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5 M Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Illustriertes Sonntagsblatt.

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Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

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UrfchetM täglich außer an Werktagen «ach Sonn« und Feiertagen. Quartal-Abonnementr-PreiS bei der Lxpe- dttion 2*/* Ml., bet den Postämtern 2 8Rt 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). Jnfertionsgebühr für die gefpaüme Zeile 10 Pfg., Reklamen für die geile 25 Pfg.

Marburg,

Donnerstag, 24 Juli 1890

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS, Evie die Anuoneen-Bnreaux von Haafenstein und Bögler

Frankfurt a. M., Löffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf XXV. Jabraana. wtoffe in Frankfurt a- M-, Berlin, München u. Köln; G. L- *7 u 3*

Bande u. Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

Bestellungen für die Monate Airgrrft und September auf die

Obcrhcsftsche Zeitung

und ihren Beiblättern

Ureisbtatt

und

-ttrrSriertes So««tagsblatt werden von allen Postanstalten und den Land- iriefträgern angenommen.

Den Neubestellungen werden die Nummern arit der Beschreibung des landwirtschaftlichen Festes gratis beigegeben.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

M politische« Lage.

Aus Beilin wird derPol. Korresp." geschruben: Die Versuche, welche in jüngster Zelt unternommen wurden, um durch Aneiranderreihung verschiedener, m keinerlei innerem Zusammenhang stehender Vorgänge auf der Balkanholbinsel die Lage in diesem Teile Europas als nicht m bedenklich erscheinen zu lasten, haben die in Berlin bestehenden Ansichten in keiner Weise zu beeinflussen vermocht. Keiner der ange­deuteten Vorgänge erscheint geeignet, ein Gefühl der Beunruhigung einzuflößen. Was speziell Bulgarien betrifft, hat man in Berlin den Gerüchten über die bevorstehende Abdankung des Prinzen Ferdinand auch dor ihrer in authentischer Form erfolgten Widerlegung keinen Wert bcigelegt. Bezüglich des Ursprungs dieser Ausstreuungen ist es zum mindesten nicht un­wahrscheinlich, daß er diesmal nicht ausschließlich in den Wünschen der dem Prinzen feindlich gesinnten Presse zu suchen ist. Unter den französischen Ver­wandten des Prinzen Ferdinand mag aus leicht erklärlichen Gründen der Wunsch bestehen und auch zum Ausdruck gekommen sein, daß der Prinz zurück- ttete und dadurch ein Stein des Anstoßes für Rußland auS dem Wege geräumt werde. Jeder Franzose, mag er ein Anhänger der heutigen Regierung oder eines der Thronprätendenten sein, hat sich im Laufe der Jahre den Gedanken angeeignet, Frankreich Snne durch Rußland in die Lage versetzt werden, das Hauptziel aller sranzösischen Politik, die Wieder-

eroberung von Elsaß Lothringen, zu erreichem Daher die Huldigungen, die den russischen Botschafter in Paris, den russischen Fahnen bei einem kürzlich ab­gehaltenen Festzuge, hohen russischen Gästen in sranzösischen Bädern dargebracht werden; daher das enthusiastische Absingen bet russischen Nationalhymne bei paffenden und ungeeigneten Gelegenheiten; daher auch die Bemühungen orleanistischer Prinzen, ihren Verwandten, den Prinzen Ferdinand, zu veranlassen durch seinen Rücktritt vom bulgarischen Thron den thatsächlichen Beweis zu liefern, daß auch die Familie Orleans, wie jeder Franzose, zu jedem Opfer bereit ist, um sich den Ruffen angenehm zu machen. Die Prinzen von Orleans haben dabei nur Eines aus den Augen gelaffe», nämlich, daß Prinz Ferdinand eigene Jntereffe hat, die mit den französischen oder spccifisch orleanistischen in keinem Zusammenhang stehen, und daß für ihn deshalb keine Veranlassung vorlikgt, aus Liebe für seine Vettern und Onkels, die sich im Allgemeinen nur sehr wenig um ihn ge­kümmert haben, einer Stellung zu entsagen, in welcher er in der Lage ist, dem bulgarischen Volke und da­durch mmittelbar sich selbst wesentliche Dienste zu erweisen.

