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Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für -te Kreise Marburg und Kirchhain.

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Illustriertes Sonntagsblatt.

Spedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Juli, iche nlutig

M 174.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Aerertagen- Ouartal-Wonnements-PreiS bei der Expe­dition 2*/* Mk., bet den Postämtern 2 Mk- 50 Pfg. lexkl. Bestellgeld). JrfferttouSgebühr für die gefpaüene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zelle 25 Pfg.

Marburg,

Sonntag, 27. Juli 1890.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte?, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt o. M., Taffel, Magdeburg «. Wien: Rudolf XXV Mofse in Frankfurt e. M-, Berlin, München u.Köln:G.L Daube u. So. in Frankfurt e. M-, Berlin, Hannover, Paris.

Nscher,

Bestellungen für die Monate Arrgirft

rwahl, -vld September

auf die

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hthold.

Oberhesstschc Zeitung

und ihren Beiblättern

Ureisbtatt rund Itlsstkirrtes Sottntagsblatt »erden von allen Pvstanstalten und den Land- triefträgern angenommen.

ommen, mußte aber wegen der Trauer um den

cmiethes

sie 18.

* Verde».'

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Die Heimfahrt verlies ereignislos.

Der Tag ging zu Ende, als die Reifeudeu bet

Manns- ochfeine Knaben- empfehl

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Treuer Liebe Lohn.

Roman von ll. Rosen.

(Fortsetzung.)

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s gratis beigegeben.

Tie Exped. der Overh. Zeitg.

Wochenschau.

Unser Kaiser hat seine Nordlandreise beendet, die Fahrt auch nicht immer von schönem ommerweiter begünstigt, so war der mehrwöchent- e Aufenthalt in der stillen, großartigen nortoe chen Gebirgslandschaft doch von wohllhuendstem fluß auf die Gesundheit deS Monarchen, der ische Kraft während desselben gesammelt für die edigung der schweren Regentenarbeit in denkom-

-ParftU» Flaco»

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ronprinzen Rudolph von Oesterreich, den Cchwieger- ' lohn des Königs Leopold, unterbleiben. Selbstver- tdidlich Hat auch dieser Besuch nur einen rein mmdschaftlichen Charakter, hingegen wird bei der olgenden Manöverreise nach Rußland der Reichs- iwzler von Caprivi den Kaiser begleiten. In Petersburg legt man dieser neu« Begegnung ein chr hohes Gewicht bei, vielleicht ein zu hoheS; lie deutschfeindlichen panslawistischen Blätter, die in keinem Falle einen allgemeinen Ausgleich der euro-

,oi.nafw ei»2Bir werden gegen Mittag unsere Reise avtretev, sagte der MarqntS. .Das Wetter ist gut' « vir werden eine angenehme Fahrt haken. Du Vst ein wenig bleich ans, seit wir nach der Stadt «ve». Die frische Laudlust fehlte Dir, mein Engel.'

uch yongont gefegt. Die Felseuspitzeu tagten i ? Stimmiger Zerklüftung in die Lüste nnb das Dorf 7.103*;» Wie verloren nnb auSgestorben da.

V. 97*i .Die alte schwerfällige Schloßkutsche wartete anf ö68 6enn, und der Marquis, aus Wtg gestützt, ließ ächzend hineinheben. Giralda folgte ihm, und

Den Neubestellungen werden die Nummern Suckskiw- mit der Beschreibung des landwirtschaftlichen

"enden Wochen und Monaten. Der Kaiser trifft 2 f3296 diesen Tagen wieder in Wilhelmshaven ein, wo Engros-1 nur kurze Zeit verweilt, um alsdann die Reise iStcd. J England, die sich streng im Rahmen eines I samilienbesuche- halten wird, anzutreten. Dieser Am drsflug erhält noch eine Erweiterung dadurch, daß |ll tiae Begegnung zwischen dem Kaiser und dem Könige Iw Belgien in Ostende geplant ist. Die Begrüßung tot schon für den vorigen Sommer in Aussicht ge

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n flechte» l undene, itjucken* len, die Bebra» Marien-

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»*l »Nenne mich nicht Mylord', lächette der Marquis.

