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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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Erscheint täglich außer an Werktage« »ach Sonn- und Feiertage«. — Quartal-Abonnemenw-Preir bei der Expe­dition 2*/t SH., bei den Postämtern 2 SH. 50 Pfg. lexkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gefpaUene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Marburg,

Donnerstag, 31. Juli 1890.

Knjeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte», sawie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler in Frankfurt a. M., Laffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf XXV. Jaüraaua. Moste in Frankfurt a. M-, Berlin, München u. Köln: G. L- M “ u “

Daube «. Co. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, PariS-

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Bestellungen für die Monate August

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Die Levoltttion in Argentiniru.

Zentral»Amerika und Süd-Amerika sind Länder- Miiele, in welchen eS selten ganz ruhig ausgesehen Bat; in einer der zahlreichen Republiken, die diese Nerritorien ausfüllen, bestanden fast immer Ruhe- Dnmgen. In der letzten Zeit haben sich die Ver- HLtnifse aber doch so ernst gestaltet, daß auch Europa rtzeren Anteil an den Vorgänge« dort nimmt. Be- |hm und Verlauf der Revolution von Brasilien Md bekannt. Daran schlossen sich bürgerliche Un­

selbst die höchste Gewalt an sich, die er heute noch behauptet, und zwar auch gegen den Nachbarstaat Guatemala, mit dem ein offener Krieg ausgebrochen iß. Dann gab eS in verschiedenen südamerikantschen öüstenstädten aus Anlaß von Arbeiterstreiks blutige llmuhen, die mit dem Bajonett unterdrückt werden «chten, und nun ist endlich in der argentinischen Republik eine blutige Militärrevolution ausgebrochen, die siegreich zu verlaufen scheint. Die Umwälzung, «lche in der Hauptstadt BuenoS-AyreS ihren An- tag nahm, ist auch für Deutschland von nicht geringem Jntercfle, denn ein ganz ansehnlicher Posten tatschen Gelder ist in argentinische» Papieren an­gelegt. Daß diese Papierinhaber ihr Geld verlieren, A nicht zu «warten, immerhin ist der Wert ver- vindert und ohne Schaden ist keine Veräußerung

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Tremr Liebe Loh«.

Roma« von U. Rosen.

(Fortsetzung.)

.Ans welche Weise gelangten Eie zv der Snt- mckuog, gnädiger Herr?' forschte der Diener, fich tat seinem Schrecken erholend.

«Ich laS einen Brief, der nicht für mich bestimmt ta*, erklärte Ormond. »Von wem? Du kannst es «cht erraten? Diese Siralda Srevalo, die Lord «t»or als seine Nichte adoptierte, diese grheimuiS, bolle Fremde, die eine so merkwürdige Verwandlnng Adr« Wesen deS alten MavueS hervorgebracht hat, * die Tochter meines Vetters Gottfried Trewor."

.Die Tochter Gottfried Trewor S?" stöhnte der »teuer. „Ich hätte tS eigentlich wifleu sollen. Sie

die Augen ihres BaterS. Aber was will fie hier? Weshalb wagte fie fich in den Rachen deS Löwe», »idiger Herr?"

»Sie kam hinher, um ihren Vater von de« Macht zu befreien, der auf ihm lostet, und sei«» Mr» verunglimpft. Sie kam hierhrr, fich in das wj des alte» MavueS zu stehle» und ihm feine tasparuisse abzulockr» und endlich kam fie hierher, M» Vaters Feinde zu entdecken nnd sie der der- •taten Strafe auszuliesern."

u Der Die«r erbebte bi» in die Tiefe» feiner Me» Seele. „Und was wollen Sie thnn, die Gefahr Mwenden?" «kündigte er fich. Molle» Sie dem Monis offenbaren, »er fie ist, damtt er fie pon «nse hinaarwerfe?"

, »Ich denke nicht daran, Regn». Da» Mädchen ,e* einfach meine Frau werde»."

»Ihre Frau, gnädiger Herr! Unmöglich!"

