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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain.

Illustriertes Sonntagsblatt.

Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

M 143.

Erscheint täglich außer an Werktagen nach Sonn- und Feiertagen. Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der-Sxpe- dition 2/t Mk., btt den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. Bestellgeld). JnstrtionSgebühr für die gespaltene Zeile 10 Pfg., Reklamen für die geile 25 Pfg.

Marburg,

Sonnabend, 21. Juni 1890.

Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. Blattes, sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler in Frankfurt a. M., Cassel, Magdeburg u Wien; Rudolf Moste in Frankfurt a. M., Berlin, München u. Köln; G. L. Daube u. To. in Frankfurt a- M-, Berlin, Hannover, Paris.

XXV. Jahrgang.

Sie verstehen es!

Die erste Leistung der neuen Männer am Steuer drS Reiches auf dem Gebiete der auswärtigen Politik liegt in dem Abschluß des neuen Kolonialveiträges zwischen Deutschland und England zur Beseitigung der Besitzstreitigkeiten in Ostafrika vor, und der $er trag ist, mag er auch nicht alle Welt ganz und gar zufrieden stellen, in der Hauptsache doch ein Meister­stück. Seine Nachfolger machen dem Fürsten Bismarck Ehre! Deutschland hat allerdings auf das ihm bisher gehörige Witu Gebiet in Ostafrika verzichtet, es hat ferner zugegeben, daß England das Protektorat über das Sulianat Zanzibar erhält; dafür erhalt es den, bisher immer noch dem Sultan von Zanzibar gehörigen ostasrikanischen Küstenstrich indessen als Eigentum, eS erhält außerdem die Insel Helgoland in der Nordsee, die bekanntlich zu England gehört. Die Ausdehnung des deutschen Gebietes nach dem Innern Ostafrikas hin ist in bestimmter Weise ge­währleistet, und uns sind so mächtige Ländergebiete damit zu Teil geworden, daß wir an deren Ge­winnung für die Kultur auf Jahrzehnte hinaus genug zu thun haben. Der Verlust von Witu ist nicht so erheblich, schwerer fällt das Gewicht, daß England das Protektorat über das Sultanat Zanzibar übernimmt, besten Herrscher damit zu einem Schein­fürsten wird, aber dafür erhalten wir unser ost­afrikanisches Gebiet als unabhängiges Land, und endlich Helgoland. Die Insel ist klein, sie zählt nur 500 Häuser und 2000 Einwohner, aber sie war ein fremder Besitz gerade vor den Augen Deutsch­lands, und schon oft war der Wunsch ausgesprochen, das Felseneiland möchte dem Reiche einverleibt werden. Natürlich war an entschiedene Forderungen nicht zu denken, und jetzt endlich kommt die Ange­legenheit in friedlicher und freundschaftlicher Weise zum Austrag. Helgoland beherrscht aber auch die Mündungen der sich in die Nordsee ergießenden Deutschen Ströme; es ist daher für den Krieg, wenn auch nicht von übergroßer, so doch auch von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Und darum wollen wir mit besonderer Freude dieseMehrung" des Reiches, an welche niemand gedacht hat, willkommen heißen!

Die Art der Lösung der ostafrikanischen Streit­fragen wird in ganz Europa Aufmerksamkeit, Ueber- raschung und Zustimmung Hervorrufen, ebenso wie es in den beiden Ländern Deutschland und Groß­britannien der Fall ist. Kleinliche Nörgeleien kommen hier nicht in Betracht- eS jedem Recht zu machen,

Dreyers qm üe.

1865-1890.

Als vor füvfmtdzwavzig Jahre« Wir »och gut kurhesstsch waren, Lebte hier der Studien wegen, Ihm zum Heil und uns zum Sege« Studio Dreyer.

Weiß uicht, war er Hefle? Boyrr? Oder war er gar aus Preuße»? Doch das kauu und will nichts heißen: Richtig ist auf alle Fülle Und drob wollen wir ihn preisen Bon ihm rühret

Dreyers Quelle.

