Einzelbild herunterladen
 

*

Marburg,

nei»

heile ich jDetc

die » heutige« rma

kte Der» bemüht

cht

32

ach

3ft

toter Liebe Loht.

Roman von U. Rosen.

(Fortsetzung.)

Ti­er, au

aber vor zwei Wochen auch ausgesprochen, daß er eine Friedenspolitik verfolge und hoffe, seinem Lande kn Frieden noch recht lange erhalten zu können. Rußlands militärische Stärke, die in ihrem Haupt- teile an der West- und Südwestgrenze deS ungeheuren Reiches aufgestellt ist, soll aber jedermann klar vor Augen geführt werden. Es würde thöricht sein, Rußlands Heeresmacht zu unterschätzen. Die früheren bekannten traurigen BerwaltungSverhältniffe, die noch im Türken- kriege in haarsträubender Weise zu Tage traten, Haden sich sehr geändert, und wenn auch nicht Alle», was auf dem Papier steht, heute vorhanden sein mag, daS Meiste ist sicherlich da. DaS Czaren-

t« Vs

art

[2169 t 10.

ltt.

HelU*

autirt

Seine IW »gutt i] 74.

reich ist also eine achtunggebietende militärische Macht, die durch die Einheit des Willens, welche über sie mit unumschränkter Gewalt verfügt, noch gefährlicher wird. Aber hat Rußland seit dem letzten Kriege so bedeutende Fortschritte gemacht, in Einem ist dieS nicht gelungen: Der Staat besitzt keine wirlliche mllitärische Autorität und die Eigen­willigkeit der höheren Führer, die 1877/78 den Russen so viele schwere Niederlagen bereitet hat, ist jcute noch ganz so vorhanden wie damals. Kaiser Alexander ist kein General, nicht einmal ein energischer Soldat. Sein jüngerer Bruder Wladimir ist ein strammer Militär und wegen seiner Strenge sehr gefürchtet. Aber er hat eine Eigenschaft, die einem hohen General nicht ziert, er ist zu hastig. Der Kriegsminister von Wannowski ist militärischer Politiker, General Gurko in Warschau eine fähige, aber unbeschreiblich eitle und gewalthätige Natur. Der bedeutendste der russischen Heerführer ist wohl der General Dragomirow in Kiew, ein ausgezeichneter Taktiker, aber als Mensch von so radikalen Ge­sinnungen, daß mit ihm nicht auszukommen ist. DaS sind Rußlands militärische Größen, nach ihnen hat sich auch das Offizierkorps gebildet, von welchem ja bekannt ist, daß eS sich mehr als gut mit der Politik beschäftigt. Fürst Bismarck hat im Reichstag einmal gesagt:Unsere Nachbaren können un» Alles nachmachen, aber ein OsfizierkorpS wie da» Deutsche kriegen sie nicht!' Das kriegen sie auch nicht.

Fürstlichkeiten, den ftemden Militärbevollmächttgten mtb damit allen europäischen Staaten zu zeigen, baß die russische Armee völlig auf der Höhe der Zeit steht. Daher auch die Feierlichkeit und der Auf­wand bei diesen Manöver». Kaiser Alexander hat

omment tun Ge- (5303

UrüSeint täatilb uitt u Werktaarn mA 6mm» und nm - ..W-

Nntagen. -Om^l»«bmmerneE!.Pr^r bei der Expo-

Mtion 21'. 8Rt. bei den LoSSmtern 2 Mk. 50 Pfa. ferkl. .

Bestellgeld). JnstrtionsWh^fLr die gespaltme W MittWock, 20. AllgUst 1890,

10 Pfg., Reklamen für die geile 25 Pfg. D

»Ein Punkt ist mir tu dieser Sache nicht klar', sagte der Detektive, »arbeiten Sie, Herr Marquis, Rweinschaftlich mit Lord Ormond?'

Lord Trewor blickte erstaunt ans. »Eduard Orwood haßt Gottfried'» antwortete er, »und das ist auch bei mir der Fall. Er wünscht Giralda Trewor zu heiraten, und daS ist gegen meine Absicht, doch lehnte ich eS nicht ab, mich von ihm bei dem Luchen nach der Verschwundene» unterstützen zu lasse».'