»O, nicht» ist «rwSgltch, Frenud. Ich habe den TArru Stand der Ding« »och rrchtzettig eMdeckt, «Arend fie «ich »och Alle ti» Dnvkrln tastend M»en. Sie warte» a»f Lord Trewor» Tod, um ** ihre Mine springt» z» laffe», aber fie falle»

auf die

Obcrhesslsche Zeitung

n nchen in Zentralamerika. In dem Staate San Salvador ließ ein ehrgeiziger General die ganze Regierung bei einem Festmahl ermorden und rrß

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en. Md September

und ihren Beiblättern KretibUtt , i und

i -tlrrftriektes So««1agsblatt naben von allen Postanstalten und den Land-

> triefträgern angenommen.

Den Neubestellungen werden die Nummern mit der Beschreibung des landwirtschaftlichen Festes gratis beigegeben.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

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möglich. Die argentinische Republik besteht auS 14 Staaten oder Provinzen, an deren Spitze die Zeniral-Regierung mit dem Präsidenten zu BuenoS- AyreS steht. Durch einen jahrelangen, erbitterten krieg, welchen Argentinien in der zweiten Hälfte )er sechsziger Jahre mit dem wilden, aber energischen Dittator Lopez von Paraguay führte, war das Staatswesen arg geschwächt, arbeitete sich in den olgenden Jahrzehnten aber erheblich empor, so daß chließlich auch die argentinischen Papiere auf den »rutschen Geldmarkt Eingang fanden. Der jetzt ge- 'iürzte und bereits aus dem Lande geflohene Präsident ist seit 1886 am Ruder und seine Re gierung bedeutet eine Wendung zum Schlechteren Eine heillose Cortuption und Günstlingswirtschaft trat ein, der Präsident stieß noch das Offizierkorps durch allerlei thörichte und übermüthige Maßregeln vor den Kopf und zu gleicher Zeit machte eine große Geldverlegenheit sich im ganzen Lande in beklemmender Weise geltend. Versuche der argen­tinischen Regierung, im Auslande neue Geldmittel fliliftg zu machen, scheiterten, weil man den Dar­leihern keine Garantieen für eine künftige regel­rechte und sparsame Geldwirtschaft geben wollte und so wuchs in dem bisher in ganz erträglicher Lage befindlichen Staats wesen die Unzufriedenheit plötzlich riesengroß an. Statt dieser Stimmung Rechnung zu trogen, machte die Regierung neue Fehler, die unzufriedene Pa tei verband sich mit den unzufriedenen Offizieren und man schlug los. Die Abdankung deS bisherigen Präsidenten der Republik ist entschieden, an seiner Stelle hat der Vizepräsident die Leitung der StacLsgeschäste über­nommen, aber auch die Aufständischen haben bereits eine Regiermg gebildet und im blutigen Straßen­kampfe sind sie im Vortheil. Die Aussichten, daß der Aufstand niedergeworfen werden wird, sind nur gering, schon strömen die Bürger mehr und mehr ihm zu und die Regierung rechnet nur noch auf die Truppen aus den Provinzen. In jedem Falle hat der Aufstand die Festigkeit der ganzen Repu­blik auf das schwerste erschüttert und der Ausbruch neuer Unruhen ist nur eine Frage der Zeit.

Leutsches Leich.

Berlin, 29. Juli. Der Kaiser schenkte der tierärztlichen Hochschule anläßlich ihres hundertjährigen Bestehens sein Oelbild für die Aula. — Der „Nord. ALg. Ztg." zufolge begleiten Prinz Heinreich von Preußen und Prinz Albert von Sechsen - Altenburg den Kaiser nach Petersburg. (Prinz Albert vor

