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Marburg,
Sonnabend, 28. Juni 1890.
Die Gewerbegerichte.
Der Reichstag het nunmehr in zweiter Beratung den Gesetzentwurf über die Gewerbegerichte durchberaten und ihn, von einzelnen wenig bedeutsamen Aenderungen abgesehen, im Großen und Ganzen nach den Beschlüssen angenommen, die seine Kommission zu dem Entwurf der verbündeten Regierungen gesoßt hatte. Da die letz!eren Beschlüsse nicht so einschneidender Natur waren, daß der Bundesrat sie nicht annehmen könnte, so ist nunmehr die sichere Aussicht vorhanden, daß der Entwurf noch in dieser Session zur definitiven Verabschiedung gelangt. Das Schauspiel des Jahres 1878, wo ein ähnlicher Gesetzentwurf noch in dritter Lesung scheiterte, wird sich ja nicht wiederholen; denn die Gesinnungsgenossen der Leute, deren Widerspruch damals den Entwurf beseitigte, die heutigen Deutschfreisinnigen, haken ja glücklicheru eise nicht eine ausschlaggebende Stiwmenzahl, sind auch im übrigen von dem Standpunkte von 1878 abgerückt und den Vorschlägen der verbündeten Regierungen auch in dem Punkte der Bestätigung des Vorsitzenden der Gewerbegerichte näher gekommen. Vcm 1. April 1891 ab wird demnach jeder Gemeinde die Möglichkeit geboten sein, durch eigene Gerichte die innerhalb ihres Bezirks vorkemmenden gewerblichen Streitigkeiten entscheiden zu lassen.
Das Gesetz über die Gewerbegerichte, wie es zustande krmmen dürfte, wird ja manche Wünsche der Arbeitgeber sowohl, wie der Arbeiter nicht erfüllen. So wird es beispielsweise Weier die obligatorische Errichtung von Gewcrbegerichten für jede Gemeinde
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aussprechen noch die in Rheinland und Westfalen »schäften an Bord zu nehmen. Das für den ob.rsten vereinbart worden find. Auch das Veryaltms des gegenwärtig zu Recht bestehende Zulaffung von Arbeit-1 Kriegsherrn bestimmte Flaggschiff des Uebungsge- Reichsschatzamtes zum preußischen Finanzministermm gebern als Vorsitzende der Gewerbegerichte billigen, schwaders, das Panzerschiff „Kaiser", trug den wird eine Aenderung, jedenfalls in der Richtung et» Auch behält es jedenfalls den Mangel, daß es die Herrschet schon auf bet Reise nach dem Mitielmeet. fahren, daß der Finanzminister für die Leitung der Gewerbegerichte mit den Einigungsämtern verquickt. — Der „Post" zufolge verlieh der Kaiser dem Finanzen a>. ch im Reiche maßgebend ist. — Staats- Ueber den letzteren Fall haben wir uns schon früher deutschen Botschafter in London Grafen Hatz Minister von Scholz ist, wie die „Lib. Korresp." eingehend ausgesprochen Der Abschnitt, welcher im seidt den Schwarzen Adlerorden. — Der „Nordd. schreibt, zum Präsidenten der Oberrechnungskammer Entwürfe über die Einigungsämter enthalten ist, hat Allg. Ztg." zufolge wird als Nachfolger des anstelle in Potsdam designiert. Der bisherige Präsident, Herr weder in der Kommission noch im Plenum eine v. Kusserows zum Gesandten in Hamburg von Stünzner, tritt demnächst in den Ruhestand. Aenderung oder nur eine eingehende Besprechung ausersehenen bisherigen Gesandten in Darmstadt v. Scholz, der jetzt auS seinem Amte scheidet, ist erfahren, jedenfalls ein Zeichen, daß man überhaupt