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Monde herübergekommen, dazu eine stattliche An-

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Bötticher und dem Finanzminister Dr. Miquel

(Fortsetzung.)

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ßigendster Weise verlaufen und ei läßt sich erwarten, daß auch in der Folge feine Störung ein tritt. Rach den Worten des Kaisers bei der Flaggeuhiflung ftll Helgoland ein deutsches Bollwerk werden» an

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Treuer Liebe Mu.

Roman von U. Rosen.

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42. Kapitel.

Lord Lrewor in der Stadt.

An dem Tage jener denkwürdigen Begegnung zwischen Fran Pump nnb Ormond saß Beatrice in dem Wohnzimmer de» Berrtlschen Hauses in London am Fenster. Sie «ar in schimmernde Seide ge­kleidet, mit Spitzen nnb Juwelen geschmückt, nnb schaute hinab auf bte Straße. Gras Berril lehnte in einem Sessel am Fenster nnb beobachtete verstohlen seiner Tochter Gesicht.

Beatrice*, sagte er endlich,weshalb legst Du dir Maske, die Du immer trägst, selbst vor mir nicht ab?*

Eine Maske, Papa?* fragte Beatrice verwundert.

Ja, meine Tochter. Such in diesem Augenblick bist Du bemüht, mich durch eine erheuchelte Kälte und Sleichgiltigkett zu täuschen.*

Sch, theuerster Papa, ich weiß, baß ich Dir schweren Kummer betetie, aber ich kann Dich nur bitten, mir zu vertrauen. Sims Tage» werben Dir alle Geheimuiffe meine» LebcuS klar werben. Ja, ich habe Geheimuiffe, Papa, bas leugne ich nicht, uub mein Herz leibet barnnter mehr als Du ahnst.*

Ein Schatten flog über ihr Gesicht, nnb ans ihren Zügen sprach ein tiefer, leidenschaftlicher Schmerz.

SS war der erste Einblick, den Gras Berril in daS Seelenleben seiner Tochter gewann.Beatrice*, rief er bewegt,laß «ich Deine Sorge teilen. Ich sehe, daß sich unter dem Ei», mit dem Du Dich küustlich umpanzerst, ein Aetna glüt. Vertraue Deinem Later, liebes Kind. Weißt Dn, wa» die Leute sich von Dir erzählen?*

Wie sollte ich?*

Eie flüstern sich zu, die stolze Beatrice Berril sei endlich besiegt nnb habe sich mit Lord Ormond verlobt. Die Bermähluug stehe in Bürgern bevor.*

Lord Ormond läßt el sich angelegen fein, dieser Gerücht zu verbreiten.'

Aber Dn gabst ihm die Berechtigung dazu. Bist Du nicht feine Braut?'

Sie denken doch nicht, Mylord, baß ich weniger bin, als bet Kleine? Lassen Sie mich vorüber,

S*btn. Die junge Dame ist in Sicherheit. Ihre ^tter nnb Lorb GroSveuor wurde» benachrichtigt"

wirtschaftliche Schwierigkeiten hat der Massenstrei aller Arbeiter und Verkehrsbeamten in der Stadt Cardiff hervorgerufen. E» entstand eine Stockung fast der gesamten wirtschaftlichen Thätigkett, auch Nahrungsmittel wurde», da der gesamte Bahnverkehr ruhte, teapp. In dieser Lage ist man denn au beiden Seiten etwas versöhnlicherer Natur geworden und ein baldiger Abschluß de» Streiks ist zu er­warten. Immer hübscher wird eS mit der Disziplin der englischen Soldaten, und das Beispiel der Lon­doner Gardegrenadiere, die über zu schweren Dienst klagten, macht ersichtlich Schule. In Chatam haben Artilleristen wie Trainsoldaten kaltblütig das gesamte Pferdegeschirr zerschnitte», um von ihnen unbequemen Uebungen loszukommen. Wahrscheinlich wird nächsten» jeder englische Soldat noch seinen besonderen La­kaien erhalten, damit die guten Seelen nur nicht gar zu sehr sich echauffieren müssen! Ja, bei John Bull ist auch nicht alle» Gold, was glänzt.

