Ansegelung von Elbe und Weser immer eine schwierige Soche. Auf den vorliegenden gefährlichen Sandbänken strandet bei den häufigen Weststürmen eine ganze Zahl Schiffe, die, einmal in die Helgoländer Bucht geraten, von der gewaltigen Flutströmung erfaßt und gegen die Küste getrieben werden, ohne sich wieder aus der Bucht hinausarbeiten zu könne«. Durch diese Strandungen gehen unserem Nationalvermögen jährlich viele Hunderttausende verloren, weil die Schiffe keinen Zufluchtshasen haben, der ihnen bei herannahendem Unwetter Schutz gewährt und in den sie sich retten können, bevor Sturm und See sie in die gesährliche Bucht treiben. Nach der Eröffnung bei Nord^Ostseekanals wird sich aber der Schifffahrtsverkehr von und nach der Elbe mindestens verdreifachen und jene jährlichen Verluste zu Millionen anwachsen lasten, wenn nicht ein solcher Zufluchtshafen geschaffen wird. Dafür ist aber Helgoland der gegebene, am besten gelegene und auch der einzig mögliche Punkt an unserer ganzen Nordseeküste... Unser Nationalwohlstand wird aus einem solchen Hafen einen ganz außerordentlichen Gewinn ziehen, nicht allein, weil dadurch einer Menge von Schiffsverlusten vorgebeugt wird, sondern auch durch den nachfolgenden Aufschwung der Hochseefischerei..."
Jestsches Reich.
Berlin, 15. Juli. Die „Nordd. Allgem. Ztg." erklärt die Meldung einiger Blätter, daß Kaiser Wilhelm seine Nordlandreise abkürze, weil er von dem Reichskanzler unter Hinweis auf gewiste politische Vorgänge um frühere Rückkehr gebeten worden sei, für durchaus unbegründet. Das Reiseprogramm des Kaisers sei nur ganz unwesentlich geändert worden und zwar wegen des anfangs durch daS ungünstige Wetter verursachten Zeitverlustes, nicht aber aus politischen Gründen. — Das „Militär- wochenblalt" veröffentlicht die Ernennung des 10- jährigen Prinzen Feiedrich Wilhelm, des dritten Sohnes des Peinzen Albrecht von Preußen, zum Sekondeleutnant des 1. Garderegiments zu Fuß. — Angesichts des schlanken Verkaufes der 3*/,proz. Reichsanleihe hat daS zur Begebung derselben gebildete Konsortium erklärt, von seiner Auflösung Abstand zu nehmen. — Zur Anbahnung der Schulreform ist bekanntlich in Preußen eine Erhebung in Aut sicht genommen. In Bayern hält man diesen Weg für zu langwierig und wenig Erfolg versprechend. Ohne das Ergebnis der Untersuchung abzuwarten, will man dort alsbald mit Reformen im Einzelnen vorgehen, so in Betreff der Einteilung
,34 hoffe, wie werden heute Abend Mama sehen", rief Giralda. ,O, Mylord, fie ist schön, wie ein Traum, liebend nnd zärtlich, wie ei« Engel! Ich bin schon voll Ungeduld und Erregung, ihr endlich wieder ins Auge zu schauen!"
Dieser Ungeduld begann sich eine seltsam bange Ahnung zuzugesellen.
»Wie bleich Dn geworden bist", bemerkte Lord Trewor, als Giralda an seinem Arme zu der Loge ewporstteg. .Muth, mein Kind, Deine Mama wird Dir nicht grollen, daß Dn kamst. Ein alter Man« wie ich ist ei« geeigneter Beschützer für die Jugend. Denke nur an die frohe Ueberraschuug, die sie erwartet."
Giralda hotte von ihrem Platz ans einen vortrefflichen U-berblick über das ganze Hans sowohl wie über die Bühne, Der Marquis hatte sich dicht neben fie gesetzt und begann fie ans Dieses und JeueS aufmerksam zu machen. Sie war überrascht nnd verwirrt, eine so große, glänzende Versammlnng nm fich zu sehen.
