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Möglich noch warte».*
Biralda sprach mit leidenschaftlichem Eifer. Sie
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stehen, wie dann alle Phrasendrechselei aufhört und es nur eins giebt, sich als Mann zu zeigen. Aber die, welche wissen, daß eS eine Macht giebt, welche im entscheidenden Moment alles Widerstrebende fortreißt wie eine Wasserflut, die Zwerge, die sich Riesen wähnen, fortschwewmt, die können nur lächeln über alle die Ideen, die sich mit neuen großen Zu- kunssplänen beschäftigen und Deutschland in seinem innersten Charakter auf den Kopf stellen wollen. Im deutschen Volk, im deutschen Herzen fitzt etwas, was man wohl zeitweise betäuben, aber nicht ertöten kann, eine Macht, die 1870 die französische Kriegserklärung mit stolzem Mute aufnehmen ließ und die deutschen Waffen zum Siege führte, und diese Macht, sie heißt: Nationalbewußtsein und Nationalstolz!
Liebe Lohn.
Roman von U. Rosen.
(Fortsetzung.)
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Beatrice dachte schweigend über deu Vorschlag
* —“l Sie erkannte die Schwierig.
19. Kapiul.
Dar Glück begünstigt Giraldo.
Die Recht buchte keinen Ccklaf in Giraldas Augen. Die Geschichte, die sie vou ihrer Mutter Lippe» gehört, hotte ihr Gemüt tu alle» sei» Tiefeu erregt. ES schien ihr beinah« unglaublich, daß der heitere lebensfrohe Gottfried Tremor, der Gegenstand diS unauslöschlichen Hasse» seine» Onkel», der Jövg. liug, welcher bei einem Mordversuch auf deu Marquis ergriffe» worden mar, derjenige, dessen Sache st« der alt.n HavShSlleriu versprochen hatte, bei Lord Trewor ,» verteidigen, wirklich ihr eigener Later, der ernste, edle, gelehrte Mao» sei» sollte, deu fie vou allen Wesen auf Erde» am Höchste» verehrte.
,6t war de» ihm zvgtschritbeuev Verbrechen» niemals schuldig!* wiederholte fie fich immer aufS Neue. »Papa ist unfähig, einem lebende» Geschöpf» doS Geringste pr Leide zv 1h»». Armer Papa! Wenn uu» Lord Trewor dennoch von meiuer Lerwandtschast mtt dem gehaßü» Riffe» erfährt? Wen» Lord Ormond
- Marburg,
Sonnabend, 19. Juli 1890.
Bestellungen für die Monate August und September auf die
Obcrhesslschc Zeitung
und ihren Beiblättern
9918 io .. «iralda sprach mit leideuschaftlichem Eifer. Sie 02'/. in heilig,s Werk vor fich, dem fich widmen «
77'/, 1 ihr glühendster Wunsch war.
werde, uvd mit weihevoller, ernster Stimmung zogen die Tausende zum Thor hinaus, um treu dem deutschen Vaterlande, wenn es denn sein mußte, der Tod für's Vaterland zu sterben. Wir hören heute wohl noch oft die „Wacht am Rhein* erschallen! Doch so ergreifend, so sturmgewaltig, wie im Jahre 1870, klingt dos deutsche Kawpfeslied heute nicht, mit Thränen in den Augen stimmte Arm und Reich, Alt und Jung ein in die Weise, darn noch ein Händedruck und dahin ging's! Die französische Kriegserklärung wirkte wahrhaft läuternd auf die deutschen Stämme, aller bisheriger Hader, alle Zwietracht waren mit einem Schlage vergessen, und nur der Gedanke beseelte aller Brust: Vorwärts für's deutsche Vaterland! Und mit diesem Gedanken errangen Deutschlands Söhne den Sieg, sich ein großes, wertvolles Vaterland! Das sei nie vergessen !