In den europäischen Kleinstaaten und im Orient herrscht allenthalben völlige Ruhe. Fürst Ferdinand von Bulgarien ist wieder in seiner Hauptstadt ange- kommen, begleitet von seiner fürsorglichen Frau Mama. Man sagt, der Fürst habe nachgerade gemerkt, daß der mütterliche Pantoffel etwas sehr stark drücke und sich darum nach einer Frau umgesehen, um seine Mutter au» Sofia los zu werden, aber die Prin­zessinnen sehen auch wie gewöhnliche Bürgerstöchter auf eine solide Stellung ihre» Zukünftigen und der bulgarische Thron steht noch nicht ganz felsenfest. Wenn auch wenig, etwa» wackelt er immer noch. Darum ist Fürst Ferdinand noch Junggeselle.

Die argentinische» Unruhen fangen jetzt so ziem­lich wieder von vorn an. Eben sind die Leute ihren Präsidenten Celman, der sich auf Staatskosten die Taschen füllte, lo», so opponiert ein Provinzgouverneur im Innern gegen die Zentralregierung in Buenos- Aires und hat alle waffenfähigen Männer seines Gebietes einberufe». Dazu kommt, daß der Mangel an baarem Gelde sehr empfindlich ist; die Schnell- prefle wird in Bewegung jetzt gesetzt und aus Leibes­kräften Papiergeld gedruckt; der Jammer ist nur, daß kein Mensch diese bedruckten Zettel al» voll an­sieht. Die Geschichte dort unten ist zum mindesten windig.

MÄbq tt b« sperre, »M ander!

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für die sieben östlichen Provinzen Vorlagen wegen einer Reform der direkten Steuern vorzulegen. Hoffentlich werde es auf diese Weise gelingen, diese bedeutungsvollen Reformgesetze in der nächsten Land­tagssession zur Verabschiedung zu bringen. Die Frage nach dem verwaltungsrechtlichen Unter­kommen Helgolands wird, wie dieWes.-Zig.' aus guter Quelle erfährt, dahin geregelt werden, daß eS seinen möglichst engen Anschluß an Wilhelmshaven erhalt. Wilhelmshaven liegt nicht weiter entfernt, als die schleswigsche Küste. Der friesische Stamm, der auch in Helgoland zu Hause ist, wohnt in Wilhelmshaven so gut, wie in Eiderstedt Beziehungen sind beider« wärts nicht vorhanden. I» bezug auf Militär und Marine wird Helgoland aber sicherlich mit Wilhelms­haven verbunden werden. Wenn die Zivilverwaltung dem Kreise Eiderstedt übergeben würde, so wären Militär- und Zivilverwaltung unnötig weit von einander getrennt, jede Verständigung litte an der großen Entfernung und an den schlechten Verbin­dungen. Daher ist eS nach der Meinung derWes.« Zig." daS einfachste und richtigste, Helgoland in mög­lichst nahe Verbindung mit Wilhelmshaven zu setzen. Die »Kieler Zeitung" erfährt auS amtlicher Quelle, daß daS Gerücht von dem Abhandenkommen eine» demschen Torpedobootes absolut unbegründet sei. Wie unS ein eigenes Telegramm aus Kiel meldet, ist die Torpedoboots-Flottille, von Helgoland kommend, in den Kieler Hafen glücklich eingelaufen. Kein Boot fehlt.

Bekanntlich hat im Abgeordnetenhause die Konfession der Schüler der höheren Lehranstalten resp. der Anteil der verschiedenen Konfessionen am Besuche dieser Anstalten, zu Erörterungen geführt. Ueber diese Berhältniffe giebt eine im .Reichs- Anzeiger" veröffentlichte Statistik Auskunft, welche sich auf die Gymnasien und Progymnasien bezieht. Nach derselben wurden im vorigen Sommerhalb­jahr die 267 Gymnasien und 40 Progymnasien bei preußischen Staats von 94 079 Schülern be­sucht, darunter 68,0% evangelisch, 22,4°/« katholisch 0,2% sonst christlich und 9,4% jüdisch, während an der männlichen Bevölkerung die Evangelischen mit 64,2, die Katholiken mit 34,2, die sonstigen Christen, mit 0,3 und die Juden mit 1,3 in Prozenten anteilig sind. Unter den Schülern der Gymnasien sind demnach die Evangelischen etwas über dem ihnen zustehenden Prozentsatz, die Katholiken bemerkenswert unter dem ihrigen und die Juden unverhältnismäßig stark vertteten. In den Provinzen überschreiten die Evangelischen teils ihren Prozentsatz, teils bleiben

Nein, Papa. Ich schlug ihn wieder nnb wieder ans, nnb nm ihn endlich los zu werden, erbat ich mir Bedenkzeit von ihm. Ihn zn heiraten, beab» sichtige ich niemals.'

