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Die Exped. der Oberh. Zeitg.
Kaijer Wilhelms Jommerreife.
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die Zeitung bei dem betreffenden Postamt bestellt wird. Die Post hört auf zu liefern, wenn die Bestellung nicht ausdrücklich erneuert wird.
nrrner noch die erste von Europa genannt werden muß. Unsere Beziehungen zu England und Rußland zu vertiefen, ist niemand mehr geeignet, als der Kaiser selbst. Die Verhältnisse in London, wie in Petersburg liegen eigenartig, dort ist die Kraft der Regierung durch das Parlament erheblich ringe- schränkt, an der Newa regiert der manchmal recht eigenwillige Zar. Hier, wie dort Verstimmungen zu verhüten, ist das Hauptziel des deutschen Kaisers. In letzter Zeit hat sich das politische Verhältnis zwischen Deutschland und Großbritannien ja besonders günstig gestaltet; der Besuch deS Kaisers wird den Freundschaltsbund zwischen beiden Staaten besiegeln. Aber Rußland bleibt nicht bei Seite, und vielleicht gelingt es der Person unseres Kaisers, auch hier künftig Gutes zu schaffen.
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Unser Kaiser hat seinen Einzug in die festlich »geschmückte Hauptstadt von Noiwegen gehalten, und ist von der sonst sehr kühlen Bevölkerung des Nord- landeS mit hellem Enthusiasmus ausgenommen worden. Die Norweger sind als sehr selbstbewußte Leute bekannt, die auch vor den Mächtigen der Erde den Nacken nicht beugen und sich in ihrem Charakter unendlich viel von dem Wesen der alten Normänner bewahrt haben. Aber die schlichte Hoheit, mit welcher der Kaiser ihnen gegenüber getreten ist, hat sie dem erlauchten Gaste geneigt gemacht, und mehr »och hat sie die offenbare Neigung, welche der deutsche Herrscher ihrem schönen, im großen Europa aber noch wenig bekannten Lande widmet, ihm ihre Herzen öffnen lasten. Der Norweger liebt sein nicht sehr ftuchibares, häufig kalte- und von schweren Stürmen heimgesuchtes Vaterland mit der ganzen Innigkeit des Nordländers und die wiederholten Besuche deS mächtigsten Fürsten in Europa haben somit auch seinen nationalen Stolz. Tarin liegt die Erklärung für den glanzvollen Kaiserempfang, der an Herzlichkeit dem aufrichtigsten Willkommen nicht nochsteht, den der Kaiser auf früheren Reisen
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^ Pünktlich nm zehn Uhr bestieg Girolda, ihre TfEtsktasche i« der Hand, de« Wagen. Die V-tkaufs. waren jetzt geöffnet, die »timet standen vor *^<« Thüten oder lehnte« träge vor ihre« Lader-
Treuer gUbt Loh«.
| Roman von U. Rosen.
(Fortsetzung.)
»Gottfried TreworS" wcedervolte Giralda fragend.
»Ja, gnädiges Fräulein. Seiues Biud-iS Cohn, welcher der Erbe deS Herr» Mmquis geworden wäre, »et juugr Hett soll, wie sie erzählen, einen Versuch »rwacht haben, seinen Onkl zu beraube» uud zu et« ®otben und ihn wirklich an der Schulter verwundet we», ober nicht jeder hier zu Laude glaubt die Gc- kchtchte, den» einen edleren, großmütigere» jungen Mau» wie Gottfried Trewor trug die Erde niemals. « starb in Brasilien, der Arme. Lord Trewor wkicht, wie Wtg sagt, beständig von seinen beiden «tffen und ist «och immer furchtbar erbittert auf «Ottfried, obwohl der «nn schon viele Jahre in seinem Grabe ruht."
