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die Schule bietet, nicht für unsere modernen Ver­hältnisse gehörig nutzbar zu machen. Daß darin eine Aenderung eintritt, dafür wird schon unser Kaiser sorgen, und wenn auch ängstliche Bedenken wegen dieser Neuerungen bestehen bei Anhängern der alten Methode, es wird doch mit veralteten An­schauungen gebrochen werden. Die deutsche Schule darf heute nur eins sein, mag sie sich aus die Uni­versität verbreite», für das gewerbliche Leben, für das Handwerk, oder sei es die einfache Volksschule, vor allem muß sie stets sein und bleiben in Wahr­heit: Eine deutsche Volks anstatt! Dann werden wir auch den Segen haben.

zu Pferde fitzt I Sie gleicht den TreworS ganz wunderbar. Weu mag der Wage» drübeu Sv» ?' fuhr er fort. ,68 muß Eduard fein, ich er. e srtueu Diener neben dem Kutscher aus de« Bock.*

Treuer Liebe Loh«.

Roman von U. Rosen.

(Fortsetzung.)

».Die Zuschriften ihrer theureu Angehörigen sorg- WS in dem allen Versteck verbergend nud da» Mcheu wieder verschließeud, bemühte sie sich, die Spuren ihrer Thräueu von den geröteten Wangen W entfernen.

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und

Illustriertes Souutugsblutt werden von allen Postanstalten und den Land- iriefträgern angenommen.

Den Neubestellungen werden die Nummern mit der Beschreibung des landwirtschaftlichen Festes gratis beigegeben.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

Marburg,

Dienstag, 29. Juli 1890.

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Schule und Politik.

Ganz mit Recht wird in Deutschland in allen Bundesstaaten darauf gehalten, daß sich in den Unterricht der Jugend, welcher Gattung die be-

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int vor- tt Ersatz (3790 M" erungs» hlungS- fügung. offcl.

Bestellungen für die Monate August und September auf die

Oberhtssrsche Zeitung

und ihren Beiblättern

. »Jetzt will ich den guten allen Mann aufsucheu, immer NemS ersinnt, mich zn erfreuen, und ihm ttlen*, tief sie.

».Sie fand den Ma-quiS in die Betrachtung einer Wen grauen ©tute versunken, die ein Mann vor 1 rW auf und niederführte.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Onartal-Wonnements-Preis bei der Expe­dition 2*/t Ml., bei den Postämtern S Mk. bv Psg. (ex«. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Psg.

^»Hierher, Giralda', lachte er, da» Mädchen be-

«rrend. ,Dn kommst gerade recht. Was denkst

»bet meinen letzten Einkauf? Ist da» nicht ein ^Ulichks Tier, Kind."

»3a, in der Thaf, erklärte Giralda entzückt.

«unb -8 ist ebenso sanft, al» schnell. Es ist Wischer Herkunft, und soll Dein Reitpferd fein, ^unn willst Du e» probieren, Kind?*

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Martt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Deutsches Deich.

Berlin, 26. Juli. DerReichsanzeiger" meldet: Der Kaiser hat heute mittags, begleitet von der Irene", von Bergen die Reise nach Wilhelmshaven fortgesetzt, wo die Ankunft am Montag früh erfolgen dürfte. In den leitenden pädagogischen Kreisen mißt man, wie dieBörsenzeitung" erfährt, der gegenwärtigen Dienstreise des Kultusministers im Rheinland« eine ganz besondere Bedeutung bei. Herr Dr. v. Goßler will dabei nämlich der brennevdln Streitfrage:Humanistisches oder Real-Gymnasium" praktisch näher treten und sich durch persönliche Inspektionen und Rücksprache mit angesehenen Pädagogen über die vielfach bestrittene Berechtigung derselben unterrichten. Gerade auf diesem etwas schwierigen Gebiete scheint er gewiffe einschneidende Resormen zu beabsichtigen- Ob dem Realgymnasium aber noch andere akademische Fachstudien rrschloffen werden solle», darüber scheinen endgültige Beschlüsse noch nicht gefaßt worden zu sein. Ueber die Pharmakopöen der verschiedenen Länder wird der internationale medizinische Kongreß in Diskussion treten; die HH. Langquaid und Hirsch werden darüber in der IV. Abteilung referieren. Die Deutsche Med. Wochenschr." begrüßt diese Fest­setzung mit Freuden, weil ein zeitgemäßeres Thema bei dem sonstigen einseitlichen Vorgehen der medizi­nischen Dikciplinen in den Kulturländern wohl kaum am Platze sein dürfte, um endlich den verschiedenen in den Pharmakopöen fast aller Länder vorhandene» sich vielfach widersprechenden Angaben und anderen Mißständen zu begegnen. Eine einheitliche Richtung werde sich freilich nur dann herstellen lassen, wenn mit zweifellos dem modernen Fortschritt auf dem Ge­biete der Pharmakologie nicht mehr entsprechenden Anschauungen endgültig gebrochen, d. h., mehr als düs bisher geschah, noch tüchtig aufgeräumt werde.

