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< Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

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Illustriertes Sonntagsblatt

Spedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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- .Set Kleine muß au irgend einem verborgenen Utt nvtergebracht werden", bemerkte Ormond, all ? wieder tu seinem Zimmer saß, und PerkiuS den Aaben ans eiu Sopha gebettet hatte, ,3a meiner We darf er nicht bleiben, denn seine Matter wttd vwwel and Erde tu Bewegung setzen, nm ihn Nieder in nfmumi."

Dir belgischen Sozialrevolutionäre

haben es über die Maßen eilig, den unangenehmen Eindruck, den der herzliche, dem deutschen Kaiser in Ostende bereitete Empfang bei der nouveUes couches sociales der französischen Republik hervorgerufeu hat, durch ein unantastbares Zeugnis ihre! eigenen LohlverhaltenS nachträglich, so gut eS gehen will, mSzutilgen. Zu diesem Behufe haben sie eine Masie»- kmdgebung des Janhagels ad majorem gloriam bei allgemeinen Stimmrechts in Szene gesetzt, deren wahre Tendenz durch die begleitenden Rufe: »Nieder mit dem Könige, eS lebe die Republik! für jeder­mann sattsam dargethan wird. Der gefaßte Be­schluß, vom Könige Leopold die Einführung diese» LahlmoduS zuverlangen" und ihm dasselbe als .Parole deS Landes" vsrzustellen; der fernere Be­schluß, im September einenKongreß" behufs Ein­leitung eines allgemeinen Streite zu berufen, endlich die Erklärung mehrerer Redner,der gesetzmäßige Leg müsie den ungesetzmäßigen Maßregeln Platz machen, das Volk sei souverän und müsie gehört Verden," zeigt mit unheimlicher Deutlichkeit, wohin die sozialistische Propaganda unter der belgischen strbeiterbevölkerung steuert. Damit der Groteske euch die Blasphemie nicht fehle, läßt der Telegraph die Anstifter der revolutionären Kundgebung im Parke von St. Gilles zu Brüssel einenfeierlichen" (??) ®ib leisten, nicht zu ruhen, bis das allgemeine Stimm "cht in Belgien eingeführt sein werde. Dieser

mit dem ebenfalls sozialrevolutionirten Frankreich gezwungen werden würde, bedarf wohl keiner näheren Darlegung. Ohne gerade dem Bestand deS Staates, der Erhaltung des europäischen Friedens unmittelbar bedrohlich zu sein, bildet daS Treiben der belgischen Revolutionspartei gleichwohl eine ein­dringliche Mahnung sür die leitenden Staate- und Gesellschaftskreise aller Orten, da dasselbe bei der geringsten ihm gegenüber bewiesenen Schwäche im Handumdrehen gemeingefährlich werden könnte.

ldNtzky fcheidkir Nichte (5188 ier, chestatte lluniew t Dank, t 1890. neu.

-Wie ähnlich da» Stad Herra Gottfried Trewor Sj murmelte PerkinS, sich za dem Saabea ateder. Mead, bet deffea «ablick eia Gefühl der Reae seine schaldvolle Bergaageahett ia ihm ervachtt.

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Bestellungen für die Monate August and September auf die

Oticrhcsslsche Zeitung

und ihren Beiblättern

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' Ketzer za erlangen.'

Treuer Liebe Loh«.

Roman von U. Rosen.

(Fortsetzung.)

Egon sank traurig aus seinen Sitz zurück. Das «räasch deS Zuges, die trübe Beleuchtung und die «ähe des grausamen Feindes verwttrte« und be> «übten das arme Kind, das endlich, leise weinend, oa einem tiefen Schlummer umfangen wurde.

.Ich bin noch nicht ganz besiegt", dachte Ormond finsterem Gesicht. .Noch ist nicht alles verloren. Durch einen kühnen nud geschickt ausgeführten Streich «un ich meinem Schicksal wieder eine glückliche «eudung geben und mir Glanz und Reichthum sichern.'

Er hatte keine Zett zu warte«. Lord Trewor war ein alter Mann und konnte jede» Tag sterben, > alle Welt würde dann wisien, daß Ormond eiu Ranntet, bis über die Ohren in Schulden steckender »belmann fei. Der beste Ausweg für ihn war, Mralda zn heiraten, nud Egon sollte ihn nnterstütze», 191 Eigensinn der Schwester zn brechen.