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Rechnung ins Werk gesetzt werden, deutsches und nicht ausländisches Kapital herangezogen werde und daß die Gemeinden diesen Gesichtspunkt bei Erteilung etwa erforderlicher Konzessionen und bei dem Abschluß bezüglicher Verträge mit Unternehmern sich gegenwärtig halten.. — Heute mittag 12b/iUhrrückten drei amerikanische Schützenkorps mit ihren Fahnen und mit Musik in KrollS Garten ein. Die Newyorker Independent-Schützen traten um 1 */♦ Uhr ein. Stadtrat Schreiner begrüßte dieselben im Auftrage des Magistrats, Generalkonsul Schönlank begrüßte die Amerikaner in englischer Sprache, indem er die feste Freundschaft der amerikanischen uud deutschen Nation betonte, und brachte ein Hoch auf Amerika und Deutschland auS. Namens des Fest - Ausschussis begrüßte Oberlehrer Birkner die Gäste. Nach der Einnahme des Em- psangstruukes erfolgte die Abfahrt und der Abmarsch der Gäste durch die geschmückten Linden unter dem Jubelrufe des ein dichtes Spalier bildenden Publikums nach dem Rathause. Vor demselben stellten sich die Schützen auf, Fahnenträger brachten sodann, gcso'gt von Schützen, unter den Klängen der Musik, das Banner nach dem EmpfangSraume im Rathause, wo Oberbürgermeister von Forckenbeck die Erschienenen namens der Stadt begrüßte, hinweisend auf die Opfer und Mühe, welche die Amerikaner durch die Reise zu überwinden gehabt habe». Redner wünschte dem Feste einen glücklichen Verlauf, hob auch diejenigen Bande der beiden Nationen hervor, welche die Bestrebungen »beider zur Erhaltung des Friedens einigten, drückte ferner den Wunsch aus nach einem regen Verkehr der beiden Nationen und dem immer weiteren Gedeihen derselben zur Förderung der Kultur und Humanität und schloß mit der Hoffnung, daß die Amerikaner von Berlin die freundlichste Erinnerung an das zehnte Bundcs- schießen, an die deutschen Schützenbrüder und an Berlin mitnehmen möchten. Herr William Weber antwortete in einer längeren Ansprache, darckte für den Empfang, hob die engen Beziehungen zum Mutterlande hervor und schloß mit einem Hoch auf den Oberbürgermeister v. Forckenbeck. Darauf wurden die Fahnen nach dem Stadtverordnetensaale gebracht, woselbst sie während des Festes verbleiben. — Der »Norddeutschen Allg. Ztg.' zufolge, wird beabsichtigt, um die Kolonialabteilung des Auswärtigen Amtes in dauernder Fühlung mit den Kolonialinteressenten und Sachkundigen zu erhalten, einen Kolonialrat zu bilden, welcher mit der Kolonialabteilung zusammen oder allen über organisatorische und andere Fragen '
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Marburg, Sonnabend, 5. Juli 1890.
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Gaben und Talenten bewahrt. Er Hatzte Falschheit nnd Trug, nnb feine gegen sich selbst unnachsichtige Natur entschuldigte die hervorragendsten Fehler seines Charakters, eine unerbittliche Strenge, Uudnldsamkeit und Selbstsucht.
Wenige Schritte vo« Lord Trewor stand Wig, der Kammerdiener und Krankenwärter des Greises, ein Man« mit Heinen schwarze» Zügen, die List nnb Verschlagenheit verrieten. Bor vielen Jahren war er aus dem Dieust Lotb Orwonbs in den des OukelS übergetreten. Seinem ehemaligen Gebieter treu ergeben, verlor er niemals eine Gelegenheit, ihm dem Mai quis zu empfehlen, feine Vorzüge zu rühmen, nnd das Andenken Gottfried TreworS herabznsetzen.
Giralda warf einen schnellen Blick auf Herrn nnb Diener, ehe sie ihre« Schleier zurückschlng.
Lord Trewor fuhr, von ihrer autzcrgewöhnliche« Schönheit betroffen, überrascht empor. .Entschuldigen Sie mich, mein Fräulein', sagte er höflich, ,vatz ich Sie fitzend empfange. Ich bin gegenwärtig leider ein Märtyrer der Gicht. Bitte, nehmen Sie gefälligst Platz. Fra« Pump, meine Haushälterin, vergatz, mir 3hren Namen <m nennen.*
.Ich heiße Giralda Arevalo*, erwiderte das Mädchen erbloffenb und errötend, als es sich auf de« von Fran Pnmp neben de« Marquis hiugeschobese« Sessel «iederlietz, .und kam hierher, nm mich ans Ihre Annorce in der .TimeS' in Person zu bewerben.'