noch nicht überdrüssig geworden, und hast Du sie noch nicht fortgeschickt?*

Die Augen des allen Manne» sprühten Flammen. »Noch eine solche Anspielung aus Fräulein von Arevalo*, rief er heiser vor Zorn, »und meine Thüreu werden Dir, so lange ich lebe, verschlossen fein I Nimm Dich in acht, Eduard. Ich zeichnete mich niemals durch Geduld au». Wer mein Mündel beleidigt, beleidigt mich!'

Ormond schrak vor de« Stur«, den er herauf, beschworen hatte, furchtsam zurück. Er stammelte eine Entschuldigung hervor, denn e» lag nicht in seiner Absicht, mit seinem Onkel zu brechen.Um meine Frage in geeigneter Form zn stellen', sagte er iu bittendem Ton, »ist da» gnädige Fräulein im Park, Onkel?'

Giralda ist ausgeritten', entgegnete der Marquis mit hochmütiger Kälte. »Wenn ihre unschuldige Schönheit Dich hierher lockte, hast Du nicht nötig zu bleiben. Ihre Bekanntschaft ist nicht für Dich. Hätte mich die Gräfin, ihre Mutter, nicht ausdrücklich gebeten, ihr Kind vor Dir zu hüten, so würde ich Dich dennoch in d«S Mädchens Nähe niemals ge­duldet haben.'

Ein seltsames Licht glitzerte aus Ormond» Augen. So hat ihre Mutter von Dir verlangt, ste meinem prüfenden Blick fern zu hatten?* rief er.Sonderbar, doch nein, das ist es nicht, Oakel. Ich will mich in mein Zimmer begeben, um den Reisestaub abzu. schütteln. In Deiner Gegenwart werde ich aber wohl baS Fräulein sehen dürfen?'

Ohne eine Antwort abznvarten, eilte er davon. Die Vorhalle überschreitend, bemerkte er, daß Giralda» Zimmer rffen stand. Lorfichttg schlich er hinein und schaute spähend darin umher. Hier hatte vor Jahren Gottfried Tremor gewohnt. Seltsame Erinnerungen zogen durch Ormonds finstere Seele, als sein Blick auf das Bild de» verbannten Vetters, auf bas im Kamin lodernbe Feuer und die roch nmherliegenden kostbaren KleibnugSstücke fiel.

«ureigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, fvwie die Annoncen-Bureaux von Haafenstein und Bögler in Frankfurt a. SR., Saffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf XXV Moste in Frankfurt a. M., Berlin,München u. Köln; ®. 8.

