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Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blatte»,
Knie die Aunoneen-Bureaux von Haasenstein und Bögler _____ _
Frankfurt a. M , Taffel, Magdeburg u. Wien: Rudolf XXV. ^avraana. Moffe in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln;G.L b a
Daube u. Lo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».
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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg nnd Kirchhain. — ZllusMertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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Die Exped. der Oberh. Zeitg.
Line Warnung
für alle deutschen Arbeiterkreise bedeutet btr Ausgang, welchen der große Maurerfireik in Hamburg genommen hat. Die Hamburger Maurer sind das Lbeiterkorps in Deulschland, welches am besten organisiert ist und über recht bedeutende finanzielle Mittel verfügt; von ihnen ist auch die Anregung zu den zahllosen Ausständen der Bauhandwerker ausgegangen, welche in den letzten Jahren im deuifchen Reiche stattgesunden haben. Hamburg war auch die einzige Stadt Deutschland?, in welcher der blaue Maitag von' der Mehrheit der Arbeiter begangen wurde. Die Letzteren, voran die Maurer, besaßen ein großes Kraft- und Selbstbewußtsein; während die Berliner Bauhandwerker in diesem Jahre auf einen Streik stillschweigend verzchteten, nahmen die Hamburger ihn entschlossen auf. Die dertigen Maurer hatten bisher bei zehnstündiger Albeilszeit einen Stundenlohn von 60 Pfennigen, also sechs Mark pro Tag erhalten. Hamburg ist eine reiche Stadt, die reichste Deutschlands, und die Bauunternehmer konnten diesen Lohnsatz bewilligen mit Rücksicht darauf, daß die Maurer im Winter ost längere Zeit feiern müsien. Nun aber wurde
Treuer Liebe Loh«.
Roman von U. Rosen.
(Fortsetzung.)
.In der Nacht rach meiner Weigerung kam er in mein Schlafzimmer', fuhr der Mat quiS fort, ,be. raubte meinen Geldschrauk und stürzte sich mit dem Dolche ia der Hand auf mich, um mich zu ermordet». 6t zielte nach meinem Herzen, traf aber nnr meine Schulter. Ich sprang auf, aber er stand mit leerem Blick und regungslos wie eine Bildsäule vor mir. Er schien betäubt und nicht zn ahnen, was vorging. Eduard stürzte herbei und von dem Lärm erschreckt folgten ihm meine Leute. Narr, der ich war. Ich ließ ihn nubehllligt ans dem Hanse fliehen, den feigen Meuchelmörder,'die Natter, die ich am Busen geehrt hatte l'
,Unb Eie sahen ihn niemals wieder ?' fragte Giralda.
.Niemals! Er ging nach Loudon, feine Brant, Laty Beatrice Senil zu besuchen, die ihm das Geld gegeben haben muß, mit dem er nach Brasilien entfloh. Zu seinem Glücke starb er dort, denn wenn er a« Leben geblieben wäre, hätte ich ihn nach der ganzen Strenge d<8 Ses.tzeS bestrafen lassen. Wenn ich bedenke, wie sehr ich ihn liebte, erfüllt sich meine Seele mit einem grauer vollen unbezähmbaren Hasse 1*
Giralda erschrak über die Heftigkeit, mit welcher her GreiS sprach und erbebte vor seinem versengen, den racheglühenden Blicke. .Ich habe Gottfried Trewor» Bild gischen', sagte sie, Mut fassend. «Fran Vurnv quartierte mich in sein Zimmer ein. Er hat ein schönes, liebe» Gesicht. Ich glaube nicht, daß ein Mensch mit solchen Zügen Mordgedanken hrgen kann." . . . - , „ .
.Erzählte ich Ihnen nicht, daß er den Dolch nach *etaem Herzen zückte?'