,8h! verhält sich da» so? Lord Ormond be­lästigte mich stüher, im Augenblick habe ich nichts für ihn z» thuu, und nichts verhindert mich i» Ihre Dienste zn tteteu, aber nach dieser Schauspielerin zu ßichea, ist nutzlos. Ich habe schon in Lord OrnwndS «lufttag vergebens »ach ihr geforscht. SS gtebt keine wiche Schauspielerin.' Seine Sogen ruhten «ü «tzruarttger Wachsawkeit ans Beatrice.

Sie führt auf der Bühne eine« anderen Namen", tief der Marquis.

,Euer Gnade» fivd getäuscht worden. ES flieht «irre Gräfin Arevalo."

Beatrice blickte auf die Straße hinab. Ihre schlanke» Finger »mspaouteu die Lehne ihre» SeffelS Wit krampfhaftem Griff, ihr Profil schien sich plötzlich schärfer abzuzetchuea mrd eine erschreckende Bläffe überhauchte ihre Waugeu. De« Detekttve entginge» diese Spare» t»»erer Erreg»»» »ab schwere» Seelen, impfe» nicht.

. .Feine Gräfin Arevalo, behaupten Sie?" rie der Marqni» ärgerlich.Aber ich sah and sprach dir Gräfin selbst, aad Sie wolle» mir sage«, daß tl kriur giebt?"

,Lch will nur sagen", erklärte der Detektive langsam $4 mtt eigenthümlichein Nachdruck, »daß die Fran Bottfried Trewor», diese sogenannte Gräfin Arevalo, dirmal, ans de» Bretter» etiu» »ffenüichru Theater»

Wettsches Reich.

Berlin, 18. August. Hof- und HauSmarschall Frhr. von Lyncker ist um seinen Abschied einge­kommen. An seine Stelle tritt Zeremonienmeister v. Kotze. Die Regierungspräsidenten sind ange­wiesen worden, überall da, wo die Maul- und Klauenseuche festgestellt ist, strengere Maßregeln zur Unterdrückung derselben zu verfüge», als dies bisher zu geschehen pflegte. Insbesondere sollen bis zum völligen Erlöschen der Seuche keine Viehmärkte in den betreffenden Kreisen stattfinden, wogegen die Ab­haltung von Pferdemärtten ausnahmsweise.unter Beobachtung verschärfter Vorschriften gestattet wird. AuS den Erträgen der Getreide- und Biehzölle find der Stadt Berlin für dal Etatsjahr 1889/90 3364579 Mk. überwiesen worden. Die In- struktionSkurse auf dem Gebiete der inneren Mis­sion für jüngere Geistliche und Verwaltung! beamte sollen, wie eS scheint, zu einer ständigen Einrichtung bei unS werden. Auch im Herbste, Ende September und anfangs Ottobrr, werden in mehreren Univer-

sptelle. Die Geschichte ihre» Bühuenlebeu» ist eine Dichtung, die'

Er brach plötzlich ab, vo» de« Schimmer der Diamaoteogespange augezoge», die Beatrice ruhelo» an ihre» Arm hin »ud her schob. Bor» hatte diese stamme Sprache richtig verstanden und wußte, daß die Tochter de» Grafen Berril sei» Schweige» erkaufe» wolle. Et« Zwinkern seiner Auge» »ud eine leichte Handbewegllvg deutete» feine Zustimmung an.

Thatsache ist", fuhr er, dru Blick auf die färben- sprüheuden Diamauteu gerichtet, fort,daß die Dame mich vollständig verwirrte nab irre führte. DaS Rat­samste wäre, fie in ihrem Landhanse anfzusuchrn. Haben Sie die Adreffe, Herr MarqniS?'

»Ja, ich verde noch heute «ach Birkenhain fahren, doch wenn ich fie dort nicht finde, werden Sie die Sache in die Hand nehmen, Herr Born.'

Im Vorzimmer wurden Sttwmen laut, uud wenige Minuten später erschien ein Diener, der Lrattiee an filberuer Schale eine Karte überreichte.

Beatti er warf einen gleichgUttgen Blick ans des Blättchen.

»Ahl' hanchtt fie erbloffead, währead ta ihre» Angen tätliche Furcht aufleacht-te. Die Karte entfiel ihrer Hand, uud ihre Gestalt zitterte wie ta Fieber- schaaer». Aber diese sellsame Bewegung dauerte nur eine» Moment. »Führe» Sie ben Herr» in bar M»fikzim«er", gebot fie, mit übermenschlicher Au- strengnug ihre Selbstbeherrschnug wiebergrvinnend, aber «tt nustcherer, leise bebeuber Stimme.