Daube u. Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

treffende Lehranstalt auch angehören möge, keinerlei Politik einfchleichen und die Heranwachsenden Söhne Deutschlands vor dem Parte hader bewahrt bleiben, den sie noch nicht verstehen können und der nur zu allerlei unreifen Ausgeburten Anlaß geben würde. In anderen Staaten, beispielsweise in Frankreich, * denkt man anders; dort wird schon in der Schule der systematische Deutschenhaß graßxczegen und nicht wenige Unterrichtsbücher sind direkt darauf zuge- fchnitte». Hat man ater in Frankreich die Politik m die Schule getragen, so werden doch auch dort die Geschicke des Vaterlandes, seine ganzen Ver- haltnjffe mit einer Genauigkeit vorgetragen und klar- -estellt, die sehr viel Gutes für sich hat. Die Her­anwachsende Jugend bringt der Heimat ein warmes Interesse entgegen und segensreiche Folgen dieses Unterrichts erhalten sich für das ganze Lebe». Man » hier den Mittelweg innehalten, dann wird nicht nur dem Heranwachsenden Geschlecht, sondern auch dem ganzen Staate gedient, und daß auf diesem Gebiete mehr geschehen muß in Deutschland, das ist lchon längst betcnk, und Kaiser Wilhelm II. selbst N mit besonderem Nachdruck diese Forderung er­hoben. Wir können eine deutsche Schule nehmen, welche wir wollen, mag sie der höheren oder niederen

Nach den Neuerungen und Ausmerzungen, welche in dem zunächst erscheinenden deutschen Arzneibuche vor­genommen und in den Fach blättern zur Kenntnis gebracht seien, bleibe so Manches zu thun übrig, nicht zum geringsten auch nach jener Richtung, daß neuen und bewährten Errungenschaften der denselben gebührende Platz auch gewährt werde. Wie der Vossischen Zeitung" zufolge, Petersburger Blätter melden, wurde beschloffen, das Schulwesen FinlandS gleicherweise wie das der Oflseeprovinze», zu resormire». Die Reform betrifft hauptsächlich die russi che Sprache, sowie den Unterricht in der Geschichte und Geographie Rußlands. Zur Erweiterung dieser Fächer wird der Unterricht in der lokalen Geschichte und Geographie eingeschränkt.

Im 5. Bande seiner Schrift: die Begründung des Deutschen Reiches bringt Herr v. Sybel neue Enthüllungen aus dem Jahre 1866. Herr v. Sybel erzählt:Am 18. Juli begann im Saatsministerium die Beratung der Thronrede. Als aber hier der Finanzminister den ihn angehenden Teil derselben verlas, und am Schlosse die Vorlage eines Indern» nitätsgesetzes verhieß, da erhob sich lebhafter Wider­spruch bei der großen Mehrzahl der Kollegen. Sie hatten vier Jahre hindurch stets behauptet, daß da» Verfahren der Regierung vollkommen verfaffungS» mäßig fei und mithin keiner Indemnität bedürfe; eine solche jetzt verlange», bedeute also das Einge­ständnis, daß die Regierung in dem vierjährigen Kampfe Unrecht gehabt und die Anklagen der Oppo­sition vollkommen begründet gewesen; bei der sieg­reichen Stellung der Regierung fanden sie schlechter­dings keinen Grund zu einer solchen Demütigung, sondern hofften jetzt auf leichte Bändigung der hals­starrigen Opposition. Diese Erörterungen, letzten sich den 19. Juli fort. Von der HcydtS Auffaffung wurde dabei nur noch von dem Baron Werther, dem bisherigen Gesandten in Wien, unterstützt, der zur Zeit als Bismarcks Stellvertreter die Geschäfte des Auswärtigen Amtes in Berlin leitete, und jetzt nach der Sitzung von Eulenburg freundlich darauf angesprochen wurde, daß er sich ja recht evtschieden den Standpunkt der Fortschrittspartei angeeignet habe. Auf den König machte der Bericht einen tiefen Eindruck, indeffen gelang es Bismarck, die Besorgniffe des Monarchen zu beschwichtigen.Wie ist rS möglich," sagte er,in dem Anträge auf Indemnität ein reumütiges Sündenbekenntnis zu sehen? Gerade das Gegenteil ist der Fall. Wenn wir Indemnität beantragen, fordern wir den Landtag zu der Erklärung auf, daß wir Recht gethan, indem

Er verschwendet sein Geld an diese Fremde', murmelte er mtt umdüsterter Stirn, während ich nicht weiß, wo ich das Nothweudigste herurhmeu soll. Ack>, sieh da, die Schreibmappe des gnädigen Fräulein. Der Engel hat sicher an die Frau Mama geschrieben. Uiberzeugeu wir uns, ob der Brief schon abgegangen ist.* Er stahl sich an den Tisch in der Fensterver­tiefung und schlug die Mappe auf. Giraldas nn- vollendeter Brief lachte ihm entgegen. Die Ankunft der Koffer, die Nachrichten von Hause, ihr Reitpferd und alle die jüngsten Eindrücke hatten das Mädchen so aufgeregt, daß die Arme das Blatt einzuschließe» vergeffeu hatte.

