so un­mittelbar und in so scharfer Zeichnung daS Bild der Notlage unserer Landwirtschaft entgegenspringt, wie hier. Herr Hausburg führt das Steigen der Fleischpreise einmal auf diehohen Viehzölle" zu­rück, sodann, all Hauptsache, auf die Thatsache, daß .die Rindvieh, und Schafzucht deS Lande-, inSbe- fondere der preußischen Ostprovinzen, unter den letztjährigen höchst dürftigen Futterernten erheblich gelitten hat." Die Landwirtschaft wäre infolge dieser

Ich mnß e» Dir sage», auch wen» Du mich dafür a»S Deinem Hanse wiesest. Dein stilles, gute», ehr- licheS Wesen versetzt mich in die Tage zurück, wo ich Deiner würdiger, wo ich selbst noch gut und ehrlich war. O, Grete, kannst Du mir nicht vergeben?"

ES ist gar so vieles z» vergeben", bemerkte Grete mit erglühenden Wangen.

Zuviel ja, »nr zn Diel ', seufzte Neguu »ub ein Thräneustrom entquoll seinen Augen.Du bist gut, und ich bin schlecht, Du bist reich, und ich bin arm. Aber ich habe glänzende Aussichten, Grete. Lord Ormond hat mir eine große Summe Geldes ver­sprochen."

Willst Du Dich deS Lohnes für ein Verbrechen rühme», Georg? Ich würde niemals einen Mann heiraten, der unredlich erworbenes Geld besäße! '

Würdest Du denn einen armen Manu heiraten?" Gewiß, wenn ich ihn liebte."

Und wich liebst Du nicht mehr? Mich magst Du nicht mehr auf den Weg des Guten zurücksthren,

Bist Du den» im Ernst entschlossen, Deine Fehler wieder gut zu wachen, da» von Dir begangene Unrecht zu sühne» und hinfort ei» bessere» Lebe» zu beginnen?"

Ja, ja, Grete. Ich will wein Unrecht wieder gut machen, will für Dich arbeiten wie ein strener Diener, nur vergieb mir, nur uiwm mich wieder zurück an Dein Herz."

Grete» Gesicht leuchtete vor Freude, und die Liebe, die ste so lange in ihrer Brust verschlossen hatte, dmchglüte ste mit einem heiligen Feuer. Sie hatte achtzehn Jahre auf den Verschwundenen in Sehnsucht und Treue gewartet, und dieser Augenblick belohnte ste für allen Kummer, für alle vergossene» Thräuen. Errötend beugte sie sich zu ihm nieder, u» ihn u sich l» ziehe» und einen 5knß auf seine Lippen zn drücke».

JD, Grete, wa» bedeutet da»?" fragte Rem, der an sein Glück nicht pr »landen wagte.

Oktober asrlbst.

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Kalamität genötigt gewesen, ihre Viehzucht durch Abstoßung aller irgend entbehrlichen Stücke gegen den Winterhunger zu schützen. Herr HauSburg schildert dann die unglückliche Entwickelung, die platzgegriffen habe, er nennt sie sehr unbefangener Weise eine Sünde der Landwirtschaft weiter wie folgt:

Vor 30 Jahre» noch galt ein reichlicher, gut genährter Viehbestand al- dar Aushängeschild eines guten Landwirte-. Vonviehlofen" Wirtschaften wußte man noch nichts, und der Fall, daß ein Viehmaster nicht selbst züchtete, sondern alles Mastvieh bt magerem Zustande kaufte, kam nur vereinzelt vor. Die Vertreter der heuttgen Wirt- schaftSmethode haben vielfach mit jenen wohler­wogene», dmch die Natur gebotenen Prinzipien gebrochen. Man wirtschaftetkaufmännisch" und sucht wie ein Fabrikant den schnell wechselnden Handelskonjunkturen zu folgen. Um daS Kapital schneller umzusetzen, züchtet man den bewährten Viehstamm nicht weiter, sondern man deckt den Bedarf an Magervieh durch Kauf. AuS gleichem Grunde richtet man Molkereiwirtschaften ein und verkauft die Milch, mit der man früher Kälber heranzog, um sie später als Zug- oder Mastochsen zu verkaufen. Sinken die Wolle- oder steigen die Butterpreife, so schafft man Schafe oder Kühe an, auch wenn die Wirtschaftsverhältniffe viel eher auf vermehrte Schafzucht als auf Viehhaltung Hin­weisen ; wollen die Mastviehpreise sich nicht bessern, so schränkt man die Zucht em und forciert den Getreidebau."

