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— Das .Petit Journal" Unterredung seines Redakteurs Bismarck, die am 22. Mai in

rott Sptndia, der ihn bis zuro Wahnsinn reizt«-. Da war er zähneknirschend in sein Ztroroer gestürzt und batte nach feinen Pistolen gegtiffev. Ein leichter Druck, ein Knall und alles war vorüber, die ganze Qual uud Not seines nuglückseligen Daseins. Warum zögerte er denn uoch? — Wie eine Vision war plötzlich eine lichte, edle Mädcheugestalt vor seiner Seele erschienen: Jadwiga. Was würde fie, die Mutige, dazu sage», wenn er so feige--er dachte

den Gedanken nicht aus. Er warf schauderud die Pistole von sich fort, als hätte er glühendes Eisen serührt, »nd stürzte hinweg. Ach, er war ein be- jamroeruswerter Mensch, aber um ihres hehre» Vor­bildes willen wollte er sein eleudeS Schicksal trage», so gut eS eben ging.

U»d bau» wurde eS besser für ihu. Der Arzt schickte die luugevkranke Frau »ach dem Süden, dort Ete fie genesen. Die Treounug von ihr wurde Roman leicht, er fühlte fich von großen Qualen erlöst — er atmete auf. Nun war er allein uud hatte Ruhe. Er brauchte die ewige» Klagelieder nicht wehr oozuhöreu, die jaunuerude Stimme tönte nicht wehr in sein Ohr, er sah nicht mehr die schreck­liche» Weinkeäwpse, die ihn nervös machten nud wie wahnwitzig ans dem Hause trieben.

Wie köstlich war dies Alleinsein, wie wohlthueud die Ruhe, eS herrschte ein himmlischer Frieden im Hause. Romans Trübsinn schwand, er raffte fich zu neuer Thätigkeit, neuer DaseiuSfreude auf, uud Arbeit gewährte ihm Befriedigung.

Au Spiridia dachte er kaum mehr, uoch welliger darau, daß auch er viel Schuld hatte au dieser uu- glücklicheu Ehe. Hätte er fich am Anfang, als das Herz seines blutjungen WeibeS uoch weich uud lenksam uud von keiuerlei Mißtrauen und Zweifel m quält war, ei» weuig Mühe gegeben, daffelbe zu gewiuues oder hätte et fich wenigstens darost befaßt, ihre» träge», unentwickelten, noch fchlnroroeruden Geist zu wecke» »ud zu belebe», bau» wäre vieles auders ge. worden. Mer er ging stets gleichgültig, kühl »ud

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pel rchtcÄ i ja mit zurück.

Fr.

ßr dir Kreise Marburg uus Kirchhain und

-ttnSriertes Souuragsblatt

durch alle Postanstalten bezogen werden.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegen und in hiesiger Stadt die Expedition.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

Redozowa, Nakalfchiz, Nepaiiow, Kalchinzen genannt Anämien, Peplof genannt Levoff, Jemstei und Fräulein Bromberg. Bei sämtlichen genannten Per­sonen wurden Bomben und

Friedrichsruh stati- gefunden hat. Der Fürst äußerte zu Begin» dieses Interviews: Ich habe seit meiner Abreise aus