Nicht, daß er an dieser Stelle, Wie der Moses mit dem Stabe, Wasser rausgezaobert habe, Nein, die Quelle war schon da: Ein gar lauschtg-kühleS Plützchen, Wo gar oft rott feinem Schätzchen Sich am klaren Trur ke letzte llud au Wald u»d Saug ergötzte Studio Dreyer.

Doch sicht Dreyersquelle hieß eS, WalberShausen war der Name Dieses Heinen Paradieses;

Bis etu Jahr vor sechsuudsechzig Also

Auuo Füufuudsechzig Dreyer faßte de» Gedanke» Weil gar balde, wie er vußtr, Er do» Marburg scheide» mußte Hier, wo er so frohe Stuudeu Uad Erholung oft gesunde», Zur Eriuuruug uud Ergötze» Selbst ei» Deukmal sich zu setze», DaS bann wenn man anders wollte Dreyersquelle heißen sollte. Und als jnnges Blut voll Fever

war unmöglich, und wenn Deutschland gegeben hat, !o hat es dafür auch bekommen. Der praktische Nutzen von Helgoland ist für uns jedenfalls viel größer, als der von Witu in Ostafrika, und zudem bleibt uns afrikanisches Land noch in reicher Menge. Tie deutschen Grenzen sind mehrere hundert Meilen weit in das Innere bis an die großen Seen vorge schoben; diesen ungeheuren Länderraum, der nun ein für alle Male der deutschen Herrschaft überliefert ist, auszubeuten, haben wir alle Hände voll zu thun.. Und die Arbeit wird eine lohnende um so eher werden können, als sie mit Unterstützung urd iw Einvernehmen mit den benachbarten Engländern erfolgt- denn in Afrika find nun einmal alle Kultur Nationen auf einander angewiesen. Zu ordnen sind noch mehrere untergeordnete Fragen; so die Regu­lierung des deutschen Besitzes in Witu, die Ablösung der deutschen Zollerhebung auf der Insel Zanzibar und anderes. Aber nachdem die großen Fragen zur beiderseitigen Zufriedenheit entschieden sind, können die nebensächlichen keine bedeutenden Schwie­rigkeiten mehr machen. Selbstverständlich ist natür­lich, daß die Leitung der Geschäfte im deutschen ostafrikanischen Schutzgebiet, die sich bisher noch aus der Insel Zanzibar befand, nunmehr an die deutsche Küste selbst verlegt werden muß und eine direkte Verbindung von dort nach dem Mutterlande herzustellen ist. Was auf der anderen Seite die Helgoländer betrifft, die ja deutschen Stammes sind, so bleibt es ihnen überlasten, zwischen der deutschen und britischen Unterthanenschast zu wählen; man kann wohl avnehmen, daß sie als Deutsche zu Deutschland sich neigen werden. Voraussichtlich wird die Insel zu Schleswig-Holstein in politischer Be­ziehung geschlagen werden, zu dem sie ja auch gehört. Denn aus der kleinen Insel ein eigenes Reichsland zu machen, ist denn doch wohl wenig angebracht.

Krtttschrs Nrily.

Berlin, 19. Juni. Tex Kaiser hat an den Verhandlungen, welcke zwischen der deutschen und englischen Regierung über die Akgrenzung der gegen­seitigen Jnterestknsphären in Afrika gepflogen wurden, den allerlebhastesten Anteil genommen. Gestern abend 9 Uhr, also an dem zwischen den beiden Regierungen verabredeten Zeitpunkte, wo die Grundzüge des Ab­kommens in Berlin durch den Reichs anzeiger", in London im Parlament zuerst öffentlich bekannt ge­macht werden sollten, erschien beim Reichskanzler v. Caprivi auf Befehl des Kaisers der Flügel- Adjutant Mojor v. Zitzwitz und überbrachte dem

An die Arbeit ging der Dreyer, Schleppte selbst herbei die Steine, Die er brauchte, große, kleine; Ließ vom Maurer sie behanen Uud nachdem der's recht ermessen, Nichts versehe», nichts vergessen, Eine Brnnnenkammer bauen, Wie sie heute »och zu schauen. Ihren Lauf hinein zu nehmen Mußt' die Onelle sich b- quemen, Bis mit dem, was ihr eutquillei, Sie das Wasserbecken füllet;

Doch der Uederflnß mit Brausen Fand dann seine» Weg »ach außen, THLt gar hell nnd freundlich blinken: Jedermann könnt Wasser tttnlen.rt Rings der Wald ward daun gelichtet Und zu« Lustort eingerichtet.