Der Verwirrung der Zustände in Serbien legt man hier vor der Hand kerne große Bedeutung bei. Man ist seit langem mit der Thatsache vertraut, daß die Dinge in Belgrad nicht glatt gehen und obgleich man sie nicht unbeachtet läßt, so erscheinen die letzten Vorgänge doch im Allgemeinen nur wie Stürme in einem Glase Waffen, als Agitationen, die sich erst dann außerhalb Serbiens empfindlich fühlbar machen würden, wenn sie auf die Aktionen der Großmächte Einfluß nehmen könnten. Von solchen Aktion ist aber augenblicklich, was die Balkanhalbinsel angeht, überhaupt nicht die Rede. Tie Beunruhigung, die man in dieser Beziehung künstlich zu schaffen bemüht ist, kann mit Leichtigkeit auf panslaviftische Wühlereien zurückgeführt werden, denen ein Zustand der Ruhe in Bulgarien nun einmal ein Gräuel ist und welche Serbien zu Extremen treiben möchten.

Solange der eurcpäflche Friede gesichert erscheint, sind Feindseligkeiten auf der Balkanhalbinsel, denen eine größere Tragweite beizumefsen wäre, nicht zu befürchten, für die Aufrechterhaltung des europäischen Friedens aber liegen in diesem Augenblick soviel günstige Anzeichen vor, daß man ihm ohne Optimist zu sein, als einstweilen noch gesichert betrachten darf. In die ferne Zukunft kann Niemand hinaussehen; daß aber Kaiser Wilhelm II sich schwerlich entschließen würde, am Vorabende eines Krieges mit Rußland

dem Zaren einen freundschaftlichen Besuch zu machen, liegt für Jedermann, der die Dinge einfach sehen will, wie sie sind, auf der Hand. Selbst, wenn man annimmt, daß in der Thal eine tiefgehende Verstimmung zwischen Deutschland und Rußland vorgeherrscht hätte, waS aber an maßgebender Stelle entschieden in Abrede gestellt wird so muß man sich sagen, daß nichts geeigneter sein kann, sie zu beseitigen, als vertrauliche Aussprachen, wie sie während der Anwesenheit unseres Kaisers in Rußland zweifelsohve zwischen ihm und dem Zaren statt- rnden werden.

Herrisches Reich.

Berlin, 22. Juli. Die Jury des internatio­nalen Komitees des Roten Kreuzes in Genf erkannte die ausgesetzten Preise für die besten Abhandlungen über die Frage, wie dem Mißbrauche des Namens und Zeichens des Vereins zu begegnen sei, einstim­mig Buzzati - Venedig und Castori - Padua zu. An der Jubiläumsfeier der hiesigen Tierarzneischule nahmen Profefforen der Tierarzneischulen in Paris, Maisons-Alsort und Lyon teil, ferner die franzö­sischen Tierärzte Chauvenau, Nocard und Arloing, sowie Vertreter der Veterinärschulen in Toulouse, Kopenhagen und Wien. Nachdem das preußische Staatsministerium den vom Unten ichtsminister aus­gearbeiteten Grundzügen für ein Gesetz über die öffentliche VoWchule feine Zustimmung erteilt haben wird, soll der Entwurf, wie verlautet, veröffentlicht und so den Fachkreisen die Gelegenheit einer recht­zeitigen Prüfung und Beurteilung aller Einzelheiten gegeben werden.

Das Beispiel des Kaisers, Grundbesitz in Elsaß - Lothringen anzukausen, hat, wie schon kurz mitgeteilt, Nachahmung gefunden und es wäre zu wünschen, daß daS in noch größerem Maßstäbe ge­schähe. Elsaß-Lothringen ist sehr fruchtbar, Grund und Boden stellenweise noch nicht so teuer, wie in Altdeutschland. Der Grundbesitz ist, namentlich in Loihringen, zum Teil noch im Besitz von französischen Ur terthane», welche wenig im Reichslande leben und durchaus nicht abgeneigt find, den liegenden Besitz in klingende Münze umzuwandeln. Der Erwerb von Wirtschaften und Gütern in Elsaß - Lothringen ist also an und für sich schon ein lohnenoes Geschäft. Tann aber wirken bemittelte deutsche Besitzer politisch ernt allerbesten. Die Elsaß - Lothringer sind heute noch immer vielfach auf den Handels- und Gewerbe- Verkehr mit Frankreich angewiesen und daraus er- klärt sich zum guten Teile auch noch die Haltung

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Treuer Liebe Loh«.