.Ich weiß, ich weiß. Aber kann nicht ein J-rthurn dorlielen, muß «r durchaus beabsichtigt haben, Eie 18 "WaS°soust, liebeS Kind? Die Thalsache, daß er
eine neunstündige Arbeitszeit bei einem Stundenlohn von 65 Pfennigen verlangt und.darauf wurde von Seiten der Arbeitgeber erklärt: Bis hierher und nicht Weiler! Die Streikenden hofften im Hinblick auf die den Bauunternehmern obliegenden Verpflich- turgcn, auf ihre gefüllte Streikkaffe und die Unterstützung von allen Fachvereinen den Kampf zum Stege führen zu können, und daß die Arbeitgeber schwer geschädigt wurden, ergicbt sich aus der That fache, daß sie einen Verband errichten mußten, um durch gegenseitige Unterstützung sich zu halten resp. bedrängte Kollegen zu unterstützen. Trotzdem haben die Maurer das Spiel verloren; denn gerade ihre Haupthoffnung, daß alle Maurer Deutschlands ihnen zustimmen würden, hat sich nicht erfüllt. Mehrere tausend Maurer haben in Hamburg zu den alten Bedingungen Arbeit angenommen und da der Zuzug der fremden Arbeiter stärker und stärker wurde, war das Schicksal des Streiks schnell entschieden. Ter Bogen war zu straff gespannt, er brach.
Bekanntlich ist vor einiger Zeit beschloffen, in dem Inszenieren von Streiks eine Aenderung dahin eintreten zu lassen, daß nur in einem bestimmten Bezirk von einem bestimmten Gewerbe der Ausstand begonnen werden soll, aber alle Gewerbkgenoffen in Deutschland die Streikenden entschieden unterstützen sollen. Der Homburger Maurerfireik war der erste derartige Versuch, aber er hat schon ge zeigt, daß die Einigkeit der Arbeiter ihre Grenzen hat, daß alle Ermahnungen und Bitten brodlose Kameraden nicht bewegen können, weiter zu darben, damit streikende Gewerbsgeneffen ihre Forderungen durcksetzen können. Das ist ein hochbedeutsames Moment für die Zukunft, welches nicht unbeachtetbleiben wird. Zu welchem Ende soll ein Plan führen, bei welchen schon die Vorbedingung nicht stichhaltig ist? Und nun denke man nur etwas weiter, wenn in Deutschland nicht einmal eite Einigung hergestellt werden kann, wie soll es erst mit der internationalen Verbrüderung werden? Gewiß, wenn beispielsweise ein internationaler Berg arbeit erstreik ins Leben gerufen werden sollte, die Franzosen, Belgier urd Engländer würden es sich herzlich gern gefallen lasten, wenn ihre Deutschen Kameraden für sie den Lohnwagen aus der Misere hercusziehen wollten, in der er sich dort noch befindet. Haben die Leute im Auslände aber genug, dann werden sie sich viel um den Deutschen kümmern Zum Hamburger Maurerstreik sind von Ausländern wahre Lappalie beigesteuert, während die deutschen Arbeiter zu Zwecken der Ausländer schon häufig
bei meinem Tode meinen Titel und meine Besitzungen geerbt hoben würde, spricht für ein geplantes, sorgfältig überdachtes Verbrechen.'
Die Erinnerung an die milden, ehrlichen Augen Gottfried TreworS hielten GiialdoS finkenden Mut und ihren Glauben aufrecht. .Herr Ma quiS', sagte sie, .da Sie so rückholtlcs über Ihren Neffen zn mir gesprochen haben, möchte ich mir gestatten, einige Bemerkungen zu seinen Gunsten zu wachen. Ich glaube nicht, daß Gottfried Trewor Ihnen etwas zu Leide thnn wollte, obgleich ich weder Ihnen noch mir zu erklären vermag, wie eS geschah, daß er mit dem Dolch in der Hand in Ihrem Zimmer auf Sie ein- drang. Vielleicht that er cS ,in einem Anfall von Wahnsinn, ober Herr Ma quiS', fügte sie tapfer hinzu, .ob er nun schuldig oder unschuldig mar, Sie handelten meines Erachtens noch nicht recht.'