3n London augekommeu, nahm Ormond den Mafeudeu Knabe» tu seine «rme und stieg mtt ihm tooas auf den Perron. PerkiuS empfing feinen wtn und führte ihn zu dem berett stehenden Wagen. -Während der Fahrt »ach dem Gasthof erzählte vnnond wie er in de» Besitz de» «indes gelaugt sei, U vernahm, waS sei« Diener inzwischen auSgerichtet

setze und Gewohnheiten möglichst unverändert fort­bestehen zu lassen verspricht. Um den Uebergang in die neuen Verhältnisse zu erleichtern, solle das jetzt lebende Geschlecht von der Erfüllung der allgemeine« Wehrpflicht im Heer und der Flotte befreit bleiben; die Zolltarife sollen eine Reihe von Jahren unge­ändert bleiben. Alle vermögensrechtlichen Ansprüche von Privaten und Korporationen an die britische Regierung bleiben in Geltung. Die kaiserliche Re­gierung wird den väterlichen Glauben, die Pflege der Kirche und der Schulen wahren. Möge den Helgoländern die Rückkehr zu Deutschland zu stetem Segen gereichen. DaS walte Gott! Nach Ver­lesung dieser Proklamation hielt der Kaiser folgende Ansprache an die Marinesoldaten:Kameraden ! Vier Tage find vergangen, seitdem Wir den denkwürdigen Tag von Wörth feierten, an dem der erste Hammer­schlag zur Errichtung deS neuen deutschen Reiches geführt wurde. Heute verleibe IG diese Insel als daS letzte Stück deutscher Erde dem deutschen Vater­lande ohne Kampf und ohne Blut ein. Dieses Eiland ist berufen, ein Bollwerk zu werden, den deutschen Fischern ein Schutz, ein Stützpunkt der Marine, ei» Hort und Schutz de» deutschen Meeres gegen jeden Feind, dem eS einfallen sollte, sich auf demselben zu zeigen. Ich ergreife hiermit Besitz von diesem Lande, desien Bewohner Ich begrüßt habe und befehle zum Zeichen desien, daß Meine Stan­darte mtb daneben die Meiner Marine gehißt werde." Hierauf erfolgte die Hisiung unter dem Hurra der Truppen und dem Salut der Jnsel- btttierie und sämtlicher Schiffe. Sämtliche Blätter sind angefüllt mit Berichten über Helgoland mid mit Schilderungen der Vorgänge bei der Uebergabe. In den politischen Bettachtungen darüber kommt immer mehr die Erkenntnis zur Geltung, daß, wie es ja auch die Rede de» Kaisers erkennen läßt, der Besitz von Helgoland und der strategische Wert der Insel für Deutschland die Hauptsache de» Abkommens mit England bildet. Der angeblich in russischen Blättern noch immer auftauchenden Version, daß eS noch unbestimmt sei, ob die Kaiserin den Kaiser auf der Reise nach Rußland begleiten werde, ttitt die Nordd. Allg. Ztg." noch einmal entgegen und hätt eS für nützlich, zu konstatieren, daß die Nachricht, die Kaiserin werde sich an dem Besuch beteiligen, zuerst in französischen Blättern ausgetaucht sei. Diese Quelle lege die Vermutung nahe, daß jene Ankün­digung erfolgte, um auS einer späteren Nichterfül­lung sür Deutschland nachteilige Folgerungen ziehen zu können. Die mit dem medizinischen Kongreß

Der Knabe wttd ia jener wilden, schluchteureichen Gegend wie verloren fein. Ehe der Morgen graut, bin ich mit ihm unterwegs.'

Ormond erteilte seine Zustimmung nnd einige noch notwendigen Anweisungen, nnd Wig nahm den ruhig weiter schlafenden Knaben in feine Arme, nnd entfernte sich mit ihm.

.Der Besitz de» kleinen Schlingel» ist von großer vedeutnng sür mich", ries Ormond mtt erneuter Hoffnung. .Morgen müssen wir Schritte thnn, da» Mädchen wieder eiuzufaugen, Negnu. Ach, ich bin müde und will noch einige Stunden ruhen.'