Rasch entstanden Tische, Bänke Und gar bald anch eine Schenke,. Wo für Geld nnd gute Worte Man bekam ne beffre Sorte;

Den» Philister wie Sindente» Ware» damals scho» wie heute, Wev» auch sonst kreuzbrave Leute, Nimmer rechte Waflereuteu.

Manches Fest ward hier gefeiert, Mancher LiebeSschwur beteuert, Manches Freundschaftsband geschlungen, MüncheS deutsche Lied gesungen Und so ward nrS DreyerSqnelle Eine rechte Frenberquelle, Wie wir Alle er erfahren

Nun feit fünfundzwanzig Jahren.

Daß fie eS auch ferner bleibe, Mag der Himmel gütig geben, Doch nach altern bentschen Brauche, Lasset hoch den Dreyer leben!!

H. H.

eiben die Insignien des hohen Ordens vom Schwarzen Adler. Der Kaiser ließ dabei seinen Dank für die befriedigende Lösung aussprechen. DerReichs- Anzeiger" veröffentlicht die Ernennung des bisherigen ersten Sekretärs der Botschaft i» Rom, Legations- rats Kammerherrn Grafen v. d. Goltz, zum Ge- ändten in Oldenburg. Im Reichstage wurde das Abkommen und namentlich der Erwerb Helgo­lands heute begreiflicherweise sehr lebhaft besprochen. Die Befriedigung über den Abschluß ist allgemein. Uebrigens wird es jetzt verständlich, weshalb regierungsseitig die Verschiebung der dritten Lesung der Kolonialvorlage gewünscht worden war. Es ollte zuerst der Vertrag mit England unter Dach und Fach kommen, um mit einer vollendeten und nebenbei erfreulichen Thatsache vor den Reichstag treten zu können. Möglich ist, daß Major Wißmann noch zur dritten Lesung hier eintrifft und dem Reichs­tage mündlichen Bericht über die Lage in Ostafrika erstatten kann. Die sozialdemakratische Fraktion des Reichstages hat beschlossen, nachdem ihre Vertreter in der Militär-Kommission unter Vor- ichalt für die Windthorstschen Resolutionen ge- timmt, im Plenum ebenso wie die ganze Vorlage auch jene Resolutionen abzulehnen. In der am 18. d. Mts. abgehaltenen Plenarsitzung des Bundes- rats machte der Reichskanzler, General der In­fanterie v. Caprivi, Mitteilung über das zwischen der deutschen und der englischen Regierung wegen Abgrenzung ihrer beiderseitigen Interessensphären in Afrika getroffene Uebereinkommen. Der Reichs­kanzler übertrug hierauf wegen eingetrctener eigener Verhinderung den Vorsitz dem Vizepräsidenten des Staatsministeriums, Staatssekretär des Innern Dr. von Bötticher. Derselbe legte eine Uebersicht der Ergebnisse des Heeres-Ergänzungsgeschäfts für das Jahr 1889, sowie eine weitere Sammlung von Aktenstücken über Samoa vor. Ein Schreiben des Präsidenten des Reichstags, betreffend die Resolution des letzteren wegen Vorlegung eines Gesetzentwurfs über die Entscheidung von Rechtsfragen in Zollsachen, und die Vorlage, betreffend die Dechargierung der Rechnungen der Kasse des Rechnungshofes für 1887/88 und 1888/89 wurden nach dem Vorschläge des Vor­sitzenden, ersteres den Ausschüssen für Zoll- und Steuerwesen und für Justizwesen, letztere dem Aus­schüsse für Rechnungswesen zur Lorberatung über­wiesen, dem Anträge des Reichskanzlers wegen Aus­prägung von Kronen, dem Anträge der Ausschüsse für Zoll- und Süuerwesen, für Handel und Ver­kehr und für Rechnungswesen, betreffend die Neu-

Tremr Liebe Loh«.