,Wle so? Sie find die erste, Kind, die mein Verholten Gottfried gegenüber im anderen Sinne, als dem zu großer Nachsicht tadelt. Oder meinen, auch Sie, daß ich ihn nicht hätte entfliehen laffeu sollen?'
.O nein, das denke ich nicht. Sie wußten, daß er ein großherziger, hoch finniger Jüngling, daß er durch das Recht der Geburt Ihr Erbe war. Ich kann 18 demnach nicht billigen, wenn er in strenger Abhängigkeit gehalten und mit zu geringen Mitteln auSgestattet wurde. Wenn Sie ihn liebten, durften Sie nicht zu stolz fein, 18 ihm zu zeigen. Würden Sie ihn mit väterlichem Vertrauen behandelt, ihm ihre Zärtlichkeit betraten haben, so wäre er heute zweifellos hier, der Sonnenschein und die Freude Ihres Lebensabends.'
Der MatquiS schaute betroffen und vermint in das liebliche Gesicht. .Die Haushälterin bat Sie, mir das zu sagen', rief er mißtrauisch.
.Nein, Mylord', erwiderte Giralda. .Fran Pump bat mich nur, ein gütiges Wort für ihren jungen Herrn eiuzulegen, wenn sich die Gelegenheit dazu böte, aber sie überließ eS mir, seine Sache zu
erhebliche Summen aufgebracht haben. Es dankt ihnen Niemand!
Es liegt heute im Handel und Wandel Manches kritisch, und man soll sich hüten, es noch kritischer zu gestalten. Das Jahr 1891, in welchem die europäischen Handelsverträge ablaufen, kann leicht schlimme Folgen haben. In Nordamerika wird heute schon eine Verschärfung der Schutzzölle herbeizuführen versucht, die, wenn sie gelänge, verschiedenen deutschen Gewerben eine ungemein schwere Schädigung zufügen würde. In der französischen Kammer ist heute Tag für Tag nur von Zollerhöhungen die Rede, und e8 ist zweifellos, daß ein gut Teil davon durchgeführt werden wird. Warum wirken die deutschen Arbeiter nicht auf ihre Kollegen im AuSlande ein, daß sie gegen diese internationale Verkehrserschwerung auftreten mögen? Weil sie wissen, daß es ihnen nichts helfen würde! Wir werden ja sehen, wie die Dinge sich entwickeln, und es wird sich bald Herausstellen, waS Deutschlands Absatzgebiete thun werden. Davon hängt auch die Haltung unserer Industrie ab, davon die Zahl der Auftrage, davon die Zahl der Arbeiter und die Höhe der Löhne.
DZMsches Reich.
Berlin, 12. Juli. Es wird bestätigt, daß eine Denkschrift demnächst zur Erläuterung des deutsch- englischen Abkommens auf Befehl des Reichskanzlers veröffentlicht werden wird. Sie soll recht aussührlich werden und eingehend die Beweggründe darleger', welche auf deutscher Seite zum Abschlüsse des Abkommens gesührt haben. Die Veröffentlichung wird erfolgen, sobald der Gesetzentwurf betreffend die Abtretung Helgolands auch vom englischen Unter- Hause genehmigt sein wird. — Der Bundesrat hat in der Sitzung vom 22. Mai beschlossen, daß für Branntwein, welcher Behufs der Ausfuhr oder der steuerfreien Verwendung zu gewerblichen u. f. w. Zwecken zur Abfertigung gestellt wird, die Steuer- vergüturg beziehungsweife die Abgabenfreiheit nur dann zu gewähren ist, wenn der Branntwein keinen größeren Fuselölgehalt als 2 Gewichtsprozente der in ihm enthaltenen Menge reinen Alkohols besitzt. Die beteiligten Amtsstellen der preußischen Steuer- Verwaltungsbezirke sind dementsprechend mit Anweisung versehen worden. — Verschiedentlich war gemeldet worden, Fürst Bismarck beabsichtige den Kaiser zu bitten, daß man bei seinen Lebzeiten von der Errichtung eines Denkmals für ihn abstehe, und zu befürworten, daß die gesammelten Gelder zum Bau eimr Gedächtniskirche in Berlin Ver
führen, wie ich für gut fände. Ich sagte einfach, wa8 mein Kopf und mein Herz mir diktiiten.'