v. Thielemann, der Generalkonsul in Pest genau acht Jahre Minister gewesen, nachdem er aus die Einrichtung dieses Eirigungsamtes keinen Legationsrat v. Pleflen und als dessen Nachfolger vorher Schatzsekretär im Reiche gewesen war. Sem allzugroßen Wert legt. Ein Ein'gungsamt ohne Legationsrat Graf Monts in Wien genannt. — Vorgänger als Finanzminister war Herr Bitter, jede greifbare Autvrität wird auch wenig nützen, Ter Reichstag wird Ende der nächsten Woche Herr v. Scholz ist ebenso wie im preußischen Abvielleicht aber dadurch, daß es mit dcu mit Autorität bestimmt vertagt werden. Gelingt es nicht, das geordnetenhause auch im Reichstage sehr häufig als aus gestalteten Gewerbegerichten verquickt ist, den Gewerbegerichtsgesetz bis dahin fertig zu stellen, so Redner ausgetreten und hat die gesamte ©teuer» l.tzteten schaden. soll die dritte Beratung der Vorlage bis zum Herbst gesetzgebung der letzten acht Jahre vertreten. Herr
Wie dem aber immer sein und welche Mär g-l verbleiben. — Der Reichstag veranstaltet am Sonn- v. Scholz ging mit dem Fürsten Bismarck stets des Gesetz enthalten möge, es wird das Produkt abend Abend, wahrscheinlich im Kaiserhofe, einen Hand in Hand, nur im Vorjahre kam es zu einer der Zeilstimmurg sein. Die Streitigkeiten, welche Festkommers für Major v. Wißmann. — Aus den Differenz über die Reform-der preußischen direkten zwischen Arbeitgebern und Arbeitern in den lctzten Mitteilungen, welche der Staatssekretär Freiherr von Steuern. Da keine Einigung zu erzielen war, Jahren hervortraten, ließen überall den Wunsch Marschall vor der definitiven Annahme der Kolo- glaubte man schon damals an den Rücktritt des austauchen, eine Bermittelungsinstanz zu schaffen, nialVorlage im Reichstage gemacht hat, ergiebt Finanzministers, die Krisis wurde aber durch Ver- und diese wird bis zu einem gewissen Grade in! sich, daß die Rcichsregierung durch den Kolonial- ltagung der Angelegenheit beseitigt. — Aufgrund den Gewerbcgerichün gegeben sein. Ihr Hauptvorzug vertrag mit England die deutschen Interessen in sog. preußischen Verwendungsgesetzes werden wird der sein, daß sie durch schnelle und sachver- Ostafrika für durchaus gewahrt ansieht und an keine aus den Einnahmen aus den landwtrtschaftltchen ständige Erledigung gewerblicher Slreitigkeitcn zwischen Aenderung dieser Bestimmungen denkt. Die Reichs-1 Zöllen in diesem Jahre den Kreisen 46 Millionen den beiden an unserer Produktion beteiligten Faktoren regierung wird ihr Augenmerk darauf richten, in gegen 29,5 Millionen im Vorjahre überwiesen werden, den kleinen Verbitterungen vorbeugt, die sich, nach- dem weiten deutschen Schutzgebiete Handel und — Eine Abordnung rheinischer Industrieller unter dc m sie sich eine zeitlang angesammelt, in "großen Wandel in jeder Weise zu fördern und so Kultur Führung deS Kommerzienrats Meckel (Elberfeld) Eruptionen Luft machten Sie werden somit in und Entwicklung zu heben. Deutscher Gouverneur ist hier angekommen, um Schritte gegen das Zuerster Linie berufen sein, den sozialen Frieden zu wird dort Emin Pascha werden, der sich dazu ver- standekommen der nordamerikanischen Mac Kinley- fördern und zu erhalten. Und wenn sie dieser Auf- möge