»«u bist nicht mehr meine bezahlte Vorleserin, sondern -J «doptivnichte. Du siehst, ich habe die Be. sOk,' kvunog unseres BerwaudtschastSgradeS geändert, ivu*' m wacht mir Vergnügen, von Dir Onkel genannt

, «Ich werde in der Thai froh fein, wieder in >anj fflttem schönen Park lustwandeln zu können', er« [ \ Aderte Giralda mit einen leise» Seufzer, der de»

k . I«liebten im Birkenhain galt, bei denen ihre Gedanken

|l*eilt hatten.

lrg, 1. «bluch für Sie, Mylord, wird eS draußen besser

. »Wie Sie wünsche», Onkelche». Wenn Sie nichts S*8en haben, will ich gehe», «ich für die Reise l,i 7?< ^»bereiten. Wir haben nnr noch eine Stunde » ries Giralda sich erhebend und den Greis nm» **»b nnb küssend.

3n der nächsten Minute war sie ans be« Zimmer

i/g 84'/» Die Heimfahrt verlief ereignislos.

97 u s«s zu ®noe, ars nie menenden bet 04 1? kleinen Station Trewor ausstiegen. Die trüben v ins*» k 6tn Wolken würben von be« wilbeu Märzstnrm

?en Horizont gefegt. '

Päischen Politik wollen, sind ersichtlich beunruhigt und befürchten, aus. der persönlichen Freundschaft der beiden Kaiser könnten schließlich folgereiche politische Ereignisse hervorgehen. Zu vermerken ist jedenfalls die Meldung, daß immer bestimmter eine völlige Neuregelung der bulgarischen Frage im Hinter­gründe erscheint, welche alle interessierten Teile zu beliebigen geeignet ist.

Es herrscht eine vollständige politische Windstille, also gerade zur rechten Zeit ist in London der sogenannte pailamentarische Kongreß zusammenge­treten, der auf die Beseitigung der internationalen Schwierigkeiten durch die Einführung von Schieds­gerichten hinarbeitet. Auch deutsche Reichstagsab­geordnete waren zugegen, und diese Herren haben tapfer mitgethatet und mitgerathen. Aber sie, wie alle anderen Kongreßmitglieder dürsten im Verlaufe der Verhandlungen zur Genüge sich überzeugt haben, daß ihre Hoffnungen und Wünsche vor der Hand nur Hoffnungen bleiben werden. Die französischen Vertreter in der hohen Versammlung haben zu Wiederholtenmalen in der unzweideutigsten Weise zu verstehen gegeben, daß Frankreich sich nicht damit befreunden kann, daß Elsaß Lothringen für immer zum deutschen Reiche gehört. Herrscht aber diese Anschauung, was sollen dann jemals Schiedsgerichte nützen? Es wird alles beim alten, das heißt, ein jeder Staat auf seine Kraft und seine Freunde an­gewiesen bleiben.

In der Kolonialpolitik ist etwas besonderes in letzter Zeit nicht zu verzeichnen. Es war die Mit­teilung int Umlauf, der noch immer kranke Reichs­kommissar von Wißmann habe auf sein Gesuch seinen Abschied bewilligt erhalten, doch hot sich daS nicht bewahrheitet. Daß der Retchskomrnissar nicht nach Afrika zurückkehren werde, war im übrigen ja schon lange bekannt. Die Fahrten der neuen ostafrika­nischen Dampferlinien sind von Hamburg aus er­öffnet. Auf dem Bismarck-Archipel in der Südsee haben Kämpfe mit den Eingeborenen stattgefunden, welche einen Arbeiter-Aufseher in deutschen Diensten überfallen und erschlagen hatten. Die Dörfer der aufrüherischen Stämme sind zerstört und die Letzteren selbst empfindlich bestraft worden. Eine größere Denkschrift des Reichskanzlers von Caprivi über den weiteren Fortgang der deutschen Kolonialpolitik wird demnächst erwartet.

Die Streikbewegung in Deutschland hat sich jetzt ausschließlich auf den Hamburger Ausstand reduziert, bei welchem es sich aber nicht mehr um Lohn-, sondern um Machtfragen handelt. Die Arbeitgeber

raffelnd bewegte sich der Wagen über die holprige Straße.

