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Kardinal

lichen Dank.

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empfehlen. Bessere-, vielseitigeres und mehr wird nirgends geboten für den geringen Preis von 1 Mk., die daS HeftUebn Land und Meer" kostet.

Irrenhäuser und Armenhäuser werden größ­tenteils durch die Trunksucht bevölkert, Dt Stark weist nach, daß in den Norddeutschen Irrenanstalten bei mindestens einem Viertel der aufgenommenen Männer die Entstehung deS Irrsinnes mit Alkohol- misbrauch zusammenhängt; das schlimmste hierbei ist, daß die so entstandene Geisteskrankheit der Eltern erblich ist. Eine Untersuchung Bär's welche sich 1876 in 120 Gefangenanstalten in allen Theilen Deutschlands auf 32 837 Gefangene erstreckt hat, ergab, daß 41,7 Proz. derselben dem Trünke ergeben war. Von den wegen Körperverletzung Berurtiillen haben 51 Proz. die Strafthat unter dem Einfluß berauschender Getränke verübt; von den wegen Wi­derstands gegen die Staatsgewalt 70 Proz. Haus­friedensbruch und Sachbeschädigung über 55 Proz. Vergehen gegen die Sittlichkeit über 66 Pcoz. u. s. w. lind dabei werden immer noch nicht die Bestrebungen, welche den unmäßigen Spirituosengenuß einschränken wollen, genügend unterstützt, obwohl man dadurch Zuchthäuser wie Irrenanstalten tüchtig entlasten würde.

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Diakonissenheim und der Gemeindepflege in Hanau; in Marburg 7 Schwestern, 2 im St. JrcobS- hospital, 2 im Dienste deS Vaterländischen Frauen- vereinS, 3 im Elisabethenhaus, auch hier ist je 1 Schwester in der Gemeindepflege thätig; 2 Schwestern in Wächtersbach: HoSpital und Klein- Ktnderschule; 1 Schwester in Großalmerode: Klein- Kinderschule; 6 in der' Treysaer Erziehungsanstalt.

Die Vermehrung der Schwestern wird unter anderem dringend gewünscht in Hanau, Marburg, HerSfeld, Rotenburg, Cassel und Großalmerode; als neue Stationen werden im Herbst da» HoSpital in Frankenberg und die Mägdeherberge in Cassel hinzutreten.

DaS DiakonissenhauS hat sich auch erboten, für Gemeinden und Vereine gegen eine geringe Ver­gütung Krankenpflegerinnen auszubilden, und hat in diesem Jahre die Aufnahme-Bedingungen für solche Pflegerinnen veröffentlicht.

Die Einnahme deS DiakonissenhausrS im Jahre 1889 betrug 62 303,25 Mk., die Ausgabe 60 379,99 Mark, die Einnahme der Erziehungsanstalt zu Treysa betrag 16 817,02 Mk, die Ausgabe 16 817,02 Mk., die Einnahme der Diakonissenstation in Cassel betrug 2843,24 Mk. die Ausgabe 2843,29 Mk. Summa der Einnahme 81963,51 Mk., Summa der Aus­gabe 80 040,20 Mk.

An Schulden ruhen auf dem Diakonissenhause 204 944 Mk, davon entfallen 116 864 Mk. auf das Mutterhaus, 7080 Mk. auf die Erziehungs­anstalt in Treysa, 81000 Mk. auf daS Diakonissen- heim zu Cassel.

Wie die Verhandlungen begonnen hatten, so wurden sie auch mit Gebet geschlossen.

gestern Abend infolge eines Kanalbruchs ein von Mzig Personen bewohntes Haus ein. Zwanzig Personen sind gerettet, sechs tot herausgezogen, die übrigen noch verschüttet. Die Rettungsarbeiten sind «och in vollem Gange. Unter den Trümmern des gestern eingestürzten HauseS find, wie dieCref. Ztg." meldet 13 Tote und 3 Verwundete hervor­geholt worden. Ein 65jähriger Mann ist noch lebend gerettet worden. 12 Personen werden vermißt, doch hofft man, dieselben noch zu retten, da Hilferufe auS den Trümmern vernommen werden.

Straßburg, 10. Juli. Der Bischof von Straßburg Dr. Stumpf ist Abends gestorben.

Wien, 9. August. Der Dichter Ed. von Baunra- seld ist gestorben. Mit den Verstorbenen ist ein Hauptvertteter der ConversationSstücke, auf welchem Gebiete der Dramatik er sehr fruchtbar war, hinüber gegangen. Geboren war Bauernfeld am 13. Januar 1802 zu Wien, wo er auch die Rechte studirte. In ben 30er und 40er Jahren bekleidete er verschiedene mtliche Stellungen in seiner Heimat.

