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Wöchentliche Beilagen: Kreis-Blatt für die Kreise Marburg und Kirchhain. Illustriertes Sonntagsblatt. Expedition: Markt 21. Redaktion, Druck und Verlag von Joh. Aug. Koch.

Erscheint ftäglich außer an Werktagen nach Sonn- und flBAwlntWA Anzeigen nimmt entgegen die Expedition d. BlatteS,

Feiertagen. Ouartal-AbonnementS-PreiS bei der Expe» VII* sowie die Annoncen-Bureaux von Haasenstein und Vogler _____

dition 2V, M-, der den Postämtern 2 Mk. 50 Pfg. (exkl. . ,** in Frankfurt a. M., Eassel, Magdeburg u. Wien; Rudolf XXV. Havraana.

Bestellgeld). Jnsertionsgebuhr für die gespaltene Zeile 23. 50? 1890. Masse rn Frankfurt a. M-, Berlin,München u. Köln; G. 8- >) 1 » s

10 Pfg., Reklamen für die Zeile 2b Pfg. " 8, Dauben. Lo. in Frankfurt a-M., Berlin, Hannover, Paris.

Für den Monat Juni kann die vberhesflsche Zeitung mit ihren Beiblättern Ureisblatt

Kk LLr Kreise Marburg uuS Kirchhai«

und

-llnSriertes Sonntagsbiati

durch alle Postanstalten bezogen werden.

In Kirchhain nimmt Herr Buchbinder Rindt Bestellungen entgegen und in hiesiger Stadt die Expedition.

Die Exped. der Oberh. Zeitg.

Deutsches Keich.

Berlin, 21. Mai. Der Kaiser wird, wie nun­mehr bestimmt ist, am 27. Juni, wahrscheinlich mit der Kaiserin, in Kopenhagen zu einem kurzen Be­suche bei der dänischen Königsfamilie eintreffen. Von sdort reist der Monarch dann weiter nach Christiania, während die Kaiserin sich zu ihren Kindern nach Eaßnitz auf der Insel Rügen begeben wird. Vor Beginn der großen gemeinschaftlichen Manöver der Flotte und des IX. Armeekorps bei Flensburg wird ter Kaiser mit seinen fürstlichen Gästen, wie man terAllg. 3tg." aus Hamburg schreibt, in Altona Aufenthalt nehmen, und von dort aus nach der Nordostsee Kanalmündung bei Brunsbüttel und den hasenbesestigunge» bei Cuxhasen fahren, um dieselben in Augenschein zu nehmen und persönlich die Anlage der neuen großen Befestigung zum Schutze des Kanals und der Elbmündung anzuordncn. Die Fahrt dorthin soll auf einem der neuen Hamburg- Amerikanischen Doppelschraubenfchnelldampser, wahr­scheinlich derAugusta Viktoria", stattfinden. Der Kaiser wird in Altona bei dem kommandierenden General v. Leszcynski absteigen. Für die glänzende militärische Suite werden Logis in den Altonaer Gasthöfen belegt, die Kavallerie-Regimenter des hannoverschen Armeekorps stellen 60 Pferde für die stemdherrlichen Offiziere und die kaiserliche Post­direktion die benötigten Extraposten. Dem Ber­ahmen nach ist bezüglich der Sperrgeldcr-Vorlage, welche am 3. Juni im Abgeordnetenhause zur Be- mtung gelangt, zwischen den Konservativen, Frei- lonservativen und Nationalliberalen eine Verstän­digung über § 3 in Vorbereitung, wonach die erst-

Arr Turm auf Spiegelst«».

Gegrüßet sei mir schöner Turm Von SpiegelslnsteS Höh'a!

Wie stehest Du so prächtig da, So majestätisch schön!

In wundervoller, stolzer Pracht Schaust Du herab von dort JnS liebe, schöue Hffseulaud, l Nach manch' bekanntem Ort.

Sus WaldeSgrüu und WaldeSdust Strebst Tu kühn himmelan;

UuS treibt die frohe Wanderlust Gar oft zu Dir hiuau.