,3a, Kind, Sie sprachen zn mir, wie noch Nie- tnatb zuvor. Meine Haushä'terin wagt so etwas nicht, und mein Neffe und Wig gehen in den Anschuldigungen gegen Gottfried noch Über mich hinaus. Sie haben mich nicht gekränkt, Kind. Ihr großmütiger Eifer gefällt mir. Auch ich war großmütig und warmherzig, ehe ich die Welt kannte.'
Er lächelte traurig und bitter.
.Ist es nicht möglich, daß Sie in irgend einer Weise getäuscht worden sind, Herr Ma'quiS?' fragte Giralda. .Lord O-moud war nach Ihrer eigenen Ansicht kein passender Ratgeber und Freund für den armen Gottfried. Sann er eS nicht gewesen sein, der den Mordanschlaq plante und in Szene fitzte? Er hat seither Ihr Gemüt beständig geg-n seinen Vetter em flammt. Er war es, der Gottfrieds Braut liebte, und jetzt hat er Ihnen mitgeteilt, daß ste ihn heiraten werde. Lag es nicht in seinem Interesse, Gottfried auS feinem Pfade zu räumen ? Ich bin sehr unerfahren in solchen Dingen, aber ich habe in Büchern noch viel seltsamere Geschichten gelesen.'
.Möglich ist dergleichen wohl, — waS wäre auch nicht möglich — aber wahrscheinlich ist eS nicht. Eduard Ormond ist so schlau, so beimtückisch doch nicht, wie Sie ihm gutränen. Die Thatsache je» och, daß Gottfried mich zu tödteu vusncht, steht über jedem Zweifel fest.'
.Und Sie wollen wirklich unversöhnlich und erbarmungslos in Ihr Grab hiuabsteigeu?' fragte Giralda feierlich und ihr schönes Gesicht glühte vor Mitleid mit dem, für dessen Sache ste sprach. „Zn- gegeben, daß er Sie zu ermorden trachtet-, und Sie nie wieder sein Freund fein könnten, ist eS Ihnen unmöglich, ihm zu vergeben? O, Mylord, wenn Gottfried Trewor vielleicht in fernen Landen noch lebt, unb sein beabsichtigtes Verbrechen beweint und bereut, würden Sie ihm auch dann nicht vergeben?"
„Niemals! Niemals!' rief der Marquis, feine»
Wendung finden. Die „Hamburger Nachrichten" erklären diese Mitteilung für vollständig aus der Luft gegriffen. — Hamburger Firmen haben an den Reichskanzler eine Petition gerichtet, welche Auf- jebmtg des Einfuhrverbotes für amerikanisches Schweinefleisch anstrebt. Die Petenten fuhren dabei aus: „Das Verbot wurde erlaffen wegen der Trichinengesahr. Eine amtlich beaufsichtigte Trichinenschau bestand in Amerika nicht. Wie verlautet, ist die amerikanische Regierung jetzt bereit, etwaigen Anforderungen der deutschen Regierung hinsichtlich Untersuchung des amerikanischen Schweine- leisches zu entsprechen. Die dadurch zu bietende Sicherheit erscheint noch ferner gewährleistet durch den Umstand, daß nie ein Erkrankungsfall infolge des Genusses trichinösen amerikanischen Fleisches in Deutschland bekannt geworden ist in der langen Zeit, während welcher diese Ware hier eingeführt wurde, was feinen Grund haben dürste in dem Umstande, daß für den Export eine langdauernde Salzung nötig ist, und daß infolge der Transportverhältnisse eine lange Zeit zwischen Schlachtung und Verzehrung verstreicht. Sollten demnach Bedenken bestehen, so dürsten dieselben zu heben fein durch eine Zwangs« Untersuchung bei Eintreffen des Fleisches