Ormonds Gesicht nmdüsterte sich immer mehr, je Wetter er den Bericht GiraldaS über die väterliche Zuneigung des Marquis las. Der Brief enthielt auch mancherlei Ars drücke des Bedauerns, daß cs der Schreiberin noch nicht gelungen war, etwas zur Durchführung ihrer großen und schwierigen Ausgabe zu thuu.Ihre große Aufgabe!' wiederholte der grimmige Feind Gottfried Trewors sinnend.Eine Aufgabe, nm derentwillen sie nach diesem Liudfitz kam! Worin kann ihre geheimnisvolle Sendung be­stehen?'

Er hob seinen Blick gedankenvoll zu de« Bilde des unschuldig verfolgten Vetter» empor. Sein Kopf brannte. Wie ein elektrischer Schlag durchzuckte ihn die Wahrheit. Bleich und zitternd sank er in Giraldas Sessel nieder.

Das also*, tief er mit dumpfer, flüsternder Stimme,erklärt das periodische Verschwinden Beatr'cenS aus de« Baterhanse. Und die große Aufgabe dieses Kinde» ist, den Namen Gottfried TreworS in fleckenlose« Glanze wiederherznstelleu. Endlich sehe ich das listige Gewebe deullich vor mir. Ja, iSottfried lebt! Hier spricht sie eS ans,de» armen Papa Namen von jene« häßlichen Verdacht zu reinigen." Hahaha! Ich hatte den Satz über­sehen. Gottfried, mein aller, tätlich gehaßter Neben­buhler lebt, lebt in England, ist der Gatte Beatricens,

. »Sogleich!' rief das junge Mädchen «tt strahlen. Bugen.Wie gütig Du gegen «ich bist, Oi k-l. bin eine gute Retterin, und freue mich königlich, I 1° herrliches Pferd mein nennen zu dürfen.' i»®° Seh' und lege Dein Rettgewaud an', unter« der Ma: quis ihre DankeSergießnngeu.Ich «ttöe Dir einen Diener zur Begleitung rnttgeben." Wralba beeilte sich zu gehorchen, nach wenigen

He AMU stand sie gerüstet auf der Terrasse. Ein io 1 EM* ihr in den Sattel. Der Marquis

?4675 jftT ihr mit einem stolzen zärtlichen Lächeln nach. l4 A" schön »ad anmutig sie ist', dachte er.Wie

Gattung angehören, über Deutschland, deutsche Ge­schichte und unser Zeitalter werden die Schüler im Verhältnis viel zu wenig ausgeklärt, und wenn ein Lehrer sür dieses Fach besonderes Interesse zeigt, hören die Kinder im allgemeinen mehr von Griechen, Römern und fremden Weltteilen, als von unserem deutschen Kaiserreiche. Gewiß soll, besonders in höheren Schulen, der Schüler eine allgemeine Bil­dung erhalten, aber der Inhaber dieser allgemeinen Bildung soll ein guter Deutscher sein, und nicht allein verstehen lernen, wie die Geschicke der Völker vor zweitausend Jahren lagen, sondern, wie sie heute liegen. Deutschland hat an grundgelehrten Herren eine große Zahl, bald kann eS zu viel werden an Männern mit praktischem Scharfblick aber wird es nie genug bekommen.