Roman von U. Rosen.

(Fortsetzung.)

»Was thnt Beatrice? O, mein Gott, welches Rätsel ist mir diesiS Kind? Nur eine Mau-r, nur eine Thür liegt zwischen mir und ihr, und ich muß mein Gehirn zermartern, während meine Seele in Todesqualen erzittert ans Angst über des, was sich hinter diese» Mauern verbirgt. O, das ist grausam, unerträglich!'

Wieder lauschte er, ob sich kein Laut vernehmen ließ. ES blieb alles still wie daS Grab.

»Mei» Warte» und Poche» »ud Lausche» nützt nichts', dachte er. »Beatrice wird heute nicht mehr zum Vorschein kommen. Ach, eS ist immer so. Wenn fie fich in dieser Weise einschließt, bleibt fie für viele Stnnden unfichtbar. Möge sie ihr Ge> beimnis bewahren, ich gebe iS auf, es zu ergründen. Vielleicht bin ich in reiner Unwissenheit glücklicher, als ich eS in der vollen Kenntnis der Thatsachen wäre."

Schwer anfseufzend stieg er müde »nd langsam dieTrepre hinunter. Lord Ormond glitt geräuschlos vor ihm her uud erreichte ungesehen den Salon.

Gras Bertil zögerte noch eine Welle in der Vor­halle, nm die Spuren feiner Aufregung zu unter­drücken, ehe er seinem Gaste wieder gegenübertrat. Lord Ormonds unbefangenes Wesen bestätigte des alten Mannes Loroussttzuug, daß es ihm gelungen sei, gleichgiltig zu scheinen.

Beotr'ce bedauert lebhaft, unS heute abend nicht mehr Gesellschaft leisten zu könne»', sagte er nach kurzem Besinnen. »DaS atme Mädchen war durch die Unterredung mit Ihnen zu aufgeregt, und heftige Kopfschmerz*

.O, keine Entschuldigungen, Herr Graf', unter, brach ihn Lord Ormond, a!S Senil wie beschämt inne hielt. »ES würde mir sehr leid thun, daS gnädige Fräulein unter solchen Umstände» z» störe» oder zu belästige». Ich werde meinen Besuch morgen ober nach meiner Rückkehr vom Laude wiederhole».'