Er warf sich augekleidet auf sein Bett und schlttf bald ein. Der Diener lehnte sich in einen bequemen, weich gepolsterten Sesiel, nnd nach wenige» Minuten verkündete fein Schnarchen, daß auch er ent­schlummert war.

Beide wurden durch ein heftige» Gepolter au der Thür aufgeschreckt. Negnu schlug die Vorhänge zurück, das Sonnenlicht strömte hell und warm durch da» Fenster vnd verriet, daß der Tag schon ziemlich vor­gerückt war. Auf daS wiederholte ungeduldige Poche» öffnete der schlafttnnkene Diener endlich.

Der frflbe Gast war Lord Paul SroSvenor.

.Lord Ormond?" fragte er, sich dem Bette nähernd, auf deffeu Rand der Gesuchte saß.

Ormond nickte mürrisch. .Und mtt wem habe ich daS Vergnügen?"

.Ich bi» Pani, Lord GroSvenor, der Freund Gottftied Trewor» rmd seiner Familie. Ich komme, den kleinen Egon znrückzufordern, den Sie gestern abend entführte»!'

Vergebens suchte der »lick de» junge« Manne» nach dem Kinde.

.So find Sie der Verteidiger dieses fiBelbernftnen Menschen?' lachte Ormond. «Ein Edelmann wie Sie, sollte sich nicht so ttef erniedrigen.'

.Erniedrigen könnte mich nur eine Verbindung mit Ihresgleichen', entgegnete GroSveuor blinzelnde» Ange». ,WaS haben 6le mit dem kleinen Egon getrau?'

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes,

K»ie die Unnoneen-Bnreanx von Haasenstein und Vogler

Frankfurt a. M., Saffet, Magdeburg u-Men: Rudolf XXV QflfitlKIM Stoffe in Frankfurt a. M-, Berlin,München u. Mn-<S.L-

Baude u. So-in Frankfurt a.M., Berlin, Hannover, Paris.

und

>ll«Hritrit« Sott«tsgsb1str

«erden von allen Postanstalten und den Land­kiesträgern angenommen.

Den Neubestellungen werden die Nummern mtt der Beschreibung des landwirtschaftlichen Festes gratis beigegeben.

Die Exped. der Oberh. Zettg.

«emifches Reich.

Berlin, 11. August. Der Kaiser, welcher heute früh 5/i Uhr hier eintraf, empfing im Laufe des Vormittags die Borträge des Reichskanzlers von Caprivi, deS Finanzministers Dr. Miquel und deS Chefs des Zivilkabenetts Dr. von LucanuS. DemReichsanzeiger' zufolge brachte der Kaiser beim gestrigen Frühstück aus Helgoland folgenden Toast aus: DaS schöne Eiland fei ohne Kampf, ohne daß Thränen gefloffen seien, in deutschen Besitz übergegangen. Alle Depeschen au» dem Mutterlande bezeugten Sympathie mit dem neuen Erwerb. Er wolle gerade auf die Art und Weise Hinweisen, wie Helgoland wieder gewonnen sei, denn Er sei stolz darauf, daß e» in Frieden geschehen sei. Als Er im Jahre 1873 zum letzenmal hier gewesen sei, habe er sich gesagt, Er werde glücklich sein, wenn Er es erleben könnte, daß die Insel wieder deutsch werde. Jetzt habe Er die Insel erworben durch einen Ber ttag alte freiem Willen der Regierung und gesetzgebenden Faktoren eine- stammverwandten Landes. Jetzt liege es Ihm am Herzen, Sein,'Glas der hohen Frau zu widmen, der es zu verdanken sei, daß die Insel wieder deutsch geworden sei. Mit dem weit­schauenden Blicke hoher Weisheit legten die Königin Viktoria und ihr Land Wert daraus, mit Ihm und Seinem Volke in Freundschaft zu leben; sie schätze die deutschen Offiziere und die deutfchen Töne und Melodieen; die Königin von England lebe hoch! In Beantwortung des kaiserlichen ToasteS gab Minister von Bötticher namens der Einwohner den Gefühlen der Treue, der Ehrfurcht und de» gehor­samvollen Vertrauens für Kaiser Wilhelm Ausdruck, worauf ein brausendes Hurra auf dm Kaiser er­folgte. In der Proklamation deS Kaisers an die Helgoländer heißt eS: Der Kaiser vertraue dem be­währten Sinne der Helgoländer, welche dem deutschen Baterlande in Treue zugethan bleiben würden, wo­gegen der Kaiser den Helgoländern für ihre Rechte Schutz und Fürsorge zusagt und die heimischen Ge-

«Der Marquis ist in Schloß Trewor', entgegnete Wig kühl. .Der gnädige Herr entließ mich heute morgen ans seinem Dienst.'