Zwanzig lange Jahre sind seitdem inS Land gegangen, ein junges Geschlecht ist schon herangewachsen, welches die Ereignisse jener gewaltigen Zeit nur erst von Hörensagen kennt! Und in den zwanzig Jahren sind sie auch fast alle geschieden, welche kraftvoll an der Wiedererrichtung des Reiches mitgewirkt haben: Tie Kaiser Wilhelm I. und Friedrich, Großherzog Friedrich Franz II. von Mecklenburg, Prinz Friedrich Karl von Preußen, Feldmarschall von Manteuffel, die Generale von Werder, von der Tann, von Steinmetz, von Fransecky, von der Göben und wie sie alle heißen, sie sind in’S Grab gesunken. Nur wenige von jenen großen Männern einer großen Zeit find uns erhalten geblieben: König Albert von Sachsen 1870/71 Führer der Maas - Armee, die Feldmarschälle Grasen Moltke und Blumenthal und der Meister der Staatskuvft Fürst Bismarck. In den zwanzig Jahren sind auch, wie wir ja wissen, manche Zwistigkeiten, die 1870 vollständig ruhten, wieder hervorgetreten, dem nationalen Aufschwung ist wieder das Alltogsleben gefolgt mit seinen Mühen und Sorgen, seinen Wünschen, Hoffnungen und Bedürfnissen. Doch das ist naturgemäß, daß dem jugendfrischen Enthusiasmus das bedächtigere Alter folgt. Rühmen wir unS nicht mit lrulen Worten mehr jener stolzen Zeit, so geschieht es doch im Erinnern an diese Tage. Deutschland hat nichts von dem verloren, was 1870/71 es sich errungen, und wahr geblieben ist auch bis heute das Wort Kaiser Wilhelms I., das deutsche Reich werde ein Reich des Friedens sein.
Das junge Deutschland erhebt heute vielfach am lautesten die Stimme, eS weiß nicht aus eigener Erfahrung, wie ganz anders in bösen Tagen die Dinge mich unter Deine» Schutz begeben. Um deS theureu Popa, nm Ruperts willen, laß mich de» Versuch wagen!*
»Gut. Du magst mit dem Marquis nach Trewor. Park zurückkehreu*, seufzte Beatric'. .Aber bedenke, mein Kind, daß Deines Vaters Schicksal nnb mein Glück in Deine» Hände» ruhe» !*
Noch eine Stunde wurde der Beratung und Unterhaltung gewidmet, ehe Beatrice ihrer Tochter erklärte, eS sei Zeit für fie, ihr f ctel anfzusuche».
.Schreibe wir nicht öfter, als einmal wöchentlich*, sagte fie, Giralda unter heißen Tbränen umarmend. .Und vergiß nicht, Dich der Adresse zn bedienen, die ich Dir angegeben habe. Set vorfichttg und klug liebes Kind. Und nun. lebe wohl.*
Magda Fleck verließ die Tochter ihrer Gebieterin nicht eher, als bis fie das junge Mädchen sicher in feinem Zimmer angekommen wußte.
Aureige» nimmt entgegen die Expedition b. Blattes,
Kurie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bogle,
Frankfutt tu M., Taffel, Magdeburg m Wien: Rudolf XXV. Jabraaua.
Moste in Frankfutt tu M., Berlin, München u. «Än: B. L.
Daube u. Co. in Frankfutt tu M., Berlin, Hannover, Paris.
Herrisches UM.