Für den Monat Juni kann die

vverheffische Zeitung

mit ihren Beiblättern

und trotz an sie ergangener Reklamationen nicht ohne weiteres zurückgeben, oder gar, daß sie den ländlichen Grundbesitzern die Arbeiter unter Verleitung zum Kontraktbruch ausmieteu. Ein derartiges, zu be­gründeten Beschwerden Anlaß gebendes Verfahren der Unternehmer darf nicht gestattet werden, weshalb der Minister der öffentlichen Arbeiten die könig­lichen Eisenbahn-Direktionen beauftragt hat, ge­eignete Maßnahmen zu treffen, damit Borkomm- niffe der gedachten Art vermieden werden. — Aus den von den einzelnen Bezirksregierungen vor­gelegten Anträgen auf Gewährung von Gnadenbei- hilsen zu Schulbauten aus Kapitel 121 Titel 28 a des bisherigen Staatshaushaltsetats (jetzt Kapitel 38) hat der Kultusminister ersehen, daß in vielen Fällen Schulneubauten, die infolge der Baufälligkeit des alten Schulhauses oder der Zerstörung desselben durch Feuer, Hochwasser und dergleichen notwendig geworden waren, oder dringende Erwciterungs- und Reparaturbauten Jahre lang unausgeführt geblieben sind, weil die Schulverbände leistungsunfähig waren und die den einzelnen Regierungen aus dem Fonds alljährlich zur Verfügung gestellten Summen zur Befriedigung des Bedürfnisses nicht ausreichten. Um einen Ueberblick über das in den einzelnen Landesteilen zur Zeit vorhandene Baubedürfnis und die zu seiner Befriedigung erforderlichen Summen zu erhalten, sind die königlichen Regierungen veran­laßt worden, in einer nach bestimmter Vorschrift anzufertigenden Nachweisung alle diejenigen Fälle zusammenzustellen, für welche sie zur Zeit Gnaden­beihilfen nachzusuchen sich veranlaßt sehen würden, wenn die ihnen zur Verfügung gestellten Summen nicht auf eine bestimmte Höhe beschränkt wären.

Mönche«, 28. Mai. Die Hauptversammlung des deutschen Sprachvereins, welche in den Pfingst­tagen in München tagte, hat mehrere Resolutionen bezüglich der Schule angenommen, die u. A. ver­langen, die deutsche Sprache soll Mittelpunkt des gesammten Unterrichts fein. In allen Lehrfächern solle gut deutsch gesprochen und geschrieben, bei Uebersetzungen aus den Fremdsprachen streng au echtdeutschen Ausdruck gehalten werden. Man solle die Schüler an eine gute, möglichst sich der Bühnen- iprache anschließende, Aussprache gewöhnen und das Mundsprachliche vermeiden. Der Unterricht in der deutschen Sprache sei nicht der einer toten Bücher spräche, er knüpfe an die heimischen Mundarten an und pflege das Mittelhochdeutsche. Geheimrat Reuleaux (Berlin) bezeichnete die Volksschule als Säemann des Fremdwörterthums. Die Schulbücher wimmelten von

(Fortsetzung.)

meiner tity 8 und scheues Wesen laug- ■mte ihn. Er konnte fich nicht zwinge», fie zu «be«, fie paßte so gar uicht für ihn und er hatte •tt Hoffnung, ei» glückliches Lebe» mit ihr zu führen «gst entsagt. Er hatte geglaubt, die Erfüllung bei weren Pflichten, die er fich zur Lebensaufgabe ge. ■W, würde ihm-leichter werden, aber es war ein Dlthum gewesen.

äftit der Zeit, als EpiridiaS Kränklichkeit zu- «hro, veränderte fich ihr Charakter noch mehr. Sie «rde empfindlich, reizbar nnb unfreundlich. Eie y /list immer aufgeregt uud schlechter Laune. Das »weiuschaftliche Leben der beiden Gatte» wurde täglich »uriger und elender, es war eine fortwährende Qnal. , Spiridia kränkte Roman am meisten dadurch, daß «ihm häufig vorwars, sie belogen nnb betrogen, fie «t beä Geldes wegen geheiratet zu haben. Solche «stritte waren ihm entsetzlich nnb doch trag er ihre «schulbigung mit Ruhe. Er durfte fich nicht be.

hatte gewissermaßen Recht. Sie “W« Bel<Se2°ft er sich mit dem Reich- Rücke» wollte" ttne ßaf*' bte ih" °"Eig

$>te äußere' Not war allerdings von ihm ge. yen, ober neben ihm ging eine ungeliebte Frau, ^thro täglich unsympathischer wurde. Ach er konnte , ds M °h»e Bitterkeit daran denke», daß er sein ganzes L,..-. an fie gekettet hatte. Die Zukunft erschien lobuH V» leer und öde wie eine Wüste. ”

■ tiefe Melancholie bemächttgte fich seiner, die Q,ie Wett wmde ihm gleichgültig, er sehnte fich oft £2 °ero Tode. Nur der Gedanke, seine Pflicht bis »» Ende ,» erfüllen, hielt ihu noch aufrecht.