Ach, Kind, Du hast bte Steigung für ben un­seligen Gottfried Tremor noch immer nicht in Dir getötet Er ist es, der das Glück Deines Leben» zerstörte, und aus dem warmherzigen Mädchen ein kaltes leidenschaftliches Weib machte.* Er war erregt aufgesprungen nnb wanderte ruhelos int Zimmer hin und her. In diesem Augenblick blieb er stehen. Sr hatte in dem Pfeilerspiegel eine Frauengestalt bemerkt, die sich im Schatten der Sammetvorhänge verbarg. Erstaunt erkannte er in der Gestalt Mazda Fleck, bte ohne zu ahnen, wie scharf ber Graf sie beobachtete, ihrer Gebieterin Zeichen gab, zu ihr zu kommen, nnb nm ihre Aufmerksamkeit auf sich zu lenken, einen Brief in bte Höhe hob.

Beatrice folgte verwnnbert den Blicken ihr« Vaters, nnb entdeckte die Gestalt nnb bte Bewegungen ihrer Dienerin.

Komm herein, Magba*, rief sie mit ihrer ge­wohnten Selbstbeherrschung.Du hast einen Brief für wich?'

Magba trat ans ihrem Versteck hervor nnb über­reichte ihrer Gebteteri» ben Brief, ben biefe mit scheinbarer Gleichgiltigkeit nnb einem verabschiedenden Kopfnicken entgegennahm.

Die Bugen Magda» nnb BeatricenS begegneten sich in einem Blick, ber bem argwöhnischen Grafen bedeutsam erschien. AlS Beatrice bte Aufschrift be» Briefes Überflog, schoß das Blut fiebenb in ihre bleichen Wangen. Eie hatte bie Handschrift GtraldaS erkannt. Beatrice wußte, daß ihr Vater jede ihrer Bewegungen studierte.Eine Einladung, Beatrice?* fragte er.

Stein, einige freundschaftliche Zeilen*, erwiderte Beatrice, den Brief ihrer Tochter anSetnanberfattenb. 3m nächsten Augenblick war ihr Vater nnb sein Arg­wohn vergessen. Ein selige» Lächeln nmspielle ihre

Marburg,

Sonntag, 17. August 1890.

Deutsches Reich.

Berlin, 15. August. Dem .Reichsanzeiger" zu­folge ist beabsichtigt, dem Landtage unmittelbar bei seinem Zusammentritte außer den Entwürfen eines VolkSschulgesetzeS und einer Landgemeindeordnung

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ditto» 2% Mk., bei den Postämter» 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnserttonSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die geilt 25 Pfg.

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8 Pfuni, schabt. Hebet Kiel ist jetzt die Reise »ach Narwa 0k. in Rußland angetreten, der dmch den großen Sieg

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die staatsrechtliche Stellung der Insel betrifft, so wttd dieselbe Preußen etnverleibt und voraus- tlich der Provinz Schleswig Holstein zugeteilt dm.

Unser Kaiser ist nach der Heimkehr aus England Helgoland nur wenige Tage in Berlin anwesend

Nur »och ein Wort, Fran Pump, und bestimmen selbst Ihre Belohnung. ,Zst sie auf der Eisen- vettergefahren?"

i tfijfc.Ueberzengen Sie sich selbst davon und versperren 4«; N cte mtr ben Weg nicht länger."

.Nehmen Sie sich in acht, Weib", zischte Ormoub.

Intrigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die «mwncen-Bureauk von Haasmstei» und Bögler MÄÄ XÄÄÄM Jahrgang: Banden. Co. in Frankfurt <u SR., Berlin, Hannover, Paris.

