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Treuer Liebe Lohn. Roman von U. Rosen. (Fortsetzung.)

hrifliania herrschte einige Tage hindurch schlechter Setter, welche einen Aufenthalt in Christiansand Weraulaßten, währenddessen der Kaiser die Schiff lannschaften tüchtig Exerzitien vornehmen litfj. Mann erfolgte bei schönem Wetter die Weiterreise «uh der alten Hansestadt Bergen, welcher der Kaiser inen kurzen Besuch abstattete. Tas nächste Reise- «l ist der Hardangerfjord. Die Kaiserin verweilt

Markte erdolcht worden und zwar, wie die türkischen Behörden sagen, auS Privatrache, so ist nun in der montenegrinischen Hauptstadt Cettinje ein Vetter deS Fürsten Nikita auf offenem Markt erschossen, wie eS heißt, ebenfalls aus Privatrache. Es scheinen indeffen in beiden Fällen dunkle Geschichten vorzuliegen, und die Wahrheit absichtlich verhehlt zu werden.

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Serttsches Leich.

Berlin, 11. Juli. Der .Reichsanzeiger" schreibt: Prinz Heinrich von Preußen ist mit der »Irene" aus dienstlicher Veranlaffung am 8. Juli in Kiel eingetroffen. Das Schiff geht am 12. Juli wieder in See, um zu der Manöverflotte zu stoßen. Die umlaufenden Nachrichten, welche das Eintreffen deS Prinzen mit der Erkrankung der Prinzessin Heinrich verknüpfen, beruhen auf Erfindurg. Der »Reichs­anzeiger" publiziert ferner den Niederlassungs­vertrag mit der Schweiz. Der Präsident der Newyorker Jndependentschützen Weber erhielt ein kaiserliches Dankschreiben für das an Kaiser Wilhelm gerichtete Begrüßungstelegramm bei der Feier des amerikanischen NationalsisteS am 4. Juli. DerMagdeb. Ztg." wird geschrieben: Wie wir verbürgt melden können, ist unter den Ver­bündeten Negierungen ein Einverständnis dahin erzielt worden, daß einstweilen bis zum Jahre 1894, also biS zum Abläufe des Septennats, weitere Aeuderungen der Heeresorganisation nicht eintreten, also weitere Forderungen für die Militärverwaltung nicht er­hoben werden. Es haben, wie es heißt, darüber sehr umfaffende Erörterungen stattgefunden, um deren Ergebnis der Reichskanzler, General v. Caprivi, ein allseitig anerkanntes Verdienst haben soll."

Danzig, 11. Juli. Der Magistrat und die Stadtverordneten beschlossen einstimmig, das Rück- trittsgeiuch des Oberbürgermeister von Winter zu genehmigen, demselben in dankbarer Anerkennung seiner unvergänglichen Verdienste um die Stadt das volle Gehalt von 18 000 Mark als Pension zu be- laffen und ihm das Ehrenbürgerrecht zu verleihen.

II.

odq

Marburg,

Sonntag, 13. Juli 1890.

nicht dulden, daß ich fortgehe, sie würden mir niemals erlaubt habeu, sie zu verlasse». Ich ent­fernte mich ohne ihr Wiffen vom Hause."

.Ohne ihr Wissen?" wiederholte der Marquis verwundert.

Ja, Mylord", antwortete Giralda mit zitternder Stimme, aber mit einem Blick vrll Wahrheit nnd Redlichkeit.Mein Vater ist Schriftsteller, meine Mutter ist Schauspielerin in Loudou. Ich habe eine sehr sorgfältige Erziehung erhalten und meined Eltern viel Geld gekostet, mein jüngerer Bruder wünscht zu studiere» und eiue Univeisität zu beziehe». Weshalb sollte ich ihm »icht dazu verhelfen? Aus Pflichtgefühl kam ich hierher. Wruu es sich für meine Mama schickt zu arbeiten, so schickt eS sich auch für wich, Geld zu berbienen."

Der MarquiS betrachtete das erglühende liebliche Gesicht iu bewunderndem Schweige». , Sie find eine kleine Heldin", sagte er endlich,eine tapfere, wahr­haftige Seele. Ich wußte nicht, daß es tu der Welt noch Wesen giebt, die im Stande find, sich für Andere aufznopfern. Sie lieben also Ihre Ettern nnd Ihr Vaterhaus sehr?"