Das kindlich unerfahrene Wesen Giralda» belustigte de» Ma quiS. .Ich habe einige hundert Ar- erbietnngen erhalten, Fräulein Arevalo*, sagte er wieder ernster werdend. .Seltsam, wie viele Leute cS flieht, die einem alten kranke« Manne Gesellschaft z« leiste« wünsche«, doch find Sie die erste, welche de« Löwen bei der Mähne erfaßt. Was find Eie zu leiste« im Stande, mein Fräulein?'
Das dunkle sarkastische Gesicht der Marquis trug einen spöttischen Ausdruck, der GirldaS Selbstgefühl ausstachelte. .Ich kau« vorleseu, finge«, Klavier
VeMchrs Leich.
Berlin, 3. Juli. Dem „Reichsanzeiger' zufolge übermittelte ter Reichskanzler dem Kaiser telegraphisch den Beschluß des Reichstages betreffs des Kaiser Wilhelm-Denkmals. Der Kaiser drückte lelegraphisch seine Genugthuung mit dem Hmzusügen aus, daß er es sich angelegen sein lassen werde, das Denkmal des Heldenkaisers würdig herzustellen, die Kosten aber innerhalb der durch die Finanzlage gebotenen Grenzen zu halten. — Neber die Reise des Kaisers nach England ist, der ,,A. R. K.' zufolge bestimmt, Kaiser Wilhelm wird am 2. Aug. in CoweS auf Wight eintreffen und in Osborne als Gast der Königin bis zum 7. August verweilen. Bon dort wird der Kaiser sich nach Edinburgh begeben und die Forth-Brücke besichtigen. Ein Besuch Londons gilt für unwahrscheinlich. Offizielle Fest- lid.feiten werde» in Osborne nicht stattfinden. — Fürst Bismarck soll, wie die „Hall. Ztg.' ge hört hat, die Absicht haben, den Kaiser zu bitten, wenigstens zu seinen Lebzeiten von der Errichtung eines Denkmals für ihn abstehcn zu wollen. Er empfehle dagegen, bei den einzelnen Bikmarck-Tenk- malSkomitees anzufrogen, ob sie damit einverstanden seien, daß die gesammelten Gelder zum Bau der Kaiser Wilhelms-Gedächtniskirche in Berlin Verwendung finden. — Die Minister des Innern und für Handel und Gewerbe haben an die Königlichen Regierungspräsidenten unterm 13. Mai ein Zirkular gerichtet, worin diese ersucht werden, die Gemcinden ihres Bezirks daraus hinzuweisen, wie es wünschenswert sei, daß für Unternehmungen, deren Entwickelung in ihrem Jntenffe liegt, fowezt dieselben nicht auS den Mitteln der Gemeinde selbst und für deren
ichlageneu Etngongsthür, die «ach wenige« Minute» vo« der Haushälterin, einer gntrnütig auSsehenbe» alten Frau, geöffnet wurde.
.Ich wünsche Lord Trewor z« sprechen*, sagte daS Mädchen, das hastig anSgestiegen war, halb schüchtern. .Ich komme, nm wich ans daS Inserat in der .Times* zu melden.*
Die Haushälterin blickte erstaunt auf die tinb« liche Gestatt, bat aber die junge Fremde mit höflichen Worten einzutrrten. .Ich will dem Herrn Marquis fügen, baß Sie hier find', bemerkte die Frau, Giralda in ein kleines ungeheiztes Wartezimmer führend. .Ich glaube nicht, daß er fich schon für eine Dame entschieden hat.*
Mit einer artigen Verbeugung zog fie fich zurück, um sehr bald wieder z« kehren.
„Der Herr Ma qniS wünscht Sie zu empfangen, Ftüuleiu*, rief sie. .Bitte, folgen Sie mir.' Sie schritt voran und klopfte an die Thür ihres Gebieters.
Eine barsche Stimme befahl ihr einzntteten.