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Karl XII von Schweden über die Russen bekannten Stadt, wo da» Hauptquartier des Kaiser» 0 0 Aexander während der großen russischen Manöver »große $ befindet. Nach den Manövern wird Kaiser ff en us

== gewesen. Der kurze Aufenthalt galt hauptsächlich der Abnahme der Parade über daS preußische Garde- inps, die unter starker Teilnahme der Bevölkerung Igvl in der glänzendsten Weise verlief. Längere Kon-

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________ dem alle feindlichen Schiffe zerschellen, die je in die ,e»d ai Nordsee eindringen. Große Befestigungsbauten sind undlA "dessen nicht für die Insel in Aussicht genommen, sie wird nur mit den schwersten und weitttagendsten

.zahl deutscher Kriegsschiffe mit mehreren Tausend st Blaujacken. Dem Kaiser ist von der Bevölkerung der denkbar herzlichste Willlommengruß zuteil ge- Vorde», er hat sich die Zuneigung der Helgoländer i« Fluge zu erringen gewußt. So ist der Re-

:e freuntj zierurgSwechsel äußerlich in günstigster und befrie- chör

EchiffSgeschützen armiert werden. Da» genügt auch x ..^vollkommen, denn der Felsen von Helgoland ist eine L . Erliche, sturmfreie Festung, und unter seinen

-- Beschützen kann eine deutsche Flotte selbst ein viel rkereS feindliche» Geschwader mit Erfolg bekämpfen.

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Martt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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ist su t*t "icht wohlgethan, meinen Zorn zn erregen, U 2* tauen mich von Alter» her, Fran Pnmp. In

*»tr gegenwärtigen verzweifelten Stimmung ist e»

Nhrlich, mich zu teilen, wiederhole ich Ihnen. Wo P/ ifll * Btralba?"

7% m »."Wenn Sie warten wollen, bi» ich Ihnen da» l'/. MMagt habe, köuneu Sie darüber ein recht aller Mau»

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AltOW faenjen hat der Kaiser im Berliner Schlosse mit ichnahM^" Reichskanzler von Caprivi, dem Staatssekretär

Wilhelm für einige Tage auch Petersburg besuchen. Es ist nicht ausgeschlossen, daß diese russische Reise für die Orient-Angelegenheiten von besonderer Wich­tigkeit wird. Unser Kaiser kommt aus England, verhandelt mit dem Zaren und wird im September mit dem Kaiser Franz Joseph von Oesterreich zu- sammentreffev, er ist also der natürliche MitÜer zwischen den bei den Orientwirren am meisten in­teressierten Staaten. Die politische Seite der Reisen tritt auch schon dadurch deutlich in die Erscheinung, daß bei der Begegnung mit dem österreichischen Herrscher sowohl der Reichskanzler von Caprivi, wie der Minister Graf Kalnoky zugegen sein werden. Die Franzosen find allerdings über den deutschen Kaiserbesuch in Rußland sehr verstimmt, was von ihrem Standpuntte betrachtet, auch erklärlich ist. Denn solange der deutsche Kaiser und der russische Zar mit einander gut Freund sind, ist an die Er­füllung des Pariser Lieblingswunsches, der Schaffung einer französisch. russischen Allianz nicht entfernt zu denken.

Völlige polittsche Stille herrscht gegenwärtig in Frankreich, ein Zeichen, daß die anttrepublikanischen Parteien vorläufig ihre MaulwurfSarbeit ganz ein­gestellt haben, nachdem ihnen die zellige Ersolglofig- keit derselben klar geworden ist. Die Kammern haben sich bis zum Herbst vertagt. Der Feldzug der Fravzosen an der Dahomeyküste in Westafrika ist noch immer nicht beendet, in den letzten Tagen hat es erneute Scharmützel gegeben. Der gering­fügige Streit kostet den Franzosen entsetzliche» Geld, jedenfalls vielmehr, als dieser ganze Besitz wert ist.

Eine sehr bittere Ersahrung aus kolonialem Ge­biete haben die Spanier gemacht. Nachdem ihnen vor mehrere» Jahren durch ben Schiedsspruch des Papstes die Karolineninseln zugesprochen waren, haben sie jetzt endlich mit der Kultivierung derselben be­gonnen. Aber der Anfang war nicht gut. Die Eingeborenen der Insel Map, der größten der Ka­rolineninseln, haben die spanische Garnison überfallen, einen Leutnant und 27 Mann erschlagen. Da mit kleinen Streitkräften nicht» gegen die Wilden aus- gerichtet werden konnte, find jetzt zwei große Kriegs­schiffe nach Aap beordert.