Sie lieben 1" Das Feuer, da» aus Giraldas strahlenden Angen flammte, verkündigte beredt, tote heiß und innig sie die Ihrigen liebte.Wenn ich sie nicht so sehr liebte, hätte ich sie niemals verlaffen körnen", sagte sie einfach.

Ihr Vater ist Spanier von Gebart? Wo toohnt er? Wo liegt die Heimat, die Sie verlaffen habe», liebes Kind?'

Giralda zögerte zn antworte».

Weou Sie mir »icht gern darüber Auskunft gebe» möge», will ich Ihre» Wunsch, Ihr Geheimnis zu bewahren, ehren. Ich begreife, daß Ihr gegen, wärttger Aufenthalt deu Ihrigen noch »»bekannt ist, aber Sie sollte» fie »icht länger darüber ttn Zweifel laffe» und ihnen unnötige Sorge und Unruhe erspare».^

Ich möchte Ihnen nicht eher schreiben, als bis ich Papa nnb Mama beweisen kau», daß ich für mich

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4.

hatten Abend für Abend ihre liebe Not, die Passage und die Ordnung in den Straßen wieder herzu­stellen. Jetzt ist es etwas ruhiger geworden, energische Maßnahmen des Londoner Polizeichefs haben die Schutzleute von der offenen Einstellung ihrer Thätigkeit abgebracht, mit den Briefträgern wird noch verhandelt, und darüber, was mitden Soldaten anzufangen ist, ist sich die Militärver­waltung noch nicht klar geworden. Es liegt offen­bare und vollendete Meuterei vor, aber die volle Strenge der militärischen Strafbestimmungen ist hier nicht anwendbar, weil die englische Armee aus ge­worbenen Soldaten besteht, und man schließlich keine Vaterlandsverteidiger mehr finden würde. Diese Vorkommniffe geben den Engländern aber doch ganz gewaltig zu denken, fie haben Mißstände in der Beamtenwelt und der Armee aufgedeckt, welche den britischen Stolz recht peinlich berühren muffen.

In Paris ist es ganz still. Die Kammern er­ledigen ihr Arbeitspensum ohne alle Aufregung, das französische Parlament, in dem es früher Tag für Tag Lärm gab, ist heute ein wahres Musterparlament geworden. Die Verhandlungen zwischen England und Frankreich über die Kolonialabgrenzungen schweben noch, doch sollen von London aus so weit­gehende Konzessionen gemacht worden sein, daß ein Einverständnis nahe bevorsteht. Ruhig wie in Paris, ist es auch in Rom und in Wien.

Einen Ministerwechsel hat eS in Spanien ge­geben. der Ministerpräsident Sagasta, welcher seit dem Tode Köniz Alfonso XII. daS Staatsruder Spaniens in Händen gehabt, zahlreiche Reformen versprochen, aber keins von allen seinen Versprechen gehalten hat, ist nun endlich dem Ansturm seiner vereinigten Gegner gewichen. Sein Nachfolger ist Car,novas de Castillo, unstreitig der fähigste Staatsmann deS heutigen Spanien geworden, aber was hilft alle Staatsklugheit in einem Lande, in welchem alle Parteien nur im Trüben fischen und sich auf Staatskosten bereichern wollen? Was Spanien vor Allem not thut, ist eine Armeereform. Weil aber dabei die höheren Offiziere, die in ungeheuerem Ueberfluß vorhanden sind, selbst­verständlich vermindert werden müßten, so protestiert die ganze Generalität auf daS Lebhafteste. König Alfonso XII, der in seinem schwachen Körper einen starken Geist trug, ist für Spanien leider viel zu früh gestorben.