Und steh'» wir hoch im Blaue» um, Froh kliugt aus grüuem Hag, Sus Gärten, wie aus WaldeSgrüu, Der Vögel Heller Schlag.

Du zeigest uus die Perle daun

In HeffeulaudeS Schweiz: Das alte Marburg au der Lahu Ja jugeudftifchem Reiz.

Ihr liebe» Bürger dieser Stadt, Seid stolz auf Euren Turm!

Neuvt ihn mit Recht uud treuem St»»: De» »Kaiser-Wilhelrnsturm."'

Wen» Frühlings Pracht die Herze» lockt Hinein i» Wald und Feld,

Dauu ziehet hiu »ach Spiegelslust Und schwelgt, wie'S Euch gefällt.

malige Vereinbarung zwischen dem Kultusminister und den Bischöfen über die Verwendungszwecke der Sperrgelderrenten eine vollständig unbeschränkte sein und den Bischöfen für den ihnen nach solcher Ver einbarung etwa zu überweisenden Dispositionsfonds vollständig freie Hand gelösten werden soll. Bei etwa notwendigen späteren Abänderungen einer Ver einbarung soll eine Verwendung nur für solche Zwecke erfolgen, wofür im Staatshaushaltsetat überhaupt Mittel ausgeworfrn sind. Bei einer etwaigen Nichtverständigung über die Verwendung soll die Rente dem Emeritenfonds der betreffenden Diözese zusallen. Präsident der Reichsbank wird der seitherige Vizepräsident Dr. Koch, wenn nicht im letzten Augenblicke Finanzminister v. Scholz, deffen Rücktritt als bestimmt gilt, dazu designiert wird.

Hamburg, 20.' Mai. (Maurer aus Dänemark und Italien.) Da der Maurerausstand noch immer kein Ende nehmen will, hoben die Maurermeister cnderweit Anstrengungen gemacht, Ersatz an Gesellen zu erlangen, um die Uebernahme der Bauten durch- zusühren. Auf mehreren Bauten sind in den letzten Tagen Maurer aus Kopenhagen, Jütland und Nord- schlcswig eingestellt. Wie demHann. Corr." von einem Meister mitgeteilt wird, ist alle Aussicht vorhanden, daß in den nächsten Tagen an 2000 Maurer aus Italien hier ein tu ff cn, und daheim sitzen die Maurer-Familien in Kummer und Elend, lediglich infolge der sozial - demokratischen Irrlehre.

Bern, 21. Mai. Der Bundesrat schlägt vor, den Artikel 120a der Bundesverfassung derart zu revidieren, daß 50 000 stimmberechtigte Schweizer Bürger die Aufhebung oder die Abänderung ein­zelner Artikel der Bundesverfaffung, sowie die Ausstellung neuer Verfassungsbestimmungen verlangen können; sobald ein solches Begehren gestellt ist, hat eine Volksabstimmung über dasselbe zu befinden; wenn das Volk das Begehren bejaht, hat die Bundesversammlung die Revision in die Hand zu nehmen.

Petersburg, 21. Mai. General Tschernojew (im Jahre 1876 Führer der serbischen Armee), ist reaktiviert und unter Stellung ä la suite des Generalstabes zum Mitgliede des Kriegsrates er­nannt.

Hefsev Rasta«.

Marburg, 22. Mai. Seit Dienstag, den 20.

(Nachdruck verboten.)

Heiße Slnlhr«. i

Erzählung von Johanna Berger.

(Forffetzung.)

»No, ja aber mich plagt ganz wahrhaftig die Neugier nicht*, stotterte diese, jindem sie die Feuer­zange fallen ließ. Sie streifte noch einmal scheu und erschrocken des Grafen verstörtes Gesicht und trippelte hinaus. Aber die Thür schloß sie nicht fest, fie bückte sich dahinter nieder und lauschte begierig.