Giralda überschritt die Schwelle eines vornehmen und bequem aus gestatteten Zimmer». Lord Trewor saß, den rechten Fuß in warme Decken gewickelt, vor einem runden mit Briefen übei fielen Tisch. Einen derselben hielt er in der Hand.
Der Grei» sah nicht ans wie ein Geizhals. Er war vo» hoher Gestalt, breitschultrig nnb vo« gebietender Erscheinung. Sei» kurzgeschnitteneS Haar war weiß wie Schnee und legte fich in dichten Locken um feine schön gewölbte Stir». Die Augenbrauen waren weiß und buschig uud der silberglänzende weiß- Schnurrbart verlieh ihm etwas Militärisches. Seine dunklen Angen hatte« be« scharfe« durchdringenden Blick der Jugend.
Er war noch immer ein Mann von leicht erregbarem Temperament. Sein Geficht trug für gewöhnlich einen Ausdruck beißenden Spottes.. In feinen jüngeren logen war er als Manu vo« glänzendem Geist nnb Witz bekannt gewesen, nnb auch jetzt hatte er noch viele vo« feinen mit Recht hochgepriesenen
„Armer Greis", seufzte Giralda. „Er scheint sich einsam in der Welt zu fühlen."
„Er ist cs auch, gnädige» Fräulein; aber so geizig ? sein soll, Heben ihn seine Leute dennoch. ES sieht »em Herrn Marquis recht ähnlich, seinen Namen *üter eine solche Ankündigung zu i>tze», was doch W bei derlei Sachen nicht üblich tst; allein was «»meits ihn, ob etwas üblich ist oder nicht. Es «nb 3bne« im Schlöffe nicht gefalle«, gnädiges «känleiu. ES ist dort sehr öde nnb traurig."
»Ich will weuigstenS einen Versuch mögen. Wenn 5 die Stelle nickt bekomme, bann mnß ich freilich «eder zurück. Könnte ich nm zehn Uhr einen Wagen wen, der mich borthin fährt?"
Der Wirt mochte ben Mut be» jungen Mäbcheus, das er eine lebhafte Teilnahme ewpfaub, nicht
Zur gef. Beachtung.
Die Postbestcllung auf die
Oberhesfische Zett««,
mit ihren Beiblättern
Ureisblatt
und
-llastriertes Sotttttagsbtatt für das dritte Vierteljahr (1. Juli bis 1. Oktober) bitten wir gefl. sofort erneuern zu wollen.
Auf den pünktlichen Empfang kann nur
gesunden hat. In den stillen, aber unendlich großartigen norwegischen Gebirgslandschaften sucht der Kaiser Krästigung für die kommenden Tage der schweren Regierungsarbeit, er widmet sich aber auch zugleich den Uebungen der ihn begleitenden deutschen Manöverflotte. Mag dieser Aufenthalt im hohen Norden dem Kaiser neue Kraft und frische Energie geben; auch das Oberhaupt deS deutschen Reiches hat in diesem Jahre ernste Wochen und Monate verleben müssen, die nicht spurlos an seinem Körper vorübergegangen sind.
Der Kaiser ist unablässig bemüht, seine Reisen in den Dienst der Reichspolitik zu stellen, durch sie die fremden Nationen, Fürsten und Regierungen enger an Deutschland zu ketten, die bestehende Freundschaft zu verstärken. Er hat sich ja in diesem Frühjahr selbst sehr offen über diesen Punkt geäußert, indem er auf dem Festmahle des brandenburgischen Prodinziallandtages sagte: „Ich weiß wohl, daß man sagt, ich reise zu viel. Aber, glauben Sie mir, meine Herren, diese Reisen nützen nicht nur Deutschland, sie geben auch eine güte Erfahrung, und es ist zuweilen recht nützlich, die Verhältniffe im Vaterlarde sich aus der Ferne anzusehen. Ich kann nur Jedem raten, sich in der Fremde umzu sehen, man hat großen Vorteil davon!" Das ist nicht nur aufrichtig gesprochen, sondern auch zutreffend. Die Kaiserbesuche bringen den betreffenden Hauptstädten stets ganz erhebliche Vortelle, sie erwecken Sympathie für Deutschlar d und deutschen Handel, dem so in leichter Weise häufig Thür und Thor geöffnet werden. Dann hat Kaiser Wilhelm II aber auch etwas in seiner persönlichen Erscheinung, was Fürsten, wie Völker in gleicher Weise onzieht. Tie Ungezwungenheit und Frische seines Wesens, dem alle steife Eiikette verhaßt ist, das offene Auftreten, seine Bescheidenheit gegenüber allen älteren Fürsten und ihm dargebrachten Huldigungen berühren überaus wohlthuend. Der Kaiser giebt sich, wie er ist, natürlich, das ist der größte Zauber, welchen seine Person ausübt.