Auf der Balkanhalbinsel sind jetzt Blutthaten an der Tagesordnung: Eben war erst der serbische Konsulin der türkischen StadtPrischtina auf offenem

Die Postbestellung auf die

vterhesfische Zeitung

mit ihren Beiblättern

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, wee ächzenden Bäume» des Parkes »mher. Der ;Jqnis betrachtete sie vo» seinem Finster aus. <i M eine einzige Bewegung der anwntigen Gestalt < »alias, die mit schwebendem Schritt an der Seite < Führeri» über die vernachläsfigte» Pfade lust- ]»beite, entging seinem scharfen Ange, bas der jungen < ['*bcn traurig nachsckante. Trübe Gedanke» ;; hinten durch feine Seele nnb schwere Seufzer .»angm sich seiner Brust.

8m Abend bereitete ffiiralbo dem gPntnnia Tritt»«

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so langt!

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und

-ttrtSkiertes Soirntagshlatt für das dritte Vierteljahr (1. Juli bis 1. Oktober) bitten wir gefl. sofort erneuern p wollen.

Auf den pünktlichen Empfang kann nur mit Sicherheit gerechnet werden, wenn

. heilkt ieuischland recht wenig zu berichten. Es tauchten ad da lötzlich Nachrichten auf, Kaiser Wilhelm habe auf letzten Reise nach Kiel mit dem Fürsten BiS- <arck eine vertrauliche Unterredung auf dem Bahn- tsprichi 8fe Schwarzenbeck gehabt. Diese Angaben er- Pirlm tiefen sich indessen als unrichtig. Fürst Bismarck, V tt in Friedrichsruhe auch den Besuch amerikanischer leinerti Mützen empfangen hat, hat seine geplante Reise nach en um Ugland und Schottland noch nicht aufgegeben, doch

**8m Abend bereitete Giralda dem Marquis seinen 1et und nahm die Mahlzeit gemeinschaftlich mit ;in. Er entließ fie zu stüher Stunde und

ah »ko werde ich nicht verfehlen, wich deS Uu. (3141 oldigeu anzunehmen', entgegnete Giralda, des

«b Gottfried TreworS betrachtend, dessen Augen ,-rr ihres Vat-rS fo sehr glichen, nnb das Ver- ^cher, das fie der Haushälterin gegeben, wurde ihr ,, heiligen Gelübde.

' Giralda nnb Frau Pomp streiften unter ben im

Attslavö.

Eide, 11. Juli. Kaiser Wilhelm trat heute früh um 8 Uhr eine Karriolsahrt über Vosievangen nach Stahlheim ein; der Himmel ist bezogen, daS Wetter kühl und klärt sich auf. Die Kaiseiyacht Hohenzollern" fährt Über Bergen nach Gndvangen, um dort den Kaiser zu erwarten.

Paris, 11. Juli. Wie die Blätter melde», notifiziere der Minister des Aeußeren Ribot den

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selbst zu arbeiten im Stande bin. Ihnen jetzt schon Nachricht von mir zu geben, würde alles verderbe». Sie würden mich »»bedingt wieder nach Hause berufen."

Gut, thuu Sie, was Ihr eigenes kluges Köpfchen Ihnen empfiehlt. Die Umstände, welche ihre Trennung veranlaßten und notwendig machten, find so eigen­artig, baß ich mich nicht befugt glaube, Jhueu eine» Rat zu erteile». I» welchem Theater spielt ihre Mutter?"

Ich weiß es uicht, Mylord. Papa nnb tote leben auf bem Lande, «ud Mama kommt nur jede Woche ein Mal zu uns. Sie sagte uns niemals, auf welchem Theater fie austritt, nnb Hebt eS über­haupt nicht, über diesen Gegenstand befragt zu werden."

Ah, sie erstrebt für ihre Kinder zweifellos eine höhere Sphäre", bemertte der Marquis, die Lage seines gichtkcaukeu Fußes vorfichttg äudernd,nnb möchte ihre Aufmerksamkeit uicht erst auf die Bühne lenken. Ich finde das sehr lobenswert. Eine Frau mag gut und rein und edel sei», obwohl fie Schau­spielerin ist, aber nach meiner Empfindung ist ,der Platz eines unschuldige« junge» Mädchens nicht vor de» Lampe». Die Schmeicheleie» und Huldigungen, die der Künstlerin dargebracht werden, wenn fie schön ist, müssen ihren Charakter schädlich beeinflussen nnb sie ihres größten Reizes, bet halben schüchternen Weiblichkeit berauben, bie bei Fran das, was der zarte Pflavm dem Pfirfich ist, der sich bei leisester Berührung verflüchtigt. Der Blick einer neugierigen Menge ist leie Mehlthau für ein jugendliches Gemüt. Ihre Mutter ist weise, für ihre Staber ein anderes LooS zu erwähle», als das, welches Erziehuug oder eine traurige Notwendigkeit ihr selbst aufzwauge». Tritt fie unter ihrem eigenen Namen auf?*