Sachsen-Altenburg bat fich bereits von Wiesbaden nach Ostende begeben.) — Der „Reichsanzeiger" veröffentlicht eine umfangreiche Denkschrift des Reichs­kanzlers über die Beweggründe für das deutsch­englische Abkommen. Im Eingänge derselben wird darauf hingewiesen, daß die deutsche Kolonial- »slitik bei ihrem Zusammeutreffeu mit den englischen Zestrebungen verschiedentlich Verwickelungen und Ver- ttmmungen hervorgerufen habe und daß beide Länder davon beseelt seien, die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens zu unterstützen. Da die Ver­handlungen, welche über einzelne Punkte stattfanden ,11 keinem Ergebnisse führten, fo wurden die Streit­ragen von einem Gesichtspunkte aus behandelt, um »urch gegenseitige Konzession bei der Verschiedenheit der Interessen zu einer Verständigung zu gelangen. Die Denkschrift geht nun zu der wirtschaftlichen Ent­wickelung und Bedeutung der einzelnen Kolonien über und bespricht die Vorteile und die Abgrenzung für Togo und Kamerun. Die Walfischbai habe keineswegs den Wert, wie er landläufig geschildert werde, die Ge­fahr des Versandens derselben liege sehr nahe, ebenso hätte das England überlassene Gebiet um den Ngamisee nach den letzten Berichten keinen erheblichen Wert. Betreffs Witu weist die Denkschrift darauf hin, daß nach dem Verluste der Inseln Patta und Manda und nach dem voraussichtliche» Verlust bet Insel Lamu seitens deS Sultans von Witu der deutsche Schutz wertlos geworden sei und deshalb unter Wahrung der Privattechte der deutschen Interessenten habe aufgegeben werden können. Eingehend behandelt dieDenkfchrift die deutsch- ostafrikanischenJnteressensphäre und weist nach, daß Deutschland bereits im vorigen Jahre in London die amüiche Erklärung abgegeben habe, daß Ngarda, Wadelei und andere Gebiete nördlich dcs ersten Grades südlicher Breite außer­halb der deutschen Kolonialbestrebungen sich befinden. Die Denkschrift weist sodann darauf hin, daß das Gebiet südlich vom Tangantka-See für England wegen seiner bereits seit den sechzig« Jahren be- thätigten Bestrebungen rin hervo«agendeS Interesse beanspruchen könne und daß das Gebiet zwischen dem Nyassa und dem Kongostaat keinen besonderen Wert besitze, daß dagegen sür Deutschland wertvoller der Besitz eines größeren Anteils an dem Nyassa-See und ein möglichst ausgedehnter Küstenbesitz am Viktoria See sei. Die Denkschrift behandelt sodann die Not­wendigkeit, den zurzeit an die Deutsch-Ostafrikanische Gesellschaft verpachteten Küstenstrich dauernd für Deutschland zu erwerben, um nunmehr angesichts der gesamten großen Flächen d« Interessensphäre

an die Periode des FlaggenhissenS und des Vertrag- chließens diejenige der nutzbaren Arbeit zu knüpfen. Die Denkschrift zeigt ferner, daß die Ueberlassung »es Protektorats über die Insel Sansibar an England owohl vom wirtschaftlichen, wie vom militärischen Standpunkte auS unschädlich sei, während England nur ormell einen Einfluß erlange, welchen es materiell eit Mitte dieses Jahrhundert» besitze und welcher sich rotz aller deutschen Bemühungen nicht habe beseitigen assen. Die Denkschrift bezieht sich dabei auf die amtliche Erllärung der Ostafrikanifchen Gesellschaft dahingehend, daß sie bei einer Wahl zwischen dem Protektorat und der englischen Interessensphäre einerseits und derjenigen der deutschen Küstensphäre andererseits sich sür letztere Alternative als die wert­vollere entschieden hätte. Die Denkschrist schließt die Begründung bezüglich OstafrikaS mit der Moti­vierung der weiteren Artikel des Abkommens be­treffend die fteien Verkehrswege und die Religions- reiheit. Zum Schluffe schildert die Denkschrift den nationalen AffektionSwert und die militärische Be­deutung Helgolands auf das eingehendste und dahin gipfelnd, daß Helgoland die Verteidigung der Nordsee- nste wie unseres Deutschen Meeres erleichtere und einem Feinde mindestens die Blockade sehr «schwere; betont wird sodann noch besond«s, der im Bau be­griffene Nordostseekanal werde durch das deutsche Helgoland erst seinen vollen Wert für de» KriegS- all erhalten.