seiner ganzen Anlage und Persönlichkeit auch!Bill, betr. Erhöhung der Zölle, zu versuchen, gäbe gerecht werden, so kann man wcbl die kleinen vortrefflich eignet. Major Wißmann wird wahr- Der Handelsminister versprach, sich mit dem Reichs- Mängel, mit denen das Gesetz über die Gewerbe- scheinlich die Leitung der Kolonialabteilung im aus- kavzler in Verbindung zu setzen. — Das neugestif- geUchte voraussichtlich behaftet sein wird, mit in den weinigen Amt später erhalten. — Dr. Miquelsltete „Allgemeine Ehrenzeichen in Gold" Kauf nehmen. Die Zukunft wird ja schon zeigen, Ernennung zum preußischen Finanzminister be- besteht den im „Reichsanz." veröffentlichten Statuten
wo Aenderungen vorzunehmen sein werden. gegnet in der Presse keinem Widerspruch. Es wird zufolge aus einer goldenen Medaille mit gekröntem
asss-ss-sSS9BSSSSM allgemein zugkstanden, daß der bisherige Frankfurter Namenszug des Königs und dem Stistungsjahre
KrMchrs Reich. Oberbürgermeister ein Mann von großen Fähigkeiten (1890) auf der einen und der lorbeerumkränzteir
Berlin, 26. Junr. Der Bundesrat hat und scharfem Blick ist, der nicht nur den Willen, Inschrift: „Verdienst um den Staat" auf der am Tonr erstag den 3. Nachtrags, tat (die Kruse- sondern auch die Begabung besitzt, eine Steuerreform anderen Seite. Es wit d am Bande des jetzigen quenzen aus der neuen Militärvorlage) angenon men. mit Energie durchzuführen. Auf die Art der neuen Allgemeinen Ehrenzeichens getragen. Zur Verleihung Der Ge'itzirtwurs wird rurmehr dem Reichs- Resormpolitik wird es allerdings ankommen. Man des neuen Ehrenzeichens dürfen nur solche Personen tage sofort zugehen. — Auf der Rordlandsrnse, weiß indessen in parlamentarischen Kreisen, daß Herr vor geschlagen werden, welche das Allgemeine Ehren- welche der Kaiser am 27. abends von Kiel aus Miquel sein Amt erst angenommen hat nach längeren zeichen bereits besitzen; Beamte und Personen des amtitt, wird er von der gesamten deutschen Manöver- eingehenden Verhandlungen mit dem Kaiser und dem Unteroffizierstandes überdies erst nach Vollendung flotte, also von 8 Panzerschiffen, einer Kreuzer- Reichskanzler, worin die Grundlagen nicht nur einer einer Dienstzeit von dreißig Jahren. Ausnahmen korvette und 2 Avisos, begleitet werden. Das I umfassenden Steuerreform, sondern auch der davon I hiervon werden nur in solchen Fällen zugelassen, Hauptinteresse fesseln natürlich diejenigen Kriegs untrennbaren und ihre Voraussetzung bildenden welche durch eine besonders hervorragende aner- scheffe, welche bestimmt find, die Allerhöcksten Herr- Reform in der Schul- und Verwaltungsgesetzgebung kennungswerte Emzelhandlung begründet erscheinen.
Tie Rack bar» wußten zwar, daß ein spanischer I spendenden Blüten der Tropen, nnd wenn das Wtter gefaßte Beschreibungen prangte», die Ruperts Letden- G-af und seine Familie dort wohnten, bemühten fich eS gestattet, lustwandeln wir tm Garten und Hain." I schäft für die Naturwissenschaften bekundeten, aber nicht, die Bekanntschaft der Eröffn zu machen, Dieses Programm sand allgemeine Zustimmung. Beim Eintritt seiner Mutter erhob sich Rupert, vou der das Gerücht erzählte, sie sei eine Schau-1 Der Abend ist schon weit vorgerückt', bemerkteIPe.. 8« dem Sessel geleitend, den er eingenommen spieleriu, die ihren Beruf noch immer unter aoge- zzeatr'ce endlich, als die Uhr Mitternacht verkündigte. d°"e. Sich ihr zu Füßen werfend, vergrub er sein nommeneu Namen in London anSübe. Die Gesell- «« m, böckste Zeit, daß so junge Angen wie bic 1,1 m , -