,O, nein, Herr Marquis. Meta Papa ist ttn spanischer Gras, einer bet vornehmsten seines Landes. Mama führt in ihrem Beruf einen andere» Name», wie dieser heißt, weiß ich »icht.*

.Hw l Ich hätte L»st, sie einmal spiele» zu sehe». Meta Neffe Lord Otmoud wird mit vielleicht AuSkuust

Lrscheint täglich außer au Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Onartal-MonnementS-PreiS bei der Expe­dition 2*4 Mk., bet den Postämtern 2 Mk. ö0 Psg. (exkl. Bestellgeld). Jnserttonsgebühr für die gespaltene Zeile 10 Psg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg.

Unser Kaiser setzt seine Nordlandsreise ohne ien° amhafte Störungen fort. Nach der Abreise von

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Spedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

soll sie bis Ende August verschoben sein. Der ehe­malige Reichskanzler befindet sich äußerst wohl und gesteht auch selbst seinen Besuchern ein, daß er sich recht frisch fühle. Auch Gerüchte von einem weiteren Wechsel im preußischen Staatsministerium waren einmal wieder im Umlauf. Diesmal sollte die Stellung des Kultusministers von Goßler erschüttert sein. Es ist aber bald genug wieder still davon geworden. Dagegen dürfte eS Thatsache sein, daß Reichskommiffar von Wißmavn nach Ostafrcka nicht zurückkchren wird. Es soll dort eine neue Ver­waltung eingerichtet werden, und damit erlischt der Posten des Reichskommiffars von selbst. Dr. Peters ist mit seiner Emin-Pascha Expedition an der deutschen ostafrikanischen Küste gesund und munter angekommen. Praktische Folge Hot seine Reise, da das englisch- deutsche Koloniababkommen inzwischen unterzeichnet ist, ja nicht. Immerhin bleibt der mit wenigen Begleitern unternommene Zug durch Zentralafrika ein mit großer Kühnheit und Entschloffenheit durch­geführtes Unternehmen.

Derjenige unter den deutschen Arbeiterftreiks dieses Jahres, welcher von beiden Seiten mit der größten Energie geführt ist, der Maurerstreik in Hamburg, hat jetzt mit einer Niederlage der Maurer sein Ende erreicht. Bezeichnend für die ganze Sach­lage ist, daß die Mittel der Arbeiter durchaus noch nicht erschöpft waren, aber der Zuzug von Maurern, welche die Bedingungen der Arbeitgeber annahmen, war so groß, daß die Fortsetzung deS Ausstandes zwecklos wurde. Die Arbeitgeber beharren aber noch dabei, daß keiner ihrer Leute einem Fachverein sozialdemokratischer Richtung angehören darf, und hierüber wird nun noch eine Extra»Auseinander­setzung stattfindcn muffen. Bis auf einige wenige kleine Streiks ist die Ausstandslewegurg in Deutsch­land zur Zeit ganz erloschen. Wenig erfreulich für die allgemeine wirtschaftliche Lage lauten aber die Ernteberichte; vielfach haben die Ernteaussichten sich nicht gut gestaltet, und daß die Rückwirkung davon auf das geschäftliche Leben und Treiben nicht ausbleiben kann, ist ganz selbstverständlich.

Recht tumultuarisch ging es während der ersten Juliwoche in London zu; Streiks über Streiks, und was für Streiks! Ein Teil der Schutzleute und der Briefträger streikte, um Gehaltkaufbefferungen zu erzielen, ein Bataillon Gardegrenadiere ver­weigerte kurzer Hand den Gehorsam, um leichteren Dienst zu erlangen. Dabei benutzte der so überaus zahlreiche Londoner Pöbel die Gelegenheit zu den turbulentesten Straßenkrawallen, Polizei und Militär

Die Hoffnung begann ihre Thräuen zu trockueu, aber der erste Kommet wat in ihr junges Herz ein- gezogeu. Am nächsten Morgen erwachte sie mit einem seht ernsten Gesicht nnb trotz des Lächelns, mit dem fie deu Mai quis begrüßte, sprach ein fo tiefer Kummer aus ihren Augen, daß der alte Mann innige» Mit­leid mit ihr empfand.