Roman von U. Rosem

(Fortsetzung.)

Giralda sollte mir schon an» dem Grunde ge. hören, weil sie entschieden das Gepräge der Trewor. scheu Familie trägt", bemerkte der Marquis.Weuu ich nicht wüßte, daß fie spanischer Abkunft ist, würde ich fie für eiue Trewor halten. Ihre Tochter sagte Ar, daß Sie Engländeriu vou Geburt seiev. Ist tS nicht möglich, daß Sie von einem Zweige der Treworscheu Familie abstammeu, Frau Gräfin?"

Beatrice verneiute.

Die Sogeu des Marquis ruhten für kmze Zett ruf dem Mädchen.Es liegt nahe", sagte er mit der ändert» Stimme,daß GiraldaS Aehulichkeit mit »einer Familie dazu beitrug, »ein Jutereffe für Ihre Tochter zu erwecken, aber es war noch etwas anderes, das mich so unwiderstehlich zn ihr hiuzog, ihre ugen, Frau Gräfin. Und diese Augen gleichen so sehr denen einer Person, die ich einst namenlos liebte. Sie waren die süßesten nnd ehrlichsten, die jemals «S eine« sonnigen Suabeugestcht leuchteten I Wenn ich in GiraldaS Augen sehe, glaube ich wieder in die (einigen zu blicken, al» sie «och nuschuldig and rein »areu."

Der alte Mau» starrte trübe vor sich hin. Sein Gesicht war ton einer Bläffe bedeckt, die nicht bet Aperliche Schmerz verursacht hatte, und nm seine «ppen zuckte tl wie vou mühsam unterdrückt« Erregung.

Giralda vermochte ihre Thräueu nicht znrückzn, »ringen, und ihren Kopf auf der Mutter Schooß bettend, weinte fie laut. Auch Beatrice kämpfte mit ihrem Mitleid. Die vttterkett und rinsarnkeit eine» ranzen Lebens sprach au» den Worten bei Greises, J»b bet Wunsch nach ein» Lersöhnung zwischen yern Gatten nnb feinem Datei wurde von diesem Augenblick an ein leidenschaftlich«. Eie hatte ben|

Marquis seit vielen Iahten gekannt, aber ihr gegen, über hatte er immer den herzlosen Menschenfeind hervorgekehrt.

Bei dem Geräusch vou GiraldaS schluchzeuder Stimme wendete sich der Marquis erstaunt nach ihr um.

Ach, das kleine mitleidige Herz», murmelte er und ein Lächeln der Freude verklärte feine stolzen Züge. «Sehen Sie, Gräfin, wie sehr das Kind mich liebt l Die Kleine weiß, daß bet Knabe, von bem ich rebele, ein Heuchlet, ein Meuchelmörder wat», tief er und ans seinen Augen schaffen Blitze, ,8t war eS, bet mich zu bem machte, wcs ich bin! Ich fluche feinem Andenken und weuu er lebte, würde ich ih» erbarmnugSloS vernichten. Zur Erinnerung an die glücklichen Tage, in welchen ich noch an feine Liebe nnb Redlickkeit glaubte, geben Sie mir Ihr Kind, Gräfin. Er wat nächst feiner Mutter das einzige Wesen, das ich bis jetzt liebte. In jenen fernen Tagen träumte ich vou einer Zukunft, in bet feine Söhne nnb Töchter meine Stutee umspielen würden. Er wat damals mit einer vornehmen fchöueu Dame verlobt, die, wie ich zuweilen vermute, feiuetwegeu nrvrrmählt geblieben ist. ES waten eitle Träume, aber fie werben mir verwirklicht scheinen, nnb ich werbe glauben, daß eS sein Kiub ist, das ich liebe, wenn Giralda bei mir ist. Wollen Eie ihr ge. statten, mit zn folgen, Frau Gräfin?»