,-mr einmal gab er fich der völligsten Verzweiflung ES war nach einem neuen heftigen Austritte

Berlin durchaus aufgehört, irgendwelche politische Korrespondenz zu führen. Spaziergänge im Walde bilden für mich das einzige Mittel, die Zeit totzu- schlagen. Geärgert; wie man vielfach behauptet, bin ich nicht. Der thater lustglühende Kaiser will die Völker beglücken; — ich glaube kaum, daß die Mög­lichkeit in dieser Beziehung eine sehr große ist. Ich habe ihm auch gesagt, daß es mich nicht befremde, sein Mißfallen zu finden. Ein altes Arbeitspferd und ein junger Renner können nur schlecht in ein und dasselbe Geschirr gespannt werden. Nur durch Politik, nicht aber durch chimärische Kombinationen richtet man bei den Menschen etwas aus. Ich wünsche, daß die Versuche des Kaisers von Erfolg sein möchten. Er war viel auf Reisen und ich konnte

reserviert neben dem schwachen, haltlosen Geschöpf einher, bis schließlich alle Beide jeden Zusamroeu- hang mit einander verloren.

Spiridia war bereits sechs Monate in Meutone, aber ihre Gesundheit hatte leine Fortschritte gemacht. Frau v. BtelinSka, welche zu ihrer Pflege mttgereist war nnb bort mit ber Kranken ein eintöniges und stilles Leben führen wußte, laugwellte fich ungemein. Sie gehörte nicht zu be» Leuten, bie sich lange mit dem Wohle nnb Wehe Anderer befasst». Sie sehnte fich nach Zerstreuung nnb Vergnüge». Da» fort­währende Zusammensein mit ber nervösen, reizbaren nnb schwer leibende» Schwiegertochter wurde ihr zur wahren Last.

Nun wollte fie »ach ber langen Entbehrung nnb Entsagung ihr Leben mieber genießen. Sie hatte im Kurgarteu alte Freuube aus Pole» getroffen, bie ihr den Vorschlag machten, ein paar Wochen mit ihnen nach Rom zu reifen, nm ben Karneval uud feine zauberischen Freuden kennen zu lernen. Das kam der Paui Cafiroira sehr gelegen, ber Gebanke, die Götterstadt uud ihre Wunder zu sehen, berauschte fie. Sie besau» fich nicht lange, sonder» willigte sofort ein. Noch in derselben Stunde schrieb fie au Roman und teilte ihm ihr Vorhaben mit.

Der Brief der Fran Casimir« war ein wahres Meisterstück weiblicher Raifinirtheit. Sie appellierte darin au ihres Sohnes Pflichtgefühl und Edelmut. Sie wußte ihn zu Überzügen, daß fie nach?ber langen onfreibenbeu Krankenpflege, welche ihre Kräfte vollstänbig erschöpft hätte, ganz bringenb ber Erholung bebÜrfe. Sie beschwor Roman, schleunigst nach Meutone zu komme», ba Spiridia, ber eS recht schlecht gehe, eia Wiedersehen mtt ihm wünsche. Dieselbe wäre sehr bekümmert über die lauge Trennung nnb lehte ihn an, recht bald zu kommen. Sie bereue bitterlich bie viele» Mißhelligkeit en nnb Zerwürfnisse mit ihm und hoffe bestimmt, daß er ihr die letzte schlimme Zeit nicht Nachtrages würde. Roma» möge die arme i kranke nicht umsonst hoffe» nnb warte» »ud, wenn