Berlin, 17. Juli. Seit kurzem wird mit Auszahlung der den Beamten bewilligten Gehaltszulagen sowohl im Reiche als in Preußen allgemein vonzegangen. — Das Schulentlastungsgesetz, welches für selbstständige Lehrer stellen den Gemeinden höhere Staatsbeiträge als für Hülfs lehr erstellen überweist, beginnt seine Wirkungen beit en b zu machen, b. h. eine Verminderung der Hülsslehrerstellen bei entsprechender Steigerung der Anzahl selbstständiger Lehrerstellen herbeizuführen. Zahlreiche Gemeinden haben bereits ihre Adjuvantenstellen in zweite selbst- stärdige Lehrerstellen umgewandelt, und eine fortschreitende Verallgemeinerung dieses Verfahrens steht zu erwarten. — 203 169,80 Mk. sind an Eintrittsgeldern aus dem hiesigen Schützensestplatz in den beiden Vorwochen und der eigentlichen Festwoche vereinnahmt worden. Der 22. Juni, der Eröffnungstag des Platzes, brachte eine Entreeeinnahme von 3308 Mk. An den beiden folgenden Tagen, Montag und Dienstag war der Besuch nur schwach, so daß die Kassen nur mit 511 bezw. 538 Mk. abschlossen. Inzwischen hatte fich die Kunde von den .Herrlichkeiten*, die der Schaustellungsplast darbot, in der Stadt mehr und wehr verbreitet und der Zustrom der Menge gestaltete sich immer lebhafter. Der erste Festtag, der Sonntag (6. Juli), brachte zwar eine gewaltige Menschenmenge, aber nicht die erwünschte Einnahme, der Kassenropport des Tage» schließt mit 26 849 Mk; der weitaus überwiegende Theil der Besucher war in den der Stadt zunächst gelegenen, für 20 Pfg. zugänglichen Schaustellungsplatz hineingeströmt und hatte dann davon Abstand genommen, 80 Pfg. nachzuzahlen, um auch auf den Festplatz gelangen zu können. Ein gut Theil des finanziellen Mißerfolges
Mamas Geheimnis entdeckt!* dachte fie schaudernd. .Lord Ormond ist grausam nnb erbarmungslos wie «in Tiger. Hub er liebt Mama, während er Papa von dem Onkel oder dem Neffen entdeckt würde, gäbe es keine Rettung für ihn; er würde schmachvoller Strafe überantwortet, meiner stolze», schönen Mama würde das Herz brechen, nnb meine armen Brüder würden zn Grunde gehen.*
Wieder durchriese Iten fie bange Schauer. »Und was liegt zwischen uns nnb all bem Entsetzen? Nur ein Schleier, ben ein Zufall zu jeder Minute zu zerreißen vermag. Ein urvorfichtigeS Wort, ein Blick kau» Lawinen löse», die urS jähes Verderbe» stürzt! Und wer steht zwischen Papa und dieser fürchterlichen Gefahr? Ich, nur ich.*
Sie wiederholte ihre Worte, alS ob fie ihr Kraft nnb Mut verliehe». Ihr Gefickt erglühte von einer heiligen Entschlossenheit, nnb ihr« Augen leuchtete» im Feuer eimS energischen MillerS. .Die Vorsehung schickt mich nach Schloß Trevor*, buchte sie, .und die Vorsehung ist eS, die mir die Neigung des alten Herrn zuweudete. Von biefem Augenblick au weihe ich mein Leben ber Aufgabe, meines Vaters Unschuld »or aller Welt darzuthu». Ich will nicht eher ruhe», als bis zwischen ihm und bem Marqui» bie alte Freuubschast wieder hergestellt ist.*
Sie verkannte die Schwierigkeiten nnb Gefahren auf ihrem Wege nicht und erinnerte fich mit Schrecken an bie Ak sicht Lord TreworS, die vermeintliche Gräfin Arevalo in allen Theatern zu fachen. Was würde er sagen, wen» seine Bemühungen fich alS nutzlos bewiesen? Würde et darauf bestehen, fich nach Birkenhain zu begeben, und durch welches Mittel sollte fie ihn von diesem Vorhaben abmenben ? Diese nnb ähnliche Fragen beschäftigten da» Gemüt b«S jungen Mädchens noch lange, nachdem taB trübe Licht eimS Londoner Morgen» sich in ihr Zimmer gestohlen hatte.
(Fortsetzung folgt.)
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Erfcheint täglich außer au Wetttagen nach Sonn, und Feiertagen. — Onartal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2*/. Mk., bet den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JrrfettronSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die geile 26 Pfg.
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain
Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Ang. Koch.
- ' »U®1* willst Du eS anfangen, Lord Trewor von ,33 33 7°»don wieder Heimzulocke», Giralda?* fragte* fie 05 1< Adenklich. ,6t wird vielleicht darauf bestehen mich 97* 4 Mrsucheu, und wenn et bie Schauspielerin nicht 02 { Kg» wirb er mir nach bem Birkenhain folg« 97*'*1( k »Wenn ich bie lieberzeuguug gewinne, baß ich i 2*. »icht lenken nnb beeinflussen kann, ohne Euer dtheiruni» zu vertaten, werbe ich ihm entfliehen nnb
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973.4 • pttt Tochter nach. See cnaeiue nie ©ootertfl 0? 1 Mtr auf Giralda» Pfade, nnb wußte, wie eigen» rab b°tt Lorb Trewor wat aber bie Sorge Z? - § ?ten Gatten nnb ihre Kinder hielt fie zurück, 8 i vorschnell zu entscheiden.