Wilhelmshaven, 29. Juli. Der Kais« hörte gestern den Vortrag deS Generalmajors Vogel von Fallenstein in Verttetung deS Kriegsministers, sowie den Admiral Hollmanns, empfing heute den Vortrag des Reichskanzler- und wohnte dem Laufe de» KriegsdampferS „Pelikan" bei und folgte einer Ein­ladung des Seeosfizierkorps. Nachmittags gedenkt der Kaiser de» Vortrag deS Chef» des CisUkabinett» entgegenzunehme». — Der Finanzminister Miquel ist zum Bundesratsbevollmächtigten ernannt.

Friedrichsrnh, 29. Juli. Fürst BiSmarck ist heute mittag mit dem Grafen H«b«t zunächst nach Schönhausen abgereist; sodann nach Kissingen. Am Bahnhof wurden lebhafte Ovationen von einem zahlreichen Publikum ihm entgegengebracht. Die Fürstin ist gestern abend nach Hamburg abgereist.

AustiMd.

Frauenfeld, 29. Juli. Bei dem schweizerischen Schützensestbankett wurde ein Brief des Ausschusses des 10. deutschen Bundesschiebens in Berlin ver­lesen mit den besten Wünschen für den schönen Ver-

fich getäuscht haben. Die Güter meint» Onkels müssen trotz alledem mein werden, Regn»."

„Aber, gnädiger Herr, wenn Gottfried Trewor eine Tochter befitzt, mag er anch Söhne haben."

„Ja, er hat zwei Söhne", bemerkte Ormond kühl.

„Was gewinnen Eie also dnrch die Heirat mti dem Mädchen?"

„Der Fall liegt folgendermaßen, Regn». Ich sehe eine fürstliche Besitzung, eine hohe, ett flußreiche Stellung vor mir. Bis hente Morgen zwetsette ich nicht daran, fie in Knrzem mein zn nennen. Plötz, lich sehe ich zwei oder drei Personen vor mir, die dem Ziele näher stehen, als ich. Soll ich eS nun aufgeben, mich besiegt und geschlagen zurückzuzteheu Nein, guter Freund. Ich lege ihnen Schlingen und beseitige fie aus meinem Pfade. Verstehst Dn mich nun, Negnu?"

„Jo, gnädiger Herr", flüsterte der Diener.

„Du stehst mich entsetzt an, mein Junge. Und doch ist die Sache nicht so schrecklich. Ich denke, die beiden Knaben ahnen nichts von ihrem wirkliche» Namen, wie ich ans ein« Andeutung in jenem Briefe schließe. Wie leicht also, fie nach einem anderen Weltteil ein- zuschiffen? Wie leicht, Gottftied Trewor zur Aus­wanderung nach einem Ort zu bewegen, wo man nie wieder ton ihm hört? Das Uebrige ist daun eine Kleinigkeit."

.Der Plan ist gut*, erklärte der Diener wieder Mut fassend, »und ich werde mtt Herz und Seele z» Ihnen stehen. So lange Sie nicht an Mord denke», will ich gern mtt Ihnen «betten, gnädiger Herr."

Ormond lächelte schlau. Er kannte seinen Mann und wußte, daß Gold ihn zu Allem verlockte. Sie waren durch zu viele Bande gegenseitiger Echmknei mtt einander verbunden, nm so leicht von einander gettennt zu werde». »Du vnpfltchtest Dich elfo", sagte er, »mir in bet Beseitigung aller Hindernisse beizustehe», und wen» ich d« unbestrittene Herr hin bi», sollst D» Deine Belohnung selber nenne»."

Der Diener wiederholle die Verfichemng seiner

Treue und seine Zufriedenheit mit diesem Ueberein- komme».

.Welch' glücklicher Zufall*, rief Ormond voller Freude, .daß ich mich in deS Mädchens Zimmer umsah. Ich durchschaue jetzt alle ihre Geheimnisse und ihre Nbfichteu. Fräulein Giralda Trewor-Arevalo, ich bin gewarnt und gegen Ihre Juttiguen gewaffmt! Arme kleine Närrin, Du wirst bald finden, daß eS besser für Dich gewesen wäre, nicht gegen mich in die Schranken zu treten. Der Kampf gegen mich ist nichts Geringes."