Der FrühstückStifch wat eben abgeräumt toorde», als Wig mit dem Postbeutel erschien, ans bem bet MarquiS verschiedene Zeitungen entnahm.

Sind gar keine Briefe angekommen?" fragte er, den Beutel zurückgebeud.

Nein, gnädiger Herr."

.Eie können gehe», Wig.* Der Diener beineigte sich.

.Soll ich Ihnen botlefen, Herr Marquis?* fragte Giralda, ihre Hand nach den Zeitungen auSstreckend.

.Noch uicht, meine Tochter*, erwiderte der Marquis einft. .Ich möchte erst ein wenig mit Ihne» plauder». Wie kommt eS, daß Ihre Ettern ein Stad wie Sie tu die Welt hiuauSzieheu ließen, fein Btrd zu bei. bienen? ES ist geradezu ungeheuerlich. ES giebt Leute, bie gar kein Gefühl für Recht ober Unrecht, kein bischen gesunde» Menscher berstaud habe». Als Eie sich in eigner Person nm eine Stelle zu bewerben eutschlcffeu, wußten Sie wohl kaum, welchen Gefahren Sie sich aussetzen. Sie hätte» ebenso gnt in die Hürde eines Schnrke» fallen könne», als Sie zv einem ehrenwerten Manne kamen, der alt genug ist, Ihr Großvater zu fei».*

.O, nein*, unterbrach ihn Giralda, .das Inserat sprach bou einem alten Herrn.*

Grane Haare bedecken nicht immer tugendhafte Köpfe. Ich schaudere, wen» ich bedenke, welches Ihr Schicksal hätte fein könne». Sie find in meinen Augen geheiligt, aber nicht allen Leuten würde Ihre kindliche Unschuld Ehrfurcht ein flößen. Ihre Eltern wüffe» entweder im höchste» Grade herzlos, ober unborsichtig nnb leichtfertig fein.*

»O, »ein*, rief Giralda gekränkt. .Eie wollten

Sofort

sie Zeitung bei dem betreffenden Postamt be- i teilt wirb. Die Post hört auf zu liefern, Of Denn bie Bestellung nicht ausdrücklich erneuert

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Bögler ta Frankfurta.M., Taffel, Magdeburg «.Men; Rudolf XXV ^nbrmttta Stoffe in Frankfurt a. SL, Berlin, München u. Köln; ®. 2- 1

Daube u. Lo. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.

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s Zur gef. Beachtung

>it ihren Söhnen noch in Saßnitz auf Rügen, wo äezüiei m Montag der Geburtstag des Prinzen Eitel iTver Eich begangen ist.

m- undt Aus dem Gebiete der allgemeinen Politik ist für

< ihr, zeitig zu Bette zu gehe». I» der Wmleit ihres Zimmers sank fie weinend nnb Mjenb iu einen Sessel. Das Gefühl, eine Fremde ? ü Le nem fremden Ort, in fremdem Hanse zu fet», m ^dältigte fie, und bange Zweifel stiegen in ihr q, ob fie wirklich recht gethau, fich heimlich bou JünS theureu Angehörigen z» entferne». .O, Mama, llvac-i s'ufzle sie, .ich ging ja nur, uw Euch hilf. rq9«< r iu sei». Wäre» wir bemittelt genug gewesen, |pzo i«toa zu Hanse behalten z» dürfen, so würde ich i* ew nimmer verlasse» habe». Wie ich jetzt, muß e «rme Mama schon lange leide»*, dachte sie, als tr do ° ruhiger geworde» war. ,Weuu ich eine kleine ^r&ine Geldes gewonnen, meta erstes Jahresgehalt ***» werde, kehre ich nach Hanse zurück. Wie stolz , "R die geliebten Eltern auf mich sein, wenn ich 1 »lei Geld in ihre Hände lege.*