in Deutsch-- and." — In Sachen der Getreidezölle erklärt )er „Reichssreund", der bekanntlich die Namen: Eugen Richter, H. Hermes und L. Parifius, al» die seiner Gründer an der Stirne trägt, dieselben nicht „sofort und plötzlich" abschaffen zu wollen. Recht interessant ist jedoch, weshalb der „Reichsfreund" dieser Meinung ist; er sagt: „Bei der ungeheuren Menge, welche der Handel namentlich von fremdem Getreide herbe'zuschaffen hat, find Vorkehrungen aus längere Zeit nötig, welche die geltenden Zollverhältnisse in Rechnung ziehen müssen, und es erfordert die Billigkeit, eine Frist zur Abwickelung derselben zu gestatten." Also wegen der Rücksicht auf den Getreidehandel, speziell den Terminhandel, versagt sich der „Reichrfreui d", sofortige und gänzliche Beseitigung der Getreidezölle zu fordern!? Unseres Wissens sind dieselben doch ober im Interesse der Landwirtschaft und nicht in dem des Getreidehandels eingesührt; die Landwirtschaft kommt indessen bei den zollpolitischen Erwägungen des Freisinns nie in Betracht! — Ein charakteristisches Licht auf die sozialdemokratische Behauptung, daß die Arbeiter ohne den zehn- oder gar achtstündigen Normalarbeitstag nicht bestehen können, wirst folgendes, aus Erfurt berichtetes Vorkommnis. Den Besitzern einer dortigen Lampenfabrik war zu Ohren ge»
gift Uranien Fußes ungeachtet aufspringend und da» Mädchen mit flammenden Augen betrachtend. .Niemals, und wenn er sich im Staube vor mir wälzte! Wenn er lebte, würde ich ihn unnachsichtig den Gerichten überantworten. Und wenn er mein eigener Sohn wäre, und feine Bestrafung meinen alten Namen mit Schimpf und Schmach bedeckte und mich vor Gram tödtete, würde ich daraus bestehen, daß er für sein ungeheuerliches Verbrechen bestraft werde. Ist iS möglich, daß der Schurke noch lebt, daß die Beweise für seinen Tod, wie Eduard Ormond zuweilen fürchtete, gefälscht find? Sprich, Mädchen!' donnerte er. »Wer find Sie? Was wissen Sie von Gottfried Trewor? Wie kamen Sie mit den Augen dieses Burschen hierher? Sind Sie- von ihm zu mir geschickt worden? Sind Sie seine Tochter, Mädchen?'
Er wuchs in seiner Wat zum Riesen vor Giralda ans. Seine Blicke schienen sie verzehren zu wollen. Sein todesbleiches Gesicht war von zwei bleifarbigen Streifen gekreuzt. In feinem bis zur Raserei ge« steigerten Haß erschien er ihr wie ein racheschnauber- der Dämon.
.Sprich, Mädchen!' wiederholte er. .W-8 bist Du Gottfried Trewor?'
16. Kapitel.
Ein versprochene» Vergnügen.
Für einen Augenblick war Giralda von dem Sturm, den sie in ihrer Unschuld heranfbeschworen hatte, wie niedergeschmettert. Das leidenschaftdurch« wühlte Gesicht des MarqniS flößte ihr Schrecken, feine argwöhnischen Blicke aber Unwillen ein.
Sie erhob sich an» ihrem Sessel und trat kühn vor Lord Trewor hin. Jeder Zug ihres, lieblichen Gesichtes wies seine Verdächtigungen stolz und hochmütig zurück. Eine unnahbare Würde thronte auf ihrer Stirn. .Mylord', sagte sie kühl, .ich sürchte, Sie haben entweder vergessen, daß Sie ein Mann find, ober daß Sie einer Dame gegenüber stehen.'