Giralda hatte sich in dem Augenblick der Lande genähert, indem Ormond ihren Name» aussprach. Sie begriff sogleich, daß der gewissenlose Feind ihrer Familie das Geheimnis ihrer Identität kannte. Die Furchtbarkeit der Gefahr, in welcher ihr Vater schwebte, erfüllte ihre Seele mtt Todesqual. Krank und schwindlig vor Entsetzen, klammerte fie fich an das Weingerank, nm nicht zu fallen.

.Eine Möglichkeit mUI ich ihr noch lassen, fich vor dem Verderben, da» die Uebrige» trifft, zu ketten", bemerkte Ormond. .Ich werde heute noch mit ihr über den Gegenstand sprechen. Wir bleiben nicht länger als höchstens zwei Tage hier, da ich meine Entdeckung schleunigst dem Detektive mitteilen muß, der eine viel leichtere Arbeit haben wird, wenn er erfährt, daß Gottfried Trewor lebt und fich in England anfhätt, und daß die Tochter des Grafen Berrll immer nur so geheimnisvoll aus dem Vater­hanse verschwindet, nm mtt ihrem Gatten zusammen zu kommen. Bei Gott! Beatrice wußte ihren Roman sehr geschickt zu verbergen, aber ich kehrte gerade m rechter Zett nach England »mück, nm ihre hübsche Komödie in ei» ergreifende» Trauerspiel nmzuwandeln."

Giralda entschlüpfte unwillkürlich ein tiefer schmerz­licher Seufz«. ......

Eine Verwünschung °n»stoß«d,s«ang Ormond auf, mtt einem Satz war er an der Dhür. Mtt zone- funkelnde» Allge» und ehern Ausdruck verzehrenden Hasse» t» de» vittentstellte» Züge», stand er auf d«

Schwelle. Seinem Diener einen Wink gebend, fich zu entfernen, sagte er langsam unb mit einem selt­samen böse» Lächeln: »Eie kommen gerade recht. Ich habe Ihnen etwas mitzutefle». Gestatten Sie miri Sie z» einem Sitz zu begleiten, gnädiges Fräulein!"

Er »ahm ihren Arm und zog fie In demselben Augenblick in die Laube, h welchem der Diener durch einen anderen Ausgang verschwand. Giralda bebte vor seiner Berührung mtt Abscheu zurück und setzte fich bleich nnb zitternd auf die kuanende Holzbank.

.Ein niedliches kleine» Abenteuer, Fränleh Arevalo", höhnte Ormond mit verschlungenen Arme» und finsterem Blick ans fie uiederschaueud. »Ich weiß nicht, wievttl Sie erlauscht haben, aber offenbar kennen Eie die Lage der Dinge. Erlauben Sie nrir, Ihnen noch einige weitere Aufklärungen zu geben. Al» ich nach meinem Zimmer ging, fand ich die Thür de» Ihrigen offen stehend und sah natürlich hinein, da es viele Jahre verschlossen gewesen war. Meh ttregeletteier, unwürdig« Vetter, Gottftied Trewor, hatte e» vordem bewohnt. Sine Schreibmappe, die einst Gottfried gehörte, zog meine Aufmerksamkeit ans sich, ich schlug den Deckel zurück, und meine Augen ruhten auf Ihrem unvollendeten »rief. Kurz, meh Fräulein, ich kam oh« jede «bstcht, ohne jede» Dazuthnn hinter Ihre Geheimnisse."

Giralda richtete fich ans. Ihre Wangen glflten purpurn, um ihre Lippen zuckte es in hochmütiger Verachtung und ihre Augen flammten wie brennende Sohle». Sie durchschaute die Gemeinheit ihre» Gegner» und vermochte ihre Verachtung nicht zu verbergen.

Bi» zu diesem Augenblick hatte Ormond sie einfach al» eh liebliche», anmutiger Mädchen deftachtei, da» plötzliche Snflodern ihre» Geiste» erweckte erst seh Verständnis für ihre wunderbare Schönheit und flößte ihm eh Jnürefse eh, daS beinahe der Lttbe ver-

»Ich bin nicht so niedrig , al» Eie zu glaub« flehen, Fräulein Arevalo", sagte et entschuuigend. .Ich habe Ihr Sehettuni» meinem Onkl nicht Der»