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des Festes ist diesem Umstand zuzuschreiben, daß der Schaustellungsplatz die Massen zunächst anzog und für das billige Entree der »Genüsse* so viel bot, daß man vielfach auf den theureren Besuch deS Festplatzes gänzlich verzichtete. Der Montag mit dem Konzert der märkischen Sänget brachte 16261 Mk, an Entrees. Am Dienstag, am Tag des großen Konkurrenzschießens und des verregneten Moustre- konzerts, war bekanntlich 1 Mk. pro Person zu zahlen. Die Einnahme stieg in Folge dessen auf 23 361 Mk. Der Mittwoch mit seinem vom Wetter begünstigten Turnerfackelreigen, hatte gewaltige Mengen angelockt, so dast 24 207 Mk. als Tages- erlöz verzeichnet werden konnten. Der Donnerstag brachte 17 500 Mk., der Freitag 21 200 Mk. Der Sonnabend verregnete bekanntlich gänzlich, so daß nur 6800 Mk. einginzen. Die höchste Einnahme der ganzen Festwoche ergab der letzte Sonntag, mit seinen den Gabentempel umdrängenden Massen. Die Kassen hatten an diesem Tage 32 200 Mk, Einnahme. — Die bisher noch nicht vertheilten Ehrengaben des Bundesschießens sind »unmehr vom Gabentempel des Festplatzes wieder nach dem Centralbureau im Königsbau übergeführt worden. Es handelt sich um 476 Ehrengaben, die unter die Schützen der Festscheiben vertheilt werden müssen. Am vorigen Sonntag sind erst 80 Sieger proklamiert, es haben somit noch 396 Schützen Aussicht auf Preise. Zur Feststellung derselben ist im großen Saale des Königsbaues ein mächtige» Bureau aufgeschlagen worden. Das Bureau hat auch noch gewöhnliche Gabenbecher, Uhren und Münzen zu verschicken, da die Vorräthe, die das Komitee beschafft hatte, nicht ausgereicht hatten. 100 der Schützen hätten schon während der Festtage noch befriedigt werden können, wenn man eine Kiste mit 100 goldenen Medaillen im Werthe von 5000 Mk. früher gefunden hätte. Die Kiste war aus Versehen mit der Aufschrift »Karten" versehen und wurde ihr wertvoller Inhalt erst nach dem Feste beim Aufräumen entdeckt, nachdem das Komitee schon neue Medaillen bestellt hatte.
— Aus Saßnitz schreibt man uns: Wenn die Kaiserin mit den Prinzen hier zuerst häufig wegen des schlechten Wetters gezwungen war, im Hause zu verweilen, so hat dies jetzt ganz aufgehört. Die hohe Frau befindet sich nun den ganzen Tag über im Freien, am Sttande, auf der See oder im Walde. Vor einigen Tagen beabsichtigte die Kaiserin eine Fahrt mit. S. M. Schiff „Luise" nach Stubbenkammer zu machen. Da die See aber damals sehr hoch ging, kam ein Offizier an Land, um die Kaiserin zu
(Nachdruck verboten.)
Wie Herr Miller ins Bad reifte.
Humoreske von James Taylor.
Herr Miller stund am Fenster seines hübschen Hanfes am Marktplatze. Schon wer draußen auf der Sttaße borflbergiug, bemerkte, daß der Hausherr nicht nur ungewöhnlich ernst, sondern auch ungewöhnlich verdrießlich auSsah.
Tobias Miller war immer ernst und immer verdrießlich. Für einen Manu im Besitz von runde» hunderttausend war natürlich eine feierliche Würde viel besser angebracht, alS ein leichtfertiges Lachen. Verdrießlich war er ans verschiedenen Gründen.
Der Hauptgrund seiner Verdrießlichkeit war, daß man im städtischen Kollegium nie nach seinen Worten handeln wollte. Nebenbei war er stets ärgerlich Über seine beiden Töchter und seine beiden Söhne, bie ganz aus ber Art schlugen, wie ber Vater sich ausdrückte nnb auf alles andere eher achteten, als auf das Sparen. Endlich war Herr Miller verdrießlich, veil eS zum Sommer ging.