schäft ans dem Lande trug Mn Verlangen nach bem meine Kinder, sich im Schlafe schließen. „Wasist Dir, liebeS Kind? fragte Beatrice be-
Verkehr mit einer Bühnenkünstlerin und kein fremder I weibe tote geirähnlich, selbst zu Bette Horfltx »$“ b*5 bo$ nt^.t tr“n.! 4 „, ,. . „
Gast überschritt jemals die Schwelle des Landhauses l brinoev Mein Kleiner ist der mütterlichen Fürsorge "ein, Mama , antsoxttte er. ,34 bin voll« iw Birkenhain. a 1 “ kommen gesund, und wünsche unr mit Dir über meine
Marie Fleck hatte den Kindern, pavz im Ver-"°^ M?wa kann ick Dich heute abend noch eine Zukunft zu sprechen. Ich bin beinahe fünfzehn Jahre trauen witdeteilt, daß die Gräfin eine Opernsängerin Meile allein sprechen?' flüßeite Rupert sich bei IoIt« Hust Dn schon einen Plan für mich entworfen? sei. Keines derselbe» zweifelte an der Wahr Hel- Mutteruäbenibunbfii küssend P ’ ®n Zugtiefen schm-rzlicheu Kummers flog Über dieser Geschichte, noch wunderten sie sich, daß ihre ™ "j 1\ „„ BeatricenS Gesicht. Ohne ihrem Sohne etwas zu
Mutter sie nur wöchentlich einmal besuchte, und gc- _ Beattice sah ihren Sohn “ ® " erwidern, flocht sie ihre F nger in seine dunklen
wöhnlich Nachts ankam. Giralda und ihre Brüder Etn-cs in seiuem Ton eiregte ihre Aufmeik awke t. 20£feI!. Die Stunde, die sie so lange gefürchtet hatte, rraren während der mehlwöchentlichen Abwesenheiten schien )hr weniger knabenhaft als sonst, ein Blick wat ^dlich gekommen. Ruperts glühende junge des Grafen Berril, der zur Kräftigung seiner @e-1 ^ter Ertschlvssenheit leuchtete ans seinen durklen Seele war für die rauhe Wirklichkeit deS Lebens snnddeit devtsche Bäder aufsuchte, z»r Welt gekommen. I ^ugeu, und seinen Mund umspielte ein eigenthümlich I erdacht.
Seattle« hatte eS so einzmichün gewußt, daß ihr I sanftes Lächeln. ,3d) tueibe in Dein Zimmer kommen, I „Soll ich RechtSgelehrter, Geistlicher oder Arzt Vattr zu der ton ihr gewünschten Zeit iiS AnSlanb Rupert, sobald ich Egon zur Rahe gebracht h"be . werden, Mama?' Oder würdest Du cs vorziehen, aino und war inzwischen unter dem Vorwand, eine I antwoitete sie mit zärtlichem In ter esse. ! wenn ich mich dem Kansmannsstanbe widmete?
tu Bi!kkvbain erschienen sPlatz. „Mama, sagte Giralda leise, „ich wußi^Etjgeg englischen Vorurteile waren durch diese
Da« bildet in knrrcm de» Unilist der dovvelteu worge» früh eine kurze Unterredung mit Dir habe». Einfachen Worte ihres Sohnes auf das Tiefste verletzt. frrS Beattice BnrilS B »W Du ein freies Stündchen für mich finben?‘ f^ein Sohn soll sich seinen Lebensunterhalt er»
•---------- I .Ja, meine Tochter. Gleich nach bem Frühstück!werben?" rief sie unwillig. „Welche seltsamen Bor-
7. Kapitel. I triffst Dn mich in Papas Sindirziwmer.' Giralda I stcllnngen kreisen in Deinem Hirn, mein armer
; Die Jugend regt ihre Schwinge». umarmend zog sich Beattfte mit ihrem jüngeren Rupert?'