«Ich habe mehrere meiner ehemaligen Diener, die beschäftigungslos waren, wieder bei mir angestellf, bemerkte Lord Trewor. »Ich beabsichtige zn «einen früheren Gewohnhelleu zorückzukehren, und das Lebe» im Schloß behaglicher «ad reicher zn gestalte».'

Als der Wagen mühsam den hüglige» Dorfweg in die Höhe klimmte, schaute» ihm neugierige Augen ans dem freundlichen weißen Hütten nach. Die Schatte» di 8 Abends verbargen die Klippen und Ab­gründe, au welchen die ermüdenden Reisenden vorüber- kamen, und die Lichter, die von dem Gipfel des Berges in die Tiefe schimmerte», diente» dem Kutscher zum Wegweiser.

.Jetzt find wir bald zu Hause', rief der Marquis. ,36 höre schon das Knarren der Thorflügel, die zn unsere« Empfang geöffnet werden.'

Nach wenigen Minute» hielt der Wage« vor be« hohen, wappengeschmückte», hellerleuchteteu Portal. Zu GiralbaS Verwunderung wäre» in der gewölbten Vorhalle eine Anzahl in grün nnb goldener L vree gekleidete Diener versammelt. Neben Fran Pnmp, die in raschelndem schwarzen Seidevanznge strahlen« den Gesichte? dastaud, hielt sich der wieder in sein Amt eingeführte ehemalige Haushofmeister, ein kleines pomphaftes Männchen, das an die Größe und Herrlichkeit der T'eworfchen Familie wie a» ein Evangelium, glanbte.

Die eichengetäfelte Vorhalle war mit Guirlanden von Immergrün vud Tavuenzweigeu festlich umrankt. Erstaunt über das uuerwartete Schauspiel, das sich ibr bot, näherte sich Giralda be« Marquis, bet ihren An» in ben (einigen zog, nnb sie auf feinen mit goldenem Knopf gezierte» Stock gelehnt, lächelnd vorwärts führte.

.So seid Ihr alle wieder i» «eine Dienste zurück- gekehrt', nickte er ben sich ehrerbietig verneigenden Leuten jn. »Ich freue mich, Euch wieder um mich

in der Hansestadt wollen bekanntlich keinen Arbeiter mehr befchäfligen, welcher einem sozialdemokratischen Fachverein angehört, und um die Zurücknahme dieser Bedingung zu erzwingen, dauert der Streik fort In sozialdemokratischen Zeitungen werden die ge­samten deutschen Arbeiter zur Unterstützung der Hamburger ausgefordert, aber die Beiträge, welche einlaufen, sollen nur recht knapp und schmal fein. Jeder hat heute eben mit sich selbst zu thun.

Im englischen Parlament ist der Vertrag, durch welchen Helgoland an Deutschland abgetreten wird, von beiden Häusern der Volksvertretung jetzt ange­nommen. Dem Abschluß nahe sind auch die Kolonial­verhandlungen mit Frankreich, doch sind Zwischen­fälle nicht ausgeschlossen, denn in Paris legt man es daraus an, für die Anerkennung des britischen Protektorates über Zanzibar möglichst viele Gegen­leistungen herauszufchlagen. Das 2. Londoner Grenadierbataillon, dessen Mannschaften sich bekannt lich eine cffene Meuterei hatten zu Schulden kommen lassen, wird jetzt nach Bernuda transportiert. Vor der Abfahrt hatte der Herzog von Cambridge als Oberbefehlshaber der Armee den Leuten noch eine donnernde Strafpredigt gehalten. Sechs Rädels- sührer erhielten längere Gefängnisstrafen. Der Ver­band der britischen Seeleute hat den Rhedern den Beginn eines allgemeinen Streiks in Aussicht ge­stellt, falls ihnen nicht gewisse Forderungen bewilligt würden.

König Leopold von Belgien hat unter großer Teilnahme der Bevölkerung sein Regicrungsjubiläum zu gleicher Zeit mit dem Unabhängigkeitsfeste be­gangen. Zahlreiche große Feierlichkeiten wurden veranstaltet, die leider vom denkbar schlechtesten Wetter begünstigt waren. In Spanien ist es wiederum zu groben Ausschreitungen von Hütten­arbeitern gekommen, gegen welche Militär aufge­boten werden mußte. Von der Cholera hört man nur noch wenig, die Epidemie scheint bei der an­dauernden kühlen Witterung von selbst erlöschen zu wollen. Die spanischen Behörden haben zu diesem erfreulichen Resultat allerdings so wenig wie möglich beigetragen.