Der Graf schwieg noch eine Weile, bann sagte er mit seltsam vibrtrender Stimme:Das arme Weib, das hier einst elend zu Grunde ging, war Margarethe Leonhardt, ich kann es beweisen und die blonde Jadwiga ist ihr Kind und das meine I*

»Ach großer Gott, ach heilige Mutter von Czen- stochaul' stammelte ganz faffungSloS die Sdelfran, indem fie fich heftig bekreuzte. ,

Und nun ertönte auch ein lautes Klirren. Die Grifin hatte ihr Flacon zur Erde gleiten lassen, dessen Scherben auf den Dieltn zerschellten. Sie schüttelte in heftiger, zorniger Verneinung den Kopf.

»Aber Stanislaw, das ist nicht wahr, das kann nicht wahr sein was Du redest, ist offenbarer Wahrfin». Entweder bist Tu krank oder Du lügst!"

Ich log nur einmal in meinem Leben damals aus Feigheit. Uud Du mußt es glauben, daß ich jetzt die Wahrheit rede. Dieselbe ist ja geradezu mit den Händen zu greifen, sobald man alle Verhältnisse erwägt und mit klarem Verstände prüft. Uud wenn alles zweifelt, so täusche ich mich gewiß nicht, ich darf .nur an Jadwiga denken sie ist der Mutter wie an8 den Augen geschnitten und bann die Augen, diese wunderbaren Augen, eS find Margarethens MÄchenaugen!"

Zufall, Stanislav, reiner Zufall! Nichts Wetter als ein merkwürdiges Spiel der Natur!"

Es giebt dergleichen Nalurfpiele nicht", brauste et auf. «Jadwiga ist mein Kind, mein armes,

d. Mts. sind bei hiesigem Bataillon 24 Einjährig- freiwillige der Reserve zu einer 8 wöchentlichen Uebung eingestellt worden.

Marburg, 22. Mai. Nachfolgende Notiz bringt der nichtamtliche Teil des Reichsanzeigers": Der Landtags abgeordnete von Schenckendorff hat dem Minister des Innern eine Uebersicht der in den verschiedenen Regierungsbezirken getroffenen Einrich­tungen zur Förderung des erziehlichen Handfertigkeits­unterrichts für Knaben mit dem Anträge eingereicht, dieselbe den Behörden mitzuteilen. In Genehmigung dieses Antrages hat der Minister den Regierungs- Präsidenten Exemplare der Uebersicht mit dem Er­suchen zugehen lassen, dahin zu wirken, daß der be­reits an einer großen Zahl von Orten eingesührte Handsertigkeitsunterricht die Verbreitung finden möge, welche seiner Bedeutung als geistiges und körperliches Bildungsmittel entspricht.

Marburg, 22. Mai. Das Pfingstfest, das Fest des Besuchens und Bksuchtwerdens, das Fest des Wanderns in Gottes schöne Natur, es naht und da wollen wir nicht unterlassen, zunächst die­jenigen, welche nach Marburg kommen, um dasselbe kennen zu lernen, aufmerksam zu machen auf das im Verlage der Elwertschen Buchhandlung dahier erschienene Schriftchen:

Marburg, seine Hauptgebäude, Institute und Sehenswürdigkeiten, nebst einer Chronik der Stadt und Universität und einem Führer in Marburgs Umgebungen. Mit einem Plan der Stadt und 20 Abbildungen.

Dann sei dasselbe aber auch allen Marburger Familien, welche es etwa noch nicht besitzen sollten und auf Pfingsten Besuch zu erwarten haben, recht angelegentlich empfohlen, damit sie wissen, was sie ihrem Besuch alles zu zeigen haben; schließlich aber noch ganz besonders empfehlen wir das Schriftchen den­jenigen, welche auf Pfingsten eine Wanderung in Marburgs schöne Umgebungen zu machen gedenken. Bietet es doch nicht weniger als 27 verschiedene Touren! Gewiß eine Auswahl, die cm Pfingstfest nicht allein bewältigt werden kann. Zur bequemeren Orientierung auf diesen Touren ist in demselben Verlag eine Karte der näheren und weiteren Um­gegend Marburgs erschienen, auf die wir hier eben­falls aufmerksam machen wollen. Vielfach sind uns Anerkennungen übex das Büchlein wie über die Karte zutell geworden, die bekunden, daß beides ganz vortreffliche Hilfsmittel find, Marburg und seine Umgebungen gründlich kennen zu lernen und so mögen sie denn zu und nach den

wiedergisundeues Kind, das sagt mir mein Herz mein fühlendes, sehendes Herz. ES kann kein Jrr- thnrn fein I"

Des Grafen Stimme erstickte in einem Strom von Thräuen, der ihm unaufhaltsam au» den Augen brach.