.Aber weshalb, Wig? Was thaten Sie, feinen Zorn gerade jetzt zn erregen, wo ich Ihrer Dienste tm Schloß am dringendsten bedarf?'

.Ach, hn Schloß werden Sie nicht» mehr zu suche» habe», Mylord. Fräulein Arevalo ist aus der Felsenhütte entkommen, und hat dem allen Herrn ihre Pläne enthüllt. Ans den »erdacht hin, ich sei ein Spion in Ihrem Solde, wnrde ich ans der Stelle fortgejagt.'

Dar Mädchen entschlüpftI' murmelte Ormond. .Hölle und Teufel l Welch eiu böses VerhäuguiS! Dennoch gebe ich den Kampf nicht ans. Steht mtt nur tteu zur Sette, und Euer Lohn wttd fürstlich sein. Ich will, ich muß Reichthum gewinnen, und da ich auf meines Onkel» Erbe nicht mehr rechnen kau», wird Gottftiets Tochter mir zu dem Verwögen ihrer Mutter verhelfe». Ich werde da» Mädchen bufS Neue gefangen nehmen; der kleine Knabe hier, ViraldaS jüngster Bruder, wird de» Zwang vollenden, den ich auf sie avSüben werde, mich zu heiraten, nnd dann werde ich meinem Vetter die Bedingungen unseres Frieden» vorschreiben.'

Die beiden Dimer bekundeten ihre Bereitwilligkeit, Ormond» Plan zn unterstützen, den sie leicht an», führbar fanden.

.Der «nabe muß in ein fichere» Versteck gebracht werden, Mylord', bemertte Wig. .Ich weiß einen solchen Ort. Erinnern sich Euer Gnaden an Grethe Wilm», NegunS ehemalige Braut? Vor eiuigm Jahren erbte ste eine Hütte tm Gebirge und die dazu ge­hörige Schäferei in dem wttdestm und enttegensten Teil von ganz Wales. Sie lebt sehr einsam und hat mellenwett keinen Nachbarn. Ich habe meine Bekanntschaft mtt ihr anftecht erhallen, und sah fi­erst vor Kurzem, und wenn ich ihr den «naben Aber« bringe, ihr irgend eine Geschichte vorerzähle und ihn Jhrm Sohn nenne, wttd sie schon ans ihn acht geben.