Während es in der alten Welt im Großen und Ganzen ziemlich ruhig auSsieht, geht eS in der neuen etwas ungeberdiger zu. Die kleinen Republiken in Central-Amerika haben bekannllich vor einiger Zeit einen Staatenbund geschlossen, welcher etwa der nordamerikanischev Union gleicht. Mit diesem Projekt ist man aber nicht überall einverstanden gewesen, besonder- im Staate San Salvador nicht. Ein

zu sehe» und wünsche, baß Ihr alles wieder in der alten Weise einrichtet Meine Nichte, Fräulein Arevalo, die jetzt an bei Spitze meines Haushaltes steht, ist bte Herrin, an bie Ihr Euch jederzeit zu wende» habt'

Nachdem diese Borstelln»g vorüber war, geleitete der Marquis das junge Mädchen in ben großen Salon, ben Giralda bisher noch nicht gesehen hatte. Von bet reichgeschuitzie» Eichendecke blitzte ein Kryllall- kronlenchter nieder, dessen prismengeschmückte Arme einen Wald von Wachskerzen trugen, die den weiten Raum mit einem Meer von Licht überfluteten. Gold- gestickte Vorhänge von karmsisiuroAm Sammet ver- hüllten die Fenster. I» dem von vergoldeten Arabesken »«rahmte» schwarze» Marmorkamiu loderte ei» helles Feuer, das seine rötliche» Strahlen in dem weißschimmerudeu, goldumrandete», die Sammetpolfter der verschiedengestaltigen Sessel und Sophos tragende» Schnitz Werkes wiederspiegelte.

Der Gegensatz zwischen dem gegenwärtige» Glanz und dem früheren Verfall war so außerordentlich, daß GiralbaS Herz sich von der wohlthnende» Ver­änderung bis in daS Innerste erwärmt fühlte. Ein heiteres Lächeln flog über ihre Züge und verscheuchte den Ausdruck der Müdigkeit, der fich darin festzu­setzen begonnen hatte. Such der Marquis schien von dem sreundlicheu Anblick angenehm berührt und über­rascht, qjbwohl die Umwaudlnng auf seine Anord- uung geschehen war.

Saum hatten die Heimgekehrte» eine halbe Simrde auSgeruht, als Fran Pump erschien nm zu melden, vaS Abendessen werde sehr bald berett sein. Von der würdigen alten Dame begleitet, zog fich Giralda ans ihr Zimmer zurück.

.Gestatten Sie mir, Ihnen heute behilflich zu sein', bat Frau Pump dringend. .Was sage» Sie nur, welche Wendung jetzt alles bei uns genommen hat? Ach, und das ist einzig Ihr Werk, gnädiges Fräulein I Ich wußte es, als ich Sie in das Haus komme» sah, daß Sie nnS Glück bringe» würden.

General Ezeta ließ den Präsidenten und die Minister bei einem großen Bankett nieder schießen, übernahm selbst die höchste Gewalt und gewann auch die Soldaten für sich. Der wenig skrupulöse General muß doch ein tüchtiger Offizier fein, denn als der Nachbarstaat Guatemala seine Truppen ausschickte, um in San Salvador die Ruhe wiederherzustellen, schlug Ezeta die Guatemalaner bis zur Vernichtung. Nun haben die übrigen zentralanurikanischen Staaten den Emporkömmling ersucht, die angemaßte Gewalt wieder niederzulegen. Der General sieht aber hierzu keinen Anlaß, und so steht ein blutiger Krieg bevor. Der Streik der Arbeiter in den südamerikanischen Salpeterwerken von Jquique hat zu großen Brutali­täten geführt. Die brodlosen Arbeiter, mehrere tausend Mann stark, waren ohne Geld und ohne Nahrung und begannen nun einfach die Geschäfts­lokale der Stadt zu plündern. Die Inhaber leisteten Widerstand, wurden aber bald überwältigt. Jetzt sind Truppen und Kriegsschiffe aufgeboten, um die Arbeiter, welche in dem Orte als unbedingte Herren auftreten, aus demselben wieder zu vertreiben. Auch in Brasilien sicht es ungemüüich aus. Alle Augen­blick werden Verschwörungen entdeckt, welche nach Mitteilung der republikanischen Regierung ganz unge­fährlich sind. Dabei werden aber die Arrestanten in strengster Haft gehalten und summarisch durch Kriegsgerichte abgeurteilt Auch an baarem (Selbe ist großer Mangel im Lande.