Und nun henschte wieder eine Zett laug lautlose Stille im Zimmer. Nur das Kawiufeuer knisterte und tanzte aufsprüheud mit zuckenden Flammenzungen über den Rost. Draußen war trotzeS der Morgenfrühe ganz finster geworden, denn die schwarzgraue Schnee, wölken hatten fich dichter zusammengeballt und Himmel und Erde in tiefe Dämmerung gehüllt.

Bei Fron v. Bielinska war der vorherige Schrecken schnell in Verwunderung und Neugier übergegangeu. Sie konnte eS kau» abwarten, mehr zu hören, und so sprang sie ungeduldig von ihrem Schaukelstuhle aus und lies zu dem Grafen hiu.

»Jesus, bann ist die Jadwiga gar, kein Land­streicher kind", rief fie. »Wer hätte dass gedacht, daß es noch so mit ihr kommt? Ja, ja nun weiß man auch, wo fie das Aparte her hat, den stolzen Blick und die vornehme Haltung, mit einem Wort, den Adel im Blut. Aber ich möchte gern mehr erfahren, Pau Stanislav so reden Sie doch, erzählen Sie ach ich sterbe vor Ungeduld!"

Grifin Antonia hatte vaS kleine Schmuckstück an fich genommen und betrachtete es mit großem Inter­esse. »ES ist wirklich Dein Porträt, Stanislaw," sagte fie gepreßt. »DaS Herz trägt auch unser Familieuwappeu und unsere Jvttialieu und doch kann ich immer »och nicht glauben, daß die fremde Frau, die eS hierher brachte, Margaretha Leonhardt war."

»Sie war eS und keine Andere, es spricht alles dafür, und venu Du mich ruhig anhöreu willst- werden Deine Zweifel bald schwinden." Und nun sprach der Graf hatig weiter,in geflügelten Worten, mitunter fich Überstürzend: »Das ganze Leben der Mensche» ist eine Kette vou Zufälligkeiten und oft

bevorstehenden Festtagen recht vielseitig diesen Zwecken wiederum dienen!