T roppau, 9. August. In Folge von Wolken­brüchen ist da- Oppathal und das Morathal über- fiuttt. Die niedriger gelegenen Telle von Frei- valdau sind überschwemmt, die Brücken und Waffer- verke, sowie verschiedene Gebäude schwer beschädigt. Die Behörden trafen Anordnungen, um die nachteiligen Folgen der Ueberschwemmung abzuwenden.

Brüssel, 11. August. Die Gewitter, welche sich gestern Nachmittags in der hiesigen Gegend ent­luden, waren von heftigem Sturmwinde begleitet und richteten in Brüssel und Umgebung, besonders nach Osten hin, sehr großen Schaden an. Die Ernten Haden stark gelitten, mehrere Wohnhäuser imben durch Blitzschlag eingeäschert, viele Felder und Wiesen sind überschwemmt.

DaS eben erschienene erste Heft, Oktavaus­gabe deS neuen Jahrgangs der beliebten Zeitschrift .liebet Land und Meer", hat wieder einen so reich­haltigen Inhalt, daß es nicht möglich ist, denselben hier erschöpfend zu behandeln, daS volle Verständnis dafür flieht nur das Heft selbst, dessen genaue Durch­sicht wir jedem Leser in seinem eigenen Interesse

folgende Inschrift: .Hier wurde die Deutsche Burschenschaft gegründet. 12. Juni 1815. Am gbend waren die Räume der Festhalle voll besetzt. M reicher Damenflor hatte an den Tafeln Platz genommen. Präsident «tud. v. Pfister, Arminiae Zena, eröffnete den KornmerS und hielt später auch jte Festrede. Am Festkommers nahmen rund 1500

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öffentlich gegen gleich baare Zahlung versteigern.

Marburg, den 12. Aug. 1890.

Jbelshäuser,

5221) Gerichts - Vollzieher.

Die i8erreral-Versammlung im DialrouMnhattse.

Wehlheiden, 6. August.

Am 5. August fand die jährliche General-Ver­sammlung des Hessischen Diakonissenhauses statt. Dem Bericht über die Thätigkeit des Hauses, welches sich fortschreitend in erfreulichster Weise entwickelt, entnehmen wir folgende Angaben:

Der Bericht begann mit einem Hinweis auf das 25jährige Jubiläum der Anstalt und die allseitige freundliche Teilnahme an dem Fest.

Die Zahl der Schwestern beträgt zur Zeit 83, von denselben sind 36 Diakonissen, 47 Probe- schwestern, darunter 4 noch nicht eingekleidete. 57 Schwestern entstammen dem Hessenlande. Von den Schwestern sind 58 an 18 Orten außerhalb deS Mutterhauses stationiert und dort auf 31 Arbeits­feldern thätig nämlich: in Cassel 8 Schwestern, 1 in einer Klein-Kinderschule, 5 in 4 Gemeindepflegen und 2 im Asyl Immanuel; im Landkrankenhause zu Bettenhausen 8 Schwestern, in Hofgeismar, Witzenhausen, Gelnhausen, Kesselstadt je 1 Schwester in der Gemeindepflege und 1 Schwester in der Klein - Kinderschule; in den Kinderheilanstalten: Sooden 6 und Orb 2 Schwestern; in den Hospi­tälern zu Niederaula, Rotenburg und Meerholz je 1 Schwester, welche auch Gemeindepflege übt, desgleichen je 1 Schwester in der Gemeindepflege in Hersfeld und Wehlheiden; 7 Schwestern in dem

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Frankfurt, 11. August. Infolge des übermäßigen nassen Wetters ist mahlbarer neuer Weizen noch nicht am Mattt und erzielten die gehandelten kleinen Pöstchen un­gefähr vorwöchentlichen Preis. Neuer Roggen wird zwar tn recht hübschen Mustern offeriert, doch ist die meiste Ware noch nicht trocken genug und zur Vermehlung noch zu zähe; infolgedessen blieb auch in diesem Attikel das Geschäft unthätig. Bon Gerste fanden nur in ungarischer erst einige unbedeutende Schlüffe statt. Hafer unverändert. Mais fest. Wir notieren nach Qualität: Weizen, hiesiger und Wetterauer neuer Mk. 21 bis 20 nominell, kurhessischer Mk., norddeutscher SH.bis, norddeutscher Mk.--, ungarischer neuer SH. 2222.75, russischer