Deutsche* Reich.

Berlin, 25. Juli. Wie der .Reichsanzeiger' meldet, hat der Kaiser gestern Abend mit .Wacht' undIrene' Molde verlasse», um nach Bergen zurückzugehen; er gedenkt von dort Sonnabend Mittag die Heimreise fortzusetzen. Wie verlautet trifft der Kaiser, von Bergen kommend, am 28. Juli in Wilhelmshaven ein, verbleibt daselbst bis zum 31. Juli an Bord des .Hohevzollern" und fährt am 1. August über Ostende nach England, von wo er am 11. August voraussichtlich in Berlin wieder eintrifft. DerReichsanzeiger" bezeichnet die Meldung, daß nach erfolgter Uebernahme Helgolands das dortige Postamt der Hamburger Oberpostdirektio» unterstellt werde, als unrichtig. Es seien keinerlei Bestimmungen hierüber getroffen. Nachdem das Gesetz über die Fürsorge für die Waisen der Lehrer an öffentlichen Volksschulen unterm 27. Juni die Allerhöchste Sanktion erhalten hat, haben nunmehr der Minister der geistlichen rc. Angelegenheiten und der Finanz-Minister die dazu erforderlichen Aus-

Die alten Zeiten kehren wieder, nnb der Herr Marquis wird sich nicht länger wie ein menschenscheuer Ein« fiedler von aller Welt abschließe». Ach, daß ich diese» Tag noch erlebe» durste!' fuhr die gute Alte zwischen Weinen und Lache» fort. .Und Sie find die Nichte des gnädige» Herr»? Ja, das erklärt Ihre Aehnlichkett mit de» TreworS, bte mir »nb be» Uebrigeu sogleich auffiel.'

Giralba bürstete schweigend ihre Locke».

.Der Herr MarqniS hat auch scho» unser Golb- und Silbergeschirr, das in bei Bank von London ausbewahit wird, znrückverlangt', plauderte Fra« Pump Wetter. .Wir werde» also wieder Feste und Sesellschafte» hier habe». Aber, gnädiges Fräulein', schloß ste i» leiserem To», .Sie werden trotzdem nicht vergesse», was Sie mir für Herr» Gottfried Trewor zu ihn» versprochen?'

.Nein, Frau Pnmp', erwiderte Giralda, .das werde ich gewiß nicht, ich will vielmehr alles ver- suche», das Herz beS alten Herrn für feinen armen Neffen zu gewinnen.'

.Ich habe baS »Hb beS Unglücklichen in Ihrem Zimmer gelassen, bamit es Sie beständig an Ihr Versprechen mahne. Ich würde znstieden sterben, wenn ich daS Geheimnis jenes Mordversuches aufge­klärt, und den jungen Herrn «ü Frau und Kindern in diesem alten Schlosse, ihre« rechtmäßigen Etgenthnm, sehen könnte. Sie haben mit größere» Schwierig­keiten zu kämpfe», als Ste benlen, wenn Sie für de» Verfolgte» handeln wollen, gnädiges Fräuleüa. Lord Ormond haßt seinen Vetter. Ach, nnb bei Mensch ist schlecht nnb habsüchtig, wie Wenige. Nehme» Sie fich ja vor ihm i» acht'

GiralbaS ToÜette war beendigt Mtt eine« gütigen Wort verabschiedete ste fich bei der Hans- hälteri», nm fich in das Speisezimmer zn begebe».

.Ich befinde «ich in bet wir gebührende» Stellung', murmelte fie, .und in dem Schlosse meiner Ahne». Lord Trewor ah»t nicht, wie be­rechtigt ich bi», ihn Onkel zu nennen. Er liebt mich.