Marburg, 22. Mai. Am 20. d. Mts. hielt die hiesige Ortsgruppe desAllgemeinen Deutschen Schulvereins zur Erhaltung' deS Deutschtums im Ausland" im Quentin- schen Saale ihre Semesterversammlung. Der Vor­sitzende, Herr Prof. Dr. Fischer machte zunächst eine Reihe geschäftlicher Mitteilungen. Der Anttag des Vorstandes, vom Oktober d. I. an abermals auf 2 Semester einem jungen Siebenbürger Sachsen, der sehr warm empfohlen ist, ein Stipendium in der Höhe von ungefähr 500 Mk. zu erteilen, wird von der Versammlung angenommen. Daraus hielt Herr Oberlehrer Dr. Wilhelmi einen Vortrag über deutsche Kolonisation in Schlesien seit dem 12. und 13. Jahrhundert. Nachdem der Vor­tragende im Eingang hervorgchoben, daß Schlesien bis zum Anfang des fünften Jahrhunderts höchst wahrscheinlich schon einmal von Deutschen, den Lugiern, einem vandalischen Stamme, bewohnt ge­wesen, bespricht er die slavische Zeit, die polnische Herrschaft, die Loslösung von derselben im Anfang des dreizehnten Jahrhunderts, die Hinneigung der niederschlesischen Piasten zu Deutschland seit Wladys- laus II. Die Herzöge selbst fordern also die Gerrnani- fierung, die so ganz friedlich von statten geht. Eine besondere Rolle spielt dabei der Cistercienzer-Orden. Ansiedlungen aus Gallien bleiben vereinzelt, z. B. Augustiner in Breslau. Die nachweislich älteste deutsche Gründung, Leubus 1175, ging aus vom Cistercienzerkloster Schulpforte (Porte coeli); auch Franziskaner, Dominikaner, Benediktiner wurden einheimisch. Schnell entstanden neue deutsche Dörfer und polnische erhielten zum Teil deutsches Recht. An der Spitze stand der Schulze. Viele Dörfer entwickelten sich zu Städten; an ihrer Spitze stand der vom Herzog bestellte Bogt. Alle Einwanderer genossen volle persönliche Freiheit, während die ein­heimischen polnischen Bauern Hörige waren. Das Vorbild für das Verfahren bei der Anlage eines Dorfes in Schlesien, wie int Osten überhaupt, gab im allgemeinen der Vertrag, den der Erzbischof Friedrich von Bremen im Jahre 1106 mit sechs Holländern schloß, behufs Urbarmachung einzelier Landstriche um Bremen. Die Städte machten sich von dem Erbvogt allmälig frei und nahmen meist Magdeburger Recht an. Sie wählten nun ihre Ratmannen aus ihrer Mitte mit einem Bürgermeister an der Spitze. Schon Ende des 13. Jahrhunderts beteiligte sich Schlesien an der deutschen Dichtung.

ist es, als käme ihm dieselbe z» Hilfe, nm ihn in feinen Thorhette» und bösen Neigungen zu unter­stützen. So war eS auch reiner Zufall, der mich veranlaßte, vor etwa 20 Jahren nach Deutschland zu reisen, an den Rhein, in Nassaus Bäder, WieS- baden und EmS. Ich war damals ein junger lebens» lustiger Kavalier, der die Freuden eines sorgenlose» Daseins in vollen Züge» genoß und den die schöne» Frauen meiner Heimat mehr wie billig verwöhmen, ja mein Glück bei ihnen kam mir selbst zuweilen wunderbar vor. Trotz alledem batte ich m-in He>z noch an Keine verloren ich pflöckte keine Blume, mochte fie noch so schön und verlockend sein. Uud wieder war eS Zufall, der mich mit Margarethe Leonhardt znsammeuführte nichts wie Zufall und doch tote verhäugnißvoll in seinen Folgen. Au einem schönen sonnigen Sonntagsmorgen tu EmS war eS, als ich zum ersten Male dem Gottesdienst in dem kleinen protestantischen Kirchlein beiwohnte, das bis auf den letzten Platz mit Andächtigen gefüllt war. Ich ließ mich dicht an der Thür auf einem Holzfchemel nieder, den mir der Küster freundlich überließ. Das Kirchlein war recht einfach und schmuck­los, aber eine Flut von goldenem Sonnenlicht strömte durch die hohen bunt bemlten Bogenfenster und wob einen Glorienfchein um den Altar. Da, in' dem­selben Moment, als die Orgel mit brausenden Accondeu den Sirchengesaug intonhte, trat noch ein junges Mädchen in das Gotteshaus. ES war ein Anblick, der mir ewig unvergeßlich bleiben wird. Mir ging meta ganzes Herz dabei auf, als die herrliche Mäd- chengestalt, ein Bild weiblicher Anmut und Schön­heit, mit zaghafter Schüchternheit und doch voller Hoheit, langsam an mir vorüberschritt. Da» weiße Kleid floß in duftigen Falten an ihr herab und eine Fülle blonder, goldig schimmernder Haare nwkranste das zarte, liebreizende Geficht, ans dem unter dunkeln, fein gezeichneten Brauen ein Paar blaue Märchenangeu träumerisch t» die Welt blickten."

(Fortsetzung folgt.)

Gedenket Kaiser Wilhelm» Wohl, Auch seine» Reich's Gedeih'» Und rufet allen Gegnern zu: »Deutsch-Preußen voll'» vir sein!"

-m.