»Jene Loge unS gegenüber", erklärte Lord Trewor, .ist die Königliche, die dicht daneben ist die dkS Grafen Berril. Dort drüben kannit Dn den Gräfin Münster, den Botschafter des dentsche« Reiches, sehe«. Der Herr, welcher soeben grüßte, ist Graf Karoly', der Botschafter Oesterreich-Ungarn?. Von nuferen Minister« und StaotSmäuuern sind «och wenige hier."
Der Vorhang ging ans und der erste Akt begann. Giralda blickte erstannt ans die Bühne. .Sie ist nicht da, Mylord", flüsterte fie.
Der MaiqaiS überflog den Theaterzettel. .So haben vir uns in dem Theater geint", antwortete er. .Die hervorragenden Künstlerinnen find alle in dieser ersten Scene beschäftigt. Aber beruhige Dich, Kind, wir wnden Deine Matter morgen entdecken, nnd sollten wir vo« Theater zn Theater fahren."
Giralda nuterdrückte ihren Knmmer nnd folgte de« Vorgänge« ans der Bühne, der vielen Angrn
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Zur gef. Beachtung
Die Exped. der Oberh. Zeitg.
>m 22.- x unsere gesammte deutsche Nordseeküste, nnd sichert
macht eine Blockade so schwierig, daß sie in Zu-
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17. Kapitel. D aS Wiedersehen,
ändert fich aber sofort, wenn Helgoland deutsch wird. Jener Ankerplatz kann von dem hohen Ufer der Insel so wirksam unter Feuer gehalten werden, daß eine Annäherung auch der schwersten Panzerschiffe wegen der ihnen drohenden Senkschüffe aus den gewaltigen modernen Geschützen ganz unmöglich wird, während andererseits unsere eigenen Schiffe und Torpedoboote fie auch außerhalb Schußweite der Insel umschwärmen und sie zu keiner, wenn auch noch so geringen Kohlenergänzung kommen lasten würden. Ein neueres Schlachtschiff kann mit voller Fahrt 8—10 Tage Kohlen faste». Nehmen wir auch 12 an, so würde eine französische Flotte, die unsere Küsten, wenn auch auf weitere Entfernung blockieren wollte, mindestens die doppelte Anzahl von Schiffen haben müflen, als wir ihr selbst entgegen stellen können, um bei einem Angriffe unsererseits deS Sieges sicher zu sein. Man muß nämlich, was den meisten Landbewohnern ebenfalls unbekannt fein dürste, bei längerem Jnseesein einer Flotte immer rechnen, daß 20 Proz. der Schiffe stets elwaS mit ihren Maschinen zu Ihun haben und nicht völlig schlagfertig sind, während wir direkt aus den Häfen kommen und in Ordnung sind. Für die Reise von Cherbourg oder Brest bis in die Nähe unserer Küsten gehen mindestens 2*/i Tage und ebensoviel sür die Rückreise an Feuerungsmaterial ab. Es blieben also im günstigen Falle den Schiffen noch 7 Tage Kohlen sür den Aufenthalt in der Nordsee, denn dafür würden unsere Torpedogeschwader schon sorgen, daß die Feinde beständig auf dem Quivive gehalten und gezwungen würden, stets mit vollem Dampf zu gehen. Um die Blockade aufrecht zu erhalten, müßte also die Flotte mindestens nach 7 Tagen nach Frankreich zurückkehren und durch eine gleich starke abgelöst werden. Wie lange würden aber die Herren Franzosen das Wohl aushalten, allein 30 bis 40 Panzerschiffe gegen uns auszusenden, ohne irgend welche Aussicht auf Gloire und nur mit der beständigen Besorgnis, jede Nacht einen Angriff unserer Torpedoboote zu gewärtigen! Nein, mit einer Blockade der Nordsee und noch viel mehr mit der Aussicht, dort eine Landung auszusühre», ist es fortan vorbei, so bald Helgoland deutsch wird . . . Natürlich muß Helgoland unsererseits befestigt und mit schweren, weittragenden Geschützen bewaffnet werden, um es sür jeden Feind uneinnehmbar zu machen. Ebenso wird es nötig werden, dort eine Station für eine Torpedoboot Flottille zu schaffen. Das unterliegt jedoch geringen Schwierigkeiten ...