Es ist richtig, eines paßt sich nicht sür alle! Tie Einführung der Jugend in das deutsche Zeit­alter, in modernes Leben und Weben hat seine Schwierigkeiten, zumal alle Partcipolitik sorgfältig aus dem Unterricht ferngehalten werden soll. Aber giebt es denn nicht etwas, was allen gemein ist ? Gew ß, und das ist Liebe zu Kaiser und Reich, Treue sür das große, schöne Vaterland. Diese werden aber nicht mit streng formellem Unterricht, mit leerem Auswendiglernen geschichtlicher Zahlen der Jugend beigebracht, sondern durch anregende, dem Lebensaller angepaßte Darstellung. Auch von diesem Thema kann man mit Recht sagen, daß der Buchstabe lötet, aber der Geist lebendig macht. Die Einführung in deutsches Lebe» und Denken ist auch nicht ein Vorrecht sür höhere Schulen, erst recht gehört sie in die Volksschule, hier kann am meisten gewirkt werden. Hier ist ein Thema, welches auch deS Lernens unlustige Schüler zu fesseln vermag, welches gute Samenkörner in das Kindesherz senken kann. Nur mit einem ist dieser vaterländische Un­terricht unvereinbar, mit dem strengen Paragraphen­wesen. Man erzielt nichts auf diefem Gebiete, wen» nun dem Lehrer haarklein vorgeschrieben wird, was er zu sagen, worüber er zu schweigen hat. Bestimmt man das, so haben wir sofort wieder den trockenen Lehrton, und da, wo das Herz zum Herzen sprechen sollte, stellt sich allmählich die Langeweile ein. Mit Recht ist gesagt: Wer die Schule hat, hat die Zu­kunft ! Es ist aber nicht zu wünschen, daß die Schule sich in den Dienst einzelner Personen oder Parteien stelle, sondern in den des Vaterlandes. Darin ist in Deutschland bisher noch viel versäumt, man hielt gar zu ängstlich fest an früheren, heute veralteten Forme», man wußte die unendliche Macht, welche

Der Marquis hatte sich nicht getäuscht. Lord Ormond stieg mißvergnügt die Stufen zu dem Schloß empor. Er war wiederholt bei dem Grafen Berrll gewesen, hatte aber vergebens versucht, bet Beatrice vorgelaffeu zu werden. Zornig und ungeduldig ent. schloß er sich zu einem Besuch bet seinem Onkel, um von Giralda ein Geständnis zu erpressen.

Der Marquis empfing feinen Neffen sehr kühl. So bald schon wieder hier, Eduard?" rief er. Welchem Umstande verdanke ich dieses Vergnügen?'

Ich komme nur auf einen Tag, Onkel. Die Wahrheit zu bekennen, mag ich Dich nicht gänzlich Fremden überlasse». UeberdieS bin ich als Dein Erbe verpflichtet, Dich vor dem Betrug abenteuern, den Volkes zu bewahren, das Dich zu feiner Beute auserkoren zu haben scheint."

Der Marquis runzelte finster die Sttru, verharrte aber in einem bedeutsamen Schweigen.

Du hast ja hier alle» gründlich verändert", be. merkte Ormond, sich an des Onkels Seite in den Salon begebend.Wahrhaftig, Du hast auch Deine Dteuerfchast vermehrt, wie ich sehe."

Ja, «ein lieber Neffe. Du wirst die alten Räume bald nicht wiedererkenuen. Für die meisten der Gesellschaftszimmer habe ich neues und elegante» Mobilar bestellt, Wagen und Pferde find gleichfalls neu, und den Garten und Treibhäusern wird meine besondere Sorgfalt zugewendet. Noch bleibt mir manches Jahr in Aussicht, Eduard. Die Trewor» find ein langlebiges Geschlecht, und ich will jetzt erst wieder anfange», mich der Güter zu freuen, die der Himmel mir beschiel».' Stolz richtete der Marquis sich zu seiner vollen, stattticheu Höhe auf, feine Augen leuchteten und jeder Zug feines frischen Gesichtes verriet Kraft und Stärke.

Eine bittere Verwünschung drängte sich auf die Lippen des Neffen und eine unbezähmbare Wut malte sich in feinen Zügen.Wo ist Deine jugendliche Abenteurerin, Onkel?' höhnte er.Bist Du ihrer

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