Er mochte überhaupt keine einzige JahreSzett leiden. Kam der Herbst, so wurden die WMtertoiletten bestellt. Brach der Winter an, begannen die Bälle. Der Frühjahr brachte abermals Toiletten «Ausgaben nnb bet Sommer bie Badereife. Wer runde Hundert- taufend hat, muß selbstverständlich eine Badereise unternehmen.
Die Babeteife aber war für Herrn Miller eine ägyptische Plage! Ersten», well fie viel Geld kostet, und er gab nicht gern Geld an». Zweitens sollte man fortwährend im Freien umherlaufen, und davon war er kein Freund. Endlich entbehrte er feiner gewohnten Bequemlichkeiten und langweilte fich entsetzlich.
Die ganze Familie Miller war anderer Snficht k Frau Miller fand die Badereise äußerst nett, Jenny Miller sagte, sie sei reizend, Elle», ihre Schwester, nannte fie reizend, Georg, der Weste Sohu, bettachtete
„Stelle wich auf die Probe, Marno. Lord Trevor «n noch viele Jahre leben. Rvpert muß seine «»dien vollenden und eine Stellung in der Welt ;■■■> lohnen, nnb für Dich nnb Papa ist schrecklich, , emvfi- Me geheimnisvolle Existenz noch weiter ,n führen. -ttMl» M ®tr T'r $n hättest noch zehn Jahre bie u " Mldignngen diese» Ormond zu erdulden!" ht # »Zeh» Jahre!" stöhnte Beatrice. ,Ju zehn Jahren - H Rupert ein Man». Nein, zehn Jahre kann ich
•bürg, » -So gestatte mir, wieder zmückzukehren, Marno. । «r beilt nicht einmal im Traum an eine Verwandt- aett>. i Bf't Mischen mir und Dir, und bemerkte nicht da» - Mdeste von der Ursache Deiner Ohnmacht. In \ 5* Vorliebe be» Marquis für mich sehe ich ben in E?0" der Vorsehung, bie mir den Weg zeigt, ans ’ S. Pop« wieder zu feinem guten Namen kommen
und
-llnftriertes Sonntagsblatt werden von allen Postanstalten und den Land- iriefträgern angenommen.
Den Neubestellungen werden die Nummern mit der Beschreibung des landwirtschaftlichen Festes gratis beigegeben.
Die Exped. der Oberh. Zeitg.
Eine Erinnerung
Gerau zwei Jahrzehnte sind in dieser Woche verflossen, seit tie srcnzösische Regierung König Wilhelm I. von Preußen den Krieg erklärte, jenen
chtthos krieg, welcher ein morsch geword'nes Kaisertum zu- lenüb« smrmerbrechen mochte, das junge deutsche Kaiserreich v« in glanzvoller Blüte, in fester Kraft erstehen ließ. spekN $jn EmS war es zu der bekannten Abweisung des litt, i Trafen Benedeist durch König Wilhelm gekommen, a«dti «id bie entrüstete Zurückweisung der frechen For- > [431 bening, deren Einzelheiten die Pariser Regierung sorgsältig ihrer Volksvertretung verhehlte, veranlaßte tie französischen Kammern, die Kriegserklärung an Teutschland zu genehmigen. Nie wurde ein Krieg leichtsinniger und frevelhafter heraufbeschttore», nie lE^btün aber auch die Friedens brecher eine gewaltigere - . c Strafe. Ein flamu ender Zug der Begeisterung ' ging bei der schweren Kunde: »Der Krieg ist da!" wmiethe durch alle deutschen Staaten, hoch und niedrig griff lraße 7. zu den Waffe», und bald standen Norddeutsche und CLddeutsche Schulter an Schulter, das Gewehr im 20 $tm' den Säbel in der Forst am Rhein, den An- ® sturm des Feindes abzuwehre». Es war eine große (14 > und warm wird's allen nm's Herz, die sie —L- «iterlebt haben. Ta gab es keine Angst und kein jpflll Ugern, das Bewußtsein deutschen Rechtes und deut- tlsüsll ®iaft erfüllte olle Herzen, man wußte, daß r ( man siegen würde, weil man siegen mußte. Doch tiemcnb zweifelte, baß der Streit ein harter und K"8er sein, daß wohl mancher nimmer heimkehren