ihn nicht begleiten, — so gewannen andere jüngere Persönlichkeiten sein Vertrauen. Man hätte sagen können, ich habe mir einen schönen Abgang (bonne soitie) bereitet; ich tröste mich aber mit dem Be­wußtsein, daß bie brutsche Krone stark ist. Ich bin burchaus kein Gegner der Kontrolle durch Parlament und Preffe, ohne welche Mißgriffe unvermeidlich wären. Die auswärtige Presse war mir nach meinem Rücktritt ein weniger strenger Richter, als die deutsche Presse. Bei uns haben die vielen Vaterlandsfeinde, darunter verstehe ich Parteien, aufgeatmet, als ich gegangen war. Caprivi, meinen Nachfolger, schätze ich hoch) er ist ein ausgezeichneter General. Schade um ihn, daß er in die Politik hineingeraten ist. Meine auswärtige Politik kann er nicht ändern. Die europäische Lage ist abgeschlossen, keine Wolke trübt den Horizont, der Frieden ist gesichert. Man muß überhaupt die modernen Nationen über den Krieg mitberaten lassen. Niemand wird die Offensive er­greifen wollen, da die Schrecknisse in deren Gefolge zu groß wären. Die Soldaten sind die beste Frie- densbürgschast. Im Jahre 1875 habe ich einen Krieg verhindert. Moltke leistete demselben keinen Widerstand, ber französische Gesandte war beun­ruhigt und Gortschakow zog Nutzen daraus, die Rolle des Erretters zu spielen. Seit dem Rücktritte Gortschakows war eine Annäherung zwilchen Rußland und Frankreich natürlich. Interessen und nicht Ge- sühlsneigungen schreiben der Politik den Weg vor. Deutschland hat die Affaire Schnäbele nicht provo­ziert, es hat auch keine Empfindlichkeiten zu errege» beabsichtigt. Auch die Eroberung Schleswigs wurde uns ausgezwungen, wir haben es nicht an uns bringen wollen. Deutschland und Oesterreich in einem Kaiser­tum mit zwei Hauptstädten zu vereinigen, war unver­nünftig (absurde). Die Balkanpolitik berührt nur Oesterreich, Rußland, Italien und England. In dem Karolinenstreit rief ich den Papst als Schiedsrichter an, weil ich mich mit Spanien nicht verfeinde» mochte. Dasselbe Verhalten schlug ich in der Samoa- Angelegenheit ein. Die soziale Frage betreffend, halte ich dafür, daß es unmöglich ist, die Menschheit glücklich zu machen. Einige sozialistische Führer haben große Begabung. Das abenteuerliche System Liebknechts auf gesellschaftliche Ausbeutung de» Bodens und ber Jnbustrieen ist eine Thorheit. Konzessionen vermehren nur die Zahl der sozial­demokratischen Parteigänger. Ich achte die Fran­zosen, sie sind ernsthafte Kompagnons in politische» Dingen. Die französische Armee hat sich seit 1870 vervierfacht. Ich hege die Hoffnung, daß die Strei­

er nicht käme, vor Kummer und Sehnsucht sterben lassen. Die letzten beiden Zeilen waren doppelt unterstrichen.

Der junge Edelmann hatte nur ein halbes Jahr ein ruhiges, doch thätiges Leben geführt und fernen Frieden und die alte Lebenskraft wiedergewonuev. Er war kein glücklicher Mensch, aber bie tiefe Schwer­mut war von seinem Wese» gewichen. Er erwartete nichts mehr viel, aber er hatte doch refiguirt, sein Gemüt war still. Da erhielt er be» Brief feiner Mutter. Ihre Worte gingen wie ein Sturm durch eine Seele nnb er besann sich keinen Augenblick, um ihren Wünschen Folge zu leiste». Er hatte sich bte Pflicht zur Richtschnur seines HanbelnS gemacht und wußte, was ihm biefelbe auch jetzt zu thun gebot. Seine Mutter war müde und erschöpft, fie konnte bie Kranke nicht mehr pflege», es war nichts einfacher uub natürlicher, als baß er ihr zur Hilfe kam. Spiribia war feine Gattin, fein Platz war an ihrer Seite, llub fie, bie leidende, schwache Frau, sie er» ehnte fein Kommen. Vielleicht war es ihr letzter Wunsch. Grausam wäre eS, wenn er nicht sofort an ihr Kravkeubett eilte. An bte tausendfachen Kränkungen dachte Roman in diesem Augenblick nicht mehr, s.in Sinn war zu edel dazu.

So schnell als möglich machte er feine Vorbe­reitungen zur Reise. Dem wackeren Inspektor uud ber alten getreuen Michalina übergab er bte Schlüssel nnb empfahl ihrer Obhut Hans und Hof. Betbe ahen ihren gütigen jungen Herrn nur ungern scheiden.

Noch in derselben Nacht reiste Roman nach dem Süden ab, doch dauerte eS einige Wochen, ehe er ein Ziel erreichte, denn in damaliger Zeit waren bie Verkehrsmittel noch sehr mangelhaft. Dem unge­achtet suchten bereits viele Kranke in ber weichen, rotlben Lust ber Riviera Heilung ihrer mannigfaltigen Leiben.