Der Diener entfernte sich, aus Unachtsamkeit bte Thür offen lassend.

Gras Berril, erstaunt über die seltsame Aufteguug seiner Tochter, hob bte Karte aus.Professor Laug, Mufiklehrer", lab er, nab gab Beatrice da» Blättchen znrstck.

Ich bi« noch immer nicht ganz wohl", sagte fie tt einem gezwungenen Lächeln.Sie Herrschaften werde» so gttig sein, mich für eine Beile M ent-

Der Landtags-Abgeordnete Dr. Ritter (frei- 'pnfervativ) hielt enn 16. d. M., wieW. T. B.' berichtet, eine Rede vor seinen Wählern, in welcher er über seine Thätigkeit als Abgeordneter berichtete und zugleich als Patriot auf Grund seiner Wahr­nehmungen im Staatsrate die Persönlichkeit S r. Majestät des Kaisers einer tief empfundenen, warmen Würdigung unterzog. Der Kaiser sei die Verkörperung echt deutscher, zäher, eisener Willens­kraft, umfloffen von angeborener Mdjestät, durch- -rungen von der Weltmission des Friedens, und doch, seiner Zeit entsprechend, einherziehend im Ge­wände deS Krieges. Es gebe keinen Deutschen, der so einzig und allein, mit allen Fasern seines Leben» allen Fiber» seines Herzens aufgehe in der Förderung des deutschnationalen Glückes, wie Kaiser Wilhelm, der große Erbe der väterlichen und großväterlichen Hohenzollern - Tugenden, der erfüllt von dem Ernst seiner hohen Mission, getragen von den Fittichen eines durchdringenden Geistes, nicht die gewohnten und bequemen Bahnen der Uebrrlieferung ziehe, sondern seine eigenen Zirkel beschreibe und mit magischer Kraft die Seinen nach sich ziehe. Des Kaisers Vielseitigkeit und Ausdauer in Verfolgung wohlerwogener Idee« erkläre sich au» der glücklichen Verbindung unerschrockener Kaltblütigkeit mit tiefer innerlicher Energie, unerschütterlichem Gottvertrauen und großer körperlicher Widerstandsfähigkeit. Auf da» Eingreifen de» Kaiser» in der Arbeiterfrage und auf die Kaiserlichen Erlasse hinweisend, hob Dr. Ritter hervor, daß die rückgängige Arbeiterbewegung und deren Eindämmung in die Ufer einer humanen Ge­setzgebung nicht etwa dem wechselnden Atemzuge von Angebot und Nachfrage, sondern vornehmlich der starten und versöhnenden Kraft de» Kaisers zu danken sei. Die Kaiserlichen Erlaffe seren' so große Akte, daß man sie nicht übersehen, sondern bloß empfinden könne. Doch seien sie bereit» an ihren Wirkungen erkennbar. Dem Kaiser werde die absolute Verhütung einer sozialen Revolutton zwischen den Vogesen und der Weichsel zu verdanken sein; de» Kaisers höchster Wille habe die berechtigten Forderungen der Arbeiterwelt herau»gegriffen und fie geschützt und gestützt. Diese beginne wieder die Autorität zu achten und sich vor der Heiligkeit des Gesetze» zu beugen. Das fühle auch die Arbeiterwelt selbst. Dr. Ritter wies ferner auf die fürsorgende Thätigkeit deS Kaisers für die Offiziere, für die Jugenderziehung und den Geschichtsunterricht hin und schilderte die unerschütterliche Objettivität des Kaisers bei den Verhandlungen des Staatsrats, sein Ziehen von

den schweren Sammetvorhängen hindurch anf bett Boden. Die Fenster gingen nach ehtom nm diese Stunde gänzlich verödete» Blumengarten. Die Thüre», die mit ben andere» Gemächern in Verbindung standen, waren geschloffen. Die Beiden waren allein, und vor jeder Gefahr, belauscht zu werden, geschützt.

,O, Geliebter', rief Beattice, »wie durstest Du Dich hierher, in die Höhle des Löwen vagen? Al» ich Deine Handschrift auf der Karte erkauute, var ich vor Entsetzen wie gelähmt.'

Der »Professor' nahm seine Brille ab. Die Augen, die aus da» kummervolle Gesicht Beatticeu» niederschauten, waren die veilchenblauen Gottfried Trevor».