Trotz aller vorzüglichen Seezeichen bleibt die
.Ich wünschte, es wäre so", entgegnete Giralda ernst, unbewußt die Wärme des kindliche« Gefühl verratend, das fie bereits au den einsamen alten Edelman» fesselte.
Lord Trewor ging lächelnd zu einem Sopho, auf dem ein Packet lag, das er hastig auSeiuanderfaltete. »Ans dem geringen Umfang Deiner Reisetasche schloß ich, daß Deine Garderobe nicht sehr vollständig ist", sagte er gütig. .AIS Dein Großpapa habe ich Fürsorge getroffen, die qaäkerartige Einfachheit Deiner Toilette durch einige hellere Falben zn heben." Mit diesen Worten warf er einen kostbaren Opernmautel auS we-ßew, in bvnter Seide gesticktem Kaschmir nm ihre Schulter». .Während Du Dich anlleidetest, war ich ausgegangev, Dir diese Umhülle zu kaufen. Und hier, diesen Diamantenster« habe ich Dir als schmuck für Deiu Haar mitgebracht. Er paßt zu dem Medaillon, dos Du gleichfalls iu diesem Kästchen findest. Lady Beatrice Berril wird neugierig sein, wer Du bist, und ich möchte, daß Du einen günstigen Eindruck auf fie hervorbrächtest."
Giralda murmelte ihren Dank für die reiche», schimmernden Gaben, deren Wert ihr erfahrenes Ange wohl zu schätzen wußte. Bald glänzte der Steru iu ihrem schwarzen Haar, daS Medaillon an ihrem Halse.
Wig meldete, daß der Wage« vorgefahren sei, und nach wenigen Minuten rollten fie dem Theater zn.
.Die Vorsehung selbst fer bete Dich mir, Giralda", sagte der MaiqaiS im Tone tiefster Befriedigung. .Mein Leben hat jetzt neuen Reiz für mich gewonnen. Ich liebe Dick, wie ein eigenes Sind,' nud ich weiß, Dn verglllst dem grimmigen allen Manne seine Liebe. In Dir iß kein Falsch nud kein Trug, mein Töchterchen. Roch vor einer Woche würde ich meiner gegenwärttgeu Weichrnütig- kcit gespottet und mich einer wahren Zuneigung nicht mehr söhig gehalten haben, jetzt bin ich voll Ungeduld, Dich von Deinen Elter» als meine Enkelin zu erbitten."
Marburg,
Donnerstag, 17. Juli 1890.
Helgoland.
Im .Daheim" veröffentlicht der Konireadmiral . D. Reinhold Werner einen interessanten Aufsatz der die Bedeutung urd den Werth Helgolands sür Deutschland, in welchem er aussührt, daß dieser Er- Ktb die preis gegebenen Kolonialländer reichlich auf' >iege. Wir entnehmen dem Aufsatz das folgende:
Wir wollen zunächst den militärischen Werth der osel für Deuschland in Betracht ziehen. Sie ist er Schlüssel nicht allein zu unseren beiden deutschen auptströmen und wichtigsten Seehandelsstraßen, £be und Weser, sondern auch die Schutzwehr und er Brückenkopf für Jade, Ems und Eider, mithin
Die Postbestellung auf die vberhesfische Zeitung mit ihren Beiblättern Kreisblatt
nlisten f° ziemlich zu den Unmöglichkeit en rechnen [MS ird, und setzt uns dadurch in den Stand, unsere 1868). lotte nicht in der Weise vergrößern zu müssen, wie
Treuer Kirbe Loh«.
Roman von U. Rosen.
(Fortsetzung.)
Montag Mittag saßen sie bereits in einem freund- Wn Salon ihres Hotels in London. .Hatz Dn > me Ahnung, bei welchem Theater Deine Mama «sthästigt ist?" fragte der Marquis Giralda.
»Nein, ich hörte Mama nur ein einziges Mal Hcymaiket-Theater erwähnen."
. »Da hätten wir doch zum mindeste» eine Spur. I itt werden also zuerst das Heymarket-Theater be. 1 He», Kind."