alter Mk. 21.50 bis 22.5r>. Roggen, hiesiger, Mk. 15.25 bis 16, Pfälzer neuer SH. 16.50, russischer alter Mk. 17 bis 17.50. Gerste, ungarische, Mk. 19 bis 22. Hafer, hiesiger Mk. 1818.50, Württemberger Mk. bis. bayerischer Mk. 18 bis 19.-, russischer Mk. 16.75 bis 18.50. Mais, mixed Mk. 12.30 bis 12.75. Alles per 100 Kilo netto effektiv loco hier.

Frankfurt,11. August- Auf dem heutigen Bieh> markt waren angetrieben: 393 Ochsen, 22 Bullen, 376 Kühe, Stiere und Rinder, 256 Kälber, 106 Hämmel, 205 Schweine Schaflämmer, Ziegenlamm- Die Preise stellten sich

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Betritt für Zellstoff-Industrie, Aktiengesellschaft.

An anderer Stelle dieser Nummer finden unsere Leser den Prospett, die Wien der Vorgenannten Gesellschaft be­treffend. Wir können uns füglich erlassen, noch einmal die ungeheure Wichtigkeft des Zellstoffes als Welthandels­artikel hervorzuheben.

Der sehr ausführlich gehaltene Prospett giebt überdies schon selbst ein Bild von dem Umfang und der Ent­wickelungsfähigkeit der Zellstoff-Industrie, zunächst der betr. drei Fabriken, wobei aber eine weitere Anschließung ähnlicher Etabliffements an den Verein zu einem großen, den Markt beherrschenden Institute ins Auge gefaßt ist. Der Prospett teilt mit, daß die drei Fabriken sich aus 30 Fabrik-, 29 Neben- und 10 Wohngebäuden bilden, in welchen u. a. 9 Cellulosekocher, 6 Dampfmaschinen, 10 Dampfkessel, 42 Holzbearbeitungsmaschinen, 27 Holzschleif­apparate und Raffineure, 6 große Holländer, 6 Knoten­fänger, 8 Papier- und Pappenmaschinen, 42 Pumpen- und Werkzeugmaschinen, sowie 3 chemische Abteilungen mit zugehörigen LaugebassinS sich befinden.

Aber auch die Rentabilität scheint nach den Ueber- sichtsziffern gewährleistet, indem sich schon int überdies getrennten Privatbetriebe nach Abzug der Zinsen und Handlungsunkosten im Jahre 1887 ein Gewinn von Mark 213074.48, im Jahre 1888 ein solcher von Mark 322 263.55 und schon in der ersten Geschästsperiode als Aktiengesellschaft (Bergt den Prospekt) nach Abzug der Zinsen und der bei der Form der Aktiengesellschaft naturgemäß erhöhten Handlungsunkosten, lDirettionsge- hälter rc.) und ferner nach Abzug der Gründungskosten im Betrage von Mark 31373.99, sowie einer Zinsver­gütung von Mark 16992.76 an zwei der Vorbesitzer ein Gewinn von Mark 270259.37 ergab.

Beachtenswett ist noch der Umstand, daß alle drei Fabriken mit ausgedehnten Wasserkräften arbeiten, wodurch sie Ersparnisse an Betriebskraft, die sonst durch Kohlen- bezw Dampfkraft erzeugt werden müßte, erzielen und von Steigerung und Niedergang der Kohlenkonjuvttur zum Teil unabhängig sind. Die nie versagende Wasserkraft ist ein unschätzbarer Faktor gegenüber allen andern Etablisse­ments, die jetzt gerade mit den gestiegenen Kohlenpreisen zu rechnen haben.

Zieht man ferner in Betracht, mit welchem Erfolge ein Concurrenz - Unternehmen, die Zellstoff - Fabrik Waldhof arbeitet, und daß es dieser Gesellschaft, deren Aktien 190 % stehen, gelang, bei einem Aktien - Kapital von 4000000 Mark pro 1888 und 1889 eine Dividende von je 15 0/0 zu verteilen, so kann man daraus den Schluß ziehen, daß mit den Attien desVereins für Zellstoff-Industrie" bei dem relativ nichtigen Couise von 123 o/o und dem geringen Aktien - Kapital von 1700 000 Mark dem Markte ein billiges Effekt zugeführt wird, welches die Aufmerksamkeit der Kapitalisten auf sich ziehen muß

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