Im englischen Parlament hat eS eine böse Lärm­szene gegeben. Der Abg. Tanner nannte unter großem Skandal den Minister deS Innern, Mathews, einen elenden Lump. Darüber wäre e» beinahe zum Faustkampf gekommen. Schließlich gab Tanner aber den allseitigen Vorstellungen gegenüber nach und bat den beleidigten Minister um Entschuldigung. Große

So ist sie also in Dalton?*

Da» habe ich nicht behauptet. Balten ist eine Eisenbahnstation, und es ist möglich, daß Fräulein Giralda fett gestern wieder in Birkenhain ringe» troffen ist.*

8ber ich frage Sie, ob da» Mädchen den Zug benutzte, und ob e» sich nach Birkenhain, oder nach Schloß Trewor wendete? Eie sollen mir antworten, Alte, oder beim Himmel, ich werde Ihnen die Zunge lösen.* Er zog ihren Zügel fester an sich.

Fran Pnmp war eine Person von Mut. Ihre Augen blitzten zornig zu ihrem Bedränger empor. Hand weg, Mylord*, rief fie.

Ormoub lachte nnb riß den Zügel noch dichter ttn ft$«

Mit einer unerwarteten Bewegung erhob Frau Pnmp ihre Reitpeitsche, die mit aller Kraft auf die juwelengeschmückte, weiße Hand ihre» Feinde» nieder- sauste.

Mit einer Verwünschung und einem Schmerzens­schrei taumelte er zurück, während sein Pferd fich erschrocken auf bäumte.

So, jetzt werden Sie gelernt haben, rechtschaffene Frauen zu behandeln', triumphierte Frau Pnmp, ihren Maulesel zu schnellerem Gange antreibenb. Thun Sie was Sie wollen, wir werben sehen, wer gewinnt.'

Ormoub hatte Mühe, sein scheue» Pferd zu bändigen. Mit einem Blick wilden Haffe» sah er der enteilenden Haushälterin nach.Ich werde das Mädchen schon finden*, murmette er.Erst nach dem Bahnhof. Sch, ich bin Dir nahe, Giralda Trewor l Ich werde Dich bald wieder in meiner Ge- walt haben, nm Dich nicht mehr zu verlieren.*

Fran Pnmp ttabte unmutig den Berg in bte Höhe.Ich bürste nicht umkehren*, sagte fie fich. Sttalba ist geborgen, nnb selbst wenn jener Böse- wicht fie finbet, wird er nicht wagen, fie zu kränken, ub morgen wirb Lorb GroSveuor zn ihrem Schutz in ber Nähe sein.*

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Ein Schäserbursche, ben ich traf nnb geschickt ' Mhorchte,fuhr Lord Ormond fort,erzählte mir und berichtete mir auch, daß Grete Wilms sehr mit einem Sterbenden beschäftigt sei, um mir en zu können. Der kleine Bursche, der mir Über - -8 Wünschenswerte so schön Auskunft gab, ersparte

-___>* ben unbequemen Ritt hinauf in» Gebirge."

So wiffen Sie ja schon, wo Fräulein Giralba «flucht gesucht hat", bemerkte bie Haushälterin mit stifterhastem Lächeln.

Leiber nicht. Da» Bürschlein schöpfte Verbucht, «ich ihm biefe wichtigste Frage vorlegte nnb «*^tigerte fich, fie mir zu beantworten, obwohl ich ihm Wb dafür anbot Er werde das Fräulein, da» ihn urigen» reich beschenkt habe, nm keinen Preis der. Jun. Aber Sie, meine verehrte Fran Pump, taten nicht zögern, mich zu Ihrem Bertrauten zu

Wochenschau.

Deutschland besitzt ein zweites Reichsland: Die Wbernahme der Insel Helgoland durch die deutsche Verwaltung hat stattgefunden und Kaiser Wilhelm II. Botnuij A persönlich den Befehl zum Hissen der deutschen Okto^ Flagge gegeben. Für die Felseninscl in der Nordsee l. N varen das ereignisreiche Tage; das kleine Eiland 1457! hat noch niemals eine solche Menschenmenge 88 aus sich vereinigt gesehen, wie am letzten Sonntag, 6o der deutsche Kaiser den neuen deutschen Besitz betrat Tausende von Schaulustigen waren vom