. Ein Diener trat ein, dem Marquis ein Billtt zu l Erreichen.
ies trotz aller Bedenken nötig sein würde, wenn ir in einem Kriege mit Frankreich oder einer ' lanzösisch-russischen Koalition gezwungen würden, «en Flotten aus unserer Nordsee zurückzuschlageu. lkll. ^"kreichs Seemacht ist der unseren dreifach über
Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn» und Feiertagen. — Ouartal-Abonnements-PreiS bei der Expedition 2‘/4 DU., bei den Postämtern 2 ÖH. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für dir Zeile 25 Pfg.
ohne, die Herrschaft über deren Zugänge. Ihr Be- ce An- • —• - - - - - — -
tJBitalba empfand ein unschuldiges Entzücken bei ? Gedanken, ihre Matter nun bald z« sehen and l4^ f* Künstlerin z« bewundern.
| und
So««tagsblati
Dill-M das dritte Vierteljahr (1. Juli bis 1. omaz Oktober) bitten wir gefl. sofort erneuern vollen. 8 wollen.
Auf den pünktlichen Empfang kann nur vit Sicherheit gerechnet werden, wenn
Sofort
Ke Zeitung bei dem betreffenden Postamt be- M wird. Die Post hört auf zu liefern, : nenn die Bestellung nicht ausdrücklich erneuert ' »ird.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoneen-Bnreaux von Haasenstein und Vogler m Frankfurt a. M., Eaffel, Magdeburg » Wien; Rudolf XXV. Habraana. Stoffe in Frankfurt a. M., Berlin,München tu KölnrG. 2.
Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
legen, ur d wenn letztere auch ausreicht, unsere Kriegs' Häfen und die eigentliche Küste völlig zu sichern, so würden wir eine Blockade und Unterbindung unseres Seehandels nicht hindern können, so lange nicht Helgoland in unserem Besitze ist. Um eine solche drohende Schädigung abzuwehren, müßten wir angriffsweise vorgehen können, und wären trotz aller entgegenstehenden Bedenken und der schweren Ausgaben für die Armee nicht darum gekommen, unsere Flotte um 10—15 schwere Schlachtschiffe zu vermehren. Bedenkt man, daß nur die einmalige Anschaffung eines solchen modernen Schiffes 10—12 Millionen beansprucht und dann noch die entsprechende jährliche Vergrößerung des Flottenbudgets dazu tritt, so wird sich ein Jeder leicht berechnen können, welche gewaltige Summen dem Lande erspart werden, wenn eine solche Vermehrung der Schlachtschiffe nicht flatt- znfinden braucht. Daß aber, wie oben bemerkt, eine Blockade so gut wie unmöglich wird, wenn Helgoland deutsch ist, hat darin seine Begründung, daß die dazu verwendeten Schiffe von Zeit zu Zeit ihre Kohlen ergänzen, dazu aber einen gegen Seegang geschützten Ankerplatz haben müssen. Einen solchen giebt es aber an unserer ganzen Nordseeküste nur eit en, der sich bei verhältrrißmäßrg gutem Wetter dazu eignet, und zwar südöstlich von Helgoland unter dem Schutze der Insel. Irgend wo anders im offenen Meere Kohlen zu ergänzen, und zwar bei den Tausenden von Tonnen des jetzt für die schweren Schlachtschiffe nötigen Feuerungsmaterials, würde einmal nur unter den allergünstigsten Witterungs- Verhältnissen möglich fein, die sehr selten eintreten und unberechenbar sind, und dann auch äußerst langsam von Statten gehen, da schon bei ganz geringem Seegang, der in der offenen Nordsee nie anshört, die Kohlenschiffe nicht an die Kriegsschiffe anlegen können, ohne sich der Gefahr auizusetzen, Alles gegenseitig zu zerbrechen. Der Transport würde nur mit Booten statifinden können, und fein Admiral darf deshalb auf eine solche unvellkcmmene Ergänzung der Kohlen, die außerdem jeden Augenblick durch einen Wetterun schlag gänzlich in Frage gestellt werden kann, rechne», wenn er seine Schiffe schlagfertig halten will.