.Ja, fie mag gehen», erwiderte Beatrice mit un­sicherer Stimme.

Lord TrewotS Gesicht strahlte vor Freude. St hatte sich die Adoption bei halben, liebenden Geschöpfes in den Kopf gesetzt, und war Überglücklich, einen "Erfolg davonzutrageu, wo et sich schon aus ein Fehl, schlagen vordereiteu zu müffen glaubte.

«Gnädige Fran!» tief et mit einer Feierlichkeit, die echtem Gefühl entsprang, .ich OM Ihr Kind hüten, wie den Apfel mehiel Angel. Mein Hanl steht den Berwandten Sttaldal zu jed» Zett offen, [nnb Ml ich für Sie und die Ihrigen thuu kann,

wirb geschehen, nnb vou mir all eine mir gewährte Gunst betrachtet werben.»

Beatrice bankte mit eblet Würde. .Ich habe nur die eine Bedingung zu stellen», schloß sie, .daß meine Tochter so sorgfältig geschützt und behütet werde, al8 ob Sie, Herr Marquis, wirklich ihr Vater wären. Ich sagte Ihnen, baß ich viel von Ihnen gehört habe; ich hörte auch vou Ihrem Neffen, einem leichtfertigen Manu. Mein Kind soll vor jeder Be. rührung mit ihm bewahrt werden.»

.Wenn Eduard Ormond wagt Giralda zu lange anzublicken, wird er mein Schloß Zeit meines Lebens nicht wieder betreten dürfen», befeuerte der alte Edelmann. »Aber er wird auch ohnehin nicht nach Trewor-Park kommen. Er pflegte mich niemals oft mit feinen Besuchen zu belästigen, nnb seine Wanderungen im Osten haben ihn nicht liebevoll« gemacht. Seien Sie verfichert, Gräfin, baß er Gttalba nur in meiner Gegenwart nnb bann auch nur durch Zufall sehen wird."

Ich vertraue vollkommen auf Ihre Ehre und Ihre Liebe zu meiner Tochter", bemerkte Beatrice. Haben wir sonst noch einen Punkt zu ei örtern?"

,Jst el notwendig, daß wir «st noch den Grafen An valo auf suche» und seine Zustimmung gewinnen?" fragte der Marquis.

Nein, Hnr Wa-quis. Mein Gatte ist ein Ge­lehrt« nnb empfängt feiten Gäste. Er hat nttr daS Berfügnugsrecht über nufere Kinder vollständig üb«, tragen."

So ist nichts mehr vorhanden, dal uni länger all bis morgen früh in London zurückhatten könnte?"

Nichts, soweit Giralda in Betracht kommt. Ich kann fie vor Ihrer Abreise nicht mehr anfsncheu, da meine Pflichten mich anderweitig in Anspruch nehmen. Sie wndeu j-tzt noch wünschen, etwas über die An» gehörigen Siraldal zu erfahren', lächeüe Beatrice. Daß ihr Baier von hoher Geburt ist, «iffeu Sie berttil durch meine Tochter, Ich selbst hin aul vornehm« Knüllte, aber durch He Umstände v«.

desjenigen Teiles der Bevölkerung welche zu Frank­reich neigt. Verdient man im Jnnenlande unter deutscher Herrschaft und von Deutschen genug, so wird man sich weniger und weniger um Frankreich bekümmern. (Serabe auf die friedliche Eroberung der Reichsländer durch die Vermehrung der deutschen Ansiedler ist bis zur Stunde viel zu wenig geachtet. Der Kaiser wird noch in diesem Herbst sein neues Besitztum USville bei Metz persönlich besuchen.