»Ich mußte den Landsitz Lord GroLvenor» Der« lassen, veil mau meine Zufluchtsstätte aus gekund­schaftet hatte und ich dort beständig beobachtet wurde, und kam gestern mit Rupert nach Loudon. In dieser Verkleidung glaubte ich wich gegen Verdacht geschützt, und ich mußte Dich unbedingt sprechen, Theuerste. Dir aller zu schreiben, was ich Dtt zu sagen habe, war unmöglich. Du siehst so sorgenvoll an», Beattice, und doch ist kein neuer Grund zur Unruhe vorhanden. Ich bin in meiner jetzigen Wohnung sicher geborgen. Siu Zettel an meinem Fenster Der. kündigt der Nachbarschaft, daß ich Musikschüler suche.»

»Und wie findet fich Rupert, unser hochfiuuiger Knabe, in dieses nnstäte, Don Geheimnissen um- düsterte Leben?'

»Seit er alle» weiß, ist et wie umgewandelt. Ich habe ihm die Geschichte meine» Leben» Don Anfang bi» Sude erzählt, ihm gesagt, bei wem Giralda fich aufhält, Don der glänzenden Stellung, die seiner noch wartet und Don der Gefahr gesprochen, in welcher Du schwebst. Diese Enthüllungen haben ihn zum Manne gereift. Seine Liebe zu den Eltern, seine Lerehmng für sie, hat fich Dertteft uud eine höhere Weihe ge- vonnen.'

Dir rrMchen Manöver.

Der deutsche Kaiser ist am Sonntag Nachmittag « Narwa in Rußland angekommen und vom Zaren Alexander, seiner Gemahlin und den russischen Prinzen (tieilid) empfangen. Kaiser Wilhelm H wird diese jisje Woche hindurch in Rußland bleiben, und dann im Petersburg aus über Kronstadt die Heimreise «treten. Der Reichskanzler von Caprivi begleitet lot Monarchen und es liegt also nahe, daß auch «llgemein politische Besprechungen stattfinden, die bei der Hüter folgenden Begegnung unseres Kaisers mit dem zsterreichische» Herrscher ihren Fortgang finden werden. Ler offizielle Zweck der Reife ist aber bekanntlich * rein militärischer, sie gilt der Beiwohnung der poßen russischen Manöver. Da der deutsche ReichS- stnzler zugleich einer der besten deutschen Generale ist, kann er ja auch auf diesem Gebiete dem Kaiser jjtr Seite stehen. Die Russen haben für diese Ma- iSver ganz gewaltige Anstrengungen gemacht. Nicht trni, daß umfangreiche TruppenkorpS zu denselben herangezogeu worden sind, eS solle» auch zahlreiche neue kriegStechnische Erfindungen praktisch erprobt toerben. Mit den letzteren brüstet sich die Peters­burger Militärverwaltung etwa» und hat auch ein gewisses Recht dazu, denn noch im letzten Türken- iriege war rS mit dem Geniewesen in der russischen Armee ganz miserabel bestellt. Die Türken leisteten «eit mehr. Kaiser Alexander und sein KriegS- minister, General BanowSki, den die Franzosen, ob

, mit Recht oder Unrecht, bleibe dahingestellt, ihren ?.*"** besten Freund nennen, haben augenscheinlich den rchsvM MEsch, dem deutschen Kaiser, den sonst erschienenen

itätsstädten wieder derartige Kurse abgehalten werden. Die Teilnehmer erhalten Reise - Entschädigung und iir die Dauer der Kurse Tagegelder von je 5 Mk.