Das Mahl wurde durch eine lebhaft frohe Unter-!Sohne aus dem Zimmer zurück. Sie brachte beul Purpurglut bedeckte des Knaben Wange». Ans Haltung gewürzt. »IS die kleine Gesellschaft wieder Kuabeu zu Bett und verließ ihn nickt eher, als bis seinen Augen schimmerte ein schwermütiges »euer, in das Wohnzimmer zmückgekehrt war, blldete bie fein blondes Köpfchen auf dem Kissen rvhte nnd „Weshalb, thenre Mama, sollte Dein Sohn sich nicht Mutter wiederum den Mittelponkt des trauten Kreis.s. seine schönen blauen Augen fich im Schlummer ge. bemühen, sein tägliches Brot zu verdienen ? Ich bin Die Kinder schmiegten sich an ft', während der Gatte schlossen hatte». „Mein kleiner Liebling", murmelle gesund, kräftig und über meine Jahre alt. ES ist an ibr£r Seite Platz nahm. Ibie stolze Mutter, Ruperts Zimmer anfsncheud. ! meiner würdig, für meines Vaters Gattin zu arbeite»
„Tas ist eine wonnige Heimkehr', bemerkte! Er saß au einem kleine» Tisch, auf dem eine hab ihr LooS zu erleichtern.'
Beatrice. „Morgen soll ein vollständiger Ferientag Lampe brannte. Hohe, büchergefüllte Schränke bargen „Still, Rupert', versetzte Beatrice mit gesenktem sein. Die Kinder haben morgen keine Lektionen, sich in einer Nische, die Wände waren mit Bildern Blick. „Fühlst Du den» nicht, daß Deine Worte Popa gibt keinen Unterricht. Wir speisen im Treib, und Glaskasten mit Jnsekteusamwlungen geschmückt, ebne» Tadel gegen Deinen iPapa enthalten? Kein haus unter Palme» uud de» sarbeglüheude», duft-1 benen zur Seite genaue in lateinischer Sprache ab-Mensch hat ein Recht, ihn zu tabel», am allerwenigsten
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Daube u. So. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Paris.
Treuer Liebe Lsh«.
Roman von U. Rosen.
(Fortsetzung.)
Beide Schwestern sa ätzte» fich geehrt uud beglückt, mit bem Grafcu Arevalo bas Geheimnis Beatrft-ns zu teilen, ein Geheinuis, von bem selbst bie Kinder dieser Ehe nichts ahnte». Magda und Marie wäre» auf de» Güter» deS Grafe» Berril geboren, standen fast^ feit ihrer Kindheit im Dienste seiner Familie, und waren nach dem Tode der Gatte», mit welche» sie kaum ein Jahr vermählt gewesen, wieder zu Beatrice znrückgekehrt. Beide Zwillingsschwesteru würde» für das Wohl ihrer gütige» Herrin gestorben sei».
Beatrice begrüßte ihre treue Dienerin mit warmer r- Herzlichkeit. „Magda hat mich beausttagt, Dir viel Liebes von ihr z» sagen', rief ste. „Sonntag kommt fi- hie'her, um Dich zu besuchen.'
Beatrice ließ sich vor der Tafel nieder. Der Graf svß ihr gegenüber, Giralda z» seiner Rechten, Rupert zu seiner Lirkeu, Ego» wie gewöhnlich neben der Mutter.
Marie Fleck, die HauShälteri», war die Einzige, die bei Tisch aufwartete. Außer ihr wurde in Birkenhain nur noch eine Dienerin gehalten, eine Deutsche die kaum einige Worte Englisch verstand, und der Kutscher, der gleichzeitig für de» Garte» zu sorgen hatte, ein treuer und erprobter Bursche, von dem nichts zu befürchte» war.
Beatrfte betrachtete beglückt bk um sie versammelten frohen Gesichter. In ihrer stille» Seligkeit übertra sie fich selbst in strcrhlenber Lieblichkeit bei Rebe und der Haltung. Au ihre» Vaters Tisch wurde ihr t Lache» niemals gehört, hier sprudelte eS hervor wie ei» munterer Berg quell.
Die Bewohner deS Birkenhains lebten im übrigen ehr abgeschlossen, empfingen keine Besuche nnb beließen ihr eigenes Gebiet nur zu Spazierfahrten in hrem Ponywagen.
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WöchenMche Bellagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Mrchhain. — Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.