Man kann nicht drastischer zur Anschauung bringe», daß unsere Landwirtschaft dabei angelangt ist, von der Hand in den Mund zu leben, und, um sich über Wasser zu halten, zu jedem Mittel greifen muß, wenn eS nur für den Augenblick hllft. Denn daß unsere Landwirte mit Wissen und Absicht un­verständig handeln ur.b nicht vielmehr unter dem Druck der Not sich auf die Jagd nach der int Augen­blick lohnendsten Produktion und VerwertungSart stürzen und auf eine rationelle, Jahre i»S Auge fassende Wirtschaftsführung verzichten, glaubt Herr HauSburg doch wohl selber nicht. Es muß auch besonders hervorgehoben werden, daß der Hauptwert der Zugeständnisse dieses Herrn darin besteht, daß sie unfreiwillig gemacht werden; denn der Gewinn oder Nachteil der Landwirtschaft an sich ist Herrn Hausburg Hekuba, sein Standpunkt ist der des Interesses des Konsumenten oder, wie au# seiner Verteidigung zu schließen, deS Viehhändlers. So

ES bedeutet, Georg, daß wir da beginnen wollen, wo vir vor achtzehn Jahren aufhörten. SS bedeutet, daß Du Dich beeilen mußt, gesund z» werde», damtt wir unS heiraten können."

Neguu war berauscht von Seligkeit. Grete rückte sich einen Stuhl an fein Bett und ste plauderten eine Weile von der Vergangenheit.

Du siehst schon recht gut au», Georg", bemerkte Grete im Laufe des Gesprächs.Ich glaube, mtt der nötige» Vorsicht und Sorgfalt wärest Du im Staude, einen kleinen Ausflug zu machen."

Einen Ausflug? Du willst mich doch nicht weg- schicken, Grete? '

Nein, ich werde Dich begletten."

Aber wohin?"

Georg", sagte Margarete feierlich,die Vor. sehnug führte meinen Geliebten lebend wieder zu mir. Aber eS gleit eine vornehme Dame, die ihren Ge. liebte», wie man vermutet, vor achtzehn Jahren verlor, nnb die all diese Zeit Über eine Last schweren Kummers zu trogen hatte. Du weißt, wen ich meine. Ich spreche von Lady Beatrice BerrÜ."

Ja, ich weiß eS, Grete."

Uud während dieser achtzehn Jahre war ste heimlich die Gattin Gottfried Trevors, der stch nicht öffenttich zu zeigen wagen darf, »eil er eines Word, versuch» beschuldigt ist. Du allein kannst feine» Name» reinigen, Georg, und Du mußt er thun. Fran Pump erzählte mir, daß der Marquis und Lord Ormond ihn ausS Nene verfolge». Lady Beatrice ist in Berrilhos, nnb noch heute wollen wir z» ihr."

Aber wie soll ich ihr meta bisheriges SM. schweigen erklären?" fragte Neguu zaghaft.Weder ste, noch ihr Gemahl werde» mir verzeihen."

Thue das Rechte, Georg, »ub warte das Uebrige ab", antwortete bie brave Margarete. Sie half ihn anHeiben, brachte ihm eine Suppe nnb ein Glas alten Seine» nnb versicherte ihm bann, baß er die Fahrt wagen dürfe.

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Feiertagen. Onartal-AbonnetnentS-PreiS bei der Srpe- ZviUTvlirUi

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Mittwoch, 27. August 1890.

ju Psg., Sten amen sur die Heile xo Psg. ** »

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Neguu erlaubte sich keinen Widerspruch mehr. Der Wagen, den der Schäferbursche bestellt hatte, war bequem, nnb ber Kutscher nnb Grete trugen ben Kranken vorsichtig hinaus ins Freie nnb betteten ihn geschickt in bie Kiffen deS Wagens nnb bie mttge- nomntenen wolleneu Decken.

Unterwegs fragte Neguu feine treue Pflegerin, ob ste nicht bester gethan hätte», bie Reife noch um einige Tage auf zuschieben.

Du scheinst bergeff en zu haben, Georg", ertoiberte ihm Margarete, daß Herr Trewor von feinen Feinden mit Verhaftung bedroht nnb feine Familie schutzlos in bet Welt zerstreut ist."

Aber Margarete sollte ihre» allzngtoßen Eifer halb bereuen. Noch ehe sie ba8 nächste Dorf erreicht hatten, lag Neguu toiebei in heftigem Fieber nnb sie sah sich genötigt, mit bem Kranken tat Wirtshaus eiuznkehten nnb ben Arzt holen zu lassen.

52. Kapitel.

Der letzte Schritt ber Verzweiflung.

Lorb Ormond war ruhelos nach dem Haufe weiter geritten, in welchem er feine Gefangenen in sicherer Hut wähnte. Zu feiner Bestürzung bemerkte er, daß die EiugaugSthür offen stand. Zu GiraldaS Zimmer htaaufstürmen, ihre und ihres Bruders Flucht ent­decken nnb bie beiben schlafenden Gesa» geuwirter wecken, war das Werk einer Minute.

Seine Wut kannte keine Grenzen, und Frau Bitt und ihr Gefährte erzitterten vor seinem flammen­sprühenden Blick.Wo ist sie?" fragte er, als er feine Sprache miebergefnnben hatte.WaS habe» Sie mtt ihr gethan?"

Ich weiß nicht wo ste ist", jammerte Fran Bitt. Ich habe sie selbst etageschloffeu, ehe ich zu Bett ging. Die Nacht anfgnbleiben, nachdem ich ben ganzen Tag herumgewirtschastet habe, ist «ft unmöglich."

Und wa» haben Sie zu sagen, Wig?" donnerte Oruwud.

Ich habe schon zwei Nächte hinteretaauder ge»

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