Wie die »Boss. Ztg.' aus Neisse meldet soll der Kaiser die Beschräukung des Kantinenwesens abgelehnt haben.Mit dem sozialdemokrati- chen Parteikongreß in Hcflle soll auch eine Looferenz sämtlicher Vertreter der Gewerkschaften verbunden werden. Die Hamburger Sozial demokraten haben den Berliner Genossen mitgeteilt, daß weitere Sammlungen einzustellen seien. Den Unternehmern sei es nicht gelungen, die Arbeiter- organisatton zu zerstören. Im ganzen sind 70 000 Mark von auswärts gekommen. Der Vorstand des Bundes deutscher Schneider-Innungen hatte fich im April d. I., wie seiner Zeit auch von unS be­richtet wurde, an den Minister für Handel und Gewerbe mit einer Eingabe gegen den Offizier- und den Beamten-Konsum-Verein gewandt und gebeten, dahin zu wirken, daß der Osfizier- wie auch der Beamten - Konsum - Verein ihre Thätigkeit einstelle, oder daß, wenn solches vorab nicht gut angänglich wäre, wenigstens alle Unterstützung, Förderung und Empfehlung vermieden werde, wodurch gerade die gedachten Vereine fo rasch ihren über­mächtige» Einfluß in unserem Wirtschaftsleben überhaupt erreichen konnten. Auf diese Eingabe hat der Vorstand deS Bundes deutscher Schneider- Innungen, wie derBerl. Ztg." mitgeteilt wird, unter dem 2. d. MtS den folgenden Ministerial- Bescheid erhalten: .Die von dem Vorstand an den Herrn Minister für Handel und Gewerbe gerichtete Eingabe vom 19. April d. IS. ist mit anderen ähnlichen Eingaben in einer Sitzung de» Staats­ministerium» zur Besprechung gelangt. Auf Grund dieser Besprechung wird dem Vorstand erwidert, daß in Preußen zur Zeit bereits Konsum-Vereine, welche offene Lager halten, zur Gewerbesteuer herange­zogen werden, und daß die Absicht besteht, dieser Uebung bei der bevorstehenden Reform der Gewerbe­steuer eine gesetzliche Unterlage zu geben. Weitere Schritte allgemeiner Art erscheinen den Konsum- Vereinen gegenüber zur Zeit wenigstens nicht thunlich. Den in der Eingabe vom 19. April speziell erwähnten Vereinen nämlich dem .Deutschen Offizier-Verein' und .WaarenhauS für deutsche Beamte" ist seitens deS StaatSministeriumS keine Unterstützung oder Förderung zu Teil geworden ES liegt keine Veranlassung vor, die Haltung zu ändern und das Staats - Ministerium wird fich in Zukunft vollkommen neutral verhalten.'

schuldigen. Ich will «einen alten Freund nicht «arten lassen."

In diesem Augenblick führte der Diener den Gast an der halboffeuen Thür vorüber nach dem Mnfik- zimmer. Der Graf, Lord Trewor und Born blickten unwillkürlich dem Fremden nach, dessen Karte die sonst so kühle gleichmütige Beattice so ungewöhnlich erschüttert hatte.

Ein hoher, stattlicher Mann mit eisgrauem Haar und silbernem Vollbart, die Augen von einer Brille geschützt, folgte seinem voranschreitenden Wegweiser. Auch Beattice hatte mtt dem Ausdruck angstvoller Erwartung dem Gast nachgesehen. Ihre Stirn ent- wölkte sich, ihr Ange strahtte und ihr Gesicht leuchtete wie verklärt.

Nicht der, den fie zu sehen gefürchtet hatte", dachte der Detektive.Sie muß Gottfried Trewor selbst erwartet haben. Eine wunderbare Fran, mi Nerven tote Stahl! Ich werde ihr und ihrem Gast meine besondere Aufmerksamkeit schenken, und dem alten Herrn folgen, wenn er geht."

In der nächsten Minute schwebte Beatrice au Born vorüber, und unbemerkt vo» ben Anderen glitt ihr Dtamantenarmbanb in seine Tasche.

Professor Lang, der ftühere Mufiklehrer meiner Tochter, wünscht zweifellos einige Empfehlungen von Beattice, die in Mufikangelegeuheiten eine Autorität in unserem Kreise ist", erklärte der Graf,aber kehren tote zu unserem Gesprächsthema, Gottstied Trewor und seiner Familie zmück."

Die Unterhaltung wurde erneuert, aber mit nur geringem Eifer fortgeführt. Die Gedanken der drei Männer waren zu lebhaft mit de« rätselhaste« Wesen ; Beatticeu» beschäftigt, die inzwischen da» Mnfik,innner . betteten und dessen Thür verschlossen hatte.

Der Fremde eilte ihr entgegen und breitete seine Arme nach ihr an». Mtt eine« leisen Schrei warf fie fich an seine Brust, «neu Angenbftck herrschte lautlose» Schmeige«. Da» Zimmer war in Dänunemug getaucht, nur eine Garbe goldene« Lichte» fiel zwischen

Anzeige» nimmt entgegen die Expedition d. Blatte»,

Elvie die »nnoneen-Bmeaux von Haasenstein und Bogle, , _ ,

Frankfurt a. M., staffel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXV. Hahraaua wtoffe in Frankfutt a. M-, Berlin, München u. Kol»: B. 2. M *1 u »

Laude u-sto-in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.