Allerdings fand man uoch keine eleganten Hotel», ^erlichen Billen, saubere Promenaden ober ben vornehmen Lvxa» eine» modernen »«beleben» an

Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg uni) Kirchhain

Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. — Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

fremdsprachigen technischen Ausdrücken. Sein Antrag, die Behörden möchten den Lehrern deutsche Ausdrücke an die Hand geben, fand nicht Unterstützung, nach­dem ihn Stadtschulrat Rohmeder (München) als unberechtigte Ausnahmespitze gegen die Bolksschullehrer bekämpft hatte.

AuslavÄ.

Prag, 29. Mai. Die Ausgleichs - Kommission lehnte ben Antrag der Jungtschechen auf Vertagung der dritten Lesung des Schulaufsichtsgesetzes bis nach der zweiten Lesung aller Ausgleichsvorlagen ab. Das Schulaufsichtsgesetz wurde auf die Tagesord­nung der am Freitag stattfindenden Plenarsitzung gesetzt und hierauf ein Eingehen in die Spezial­debatte beschlossen.

Paris, 29. Mai. Die Polizei verhaftete heute früh 15 russische Staatsangehörige, bei denen zahl­reiche Schriftstücke, sowie Explosivstoffe mit Beschlag belegt wurden. Die Verhaftung erfolgte auf Grund zahlreicher Einkäufe derselben bei Chemikalienhändlern. Verhaftet sind: Mendelfohn aus Fontenay aux Roses, welcher das Haupt dieser nihilistischen Ver­bindung zu sein scheint, Orloff genannt Volgrin, Student Lavrcynius, Fräulein Gnatowski, ferner Labowiisch, Atschinazi, Reichlen, dessen Frau, Fräulein

Kerttsches Reich.

Berlin, 29. Mai. Die Besserung deS verletzten Fußes des Kaisers nimmt einen günstigen und Wellen Fortgang. — Tas Gesuch des Magistrats -m die Erlaubnis zur Vergnstaltung von Samm- lungen für ein dem Kaiser Friedrich in Berlin zu errichtendes Denkmal ist von dem Kaiser abschläglich ieschieden worden, da der Kaiser sich verpflichtet fühle, seinem Vater und Vorgänger selbst ein Denkmal zu setzen. — Der Unterstaatssekretär im Auswärtigen Amte Graf Berchem tritt in den einstweiligen Ruhe- ßand, verbleibt jedoch zur Disposition des Stts- värtigen Amtes. — Als Nachfolger des Herrn von Echolz wird in parlamentarischen Kreisen neben Herrn Riquel auch der bekannte Zentrumsabgeordmte Frei­herr von Huene genannt. — lieber die Wiederauf rvhme der Verhandlungen über ein neues Militär- ßrafgesktz wird bekannt, daß sie von Berlin aus in Anregung gebracht worden ist. Wie die »Magd Ztg." hört, werden die früheren Arbeiten in dieser Richtung den Ausgangspunkt der neuen Beratung bilden. Man wird sich erinnern, daß diese arbeiten pmlich weit vorgerückt waren und eine Haupt- ßhwierigkeit darin bestand, daß das in Baier» be- pehknde Verfahren dort nicht aufgegeben wurde. Jedenfalls soll jetzt vor Allem ein einheitliches Ber­ühren hergestellt werden. Nach welcher Richtung, tzeint noch nicht festzustehen. — Im nichtamtlichen Teil schreibt der .Reichsanzeiger': Es ist Klage ««über geführt worden, daß die bei Eisenbahn bauten beschäftigten Unternehmer vielfach die Interessen der Endlichen Grundbesitzer dadurch schädigen, daß sie wnlraktbrüchig gewordene ländliche Arbeiter annehmen

(Nachdruck verboten.)

Heiße GlMe«.

Erzählung von Johanna Berger.

Marbura.>■ ----------

Sonnabend, 31. MÄ 1890. K M. Jahrgang.

_______wWvWenttmen r»t die «eile 26 Pfg. ' Daube u. Eo. in Frankfurt a. M., Berlin, Hannover, Pari».