Der norwegischen Reise werden Besuche von England und Rußland folgen. Man sagte früher, Kaiser Wilhelm II. sei ein ausgesprochener Freund Rußlands und stehe England kühl gegenüber. Daß die Dinge anders liegen, weiß heute jedermann; bte deutsche Politik legt auf die britische Freundschaft ebenso hohes Gewicht, wie auf die russische. Was den Kaiser in England lebhaft interessiert, ist die gewaltige britische Kriegsflotte, die ja infolge der zahlreichen Schiffsbauten der letzten Jahre mit Recht tische». Da kein Markttag war, gab e» für die Händler faß nichts zu ihn« nnb alles Leben im Dorfe schien ansgeflorbe«. Das kleine Thal mit feinen nichtige» Häuschen blieb halb zurück und bas Gefährt arbeitete sich langsam bte Straße empor, die in bas offene Land führte.
Der Morgen war trotz be» Winde» und der Kälte nicht unangenehm. Die Wolke» hoben sieh und der Himmel wurde heller. Vögel flogen fingend und zwitschernd durch die Luft. Auf den Feldern weideten junge Lämmer und der Frühling schien überall feine» Einzug halten zu wollen.
Die Straße nach Treworpark war felsig und gewunden. In her Tiefe breiteten sich lachende grüne Thöler aus, und ans dichtem Gebüsch lugten Schäfer- Hütten ober einsame Pachthöfe hervor. Endlich er, reidten sie den Gipfel d-S Hügels, zu btffen Füßen sich Aecker nnb Wiese» ausbehnte«, während fich auf feinem breiten Rücken das mächtige alte Schloß erhob.
Giralda wußte, ohne daß man es ihr sagte, sie sehe ben eherwürbigen Herrensitz bet TreworS vor sich. .Wie vertrant mir bieseS durch die Jahrhunderte ragende, zinneng, krönte Gebäude vor kommt', 'dachte sie. .Popa bcschrieb un8 öfter» ein solches Schloß al» die Heimat, die er in dem Besitz seiner Kinder wünschte. Ich bin neugierig, ob er jemals in dieser Gegend war nnb Treworpark kennt.*
Ein breite» Thor versperrte bem Wagen die W-iterfohrt. Der Kutscher sprang vom Bock, stieß bas Inarrenbe Thor auf nnb bog in eine Allee von prächtigen, uralten Säumen ein, bereu oberste Zweige so ineinander v rschlangen waren, daß fie im Sommer einen grünen Sogengang bildete«, jetzt aber einer geborgenen Deckenwölbung gliche», lieber dos aufge- häufte trockene Laub de» Parke» sprangen Hasen während helläugige Rehe sich ohne Scheu herum- tummelten.
Als fie vor dem Schloß hielt, begann Giraldas Herz heftig zu Pocke», und fie wurde todteubleich vor Erregung. Der Kutscher läutete an der meifiagbc-
Erfcheiwt täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. — Qnattal-AbonnementS-PreiS bei der Expedition 2* t Mk., bei den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnsertionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die Zeile 26 Pfg.
Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureanx von Haasenstein und Vogler in Frankfutt a. M., Gaffel, Magdeburg u Wien; Rudolf XXV Qrtfirflflttft Moste in Frankfutt a. M., Berlin, München u. Köln; G. I äuw8*
Daube u. Eo. in Frankfutt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
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Wöchentliche Beilagen: Kreis Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.
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