bemessung der Branntwein-Kontingentenmengen, und den Gesetzentwürfen für Elsaß-Lothringen über die Gewährung von Entschädigungen für Viehverluste infolge von Milzbrand oder Rauschbrand und über die Haltung der Zuchtstiere, wurde die Zustimmung erteilt, den beiden Gesetzentwürfen in der vom Landesausschuß von Elsaß-Lothrn gen beschlossenen Fassung. Der Aufruf und die Einziehung der Fünshundertmarknoten deS in der Auflösung be­griffenen Leipziger Kasienvereins in Leipzig wurde dem Anträge SachsenS entsprechend genehmigt. Der erwähnte Antrag der Bundesrats-Ausschüsse betreffs der Neubemessung der Branntwein- Kontingentirungen lautet:Die Neube­messung der Jahresmenge Branntwein, welche die einzelnen Brennereien während der nächsten Kontingen- tiruvgsperiode zu dem niedrigeren Satze der Ver­brauchsabgabe Herstellen dürfen, erfolgt in der Weife daß 1. für daS erste Betriebsjahr 1890/91 a) für die bestehenden Brennereien die zeithirigen Kontingents­mengen provisorisch zu vier Fünfteilen in Kraft bleiben, b) für die neu entstandenen landwirtschaft­lichen Brennereien provisorisch entsprechende Kontingents­mengen ausgeworfen werden; 2. im zweiten Betriebs­jahre 1891/92 zugleich die Abweichungen zwischen den provisorischen und de» endgültig festgestellten Kontingentsmengen ausgeglichen werden, dergestalt, daß die im ersten Betriebsjahre zu dem niedrigsten Verbrauchsabgabesatz etwa zu viel abgebrannten Branntweinmengen von dem Jahreskontingent in Abzug gebracht, die zu wenig abgebrannten Brannt­weinmengen aber zu diesem Kontingent zum Zweck des nachträglichen Abbrennens hinzugeschlagen, be­ziehungsweise durch Erteilung von Berechtigungsscheinen ausgeglichen werden; 3. im Uebrigen nach besonders beigegebenen Vorschriften zu verfahren ist. Diese Vorschriften umfassen 16 Paragraphen und fetzen schließlich fest, daß für die Königreiche Bayern und Württemberg, das Großherzogtum Baden und die hohenzollernschen Lande die Kontingentsberechnung nach Maßgabe der erwähnten Bestimmungen durch die oberste LendeS-Finanzbehörde erfolgt. Während die englische Regierungspresse die erzielten Ergebnisse als dankenswerte Gewinne bezeichnet, sind die gegnerischen Blätter wütend. Dieselben beurteilen das deutsch-englische Abkommen überwiegend ungünstig. DerGlobe" ist nüchterner- England, sagt er, gewinne mehr, als es verliere. Von den ministeriellen Abendblättern verwirft nur dieSt. James Gazette' das deutsch-englische Einverständnis. Das Blatt sagt, indem es auf die in den Haupt-

Der Graf seufzte schmerzlich. Bet feine» Be­griffen vou Redlichkeit »ud Ehre, bet feiner strenge» Wahrhaftigkeit wurde eS ihm sehr schwer, Ausflüchte z» erfinne», aber er sah keinen anderen AnSweg, de» guten Ruf seiner Tochter zu schützen »ud fie vor Übler Nachrede ficher zu stellen.

»Beatrice wird vor Morgen Nachmsttag drei Uhr nicht stchtbar fein', sagte er. »Dieses Stadtleben mit feinen unaufhörlichen Zerstreuungen greift fie zu sehr an. Ich werde fie, sobald das Wetter wärmer wird, spätestens im Mai, auf das Land führen. Wir find draußen Nachbarn, Eduard, denn Trewor. pa k ist nur wenige Meilen von meinem Landsitz entfernt Sie werde» doch de» Sommer über in Treworpatk wohnen?"

Lord Ormond bejahte diese Frage. Der Gras ließ fich wieder ans -feinen Sessel nieder, »nd die Beiden setzte» ihre Unterbaitang mit scheinbarem Interesse fort, aber während der ganzen Zett weilte des Vaters Herz bei dem Geheimnis der Abgeschlossen- heil feiner Tochter, und Ormonds neugieriger Sin» beschäftigte fich mit demselben für ihn so wichtige» Rätsel.

,,We»» ich nur eine Spur ihres Geheimnisses z» entdecke» vermöchte!» dachte der Gast.Ich muß wisse», ob fie der Leidenschaft des OptamgeuuffeS ober Sehnlichem fröhut, ehe ich irgend etwas unter­nehme. O, was gebe ich darum, die Wahrheit zu entdecken!"

Das Schicksal schien ihn auf die gewünschte Spur lenken zu wollen.

Die beiden Herren plauderten über eine Person, die dem einen wie dem anderen höchst gleichgiltig war, als ein Diener, dessen Awt es war, in der Vor- halle zu stehen und ankommende Gäste zurechtzr- weisen, mit verstörtem Gesicht in den Salon stürmte. Ich bitte, Herr Graf", rief er, kaum wissend, was er sagte,ans dem Ankleidezimmer des gnädigen Fräuleins bringt dichter Rauch. ES muß dort etwas brennen!"