Für die Ankunft des Fürsten Bismarck auf einem Stammgute Schönhausen an der Elbe, die ursprünglich für die ersten Tage der vorigen Woche angesagt, dann aber verschoben war, ist ein neuer Termin noch nicht anberaumt worden. Doch dürfte >ie Reise nicht mehr allzulange auf sich warten I affen. Bei dieser Gelegenheit wird der Fürst auch wohl definitive Bestimmungen über die Errichtung eines Bismarck - Museums in Schönhausen treffen. Mehr als 300 Kisten und Pallete mit Kunstsachen und Andenken sollen zu diesem Zwecke bereits in Schönhausen eingegangen sein. General - Feld- marschall Graf Blumenthal feiert demnächst seinen 80. Geburtstag.

Köln, 22. Juli. Gestern abend traf Kultus­minister von Goßler in Begleitung des Oberpräsi­denten Raffe hier ein. Der Minister besichtigte Schulen und Hospitäler und stattete abends in Be­gleitung des Oberpräsidenten dem Erzbischof einen Besuch ab. Am Donnerstag wird Herr v. Goßler in Bonn eintreffen und am Freitag nach Cobleuz abreifen. Dort besichtigt er am Sonnabend das Hospital und daS neue Schlachthaus und tritt bann die Rückreise nach Berlin an.

Stuttgart, 22. Juli. Der Staats auzeiger» meldet amtlich: Der König erklärte, daS ehrengericht­liche Urteil bestätigend, den Hauptmann z. D. Miller wegen Verletzung der Standesehre unter erschwerenden Umständen bei Offiziertitels unb ber Uniform verlustig.

Ausland,

Madrid, 22. Juli. Die spanische Finanzdele- gation in Paris entdeckte sieben gefälschte Coupons der auswärtigen spanischen Schuld, Serie F. Die falschen Coupons sind kürzer als die echten.

Gibraltar, 22. Juli. Kaiserin Friedrich begab sich nach der Ankunft von dem Landungsplätze nach der Residenz des Gouverneurs. Später fand an Bord der königlichen NachtViktoria und Albert" ein Diner statt.

«rüffel, 22. Juli. Wie hier verlautet, trifft Kaiser Wilhelm am 2. August in Ostende ein und

hindert, Ihnen den Namen derselben ,n neune». In England glanben sich Familie« von Rang »och ent­ehrt, weuu etne8 ihrer Mitglieder sich der Künstler-

lausbahu widmet und'

.Ich trage kein Vnlaugeu, Ihre» Familieunamen zu keoueu», uuterbrach der Marquis seine» Bast. Das Zeugnis vornehmer Geburt ist Ihren Zügen nnb Ihrem Wesen ausgeprägt. Metti Wunsch, Ihr lieblich-S Töchterchen zu abopttereu, flieht mir nicht das Recht, mich in Ihre Privatangelegenheiten et»«

znbräugeu."

Möchten Sie nicht wiffeu, an welchem Theater ich wttke nnb auf welche Personen ich mich zur Be­kräftigung meiner Aussagen berufen kann?"

Nein, gnäbige Fran, ich bi» in lebet Beziehung vollkommen betriebtgt" _

So darf ich mich wieder entfernen", sagte Bea- trice sich erhebend.Meine Zeit ist sehr knapp be. messen nnb ich werbe wahrscheinlich bereits vermut werbe». Eine Aboption in gesetzlicher Form ist nicht nötig. Giralda liebt Sie und wird Sie nicht ver- löffelt, fo lange Sie ihre Gegenwart wünschen. Ich bitte Sie nut nochmals, ihr immer et» wohlwollend«

^ete Achte''dem Marquis 'die Hand znm Lebe- wohl und schloß dann ihre Tochttr tu die Arme. D« Abschied wurde Beide» sehr schw«. Dos Ge­fühl ein« schweren Gefahr, die über ihnen unb ihren Sieben schwebte, lastete auf Mutter unb Tochter.

Beatrice wendete fich zum Gehe», tfe die Thür plötzlich geöffnet wurde unb Lorb Ormond, hell« lächelnd, t» dal Zimmer hüpfte.

21. Kapitel.

Ei» Schimmer der Wahrheit.

Leattice erschrak bis in das innerste Herz, «ab fast »willkürlich zog ihre Hand de» Schlei« vor dal Gesicht, all Lord Ormond eine» Augenblick zwischen ihr und der ThÜre stehe» blieb.

Ormond warf einen scharfen neugierigen Blick