letztere Theaterkoup ä la frangaise, der nur auf wallonische Frans quillons berechnet gewesm sein kann, scheint darzuthun, daß da» vlämische Be­völkerungselement dem wüsten Treiben der Kom­munisten und Anarchisten einstweilen noch fern steht auf wie lange, entzieht sich fteilich der Beur­teilung. Desto unumschränkter scheint die von den Thron- und VerfasiungSfeinden geübte Herrschaft über die Gemüter in den wallonischen LandeSteilen zu sein, welch letztere, wie erinnerlich fein wird, feit Monaten gleichzeitig auch mit den Franzosen direkt in 'zwang­loser Weise gellebäugelt haben lieber eine . ganze Reihe besonders charakteristischer Symptome der französischen Propaganda in Belgiern vorweg in der Landeshauptstadt Brüffel selbst, konift»« wir unlängst zu Wiederholtenmalen berichten. Rstch alledem nimmt sich die Lage in Belgien zur Zeit einigermaßen un­gemütlich aus; daS gesetzwidrige Treiben der sozial­revolutionären Hetzer und Schürer hat schon mehrfache Katastrophen über die belgischen Ar­beiter gebracht und dem industriellen Organismus des Landes schwere Wunden geschlagw. Wmn die Leute trotzdem immer von neuem den demagogischen Charlatanen Gehör leihm, so beweist das einmal, daß die von ihnen gemachten üblen Erfahrungen noch nicht gründlich, nicht ernüchternd genug waren, und zweitens, daß ihnen von auswärts her gerade jetzt, nach der Ostender Monarchenbegegnung daS Stich­wort : allgemeines Stimmrecht oder Anwendung ungesetz­licher Maßregeln, sousflirt wird. Zu guterletzt wird auch der Umstand nicht übersehen werden dürfen, daß der Ablauf des Sozialistengesetze» in Deutschland, der den sämtlichen internationalenGenossen' als ein glänzender Sieg ihrer Sache geschildert worden ist, da» feinige dazu beiträgt, dem belgischen Kommu- nardenthum den Kamm zu schwellen. Die deutsche Sozialdemokratie gilt den Belgiern in vieler Hinsicht als ein nacheifernswertes Vorbild; die Erfolge der ersteren bei den Reichstagswahlen am 20. Februar wurden von den Genoffm in Belgien beinahe als eigene Erfolge gefeiert; was Wunder, wenn sie jetzt, am Vorabende bei Ablaufes der deutschen Ausnahmegesetzgebung, allen Ernstes meinen, auch ihre Zeit sei gekommen, und wenn sie demge­mäß mit offenen Drohungen an die Adresse des Monarchen, mit Versaffungsbruch und Landesver rateantoanblungen bebütiren! Denn baß, wenn ben feierlichen Eidesleistern" im Parke von St. Gilles zu bem Willen auch die Macht gegeben wäre, Belgien keine Minute länger weder monarchisch noch unab­hängig bleiben, sondern in die engste Gemeinschaft

.Diese Sehnlichkeit hat nichts UeberraschendeS, Neguu', grollte Oruioud, .da er der Sohu meine» Vetters ist. Ja, Gottftied Trewor lebt, uud feine schwermütigen blauen Augen ruhten heute mtt ver­nichtendem Feuer auf mir.'

.Ihr Vetter lebt!' umrmelle der Diener aufgeregt.

,31, er lebt, uud würde Dtt eiu Vermögeu für das Zeugnis schenken, das Dn zn seinen Gunsten abzulegeu vermagst, aber er würde Dich dennoch uicht so gut bezahlen, wie ich Dein Schweigen nud Deine Irene zu belohnen willens bi», nicht zn vergessen, daß der MarqaiS fürchterliche Rache an Dir nehmen würde, wenn et erführe, welchen Anteil Du au dem Unglück seines Lieblings hast.'

.Sie können sich auf meine Irene verlassen', senfzte der geängstigte Diener. .Ich werde schweigen wie das Grab.'

.Weißt Dn keinen sicheren Ansenthall für ben Knaben?' bemerkte Ormond.

.Nau, die Felsenhütte, gnädiger Herr.'

.Daran habe ich auch ftbaät, aber daS Sprüch. wort, man soll nicht all feine Eier in dasselbe Nest legen. DaS Mädchen ist schon dort. Hattest Du uicht einmal ein Liebchen in den Gebirgen von Wales?'

«Ich habe die atme Grete Wilm» nicht wieder gesehen, fett ich vor achtphn Iahten Schloß Trewor verließ', erwiderte der Diener mit verdüstertem Gesicht. »DaS Gefühl meiner Schuld verbot mir, mich ihr zu zeigen, ich schrieb ihr von Australien, doch ste aut- »ortete mir sicht. Sie war zu gut und brav, nm sich in Angelegeuhette» tote die Ihrigen nnb dtt meinigen z» mischen. Wenn sie noch lebt, ist fie längst verheiratet.'

Ein lauter Pochen an her Thür erschreckte btt schrüdbewußteu Verbündeten. Der Dienet beeilte stch, den schlummernden Knabe» mtt Ormonds Schlaf, tock zu,«decken, al» die Thür sich öffnete nnb Wig eintrat.

.Sie httr in Lonbon?' rief Orrnonb erstaunt nnb unruhig. .Wo ist meta Onkel?'

Erscheint täglich außer an Werktage» »ach Sonn- und ***!****

Feiertage». Quartal-SbonnementS-Preir bei der Erpe- lÄJt-dvUWvCl.»

dition 2/t Mk., bet ben Postämtern 2 Ml. 50 Pfg. (erft ___ «V

Sns^gebühr fürdiegch>Aene heile MittWvch, 13. AUgUst 1890

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