Im Jahre 1870 benutzte die französische, aus zwölf Schiffen, darunter acht Panzern, bestehende Flotte de» erwähnten Punkt bei Helgoland zum Aussüllen von Kohle» und ermöglichte es dadurch, daß sie ununterbrochen monatelang vor Eibe, Weser und Jade stationiere» konnte, da wir zu schwach waren, um sie zu vertreiben oder zu stören. Das
.Theure, liebe Mama", murmelte fie, als sie fich am Abend in ihrem Zimmer ankleidete. .Wie überrascht wird fie fei», mich zu sehen l Wie froh, weuu ich ihr sage, was der gütige Ma. quis mir versprochen hat! Ich bi»beinahe zu glücklich! Ah, »»dich werde heute auch die schöne Grtfio Beatrice Berril sehen, von der ich in der jüngste» Zeit so viel hörte. Sie soll die Braut dcs atmen Gottfried Trewor gewesen »nd fitzt mit dessen erbitterstem Feinde, jenem wider. Bärtigem Lord Eduard Ormond, verlobt sei». Ich möchte wiffeu, ob fie wirklich so herzlos ist, wie die L-ute sagen, und ob sie ebenso schön ist, wie meine Mama."
Sie hatte wieder ihr schwarz S Seidenkleid angelegt, nud ein schmales weißes Baud durch ihre dunklen Locken gezogen »ud zu einer kuvsf. vollen Schleife zu- sammengebuudeu. In diesem bescheidene» Anzug kehrte fie iu de» kleine» Salo» zurück, iu dem Lord Trewor fie erwartete.
Mit leise gerötete» Wange», ihre groß.» sonnigen Augen weit geöffnet, ein Lächeln um ihre purpurnen Lippe», eine Welt unschuldiger Schelmerei iu ihre» Blicken, näherte fie sich dem MaiqaiS, der das anmutige junge Geschöpf mit einer ihn selbst in Erstanneu sitzenden stolzen Zärtlichkeit betrachtete.
.Wie seltsam ich wich zn Dir hingezogen fühle, Kind", sagte er, fich au» seinem Seffel erhebend, und seine Hand auf ihren Krpf legend. .Ich empfinde für Dick, wcs ich einst sür Gottfrieds Kinder empfinden zu können hoffte. Du erscheinst mir heute merkwürdig bekannt »ud vertraut, Giralda, und Deine Aehulichkeit mit deu TreworS fällt mir in dieser Minute noch mehr aus, als seither. Wäre es möglich, Stud, daß vir vo« demselben Blute und vielleicht entfernt verwandt find? Deine Mvtter ist eine Engländerin. Ich muß mit ihr über diesen Gegeustand spreche«. Es würde mir große Freude mache», zu ft oben, daß eS die Baude des Blutes stud, die mich so unwiderstehlich zu Dir ziehe», meine Tochter."
.Ach, wahrscheinlich eine Antwort von Ormond, __3 * ich meine Ankunft anzeigte', bemerkte der alte W. .Welch seltsames Zusammentreffen", rief er, t Adem er die Zuschrift OrmoudS gelesen hatte, rtt . n N' fle entschuldigt fich, nnS heute nicht mehr Nüßen zu könne», da er versprochen, Lat h Beatrice «ril in dcS Hcymarket-Theater zn begleiten. Wie a„.r [«etbar! Tie Loge, die mir der Portier besorgte, - wie dieser mir sagte, gerade der Berril'scheu 'Stäuber. Dn hast Glück, meine kleine Giralda. Anfang Deines hiesigen AnfeuthalteS ist viel- Dhkißeud. Dn wirst heute uicht nur die gefeiertsten was- SMUei der englischen Bühne, nicht uur den welibe. t an Men amerikanischen Tragöden Edwin Booth, Du M anch die stelzest», schönste Frau Loudous, eine —— J»«e ohne Herz, ein prächtiges Marworbild, sehen in ^ bewundern dürfen, ein Ereignis, das wert -ist
>e rc. 1 Deiner Erinnerung sestgehallen zu werden."
Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt sür die Kreise Marburg und Kirchhain
Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.